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Gebirge Karte: Berchtesgadener Alpen

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

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Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Berchtesgadener Alpen

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Die Berchtesgadener Alpen sind eine Gebirgsgruppe der N√∂rdlichen Ostalpen rund um Berchtesgaden nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen. Ihr zentrales Massiv ist der Watzmann, h√∂chster Gipfel der Hochk√∂nig mit 2941¬†m¬†√ľ.¬†A. Anteil an den Berchtesgadener Alpen haben Deutschland mit dem Freistaat Bayern und √Ėsterreich mit dem Land Salzburg. Die Gebirgsgruppe dehnt sich zwischen Saalach und Salzach auf etwa 35¬†km¬†√ó¬†45¬†km aus.

Geografie

Die Berchtesgadener Alpen werden unter diesem Namen in der allgemein verbreiteten Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) als die Gruppe 10 gef√ľhrt und zur Gruppe der N√∂rdlichen Ostalpen gez√§hlt.

Umgrenzung und benachbarte Gebirgsgruppen

Die Berchtesgadener Alpen grenzen an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

  • Salzkammergut-Berge im Osten (Osterhorngruppe), durch das Salzburger Becken (Stadt Salzburg, Hallein) getrennt
  • Tennengebirge im S√ľdosten, durch den Salzachdurchbruch am Pass Lueg
  • Salzburger Schieferalpen im S√ľden, durch die Linie Bischofshofen ‚Äď M√ľhlbach (Ort M√ľhlbach) ‚Äď Dientner Sattel ‚Äď Dienten ‚Äď Filzensattel ‚Äď Urslau √ľber Maria Alm nach Saalfelden
  • Kitzb√ľheler Alpen f√ľr ein kleines St√ľck im S√ľdwesten bei Saalfelden
  • Loferer und Leoganger Steinberge im Westen vom Salzburger Saalachtal bis Lofer
  • Chiemgauer Alpen im Nordwesten von Unken √ľber das bayerische Schneizlreuth bis Bad Reichenhall

√Ąquivalente in alternativen Gebirgsgruppengliederungen

Die Gebirgsgruppengliederung nach Trimmel, wie sie in der österreichischen Hydrographie verbreitet ist, bezeichnet ein weitgehend mit den Berchtesgadener Alpen identisches Gebiet als Nr. 1330 Salzburger Kalkalpen und ordnet es den Nordtiroler-Salzburger Kalkalpen (1300) zu.

In der Salzburger Landesgeographie zählt man die österreichischen Anteile zu den Salzburger Kalkhochalpen.

Landschaft und Gliederung

Die Berchtesgadener Alpen gliedern sich in neun Untergruppen. Die h√∂chsten Gipfel tr√§gt der bis 2941¬†m¬†√ľ.¬†A. aufragende Hochk√∂nigstock. Er liegt in relativer Randlage im S√ľdosten vollst√§ndig auf √∂sterreichischem Gebiet, nur √ľber die Torscharte im Westen mit dem Steinernen Meer verbunden und durch das gegen Tenneck ziehende Bl√ľhnbachtal vom Hagengebirge getrennt.

Die deutsch-√∂sterreichische Staatsgrenze zieht sich hufeisenf√∂rmig durch die Gebirgsgruppen der Reiter Alm (Reiter Steinberge), des Hochkaltergebirges, des Steinernen Meeres, des Hagengebirges, des G√∂llstocks und des Untersberges. Zusammen mit dem Lattengebirge rahmen diese Gebirgsst√∂cke die ‚ÄěBeckenlandschaft‚Äú des Berchtesgadener Kessels bzw. der geomorphologischen Einheit Berchtesgadener Talkessel bzw. die Region Berchtesgadener Land im S√ľden des Landkreises Berchtesgadener Land ein. Dieses Becken ist verkehrsm√§√üig √ľber den Pass Hallthurm zwischen Untersberg und Lattengebirge, den Hangendensteinpass zwischen Untersberg und G√∂llstock und die Schwarzbachwacht zwischen Reiter Alm und Lattengebirge verkehrsm√§√üig erschlossen. Am S√ľdrand der weiten Talung liegt, vorgeschoben gegen√ľber dem Steinernen Meer, mit dem er √ľber den Trisch√ľbelpass verbunden ist, der Watzmannstock, das zentrale Massiv der Berchtesgadener Alpen. Seine 2713¬†m hohe Mittelspitze bildet den h√∂chsten Punkt im deutschen Teil der Gebirgsgruppe. Der Watzmann f√§llt mit seiner 1800 Meter hohen Ostwand, die als h√∂chste Wand der Ostalpen gilt, steil zum langgezogenen, fjordartigen K√∂nigssee hin ab, der den Watzmann vom Hagengebirge mit den vorgelagerten Gotzenbergen trennt. Auf der westlichen Seite des Watzmanns liegt das mit br√ľchigem Ramsaudolomit aufgeschotterte Wimbachtal, das ihn vom Hochkalter und dessen Hocheisgruppe trennt. Zwischen Hochkalter und Reiter Alm zieht das Klausbachtal gegen den Hirschbichlpass (Grenze) und jenseits weiter nach Wei√übach bei Lofer an der Saalach.

