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Staat Informationen : Panama

Informationen:


Panama (spanisch PanamĂĄ) ist ein Staat in Mittelamerika, der an Costa Rica im Westen und Kolumbien im Osten grenzt. Der Panamakanal, der das Land durchquert, verbindet die Karibik mit dem Pazifischen Ozean. Der Kanal, eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt, ist fĂŒr den Staat Panama die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle.

Panama erhielt 1903 seine UnabhĂ€ngigkeit von Kolumbien. Danach stand das Land lange unter dem Einfluss der USA. Im Jahre 1999 gaben die USA schließlich die volle Kontrolle des Panamakanals an den Staat Panama ab. Dank der Einnahmen des Kanals zĂ€hlt Panama heute zu den reichsten LĂ€ndern in Lateinamerika.

Geographie

Der Staat Panama hat eine FlĂ€che von 75.517 kmÂČ, davon sind 210 kmÂČ BinnenwasserflĂ€chen. Seine KĂŒste ist 1.915 km lang.

Panama nimmt den schmalsten Teil der mittelamerikanischen LandbrĂŒcke ein, die hier vom Panamakanal durchbrochen wird. Der Isthmus von Panama ist nur 60 km breit. Der höchste Berg des Landes ist der VolcĂĄn BarĂș mit 3477 m. Er ist Teil der mittelamerikanischen Cordillera de Talamanca, die Panama parallel zu den KĂŒsten durchzieht.

Die am dichtesten besiedelten Gebiete liegen an der pazifischen KĂŒste und um die Kanalzone. Über die HĂ€lfte der Bevölkerung lebt in StĂ€dten.

Panama grenzt im Westen an Costa Rica und im Osten an Kolumbien mit GrenzlÀngen von 330 bzw. 225 Kilometern.

Landschaftszonen

Karibik

An der nördlichen, der karibischen KĂŒste Panamas, herrscht von Januar bis MĂ€rz/April Trockenzeit, von Ende Juli bis September kleine Trockenzeit. Die Inselgruppe Bocas del Toro im Ă€ußersten Nordwesten Panamas beherbergt einen Nationalpark und ist mit ihren weißen StrĂ€nden eines der beliebtesten Touristenziele von Panama. Die Flora und Fauna ist durch den Tourismus zunehmend bedroht. Die nordöstliche KaribikkĂŒste ist Heimat der Kuna Yala-Indianer (auch San Blas), die anerkannte Autonomie innerhalb der Region besitzen.

Halbinsel Azuero – Umgebung von ChitrĂ©

Die Halbinsel Azuero liegt etwa auf halber Strecke zwischen Panama-Stadt und David. Auf der gesamten Fahrt via ChitrĂ© und Pedasi ĂŒberwiegen WeideflĂ€chen, die nur gelegentlich von Reis- und Maisanbauten unterbrochen werden. AllmĂ€hlich geht die Strecke in das Canajagua-Bergland ĂŒber, in dem die Erosion eigenartige, kegelartige HĂŒgel hinterlassen hat. Im sĂŒdwestlichen Teil, dem trockensten Gebiet Panamas, liegt der etwa 8.000 ha große, halbwĂŒstenartige Nationalpark Parque Nacional Sarigua.

Darién

Die Provinz DariĂ©n ist großteils durch tropischen Regenwald gekennzeichnet. FĂŒr Touristen sind der Osten und der SĂŒden der Provinz gefĂ€hrlich. Insbesondere im Grenzgebiet zu Kolumbien bestehen hohe Sicherheitsrisiken, da hier Schmuggler und DrogenhĂ€ndler aus Kolumbien sowie WiderstandskĂ€mpfer die staatliche Ordnung und Sicherheit weitgehend ausgeschaltet haben.

Flora und Fauna

Panama ist eine natĂŒrliche LandbrĂŒcke und verbindet Nord- und Zentralamerika mit SĂŒdamerika. So kommen hier einige Tierarten aus beiden Teilen vor, wie beispielsweise die Agutis, Tapire oder auch die Harpyie. GeschĂ€tzt leben in Panama rund 300.000 Insektenarten. Mehr als 29 % der LandflĂ€che ist in 15 Naturparks aufgeteilt, die dem Schutz und Arterhalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt dienen.

Bevölkerung

GemĂ€ĂŸ dem letzten Zensus vom 19. Mai 2010 hatte Panama rund 3,406 Mio. Einwohner. Die Einwohner (Panamaerinnen und Panamaer) heißen spanisch Panameños und englisch Panamanians. Die Lebenserwartung betrĂ€gt 2016 fĂŒr MĂ€nner 75,8 und fĂŒr Frauen 81,6 Jahre; sie ist damit eine der höchsten in Lateinamerika. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallup vom Dezember 2012 zĂ€hlten die mit zu den glĂŒcklichsten Menschen der Erde.

Entwicklung der Bevölkerung

Quelle: UN

Ethnische Bevölkerungszusammensetzung und Sprachen

Beinahe zwei Drittel (rund 60 %) der Panamaer haben sowohl indigene als auch europÀische Vorfahren. Sie leben vor allem in den im Westen des Landes gelegenen Provinzen Coclé, Herrera und Veraguas, wo sie bis zu 90 % der dortigen Bevölkerung stellen.

