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Gebirge Karte: Korsika

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

Zugehörigkeit: Europa » Korsika
 

Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Korsika

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Korsika (franz√∂sisch Corse, korsisch und italienisch Corsica) ist die nach Sizilien, Sardinien und Zypern viertgr√∂√üte Insel im Mittelmeer. Sie besteht zu einem gro√üen Teil aus einem Hochgebirge und liegt westlich der Apenninhalbinsel, n√∂rdlich von Sardinien und s√ľd√∂stlich der C√īte d‚ÄôAzur. Die Insel ist eine franz√∂sische Gebietsk√∂rperschaft mit Sonderstatus. Sie geh√∂rt seit 1768 zu Frankreich, liegt jedoch n√§her an Italien als am franz√∂sischen Festland. Neben dem Franz√∂sischen wird auf Korsika noch Korsisch, eine dem Italienischen engverwandte romanische Variet√§t gesprochen. Brauchtum und K√ľche weisen ebenfalls teilweise auf die N√§he Italiens hin.

Korsika hat eine Fläche von 8.760 km² und rund 347.597 Einwohner (Stand 1. Januar 2021). Hauptstadt und Verwaltungssitz ist die Hafenstadt Ajaccio. Weitere größere Städte am Meer sind Bastia und Calvi sowie im Inselinneren die Universitätsstadt Corte. Korsika wird auch als Île de Beauté (Insel der Schönheit) bezeichnet.

Geografie

Korsika ragt als Gebirgslandschaft stellenweise aus 2500¬†m Meerestiefe empor. 24¬†km von der Westk√ľste entfernt erreicht die Insel im Massiv des Monte Cinto (2706¬†m) ihre h√∂chste Erhebung. Die Gel√§ndemorphologie erm√∂glicht zahlreiche Ausblicke und gab Korsika den Beinamen ‚ÄěGebirge im Meer‚Äú. Wegen der vielen Buchten, insbesondere auf der Westseite der Insel, hat Korsika eine √ľber 1000¬†km lange K√ľste. Ein Drittel davon besteht aus Str√§nden, der Rest ist felsig.

Lage

Korsika liegt zwischen 43¬į¬†01‚Ä≤ und 41¬į¬†22‚Ä≤ n√∂rdlicher Breite und 9¬į¬†34‚Ä≤ und 8¬į¬†33‚Ä≤ √∂stlicher L√§nge. Die Insel wird im Norden vom Ligurischen Meer, im Osten und S√ľden vom Tyrrhenischen Meer und im Westen vom westlichen Mittelmeer begrenzt. Von Norden (Cap Corse) bis S√ľden (Capo Pertusato) misst die Insel 183¬†km, von Osten (Alistro) nach Westen (Capo Rosso) 83¬†km.

Die Entfernung nach Frankreich (Nizza) betr√§gt 180¬†km, die Italienische Halbinsel ist 83¬†km (Livorno) und die italienische Insel Sardinien im S√ľden 12¬†km entfernt.

Gebirge

Zum Gro√üteil besteht die Insel aus einem Hochgebirge im Westen und einem Mittelgebirge im Osten. Etwa 86¬†% der Insel sind Bergland, 14¬†% K√ľstentiefland. Lediglich die Ostk√ľste besitzt einen ebenen Streifen, der an manchen Stellen bis zu 10¬†km breit ist. Korsika hat eine durchschnittliche H√∂he von 568¬†m (Sardinien: 344¬†m, Sizilien: 441¬†m). Auf Korsika befinden sich mehr als 50 Berge mit einer H√∂he von mehr als 2000¬†m.

Das Grundgebirge im Westen besitzt einen von Nordwesten nach S√ľdosten ziehenden √ľber 2000¬†m hohen meist gratf√∂rmigen Hauptkamm mit s-f√∂rmigem Verlauf und zeigt einen typischen Hochgebirgscharakter. Vom Hauptkamm aus, der gleichzeitig die Wasserscheide bildet, laufen zahlreiche steil abfallende Seitenk√§mme und Seitent√§ler hinunter zur buchtenreichen Westk√ľste. Der Hauptkamm wird auf seiner ganzen L√§nge durch den Weitwanderweg GR¬†20 (im Regionalen Naturpark Korsika) durchquert.

Unmittelbar im Hauptkamm befinden sich die beiden höchsten Berge der Insel:

  • Monte Cinto (2706¬†m)
  • Monte Rotondo (2622¬†m).

Erw√§hnenswert sind ferner die schroffen Felst√ľrme der Aiguilles de Bavella, die auch als korsische Dolomiten bezeichnet werden, obwohl sie im Gegensatz zu den Dolomiten aus Graniten aufgebaut sind. Der Hauptkamm wird von insgesamt vier Gebirgsp√§ssen durchquert (Col de Bavella, Col de Verde, Col de Vergio, Col de Vizzavona), von denen der Col de Vergio mit einer H√∂he von 1470¬†m der h√∂chste und der Col de Vizzavona (1163¬†m) der verkehrsreichste ist. Weitere Passstra√üen erschlie√üen in √ľber 1000¬†m H√∂he die Seitenausl√§ufer.

Nach S√ľden hin nimmt die Schartenh√∂he des Reliefs deutlich ab. Am S√ľdende nahe der Stadt Bonifacio trifft man gro√üfl√§chig sedimentierte Dolomitkalke an, die vermutlich durch sekund√§re Dolomitisierung von Kalkschlamm marinen Ursprungs entstanden. Die verkarsteten Kalkfelsen von Bonifacio sind sowohl von den Gezeiten als auch von St√ľrmen eindrucksvoll gezeichnet.

Geologie

Korsika entstand wie die Alpen im Terti√§r und besteht zu zwei Dritteln aus einem kristallinen Granitsockel, vor allem im Westen und S√ľden; man spricht daher vom ‚Äěkristallinen Korsika‚Äú. Der Nordosten, das ‚Äěalpine Korsika‚Äú, besteht √ľberwiegend aus Schiefern, die sich aus Meeressedimenten gebildet haben, und Schwemmland. Die Grenze dazwischen verl√§uft ungef√§hr entlang einer Linie von Saint-Florent im Norden √ľber Corte in der Inselmitte bis Sari-Solenzara im S√ľdosten. Die Gesteine des Hauptkamms bestehen √ľberwiegend aus variszischen Graniten und Vulkaniten, wie Rhyolith und Quarzporphyr, aus dem Karbon bis Perm. Das √∂stlich gelegene ‚Äěalpine‚Äú Schiefergebirge bleibt mit seinen Gipfelh√∂hen deutlich unter 2000¬†m und besitzt damit den Charakter eines Mittelgebirges. Es besteht aus untermeerisch abgelagertem und sp√§ter gefaltetem Schiefer (Tonschiefer, Glanzschiefer, metamorphe Ophiolithe), dessen Entstehung auf die gewaltigen Landmassenbewegungen w√§hrend der Auffaltung der Alpen in der geologischen Epoche des Eoz√§n zur√ľckgeht. Stellenweise weist der Tonschiefer fein verteilte Pyrit¬≠einschl√ľsse auf. Die Glanzschieferdecke ist weniger klastisch gepr√§gt und enth√§lt daf√ľr zahlreiche Radiolaritvorkommen.

Ganz im Nordosten gibt es auch noch vereinzelt junge Vulkanite der Korsischen Magmenprovinz, an die weiter östlich die Toskanische Magmenprovinz (inkl. Elba) anschließt.

W√§hrend der Hochzeit der letzten Eiszeit des Pleistoz√§ns, also vor 30.000 bis 20.000 Jahren, war Korsika stark vergletschert. Als √úberbleibsel dieser Zeit finden sich in den Bergen Kare, die zum Teil mit Wasser gef√ľllte Karseen bilden, und zahlreiche durch Gletscher geformte T√§ler mit Endmor√§nen. In den Zungenbereichen der ehemaligen Gletscher liegen noch ausgedehnte Schutt- und Ger√∂llhalden, die nicht selten bis in die Sommermonate hinein von abflie√üendem Schmelzwasser durchstr√∂mt werden.

Geologisch interessant ist der K√ľstenabschnitt im Westen zwischen Porto und Piana, der als ‚ÄěCalanche de Piana‚Äú und f√ľr seine Tafoni-Verwitterungen bekannt ist. Die wissenschaftliche Bezeichnung Tafone wurde der korsischen Sprache entlehnt.

Städte

Die bevölkerungsreichsten Städte Korsikas sind:

Die Hauptst√§dte der beiden fr√ľheren D√©partements waren Ajaccio (die Geburtsstadt Napoleons) an der Westk√ľste und die Hafenstadt Bastia im Nordosten. Calvi im Nordwesten ist eine weitere wichtige Hafenstadt. In Corte, der fr√ľheren Hauptstadt im Zentrum der Insel, befindet sich der Sitz der Universit√§t Pascal Paoli Korsika.

Weitere bedeutende St√§dte im S√ľden sind:

  • Bonifacio (Bunifaziu): s√ľdlichste Stadt Korsikas
  • Sart√®ne (Sart√®): gilt als die ‚Äěkorsischste aller korsischen St√§dte‚Äú

Politische Gliederung

Bereits von 1793 bis 1811 war die Insel in zwei D√©partements gegliedert, Golo und Liamone. Die beiden D√©partements der Region Corse bestanden seit dem 1. Januar 1976 und wurden am 1. Januar 2018 f√ľr die Aus√ľbung staatlicher Kompetenzen abgeschafft. Die beiden D√©partements selber blieben aber als statistische Einheiten bestehen.