Ganz im Osten verbindet das Torrener Joch Hagengebirge und G√∂ll, ansonsten sind sie durch das Bluntautal, ein Seitental der Salzach bei Golling, voneinander getrennt. Parallel zum Bluntautal entsendet der G√∂ll einen markanten Gratast nach Osten, den Kuchler Kamm. Dem G√∂ll n√∂rdlich vorgelagert ist das Ro√üfeld, auf das ‚Äď teilweise √ľber √∂sterreichisches Staatsgebiet ‚Äď von Unterau die Ro√üfeldh√∂henringstra√üe herauff√ľhrt. Im S√ľden h√§ngt das Hagengebirge √ľber die R√∂th mit dem Steinernen Meer zusammen. Das Steinerne Meer ist mit einer Fl√§che von rund 100¬†km¬≤ der ausgedehnteste Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen.

W√§hrend die beiden zentralen Massive von Watzmann und Hochkalter ausgepr√§gte Gratgebirge sind, weisen die umliegenden Gebirgsst√∂cke zum Teil weit ausgedehnte Hochfl√§chenbildungen auf. Besonders ausgepr√§gt sind diese in Steinernem Meer, Hagengebirge, Hochk√∂nigstock (√úbergossene Alm), Untersberg und Reiter Alm. Hier befinden sich viele Karsterscheinungen wie Karren und Dolinen. Einige der gr√∂√üten bekannten H√∂hlensysteme der Alpen wurden vom Wasser ausgewaschen, darunter die Salzgrabenh√∂hle im Steinernen Meer und die Riesending-Schachth√∂hle im Untersberg, die gr√∂√üte bekannte H√∂hle Deutschlands, die mit den Windl√∂chern und der Kolowratsh√∂hle m√∂glicherweise ein Riesensystem bildet. Das Kolkbl√§ser-Monsterh√∂hle-System ist mit einem mindestens 44,5 Kilometer langen Gangsystem die gr√∂√üte bekannte H√∂hle Salzburgs. Die Schellenberger Eish√∂hle ist f√ľr Touristen zug√§nglich.

Berggipfel

Die wichtigsten Gipfel der Berchtesgadener Alpen sind (Gruppen nach Höhe geordnet):

  • Hochk√∂nigstock: Hochk√∂nig (2941¬†m), Hochseiler (2793¬†m), Tors√§ule (2587¬†m)
  • Watzmannstock: Watzmann-Mittel- (2713¬†m) und -S√ľdspitze (2712¬†m), Kleiner Watzmann (Watzmannfrau) (2307¬†m), Watzmannkinder (bis 2270¬†m)
  • Steinernes Meer: Selbhorn (2655¬†m), Sch√∂nfeldspitze (2653¬†m), Brandhorn (2609¬†m), Gro√üer Hundstod (2594¬†m), Funtenseetauern (2579¬†m), Wildalmkirchl (2578¬†m), Breithorn (2504¬†m), Persailhorn (2347¬†m)
  • Hochkaltergebirge: Hochkalter (2607¬†m), Hocheisspitze (2521¬†m), Seehorn (2321¬†m)
  • G√∂llstock: Hoher G√∂ll (2522¬†m), Hohes Brett (2340¬†m), Jenner (1874¬†m)
  • Hagengebirge: Gro√ües Teufelshorn (2363¬†m), Kahlersberg (2350¬†m), Schneibstein (2276¬†m)
  • Reiter Alm: Stadelhorn (2286¬†m), Gro√ües H√§uselhorn (2284¬†m), Wagendrischelhorn (2251¬†m), Gro√ües M√ľhlsturzhorn (2235¬†m), Gro√ües Grund√ľbelhorn (2098¬†m), Schottmalhorn (2045¬†m)
  • Untersberg: Berchtesgadener Hochthron (1973¬†m), Salzburger Hochthron (1853¬†m)
  • Lattengebirge: Karkopf (1738¬†m), Dreisesselberg (1680¬†m), Predigtstuhl (1618¬†m)

Gewässer

Fließgewässer

Die Berchtesgadener Alpen entw√§ssern √ľber Salzach, Inn und Donau zum Schwarzen Meer. Aus dem zentral gelegenen Berchtesgadener Becken flie√üt die Berchtesgadener Ache der Salzach zu, die sie s√ľdlich von Salzburg erreicht, wo ihr letzter Flussabschnitt als K√∂nigsseeache bezeichnet wird. Am Westrand der Berchtesgadener Alpen entlang zieht die Saalach durch den Pinzgau, das Reichenhaller und das Salzburger Becken, wo sie n√∂rdlich von Salzburg in die Salzach m√ľndet. Die Salzach, im Pinzgau lediglich durch eine Talwasserscheide von der Saalach getrennt, durchflie√üt den Pongau im S√ľdosten der Gebirgsgruppe, um beim Pass Lueg die Engstelle zwischen Hagen- und Tennengebirge zu durchsto√üen, bevor sie √ľber den Tennengau das Alpenvorland bei Salzburg erreicht.

S√ľd√∂stlich des Obersees befindet sich mit dem R√∂thbachfall der h√∂chste Wasserfall Deutschlands. Zu den weiteren Wasserf√§llen in den Berchtesgadener Alpen siehe Liste der Wasserf√§lle in Deutschland, Abschnitt Berchtesgadener Alpen.

