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Gebirge Karte: Totes Gebirge

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

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Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Totes Gebirge

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Das Tote Gebirge ist eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen in der nördlichen Steiermark und im sĂŒdlichen Oberösterreich. Es erreicht seinen höchsten Punkt im Großen Priel mit 2515 mÂ ĂŒ. A. Das stark verkarstete Gebirge besteht vorwiegend aus Dachsteinkalk und gilt flĂ€chenmĂ€ĂŸig als das grĂ¶ĂŸte Kalkkarstgebiet Mitteleuropas. Das Gebiet entwĂ€ssert grĂ¶ĂŸtenteils unterirdisch und ist von mehreren großen Höhlen durchzogen, darunter die lĂ€ngste Höhle Österreichs, das Schönberg-Höhlensystem mit ĂŒber 151 Kilometern LĂ€nge. Durch AlpenvereinshĂŒtten, ein großes Wegenetz und mehrere Wintersportgebiete ist das Tote Gebirge fĂŒr den Tourismus erschlossen. Der Name leitet sich von der Wasserlosigkeit durch das Fehlen von Quellen oder oberirdischen Gerinnen und weitgehender Pflanzenarmut des Zentralplateaus ab.

Geographie

Das Tote Gebirge hat eine maximale Ausdehnung zwischen Bad Ischl im Westen und dem Pyhrnpass im Osten von 55 und von Nord nach SĂŒd von 28 Kilometern; es umfasst eine GesamtflĂ€che von etwa 1125 kmÂČ mit einer GrenzlĂ€nge von 153 km. Das Tote Gebirge ist flĂ€chenmĂ€ĂŸig das grĂ¶ĂŸte Kalkkarstgebiet Mitteleuropas.

Die Begrenzung verlĂ€uft vom Steinkogel bei Ebensee die Traun entlang ĂŒber Bad Ischl nach Bad Goisern, ĂŒber die Pötschenhöhe nach Bad Aussee, weiter ĂŒber das Hinterbergtal und durch die Schlucht von Untergrimming zur Enns. Diese bildet die Grenze bis Liezen. Von dort verlĂ€uft die Ostgrenze ĂŒber den Pyhrnpass bis zur Teichl und deren EinmĂŒndung in die Steyr. Die Nordgrenze ergibt sich aus der Linie SteyrbrĂŒcke – Ödseen – Almsee – Offensee und Steinkogel bei Ebensee. Politisch ist das Gebiet auf die Bezirke Gmunden, Kirchdorf an der Krems und Liezen aufgeteilt.

Im Nordosten verlĂ€uft im Steyr- und im Teichtal die Pyhrn Autobahn (A 9), und das Tote Gebirge ist ĂŒber die AnschlĂŒsse bei Roßleithen und Spital am Pyhrn erschlossen. Parallel zur A 9 verlaufen die Pyhrnpass Straße und die Pyhrnbahn. Im Westen und SĂŒdwesten verlĂ€uft von Ebensee bis nach Trautenfels die Salzkammergutstraße, die dort in die Ennstal Straße mĂŒndet und bis nach Liezen fĂŒhrt. Die Salzkammergutbahn verlĂ€uft weitgehend parallel zur Salzkammergutstraße und mĂŒndet bei Stainach-Irdning in die Ennstalbahn, die bis Liezen fĂŒhrt. Mehrere Mautstraßen fĂŒhren vom Tal auf das Plateau, von Altaussee die Loser-Panoramastraße bis auf 1600 m Höhe in die NĂ€he des Augstsees, von Bad Mitterndorf die Tauplitz Alpenstraße auf die Tauplitzalm und von Hinterstoder die Höss Mautstraße auf die Hutterer Böden.

Gliederung und Gipfel

Die Hauptmasse des Gebirges wird in drei Gruppen unterteilt. Im Westen befindet sich die Schönberggruppe, die durch eine geologisch bedingte tiefe Einbruchsfurche von der zentralen Prielgruppe getrennt ist. Diese als Wildenseelinie bezeichnete tektonische Störung verlĂ€uft vom Altausseer See ĂŒber den Hochklapfsattel zum Wildensee und weiter ĂŒber den Rinnerboden zum Offensee. Im Osten wird die Warscheneckgruppe ebenfalls durch eine tektonische Störung, die sogenannte Salzsteiglinie, von der Prielgruppe getrennt. Diese verlĂ€uft von der Tauplitzalm ĂŒber das Salzsteigjoch durch das Stodertal.

Durch markierte Wege erschlossene Gipfel des Toten Gebirges (Auswahl):

Geomorphologie

Typisch fĂŒr das Tote Gebirge ist das riesige Kalkkarst-Plateau mit Hochgebirgs- und auch Mittelgebirgscharakter. Das Gebirge steigt im Westen steil vom Trauntal von etwa 500 mÂ ĂŒ. A. zum Gipfel des Schrottkamms (1839 mÂ ĂŒ. A.) auf und setzt sich nach Osten plateauartig fort. Die NordabstĂŒrze sind sehr steil, felsig und ĂŒberschreiten im Schönberg erstmals 2000 mÂ ĂŒ. A. Die Gipfel des Nordrands werden nach Osten höher und die Wandhöhen erreichen bei der Almtaler Sonnenuhr bereits mehr als 1000 Meter. Der nach Norden verlaufende Hetzaukamm trennt die TĂ€ler In der Röll und Hetzau voneinander. Den Talschluss der Hetzau bildet die zentrale Prielgruppe mit den drei höchsten Erhebungen des Toten Gebirges: Großer Priel 2515 mÂ ĂŒ. A., Spitzmauer 2446 mÂ ĂŒ. A. und Schermberg 2396 mÂ ĂŒ. A. Die Nordwand des Schermbergs ist mit 1400 m nach der Watzmann-Ostwand die zweithöchste Wand der Ostalpen. Der Große Priel entsendet nach Osten den Prielkamm, der mit dem Kleinen Priel 2136 mÂ ĂŒ. A. endet. Nach SĂŒden verlĂ€uft der rund 15 km lange Stoderkamm, der mit mehr als 1000 m hohen Wandfluchten ins Stodertal abbricht und beim Salzsteigjoch endet. Dort beginnt östlich die Warscheneckgruppe, deren gratartiger Kamm im Warscheneck 2388 mÂ ĂŒ. A. den höchsten Punkt hat. Die SĂŒdabdachung der Warscheneckgruppe ist weniger exponiert und teilweise durch sekundĂ€re Plateaus unterbrochen. Nach Westen setzt sich das Plateau zur Tauplitzalm fort. Im SĂŒdwesten wird das Tote Gebirge vom Augst- und vom Grundleseekamm begrenzt, deren steile WĂ€nde zum Ausseer Becken und zum Grundlseebecken abfallen. Die Westwand der Trisselwand 1754 mÂ ĂŒ. A. erreicht dort 600 m Höhe. Am gesamten Plateau ist eine alpine Karren- und Dolinenlandschaft ausgebildet.

