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Gebirge Karte: Thripti-Berge

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

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Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Thripti-Berge

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Kreta (neugriechisch ÎšÏÎźÏ„Î· Kriti (f. sg.)) ist die grĂ¶ĂŸte griechische Insel und mit rund 8261 Quadratkilometern FlĂ€che sowie 1066 Kilometern KĂŒstenlĂ€nge nach Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika die fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Insel im Mittelmeer. Kreta zĂ€hlt zur gleichnamigen griechischen Region Kreta.

Die Insel hat etwa 636.500 Einwohner (2020). GrĂ¶ĂŸte Stadt, Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum ist Iraklio mit etwa 174.000 Einwohnern.

Name

Der altgriechische Name ÎšÏÎźÏ„Î· Krētē ist noch erhalten geblieben, nur der Vokal [ɛː] lautet im Neugriechischen [i]. Kreta ist die eingedeutschte Schreibweise der lateinischen Namensform Creta. Die tĂŒrkische Namensform ist Girit. WĂ€hrend der Zeit als Kolonie der Republik Venedig wurde die Insel Candia genannt (zurĂŒckgehend auf arabisch Khandaq „Graben“); auch die Hauptstadt hieß damals Candia (heutiger Name Iraklio).

Die Etymologie ist unklar. In der Linearschrift B der mykenischen Kultur findet sich die Bezeichnung ke-re-si-jo, sie wird als *Krēsios ÎšÏÎźÏƒÎčÎżÏ‚ ‚Kreter‘ gedeutet und ist möglicherweise vorgriechischen Ursprungs. In Homers Ilias (so im Schiffskatalog, Buch 2, Vers 645) sind die Kreter als die griechischsprachigen Bewohner der Insel in der Form mit t belegt; die vorgriechische Bevölkerung nennt Homer Eteokreter (ጘτΔόÎșρητΔς ‚wahre Kreter‘).

Zur Herkunft des griechischen Namens ÎšÏÎźÏ„Î· gab es schon in der Antike unterschiedliche Auffassungen. Vier Versionen gehen auf weibliche Figuren namens Krete zurĂŒck: genannt werden eine Tochter Europas namens Krete; eine Geliebte des Ă€gyptischen Königs Ammon, die mit ihm auf die Insel Idaia geflohen sei und die daraufhin in Krete umbenannt wurde; eine Krete der Hesperiden und eine Tochter Deukalions desselben Namens. Weitere Deutungen fĂŒhren den Namen auf einen mythischen ersten König namens Kres zurĂŒck oder auf die Kureten als mythische erste Einwohner der Insel.

Geografie

Geografische Lage

Kreta liegt knapp 100 Kilometer sĂŒdlich des griechischen Festlands. Sie ist die grĂ¶ĂŸte griechische Insel und nach Zypern die zweitgrĂ¶ĂŸte des östlichen Mittelmeeres. Die Insel hat eine gestreckte Form, sie misst in Ost-West-Richtung 254 Kilometer bei einer grĂ¶ĂŸten Breite von 60,6 Kilometern. An ihrer schmalsten Stelle (bei Ierapetra) ist Kreta 12,1 Kilometer breit. Kreta liegt zwischen 34°55'31" und 35°41'32" nördlicher Breite und zwischen 23°31'21" und 26°18'50" östlicher LĂ€nge. Die Entfernung bis Afrika betrĂ€gt 294 Kilometer (Libyen), bis Asien 180 Kilometer (TĂŒrkei) und zum europĂ€ischen Festland Kap Maleas 96,6 Kilometer.

Die Insel bedeckt eine FlĂ€che von 8.261,183 Quadratkilometern, ihre KĂŒstenlinie ist 1066 Kilometer lang. Das Meer im Norden wird Kretisches Meer genannt (gr. Kritiko Pelagos ΚρητÎčÎșό Î Î­Î»Î±ÎłÎżÏ‚), das im SĂŒden Libysches Meer (gr. Livyko Pelagos ΛÎčÎČυÎșό Î Î­Î»Î±ÎłÎżÏ‚), Kretas Ostende erstreckt sich in das sogenannte Karpathische Meer.

Kreta ist sehr gebirgig und wird durch eine von West nach Ost reichende Gebirgskette bestimmt, die zumeist zur SĂŒdkĂŒste steiler und zum Norden flacher abfĂ€llt. Diese Kette ist ein ĂŒberseeischer Teil eines vom Peloponnes ĂŒber Kreta, Karpathos und Rhodos bis zum anatolischen Festland reichenden Gebirgsmassivs, das die SĂŒdĂ€gĂ€ische InselbrĂŒcke bildet. Die vier höchsten Erhebungen auf Kreta sind:

  • Das Ida-Gebirge mit dem Psiloritis als höchstem Berg der Insel (2456 Meter hoch),
  • die Weißen Berge oder Lefka Ori (2452 Meter hoch),
  • das Dikti-Gebirge (2148 Meter hoch) und
  • die bis zu 1476 Meter hohen Thripti-Berge im Osten der Insel.

Diesen Gebirgen verdankt Kreta die fruchtbaren Hochebenen Lasithi, Omalos und Nida, Höhlen wie die DiktĂ€ische Höhle und tiefe Schluchten wie die bekannte Samaria-Schlucht. Die Messara-Ebene im SĂŒden ist mit etwa 140 kmÂČ die grĂ¶ĂŸte Ebene der Insel. Sie wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Kreta bildet mit einigen kleineren bewohnten sowie unbewohnten Inseln eine Inselgruppe.