Seen

Das gr√∂√üte Stillgew√§sser der Berchtesgadener Alpen ist der zwischen den Massiven von Watzmann und Hagengebirge eingebettete K√∂nigssee. Im S√ľden ist er durch einen Mor√§nenwall und Bergsturzresten vom Obersee getrennt. Beide Seen sind, ebenso wie der Hintersee bei Ramsau, beliebte Ziele f√ľr Touristen. Im Steinernen Meer liegt der Funtensee auf 1600 Meter H√∂he in einem Kessel (Uvala), in dem die tiefsten jemals in Deutschland gemessenen Temperaturen aufgezeichnet wurden. Gr√ľn- und Schwarzensee werden beim Abstieg vom Funtensee in die R√∂th passiert. Die Blaue Lache befindet sich ebenfalls im Steinernen Meer am Aufstieg von der Wasseralm √ľber die Lange Gasse zur Hochfl√§che. Der Seeleinsee im Hagengebirge liegt an der Kleinen Reibn. Die√übachstausee und Saalachsee (dieser im Verlauf der Gruppengrenze ‚Äď Saalach) sind Stauseen in den Berchtesgadener Alpen.

Vergletscherung

W√§hrend der Kaltzeiten des quart√§ren Eiszeitalters h√§uften sich in den gesamten Alpen riesige Firnmassen an, die als Gletscher bis in das Alpenvorland str√∂mten. Lediglich die h√∂chsten Gipfel ragten noch aus dem Eisstromnetz hervor. Das Tal des K√∂nigssees wurde dabei √ľber 200¬†m unter die normale Talsohle ausgehobelt ‚Äď daher die beachtliche Tiefe des Sees. Durch die Erosion der Gletscher bildete sich die heutige U-Form der T√§ler. Mit dem Ende der Letzten Kaltzeit schmolzen die Gletscher weit in ihre oberen Becken zur√ľck und verschwanden in der Folge zeitweise ganz.

Heute ist die Vergletscherung der Berchtesgadener Alpen, wie allgemein der N√∂rdlichen Kalkalpen, vergleichsweise gering. Nennenswerte Vereisung findet man noch am Hochk√∂nig mit der √úbergossenen Alm, am Hochkalter mit dem Blaueis und am Watzmann mit dem Watzmanngletscher. √úbergossene Alm und Blaueis zeigen deutliche Aufl√∂sungserscheinungen infolge der globalen Erw√§rmung. Eine Besonderheit bildet der Eiskapelle genannte Lawinenkegel am Fu√ü der Watzmann-Ostwand, dessen unteres Ende auf 930¬†m Seeh√∂he liegt und bei dem es sich damit um das niedrigste ganzj√§hrig vorhandene Schneefeld der Alpen handeln d√ľrfte.

Naturräumliche Gliederung der Berchtesgadener Alpen (934.3)

Die zur Haupteinheit N√∂rdliche Kalkhochalpen geh√∂rende naturr√§umliche Einheit 016 ‚Äď Berchtesgadener Alpen ‚Äď umschlie√üt u.¬†a. das Berchtesgadener Land. Die von Klaus Hormann 1978 vorgeschlagene Gliederung rechnet die Berchtesgadener Alpen abweichend von der bis dahin √ľblichen Gliederung zu der Haupteinheit 934 Salzburger Plateau-Kalkalpen der √ľbergeordneten Einheit 93 N√∂rdliche Kalk-Ostalpen.

Viele der Einheiten reichen im Bereich des Untersberges (934.343), des Hagengebirges (934.313), des Steinernen Meeres (934.312) und der Reiter-Alpe (934.341), des Hochkalter-Massivs (934.321) und des Gölls (934.323) sowie des Schellenberger Mittelgebirges (934.333) mit den Rossfeldkuppen (934.334) bis in das österreichische Staatsgebiet.

Die Berchtesgadener Alpen werden durch einen fast allseitig geschlossenen Ring von Plateaugebirgen gebildet, die sich um eine zentrale Beckenlandschaft gruppieren. Lediglich im Nordosten wird die Gebirgsgruppierung in Richtung Salzachtal durchbrochen.

Breite Kerben zwischen den Hauptgruppen der Berchtesgadener Alpen (934.30)

Dieser Naturraum wird durch das Wimbachgries (934.301) und die K√∂nigssee-Obersee-Furche (934.302) gebildet. Das Wimbachgries ‚Äď umrahmt von den Felsmassiven des Hochkalters, Watzmanns und Steinernen Meeres ‚Äď entstand durch verst√§rkte Erosion im Zentralbereich des durch die Kalksteinmassive gebildeten Kuppelgew√∂lbes (Reliefumkehr). Aufgrund der flachen Neigung am Talausgang, der steilen Flanken im oberen Talabschnitt und der glazialen Ausformung des Tales bildete sich eine breite, vegetationsarme Schuttfl√§che aus. Nur ein Bruchteil der Sedimente erreicht die Ramsauer Ache, da der Talausgang durch die Endmor√§ne des Wimbachgletschers abgeschlossen wurde und sich der Bach auf der √∂stlichen Talseite in Form einer Klamm einen neuen Abfluss suchen musste.

Das schmale, fjordartige Tal der K√∂nigssee-Obersee-Furche folgt einer pr√§glazialen Anlage durch tiefreichende tektonische St√∂rungen. W√§hrend der Eiszeit wurde das Tal durch Lokalgletscher betr√§chtlich √ľbertieft, so dass der schmale See eine Wassertiefe von 190 Metern aufweist. Die Trennung von K√∂nigssee und Obersee wurde durch einen postglazialen Bergsturz verursacht. Im Bereich der M√ľndung des Eisgrabens bildete sich ein Schwemmkegel aus fluviatil transportierten Sedimenten, der die Seebreite an dieser Stelle auf nur 250 Meter reduziert.