Klima

√úbersicht

Auf Korsika herrscht ein typisches Mittelmeerklima: hei√üe, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Dabei wirkt im Winter das Mittelmeer (13‚Äď24¬†¬įC) als W√§rmespeicher. Aufgrund der hohen Berge und der starken Winde gibt es auf Korsika allerdings einige Abweichungen.

Die Niederschlagsmenge ist abh√§ngig von der H√∂he. Auf 2000¬†m H√∂he ist der Niederschlag etwa viermal so stark wie an der K√ľste, wo im Sommer fast kein Regen f√§llt. Sommerliche Gewitterg√ľsse lassen nur kurz die Fl√ľsse anschwellen. Korsika hat mit etwa 2750 Stunden mehr Sonnenschein als das franz√∂sische Festland.

Die Winter sind an der K√ľste mit Tagestemperaturen um 12¬†¬įC recht mild, wenn auch gelegentlich Nachtfrost auftritt. Im h√∂heren Bergland gibt es regelm√§√üig Schneef√§lle und geschlossene Schneedecken, wobei Wintersport bis ins Fr√ľhjahr durchaus m√∂glich ist. Das Fr√ľhjahr ist mit Werten zwischen 15 und 20¬†¬įC recht angenehm, wobei es nachts noch recht frisch werden kann. Ab Juni steigt die Temperatur jedoch auf Werte von 25¬†¬įC und mehr. Im Juli und August ist es mit rund 30¬†¬įC hei√ü, allerdings k√ľhlt es nachts auf um die 20¬†¬įC ab. Auch im Sommer ist auf den hohen Bergen noch oft Schnee zu sehen. Der Herbst ist mit rund 20¬†¬įC wieder wesentlich angenehmer, jedoch k√∂nnen wie im Fr√ľhling die N√§chte deutlich k√ľhler (teils unter 10¬†¬įC) werden.

Die Extremwerte in Ajaccio liegen bei ‚ąí8,1¬†¬įC im Januar und +40,5¬†¬įC im August.

Im Zeitraum 1981‚Äď2010 wurde die h√∂chste mittlere Jahrestemperatur von ganz Metropolitan-Frankreich an der Messstation in Sari-Solenzara im S√ľdosten Korsikas gemessen: 16,41¬†¬įC. Die tiefste je gemessene Temperatur an dieser Station betrug ‚ąí5,9¬†¬įC am 7. M√§rz 1971. Die h√∂chste Temperatur betrug 39,9¬†¬įC, gemessen am 4. Juli 1965.

Winde auf Korsika

Die in den Sommermonaten am häufigsten wehenden Winde:

  • Nord: Tramontana, kalt und trocken; von jenseits der Alpen
  • Nordwest: Mistral (Maestrale), kalt und trocken; bringt klare Sicht
  • Nordost: Grecale, feucht und schw√ľl
  • Ost: Levante, warm und feucht; ist verantwortlich f√ľr die D√ľnen¬≠bildung und die Entstehung der Lagunen an der Ostk√ľste
  • S√ľdost: Scirocco, feucht und hei√ü; bringt Gewitterst√ľrme
  • S√ľdwest: Libeccio (Libecciu), weht am h√§ufigsten, m√§√üig stark, gro√üe Temperaturschwankungen; sagt Regen voraus
  • West: Poniente: sehr selten, hei√ü

Zusätzlich gibt es auch Land- und Seewinde, die sich aufgrund der unterschiedlich starken tageszeitlichen Erwärmung ergeben:

  • Die Seebrise Mezziornu setzt etwa zwei bis vier Stunden nach Sonnenaufgang ein, erreicht ihren H√∂hepunkt zwischen 13 und 14 Uhr und endet ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang.
  • Die Landbrise Terranu weht in der Nacht und tr√§gt h√§ufig den Duft der Macchia ins Meer hinaus.

Bei einer Fahrt entlang der K√ľste sollte man immer im Hinterkopf haben, dass der Wind von einem Kap zum anderen aus unterschiedlicher Richtung und in unterschiedlicher St√§rke wehen kann. Die steil aufragenden Berge verursachen besonders dort, wo sie direkt aus dem Meer aufsteigen, eine starke Kreuzsee. Bei schwerem Seegang erreicht diese enorme Ausma√üe und gl√§ttet sich erst weit drau√üen auf dem offenen Meer.

Gezeiten und Wasserstände

Wie √ľberall auf der Erde treten auch im westlichen Mittelmeer gleiche Gezeiten in Abst√§nden von knapp zw√∂lfeinhalb Stunden auf. Der Tidenhub an der K√ľste Korsikas betr√§gt bei Springtide 30¬†cm, bei Nipptide 10¬†cm. Abweichungen zwischen Morgen- und Abendpegel k√∂nnen bis zu 10¬†cm betragen. Winde erh√∂hen oder vermindern, je nach Richtung, den Wasserstand erheblich.

Vegetation

Höhenstufen

Mediterrane Stufe (0‚Äď900/1000¬†m)
  • Eumediterraner Olivenbaum-Johannisbrotbaum-Wald (Olea europaea ssp. sylvestris-Ceratonia siliqua), fragmentarisch.
  • Tiefmediterraner Hartlaubwald mit Steineiche und Korkeiche, lokal Pinie, Aleppo-Kiefer auf kalkreichen Standorten, sekund√§r tiefmediterrane Macchie.
  • Hochmediterraner Steineichen-Pinien-Wald, hochmediterrane Macchia.
Submediterrane Stufe
  • Tiefere hoch- bis submediterrane √úbergangsstufe (600‚Äď1100¬†m) mit Edelkastanie (anthropogen, meist in Selven) und regelm√§√üig Steineiche, kleinfl√§chig Flaumeiche und Traubeneichen-Wald.
  • Mittlere bis h√∂here Stufe (900‚Äď1400/1800¬†m) mit Schwarzkiefern-Wald.
Mediterran-montane Stufe (1100‚Äď1800¬†m)
  • Tieferer Rotbuchen-Wald.
  • H√∂herer Wei√ü-Tannen-Wald.
Waldfreie hochmontane Stufe (1600‚Äď2000¬†m)
  • Subalpine Schattseiten mit Gr√ľn-Erlen-Geb√ľschen.
  • Hochmontane Sonnseite mit Zwerg-Wacholder-Salzmanns-Ginster-√Ątna-Berberitzen-Heide.
Alpine (Nordseiten) bis kulminale (Sonnseiten) Stufe (2000‚Äď2700¬†m)
  • Geb√ľsche, Grasheiden, Schutt- und Felsengesellschaften.

Macchia

Die Macchie, auf Korsisch Macchia genannt, ist ein immergr√ľner Buschwald, der rund die H√§lfte der Insel bedeckt. Dieser Vegetationstyp ist typisch f√ľr mediterrane Winterregenklimate und ist f√ľr die Insel besonders pr√§gend. Die Pflanzen haben oft ledrige Bl√§tter und sind unterseits behaart, um die Verdunstung m√∂glichst gering zu halten. √Ėlhaltige und stark duftende Pflanzen sind ebenfalls typisch f√ľr die Macchia.

Schon im ausgehenden Winter erbl√ľht die Macchia in bunten Farben, und ein intensiver Duft entstr√∂mt der Insel, der auch vom Meer her wahrnehmbar ist. Napoleon Bonaparte soll gesagt haben, er k√∂nne seine Heimatinsel schon allein daran erkennen. Wichtige Pflanzen sind Lavendel, Ginster, Zistrose, Myrte, Baumheide und Erdbeerbaum. In den hei√üen Sommermonaten vertrocknet die Vegetation in vielen Bereichen, sodass die Landschaft ein steppenhaftes Aussehen erreicht.

Allj√§hrlich kommt es im Hochsommer zu Waldbr√§nden, die meistens auf Brandstiftung oder Fahrl√§ssigkeit zur√ľckzuf√ľhren sind. Hirten legen absichtlich Br√§nde, um die ‚Äěwertlose‚Äú Macchia zu Weideland aufzuwerten. In der Vergangenheit war Brandstiftung auch Mittel von Bauspekulanten, die so die Macchia als Natur entwerteten und dann leichter Baugenehmigungen erhielten. Ein kleiner Teil dieser Br√§nde entsteht auch durch Selbstentz√ľndung der ausgetrockneten Vegetation (Umweltfaktor Feuer). Zum L√∂schen gr√∂√üerer Waldbr√§nde werden spezielle L√∂schflugzeuge eingesetzt, die im k√ľstennahen Bereich Seewasser aus dem Meer aufnehmen, um es im Landesinneren direkt √ľber den Brandherden abzuwerfen. Dies kann stellenweise zu Versalzungen des Oberbodens f√ľhren und das Wiederaufkommen der Vegetation erschweren.

Garrigue

Die Garrigue ist im Gegensatz zur Macchia niedriger und erreicht meist nur eine H√∂he von bis zu einem Meter; au√üerdem sind andere Pflanzen zu finden. Auf besonders d√ľnnen B√∂den finden sich Zistrosen, Wolfsmilchsarten, verschiedene Ginster, Rosmarin, Thymian, echter Lavendel, Salbei und Geophyten wie Orchideen, Affodill und Merendera.