Die zweitgrĂ¶ĂŸte Gruppe bilden die Schwarzen und gemischt Farbige mit insgesamt ca. 15 % (in den Provinzen DariĂ©n und Bocas del Toro jeweils um 50 %). Sie lassen sich in zwei Gruppen einteilen, die jeweils die HĂ€lfte aller Afropanamaer ausmachen. Sie stammen meist entweder von durch Spanier aus Westafrika verschleppten Sklaven ab und sprechen daher spanisch, oder von Einwanderern aus Karibikstaaten, die ein mit westafrikanischen und auch französischen Elementen durchsetztes kreolisches Englisch sprechen. So stammt das Wort fĂŒr Maismehl kukĂșu aus der Sprache der Ewe, fĂŒr essen yampĂ­ aus der der Wolof.

Auf die Afropanamaer folgen mit 13 % die Nachkommen der europĂ€ischen Siedler und Einwanderer (in den Provinzen PanamĂĄ, Los Santos, und ChiriquĂ­ ĂŒber 15 %). Asiaten machen einen Anteil von rund 4 % an der Bevölkerung aus.

Die Indigenen haben einen Anteil von 8,3 % (nach anderen Angaben 2010: 12 %) an der Bevölkerung. Die grĂ¶ĂŸten Gruppen bilden GuaymĂ­ (NgĂ€be und BuglĂ©) und Cuna. Weitere Völker StĂ€mme sind Embera, Wounaan, Bribri und Naso. Die Embera und Wounaan leben in der autonomen Comarca EmberĂĄ-Wounaan sowie am Rio Chagres. In den 1950er Jahren ließen sich kleine Gruppen der Embera aus der panamaischen Provinz Darien am Alajuela-See, da sie die kolumbianischen Waffen- und DrogenhĂ€ndler und den Kokaanbau fĂŒrchteten. Im zahlenmĂ€ĂŸig stark begrenzten Tourismus sahen sie eine Chance, sowohl ihr Überleben zu sichern als auch ihre Kultur zu erhalten.

Im Jahre 2017 waren 4,7 % der Bevölkerung im Ausland geboren. Die meisten AuslÀnder kamen aus Kolumbien (60.000), China (20.000), den USA, Nicaragua und Venezuela (jeweils 10.000). Die Migranten haben sich zumeist aus wirtschaftliche Motiven in Panama niedergelassen.

Religion

Die Bevölkerung Panamas ist ĂŒberwiegend christlich; 86 % (nach anderen Angaben 75 bis 80 %) sind Katholiken und 10 % (nach anderen Angaben 15 bis 25 %) Protestanten (meist Evangelikale). Es gibt jeweils ungefĂ€hr 1 % Juden und Muslime. Unter den NgĂ€be (Ngöbe) gibt es viele AnhĂ€nger der Bahai-Religion. Auch Mormonen sind stark vertreten. Einige Gruppen der indigenen Kuna, NgĂ€be, BuglĂ© und Embera sind nach wie vor AnhĂ€nger ihrer traditionellen mesoamerikanischen Religionen.

Geschichte

Im Jahr 1821 spaltete sich Panama von Spanien ab und wurde Teil von Großkolumbien unter SimĂłn BolĂ­var. In den 1830er und 1840er Jahren wurde mehrmals die UnabhĂ€ngigkeit von der Republik Neugranada (ehemals Kolumbien) erklĂ€rt, aber schnell rĂŒckgĂ€ngig gemacht.

Infolge einer militĂ€rischen Intervention der USA spaltete sich das heutige Panama nach dem Panamakonflikt am 3. November 1903 von Kolumbien ab. Vorausgegangen war der 1000-Tage-Krieg, in dem der Indigene Victoriano Lorenzo fĂŒr die Selbstbestimmung der Indianer kĂ€mpfte, was er mit seinem Leben bezahlte: Er wurde erschossen. Damit verloren die Indianer die Chance auf Landbesitz und politische ReprĂ€sentation im neuen Staate.

Gleich darauf unterzeichnete Philippe Bunau-Varilla als panamaischer UnterhĂ€ndler den Hay-Bunau-Varilla-Vertrag, der den USA erlaubte, den Panamakanal zu bauen und gleichzeitig die Hoheitsrechte fĂŒr das Gebiet um den Kanal fĂŒr sich zu beanspruchen, die so bezeichnete Panamakanalzone. Zwischen 1904 und 1914 errichteten Ingenieure der US Army den Panamakanal. Erste Arbeiten an dem Kanal hatten allerdings schon unter französischer FĂŒhrung im Jahre 1881 begonnen.

Die Verfassung von 1904 sah das allgemeine MĂ€nnerwahlrecht fĂŒr alle Panamaer ĂŒber 21 Jahre vor. Ein Wahlgesetz Nummer 98 vom 5. Juli 1941 gab Frauen ĂŒber 21 das aktive und passive Frauenwahlrecht auf Provinzebene, wenn diese einen UniversitĂ€tsabschluss, ein Lehramtsexamen, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder den Besuch einer Sekundarschule vorweisen konnten. Das allgemeine aktive und passive Frauenwahlrecht wurde erst am 1. MĂ€rz 1946 eingefĂŒhrt.