S√ľdliche Berchtesgadener Kalkplateaugebirge (934.31)

Der deutsche Anteil des S√ľdlichen Berchtesgadener Kalkplateaugebirges besteht aus den Gebirgsz√ľgen und Hochfl√§chen s√ľdlich und √∂stlich des K√∂nigssees und wird durch das Gotzenalmplateau (934.314) und die deutschen Anteile des Steinernen Meeres (934.312) im S√ľden und das Hagengebirge (934.313) im Osten begrenzt.

Das Plateau der Gotzenalm liegt auf 1200 bis 1700 Meter H√∂he und wird im Westen und S√ľden durch die Steilh√§nge zum K√∂nigssee und Obersee begrenzt, w√§hrend die Ostgrenze durch die Kalkmassive des Hagengebirges gebildet wird. Die durch zahlreiche Dolinen charakterisierte Plateaufl√§che der Gotzenalm wird durch jurassische Kieselkalke und Radiolarite gebildet, die von den Dachsteinkalken unterlagert ist.

Das Hagengebirge wird von einer nach Norden bis Nordosten einfallenden Dachsteinkalkplatte gebildet, die tiefgr√ľndig verkarstet ist, so dass nahezu kein Oberfl√§chenabfluss besteht. Das versickerte Regenwasser tritt am Unterhang ‚Äď meist auf √∂sterreichischem Staatsgebiet ‚Äď in Karstquellen wieder zutage. Der deutsche Anteil dieser Naturraumeinheit umfasst gr√∂√ütenteils die Bergkette, die die Staatsgrenze zu √Ėsterreich vom Gro√üen Teufelshorn im S√ľden, √ľber den Kragenkopf, Kahlersberg, Windschartenkopf bis zum Schneibstein bildet.

Die deutschen Anteile des Steinernen Meeres bilden den s√ľdlichsten Zipfel des Berchtesgadener Landes und sind Teil der gr√∂√üten Karsthochfl√§che der Berchtesgadener Alpen. Die h√∂chsten Erhebungen auf deutschem Staatsgebiet sind der Gro√üe Hundstod (2593¬†m) und die Funtenseetauern (2578¬†m). Nord√∂stlich dieser Bergmassive sind Plateaufl√§chen verbreitet, die in ihrer Entstehung und H√∂henlage (1300 bis 1900¬†m) als Pendant zum Gotzenalmplateau angesehen werden k√∂nnen. Im Bereich des Verbreitungsgebietes der jurassischen Sedimente haben sich in mit Tonmaterial abgedichteten Dolinen Seen (Funtensee, Gr√ľnsee, Schwarzensee) gebildet, w√§hrend im Dachsteinkalk der oberfl√§chige Abfluss weitgehend fehlt.

Mittlere Berchtesgadener Kalkmassive (934.32)

Zu den Mittleren Berchtesgadener Kalkmassiven geh√∂ren die deutschen Anteile des Hochkalter-Massivs (934.321) im Westen und des G√∂ll-Massivs (934.323) im Osten sowie das Watzmann-Massiv (934.322). Im Gegensatz zu den Kalkmassiven des Steinernen Meeres und des Hagengebirges sind die s√ľdlichen Partien der Mittleren Berchtesgadener Kalkmassive st√§rker herausgehoben und die Felsformationen fallen st√§rker in n√∂rdliche Richtungen ein.

Das Hochkalter-Massiv ist entsprechend dem nordwestlichen Schichtfallen asymmetrisch aufgebaut. W√§hrend die flache Nordwestflanke durch zahlreiche flache, durch Abtragungsschutt verf√ľllte Kare gekennzeichnet ist, f√§llt die S√ľdostflanke das Massivs steil ins Wimbachtal ab. N√∂rdlich des Hauptgipfels teilt sich der Gipfelgrat auf und umschlie√üt ein sich nach Norden √∂ffnendes Kar, in dem sich der Rest des Blaueis-Gletschers erhalten hat. Am Hangfu√ü des Hochkalter-Massivs entspringen zahlreiche intensiv sch√ľttende Karstquellen, deren B√§che in die Ramsauer Ache entw√§ssern.

Das ebenfalls asymmetrisch ausgebildete Watzmann-Massiv baut sich ‚Äď √§hnlich wie der Hochkalter ‚Äď durch eine nach Norden einfallende Dachsteinkalkfolge auf. Im S√ľden und auf der Westflanke stehen die unterlagernden Ramsaudolomite an, die kleinst√ľckig verwittern und ausgedehnte Schuttfelder im Bereich des oberen Wimbachgries und Eisgrabens bilden. Die Ostseite des s√ľdlichen Teils des Massivs f√§llt 1800 Meter steil in Richtung K√∂nigssee ab. Zwischen dem Hauptgrat des Watzmanns und dem Kleinen Watzmann erstreckt sich in nord√∂stlicher Richtung das 500 bis 800 Meter breite Watzmannkar, in dem sich in einer H√∂henlage zwischen 2000 und 2200 Metern der Watzmanngletscher und Schneefelder ausbreiten. Der Nordostabdachung des Watzmanns vorgelagert befindet sich das K√ľhroint-Gr√ľnten-Plateau, das glazial vom K√∂nigsseegletscher √ľberformt wurde. Der Dachsteinkalk wird dort durch jurassische Kalk-, Mergel- und Kieselkalksteine √ľberlagert. Aufgrund der lokal grundwasserhemmenden Eigenschaften dieser Schichtenfolge gibt es dort auch einen oberirdischen Abfluss, w√§hrend im Verbreitungsgebiet des Dachsteinkalks das Regenwasser aufgrund der Verkarstung versickert.