Bäume und Kulturpflanzen

Die wichtigsten forstlichen Ertragswaldbäume Korsikas sind Laricio-Kiefern (31 %), Steineichen (21 %), Seestrandkiefern (29 %), Buchen (15 %), Korkeichen (4 %) und Weiß-Tanne (1 %).

Die Laricio-Kiefer, auch Korsische Schwarzkiefer (Pinus nigra ssp. laricio) genannt, kann eine Wuchsh√∂he von bis zu 50 Meter und ein Alter von nahezu tausend Jahren erreichen. Der Baum ist auf Korsika in den h√∂heren Gebirgslagen ab etwa 800¬†bis 1800¬†m stark verbreitet. Die Korsische Schwarzkiefer ist sehr anspruchslos. Auf den kargen felsigen B√∂den der Hochlagen w√§chst sie naturgem√§√ü sehr langsam. Sie √ľbersteht ohne Probleme l√§ngere Frostperioden.

Die Edelkastanie, auch als Esskastanie bezeichnet, bedeckt allein im Gebiet der Castagniccia etwa eine Fl√§che von 15.000¬†ha, auf der gesamten Insel sind 40.000¬†ha mit Edelkastanienpflanzungen bestanden. Die Anlage von siedlungsnahen Edelkastanien-Selven wurde ma√ügeblich von den Genuesen auf der gesamten Insel gef√∂rdert, um die damals h√§ufigen Hungersn√∂te zu lindern. Daf√ľr wurden auch zahlreiche frischere Stein- und Flaumeichenstandorte gerodet und in die noch charakteristische mediterrane Kastanienlandschaft umgewandelt. Neben der Viehzucht (Schafe, Ziegen) waren Kastanien eine Hauptnahrungsquelle der Korsen ‚Äď deshalb auch die Bezeichnung als ‚ÄěBrotbaum‚Äú.

Im S√ľden der Insel rund um Porto-Vecchio und Figari ist die Korkeiche verbreitet. Kleinere Vorkommen gibt es auch im Norden, zum Beispiel bei Saint Florent. Alle 10 bis 20 Jahre kann der Baum zur Gewinnung von Naturkork gesch√§lt werden.

In den zur Malariabek√§mpfung trockengelegten Sumpfgebieten wurde vielfach Eukalyptus angepflanzt, der schnell w√§chst und sehr viel Wasser verdunstet. Eukalyptus wird bis zu 40¬†m hoch und hat eine silbrig graue Rinde, deren abgestorbene Teile meist in senkrechten Fetzen und Streifen vom Stamm herab h√§ngt. Die Bl√§tter sind lang und sichelf√∂rmig gebogen und verstr√∂men wie die Fr√ľchte des Baumes einen w√ľrzigen Duft. Eine Anpflanzung mit teils stattlichen B√§umen befindet sich am Golf von Porto an der Westk√ľste, der dortige Hain beherbergt unter anderem den √∂rtlichen Campingplatz.

Soweit die Bodenverh√§ltnisse es zulassen, gedeihen bis auf eine H√∂he von etwa 400 Meter weitere Pflanzen, die im gesamten Mittelmeerraum anzutreffen sind, beispielsweise Zypressen, √Ėlb√§ume, Oleander, Platanen, Mimosen und Dattelpalmen. Wichtige landwirtschaftliche Kulturen in dieser H√∂henstufe bestehen aus Zitrusb√§umen (Zitronen, Orangen, Clementinen, Limetten), Feigenb√§umen, Mandel- und Pfirsichb√§umen sowie Weinst√∂cken.

Fauna

Korsika beherbergt mehrere endemische, also ausschließlich auf dieser Insel vorkommende Tierarten.

Amphibien

Unter den Amphibien sind als Endemiten der Korsische Gebirgsmolch, der Korsische Feuersalamander und der Korsische Scheibenz√ľngler zu nennen, s√§mtlich Arten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt in mittleren und gro√üen H√∂henlagen haben.

Die tieferen Lagen sind Verbreitungsschwerpunkt von Arten, die auch andernorts im Mittelmeerraum anzutreffen sind: Sardischer Scheibenz√ľngler, Wechselkr√∂te, Tyrrhenischer Laubfrosch sowie Italienischer Wasserfrosch.

Reptilien

Zu den Reptilienarten Korsikas, die vor allem die tieferen Lagen besiedeln, geh√∂ren die Griechische Landschildkr√∂te, die Europ√§ische Sumpfschildkr√∂te, Europ√§ischer Halbfinger, Mauergecko sowie die Ruineneidechse. Je nach Relief kommt die Tyrrhenische Gebirgseidechse auch in Meeresn√§he vor, so beispielsweise an der teils sehr schroffen Westk√ľste. Generell besiedelt sie eher die hohen Lagen und ist als einzige Eidechse noch in den Gipfellagen jenseits von 2500¬†m regelm√§√üig anzutreffen. Tyrrhenische Mauereidechse, Gelbgr√ľne Zornnatter sowie die Ringelnatter, die hier als eigene Unterart vorkommt, sind in beinahe jeder H√∂henstufe der Insel zu finden, nur die Gipfellagen werden nicht besiedelt. Sehr selten kommen auf Korsika noch Europ√§ischer Blattfinger und Zwerg-Kieleidechse vor, beides Arten, die nur noch Refugiallebensr√§ume besetzen k√∂nnen.

Vögel

Da Korsika eine wichtige Zwischenstation des europ√§ischen Vogelzugs ist, lassen sich in den Lagunen der Ostk√ľste zwischen Oktober bis M√§rz gro√üe Schw√§rme von Wasser- und Watv√∂geln beobachten, darunter sehr seltene Arten wie Gro√üer Brachvogel, Bekassine, Kn√§kente, Rotschenkel, Trauerente und Zwergseeschwalbe, aber auch Flamingos. Die meisten Arten sind durch die EG-Vogelschutzrichtlinie gesch√ľtzt und d√ľrfen auch auf Korsika nicht bejagt werden. Der Triel wurde auf Korsika stellenweise auch als Brutvogel festgestellt.

Greifv√∂gel sind oft zu beobachten, zum Beispiel Fischadler (an der Westk√ľste, beispielsweise im Naturreservat La Scandola), Steinadler und Bartgeier (vor allem im Hochgebirge), Rotmilan, M√§usebussard, Schlangenadler und Turmfalke. Einzige nur auf Korsika vorkommende, also endemische Vogelart ist der Korsenkleiber.

Tiere in Gewässern

Die K√ľstengew√§sser sind fischreich, man kennt hier etwa 300 Brack- und Salzwasserarten. In den Flie√ügew√§ssern sind Forellen und Aale anzutreffen, die zum Teil eingesetzt werden. Dies bereitet vor allem der urspr√ľnglich heimischen Mittelmeer-Bachforelle Probleme, die nur noch in wenigen Flie√ügew√§ssersystemen der Insel h√§ufiger zu finden ist. Eine weitere Besonderheit der S√ľ√ügew√§sser Korsikas sind S√ľ√üwassergarnelen, die in den Unterl√§ufen kleinerer Fl√ľsse stellenweise h√§ufig anzutreffen sind.

Säugetiere

Die wildlebenden S√§ugetiere sind aufgrund der Insellage, der gebirgigen Topografie und der intensiv betriebenen Bejagung nicht sehr artenreich. Der heute auf Korsika dominierende S√§uger ist das Wildschwein. Selten ist der Europ√§ische Mufflon geworden, der durch starke Bejagung in ganz Europa ausgerottet war und einzig auf Korsika und Sardinien √ľberleben konnte. Auf Korsika sind nur zwei Populationen erhalten geblieben, und zwar im Monte-Cinto-Massiv n√∂rdlich von Calacuccia und in der Umgebung des Col de Bavella zwischen Zonza und Solenzara. In der N√§he von Venaco am Monte Rotondo-Massiv wurden Mufflons wieder angesiedelt, um nach und nach wieder den gesamten Hauptkamm des korsischen Hochgebirges zu besiedeln.

Der Korsische Zwerghirsch wurde auf Korsika ausgerottet und konnte als Unterart nur auf Sardinien √ľberleben. Inzwischen wurden sardische Tiere auf der n√∂rdlichen Nachbarinsel wieder angesiedelt. In den Macchie- und Garrigue-Landschaften trifft man auf den √§u√üerst seltenen Korsika-Hasen, Mauswiesel sowie den Rotfuchs und die korsische Wildkatze, deren Artzugeh√∂rigkeit noch nicht gekl√§rt ist. Pottwale und verschiedene Delfine sind besonders h√§ufig am Cap Corse und in der Stra√üe von Bonifacio anzutreffen, wenn sie von einem in ein anderes Becken des Mittelmeeres wechseln.

Spinnen

Bemerkenswerte Spinnentiere sind die Europäische Schwarze Witwe und die Tarantel.

Insekten und Malaria

Unter der großen Gruppe der auf Korsika verbreiteten Insekten befindet sich auch die Europäische Gottesanbeterin.