Von 1959 bis 1962 wurde die Puente de las AmĂ©ricas, eine den Kanal ĂŒberspannende BrĂŒcke, unter den US-Amerikanern erbaut, die ĂŒber 40 Jahre die einzige Landverbindung zwischen Nord- und SĂŒdamerika bleiben sollte. Am 15. August 2004 wurde eine zweite BrĂŒcke namens Puente del Centenario unter der scheidenden PrĂ€sidentin Mireya Moscoso eröffnet. Sie wurde allerdings erst 2005 in Betrieb genommen. Die dritte BrĂŒcke bei ColĂłn wurde im August 2019 fĂŒr den Verkehr freigegeben.

1964 kam es in der Panamakanalzone zum Flaggenstreit zwischen den USA und Panama.

Am 7. September 1977 wurden die Torrijos-Carter-VertrĂ€ge unterzeichnet (dem Vertrag den Namen gegeben haben der damalige De-facto-PrĂ€sident Panamas, Omar Torrijos, und der damalige US-PrĂ€sident Jimmy Carter), der die Übertragung der gesamten Kanalzone von den USA an Panama bis Ende 1999 zusicherte.

Im Dezember 1989 wurde der Diktator Manuel Noriega, der Panama nach dem mysteriösen Tode des Omar Torrijos 1981 mit Hilfe des MilitĂ€rs regierte, durch die USA (unter George H. W. Bush) bei der US-Invasion in Panama (Operation Just Cause) gestĂŒrzt. Bis zu seinem Sturz war Noriega einer der wichtigsten VerbĂŒndeten der Vereinigten Staaten in Mittelamerika. Der General wird oft fĂ€lschlicherweise als PrĂ€sident von 1983 bis 1989 angesehen. Er war jedoch lediglich der Chef der Nationalgarde, die spĂ€ter in die Fuerzas de Defensa de PanamĂĄ umgewandelt wurde. FĂŒnf Tage vor seiner Festnahme erhob ihn die Nationalversammlung zum Chef der Regierung mit außerordentlichen und zeitlich unbeschrĂ€nkten Rechten.

Am 31. Dezember 1999 um 12:00 Uhr wurden gemĂ€ĂŸ dem Torrijos-Carter-Vertrag das gesamte US-Gebiet entlang des Kanals sowie alle US-amerikanischen MilitĂ€rbasen offiziell an Panama ĂŒbergeben. Der Betrieb und die Verwaltung des Kanals wurden von der panamaischen Panamakanal-Behörde (Autoridad del Canal de PanamĂĄ – ACP) ĂŒbernommen. Nach Angaben der Regierung ist aber geplant, dass die USA zwei MarinestĂŒtzpunkte in Panama errichten werden, in Bahia Piña und Punta Coca.

Politik

Regierung

Das Parlament in Panama ist die Nationalversammlung. Seit Juli 2019 ist Laurentino Cortizo von der Partido Revolucionario Democråtico (PRD), der Juan Carlos Varela von der Partido Panameñista (PP) nach der PrÀsidentschaftswahl 2019 ablöste, PrÀsident Panamas.

Verwaltungsgliederung

Panama ist seit der Bildung von PanamĂĄ Oeste 2014 verwaltungsmĂ€ĂŸig in zehn Provinzen (provincias) und fĂŒnf Territorien (comarcas) eingeteilt. In den autonomen Territorien gibt es eine Selbstverwaltung der indigenen Volksgruppen Kuna, Ngöbe, BuglĂ©, Embera und Wounaan.

Provinzen (in Klammer die Provinzhauptstadt):

  • 1 Bocas del Toro (Bocas del Toro)
  • 2 ChiriquĂ­ (David)
  • 3 CoclĂ© (PenonomĂ©)
  • 4 ColĂłn (ColĂłn)
  • 5 DariĂ©n (La Palma)
  • 6 Herrera (ChitrĂ©)
  • 7 Los Santos (Las Tablas)
  • 8 PanamĂĄ (Ciudad de PanamĂĄ)
  • 9 Veraguas (Santiago de Veraguas)
  • 10 PanamĂĄ Oeste (La Chorrera)

Autonome indigene Territorien mit Provinzstatus:

  • C1 EmberĂĄ (Cirilo Guainora)
  • C2 Guna Yala (El Porvenir)
  • C4 Ngöbe-BuglĂ© (Quebrada Guabo)

Comarcas ohne vollstÀndigen Provinzstatus

  • C3 MadugandĂ­ (Akua Yala)
  • C5 WargandĂ­ (Nurra)

Infrastruktur

Energie

2005 wurden 5,8 Terawattstunden elektrischer Strom erzeugt, davon 36 Prozent in WĂ€rmekraftwerken und der Rest fast ausschließlich in Wasserkraftwerken.

Telekommunikation

2016 nutzten 45,2 % der Bevölkerung das Internet.