Das G√∂ll-Massiv wird aus einem Dachsteinkalk-Gew√∂lbe aufgebaut. Im S√ľden wird das Massiv durch eine tektonische St√∂rungszone (Torrener-Joch-Zone) begrenzt, w√§hrend im Nordosten die Dachsteinkalke durch weichere jurassische und kretazische Kalk- und Mergelsteine √ľberlagert werden. Der Wechsel in der petrographischen Zusammensetzung macht sich auch in der Morphologie bemerkbar ‚Äď nord√∂stlich der markanten Dachsteinkalk-Felsrippe Hoher G√∂ll-Kehlstein geht die Landschaft in die sanfteren Ro√üfeldkuppen √ľber.

Berchtesgadener Hochgebirgsl√ľcke (934.33)

Nahezu vollst√§ndig umrahmt von den Hochgebirgsmassiven ist im Zentrum des Berchtesgadener Landes eine ausgepr√§gte Becken- und Tallandschaft ausgebildet, die auf das Ausstreichen weicherer triassischer bis kretazischer Gesteine zur√ľckzuf√ľhren ist. Neben den Beckenlandschaften von Ramsau und Klausbachtal (934.330) sowie des Berchtesgadener Beckens (934.332) bauen Mittelgebirgslandschaften (Bischofswiesener Mittelgebirge (934.331) sowie die deutschen Anteile des Schellenberger Mittelgebirges (934.333) und der Rossfeldkuppen (934.334)) die Berchtesgadener Hochgebirgsl√ľcke auf.

Die kuppigen Fl√§chen der Ramsau werden von den groben Sedimenten und Konglomeraten der eiszeitlichen Mor√§nen aufgebaut. Westlich von Ramsau teilt sich die Tallandschaft in zwei Gebiete. In s√ľdwestlicher Richtung erstreckt sich das Klausbachtal mit dem Hintersee, der durch einen Endmor√§nenwall und einen sp√§tglazialen Bergsturz aufgestaut wurde. In nordwestliche Richtung setzt sich die Tallandschaft √ľber die Sautiefen bis zur Schwarzbachwacht fort. Dort gibt es zahlreiche ergiebig sch√ľttende Karstquellen, wie zum Beispiel das Schwarzbachloch. Der Taubensee, der sich √ľber einer Einsturzdoline entwickelt hat, befindet sich am Eingang zu diesem Tal.

Die ebenen Fl√§chen des zentralen Berchtesgadener Beckens sind in der Hauptsache durch die Flussauen der K√∂nigsseer, Ramsauer, Bischofswiesener und Berchtesgadener Ache gepr√§gt, w√§hrend die kuppigen Erhebungen im Becken durch glazial stark √ľberpr√§gte triassische Gesteine gebildet wurden, die teilweise von eiszeitlichem Mor√§nenmaterial √ľberlagert sind.

Das kuppige Bischofswiesener Mittelgebirge wird aus leichter verwitterbarem Ramsaudolomit aufgebaut. Die fortschreitende Erosion und die Ausbildung der kuppigen Gel√§ndeformen wurde beg√ľnstigt durch eine fr√ľhere Abtragung der √ľberlagernden Dachsteinkalke. Das bis in eine H√∂henlage von 1400 Metern reichende Gebiet des Bischofswiesener Mittelgebirges ist bewaldet und geht nach Norden im Raum Loipl in ein kleines Plateau √ľber, das als ein fr√ľherer Talboden interpretiert wird und heute 200 Meter √ľber dem Talniveau der Bischofswiesener Ache liegt.

Die Ausbildung des Schellenberger Mittelgebirges wurde ebenfalls durch das Fehlen des √ľberlagernden Dachsteinkalkes beeinflusst. W√§hrend im Westteil dieses Naturraumes der Untergrund durch Ramsaudolomit aufgebaut ist, dominieren im Mittel- und Ostteil triassische und jurassische Gesteine der Hallst√§tter Brekzie. Dort gibt es auch Einlagerungen der permoskythischen Salzgesteine vom Salzberg bei Berchtesgaden. Die kuppigen Gesteine sind gro√üfl√§chig glazial √ľberformt und mit Mor√§nenmaterial bedeckt. Lediglich die Kneifelspitze √ľberragt die kuppige Mittelgebirgslandschaft.

Die nach Osten anschlie√üenden, morphologisch reich gegliederten Ro√üfeldkuppen werden von unterkretazischen Gesteinen (Konglomerate, Sandsteine und Mergelsteine) aufgebaut und √ľberragen das Niveau der Kuppen des Schellenberger Mittelgebirges um 300 bis 500 Meter.

Nördliche Berchtesgadener Plateaugebirge (934.34)

Die n√∂rdliche Umrandung der Berchtesgadener Hochgebirgsl√ľcke bildet im Westen das Massiv der Reiter-Alpe (934.341), im Norden das Lattengebirge (934.342) und die Berchtesgadener Anteile des Untersberges (934.343).