GewÀsser

Der Großteil des Toten Gebirges entwĂ€ssert nach Norden bzw. Westen ĂŒber die Traun und die Steyr. Beide FlĂŒsse entspringen im Toten Gebirge, die Traun im Traun-Ursprung oberhalb des Kammersees und die Steyr im Talschluss des Stodertals. Das Gebiet vom Salzabach bis zum Pyhrnpass entwĂ€ssert nach SĂŒden in die Enns. Grimming und Teichl gehören zu den wenigen ganzjĂ€hrig wasserfĂŒhrenden BĂ€chen der Hochlagen.

Am Nordfuß des Gebirges liegen der Almsee, der Offensee und der Gleinkersee, im SĂŒden in Tallage der Altausseer See, der Grundlsee und der Toplitzsee. In den Hochlagen befinden sich mehrere abflusslose Trogseen wie der Wildensee, der Vordere und der Hintere Lahngangsee sowie der Elmsee. Auf dem Tauplitzalm-Seenplateau liegen sechs Bergseen.

Geologie

Tektonik

Tektonisch besteht das Tote Gebirge aus mĂ€chtigen, nordvergenten Falten der Totengebirgsdecke und der Warscheneckdecke, wobei im SĂŒdosten der Hangendschenkel mit einem Winkel zwischen 20 und 40 Grad ansteigt und am Nordrand in einer leicht ĂŒberkippten Stirnfalte endet. Das Gebirge wurde wĂ€hrend der Alpidischen Orogenese in mehrere Schollen zerbrochen und ist von mehreren tektonischen Störungen durchzogen. Die wichtigste ist die Salzsteiglinie, die von Vorderstoder ĂŒber Hinterstoder zum Salzsteigjoch und weiter gegen SĂŒdwesten zum Tauplitz-Plateau verlĂ€uft. Entlang der Salzsteiglinie wurde die Totengebirgsdecke der tirolischen Deckeneinheit (Tirolikum) von der Warscheneckdecke, die der juvavischen Deckeneinheit (Juvavikum) zugerechnet wird, ĂŒberschoben. Sie trennt somit auch die Prielgruppe von der Warscheneckgruppe. Weitere Störungen sind die Elmlinie, entlang der Lahngangseen und die Wildenseelinie, vom Altausseer See ĂŒber den Wildensee zum Offensee. Letztere trennt die Schönberggruppe von der Prielgruppe. Die sogenannte Toplitzsee-Störung zieht vom Grundlsee ĂŒber den Toplitzsee in das Tote Gebirge hinein.

Lithostratigraphie

Lithostratigraphisch bestehen die Gesteine des Toten Gebirges ĂŒberwiegend aus mesozoischen Kalken und Dolomiten der Trias und des Jura, die vor rund 210 bis 135 Millionen Jahren abgelagert wurden. SalzfĂŒhrendes Haselgebirge (Perm) und Werfen-Formation (Untertrias) bilden die Basis des Gebirges. Sie treten in Vorder- und Hinterstoder und besonders im Salzkammergut auf, wo sich auch das Salzbergwerk Altaussee und der Bad Ischler Salzberg befinden.

Die Gutenstein-Formation (Anis) findet sich am Nordfuß des Gebirges im Almtal wie auch im SĂŒden auf der Teltschenalm am Kampl oder der Vordersandlingalm. Der Wettersteindolomit (Ladin) bildet die unteren Wandpartien der NordabstĂŒrze der Prielgruppe und den westlichen Bereich der Warscheneckgruppe. Über dem Wettersteindolomit finden sich wasserstauende Lunzer Schichten (Karn), die ausgeprĂ€gt bei der Hagsteinalm (Hochsteinalm) und BĂ€renalm in der Warscheneckgruppe zu Tage treten. Die Lunzer Schichten trennen prinzipiell den Hauptdolomit vom Wettersteindolomit, jedoch sind diese tektonisch derart ĂŒberprĂ€gt, dass eine Unterscheidung der beiden Dolomitarten nicht möglich ist. Der Hauptdolomit (Nor) bildet den Sockel von Schermberg und der Almtaler Sonnenuhr. In der Warscheneckgruppe bildet der Hauptdolomit den Zackengrat des Sneslitz, aber auch das weite Almgebiet im Bereich der HochmölbinghĂŒtte. Der Hauptdolomit geht in den gebankten Dachsteinkalk (Nor bis Rhaet) ĂŒber, der die Hauptmasse der Totengebirgs- als auch der Warscheneckdecke bildet. Der Dachsteinkalk erreicht eine MĂ€chtigkeit von bis zu 1000 m und baut alle WĂ€nde und HochflĂ€chen der Prielgruppe mit Ausnahme des SĂŒdwestplateaus auf, weiterhin den nördlichen Teil der Schönbergruppe und den östlichen Teil der Warscheneckgruppe. Der Dachstein-Riffkalk spielt im Toten Gebirge eine untergeordnete Rolle. Der Sturzhahn und der Traweng bestehen aus Riffkalk.

Stellenweise liegt rötlicher, fossilreicher Hierlatzkalk (Unterjura) dem Dachsteinkalk auf, etwa auf der Wurzeralm oder in der Umgebung der PĂŒhringerhĂŒtte. Kalke aus dem Jura bilden das SĂŒdwestplateau der Prielgruppe. Die Oberalm-Formation (Kimmeridgium) liegt auf dem Dachsteinkalk und bildet nicht nur schroffe WĂ€nde vom Loserkamm bis zum Salzofen, sondern auch die großen Almen in diesem Gebiet. Der Plassenkalk (Kimmeridgium) ist der Oberalm-Formation sehr Ă€hnlich, bildet jedoch landschaftsbildende, glatte PlattenwĂ€nde wie an der Trisselwand und Backenstein. In der Warscheneckgruppe bestehen Rote Wand und Stubwieswipfel aus Plassenkalk.

Ehemalige Vergletscherung

Das Tote Gebirge war wĂ€hrend der Eiszeiten immer vergletschert, wobei das Plateau als NĂ€hrgebiet fĂŒr ausgedehnte Eisströme diente. Am Höhepunkt der jeweiligen Vereisung erfĂŒllten große Eismassen die TĂ€ler und reichten immer wieder bis auf rund 1700 mÂ ĂŒ. A. Nur noch die höchsten Gipfel ragten als Nunatakker aus den Eisströmen heraus. An den Flanken schĂŒrfte das Eis Kare und TrogtĂ€ler aus. In den TĂ€lern entstanden ĂŒbertiefte Becken, die heute von Seen und deren Ablagerung ausgefĂŒllt werden. Dies sind etwa die Zungenbecken des Altausseer Sees und des Grundlsees.