Geologie

Der steil aufsteigende Archipel von Kreta liegt auf der ÄgĂ€ischen Platte, unweit der tiefsten Stellen des gesamten Mittelmeers und stellt einen angehobenen Bereich des Forearcs der Subduktionszone dar. Die gesamte Region ist tektonisch stark aktiv. So verlĂ€uft hier der sogenannte Griechische Bogen oder die Hellenische Subduktionszone, ein knapp 1000 Kilometer langer tektonischer Graben, der sich zwischen der europĂ€ischen Platte in SĂŒdbewegung und der afrikanischen Platte in Nordbewegung befindet. Dadurch schiebt sich die afrikanische Platte unter die europĂ€ische Platte. Diese Subduktionszone wird als dominierender Bereich fĂŒr Erdbeben in der gesamten Kontinentalregion gesehen. Erdbeben können stĂ€ndig auftreten, richten aber in der Regel kaum nennenswerte SchĂ€den an. 70 bis 150 km nördlich hiervon schließt sich mit dem Kykladenbogen der magmatische aktive Bogen an.

Zwischen 4200 ± 90 BP und 3930 ± 90 BP lag der Meeresspiegel am bisher tiefsten bekannten Punkt (−6,55 ± 0,55 m). FĂŒr die Proto- oder Altpalastzeit (1900–1700 oder 1600 v. Chr.) und die Neupalastzeit der minoischen Kultur (1600–1450 v. Chr.) ließen sich zwei StĂ€nde feststellen, nĂ€mlich bei −3,95 ± 0,35 m und bei −2,70 ± 0,15 m. Ein weiterer Anstieg auf −1,25 ± 0,05 m fand zwischen 1450 und 400 v. Chr. statt. 1604 stieg der Meeresspiegel in kĂŒrzester Zeit um 0,70 m an. Seither stieg er um weitere 0,55 m an. Im 4. Jahrhundert wurde der westliche Teil der Insel um 9,15 ± 0,20 m gehoben, der östliche, der sich zudem nach SĂŒdosten neigte, um 2 m. Wahrscheinlich entstand mit dem schweren Beben des Jahres 365 der Graben von Spili, entlang dem die Insel auseinanderbrach. Um 1600 senkte sich der westliche Teil um 1,25 ± 0,05 m gleichzeitig mit der Absenkung des östlichen Teiles der Insel.

Historische, nachweisbare Erdbeben:

  • Zerstörung des Palasts von Phaistos ca. um 1900 v. Chr.
  • Zerstörung der ersten großen Palastanlage von Knossos um ca. 1700 v. Chr.
  • allem Anschein nach Erdbeben im Vorfeld des Vulkanausbruchs von Santorin (ca. 1500 v. Chr.; eher um ca. 1630 v. Chr.)
  • Zerstörung des neuen Palasts der Minoer ca. 1450 v. Chr.
  • großes Erdbeben sĂŒdlich von Kreta am 21. Juli 365 n. Chr., dabei unter anderem Zerstörung des Leuchtturms von Alexandria (Bericht von Ammianus Marcellinus)
  • Zerstörung der Festung von Kastro (Koules) um 1500 n. Chr.
  • mehrfache, sukzessive Zerstörung der Kirche Agios Titos aus dem 15. Jahrhundert (Beben ohne Datierung)
  • Zerstörung der mittlerweile zur Moschee umgebauten Kirche Agios Titos im Jahr 1856

Aktuelle Beispiele:

  • Magnitude 5,1 im Meer vor dem östlichen Inselteil
  • Magnitude 6,1 im Meer, 40 Kilometer nordwestlich vor der KĂŒste
  • Magnitude 5,0 im Meer in 97 Kilometer Tiefe und 105 Kilometer nördlich
  • Magnitude 4,5 im Meer sĂŒdlich Ierapetra
  • Magnitude 5,4 im Meer 175 Kilometer nordöstlich von Iraklio in 33 Kilometer Tiefe (am 7. Februar 2004)
  • Magnitude 5,3 zwischen Kreta und Peloponnes in 73 Kilometer Tiefe (am 4. November 2004)
  • Magnitude 6,7 im Meer in 66 Kilometer Tiefe rund 92 Kilometer nordwestlich der Insel
  • Magnitude 6,9 im Meer in rund 70 Kilometer Tiefe nordwestlich (am 8. Januar 2006)
  • Magnitude 4,5 im Meer ca. 90 Kilometer östlich von Kreta (lt. www.gfz-potsdam.de, am 31. MĂ€rz 2006)
  • Magnitude 6,5 im Meer westlich der Stadt Chania in 23 Kilometern Tiefe (am 12. Oktober 2013)
  • Magnitude 6,1 im Meer ca. 50 Kilometer östlich von Kreta in 20 Kilometern Tiefe (am 16. April 2015)
  • Magnitude 4,9; 11 Kilometer nordwestlich der Stadt Gazi auf Kreta in 75 Kilometern Tiefe (am 31. Juli 2019)
  • Magnitude 5,8 in 10,4 Kilometer Tiefe in Arkalochori (am 27. September 2021) mit mehreren Nachbeben, u. a. mit Magnitude 5,3 in 10,7 Kilometer Tiefe etwa vier Kilometer westlich von Arkalochori (am 28. September 2021)
  • Magnitude 6,3 in 9,0 Kilometer Tiefe, 32 Kilometer sĂŒdöstlich von Zakros im Meer (am 12. Oktober 2021)

Siehe auch: Erdbeben erschĂŒtterte Griechenland (8. Januar 2006)

Klima

Auf Kreta herrscht ein gleichmĂ€ĂŸiges Mittelmeerklima. Kreta ist mit seinen zirka 300 Tagen Sonnenschein pro Jahr zusammen mit Zypern die sonnigste Insel im Mittelmeerraum. Der Sommer ist heiß und trocken, wobei insbesondere an der SĂŒdkĂŒste sehr hohe Temperaturen gemessen werden. Der Winter ist regenreich und mild, die Hochlagen der GebirgszĂŒge sind schneereich. Kreta ist durch mehrere Klimazonen geprĂ€gt. Die Spanne reicht von trocken-heißen bis zu feucht-alpinen Zonen.