Verkehr

Im Logistics Performance Index, der von der Weltbank erstellt wird und die QualitÀt der Infrastruktur misst, belegte Panama 2018 den 38. Platz unter 160 LÀndern. Von allen LÀnder in Lateinamerika belegt Panama damit den zweitbesten Platz hinter Chile.

Die Nord-SĂŒd-Verbindung zwischen Atlantik und Panama-Stadt am Pazifik ist als Transistmica bekannt. Heute verlĂ€uft neben dem Panamakanal die Bahnstrecke (vor kurzem renoviert) sowie in einiger Entfernung eine Straßenverbindung zwischen Panama-Stadt und ColĂłn. Auf ihr passieren viele UnfĂ€lle (durch hohes Verkehrsaufkommen und schlechten Zustand). Von 2007 bis 2009 wurde parallel zur Transistmica eine 42 km lange neue Autobahn durch den brasilianischen Odebrecht-Konzern gebaut, um die Fahrt zwischen ColĂłn und Panama-Stadt zu verkĂŒrzen und sicherer zu machen.

Straße

Panamas Straßennetz ist einschließlich eines Abschnitts der Panamericana 11.400 Kilometer lang. Die Hauptverbindungsstraße ist die Panamericana, die durch ganz Panama fĂŒhrt. Die Panamericana (englisch Pan American Highway) verbindet eigentlich Nordamerika mit SĂŒdamerika und fĂŒhrt von Alaska bis SĂŒd-Chile, doch im Grenzgebiet zwischen Panama und Kolumbien, im Urwaldgebiet des DariĂ©n, befindet sich eine LĂŒcke, der sogenannte TapĂłn del DariĂ©n (auch unter dem englischen Namen Darien Gap bekannt), die bisher noch nicht geschlossen wurde. Die Ursache dafĂŒr liegt vor allem darin begrĂŒndet, dass das Gebiet von SĂŒmpfen durchzogen ist und darĂŒber hinaus von kolumbianischen Guerrilleros gehalten wird, die dort Schmuggel und Drogenhandel betreiben, so dass der Aufwand fĂŒr die Sicherheit beim Bau der Straße sehr hoch wĂ€re. Zudem sind auch Bedenken von UmweltschĂŒtzern laut geworden, so dass die panamerikanische Nord-SĂŒd-Verbindung wohl in naher Zukunft nicht fertiggestellt werden wird.

Eisenbahn

Das Land verfĂŒgte einst ĂŒber rund 450 Schienenkilometer, wovon rund 380 km Schmalspurbahnen waren, die letzten wurden 2008/2009 abgebaut. Die etwa 75 km lange Hauptstrecke der Panama Canal Railway verlĂ€uft quer durch den Isthmus von Panama und verbindet die Stadt ColĂłn an der Karibik mit Panama-Stadt am Pazifik, im Wesentlichen dem Kanal entlang. Die Panama Railroad wurde 1850–1855 errichtet und besaß eine Spurweite von 1524 mm; 1904–1912 erfolgte eine Streckenumlegung. Sie wurde in den 1990er Jahren privatisiert und von der Kansas Southern Industries aus den USA ĂŒbernommen, modernisiert und 2001 auf die 1435 mm breite Normalspur umgespurt. Es findet GĂŒterverkehr statt, seit 2001 auch mit Doppelstock-Containertragwagen; zudem verkehrt an Werktagen ein Personenzug in jede Richtung und fĂŒr die Reisenden von Kreuzfahrtschiffen werden CharterzĂŒge gefahren.

Schifffahrt

Der Panamakanal verbindet das Karibische Meer mit dem Pazifischen Ozean. Die grĂ¶ĂŸten HĂ€fen des Landes sind Balboa, CristĂłbal, Bocas del Toro, Almirante und Puerto Armuelles. Die Handelsflotte von Panama ist mit 6184 Schiffen z. Zt. die grĂ¶ĂŸte der Welt, was allerdings auf die Praxis der Ausflaggung zurĂŒckzufĂŒhren ist: fast alle hier registrierten Schiffe befinden sich in auslĂ€ndischem Besitz und sind mit auslĂ€ndischen Mannschaften besetzt.

Am 22. Oktober 2006 wurde in einer Volksabstimmung fĂŒr den Ausbau des Panamakanals entschieden. 78 % stimmten dabei fĂŒr den Ausbau (bei einer Wahlbeteiligung von 44 %). Der Kanal, eine der Haupteinnahmequellen des Landes, hatte seine KapazitĂ€tsgrenze von 14.000 Schiffen pro Jahr erreicht. Der neu ausgebaute Kanal wurde am 26. Juni 2016 feierlich in Betrieb genommen.

Flugverkehr

In der NĂ€he der Stadt Panama liegt der internationale Flughafen Aeropuerto Internacional de Tocumen (PTY) nahe Tocumen. Außerdem befindet sich in der ehemaligen Kanalzone in unmittelbarer NĂ€he des zentralen Busterminals der Regionalflughafen Marco A. Gelabert. Von dort aus erreicht man ProvinzhauptstĂ€dte wie David (Chiriqui) oder Changinola und Isla Colon (Bocas del Toro). Die Inlandfluggesellschaften sind Aeroperlas Regional (zur Grupo TACA gehörend) und die private Air Panama. Die Fluggesellschaft Aeroperlas Regional hat Ende Februar 2012 Konkurs angemeldet und seitdem den regionalen Flugverkehr komplett eingestellt.