Die westlich und sĂŒdwestlich abfließenden Gletscher vereinigten sich mit dem mĂ€chtigen Traungletscher, der vom Dachstein kommend durch das Trauntal nach Norden floss. Am Nordabfall des Toten Gebirges floss, vom Offensee kommend, ein Seitenast des Traungletschers nach Westen zur Plankau. Der Bereich vom Großen Woising ĂŒber die Almtaler Sonnenuhr bis zum Großen Priel war das NĂ€hrgebiet des Almgletschers, der die TrogtĂ€ler In der Röll und Hetzau ausschĂŒrfte. Im Stodertal wurde der Steyrgletscher von mindestens acht Gletscherzungen des steilen und hohen Ostabfalls der Prielgruppe gespeist. Sie haben tief eingesenkte Hochkare mit anschließenden steil abfallenden, durch Rundhöcker gekennzeichnete Gletschergassen hinterlassen. Dies sind etwa die SeitentĂ€ler Sigistal, Schobertal, Wassertal, Turmtal und die Weitgrube, die in das Trogtal Dietlhöll abfĂ€llt. Zwischen Spitzmauer und Großem Priel floss ein Gletscher, der ĂŒber die Klinserschlucht mit dem Plateaugletscher verbunden war. Dieser formte den Trogschluss der Polsterlucke. Heute befindet sich im KĂŒhkar unterhalb der Brotfallscharte ein permanentes Firnfeld, das eine tiefreichende Basis aus Eis aufweist. Eine merkbare Bewegung der Masse, die eine Bezeichnung als Gletscher rechtfertigen wĂŒrde, wurde bisher nicht beobachtet. Die Gletscherzungen am Nordabfall der Warscheneckgruppe flossen durch das Rottal dem Steyrgletscher im Westen bzw. durch Loigistal und Glöcklkar dem Teichl-Ferngletscher im Osten zu. Letzterer wurde vor allem durch den Ennstalgletscher gespeist, der ĂŒber den Pyhrnpass ins Teichltal vordrang. Die Gletscher des sĂŒdöstlichen Toten Gebirges vereinigten sich mit dem Ennstalgletscher.

Hydrogeologie

Die tiefgrĂŒndig verkarsteten Kalke entwĂ€ssern grĂ¶ĂŸtenteils unterirdisch. So befinden sich in den Hochlagen keine grĂ¶ĂŸeren oberflĂ€chlichen AbflĂŒsse. Der Großteil des Regen- und Schmelzwassers versickert in den Spalten und Dolinen des Kalkgesteins und sammelt sich in ausgedehnten Höhlensystemen. Die Kalke werden von Grundwasser stauenden Werfener Schichten und Haselgebirge unterlagert. Diese tonig-mergligen Ablagerungsgesteine erzwingen zahlreiche Quellaustritte und sind fĂŒr die Abdichtung vieler Seebecken verantwortlich. In Hochlagen tritt dies etwa am Tauplitzalm-Seenplateau zutage, wo sich entlang der Salzsteiglinie sechs kleine Hochgebirgsseen gebildet haben. In den Tallagen fĂŒhrt diese Schichtung zu zahlreichen Karst-Großquellen wie etwa der Wallerquelle im Almsee mit einer durchschnittlichen SchĂŒttungsmenge von 1000 bis 1500 l/s. Der Karststock des Warschenecks entwĂ€ssert vorwiegend nach Norden ĂŒber die Großquelle Pießling-Ursprung mit einer durchschnittlichen SchĂŒttungsmenge von 2.200 l/s. Im Bereich der Wurzeralm liegt die Polje des Teichlbodens. Am Talboden dieser Karstwanne mĂ€andriert der Oberlauf der Teichl. Am Rand der Polje, wo die wasserundurchlĂ€ssigen Werfener Schichten der Wanne enden, verschwindet die Teichl in einem Ponor und tritt erst am Fuß des Gebirgsstockes wieder zutage.

Höhlen

Der gut verkarstungsfĂ€hige Dachsteinkalk bietet im Zusammenwirken mit dem ĂŒbrigen TrennflĂ€chengefĂŒge besonders gĂŒnstige Voraussetzungen fĂŒr die Höhlenbildung. Mit Stand 2019 sind im Österreichischen Höhlenverzeichnis mehr als 2000 Objekte verzeichnet. Die meisten HöhleneingĂ€nge liegen im Plateaubereich des Toten Gebirges. Mit vermessenen 151.248 m ist das Schönberg-Höhlensystem (Kat.Nr. 1626/300) die lĂ€ngste Höhle Österreichs. Von besonderer geschichtlicher Bedeutung sind die Salzofenhöhle (Kat.Nr. 1624/31) und die Ramesch-Knochenhöhle (Kat.Nr. 1636/08a), da in ihnen Steinwerkzeuge der Kulturstufe MoustĂ©rien gefunden wurden, die aus der WĂŒrm-Kaltzeit zwischen 65.000 und 31.000 v. Chr. stammen. Im Toten Gebirge befinden sich auch etliche bedeutende Eishöhlen. Die Schneevulkanhalle im Schwarzmooskogel-Höhlensystem gilt als die grĂ¶ĂŸte bekannte mit Eis erfĂŒllte Halle der Erde. Die Tiefenbronnerhalle im Nordwandschacht (Kat.Nr. 1625/141) ist mit einem Fehlvolumen von 800.000 mÂł der grĂ¶ĂŸte bisher bekannte Höhlenraum Österreichs.

PalÀontologie

FĂŒr die PalĂ€ontologen gehört die LokalitĂ€t Feuerkogel zu den weltweit interessantesten Ammonitenfundstellen der Triaszeit. In einer etwa 40 m mĂ€chtigen HallstĂ€tter Kalk-Schichtfolge sind mehrere Niveaus vom spĂ€ten Ladinium bis in das frĂŒhe Norium aufgeschlossen. Nahezu 600 Ammonitenarten sind von diesem Fundort bekannt. Um dieses Geotop fĂŒr die Nachwelt zu erhalten, wurde der Ort 1981 zum Naturdenkmal erklĂ€rt. Die reichsten Fundstellen von Ammoniten der frĂŒheren Jura in den Nördlichen Kalkalpen finden sich sĂŒdöstlich des Toplitzsees. Im Norden von Lupitsch befindet sich in Zlambach-Schichten der sogenannten Fischerwiese der weltweit artenreichste Korallen-Fundpunkt der spĂ€ten Trias. Anfang der 1980er Jahre wurden auf einer SchichtflĂ€che des gebankten Dachsteinkalks am Hochweiß gut erhaltene Knochenreste des krokodilĂ€hnlichen Phytosauriers Mystriosuchus planirostris gefunden. Der Fund kann im Naturhistorischen Museum in Wien besichtigt werden.

Das Tote Gebirge ist von ĂŒberregionaler Bedeutung fĂŒr die Erforschung der HöhlenbĂ€ren. Von den etwa 40 großen BĂ€renhöhlen der Alpen liegen 7 im Toten Gebirge. Bekannt sind die Funde der Salzofenhöhle, wo Reste aller Entwicklungsstadien, vom Neugeborenen bis hin zum senilen Individuum mit fortgeschrittener RĂŒckgratversteifung, vorhanden waren.