In den Gebirgsregionen können die Werte von den in der Tabelle angegebenen Durchschnittswerten erheblich abweichen. An der sĂŒdöstlichen KĂŒste ist es in den Sommermonaten um einige Grade wĂ€rmer.

Flora

Vegetation

Trotz jahrtausendelanger Besiedelung und sommerlicher Trockenheit ist die kretische Flora sehr artenreich, so gedeihen hier alleine etwa 170 endemische Pflanzenarten. Besonders im FrĂŒhling fĂ€llt die hohe Anzahl unterschiedlichster BlĂŒtenpflanzen ins Auge. Typisch fĂŒr die Insel ist das Vorkommen zahlreicher GewĂŒrz-KrĂ€uter wie Kopfiger Thymian, Griechischer Salbei, Thymbra-Bergminze, Oregano oder Diptam-Dost, deren Verbreitung bis in die Hochlagen der GebirgszĂŒge reicht.

Zum typischen Bewuchs der von Ziegen und Schafen beweideten FlÀchen siehe Phrygana und Macchie.

Die GebirgszĂŒge der Weißen Berge (Lefka Ori) und des Ida-Gebirges sind teilweise noch mit Kalabrischen Kiefern (Pinus brutia), RestbestĂ€nden von Zypressen (Cypressus sempervirens) und Kermes-Eichen bewaldet. Der Osten Kretas hingegen zĂ€hlt zu den kargsten und trockensten Regionen Europas. Dort wachsen neben wenigen kultivierten ÖlbĂ€umen nur noch die widerstandsfĂ€higen und austrocknungsresistenten kugelbuschartigen Pflanzen der Phrygana.

Weitere hĂ€ufig zu sehende BĂ€ume sind der Johannisbrotbaum und laubwerfende Platanen entlang von BachlĂ€ufen. Eine Besonderheit ist die Kretische Dattelpalme (Phoenix theophrasti), die an einigen Standorten der SĂŒdkĂŒste und im Ă€ußersten Osten am Palmenstrand von Vai vorkommt.

Neophyten

Auf Kreta gibt es eine große Zahl Neophyten – Pflanzenarten, die erst durch beabsichtigten oder unbeabsichtigten menschlichen Eingriff auf der Insel heimisch wurden. Einige dieser Arten sind landschaftsbildprĂ€gend geworden:

  • Im Winter und FrĂŒhling sind große Gebiete Kretas bedeckt von einem Teppich aus Nickendem Sauerklee (Oxalis pes-caprae). Zum ersten Mal wurde die kleeĂ€hnliche Pflanze 1883 auf der griechischen Insel gefunden, ursprĂŒnglich stammt sie aus SĂŒdafrika.
  • Die oft an FelshĂ€ngen und Mauern in MeeresnĂ€he zu sehende rot- oder gelbblĂŒhende Mittagsblume stammt ebenfalls aus SĂŒdafrika. Sie wurde zuerst als Bodenfestiger und Zierpflanze kultiviert.
  • Auch die ĂŒberall auf Kreta anzutreffenden Amerikanische Agave wurden zuerst als Zierpflanze eingefĂŒhrt. Die mittelamerikanische Pflanze fand hier fĂŒr sie ideale Klimabedingungen vor und wilderte aus.
  • Die ebenfalls aus Mittelamerika stammende Opuntia ficus-indica konnte sich ĂŒber das gesamte Mittelmeergebiet ausbreiten. Sie wurde als Zierpflanze und wegen ihrer genießbaren FrĂŒchte eingefĂŒhrt.

Auch die Rizinuspflanze, der Götterbaum und der BlaugrĂŒne Tabak waren ursprĂŒnglich nicht auf Kreta heimisch. Man schĂ€tzt, dass ungefĂ€hr ein Drittel aller Pflanzenarten der Insel erst seit der Erstbesiedelung durch den Menschen eingebĂŒrgert sind, darunter ca. 80 erst in jĂŒngerer Zeit.

Fauna

Die kretische Fauna ist verglichen mit seiner Pflanzenwelt relativ artenarm. Typische und hÀufige Vertreter der Mittelmeerfauna sind Grillen, Zikaden, Eidechsen und FledermÀuse. Augenscheinlich wird die Tierwelt dominiert von verschiedensten Rassen domestizierter Ziegen und Schafe, die vom Meer bis in die Hochgebirgsregionen weiden.