√úber 60 Arten der Tag- und Dickkopffalter sind bisher auf dieser Insel nachgewiesen worden. Davon sind mindestens vier Arten Endemiten der tyrrhenischen Inseln, kommen also nur auf Korsika und Sardinien vor: Korsischer Schwalbenschwanz, Euchloe insularis (eine Wei√ülingsart), Korsischer Perlmutterfalter und Korsischer Waldportier. Das Korsische Wiesenv√∂gelchen hat auch Populationen auf Elba und umgebenen Inseln sowie in k√ľstennahen Gebieten der Toskana. Die dort vertretene Unterart elbana wird jedoch manchmal auch als eigene Art eingestuft, in diesem Fall ist die Nominatform corinna ein echter tyrrhenischer Endemit. Die in Hochlagen vertretene Unterart ichnusa des Kleinen Fuchses ist leicht am Fehlen schwarzer Flecke auf der Vorderfl√ľgel-Oberseite zu erkennen. Auch dieses Taxon soll manchmal als Art bewertet werden.

Bis in die 1950er Jahre war die Malaria auf Korsika noch ein gro√ües Problem, insbesondere an den ausgedehnten Brackwasserfl√§chen der Ostk√ľste. Diese eigentlich landwirtschaftlich interessante weil ertragreiche K√ľstenebene war traditionell zwar nie dicht besiedelt, weil die Korsen in der Vergangenheit die Piraten f√ľrchteten. Aber die vor allem durch die Anopheles-M√ľcken √ľbertragene Krankheit war auch ein Hinderungsgrund, vor der sich die Korsen traditionell w√§hrend des Hochsommers in h√∂here Lagen zur√ľckzogen. Ab 1944 bek√§mpfte die amerikanische Luftwaffe im M√ľndungsdelta des Stabiacco bei Porto-Vecchio die Malariam√ľcke durch Verspr√ľhen von DDT, was die Ansiedlung der ehemaligen Algerienfranzosen (pieds-noirs) und die Urbarmachung der K√ľstenebene und sp√§ter den Tourismus erst m√∂glich machte. Bis 1973 gab es jedoch immer wieder aufkeimende Malaria, heute gilt die Insel als malariafrei.

Geschichte

Herkunft des Namens

Die Griechen nannten die Insel au√üer őöŌćŌĀőĹőŅŌā (Kyrnos) auch őöőŅŌĀŌÉőĮŌā (Korsis). Als Beinamen gaben sie ihr die Bezeichnung Kalliste, die Sch√∂nste.

Prähistorie und Antike

Die korsische Urbev√∂lkerung, J√§ger und Sammler, wurde um 6000 v.¬†Chr. von einwandernden Neolithikern der Impressokultur verdr√§ngt. Im S√ľden der Insel entwickelte sich etwa 3000 v.¬†Chr. eine mehrphasige Megalithkultur (Filitosa), die auch zahlreiche Menhire errichtete und um 1800 v.¬†Chr. von der Kultur der Torreaner abgel√∂st wurde, die Torren, nuraghenartige Turmbauten eigener Pr√§gung, errichteten.

Im 6.¬†Jahrhundert v.¬†Chr. gelangten zuerst punisch-karthagische Siedler auf die Insel, danach Griechen (Phok√§er), die um 565 v.¬†Chr. eine Niederlassung namens Alalia, das heutige Al√©ria, gr√ľndeten. Die vorherrschenden Seem√§chte dieser Zeit, Karthago und die Etrusker, besiegten um 540 v.¬†Chr. gemeinsam die Griechen in der Seeschlacht vor Alalia. Danach wurde Alalia bis ins 3.¬†Jahrhundert v.¬†Chr. von den Etruskern beherrscht. Nachdem Karthago kurzfristig die Vorherrschaft wiedererlangte, wurde Alalia 259 v.¬†Chr. im Ersten Punischen Krieg von den R√∂mern erobert. Mit Gr√ľndung der Provinz Sardinia et Corsica im Jahr 227 v.¬†Chr. wurde Korsika f√ľr rund 650¬†Jahre Teil des R√∂mischen Reiches und ‚Äď dauerhaft ‚Äď des romanischen Sprach- und Kulturraums.

Mittelalter

Noch in der Endphase des Bestehens des Westr√∂mischen Reiches begannen im 5. Jahrhundert K√§mpfe zwischen Vandalen und Goten um die Insel, aus denen der Vandalenk√∂nig Geiserich als Sieger hervorging. Nach der Eroberung Italiens durch das Ostr√∂mische Reich (Byzanz) wurde Korsika 536 Teil des Exarchats von Karthago. In den folgenden Jahrhunderten war die Insel unter den Regionalm√§chten umstritten, doch gelang es Byzantinern, Langobarden, Sarazenen, Franken, den Markgrafen von Tuszien (Toskana, ab 828) und den Seerepubliken Pisa (ab ca. 1050) und Genua (1284 bis 1769) meist nur, sich an den K√ľsten der Insel festzusetzen. Vor allem die √úberf√§lle sarazenischer Piraten f√ľhrten dazu, dass ein Gro√üteil der Bev√∂lkerung Korsikas sich ins Binnenland zur√ľckzog und die Insel allm√§hlich verarmte. Mit der Zeit bildete sich ein Feudalsystem. Zudem gewann die katholische Kirche politische Autorit√§t. Insbesondere die Pr√§senz von Tusziern, Pisanern und Genuesen st√§rkte die italienische Pr√§gung der Insel bis in die Neuzeit hinein.

Unabhängigkeitsbestrebungen und Anschluss an Frankreich

Im Jahr 1729 begannen auf der Insel mehrj√§hrige Aufst√§nde gegen die Herrschaft der Genuesen. Am 15. April 1736 machten korsische Rebellen den deutschen Abenteurer, Baron Theodor von Neuhoff (1694‚Äď1756), im Kloster von Alesani (in der Castagniccia) zum K√∂nig. Das K√∂nigreich Korsika bestand kaum ein Jahr.

1755 wurde erneut die staatliche Unabh√§ngigkeit ausgerufen. Unter F√ľhrung von Pasquale Paoli, der als ‚ÄěBabbu di a Patria‚Äú (Vater des Vaterlandes) verehrt wird, gaben sich die Korsen eine demokratische Verfassung. Diese war die erste Verfassung im Zeitalter der Aufkl√§rung, lange vor den Verfassungen der Vereinigten Staaten (1776) und Frankreichs (1791). Daraufhin verkaufte Genua die Insel an Frankreich, das 1769 die korsischen Truppen in der Schlacht bei Ponte Novu besiegte. Seither ist Korsika ‚Ästabgesehen von einem kurzen Intervall w√§hrend der Franz√∂sischen Revolution, als die Insel unter englische Oberhoheit geriet¬†‚Äď franz√∂sisches Staatsgebiet und diente anfangs vor allem als Au√üenposten zur Sicherung der provenzalischen K√ľste und zur Kontrolle der Apenninenhalbinsel. Gleichwohl beeindruckte das korsische Bestreben nach Unabh√§ngigkeit zahlreiche Intellektuelle jener Zeit, darunter Jean-Jacques Rousseau in seinem Werk Contrat social von 1762 und die Gr√ľndungsv√§ter der Vereinigten Staaten.

Die korsische Stadt Ajaccio ist der Geburtsort des sp√§teren franz√∂sischen Kaisers, Napoleon Bonaparte (1769‚Äď1821), dessen Eltern dem niederen korsischen Adel angeh√∂rten. Die franz√∂sischen Besatzer boten den korsischen Adeligen an, franz√∂sische Adelstitel zu erwerben, wenn sie ihre Herkunft l√ľckenlos nachweisen konnten. Um dem nachzukommen, reisten die Bonapartes auf das franz√∂sische Festland und lie√üen den jungen Napoleon dort erziehen.

Vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg

Durch die Einf√ľhrung der allgemeinen Schulpflicht (1882, loi Ferry), den Bau der Eisenbahn (1888‚Äď1894) und andere administrative Ma√ünahmen festigte sich die franz√∂sische Herrschaft √ľber Korsika, und die franz√∂sische Sprache begann durch den Einfluss von Schule und Verwaltung das Korsische zu verdr√§ngen. Zugleich dr√§ngte die bittere Armut viele Korsen zur Auswanderung, die um das Jahr 1900 ihren H√∂hepunkt erreichte. Insbesondere das Quartier du Panier am Alten Hafen von Marseille entwickelte sich zu einem Zentrum der korsischen Diaspora, in dem Sprache und Kultur der Insel und die engen Familienbande ihrer D√∂rfer weiterlebten.

Innerhalb dieser entwickelte sich zwischen den beiden Weltkriegen die korsische Mafia, die im Waffen- und Drogenhandel tätig wurde und beträchtlichen Einfluss auf die örtliche Politik nahm, indem sie sich verschiedenen politischen Gruppierungen als Miliz andiente. Diese Aktivitäten erreichten in den 1930er Jahren ihren Höhepunkt, blieben aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg virulent. In den 1950er und 1960er Jahren nahmen Netzwerke der korsischen Mafia sogar Einfluss auf die nationale Politik Frankreichs.

In vielen Funktionen profitierten Korsen von der Ausdehnung des französischen Kolonialreiches, einerseits als Soldaten und Kolonialbeamte, andererseits indem sie in den Kolonien als Händler und Geschäftsleute auftraten. In Französisch-Nordafrika ließen sich viele Korsen dauerhaft nieder.