Klima

Die Klimadaten zeigen eine fĂŒr die Gebirge der Nördlichen Kalkalpen typische Temperatur- und Niederschlagsverteilung: kĂŒhle und niederschlagsreiche Sommer und niederschlagsarme Winter. Die JahresniederschlĂ€ge bewegen sich in einer GrĂ¶ĂŸenordnung von 1200 bis ĂŒber 2500 mm, wobei die NiederschlĂ€ge von West nach Ost ab- und mit zunehmender Meereshöhe deutlich zunehmen. Maximalwerte werden im Bereich des Großen Priel (2515 mÂ ĂŒ. A.) erreicht. In freien höher gelegenen Bereichen dominieren West- und Nordwestwinde, die hĂ€ufig mit Niederschlag einhergehen. Bedingt durch den oftmaligen Wolkenstau am Nordrand fĂ€llt im Bereich des Prielgruppe ĂŒberdurchschnittlich viel Niederschlag. Ein Vergleich der JahresniederschlĂ€ge von 1681 mm am Almsee (589 mÂ ĂŒ. A.) an der Nordwestseite des Toten Gebirges mit 1277 mm in Hinterstoder (591 mÂ ĂŒ. A.) an dessen Ostseite zeigt bei fast gleicher Seehöhe und einer Entfernung von nur 16 km deutlich die Barrierewirkung des Toten Gebirges. Die Zeitdauer der winterlichen Schneebedeckung liegt auf 1500 m Höhe bei etwa 180 Tagen, ĂŒber 2500 m Höhe bei 300 Tagen. Das durchschnittliche Schneehöhenmaximum eines Winters betrĂ€gt in Hinterstoder 66 cm und auf der Wurzeralm (1400 mÂ ĂŒ. A.) in der Warscheneckgruppe 222 cm. Durch die Höhendifferenz von ĂŒber 2000 Metern ergeben sich markante Temperaturunterschiede zwischen den Tallagen und den Gipfelregionen des Toten Gebirges. Die durchschnittliche Jahrestemperatur betrĂ€gt in Tieflagen zwischen 8,3 °C bei Bad Ischl (469 mÂ ĂŒ. A.) im Nordwesten und 5,9 °C in Bad Mitterndorf (803 mÂ ĂŒ. A.) im SĂŒden, in den Hochlagen 2,1 °C am Großen Priel. Große Bedeutung kommt den Inversionswetterlagen in den Talbereichen wie etwa im Trauntal, Ennstal, Windischgarstner Becken und selbst in den Hohlformen der ausgedehnten Plateaus des Toten Gebirges zu. Aus diesem Grunde herrschen im Herbst oberhalb der Inversionsnebeldecken oft vergleichsweise milde Temperaturen vor. In der kalten Jahreszeit ĂŒbt die Inversionsschicht in umgekehrter Weise eine mildernde Wirkung auf die Temperaturen der Tallagen aus.


Flora und Vegetation

Aufgrund der großen Höhenunterschiede von der Tallage bis in die Gipfelregionen bildet sich in jeder Höhenstufe eine entsprechende Vegetation. Die montane Stufe entspricht dem Bereich der Fichten-Tannen-Buchen-WĂ€lder als Klimaxvegetation, der sich vom Talboden bis auf etwa 1400 mÂ ĂŒ. A. erstreckt. An extrem flachgrĂŒndigen Böden ĂŒber Wettersteindolomit, auf denen sich die montane Laubwaldvegetation nicht entwickeln kann, werden die sĂŒd- bis ostexponierten Lagen von Rotföhren (Pinus sylvestris) besiedelt. In der Polsterlucke am SĂŒdfuß des Öttlbergs gedeihen Kalk-Magerrasen und lichte Schneeheide-RotföhrenwĂ€lder. Ab etwa 1400 mÂ ĂŒ. A. sind die WĂ€lder durch zunehmende Verlichtung und mosaikartige Zusammensetzung gekennzeichnet: Fichten-LĂ€rchen-MischbestĂ€nde, BergkiefergebĂŒsche, Hochstaudenfluren und Rasen wechseln ab und sind mit steigender Höhe zunehmend von alpiner Vegetation durchsetzt. Im Bereich des Albert-Appel-Hauses existiert mit dem Henarwald ein großer LĂ€rchen-Fichten-Zirbenwald. Dieser ist auch großflĂ€chig auf der SĂŒdabdachung des Warschenecks ausgebildet. Die Waldgrenze befindet sich etwa bei 1800 mÂ ĂŒ. A. Auf den ĂŒberwiegend felsigen HĂ€ngen der Prielkette bildet die Bergkiefer (Pinus mugo) den fĂŒr ostalpine Kalkgebirge typischen KrummholzgĂŒrtel, der sich mit steigender Höhe zunehmend auflöst und von Zwergstrauchheiden und alpinen Rasen durchzogen wird. In der oberalpinen Stufe dominieren fragmentierte Polsterseggenrasen. Zu den am höchsten steigenden Pflanzenarten zĂ€hlen Schweizer Mannsschild (Androsace helvetica) und EinblĂŒtiges Hornkraut (Cerastium uniflorum), das ganz auf das Gipfelplateau des Großen Priels beschrĂ€nkt ist. Auf der Wurzeralm befinden sich zwei Bergkiefer-Hochmoore, das Untere und Obere Filzmoos, die als die höchstgelegenen der Nordalpen gelten. Der Anteil der Bergkiefer (Pinus mugo) betrĂ€gt etwa 50 Prozent, der Rest wird von Kleinseggenriedern in Anspruch genommen. Helmut Gams rechnete sie deshalb zu den wertvollsten des gesamten Ostalpenraumes.

Der Großteil der endemischen Pflanzenarten der Nordostalpen wĂ€chst im Toten Gebirge. Als Auswahl seien erwĂ€hnt:

  • Alpen-Nelke (Dianthus alpinus)
  • Sauters FelsenblĂŒmchen (Draba sauteri)
  • Sternhaar-FelsenblĂŒmchen (Draba stellata)
  • Anemonen-Schmuckblume (Callianthemum anemonoides)
  • Traunsee-Labkraut (Galium truniacum)
  • Österreichische Wolfsmilch (Euphorbia austriaca)

Fauna

Das Tote Gebirge ist reich an Wildarten. Besonders das östliche, karge Karstplateau der Prielgruppe ist fĂŒr GĂ€msen (Rupicapra rupicapra) ein RĂŒckzugsgebiet; die Tiere treten in hohen Dichten auf. Im Bereich von großen Almen finden Rothirsche (Cervus elaphus) gute Lebensbedingungen. Dort leben auch Rehe (Capreolus capreolus), wenn auch in geringerer Dichte. Von den Raubtieren (Carnivora) sind Hermelin (Mustela erminea) und Mauswiesel (Mustela nivalis) sowie Rotfuchs (Vulpes vulpes) vorhanden. Die Population des BraunbĂ€ren (Ursus arctos) gilt seit 2011 als erloschen. Auch Schneehasen (Lepus timidus) leben im Gebiet.