SĂ€ugetiere

PrÀhistorie

In PrĂ€historischen Zeiten bis hinein in die Jungsteinzeit gab es auf Kreta deutlich mehr Arten von endemischen GroßsĂ€ugern. Es wurden Knochen unter anderen vom Kreta-Zwergmammut, einer Flusspferdart und von verschiedenen Hirscharten gefunden. Auch die Reste eines sehr großen Insektenfressers sind unter den Fossilien. Es fehlen dagegen die Nachweise irgendeines großen RaubsĂ€ugers wie BĂ€ren, Großkatzen oder Hundeartige, so dass vermutlich der wichtigste Selektionsdruck fĂŒr die Pflanzenfresser die begrenzt vorhandene Nahrung war. Es gibt also GrĂŒnde anzunehmen, dass Kreta schon vor der Besiedelung durch Menschen mit ihren Haustieren Ă€hnlich stark beweidet wurde wie danach. Manche Autoren ziehen daraus den Schluss, dass die Genese der heutigen kretischen Landschaft nicht so stark vom Menschen beeinflusst ist, wie es meist angenommen wird. Die ehemals fast vollstĂ€ndig bewaldete Insel, von der Platon berichtet, und die angeblich spĂ€ter durch menschlichen Raubbau zu einer „ruinierten Landschaft“ verkam, hat es nach dieser Theorie in historischer Zeit nie gegeben (siehe Literaturhinweis: Rackham and Moody).

Gegenwart

Die sehr seltene endemische Kretische Wildziege (auch Agrimi oder Kri-Kri genannt) kommt nur noch an einem natĂŒrlichen Standort in den weißen Bergen (Lefka Ori) vor. Bereits seit 1928 wird versucht, einen Teil der BestĂ€nde auf unbewohnte Felseninseln umzusiedeln (z. B. nach Dia, gelegen direkt vor Iraklio). Vermutlich sind die Agrimi keine ursprĂŒnglich auf Kreta heimische Art, sondern Nachkommen von zu Zeiten frĂŒhester menschlicher Besiedelung ausgewilderten Tieren.

HĂ€ufig vorkommende SĂ€ugetiere auf Kreta sind die Kreta-Stachelmaus, die Etrusker-Spitzmaus und zwölf verschiedene Fledermaus-Arten. Durch Pestizid-Einsatz bedroht ist der Weißbrustigel, durch ĂŒbermĂ€ĂŸige Bejagung selten geworden der kretische Feldhase. Als wildlebende LandsĂ€uger sind noch der Steinmarder, das Mauswiesel, der SiebenschlĂ€fer und der kretische Dachs vertreten.

Im Jahre 1996 wurde ĂŒberraschenderweise noch ein Exemplar der kretischen Wildkatze gefangen, die bis dahin als ausgestorben galt. Ebenfalls stark in ihrer Existenz bedroht ist die Mittelmeer-Mönchsrobbe, von der letzte Exemplare u. a. noch bei den Paximadia-Inseln und an den KĂŒsten SĂŒdostkretas leben sollen.

Vögel

Neben den auf Kreta heimischen Vogelarten dient die Insel vielen Zugvögeln als Zwischenquartier auf ihrem Weg von Afrika nach Nordeuropa. Manche Arten orientieren sich in ihrer Flugroute am Verlauf bestimmter Schluchten auf Kreta.

Greifvögel

In abgeschiedenen Bergregionen und Schluchten der Lefka Ori brĂŒten noch wenige Paare des heute sehr seltenen Bartgeiers, der frĂŒher wegen seines schlechten Image als LĂ€mmer-Reißer (daher auch fĂ€lschlich „LĂ€mmergeier“ genannt) gnadenlos gejagt wurde. So selten wie die Vögel sind auch die von ihnen angelegten „Knochenschmieden“ geworden. Noch wesentlich hĂ€ufiger als die Bartgeier sind die ebenso großen GĂ€nsegeier anzutreffen, die man hĂ€ufig ĂŒber BerghĂ€nge oder Schluchten kreisend beobachten kann. Sie ernĂ€hren sich hauptsĂ€chlich von an SteilhĂ€ngen abgestĂŒrzten Schafen und Ziegen. Auf Kreta lebt fast die HĂ€lfte der fĂŒr ganz Griechenland geschĂ€tzten Population dieser Geierart. Eine andere nur noch selten auf Kreta anzutreffende Greifvogelart ist der Fischadler, vor allem an der SĂŒdkĂŒste um Lendas. Sehr verbreitet dagegen sind MĂ€usebussarde und Turmfalken, ebenfalls selten die Eleonorenfalken, Wanderfalken, Steinadler und Habichtsadler. Von den NachtjĂ€gern ist vor allem die Zwergohreule verbreitet.

Reptilien und Amphibien

Neben verschiedenen Eidechsenarten und ungiftigen Schlangen (Leopardnatter, WĂŒrfelnatter, Balkan-Zornnatter) gibt es auch eine giftige Schlangenart auf Kreta. Es ist die EuropĂ€ische Katzennatter (Telescopus fallax), allerdings ist sie fĂŒr Menschen ungefĂ€hrlich, da ihre GiftzĂ€hne so tief im Rachen liegen, dass sie nur gegen ihre Jagdbeute eingesetzt werden können. Die beiden hĂ€ufigsten Eidechsenarten sind die Riesen-Smaragdeidechse und die viel kleinere Kykladen-Mauereidechse. Daneben gibt es einige Gecko-Arten (z. B. den Mauergecko), den Walzenskink und das erst in den 1930er Jahren entdeckte europĂ€ische ChamĂ€leon. Landschildkröten gibt es auf Kreta nicht, aber einige der auch im Sommer Wasser fĂŒhrenden BĂ€che werden von der Kaspischen Bachschildkröte (Mauremys rivulata) bevölkert. Als marine Art muss die stark bedrohte Karettschildkröte erwĂ€hnt werden, welche einige kretische StrĂ€nde (u. a. Matala, Komos) zur Eiablage nutzt.