Das Massiv der Reiter-Alpe wird durch eine, auf H√∂hen von 1400 bis 2000 Metern gelegene, flach lagernde Dachsteinkalkeinheit gebildet, die sich aus dem unterlagernden Ramsaudolomit entwickelt hat. Die an den R√§ndern aufgebogene Kalksteinplatte f√§llt an den R√§ndern steil ab. Das Plateau selbst wird von 200 bis 600 Meter hohen Randbergen umrahmt. Das Plateau ist tiefgr√ľndig verkarstet, so dass die Entw√§sserung √ľber ein Karsth√∂hlensystem erfolgt. An der Schichtgrenze Dachsteinkalk/Ramsaudolomit entspringen zahlreiche stark sch√ľttende Karstquellen. In den sch√ľsself√∂rmigen Vertiefungen des Plateaus haben sich lokal mergelige Gesteine der oberkretazischen Gosauschichten erhalten, die aufgrund der lithologischen Zusammensetzung wasserstauenden Charakter besitzen und somit die Grundlage f√ľr die Existenz der kleinen Almen bilden.

√Ąhnlich wie die Reiter-Alpe ist auch das Lattengebirge aus einem Sockel aus Ramsaudolomit mit √ľberlagerndem Dachsteinkalk aufgebaut, der jedoch im Gegensatz zur Reiter-Alpe und zum Untersberg in diesem Naturraum wesentlich st√§rker nach S√ľdwesten einf√§llt. Der Dachsteinkalk unterscheidet sich im Lattengebirge faziell von den √ľbrigen Gebirgsst√∂cken der Berchtesgadener Alpen: Gro√üe Bereiche des Dachsteinkalkes sind dort in Hauptdolomitfazies ausgebildet. Die tonig-mergeligen Gesteine der Gosau-Schichten sind im Lattengebirge weit verbreitet und beeinflussen wesentlich die hydrogeologischen Verh√§ltnisse. Durch den wasserstauenden Charakter bildete sich bei der Moosenalm ein kleines Hochmoor.

Der von zahlreichen St√∂rungen durchzogene Gebirgsstock des Untersberges wird durch eine nach Nordwesten abtauchende Dachsteinkalkplatte √ľber dem Ramsaudolomit gebildet. Die Hochfl√§che ist intensiv verkarstet und durch zahlreiche Dolinen, Karren und Karsth√∂hlen gekennzeichnet. Ausgedehnte H√∂hlensysteme (Schellenberger Eish√∂hle, Riesending-Schachth√∂hle, Kolowratsh√∂hle) durchziehen den Untersberg. W√§hrend der Eiszeiten ging vom Untersbergplateau eine lokale Vergletscherung aus.

Geologie

Im unteren Teil der Berchtesgadener Alpen herrscht Dolomit vor, der hier Ramsaudolomit genannt wird. Die Schottermassen des Wimbachtales bestehen vor allem aus diesem Material. Die aus Dolomit gebildeten H√§nge zeichnen sich h√§ufig durch den Bewuchs mit Bergkiefern aus ‚Äď zu sehen z.¬†B. am Sockel des Untersbergs und im Steinernen Meer.

√úber dem Dolomit liegt h√§ufig eine bis zu 1000 Meter m√§chtige Schicht aus Kalk, der hier Dachsteinkalk genannt wird. Die h√§ufig im gebankten Dachsteinkalk anzutreffenden Muschelschalen (aufgrund ihrer Halbmondform genannt Kuhtritte) und die in d√ľnnen Dolomitschichten eingelagerten Algenmatten lassen darauf schlie√üen, dass die Ablagerungen in einem tropischen Flachmeer stattgefunden haben. In einem Zeitraum von ca. 15 Millionen Jahren produzierten die dortigen Organismen Kalk, w√§hrend sich die Erdkruste kontinuierlich senkte.

Eine andere Art von Dachsteinkalk findet man z. B. am Massiv des Hohen Gölls: Das Gestein besteht aus eingelagerten Korallen, Kalkschwämmen und Kalkalgen, das auf ein vorhandenes Korallenriff mit starker Brandung hindeutet.

1989 wurde im Bereich der Kreide-Terti√§r-Grenze der Berchtesgadener Alpen 3 stratigraphisch unabh√§ngige Iridium-Anomalien durch G√ľnther Graup et al. vorgestellt. Dort konnten keine Befunde nachgewiesen werden, die auf einen Impakt hindeuten, wie sie sonst oftmals gefunden werden. Vielmehr deuten die genauen geochemischen Daten auf einen vulkanischen Ursprung hin (u.¬†a. positive Korrelation mit Selen), der in eine Zeit mit Meeresspiegel- und Klimaschwankungen f√§llt.

Bergbau

Einzig noch aktiver untert√§giger Bergbau in den Berchtesgadener Alpen ist der Salzbergbau. Der bergm√§nnische Salzbergbau beschr√§nkt sich heute auf das Salzbergwerk Berchtesgaden. Dieses √§lteste aktive Salzbergwerk Deutschlands verf√ľgt auch √ľber eine Besuchereinfahrt. Im Bergwerk wird das Salz nass abgebaut, d.¬†h., es wird mittels Wasser aus dem umgebenden Stein gel√∂st. Der typische Salzgehalt des Berchtesgadener Haselgebirges betr√§gt um die 50¬†%, kann aber zwischen 10¬†% und 90¬†% schwanken. Die Sole wird √ľber eine Soleleitung zur Neuen Saline Bad Reichenhall transportiert und dort gesiedet. Zus√§tzlich wird in der Saline Sole verarbeitet, die durch Tiefbohrungen im Reichenhaller Becken gef√∂rdert wird. Die Salzprodukte werden unter der Marke Bad Reichenhaller vertrieben.