Alpensalamander (Salamandra atra) und Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) weisen im Toten Gebirge gute BestĂ€nde auf. In den tieferen Lagen kommt auch der Feuersalamander (Salamandra salamandra) vor. Die Gelbbauchunke (Bombina variegata) ist weit verbreitet, typische LebensrĂ€ume sind etwa AlmflĂ€chen mit WeidetĂŒmpeln, wo sie oft gemeinsam mit dem Bergmolch auftritt. Auch die Erdkröte (Bufo bufo) und der Grasfrosch (Rana temporaria) steigen mit grĂ¶ĂŸeren BestĂ€nden bis zur Waldgrenze. Von den Reptilienarten ist die Bergeidechse (Zootoca vivipara) am hĂ€ufigsten vertreten, aber auch die Blindschleiche (Anguis fragilis) ist bis in die hochmontane Zone weiter verbreitet. Besonders im Bereich der AlmtĂŒmpel findet man oft die Ringelnatter (Natrix natrix), die vom Amphibienreichtum profitiert. Die Kreuzotter (Vipera berus) ist zwar weit verbreitet, aber nur sehr lokal hĂ€ufiger.

Die Seen der Hochlagen wurden mit Seesaiblingen (Salvelinus alpinus) besetzt. Diese bilden schlanke Hungerformen und krĂ€ftige Raubformen im gleichen See aus. Die Elritze (Phoxinus phoxinus) bildet im Wildensee und im Elmsee große BestĂ€nde.

Alpendohlen (Pyrrhocorax graculus) und Kolkraben (Corvus corax) sind hĂ€ufig anzutreffen. Mit Alpenschneehuhn (Lagopus muta), Birkhuhn (Lyrurus tetrix), Haselhuhn (Tetrastes bonasia) und Auerhuhn (Tetrao urogallus) sind vier Raufußhuhnarten im Gebiet heimisch. Alpenbraunellen (Prunella collaris) und Schneefink (Montifringilla nivalis) wurden ebenfalls nachgewiesen. Das Tote Gebirge ist auch Verbreitungsgebiet des Steinadlers (Aquila chrysaetos).

Der Pseudoskorpion Neobisium aueri wurde erst zu Beginn der 1960er Jahre aus dem Toten Gebirge beschrieben, wobei bis heute nur Funde in Höhlen des Toten Gebirges bekannt geworden sind. Diese endemische Art ist ein TertiĂ€rrelikt, das in den Tiefen der Höhlen die Vergletscherung wĂ€hrend der Eiszeiten ĂŒberstand.

Naturschutz

Große Teile des Toten Gebirges stehen unter Naturschutz. 1991 wurden in der Steiermark der Bereich Totes Gebirge West (NSG-a16) mit 154,6 kmÂČ und Totes Gebirge Ost (NSG-a17) mit 78,17 kmÂČ als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Die beiden Schutzgebiete decken einen Großteil des Toten Gebirges auf steirischer Seite ab und reichen bis an die Landesgrenze zu Oberösterreich.

2006 wurde das Europaschutzgebiet Totes Gebirge mit Altausseer See Europaschutzgebiet Nr. 35, etwas grĂ¶ĂŸer als die integrierten Naturschutzgebiete, gemĂ€ĂŸ FFH- und Vogelschutzrichtlinie als Teil des Netzwerks Natura 2000 verordnet.

In Oberösterreich sind große Teile der Warscheneckgruppe unter Naturschutz gestellt. Dort wurden zwischen 2000 und 2008 folgende Naturschutzgebiete verordnet: Warscheneck Nord (n134) mit 27 kmÂČ, Warscheneck SĂŒd-Purgstall-Brunnsteiner Kar (n110) mit 12 kmÂČ, Warscheneck-SĂŒd-Stubwies (n096) mit 767,6 ha und Warscheneck-SĂŒd-Wurzeralm (n093) mit 50,09 ha. Seit 2020 ist ein 327 Hektar großer Bereich In der Röll gemĂ€ĂŸ der FFH-Richtlinie als Teil des Netzwerks Natura 2000 ausgewiesen.

PlĂ€ne, das Skigebiet Hinterstoder mit der Wurzeralm, anhand eines Skilifts auf den Toten Mann oder eines Tunnels durch das Warscheneck im Bereich bestehender Naturschutzgebiete, zu verbinden, wurden in der Bevölkerung und Politik kontroversiell diskutiert und schließlich aufgegeben. Seit 2020 PlĂ€ne bekannt wurden, das Skigebiet Hinterstoder mit einem ehemaligen Skigebiet in Vorderstoder zu verbinden, nehmen die unterschiedlichen Interessenvertreter erneut sehr unterschiedliche Standpunkte ein.

Namenskunde

Der Name „Totes Gebirge“ bezog sich ursprĂŒnglich vor allem auf das östliche Zentralplateau sĂŒdlich des Großen Priels. Dieser innerste Bereich wird wegen seiner Wasserlosigkeit durch Fehlen von Quellen oder oberirdischen Gerinnen und weitgehender Pflanzenarmut von den Einheimischen als „Boandlland“ (Bein- bzw. Knochenland) bezeichnet, in Anspielung auf die weißen KalkbĂ€nke, im Volksmund „Stoabreda“ (Steinbretter) genannt, die wie Rippen aus der kahlen Landschaft herausragen. GelĂ€ndenamen wie „s’Aufghackat“, Hochbrett oder Hochplattenkogel verweisen darauf. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war auch der Name „Freygebirg“ gebrĂ€uchlich, da in den entlegensten Karstgebieten die freie Jagd erlaubt oder wenigstens toleriert war.

Viele Flurnamen sind slawischen Ursprungs. Das sĂŒdliche Oberösterreich und das Ennstal waren Siedlungsraum der Alpenslawen. Dort war der Stamm der Stoderaner (Stodoranci – von slawisch studor, seichtgrĂŒndiger, karger Ackerboden) ansĂ€ssig. Flurnamen wie das Stodertal, Toplitz (slawisch toplica, warmes Quellwasser) und insbesondere der höchste Berg des Toten Gebirges, der Große Priel (slawisch priela, Steinmasse), weisen noch darauf hin. Toter Mann stammt vom keltischen Tota magos ab. Tota/Teuto bedeutet Volk und magos Feld und verweist somit auf einen Versammlungsplatz. In Österreich und Deutschland gibt es mehrere gleichnamige Flurnamen. Stets sind es breite, flache Höhenkuppen mit weitem Rundblick, die von vielen Seiten relativ leicht erreicht werden können. Sie liegen etwas entfernt von den Ortschaften im freien GelĂ€nde.

Die Höhlen heißen Ofen, wie Gamsofen, Salzofen, Ofenkogel und Ofenlochkogel. Viele Bezeichnungen lassen sich durch die Almwirtschaft, wie etwa SchafbĂŒhel, Breitwiesen, Augstwiesen, Brunnwiesen und die Jagd (Hirschkar, Geiernest) erklĂ€ren. Flurnamen wie Feuertal, Rote Kögel oder Rotgschirr beziehen sich auf das Vorkommen des rötlichen Hierlatzkalks.