Als Vertreter der Amphibien sind der Laubfrosch, der Seefrosch und die Wechselkröte in Gegenden mit stehenden oder fließenden GewĂ€ssern zu finden.

GliederfĂŒĂŸer und Weichtiere

Einzig der Stamm der GliederfĂŒĂŸer, vor allem Insekten, Spinnentiere und HundertfĂŒĂŸer ist artenreich vertreten. Auch Skorpione (z. B. Euscorpius carpathicus, Mesobuthus gibbosus, Iurus dufoureius) sind relativ hĂ€ufig zu finden, sowohl in MeeresnĂ€he als auch im Landesinneren. Grillen und Zikaden sind so hĂ€ufig, dass an manchen Orten ihr abendliches Zirpen eine Unterhaltung im Freien unmöglich machen kann.

In manchen ganzjĂ€hrig fließenden Quellen oder BĂ€chen leben noch SĂŒĂŸwasserkrebse, die bei ihren Wanderungen von GewĂ€sser zu GewĂ€sser auch im Trockenen gefunden werden können.

Besonders im FrĂŒhjahr ist die große Anzahl von GehĂ€useschnecken auffĂ€llig, deren essbare Arten passend zur vorösterlichen Fastenzeit die Speisekarte der Einwohner bereichern.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl Kretas betrÀgt etwas mehr als 636.504 (Stand 2020).

Siedlungsstruktur

Weit ĂŒber die HĂ€lfte der Kreter wohnt in den schnell wachsenden stĂ€dtischen BallungsrĂ€umen von Iraklio, Chania, Rethymno, Agios Nikolaos und Ierapetra. Der Rest lebt in KleinstĂ€dten mit unter 10.000 Einwohnern, in Dörfern oder auf Einzelhöfen.

Sprache

Wie in ganz Griechenland ist auf Kreta Neugriechisch die offizielle Sprache, die von Einheimischen allerdings in der Variante des kretischen Dialektes gesprochen wird, in lĂ€ndlichen Gebieten auch noch von der jĂŒngsten Generation. Noch gibt es Ă€ltere Menschen, die nur den Dialekt sprechen, wohingegen die meisten nach den 1950er Jahren geborenen auch Standardgriechisch sprechen können.

Da die neugriechische Sprache nicht so stark in verschiedene Dialekte gespalten ist wie zum Beispiel die englische, deutsche oder italienische, stellt dies in Griechenland eine Besonderheit dar, die von Festlandsgriechen gerne auch karikierend aufgegriffen wird, oft mit Bezug auf die Schrulligkeit, RĂŒckstĂ€ndigkeit oder Sturheit der Kreter. Manche lokalen kretischen Radiosender wie zum Beispiel „Erotokritos“ strahlen ihr Programm fast komplett auf Kretisch aus, in der Wiedergabe von ErzĂ€hlungen oder in GedichtbĂ€nden und LiederbĂŒchern bemĂŒht man sich, auch die Schreibweise soweit möglich dem Dialekt anzupassen.

Auch AuslĂ€ndern ohne Griechischkenntnisse fĂ€llt der Dialekt durch den Austausch des „k“ vor „i“ oder „e“ durch ein italienisch klingendes „tsch“ leicht auf. Örtlich ist auch der Tausch des griechischen „L“-Lautes durch einen dem englischen „r“ Ă€hnlichen Laut auffallend (oli (ÏŒÎ»ÎżÎč, „alle“) → ouri). Im hĂ€ufigen weiblichen Personalpronomen tis („ihr“) und Wörtern mit Ă€hnlicher Silbenstruktur tritt ein Lautwechsel zu tsi auf, was vor allem mit der vorangestellten PrĂ€position se („in, nach, zu“) zur schwierigen Konsonantenverbindung stsi fĂŒhrt. Daneben enthĂ€lt das Kretische auch viele Wörter, die im Hochgriechischen gar nicht auftauchen (z. B. epa statt edo fĂŒr „hier“). Stellenweise weicht der kretische Dialekt auch grammatisch vom Standardgriechischen ab, so wird wesentlich hĂ€ufiger das Augment in unbetonter Stellung beim Verb in den Vergangenheitstempora bewahrt (epĂ­gena statt pĂ­gena).

Schrieb noch der englische Forscher Thomas Abel Brimage Spratt in seinem Buch Travels and Researches in Crete 1865 davon, dass vor allem die weibliche Bevölkerung nur Kretisch, aber nicht Griechisch sprach, hat das GeschlechterverhÀltnis sich heute umgekehrt: Fast jede Àltere Frau spricht aktiv Standardgriechisch, doch viele Àltere MÀnner beherrschen es nur passiv.

Der kretische Dialekt ist stĂ€rker als das Standard-Neugriechische durch die archaische dorische Variante des Griechischen geprĂ€gt. Seine stĂ€rkste AusprĂ€gung erfĂ€hrt der Dialekt in der Sfakia, der ehemals abgeschiedenen Landschaft der Weißen Berge (Lefka Ori). Auch fĂŒr griechische Muttersprachler ist der kretische Dialekt oft schwer bis gar nicht verstĂ€ndlich. Im Internet sind diverse griechische Webseiten mit Kretisch-Griechischen Wörterlisten zu finden, auch die oben erwĂ€hnte Reisebeschreibung von Spratt enthĂ€lt im Anhang ein ausfĂŒhrliches Wörterbuch, welches den Sprachstand um die Mitte des 19. Jahrhunderts wiedergibt.