In Abwehr der Vereinnahmungsversuche des italienischen Faschismus, insbesondere Benito Mussolinis, der Korsika 1936 zum integralen Bestandteil Italiens erkl√§rte, definierten korsische Schriftsteller und Intellektuelle in den 1930er und 1940er Jahren das Korsische erstmals als eigenst√§ndige Sprache und nicht mehr, wie vorher √ľblich, als italienischen Dialekt. Ihre Identit√§t sollte korsisch, nicht italienisch sein. Zum Ausdruck kam diese Haltung am 30. November 1938 im ‚ÄěEid von Bastia‚Äú, mit dem der Politiker Jean-Louis Ferracci vor 20.000 Korsen die Zugeh√∂rigkeit Korsikas zu Frankreich beschwor und italienische Anspr√ľche zur√ľckwies.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Korsika am 11. November 1942 als Reaktion auf die Landung alliierter Truppen in Nordafrika von deutschen Truppen besetzt. Im April 1943 begannen Verbände des Freien Frankreichs, der Forces françaises libres (FFL), mit der Bewaffnung der Inselbevölkerung, die als Partisanen gegen die Besatzer kämpfen sollte. Am 8. September 1943 landeten Verbände unter dem Kommando von General Henri Giraud auf Korsika. Die korsischen Partisanen und die Soldaten der FFL befreiten bis zum 4. Oktober 1943 gemeinsam die Insel. Die Erinnerung an den korsischen Beitrag zur Résistance ist auf Korsika noch lebendig.

Von 1945 bis zur Jahrtausendwende

Nach 1945 konnte die wirtschaftlich r√ľckst√§ndige Insel in bescheidenem Ma√üe vom franz√∂sischen Wirtschaftswunder, den Trente Glorieuses, profitieren, das aber auch die Einwanderung von Festlandfranzosen verst√§rkte, w√§hrend noch mehr Korsen als fr√ľher als Arbeitsmigranten die Insel verlie√üen.

Das drohende Ende des franz√∂sischen Kolonialreichs f√ľhrte in den 1950er Jahren bei vielen Korsen zu wirtschaftlichen √Ąngsten, sodass dem Putsch von Algier gegen die Unabh√§ngigkeit Algeriens im Mai 1958 auf der Insel Sympathien entgegengebracht wurden. Am 24. Mai 1958 wurde Korsika von einem Fallschirmj√§gerbataillon im Rahmen der Op√©ration R√©surrection in Besitz genommen. Die Hoffnungen vieler Korsen richteten sich auf Charles de Gaulle, der sie jedoch entt√§uschte, indem er nach der Gr√ľndung der F√ľnften Franz√∂sischen Republik mit Unterst√ľtzung der Mehrheit der Franzosen der Beendigung des Algerienkrieges und der Unabh√§ngigkeit Algeriens (1962) zustimmte. Danach wurden etwa 16.000 Algerienfranzosen (Pieds-noirs) vor allem entlang der korsischen Ostk√ľste angesiedelt, sodass viele Korsen f√ľrchteten, zur Minderheit auf ihrer Insel zu werden. Zugleich wurde durch die restriktive Sprachenpolitik des franz√∂sischen Staates (Unterdr√ľckung aller Dialekte und Regionalsprachen) das Korsische aus dem √∂ffentlichen Leben der Insel weiter verdr√§ngt.

Die Bef√ľrchtungen um die eigene Identit√§t sowie um Wohlstand und Einfluss bewirkten einen Aufschwung des korsischen Nationalismus, der sich anfangs insbesondere gegen eine m√∂gliche Bevorzugung der Pieds-noirs richtete. Ab 1964, vermehrt ab 1968, kam es zu √úbergriffen auf Eigentum derselben. In den fr√ľhen 1970er Jahren gr√ľndeten sich mehrere Parteien als politischer Arm der Nationalbewegung. Eine davon, der Front r√©gionaliste corse, gab 1971 das Buch Main basse sur une √ģle heraus, in dem die √∂konomische Situation Korsikas mit der einer Kolonie verglichen und ein korsischer Sozialismus gefordert wurde. Initiativen zu Erhalt und Belebung der korsischen Sprache und Kultur entstanden im Rahmen der Bewegung des Riacquistu (‚ÄěWiederaneignung‚Äú) und f√∂rderten das Bewusstsein f√ľr die kulturelle Eigenst√§ndigkeit.

In der allgemeinen Wirtschaftskrise der 1970er Jahre (vgl. √Ėlkrise) radikalisierten sich einige korsische Nationalisten. Als Fanal galt die Besetzung des Weinguts eines Pied-noir nahe Al√©ria im Jahr 1975. Unter anderem forderten die Nationalisten die Wiederer√∂ffnung der korsischen Universit√§t, die im 18. Jahrhundert unter Pasquale Paoli (siehe oben) bestanden hatte; 1981 wurde das Anliegen verwirklicht. Hinzu kamen Dezentralisierungsma√ünahmen des franz√∂sischen Staates wie die Gr√ľndung der Collectivit√© r√©gionale mit Einrichtung eines Regionalparlaments (1982), doch lehnte die franz√∂sische Regierung Forderungen nach offizieller Zweisprachigkeit, Autonomie oder gar Unabh√§ngigkeit aus Sorge um die Einheit Frankreichs ab. Einige Unterst√ľtzer der korsischen Unabh√§ngigkeit, insbesondere der am 5. Mai 1976 gegr√ľndete Frontu di Liberazione Naziunalista Corsu (FLNC), versuchten mit Bombenanschl√§gen und Mord die Unabh√§ngigkeit zu erzwingen; siehe auch Korsikakonflikt.

Unterdessen nahm der Tourismus auf Korsika merklich zu. Die Insel wurde wegen ihrer unber√ľhrten Landschaft besonders bei Festlandfranzosen, Italienern und Deutschen ein beliebtes Reiseziel. Die touristische Erschlie√üung und die Errichtung von Zweitwohnsitzen von Franzosen und Ausl√§ndern stie√üen bei Teilen der Inselbev√∂lkerung auf Ablehnung. In den 1990er Jahren eskalierte die Gewalt, als sich bewaffnete Gruppierungen auch gegenseitig bek√§mpften und mafi√∂se Netzwerke Einfluss zu gewinnen suchten. Im Februar 1998 wurde der Pr√§fekt der Insel, Claude Erignac, in Ajaccio ermordet. Diese Bluttat schreckte die franz√∂sische √Ėffentlichkeit auf; es war der Eindruck entstanden, dass der franz√∂sische Staat die Kontrolle √ľber Korsika verloren habe.

Seit 2000

Im Jahr 2000 stimmte der franz√∂sische Ministerpr√§sident, Lionel Jospin, im Rahmen des ‚ÄěProzesses von Matignon‚Äú, der die Spannungen auf Korsika l√∂sen sollte, einer gr√∂√üeren Autonomie der Insel zu. Unterdessen bef√ľrchtete die gaullistische Opposition in der franz√∂sischen Nationalversammlung, andere Regionen (etwa die Bretagne, das Baskenland, das Elsass) k√∂nnten √§hnliche Anspr√ľche erheben und letztlich den Bestand der franz√∂sischen Republik gef√§hrden (vgl. Minderheiten in Frankreich). Die vorgeschlagene Autonomie Korsikas schloss einen gr√∂√üeren Schutz der korsischen Sprache als zentralem Identifikationsfaktor ein, trotzdem stimmten bei dem Referendum, das am 6. Juli 2003 auf der Mittelmeerinsel abgehalten wurde, knapp 51¬†% der Bev√∂lkerung dagegen. Obwohl der Ausgang der Befragung keinen bindenden Charakter hatte, stoppte die Regierung das Projekt. Das Scheitern wurde vor allem Jospin angelastet ‚Äď er habe durch Verhandlungen mit Vertretern der Unabh√§ngigkeitsbewegung deren Gewalt legitimiert und damit die Reform diskreditiert.

Die bewaffneten Gruppierungen sind heute weitgehend inaktiv. Allerdings haben sie in den letzten Jahren nach den R√ľckschl√§gen der 2000er Jahre wieder Zulauf erhalten, auch aus Entt√§uschung √ľber die Korruption korsischer Politiker. Bei den Regionalwahlen im November 2015 gewann ein B√ľndnis gem√§√üigter und radikaler korsischer Nationalisten, die sich f√ľr eine Autonomie bzw. die staatliche Unabh√§ngigkeit einsetzten, die Mehrheit im Regionalparlament, der Assembl√©e de Corse. Bei der Parlamentswahl in Frankreich 2017 gewannen korsische Nationalisten drei der vier Parlamentssitze, die Korsika in der franz√∂sischen Nationalversammlung repr√§sentieren.

Korsika litt lange unter einer Mafia-√§hnlichen organisierten Kriminalit√§t. Ein typisches Beispiel ist die sogenannte Bande der Petit Bar, benannt nach einer Gastst√§tte in Ajaccio ‚Äď eine informelle Gruppe von Kriminellen, Nationalisten, Gesch√§ftsleuten und Politikern, die ab den 2000er Jahren mit Erpressungen, Drogenhandel, Auftragsmorden und √§hnlichem viel Geld verdiente. Die polizeilichen Ermittlungen wurden durch politische Einflussnahme behindert. Erst als eine neue Spezialeinheit in Marseille die Ermittlungen √ľbernahm, konnte die Gruppe im Jahr 2020 zerschlagen werden.

2017 wurden S√ľdfrankreich und Korsika von verheerenden Waldbr√§nden heimgesucht.