Bergsport

Wandern

Einer der ersten Erschließer war Erzherzog Johann, der als JĂ€ger und begeisterter Bergsteiger bereits 1810 eine mehrtĂ€gige Begehung des westlichen Toten Gebirges durchfĂŒhrte. Er reiste vom Grundlsee ĂŒber die Lahngangseen zur Elmgrube, wo sich das Quartier befand. Von dort folgten AusflĂŒge auf das Hochbrett und den Rabenstein. Der berĂŒhmte Dachsteinforscher Friedrich Simony war auch im Toten Gebirge tĂ€tig, er veröffentlichte 1846 die erste wissenschaftliche Abhandlung des Gebiets. Der Alpinist und Geologe Georg Geyer war der bedeutendste Pionier der geologischen Erforschung des Toten Gebirges. Bereits als 21-JĂ€hriger veröffentlichte er im Jahr 1878 seine 200-seitige Monographie Das Todte Gebirge. Geyer bestieg 1875 das Rotgschirr und 1879 den Schermberg erstmals touristisch. In den folgenden Jahrzehnten erforschte er von seiner Villa in Obertressen die Geologie des Gebiets und fĂŒhrte systematisch die Begehung und exakte Höhenbestimmung nahezu aller Gipfel durch. Dadurch fand das Tote Gebirge Beachtung beim 1862 gegrĂŒndeten Österreichischen Alpenverein (ÖAV).

1874 erfolgte die GrĂŒndung der ÖAV-Sektion Aussee, die mit den ersten Markierungen der Wege und einer Suche nach einem geeigneten Platz fĂŒr eine SchutzhĂŒtte begann. 1882 wurde am östlichen Ende der Augstalm auf 1498 mÂ ĂŒ. A. mit der LoserhĂŒtte die erste SchutzhĂŒtte im Toten Gebirge eröffnet. In der Prielgruppe wurde 1884 das Karl-Krahl-Schutzhaus, das heutige Prielschutzhaus, eröffnet. In der Warscheneckgruppe errichtete 1894 die Sektion Windischgarsten des Österreichischen Touristenklubs die DĂŒmlerhĂŒtte. Die höchsten Gipfel der Prielgruppe waren lange nur von SĂŒden oder vom Stodertal im Osten erreichbar. Im Norden wirkten die ungĂŒnstige Verkehrslage und die riesigen WĂ€lder von Großgrundbesitzern, die fĂŒr die Jagd gesperrt waren, hemmend. 1920 konnte die erste Welser HĂŒtte auf 1726 mÂ ĂŒ. A. eröffnet werden. 1921 wurde eine JagdhĂŒtte, das heutige Almtalerhaus, von der Baron Herringschen Forstverwaltung gepachtet. Um 1930 war die Erschließung des Gebiets weitgehend abgeschlossen.

Das markierte und beschilderte Wegenetz im Toten Gebirge wird großteils vom ÖAV gewartet. Der Weg 201 durchquert das Tote Gebirge von Ost nach West und hat beim Warscheneck seinen höchsten Punkt. Er ist Teil des Österreichischen Weitwanderwegs 01, des EuropĂ€ischen Fernwanderwegs E4 und des Violetten Wegs der Via Alpina. Wegverlauf: Spital am Pyhrn – Linzer Haus – ZellerhĂŒtte – Vorderstoder – Hinterstoder – Prielschutzhaus – PĂŒhringerhĂŒtte – Albert-Appel-Haus – LoserhĂŒtte – Lambacher HĂŒtte – Bad Goisern.

Seit 2020 ist mit dem Welser Höhenweg eine Durchquerung der Priel- und Schönberggruppe ausgewiesen. Der Wegverlauf ist großteils ident mit dem Weg 201, fĂŒhrt jedoch vom Albert-Appel-Haus ĂŒber die Ischler HĂŒtte nach Bad Ischl. Der Salzsteigweg quert das Tote Gebirge von Hinterstoder zur Hochmölbing HĂŒtte.

Anstiege auf das Plateau gibt es von allen Himmelsrichtungen. Die bekanntesten sind:

  • 212: Offensee – RinnerhĂŒtte – Wildensee – Altaussee
  • 213: Almsee – PĂŒhringer HĂŒtte – GĂ¶ĂŸl
  • 215: Vom Almtaler Haus zur Welser HĂŒtte
  • 216: Von Hinterstoder ĂŒber das Salzsteigjoch nach Tauplitz
  • 218: Bad Mitterndorf – Tauplitzalm – Liezener HĂŒtte – Linzerhaus – DĂŒmlerhĂŒtte – Windischgarsten
  • 235: Vom Grundlsee zum Albert-Appel-Haus

Im Toten Gebirge befinden sich viele SchutzhĂŒtten, die mehrheitlich vom Alpenverein betrieben werden. Überdies bieten HĂŒtten der Naturfreunde, des Österreichischen Touristenklubs und auch private UnterkĂŒnfte Übernachtungsmöglichkeiten fĂŒr Wanderer.

SchutzhĂŒtten des Toten Gebirges (Auswahl):

Alpinismus

Die klettertechnische Erschließung setzte etwa ab 1910 ein. Besonders in den großen WĂ€nden der Spitzmauer, des Schermbergs und des Großen Priels gelangen erste Durchstiege. Heute gibt es, vor allem in den KlettergĂ€rten und Sportklettergebieten, viele Routen bis in den XI. Schwierigkeitsgrad. Im Toten Gebirge befinden sich mehrere Klettersteige und mit dem Bert-Rinesch-Klettersteig auf den Großen Priel, seit 2019 der lĂ€ngste Klettersteig Österreichs. Weitere bekannte Klettersteige sind der Stodertaler Klettersteig auf die Spitzmauer, der Tassilo-Klettersteig auf den Schermberg und der Loser-Panorama-Klettersteig „Sisi“ auf den Loser.

Wintersport

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich Gemeinden am SĂŒdfuß des Toten Gebirges zu beliebten Wintersportgebieten. In Bad Aussee befand sich damals die grĂ¶ĂŸte Skisprungschanze Österreichs, auch am Poser in Bad Mitterndorf wurden Sprungbewerbe abgehalten. Im JĂ€nner 1909 wurde ein erstes Wintersportfest abgehalten.

Im Toten Gebirge befinden sich heute vier Skigebiete. Im Skigebiet Loser/Altaussee stehen 8 Liftanlagen mit 35 km Piste zur VerfĂŒgung. Das Skigebiet Tauplitz / Bad Mitterndorf bietet 15 Liftanlagen mit 43 km Pisten. In Oberösterreich befinden sich die Skigebiete Hinterstoder-Höss, wo regelmĂ€ĂŸig Abfahrten im Alpinen Skiweltcup stattfinden, und Wurzeralm, die 12 Liftanlagen mit 40 Pistenkilometern bzw. 6 Liftanlagen mit 22 Pistenkilometern bieten. Das Gebirge ist auch fĂŒr Schneeschuh- und Skitouren geeignet. Die mit Wintermarkierungen versehene Durchquerung vom Loser bis zum Prielschutzhaus ist die lĂ€ngste Skitour in dem Gebiet.