Wirtschaft

Allgemein

Im Global Competitiveness Index, der die WettbewerbsfĂ€higkeit eines Landes misst, belegt Panama Platz 50 von 137 LĂ€ndern (Stand 2017–2018). ZusĂ€tzlich hat Panama die globalisierteste Wirtschaft der gesamten Region. Ein Hauptgrund dafĂŒr ist die Drehscheibenfunktion des Landes dank des 2016 fĂŒr grĂ¶ĂŸere Schiffe erweiterten Panama-Kanals und eines damit verbundenen Netzes von in der Region fĂŒhrenden, hochmodernen und effizienten HĂ€fen – sowohl am Atlantik als auch am Pazifik – sowie zahlreicher Freihandels- und Sonderwirtschaftszonen, die von ĂŒberregionaler Bedeutung sind. Panamas BIP pro Kopf betrug 2016 23.034 US-Dollar (KKB), damit lag das Wohlstandsniveau ungefĂ€hr auf dem Niveau von Kroatien. Das Land ist damit eines der reichsten in Lateinamerika. Dank des steigenden Handels expandierte die Wirtschaft in den letzten Jahren mit jĂ€hrlich 5 bis 6 Prozent.

Wichtigste Einkunftsquellen der panamaischen Volkswirtschaft sind der Panamakanal, in dessen Verwaltung, Betrieb und Instandhaltung rund 8000 Menschen arbeiten, sowie die Registrierung von Schiffen. In Panama sind weltweit die meisten Schiffe registriert, fast jedes fĂŒnfte. Der Grund dafĂŒr sind das vergleichsweise unkomplizierte Verfahren und die geringen Steuern.

Die grĂ¶ĂŸte Einkommensquelle Panamas hĂ€ngt mit dem Betrieb des Panamakanals zusammen, der lange Zeit unter der gemeinsamen Verwaltung Panamas und der Vereinigten Staaten stand und seit dem 31. Dezember 1999 der alleinigen VerfĂŒgungsgewalt Panamas unterliegt. FĂŒr die Wirtschaft, die bereits unter den Sanktionen der Vereinigten Staaten litt, bedeutete der amerikanische Einmarsch vom Dezember 1989 einen weiteren RĂŒckschlag. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrĂ€gt 61.838 Millionen US-Dollar (2017; Dienstleistungen: 82 Prozent, Industrie: 15,7 Prozent, Landwirtschaft: 2,4 Prozent); daraus ergibt sich ein BIP pro Kopf von 15.089 US-Dollar.

Die Gesamtzahl der ArbeitskrĂ€fte Panamas, die einer regulĂ€r bezahlten Arbeit nachgehen, liegt bei weniger als einem Drittel der Gesamtbevölkerung. Der Rest arbeitet fĂŒr den Eigenbedarf, lebt von der Schwarzarbeit oder ist arbeitslos (2005: 9,6 Prozent). 19 Prozent der regulĂ€r beschĂ€ftigten ErwerbstĂ€tigen arbeiten in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei, 62 Prozent sind im Handels-, Finanz- und Dienstleistungsbereich beschĂ€ftigt, 19 Prozent in der Industrie. Knapp 17 Prozent aller Lohnarbeiter sind gewerkschaftlich organisiert.

Am 28. Januar 2016 legte die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket zur BekĂ€mpfung von Steuerflucht vor, bei dem unter anderem Panama auf der schwarzen Liste der Steueroasen auftaucht. Nach den EnthĂŒllungen der Panama Papers versprach PrĂ€sident Varela mehr Steuertransparenz und Offenheit.

Kennzahlen

Alle BIP-Werte sind in US-Dollar (KaufkraftparitÀt) angeben.

Landwirtschaft

8,8 Prozent der BodenflĂ€che Panamas werden landwirtschaftlich genutzt. HauptsĂ€chlich werden Bananen, PlĂĄtanos, Zuckerrohr, Reis, Ananas, Mais und Kaffee angebaut. Zum Tierbestand gehören Rinder, Schweine und HĂŒhner.

Forstwirtschaft und Fischerei

WĂ€lder bedecken etwa 45 Prozent der LandesflĂ€che. Eine nationale Forstbehörde verwaltet den Großteil der WaldflĂ€chen – etwa zwei Drittel stehen unter Schutz, das verbleibende Drittel wird als Wirtschaftswald genutzt.

Die Fischerei ist ein bedeutsamer Wirtschaftszweig. Zu den wichtigsten Fangprodukten gehören Garnelen und Krabben.

Bergbau und Industrie

In Panama werden geringe Mengen Gold und Silber abgebaut. Salz wird an der PazifikkĂŒste gewonnen. Die meisten Erzeugnisse der Fertigungsindustrie wie Zement, Zigaretten, Schuhe, Kleidung, Seife, verarbeitete Nahrungsmittel und alkoholische GetrĂ€nke sind fĂŒr den einheimischen Markt bestimmt. Erdölraffinerien produzieren hauptsĂ€chlich fĂŒr die Ausfuhr.