Von April bis Mai 2018 litt die Insel unter einer M√ľllkrise. In den Vorjahren war das M√ľllaufkommen stark gewachsen, ohne dass geeignete administrative Ma√ünahmen zur Verarbeitung des Abfalls getroffen wurden. Mitte April drohten die zwei gr√∂√üten Deponien √ľberzuquellen. In den folgenden Wochen h√§ufte sich M√ľll auf den Stra√üen der Ortschaften und St√§dte der Insel. Eine vorl√§ufige Besserung ergab sich, als die beiden √ľberlasteten Deponien wieder √∂ffneten. Endg√ľltig gel√∂st wurde das Problem bislang nicht.

Nach dem gewaltsamen Tod des in Arles lebensl√§nglich inhaftierten korsischen Nationalisten Yvan Colonna, der nachweislich 1998 in die Ermordung des Pr√§fekten Erignac verwickelt war, kam es im Fr√ľhjahr 2022 zu Ausschreitungen auf der Insel. Anl√§sslich der Beerdigung Colonnas ordnete der korsische Regionalratspr√§sident Trauerbeflaggung an; der franz√∂sische Staatspr√§sident, Emmanuel Macron, r√ľgte dies.

Am 29. September 2023 hielt Staatspr√§sident Macron eine Rede vor dem korsischen Regionalparlament, in der er ein autonomie√§hnliches Statut f√ľr die Insel ank√ľndigt. Er nennt dies ‚Äěl'inscription de l'√ģle et de ses sp√©cificit√©s dans la Constitution‚Äú (‚Äědie Insel und ihre Spezifit√§ten in der franz√∂sische Verfassung einschreiben‚Äú) und spricht von einem ‚Äěarticle d√©di√©‚Äú, einem dieser Frage gewidmeten Verfassungszusatz. Die Erhebung des Korsischen zur zweiten Amtssprache Korsikas lehnte er in diesem Zuge ab. Auch die Anerkennung der Korsen als Nation kommt f√ľr ihn nicht infrage.

Sprachen

Französisch ist in fast allen Bereichen des Alltags die vorherrschende Sprache auf Korsika. Daneben sprechen etwa 60.000 bis 100.000 Einwohner Korsikas auch Korsisch. Der französische Staat erhebt die Sprecherzahlen der in Frankreich gesprochenen Sprachen statistisch nicht, da die Verfassung das Französische zur (alleinigen) Sprache der unteilbaren Republik bestimmt hat. Angaben zu Sprechern anderer Sprachen beruhen auf Schätzungen.

Die offizielle Bezeichnung der meisten St√§dte, Ortschaften, Berge und anderer geografischer Punkte Korsikas ist italienisch. Damit erf√ľllt der franz√∂sische Staat eine Bedingung f√ľr den Verkauf der Insel durch die Republik Genua an Frankreich im Jahr 1768. Meist werden die Namen franz√∂sisch ausgesprochen, doch anders als f√ľr viele Ortsnamen im Elsass wurde keine spezifisch franz√∂sische Schreibung festgelegt. Vielerorts existiert au√üerdem eine Bezeichnung in korsischer Sprache, die in der √∂ffentlichen Beschilderung als Zusatz zum offiziellen Namen verwendet werden kann.

Nachdem die Zahl der korsischsprachigen Muttersprachler seit dem 19. Jahrhundert geschrumpft ist, tr√§gt die im Rahmen der Regionalisierung des franz√∂sischen Staates seit den 1980er Jahren eingeleitete F√∂rderung des Korsischen im Bildungswesen erste Fr√ľchte: Im Schuljahr 2020/21 boten 62 Prozent der korsischen Grundschulen einen zweisprachigen franz√∂sisch-korsischen Zweig an, den 45¬†% der Sch√ľler besuchten. 98 Prozent aller Sch√ľler im ersten Jahr des anschlie√üenden Coll√®ge (Sekundarstufe I) w√§hlten Korsisch als Unterrichtsfach, davon 30 Prozent im zweisprachigen franz√∂sisch-korsischen Zweig; im zweiten Jahr lernten weiterhin 58 Prozent Korsisch. Im ersten Jahr des Lyc√©e (Sekundarstufe II) belegten noch 20 Prozent der Sch√ľler die Regionalsprache, im zweiten und dritten Jahr 15 Prozent. Als Herausforderung f√ľr die Sprachendidaktik wird die Tatsache betrachtet, dass im zweisprachigen Zweig Korsisch neben Franz√∂sisch als Unterrichtssprache dienen soll, obwohl viele Sch√ľler Korsisch nicht als Muttersprache beherrschen und es anfangs wie eine Fremdsprache erlernen m√ľssen. An der Universit√§t von Corti ist Korsisch obligatorisches Nebenfach in s√§mtlichen Studienrichtungen. Dem Korsischen f√∂rderlich kann in der k√ľnftigen Entwicklung auch die ausgepr√§gte regionale Identit√§t vieler Korsen sein, durch die sich Korsika von anderen Sprachregionen Frankreichs unterscheidet. Die UNESCO klassifiziert das Korsische daher nur als potentiell gef√§hrdet (‚Äěvulnerable‚Äú).

Religion

Das Christentum auf Korsika ist von der katholischen Kirche geprägt. Ihr gehören 92 Prozent der Korsen an. Das Bistum Ajaccio umfasst die gesamte Insel. Der Vereinigten Protestantischen Kirche Frankreichs gehören auf Korsika nur 230 Familien an.

Politik

Eine Bastion landesweit wirkender konservativer Kräfte

Korsika galt im 20. Jahrhundert als Bastion konservativer Parteien, insbesondere des Gaullismus. Als Gr√ľnde hierf√ľr werden die tiefe Verankerung der Bev√∂lkerung in einer l√§ndlich-traditionellen Lebensweise und Gesellschaftsstruktur sowie die starke Rolle der katholischen Kirche angef√ľhrt. Bei allen Pr√§sidentschaftswahlen zwischen 1965 und 2012 gewannen die konservativen Kandidaten auf Korsika die Mehrheit der Stimmen. Erstmals von 2010 bis 2015 wurde die Insel von einem Linksb√ľndnis regiert. Eine Ausnahme bildete zuvor u.¬†a. der Stadtrat von Bastia, das w√§hrend Jahrzehnten von B√ľrgermeistern der politischen Linken regiert wurde.

Seit den 1970er Jahren gewann der korsische Nationalismus in seinen verschiedenen Spielarten Einfluss. Die Nationalisten fordern die Eind√§mmung der Immobilienspekulation, Befreiung der Korsen von der Erbschaftssteuer, Mittel f√ľr die F√∂rderung der korsischen Sprache und eine st√§rkere Wirtschaftsf√∂rderung f√ľr die Insel. Einige Nationalisten erheben Forderungen bis hin zur Unabh√§ngigkeit der Insel von Frankreich.

Bei nationalen Wahlen erhielt zuletzt der Front National (jetzt Rassemblement National) Zulauf; bei der Pr√§sidentschaftswahl 2017 gewann in beiden korsischen D√©partements dessen Spitzenkandidatin, Marine Le Pen, die meisten Stimmen. Dies wird mit der ablehnenden Haltung der Korsen gegen√ľber der Einwanderung erkl√§rt; dagegen spielt die Partei, die sich strikt gegen regionale Selbstbestimmungsrechte und die Anerkennung von Regionalsprachen ausspricht, bei den korsischen Regionalwahlen kaum eine Rolle.

Politische Repräsentanz des korsischen Nationalismus (ab 2015)

Bei den Regionalwahlen 2015 wurde erstmals eine korsisch-nationalistische Gruppierung (P√© a Corsica) mit 35 Prozent st√§rkste Gruppierung in der Assembl√©e de Corse, dem Regionalparlament. Die Parteien Femu a Corsica (FaC, gem√§√üigte Autonomisten) und Corsica libera (CL, Separatisten) waren dazu ein Wahlb√ľndnis eingegangen. Der Rechtsanwalt und bisherige B√ľrgermeister von Bastia, Gilles Simeoni (FaC), f√ľhrt seit 2016 auch die Regionalregierung, den Conseil ex√©cutif. Der landesweit dominierende Kampf zwischen dem Front National (FN), dem Parti socialiste (PS) und Les R√©publicains (LR) spielte auf Korsika eine untergeordnete Rolle.

Regionalwahl 2017

Zusammensetzung des Regionalparlaments Assemblée de Corse nach der Regionalwahl von 2017:

Regierungsmehrheit

  • die Partei Femu a Corsica FaC (autonomistisch, gegr√ľndet 2017, Vorsitz Gilles Simeoni): 18 Sitze
  • die Partei Corsica libera CL (independentistisch, gegr√ľndet 2009, Vorsitz Jean-Guy Talamoni): 13 Sitze
  • die Partei Partitu di a nazione corsa/Parti de la nation corse PNC (autonomistisch, gegr√ľndet 2002, Vorsitz Jean-Christophe Angelini): 10 Sitze;

Opposition

  • Divers droite DVD (Dissidenten konservativer Parteien, darunter Laurent Marcangeli, ehemals Les R√©publicains, jetzt Comit√© central bonapartiste, zentralstaatlich-republikanisch): 10 Sitze
  • die Partei La R√©publique en marche LREM (liberale Regierungspartei auf gesamtstaatlicher Ebene): 6 Sitze
  • die Partei Les R√©publicains LR (konservative Oppositionspartei auf gesamtstaatlicher Ebene): 6 Sitze.