Wirtschaft

Tourismus

Winter- und Sommertourismus sind wichtige Wertschöpfungsquellen fĂŒr die Wirtschaft in der Region. Der mehrgemeindige Tourismusverband Pyhrn-Priel umfasst 9 Gemeinden, Ebensee am Traunsee zĂ€hlt zur Ferienregion Traunsee und Bad Goisern ist Teil des Tourismusverbands Inneres Salzkammergut. Bad Ischl und GrĂŒnau im Almtal verfĂŒgen ĂŒber eingemeindige TourismusverbĂ€nde. In der Steiermark bilden die vier Gemeinden Altaussee, Bad Aussee, Grundlsee und Bad Mitterndorf den Tourismusverband Ausseerland–Salzkammergut. In der Pyhrn-Priel-Region zieht vor allem der Wintertourismus GĂ€ste an. Die Gemeinde Hinterstoder verzeichnete in der Wintersaison 2005/06 etwa 86.000 Übernachtungen, im Vergleich dazu im Sommer 2006 nur etwa 51.700. Mit Ausnahme von Hinterstoder verzeichnen alle anderen Gemeinden im Sommer um etwa ein Drittel mehr Übernachtungen als im Winter. Eine Verschiebung zeigt sich auch im Spektrum der GĂ€ste, so betrĂ€gt der Anteil inlĂ€ndischer GĂ€ste im Sommer 70 %, im Winter hingegen 50 %. Im Vergleich zu den touristisch intensiven Jahren 1994 bis 1999 sind die GĂ€stezahl der Tourismusregionen seither deutlich zurĂŒckgegangen. Spital am Pyhrn zum Beispiel verzeichnete 1995 insgesamt 168.323 NĂ€chtigungen. Im Jahre 2006 waren es 111.262 Übernachtungen, was einem RĂŒckgang von 34 Prozent entspricht.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist im Toten Gebirge bis auf wenige Ausnahmen auf die Weidenutzung der Almen beschrĂ€nkt. Meistens werden auf Almen keine MilchkĂŒhe mehr gehalten, sondern ausschließlich Galtvieh. In Zunahme begriffen ist auch die Haltung der urtĂŒmlichen und pflegeleichten Schottischen Hochlandrinder, wie etwa auf der Gameringalm oder der Wildenseealm. Selten werden auch Pferde und Schafe auf den Almen gehalten. Die Zahl und die FlĂ€che der bewirtschafteten Almen waren im 19. Jahrhundert deutlich grĂ¶ĂŸer als heute. Bei einer Bestandsaufnahme von 1843 wurden fĂŒr das Ausseerland 21 Niederalmen, 25 Hochalmen, Weiderechte fĂŒr 2535 Rinder und 2349 Schafe sowie 532 HĂŒtten angegeben. Zum Teil wird versucht, durch Almrevitalisierungen ehemalige AlmflĂ€chen wieder nutzbar zu machen, wie im Falle der Spintriegel- und der Poppen-Alm bei Hinterstoder. Derzeit werden im oberösterreichischen Teil des Toten Gebirges 22 Almen mit etwa 720 Rindern bewirtschaftet. Im steirischen Salzkammergut werden von den 51 Almen 26 mit etwa 830 Rindern bewirtschaftet.

Forstwirtschaft

Die WĂ€lder des Toten Gebirges, insbesondere des Salzkammerguts, sind durch jahrhundertelange intensive Bewirtschaftung geprĂ€gt. Treibende Kraft war lange Zeit die Salzgewinnung, die in Altaussee seit dem 12. Jahrhundert nachgewiesen ist. In den Sudpfannen wurden pro Woche rund 400 Raummeter Holz benötigt. Um bei diesem großen Bedarf die WĂ€lder vor Raubbau zu schĂŒtzen, wurde bereits 1523 die sogenannte Auseer Hallamtsordnung niedergeschrieben. Es wurden strenge Vorschriften fĂŒr die Entnahme (Menge, Art und Standort) von Holz festgelegt. Insbesondere der Gewinnung von Fichten- und Tannenholz kam hohe PrioritĂ€t zu, da nur dieses das notwendige großflammige und nicht zu heiße Feuer erzeugen konnte. Die Flammen des Buchenholzes waren dafĂŒr zu heiß und konnten den Pfannenboden beschĂ€digen. LĂ€rchen wurden fĂŒr die Röhren der Soleleitungen benötigt. Mit der Errichtung der Saline in Ebensee am Traunsee 1604 wurde dann die gesamte Holzwirtschaft des Gebietes auf die Brennholzerzeugung fĂŒr das Sudhaus ausgerichtet. Viele TĂ€ler wurden fĂŒr den Holztransport erschlossen; ein ausgeklĂŒgeltes System von Klausen wurde angelegt. Im Rettenbachtal, wo heute die Soleleitung von Altaussee nach Bad Ischl verlĂ€uft, wurde Holz ĂŒber die Landesgrenze hinweg getriftet. Teilweise wurden auch kĂŒnstliche Gerinne errichtet. So wurde bereits 1549 ein 97 m langer, 2 m breiter und 6 m tiefer Kanal zwischen Kammersee und Toplitzsee fertiggestellt, um das Holz bis in die Traun zu befördern. 1877 ermöglichte die Inbetriebnahme der Salzkammergutbahn den Transport billiger Braunkohle aus den Revieren am Hausruck, was zur Einstellung des Holztransportes nach Ebensee fĂŒhrte.

Heutzutage ist der Großteil der WaldflĂ€che im Besitz der Österreichischen Bundesforste. Die beiden Betriebe Inneres Salzkammergut und Steyrtal verwalten das westliche Tote Gebirge (Ebensee und Bad Ischl) sowie große Gebiete des Warschenecks. Das östliche Tote Gebirge und Teile des Warschenecks sind vor allem im Eigentum privater Großgrundbesitzer. Die grĂ¶ĂŸten Betriebe sind die Forstverwaltung der Stiftung Cumberland in GrĂŒnau: der Schaumburg-Lippsche Forstbetrieb in Steyrling, die Herzog von WĂŒrttembergische Forstverwaltung in Hinterstoder und die Ullersperger’sche Forstverwaltung.

Jagd

Die vorherrschenden Wildarten im Toten Gebirge sind Rehwild, Rotwild und Gamswild. Bevor die Salinen mit Kohle betrieben wurden, ließ die intensive SchlĂ€gerung der WĂ€lder keine großen BestĂ€nde an Reh- und Rotwild zu. Das Raubwild wurde intensiv gejagt. Zur Mitte des 18. Jahrhunderts war der Luchs ausgerottet, zu Anfang des 19. Jahrhunderts der BĂ€r. Sehr begehrt war jedoch die Gamsjagd, die nur von wenigen Befugten durchgefĂŒhrt werden durfte. Zu den Befugten zĂ€hlten etwa Salinenbeamte, die auch Wildpret als Deputatlohn erhielten. AnlĂ€sslich einer Jagd im Toten Gebirge kam 1858 das deutsche FĂŒrstenpaar Hohenlohe erstmals nach Altaussee. Marie zu Hohenlohe-SchillingsfĂŒrst war eine begeisterte JĂ€gerin, die rund vier Jahrzehnte lang die Jagd im Gebiet prĂ€gte. Sie pachtete Reviere und ließ etliche JagdhĂ€user errichten. Erster privater Jagdherr im Grundlseer Revier war Graf Koloman Hunyadi, ihm folgten Ferdinand Bonaventura Kinsky von Wchinitz und Tettau und Reichsgraf Franz-Eugen von Kesselstatt. Heute verfĂŒgen die Österreichischen Bundesforste und private Forstverwaltungen ĂŒber Eigenjagden und vergeben einen Großteil ihrer Jagdreviere an externe JagdpĂ€chter. Besonders bei den Großgrundbesitzern in den Gemeinden GrĂŒnau im Almtal, Steyerling und Hinterstoder genießt die Jagd heute einen sehr hohen Stellenwert.