Illegaler Waffenbesitz

Der Waffenbesitz hat auf Kreta eine lange Tradition. Nach SchĂ€tzungen der griechischen Polizei gibt es in Griechenland 1,5 Millionen nicht angemeldete Schusswaffen, davon mehr als die HĂ€lfte auf Kreta. Sie stammen ĂŒberwiegend aus der Zeit der deutschen Besatzung. Die Sitte des Schießens in die Luft bei Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten ist nach wie vor sehr verbreitet. Diese FreudenschĂŒsse und UnfĂ€lle mit Schusswaffen fordern auf Kreta Jahr fĂŒr Jahr mehrere Todesopfer. Nachdem im Sommer 2004 ein NeunjĂ€hriger wĂ€hrend einer Hochzeit versehentlich getroffen und schwer verletzt worden war, wurde eine Anti-Waffen-Bewegung ins Leben gerufen, die auch von prominenten Kretern wie Mikis Theodorakis unterstĂŒtzt wurde. Weiterhin wird jedoch hĂ€ufig von Schießereien und Waffenfunden berichtet.

Geschichte

Kreta war nachweislich etwa ab 6000 v. Chr. durchgĂ€ngig besiedelt, die Ă€ltesten Spuren menschlicher Bewohner reichen jedoch mindestens 130.000 Jahre zurĂŒck, wie archĂ€ologische Funde an neun StĂ€tten im SĂŒden der Insel belegen.

Ab dem dritten vorchristlichen Jahrtausend entstand auf der Insel mit der Minoischen Kultur die erste Hochkultur auf europĂ€ischem Boden. Etwa um 1450 v. Chr. ĂŒbernahm mit den Mykenern eine erste griechischsprachige Bevölkerung die PalĂ€ste ihrer VorgĂ€nger. Durch den Zuzug weiterer griechischer StĂ€mme, die in den folgenden Jahrhunderten auf Kreta siedelten, wurde die Sprache der Minoer allmĂ€hlich verdrĂ€ngt.

In klassischer Zeit lag Kreta am Rand des griechischen Kulturraums, es galt als „Insel der 100 Poleis“, war also in zahlreiche kleine Stadtstaaten zergliedert. Der in Stein gehauene Gesetzestext der damals mĂ€chtigen Polis Gortyn ist der einzige vollstĂ€ndig erhaltene Codex dieser Art der griechischen Antike. Zur Zeit des Hellenismus gewann Kreta wieder an strategischer Bedeutung. Die ab 67 v. Chr. herrschenden Römer verwalteten Kreta in der Provinz Creta et Cyrene von Gortyn aus zusammen mit der heute libyschen KĂŒste der Kyrenaika.

Die von 395 bis 1204 wĂ€hrende byzantinische Epoche wurde zwischen 824 und 961 von der Eroberung Kretas durch Muslime unterbrochen, die das Emirat von Kreta grĂŒndeten. Die Insel fiel jedoch im 10. Jahrhundert an die Byzantiner zurĂŒck. Nach dem Vierten Kreuzzug und der Eroberung Konstantinopels fiel Kreta an die Republik Venedig, die die Insel als Regno di Candia von Iraklio aus verwaltete.

1645 bis 1648 eroberten die TĂŒrken fast die gesamte Insel und verleibten sie als Girit (osmanisch ÚŻŰ±ÙŠŰŻ) dem Osmanischen Reich ein, nur Candia hielt einer Belagerung bis 1669 stand. Zahlreiche AufstĂ€nde der Bevölkerung im 19. Jahrhundert gegen die osmanische Oberhoheit wurden blutig niedergeschlagen. Von 1830 bis 1840 stand Kreta formal unter der Verwaltung des Walis von Ägypten Muhammad Ali Pascha. 1898 erzwang die Intervention Frankreichs, Russlands und des Vereinigten Königreichs eine fast vollstĂ€ndige Autonomie Kretas unter der Oberhoheit der Hohen Pforte. Durch den Vertrag von London von 1913 wurde Kreta schließlich Teil des griechischen Staates, im Vertrag von Lausanne 1923 wurde ein umfassender Bevölkerungsaustausch vereinbart. Rund 50.000 TĂŒrken mussten die Insel verlassen, viele Griechen aus Kleinasien siedelten auf Kreta.

Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde die an strategisch wichtiger Position gelegene Insel Kreta im Mai 1941 in der Luftlandeschlacht um Kreta von der deutschen Wehrmacht erobert und bis 1945 besetzt gehalten. Verschiedene Widerstandsbewegungen kĂ€mpften, unterstĂŒtzt von britischen Agenten, gegen die deutsche Besatzungsherrschaft. Die Wehrmacht verĂŒbte in zahlreichen kretischen Orten Massaker und Geiselerschießungen. Der Partisanenkrieg der politisch unterschiedlich positionierten Widerstandsbewegungen gegen die deutsche Besatzung ging ab 1946 fast nahtlos in den Griechischen BĂŒrgerkrieg ĂŒber.

Politik

Kreta bildet zusammen mit den kleineren umliegenden Inseln eine der 13 Regionen (Ez. perifĂ©ria πΔρÎčφέρΔÎčα) Griechenlands. Die Region gliedert sich in vier Regionalbezirke, die den Gebieten der PrĂ€fekturen bis 2010 entsprechen.

Siehe: Kreta (griechische Region)

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Musik

Auf Kreta gibt es eine eigene Richtung der griechischen Volksmusik. Vorherrschende Instrumente sind die Lyra (eine Art Kniegeige), verschiedene Arten des Bouzouki und das Laouto (eine Form der Laute).

Vertreter sind unter anderen Mikis Theodorakis, Psarandonis, sein Bruder Nikos Xylouris, Yannis Markopoulos und Ross Daly.