Regionalwahl 2021

Zusammensetzung des Regionalparlaments Assemblée de Corse seit der Regionalwahl von 2021:

Regierungsmehrheit

  • die Partei Femu a Corsica FaC (autonomistisch, Spitzenkandidat Jean Biancucci), Listenname F√† populu inseme: 32 Sitze;

Opposition

  • die Parteien Comit√© central bonapartiste CCB (zentralstaatlich-republikanisch), Les R√©publicains LR (konservative frankreichweit vertretene Oppositionspartei), Horizons (rechtsliberal, Unterst√ľtzer von La R√©publique en marche), vereint in der Liste Un soffiu novu/Un nouveau souffle pour la Corse, gef√ľhrt von Laurent Marcangeli (CCB): 17 Sitze
  • die Parteien Partitu di a nazione corsa PNC (independentistisch) und Corsica libera (autonomistisch), vereint in der Liste Avanzemu, gef√ľhrt von Jean-Christophe Angelini (PNC): 8 Sitze
  • die Partei Core in fronte in der gleichnamigen Liste (2018 von mehreren nationalistischen Gruppen gegr√ľndet, gem√§√üigt independentistisch, die korsische Unabh√§ngigkeit nach einem abgestuften Autonomieprozess anstrebend), gef√ľhrt von Paul-F√©lix Benedetti: 6 Sitze.

Das korsische Wappen

Das korsische Wappen zeigt einen Maurenkopf mit krausem schwarzem Haar und einem weißen Stirnband. Dieses Wappen ist zugleich ein Freiheitssymbol der Korsen, jedoch ist nicht sicher, wer dargestellt ist. Es gibt zahlreiche Legenden um die Entstehung und Bedeutung.

Einer Legende nach entf√ľhrte im 13. Jahrhundert ein maurischer Herrscher eine junge Korsin nach Spanien. Ihr korsischer Verlobter reiste hinterher, um sie zu befreien, woraufhin der Maure einen seiner tapfersten Getreuen gegen ihn in den Kampf schickte. Der Korse siegte und schlug dem Mauren den Kopf ab und hielt diesen als Zeichen des Triumphes in die H√∂he.

Ein weiterer Erkl√§rungsansatz nimmt Bezug auf Pascal Paoli: √Ąhnlich wie auf der Nachbarinsel Sardinien zeigte das Wappen urspr√ľnglich einen Maurenkopf mit verbundenen Augen. Paoli habe die Binde auf die Stirn verschoben und zudem den Ohrring, den der Mohr trug, entfernt, denn beides galt als Zeichen der Sklaverei, von der sich die Korsen durch seine Reformen befreit h√§tten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Eine nennenswerte Gro√üindustrie besteht auf Korsika nicht. Das produzierende Gewerbe beschr√§nkt sich im Wesentlichen auf landwirtschaftliche Produkte, Bau- und Dienstleistungen. Die meisten auf der Insel hergestellten Produkte wie die traditionellen heimischen Taschenmesser werden an Ort und Stelle an Touristen verkauft. Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der Europ√§ischen Union, ausgedr√ľckt in Kaufkraftstandards, erreichte Korsika im Jahr 2006 einen Index von 85,8 (EU-27: 100). Im Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenquote 7,8 Prozent. Eine korsische Besonderheit ist der hohe Anteil der nicht gezahlten Sozialabgaben: W√§hrend insgesamt in Frankreich der Anteil bei 3,8¬†% liegt, betr√§gt er auf Korsika 14,4¬†% (2020).

Tourismus

Korsika ist trotz des idealen Naturpotenzials touristisch wenig erschlossen. Von Teilen der korsischen Bev√∂lkerung wird bef√ľrchtet, dass Massentourismus die Eigenst√§ndigkeit der korsischen Kultur gef√§hrden w√ľrde. Nach korsischer Tradition sind die Str√§nde √ľberall allgemein zug√§nglich; es gibt kaum gr√∂√üere Hotelkomplexe in ausl√§ndischer Eigent√ľmerschaft. An der Ostk√ľste gibt es s√ľdlich von Phare d‚ÄôAlistro und s√ľdlich von Porto-Vecchio zahlreiche FKK-Urlaubsanlagen und -Str√§nde. 1995 waren 73 Prozent aller Touristen, die Korsika besuchten, Festlandfranzosen. 38 Prozent aller H√§user und Wohnungen auf Korsika werden als Zweitwohnung genutzt; dies ist im Vergleich zum franz√∂sischen Durchschnitt sehr viel.

Verkehr

Straßenverkehr

Die Stra√üen in Korsika sind, was ihre Breite und Qualit√§t betrifft, sehr unterschiedlich. Zwischen den gr√∂√üeren St√§dten gibt es gut ausgebaute Fernstra√üen, die als routes territoriales markiert sind. Ansonsten sind im felsigen Gebiet der Westk√ľste und im Gebirge teilweise enge Stra√üen in schlechtem Zustand vorhanden, die nur einspurig genutzt werden k√∂nnen. Zum Teil ist ein Befahren mit Wohnmobilen nicht m√∂glich. Etwas besser ist die Verkehrssituation an der flachen Ostk√ľste. Im Jahr 2016 lag der Motorisierungsgrad (Personenkraftwagen pro 1000 Einwohner) bei 558.

Eisenbahn

Das Schienennetz Korsikas ist ein nicht elektrifiziertes eingleisiges Meterspurnetz mit einer Streckenlänge von 231 km. Es umfasste ehemals drei, heute noch zwei Strecken:

  • Bahnstrecke Bastia‚ÄďAjaccio
  • Bahnstrecke Ponte-Leccia‚ÄďCalvi
  • Bahnstrecke Casamozza‚ÄďPorto-Vecchio (seit 1943/1953 ohne Verkehr)

Die Strecken geh√∂ren der Collectivit√© de Corse als Infrastrukturbetreiber. Einziges Eisenbahnverkehrsunternehmen auf der Insel sind die Chemins de fer de la Corse (CFC). Auf den beiden heute aktiven Strecken wird Personenverkehr angeboten, der G√ľterverkehr ist von untergeordneter Bedeutung. Streckenendpunkte sind Bastia an der Ostk√ľste, Ajaccio an der Westk√ľste und Calvi an der Nordk√ľste der Insel. Herausragende Bauwerke sind die Vecchio-Br√ľcke von Gustave Eiffel, ein Kulturdenkmal, und der knapp 4¬†km lange Vizzavona-Tunnel.

Luftverkehr

Korsika verf√ľgt √ľber Flugh√§fen in folgenden St√§dten:

  • A√©roport de Bastia-Poretta (IATA-Code BIA), 20¬†km von Bastia entfernt
  • A√©roport de Campo dell‚ÄôOro (IATA-Code AJA), 12¬†km von Ajaccio entfernt
  • A√©roport de Figari (IATA-Code FSC), 24¬†km von Porto-Vecchio entfernt
  • A√©roport de Sainte Catherine (IATA-Code CLY), 7¬†km von Calvi entfernt

Größere Fluggesellschaften, die Korsika anfliegen, sind Air France und Air Corsica sowie aus dem deutschsprachigen Raum Eurowings, TUIfly, Lufthansa, easyJet und Avanti Air.

Schiffsverkehr

Die F√§hrh√§fen Ajaccio, Porto-Vecchio, Propriano und Bonifacio bedienen S√ľd-Korsika, w√§hrend die in Bastia und L‚Äô√éle-Rousse vor allem Nord-Korsika mit dem europ√§ischen Festland verbinden.

Autofährverbindungen gibt es beispielsweise von Marseille, Nizza und Toulon in Frankreich sowie von Sardinien, Savona Vado, Livorno und Genua in Italien. Die wichtigsten Schifffahrtsgesellschaften sind Moby Lines und Corsica Ferries.

Rundfunk

In Ajaccio und Bastia sind starke Mittelwellen- und UKW-Sender zur Ausstrahlung von France Bleu RCFM (Radio Corse Frequenza Mora), dem lokalen Programm des staatlichen Rundfunksenders Radio France, installiert. Ein Teil der Programmbeiträge erfolgt in korsischer Sprache.

  • Ajaccio: 97,0¬†MHz (4¬†kW), 100,5¬†MHz (10¬†kW), 1404¬†kHz (20¬†kW)
  • Bastia: 101,7¬†MHz (10¬†kW), 1494¬†kHz (20¬†kW).

Auf weiteren Frenquenzen sendet Radio France die landesweit verbreiteten √ľberregionalen Programme, France Inter, France Culture, France Musique, France Info.

Von Cervione aus sendet die ADECEC (Association pour le D√©veloppement des Etudes Arch√©ologiques, Historiques, Linguistiques et Naturalistes du Centre-Est de la Corse ‚Äď ‚ÄěVereinigung f√ľr die Entwicklung der Arch√§ologischen, Historischen, Linguistischen und Natur-Studien des Zentral-√Ėstlichen Korsika‚Äú) mit dem Sender Voce Nustrale ein Programm ausschlie√ülich in korsischer Sprache auf UKW 105,1 und 95,1 MHz.

Dar√ľber hinaus gibt es weitere, zum Teil kommerzielle Lokalradios und landesweite Sender, die ihre Programme auf Korsika verbreiten oder vom Festland aus hier empfangbar sind.

Internet

Seit 2016 ist f√ľr Personen, Institutionen oder Firmen, die ihre Verbindung mit Korsika demonstrieren m√∂chten, die gesponserte Top-Level-Domain .corsica reserviert. Die TLD wird vom Collectivit√© Territoriale de Corse, der Korsischen Gebietsk√∂rperschaft, verwaltet.