Finanzwirtschaft

Panama hat seit den 1980er Jahren eines der grĂ¶ĂŸten Bankwesen in Lateinamerika und zog darum auch deutsche Vermögende an. Insbesondere Offshore-GeschĂ€fte werden im großen Stil angeboten, unter anderem von Großkanzleien wie die durch die Panama Papers bekannt gewordene Mossack Fonseca.

WĂ€hrung und Außenhandel

Die WĂ€hrungseinheit von Panama ist der Balboa (PAB), dabei ist 1 PAB in 100 CentĂ©simos unterteilt. Der US-Dollar ist ebenfalls offizielles Zahlungsmittel. Der Balboa ist 1 zu 1 an den US-Dollar gekoppelt. Neben US-Cent-MĂŒnzen sind auch Balboa-MĂŒnzen im Umlauf. Über 1 PAB/USD wird nur noch mit US-Dollar-Scheinen bezahlt. Die Nationalbank von Panama ist die 1904 gegrĂŒndete Staatsbank.

Die wichtigsten ExportgĂŒter des Landes sind Bananen, Ananas, Erdölerzeugnisse, Garnelen, Rohzucker und Kaffee. Über 60 Prozent davon gehen in die Vereinigten Staaten. Die Importe stammen hauptsĂ€chlich aus den Vereinigten Staaten und China. Weitere Hauptlieferanten Panamas sind Mexiko und Japan. EingefĂŒhrt werden in erster Linie fossile Brennstoffe, Textilien, Konserven, Maschinen, Chemikalien, Fördereinrichtungen und Rohstoffe. Die Handelsbilanz ist negativ.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 12,4 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 11,7 Mrd. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 1,2 % des BIP.
Die Staatsverschuldung betrug 2016 39,7 % des BIP. Staatsanleihen von Panama werden von der Ratingagentur Standard & Poor’s mit der Note BBB bewertet (Stand: Dezember 2018) und gelten damit als anlagewĂŒrdig.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 7,3 %
  • Bildung: 3,8 % (2004)
  • MilitĂ€r: 1,0 %

Kultur

Nationalfeiertag ist der 3. November, an dem der UnabhÀngigkeit von Kolumbien gedacht wird.

KĂŒche

Die KĂŒche Panamas ist eine Mischung aus spanischen und karibischen bis hin zu amerikanischen und deutschen Gerichten und Zutaten. Auch der Einfluss der indigenen Bevölkerung hat Panamas Speisekammer maßgeblich beeinflusst. Zu den bekanntesten Gerichten des Landes gehören heute der Sancocho, ein Eintopf aus Huhn und GemĂŒse, gegebenenfalls auch mit Bananen, ferner die Tamales, eine Art Maisteig mit verschiedenen Zutaten wie Fleisch oder Rosinen, und Yuca al Mojo, gekochte ManiokstĂŒcke mit Olivenöl.

Musik und Tanz

Panamas Volksbrauchtum ist durch spanische, afrikanische und indigene EinflĂŒsse geprĂ€gt. Ihren Ausdruck findet es vor allem in Musik, Tanz und Festen wie z. B. im Karneval. Historische sowie moderne TĂ€nze aus dem Nachbarland Kolumbien und der Karibik formen, zusammen mit den typischen lateinamerikanischen TĂ€nzen, eine große Vielfalt. Bekannte TĂ€nze sind der aus dem 17. Jahrhundert stammende Tamborito und der von der GuineakĂŒste stammende Cumbia im Zweiviertel- und Viervierteltakt, der auch in Kolumbien und El Salvador verbreitet ist. Trommeln und andere Perkussionsinstrumente spielen bei diesen TĂ€nzen eine bedeutende Rolle.

Zu nennen sind weiterhin:

  • der Tipico und Vallenato, die aus der frĂŒheren Staatengemeinschaft mit Kolumbien erhalten geblieben sind;
  • der Reggae, ReggaetĂłn (der dazugehörige Tanz heißt Perreo, wird auch RĂĄkata genannt) aus Puerto Rico, der Dominikanischen Republik und Panama selbst;
  • TĂ€nze der verschiedenen Ureinwohnergruppen, unter anderem der Kuna Yala;
  • der Haitano aus Haiti;
  • die typischen lateinamerikanischen TĂ€nze Salsa, Merengue, Bachata.

Einer der bekanntesten Salsa-Musiker der Welt stammt aus Panama: Rubén Blades, er war von 2004 bis Juni 2009 Tourismusminister seines Landes.

Die meisten TÀnze werden nach wie vor von breiten Teilen der Bevölkerung beherrscht.

Literatur

Vor der UnabhÀngigkeit

Das erste in der Kolonialzeit Panamas veröffentlichte Werk ist das Llanto de Panama con la muerte de Don Enrique Enriquez aus dem 17. Jahrhundert. Schon vor der UnabhĂ€ngigkeit im Jahre 1903 gab es im heutigen Panama Vertreter einer romantischen Literatur, in deren Arbeit sich die liberalen und nationalen Strömungen der Zeit und vor allem Kolumbiens spiegelten. Mit der Ankunft des Modernismo in der Lyrik radikalisierte sich die nationale Bewegung. Zu den ersten Modernisten zĂ€hlte der von MallarmĂ© beeinflusste Diplomat DarĂ­o Herrera (1870–1914), ein Freund RubĂ©n DarĂ­os.