Bergbau

Im Sandling bei Altaussee befindet sich das Salzbergwerk Altaussee. Es ist die grĂ¶ĂŸte SalzgewinnungsstĂ€tte Österreichs und wird von der Salinen Austria AG betrieben.

Am SĂŒdostufer des Grundlsees befindet sich der Gips- und Anhydrit-Etagentagebau Wienern. Die Firma Saint-Gobain Rigips Austria betreibt den Abbau dieser grĂ¶ĂŸten GipslagerstĂ€tte der Ostalpen und auch das moderne Gipskartonplattenwerk in Bad Aussee-Unterkainisch. Vom Tagebau fĂŒhrt eine 8,4 km lange Materialseilbahn zum Werk. Bei der Hintersteiner Alm in der NĂ€he des Pyhrnpasses befindet sich ein ehemaliger Gips-Etagentagebau. Die Knauf Gruppe musste den Abbau wegen Erschöpfung der Lager Ende der 1990er Jahre einstellen.

In der NĂ€he des Nordportals des Bosrucktunnels befindet sich ein Kalksteinbruch der Firma Bernegger. Der dort gewonnene Dachsteinkalk wird zur Herstellung von Beton verwendet.

Trinkwassernutzung

Das Tote Gebirge zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten und wasserreichsten Karstmassiven Österreichs. Die umliegenden Gemeinden beziehen ihr Trinkwasser zum Teil oder zur GĂ€nze aus den offenen und verdeckten Karstquellen oder aus den karstwassergespeisten Grundwasserkörpern der angrenzenden Talungen. Zum Schutz und zur Erhaltung dieser bedeutenden Wasservorkommen wurde das gesamte Tote Gebirge 1984 als Wasserschongebiet ausgewiesen. HĂŒttensiedlungen wie zum Beispiel auf der Wurzeralm sind ĂŒber lange Abwasserleitungen ans Kanalsystem der jeweiligen Gemeinde angeschlossen.

Siedlungen

Die Hochlagen des Toten Gebirges liegen großteils außerhalb des Dauersiedlungsraumes, die Besiedlung beschrĂ€nkt sich daher auf wenige isolierte Berghöfe, Almen und BerghĂŒtten. Die Namen der entlegenen Einzelhöfe enden oft mit -reith oder -reuth und erinnern an die Rodung des Bergwaldes im Zuge der Erschließung des Gebirges. In den Wintersportgebieten bilden HĂŒtten, Hotels und andere Bauten eine Art moderne Streusiedlung im Hochgebirge. Insbesondere auf der Tauplitzalm (1600 mÂ ĂŒ. A.) existiert eine ausgeprĂ€gte touristische Infrastruktur. Seit 1963 steht hier außerdem die katholische Filialkirche Heiligste Dreifaltigkeit.

Karten

  • Alpenvereinskarte Bl. 15/1 (Totes Gebirge – West), 1:25.000; Österreichischer Alpenverein 2014; ISBN 978-3-928777-29-2.
  • Alpenvereinskarte Bl. 15/2 (Totes Gebirge – Mitte), 1:25.000; Österreichischer Alpenverein 2008; ISBN 978-3-928777-31-5.
  • Alpenvereinskarte Bl. 15/3 (Totes Gebirge – Ost), 1:25.000; Österreichischer Alpenverein 2010; ISBN 978-3-928777-33-9.

Literatur

  • Amt der Oö. Landesregierung, Naturschutzabteilung (Hrsg.): Natur und Landschaft / Leitbilder fĂŒr Oberösterreich. Band 36: Raumeinheit Kalkhochalpen. Linz Mai 2007 (land-oberoesterreich.gv.at [PDF; 3,6 MB; abgerufen am 2. September 2020]). 
  • Siegfried Ellmauer: Almgeschichte des Toten Gebirges. Traunkirchen Dezember 1996 (kalkalpen.at [PDF; 8,4 MB; abgerufen am 2. September 2020]). 
  • Ferdinand Trautwein: Alpingeschichte kurz und bĂŒndig. GrĂŒnau im Almtal. Innsbruck 2010 (bergsteigerdoerfer.org [PDF; 1,5 MB; abgerufen am 2. September 2020]). 
  • Harald Lobitzer: Geologische SpaziergĂ€nge: Ausseerland – Salzkammergut. Hrsg.: Verlag der Geologischen Bundesanstalt in Wien mit dem Kammerhofmuseum Bad Aussee. Wien 2011, ISBN 978-3-85316-063-3. 
  • Via Alpina – Totes Gebirge. Natur und Kultur im Ausseerland. In: Gerlinde und Hans Haid (Hrsg.): Naturkundliche FĂŒhrer BundeslĂ€nder. Band 17. Österreichischer Alpenverein, Bad Aussee und Innsbruck 2010, ISBN 978-3-9502379-4-8. 
  • Elvira Hörandl: Die Flora der Umgebung von Hinterstoder mit Einschluss der Prielgruppe (Oberösterreich) (= Stapfia. Nr. 19). 16. Mai 1989 (PDF (6,4 MB) auf ZOBODAT [abgerufen am 2. September 2020]). 
  • Gisbert Rabeder: AlpenvereinsfĂŒhrer Totes Gebirge. FĂŒr Wanderer, Bergsteiger und Kletterer, Bergverlag Rudolf Rother, Juni 2005, ISBN 3-7633-1244-7.
  • Christian Rupp, Manfred Linner, Gerhard W. Mandl: ErlĂ€uterungen zur geologische Karte von Oberösterreich. Geologische Bundesanstalt, Wien 2011 (PDF; 11 MB).

Weblinks

Einzelnachweise




Quelle: Wikipedia
 

Kommentar Meinungen und Kommentare


Gast Gast 11.03.2018 19:29
Die Grenze folgt nicht der AVE-Beschreibung. Sie können den richtigen hier finden: http://www.bergalbum.de/alpeneinteilung_2.htm
peter.kerepesi77@gmail.com
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mtom Tom Hofer 14.03.2018 13:21
Danke für den Hinweis.
Ich habe den Sarstein dementsprechend dem Dachsteingebirge zugewiesen und die Grenzen angepasst.
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AVE (Alpenvereinseinteilung der Ostalpen): 15

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Österreich Österreich

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 47.807275
südlichster Punkt: 47.519403
westlichster Punkt: 13.61034399
östlichster Punkt: 14.35037599


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
1111 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
152 km
 
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