Am D√ľrrnberg bei Hallein in √Ėsterreich wurde bereits von den Kelten und damit weit fr√ľher als im benachbarten Berchtesgaden Salz abgebaut. Der Salzbergbau kam mit der Herrschaft der R√∂mer √ľber das Gebiet zum Erliegen. Im 12. Jahrhundert wurde er vom Salzburger Erzbischof wieder aufgenommen und die Ertr√§ge des Salzbergwerks Hallein sicherten dem F√ľrsterzbistum Salzburg bis zur S√§kularisation 1803 seine wirtschaftliche Unabh√§ngigkeit. 1989 wurde der Salzabbau am D√ľrrnberg eingestellt und im Bergwerk wird seither nur noch Erhaltungsbergbau und die Besuchereinfahrt betrieben.

In fr√ľheren Jahren wurde in den Berchtesgadener Alpen auch Silber, Mangan, Kupfer und Eisenerz abgebaut. So gab es bis 1931 einen Kupferbergbau in Mitterbergh√ľtten sowie bis 1977 am Mitterberg bei M√ľhlbach am Hochk√∂nig.

Naturschutz

Bereits 1910 wurde im deutschen Teil des Gebietes der ‚ÄěPflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen‚Äú als eines der ersten deutschen Schutzgebiete eingerichtet. Seit 1978 wird der Kernbereich der Berchtesgadener Alpen vom deutschen Nationalpark Berchtesgaden eingenommen.

Der salzburgische Teil wird vom Europa- und Naturschutzgebiet Kalkhochalpen abgedeckt, das 1983 installiert wurde und seit 1997 EU-Schutzgebiet (FFH) ist. Die Schutzzone umfasst 23.647 ha. Als Göll, Hagen-, Hochköniggebirge, Steinernes Meer sind 3.674 ha auch als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Es bestehen auch √úberlegungen, die beiden im Rahmen der EuRegio Salzburg ‚Äď Berchtesgadener Land ‚Äď Traunstein zusammenzuf√ľhren, und als ein gemeinsames Nationalparkgebiet zu betreiben.

Tourismus

Bergh√ľtten

Bewirtschaftete und teilweise bewirtschaftete H√ľtten

  • Bertgenh√ľtte (1845¬†m) am Hochseiler
  • Blaueish√ľtte (1680¬†m) am Hochkalter
  • Eckberth√ľtte (1140¬†m) im Bl√ľhnbachtal
  • Erichh√ľtte (1545¬†m) am Hochk√∂nig
  • Franz-Eduard-Matras-Haus (2941¬†m) auf dem Hochk√∂nig
  • Gotzenalm (1685¬†m) im Hagengebirge √ľber dem K√∂nigssee
  • Ingolst√§dter Haus (2120¬†m) im Steinernen Meer
  • K√§rlingerhaus (1635¬†m) am Funtensee
  • K√ľhrointh√ľtte (1420¬†m) am Kleinen Watzmann
  • Neue Traunsteiner H√ľtte (1560¬†m) auf der Reiter Alm
  • Ostpreu√üenh√ľtte (1630¬†m) am Hochk√∂nig
  • Peter-Wiechenthaler-H√ľtte (1707¬†m) am Steinernen Meer
  • Purtschellerhaus (1700¬†m) am Hohen G√∂ll
  • Riemannhaus (2177¬†m) im Steinernen Meer
  • Schneibsteinhaus (1670¬†m) am Schneibstein
  • Stahlhaus (1736¬†m) am Torrenner Joch
  • St√∂hrhaus (1895¬†m) am Berchtesgadener Hochthron
  • Toni-Lenz-H√ľtte (1480¬†m) am Salzburger Hochthron
  • Wasseralm (1420¬†m) in der R√∂th
  • Watzmannhaus (1930¬†m) auf dem Falzk√∂pfl
  • Wimbachgriesh√ľtte (1330¬†m) im Wimbachtal
  • Zeppezauerhaus (1665¬†m) am Geiereck

Biwakschachteln

  • Unterstandsh√ľtte (2648¬†m) am Watzmann-Hocheck
  • Ostwand-Biwakschachtel (2380¬†m) unterhalb des ‚ÄěMassigen Pfeilers‚Äú in der Watzmann-Ostwand
  • Wildalmkirchl-Biwakschachtel (2457¬†m) nord√∂stlich unterhalb des Wildalmkirchls im Steinernen Meer

Klettersteige

In den Berchtesgadener Alpen gibt es sowohl klassische Klettersteige wie den Mannlgrat, aber auch moderne Sportklettersteige wie den K√∂nigsjodler, Gr√ľnstein-Klettersteig oder den Berchtesgadener Hochthronsteig.