1903–1950

Nach der Abtrennung von Kolumbien im Jahr 1903 entledigte sich Panama seiner kolumbianischen Tradition, war aber zugleich einem hohen wirtschaftlichen und kulturellen Druck aus den USA ausgesetzt. Seit den 1920er Jahren war es das Ziel der Autoren, eine eigenstÀndige kulturelle IdentitÀt zu prÀsentieren.

Der bekannteste Autor des 20. Jahrhunderts ist der vom Modernismo beeinflusste Ricardo MirĂł (1883–1940), der aus politischen GrĂŒnden das Studium der Malerei in BogotĂĄ aufgeben musste. Nach der UnabhĂ€ngigkeit Panamas verfasste er das Gedicht Patria (1904), eine Art informeller Nationalhymne. Eine Zeitlang war er Konsul in Barcelona. Von ihm stammen auch die Romane „Las noches de Babel“ (1913), der Elemente des Kriminalromans und der Reportage vereint, und Flor de MarĂ­a. Nach ihm ist der Literaturpreis Concurso Nacional de Literatura Ricardo MirĂł benannt.

Auch das modernistische lyrische Werk von Demetrio Kors ist von RubĂ©n DarĂ­o angeregt; spĂ€ter kehrte er zum Regionalismus zurĂŒck. Keiner Schule zuordnen lĂ€sst sich die naturverbundene Lyrik von MarĂ­a Olimpia de ObaldĂ­a (1891–1985), die sich fĂŒr die Frauen des indigenen Volkes der NgĂ€be einsetzte. Der Lyriker und ErzĂ€hler Rogelio SinĂĄn (1902–1994) setzte sich mit den europĂ€ischen surrealistischen und anderen avantgardistischen Strömungen Europas auseinander. Sein Werk Onda (1909) markiert den Beginn der Avantgarde in Panama. In den 1930er und 1940er Jahren trug er zur Entwicklung des Theaters und insbesondere des Kindertheaters in Panama bei.

1950–2000

Panama hat in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts zahlreiche weitere Schriftsteller hervorgebracht, deren Werke allerdings in der Regel bislang nicht ins Deutsche ĂŒbersetzt wurden. Beeinflusst wurden sie unter anderem von kolumbianischen, nicaraguanischen und guatemaltekischen Autoren. Dennoch blieben lokale Themen wie der Kanal und das Leben auf dem Lande wichtig.

Internationale Anerkennung fanden die Werke der in Venezuela als Tochter panamaisch-nikaraguanischer Eltern geborene, zeitweise in Kolumbien lebende Literaturwissenschaftlerin, Essayistin und ErzĂ€hlerin Gloria Guardia (* 1940), deren Werk durch die Aufhebung der Grenzen zwischen den Genres und eine postmoderne Collagetechnik gekennzeichnet ist. Ihre Werke wurden auch in den USA, Frankreich, England, Italien, Polen und Japan publiziert. Zu den bekannteren Autoren gehören auch JoaquĂ­n Beleño (1922–1988), dessen Erfahrungen mit der US-amerikanischen Verwaltung der Kanalzone sich in seinen dĂŒsteren Romanen wie Luna Verde (1951) niederschlugen, der realistische ErzĂ€hler und Lyriker TristĂĄn Solarte (* 1924), der 1984 beinahe einem Attentat von ParamilitĂ€rs zum Opfer gefallen wĂ€re, sowie die vielseitige Autorin und Ärztin Rosa MarĂ­a Britton (1936–2019) und der ErzĂ€hler, Lyriker und Essayist Enrique Jaramillo Levi (* 1944), der mehr als 50 BĂŒcher verfasst oder herausgegeben hat. Die Lyrikerin und Essayistin Giovanna Benedetti (* 1949) lebt heute in Spanien.

Gegenwart

Das Themenspektrum der Autoren der jĂŒngeren Generation hat sich erheblich erweitert; sie schreiben ĂŒber das urbane Chaos oder auch ĂŒber phantastische Themen. Unter ihnen sticht die von karibischen Vorfahren abstammende Musikerin und Musiktherapeutin Melanie Taylor (* 1972) hervor, die sich von der Lyrik Guatemalas inspirieren lĂ€sst und auch Mikrogeschichten (MinificciĂłn) verfasst. Als erfolgversprechendes Talent gilt auch der ErzĂ€hler Carlos Oriel Wynter Melo (* 1971). Aus der Karibik stammen die Vorfahren der Lyrikerin, ErzĂ€hlerin und Geigerin Melanie Taylor (* 1972). Sie setzt sich reflektierend mit der Gentrifizierung Panama-Citys, mit GhettoĂ€sthetik und androgynem Körperkult der Jugendlichen auseinander, in dem sie eine Revolte gegen die McDonald’s-Welt erkennt. In ganz Zentralamerika bekannt wurden die Lyrikerinnen und Verfasserinnen von ErzĂ€hlungen bzw. Mikrogeschichten Lucy Cristina Chau (* 1971) und Lili Mendoza (* 1974), die auch literarische Reportagen (CrĂłnicas) verfasst. Mehrfach ausgezeichnet wurde Ariel BarrĂ­a Alvarado fĂŒr Romane und ErzĂ€hlungen.