Kulinarisches

Lebensmittel/K√ľche

Korsika besitzt eine sehr reichhaltige und meist deftige mediterrane K√ľche. Typisch sind die oft halbwilden Hausschweine, die frei im Wald oder in der Macchie laufen und sich von Kastanien, Eicheln und Bucheckern ern√§hren. Ihr Fleisch wird √ľber Kastanienholz ger√§uchert oder mit Kr√§utern in Wein geschmort. Korsische Fleischereispezialit√§ten sind:

  • Coppa ‚Äď ger√§ucherter Schweinenacken und -filet;
  • Figatellu ‚Äď ger√§ucherte, kr√§ftige Leberwurst mit Kr√§utern;
  • Lonzu ‚Äď ger√§uchertes Schweinefilet.

Nudelgerichte und Nudeln als Beilage zu Fleischgerichten sind verbreiteter als in den meisten anderen Provinzen Frankreichs. Es gibt zahlreiche Sorten Schafs- und Ziegenkäse, zum Beispiel Brocciu, ein Molkenkäse aus Schafs- oder Ziegenmilch.

Weinbau

Auf Korsika wird eine gro√üe Vielfalt an Weinen produziert: Rotwein, Ros√©, Wei√üwein, still und sch√§umend, trocken und s√ľ√ü. Das Relief sowie unterschiedliche B√∂den sind f√ľr diese Vielfalt verantwortlich. Reben werden bis in einer H√∂he von ca. 300¬†m kultiviert. Traditionell verwendet man die Rebsorten Cinsault, Carignan, Grenache, Ugni Blanc und Syrah. Inzwischen sind Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Viognier, Merlot sowie Pinot noir hinzugekommen. Regionale Bedeutung haben die Sorten Niellucciu, Sciaccarellu und Vermentinu.

Weine aus acht Weinbaugebieten d√ľrfen das Pr√§dikat Appellation d‚ÄôOrigine Contr√īl√©e (AOC) tragen. Diese Appellationen sind:

  • Ajaccio ‚Äď AOC Coteaux d‚ÄôAjaccio: Westk√ľste n√∂rdlich von Sart√®ne bis Ajaccio, Hauptrebsorten: Sciaccarellu, Grenache, Verentinu
  • Balagne ‚Äď AOC Calvi Balagne: zwischen Calvi und der D√©sert des Agriates, sandige Tonb√∂den, Hauptrebsorten: Syrah, Sciaccarellu, Vermentinu, Ugni Blanc
  • Cap Corse ‚Äď AOC Coteaux du Cap Corse: die schroffe Felshalbinsel n√∂rdlich von Bastia, Hauptrebsorten: Niellucciu, Grenache, Malvoisie, Vermentinu, Muscatellu
  • Cote orientale ‚Äď AOC Vin de Corse: die Ostk√ľste zwischen Bastia und Solenzara. Hauptrebsorten: Niellucciu und Vermentinu
  • Figari ‚Äď AOC Figari-Pianottoli: S√ľdspitze Korsikas, Hauptrebsorten: Carcajolo, Barbarossa, Sciaccarellu, Malvoisie de Corse
  • Patrimonio ‚Äď AOC Patrimonio: Gegend zwischen Cap Corse und der D√©sert des Agriates, schiefrige Sand- und Tonb√∂den, Hauptrebsorten: Nielluciu, Grenache, Vermentinu
  • Porto-Vecchio ‚Äď AOC Porto-Vecchio: Gegend um Porto-Vecchio, Granitb√∂den, Hauptrebsorten: Niellucciu, Sciaccarellu, Malvoisie de Corse
  • Sart√®ne ‚Äď AOC Sart√®ne: um Sart√®ne im S√ľdwesten von Korsika, ton- und kieselhaltige B√∂den, Hauptrebsorten: Niellucciu, Sciaccarellu, Barbarossa, Cinsault, Vermentinu

Weitere Getränke

  • Cap Corse (Kr√§uter-Aperitif Destillerie Matte√Į, Bastia)
  • Eau de vie und Whisky (P&M) der Destillerie Mavela, Al√©ria
  • Kastanien- und Myrtenbier (Pietra, Furiani)
  • Mineralwasser aus Orezza
  • Pastis Dami (Anisschnaps), Furiani

Musik

Paghjella ist der polyphone Männergesang der traditionellen korsischen Volksmusik. Dabei trägt die mittlere Stimme die Melodie, die zweite, tiefere bildet die Begleitung, die dritte und höchste singt die Koloratur. In dieser Tradition stehen unter anderem die Gruppen I Muvrini und A Filetta.

Sport

Rad-/Motorradfahren

Besonders beliebt ist Korsika bei Fahrrad- und Motorradfahrern, nicht zuletzt wegen der Kombination von Bergstraßen und Meerblick. Die Rennradfahrer schätzen an der Insel den Trainingseffekt der anspruchsvollen Passstraßen.

Wandern/Klettern

Der umfangreiche Fernwanderweg GR¬†20 mit zahlreichen Kletterpartien zieht viele Wanderer an. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts gewinnt das Klettern an Bedeutung. Die zahlreichen bizarren Felsformationen, die auch als ‚ÄěTafoni‚Äú bezeichnet werden, sind extrem griffig. Die bekanntesten Kletterzentren sind das Restonica-Tal und der Bavella-Pass.

Skisport

Trotz der s√ľdlichen Lage kann im Winter mancherorts ein Skibetrieb aufrechterhalten werden. Am Col de Vergio zwischen Porto und Calacuccia, unterhalb des Monte Renoso bei Ghisoni (Capannelle), sowie auf dem Plateau d‚ÄôEse nord√∂stlich von Bastelica gibt es drei kleinere Skigebiete mit jeweils drei bis sechs Schleppliften. Ein kleines Skigebiet befindet sich bei Haut-Asco n√∂rdlich des Monte Cinto. Skilanglauf kann man auf dem Plateau de Coscione zwischen Zicavu und Monte Incudine sowie oberhalb von √Čvisa betreiben.

Fußball

Vier korsische Fußballvereine spielen in der französischen Liga: Gazélec FC Ajaccio, AC Ajaccio, CA Bastia und SC Bastia.

Tour de France

2013 gastierte die Tour de France in ihrer 100. Ausgabe erstmals auf Korsika. Im Rahmen des sogenannten Grand Départ (große Abfahrt) begann sie mit drei Etappen auf der Mittelmeerinsel:

  • erste Etappe am 29. Juni √ľber 200 km von Porto-Vecchio nach Bastia
  • zweite Etappe am 30. Juni √ľber 155 km von Bastia nach Ajaccio
  • dritte Etappe am 1. Juli √ľber 145 km von Ajaccio nach Calvi

Segeln/Windsurfen

Die gesamte Insel ist aufgrund ihres Klimas und der vorherrschenden Winde nicht nur bei Franzosen ein beliebtes Segel- und Windsurfrevier. Es gibt zahlreiche gut ausger√ľstete H√§fen und Marinas als Ausgangspunkte f√ľr diese Sportarten.

Gesundheit

Seit 2011 ist das Auftreten von Schistosomiasis (Bilharziose) in Korsika gesichert nachgewiesen. Betroffen sind Personen, die Kontakt mit dem Wasser des Fl√ľsschens Cavo nahe dem Ort Sainte-Lucie-de-Porto-Vecchio n√∂rdlich von Porto-Vecchio im S√ľdosten von Korsika hatten. Es wurden F√§lle bei Einheimischen und Touristen diagnostiziert. Dieser Schistosomiasis-Ausbruch ist inzwischen auf Korsika erloschen (Stand 2017).

Persönlichkeiten

Literatur

  • Ferdinand Gregorovius: Corsica. 1854. Societ√§ts-Verlag, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-7973-0274-6.
  • Michel Delaugerre, Marc Cheylan: Atlas de Repartition des Batraciens et Reptiles de Corse. Parc Naturel Regional de Corse/Ecole Pratique des Hautes Etudes, o.¬†O. 1992, ISBN 2-905468-09-2.
  • Nicole Luzar, Volker Roth: Kletterf√ľhrer Korsika. Topoguide.de, Betzenstein 2008, ISBN 978-3-00-024237-3.
  • Hannes Mayer: Die W√§lder Korsikas. Wanderungen durch ein Waldparadies. 2., durchgesehene Auflage. Fischer, Stuttgart u.¬†a. 1990, ISBN 3-437-30624-3.
  • Monika Siegfried-Hagenow: Korsika ‚Äď Ein Reisebuch. VSA, Hamburg 1991, ISBN 3-87975-551-5.

Weblinks

  • Offizielle Webpr√§senz der Collectivit√© de Corse (korsisch)
  • Webpr√§senz der Pr√§fektur Korsika (franz√∂sisch)
  • Offizielle Webseite des franz√∂sischen Tourismusverbandes zu Korsika (mehrsprachig)
  • Offizielles Tourismusportal Korsikas (mehrsprachig)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia
 

Kommentar Meinungen und Kommentare


Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

Touren in diesem Gebirge Touren in diesem Gebirge


Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (1):
Frankreich Frankreich

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 43.03075300
südlichster Punkt: 41.31907562
westlichster Punkt: 8.517150878
östlichster Punkt: 9.610290527


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
11171 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
469 km
 
Korsika: Große Karte mit den Grenzen und Hütten, Gipfeln sowie Touren der Gebirgsgruppe
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