Fern- und Weitwanderwege

Die Via Alpina, ein grenz√ľberschreitender Weitwanderweg mit f√ľnf Teilwegen durch die ganzen Alpen, verl√§uft auch durch die Berchtesgadener Alpen. Der Violette Weg der Via Alpina verl√§uft mit neun Etappen durch die Berchtesgadener Alpen wie folgt:

  • Etappe A36 von Werfen im Salzachtal zum Arthurhaus
  • Etappe A37 vom Arthurhaus zur Erichh√ľtte
  • Etappe A38 von der Erichh√ľtte nach Maria Alm
  • Etappe A39 von Maria Alm zum Riemannhaus
  • Etappe A40 vom Riemannhaus zum K√§rlingerhaus
  • Etappe A41 vom K√§rlingerhaus nach K√∂nigssee (mit Schifffahrt √ľber den K√∂nigssee)
  • Etappe A42 von K√∂nigssee nach Engedey bei Berchtesgaden
  • Etappe A43 von Engedey zur Neuen Traunsteiner H√ľtte
  • Etappe A44 von der Neuen Traunsteiner H√ľtte nach Unken im Saalachtal

Bergbahnen

Die beiden zentralen Massive der Berchtesgadener Alpen, Watzmann- und Hochkalter-Massiv, sind komplett unerschlossen durch Bergbahnen. In den √ľbrigen Gebirgen erschlie√üen die Bahnen √ľberwiegend nur deren Vorgebirge.

Die erste Seilbahnerschlie√üung in den Berchtesgadener Alpen und heute die √§lteste im Original erhaltene Gro√ükabinenbahn der Welt ist die Predigtstuhlbahn von Bad Reichenhall in das Lattengebirge. Mit der Untersbergbahn verf√ľgt die Gebirgsgruppe √ľber eine weitere √∂ffentlich nutzbare Gro√ükabinenbahn. Diese beiden Bahnen stellen die beiden Ausnahmen dar, in denen in den Berchtesgadener Alpen die Hochlagen von Gebirgsst√∂cken erschlossen wurden. Lattengebirge und Untersberg sind allerdings die beiden niedrigsten Gebirgsst√∂cke der Berchtesgadener Alpen.

Die Jennerbahn und die Obersalzbergbahn sind Gondel- bzw. Kabinenbahnen im Bereich des G√∂llstocks. Im Winter sind auf dem Jenner dar√ľber hinaus mehrere Skilifte in Betrieb.

Die Hirscheckbahn im Hochschwarzeck im Lattengebirge sowie die Sesselbahn auf dem Zinkenkopf (G√∂llstock) sind Sesselbahnen mit Sommer- und Winterbetrieb. Beide Gebiete sind f√ľr den Winterbetrieb zus√§tzlich mit Schleppliften ausgestattet.

Ebenso liegen die ausschließlich im Winter betriebenen Lifte der Skigebiete Götschen (Lattengebirge), Roßfeld, Obersalzberg (beide Göllstock), Hochkeil (Hochkönig) sowie Teile des Gebiets Hinterthal-Maria Alm in den Berchtesgadener Alpen.

Nicht √∂ffentlich nutzbar ist die Seilbahn Reiteralpe der Bundeswehr in Oberjettenberg. Dar√ľber hinaus gibt es einige kleine Materialseilbahnen, die ausschlie√ülich der Versorgung von Bergh√ľtten dienen.

Nachhaltigkeit

In den Berchtesgadener Alpen befindet sich mit Ramsau bei Berchtesgaden das erste Bergsteigerdorf Deutschlands. Die Initiative Bergsteigerd√∂rfer ist ein Qualit√§tssiegel f√ľr sanften Tourismus im Einklang mit der Alpenkonvention und besonderer Ber√ľcksichtigung regionaler Kultur.

Literatur

  • Joachim Burghardt: Vergessene Pfade um den K√∂nigssee. Bruckmann, M√ľnchen 2009, ISBN 978-3-7654-5018-1. Zu diesem Buch ist online eine Bibliographie der Berchtesgadener Alpen (PDF; 276¬†kB) verf√ľgbar.
  • Albert Hirschbichler: Die Geschichte des Kletterns in den Berchtesgadener Alpen. In: Berg 2003. Alpenvereinsjahrbuch Band 127, M√ľnchen/Innsbruck/Bozen 2003, S. 40‚Äď64.
  • Klaus Hormann: Geographische Landesaufnahme 1:200.000 ‚Äď Naturr√§umliche Gliederung Deutschlands: Die naturr√§umlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg. Bundesanstalt f√ľr Landeskunde, Remagen 1978, ISBN 3-87994-375-3, S. 45‚Äď55, 69.
  • Bernhard K√ľhnhauser: Alpenvereinsf√ľhrer Berchtesgadener Alpen mit Hochk√∂nig. 20. Auflage. Bergverlag Rother, M√ľnchen 2011, ISBN 978-3-7633-1127-9.¬†

Weblinks

  • Touren und Gipfel in den Berchtesgadener Alpen auf steinmandl.de
  • berchtesgadener.info, Tourenseite Berchtesgadener Alpen
  • Marco Kl√ľber: Bildgalerie Berchtesgadener Alpen auf flickr.com
  • Stadler Markus: Alpinklettern in den Berchtesgadener Alpen
  • alpinisten.info: Bergtouren in den Berchtesgadener Alpen

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia
 

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Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

Touren in diesem Gebirge Touren in diesem Gebirge

Bücher und Karten Bücher und Karten

AVE (Alpenvereinseinteilung der Ostalpen): 10

Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (2):
√Ėsterreich √ĖsterreichDeutschland Deutschland

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 47.80070286
südlichster Punkt: 47.37615087
westlichster Punkt: 12.69744873
östlichster Punkt: 13.21998596


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
1123 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
145 km
 
Berchtesgadener Alpen: Große Karte mit den Grenzen und Hütten, Gipfeln sowie Touren der Gebirgsgruppe
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