Elektronische Minitexte, Fotoessays und ErzĂ€hlungen verfasst der Ingenieur, Informatiker und Kulturmanager JosĂ© Luis RodrĂ­guez PittĂ­ (* 1971), der den Blog minitextos.org herausgibt. Dadurch hat sich die mediale Reichweite der Autoren des kleinen Landes stark vergrĂ¶ĂŸert. Über aktuelle literarische Ereignisse informiert die Website escritorespanama.com.

Panama hat einen schwach entwickelten Buchmarkt und importiert viele BĂŒcher aus Kolumbien, Mexiko oder Spanien. Literaturpreise verleihen u. a. das Instituto Nacional de Cultura, die Technische UniversitĂ€t Panama (UTP) und die FundaciĂłn Cultural Signos.

Malerei

Die bekanntesten panamaischen Maler sind Hernando de la Cruz (1592–1646), ein KĂŒnstler der Gegenreformation, der verschiedene GebĂ€ude in Quito (Ecuador) ausschmĂŒckte, Adriano HerrerabarrĂ­a (* 1928) und Rodolfo Antonio MĂ©ndez Vargas (1926–2004), der sich an der realistischen und impressionistischen Malereien orientierte.

Medien

Die Medien Panamas arbeiten im Allgemeinen recht professionell, doch ist z. B. die EnthĂŒllung privater Informationen verboten. Mitarbeitern der Regierung drohen hohe Strafen, wenn sie heimlich relevante Informationen an die Öffentlichkeit geben. Bei der Rangliste der Pressefreiheit 2017, welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, belegte Panama Platz 96 von 180 LĂ€ndern. Bei der Situation der Pressefreiheit im Land gibt es laut der Nichtregierungsorganisation "Erkennbare Probleme".

Sport

Zu den beliebtesten Sportarten in Panama gehören Baseball und Fußball. Der grĂ¶ĂŸte Erfolg der Fußballnationalmannschaft war der zweite Platz beim CONCACAF Gold Cup 2013 und 2005 und die Qualifikation fĂŒr die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland, bei der man zwar in der Vorrunde ausschied, doch als DebĂŒtant zwei Tore erzielen konnte. Panama verzichtete auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen von 1932, 1936 und 1956. Das Land folgte dem Boykottaufruf der USA und blieb auch 1980 den Spielen von Moskau fern.

Filme

  • The Panama Deception
  • Der Schneider von Panama (Film)

Literatur

  • Arq. Samuel Gutierrez: Arquitectura Caribeña (Puerto Limon – Bocas del Toro). Auf Spanisch zur Architektur des Gebiets. Viele interessante alte Fotos und Geschichten. ISBN 958-9082-61-0.
  • Mellander, Gustavo Adolfo & Nelly Mellander Maldonado: ″The Panama Years″. San Juan (Puerto Rico): Editorial Plaza Mayor 1999, ISBN 1-56328-155-4.
  • Eduard Ridiger: Panama. In: Wolfgang Gieler, Markus Porsche-Ludwig (Hrsg.): Staatenlexikon Amerika: Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft. Peter Lang, Berlin 2018, ISBN 978-3-631-77017-7, S. 349–358.

Weblinks

  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Panama
  • Panama: Zwischen den LĂ€ndern und zwischen den Meeren – Artikel von Nadja Einzmann in Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • LĂ€nderinformationen - Panama auf auswaertiges-amt.de

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (12)

Abk Name Lat N Lat S Lng W Lng E B O
Bocas del Toro 9.603 8.809 -82.945 -82.007  
ChiriquĂ­ 8.921 7.997 -83.054 -81.51  
CoclĂ© 9.048 8.091 -80.822 -80.041  
ColĂłn 9.624 8.614 -80.862 -79.075  
DariĂ©n 9.073 7.235 -78.458 -77.164  
EmberĂĄ 8.777 7.59 -78.334 -77.27  
Herrera 8.139 7.53 -80.947 -80.376  
Kuna Yala 9.552 8.538 -79.281 -77.374  
Los Santos 7.997 7.237 -80.722 -79.994  
Ngöbe BuglĂ© 9.179 8.262 -82.44 -81.156  
Panama 9.479 8.205 -80.165 -78.043  
Veraguas 8.877 7.206 -81.883 -80.604  
 

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Flagge: Panama

Name englisch: Panama
Hauptstadt: Panama City
Kfz: PA
ISO: PA
ISO3: PAN
Fläche: 78200 km²
Tld: .pa
Wärung Einheit: PAB
Währung: Balboa
Vorwahl: 507

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 9.647779
südlichster Punkt: 7.2035564
westlichster Punkt: -83.0522411
östlichster Punkt: -77.158488


 
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