Malerei

Auf Kreta finden sich die Àltesten erhaltenen Pflanzenabbildungen aus dem 16. bis 14. Jahrhundert v. Chr. So als Teil einer Freskomalerei (Krokuswiese im minoischen Palast), einer Plastik (Mohnkapseln im Kopfschmuck der Mohngöttin von Gazi) und eines Keramikdekors (Schnabelkanne mit Schilfdekor aus Phaistos im Florastil).

El Greco (* 1541 in Iraklio auf Kreta; † 1614 in Toledo; eigentlich DomĂ­nikos TheotokĂłpoulos) war ein Maler griechischer Herkunft und Hauptmeister des spanischen Manierismus und der ausklingenden Renaissance. Er war auch als Bildhauer und Architekt tĂ€tig. Seine kĂŒnstlerische Arbeit begann auf Kreta mit der Ausbildung zum Ikonenmaler in der byzantinischen Tradition.

Literatur

Mantinades

Mantinades (gr. Mandinades ΜαΜτÎčÎœÎŹÎŽÎ”Ï‚, Plural zu Mandinada) sind eine weit verbreitete traditionelle Lied- und Vortragsform auf Kreta. Die kretischen Mantinades sind byzantinische FĂŒnfzehnsilber im lokal vorherrschenden Dialekt und werden von wechselnden SĂ€ngern als Sprechgesang vorgetragen. Die Reimpaare enden meistens mit End- oder Kreuzreimformen oder werden benutzt, um auf einen zuvor vorgetragenen Reim zu antworten. Neben einer großen Anzahl feststehender und bekannter Strophen werden von den SĂ€ngern abgewandelte oder ganz improvisierte Strophen eingeschoben, was im Wechselspiel der verschiedenen Vortragenden zu einer Art Wettbewerb werden kann. Die Menge an notierten Reimen ist groß, die Themen Liebe, Hoffnung, Trauer, Exil, Krieg und Blutrache bilden dabei meistens die Schwerpunkte. Die traditionellen Mantinades werden zum grĂ¶ĂŸten Teil von dem kretischen Instrument, der Lyra begleitet.

Die UrsprĂŒnge der kretischen Mantinades liegen im 15. Jahrhundert, als Kreta von Venedig besetzt war. Die kretische Kultur war damals von europĂ€ischen Dichtern und Denkern stark beeinflusst. Der griechische Dichter Vitsentzos Kornaros und sein Werk Erotokritos waren maßgeblich an der Entstehung der Mantinades beteiligt. Aber auch schon in der Antike waren Reime und Lyrik Bestandteil der kretischen Kultur. So verkĂŒndete der kretische Philosoph und Seher Epimenides seine Prophezeiungen stets in gereimten Versen, genauso wie Iophon von Knossos, der seine seherischen FĂ€higkeiten im Orakel von Amphiaraos mit Hilfe von Reimen zum Ausdruck brachte. In Kreta wurde der Reim zuerst von StĂ©phanos SachlĂ­kis im 14. Jahrhundert verwendet.

Mantinades werden nicht ausschließlich auf Kreta vorgetragen. Auf den griechischen Inseln Kasos und Karpathos gibt es Ă€hnliche Reimlieder, die auch Mantinades genannt werden. Auf verschiedenen der ionischen und Ă€gĂ€ischen Inseln findet man Ă€hnliche Formen des musikalischen Vortrags. Auch auf Zypern existieren sie unter dem Namen Tsatista. Da in frĂŒheren Jahrhunderten die wenigsten Mantinades schriftlich notiert wurden, wurde im kretischen Dorf Korfes ein Haus der Mantinades eröffnet, in dem alle Bestandteile dieser Musikkultur besichtigt werden können.

Auf der Grundlage von volkstĂŒmlichen Liedern und ErzĂ€hlungen schuf Vitsentzos Kornaros um 1610 den aus 10.000 gereimten FĂŒnfzehnsilbern aufgebauten Liebesroman Erotokritos von hoher poetischer QualitĂ€t.

Theater

Im spÀten 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sich auf Kreta eine reiche und populÀre Theaterkultur, wobei die Stoffe aus Italien entlehnt wurden. Hauptvertreter ist Georgios Chortatsis.

Historische StÀtten

Zu den historischen StÀtten Kretas zÀhlen:

  • Agia Photia (minoischer Landsitz)
  • Agia Triada (Sommerpalast von Phaistos)
  • Aptera (bedeutender Stadtstaat in der Antike)
  • Amnissos (minoischer Hafen)
  • Anemospilia (minoischer Tempel, Ort eines Menschenopfers)
  • Archanes (minoisches GebĂ€ude, vermutlich Palast)
  • Armeni (spĂ€tminoischer Friedhof)
  • Chalasmenos (spĂ€tminoische Siedlung)
  • Chamaizi (altpalastzeitliches Haus)
  • Eleutherna (römische Stadt)
  • Fourni (auch Phourni; Nekropole bei Archanes)
  • Fournou Koryfi (frĂŒhminoische Siedlung)
  • Gortyn (spĂ€t. römische Stadtsiedlung)
  • Gournia (spĂ€tminoische Stadt)
  • Iraklio (archĂ€ologisches Museum)
  • Itanos (minoisch/dorische Hafenstadt)
  • Karphi (spĂ€t- bis subminoische Siedlung)
  • Katalymata (ehemalige Höhensiedlung bei Pachia Ammos)
  • Kato Zakros (minoischer Palast)
  • Kloster Arkadi
  • Kloster Preveli
  • Kloster Moni Gonias in Kolymvari
  • Kloster Toplou
  • Knossos (minoischer Palast)
  • Lasaia (römische Siedlung)
  • Lappa (antiker Stadtstaat, heute Argiroupolis)
  • Lato (dorische Siedlung)
  • Lisos (hellenistisch-römische Stadt, bedeutendes Asklepios Heiligtum)
  • Palast von Malia (minoischer Palast)
  • Matala (jungsteinzeitliche Wohnhöhlen)
  • Palekastro (minoische Stadt)
  • Panagia Kera in Kritsa (griechisch-orthodoxe Kirche aus dem 13. Jahrhundert)
  • Petras (minoischer Palast)
  • Phaistos (minoischer Palast)
  • Phalasarna (hellenistisch-römische Hafenstadt)
  • Phoinix (Hafenstadt und Bischofssitz)
  • Pyrgos (minoische Siedlung)
  • Rhizenia (archaische Stadt)
  • Spinalonga, unbewohnte kleine Insel (ehemals venezianische Festung, spĂ€ter eine der letzten Leprakolonien Europas)
  • Sybrita (spĂ€tminoische StadtgrĂŒndung)
  • Tylissos (minoischer Landsitz)
  • Vassiliki (minoische Siedlung)
  • Vathypetro (minoischer Landsitz)
  • Vrokastro (spĂ€tminoisch-geometrische Siedlung)
  • Frangokastello (venezianisches Kastell)

Im Zusammenhang mit der Luftlandeschlacht um Kreta im Zweiten Weltkrieg steht der Deutsche Soldatenfriedhof Maleme.

NaturschauplÀtze

GewÀsser:

  • Kournas-See
  • Votomos-See

Hochebenen von:

  • Anopolis
  • Askifou
  • Gious Kambos
  • Lasithi
  • Niato und Tavri
  • Nida
  • Omalos (Lefka Ori)
  • Omalos (Orosira Dikti)

StrÀnde und Buchten:

  • Bucht von Agio Farango
  • Bali
  • Balos
  • Elafonisi
  • Frangokastello
  • Kokkini Ammos
  • Matala
  • Komos
  • Palmenstrand von Preveli
  • Palmenstrand von Vai
  • Triopetra

Schluchten:

  • Aradena-Schlucht
  • Imbros-Schlucht
  • Irini-Schlucht
  • Kalikratis-Schlucht
  • Kotsifou-Schlucht
  • Kourtaliotiko-Schlucht
  • Myli-Schlucht (Tal der WassermĂŒhlen sĂŒdöstlich von Rethymno)
  • Perivolakia-Schlucht (im SĂŒdosten Kretas, beim Kloster Moni Kapsa)
  • Rouvas-Schlucht
  • Samaria-Schlucht
  • Schlucht der Toten bei Kato Zakros
  • Schlucht von Cha in MonastirĂĄki bei IerĂĄpetra

Wirtschaft und Infrastruktur

Hauptwirtschaftszweig ist der Fremdenverkehr. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrĂŒckt in Kaufkraftstandards erreicht Kreta einen Index von 81,5 (EU-25: 100) (2003).

Landwirtschaft

Landwirtschaftlich wird die Insel vor allem fĂŒr Wein-, Oliven- und Obstanbau genutzt. Ein großer Teil des kretischen Weinbaus dient der Produktion von Rosinen. Die wenigen Ebenen Kretas im SĂŒdosten, die Lasithi-Hochebene sowie die Messara-Ebene sind von zahlreichen Treibhauskulturen geprĂ€gt, in denen GemĂŒse und Salate sowohl fĂŒr den Eigenbedarf als auch fĂŒr den Export angebaut werden.

Die Insel gehört zu den grĂ¶ĂŸten Olivenölexporteuren der EuropĂ€ischen Union, Ende der 1990er Jahre wuchsen auf 44 Prozent der landwirtschaftlich genutzten FlĂ€che rund 16 Millionen ÖlbĂ€ume. Bei Kavousi in Nordostkreta steht einer der Ă€ltesten OlivenbĂ€ume der Welt. Aus seinen Ästen wurden die Olivenzweige geschnitten, die wĂ€hrend der Olympischen Spiele 2004 in Athen den Sportlern aufgesetzt wurden.

Verkehr

Kreta verfĂŒgt ĂŒber drei FlughĂ€fen in den StĂ€dten Iraklio (Heraklion), Chania und Sitia.

FĂ€hrverbindungen gibt es nach PirĂ€us (Athen), ganzjĂ€hrig auch nach Thessaloniki, Santorin, Karpathos, Rhodos oder zur Saison auch von Kissamos nach Gythio auf dem Peloponnes. Schiffe verkehren an der SĂŒdkĂŒste von Chora Sfakion nach Agia Roumeli am Ausgang der Samaria-Schlucht. In der Touristensaison (ca. April bis Oktober) gibt es fast tĂ€gliche Verbindungen auf die sĂŒdlichste Insel Europas, die kleine bewohnte Insel Gavdos.

Eine Eisenbahnlinie gibt es auf Kreta nicht. Wichtigstes öffentliches Verkehrsmittel ist der Busverkehr der Genossenschaft KTEL.

Die Schnellstraße 90 (Europastraße 75) wird etappenweise zur Autobahn 90 ausgebaut. Fertiggestellt sind bisher die Umgehungen von Chania, Rethymno und Iraklio. Nebenstraßen, die noch in aktuellen ReisefĂŒhrern als Schotterpisten beschrieben werden, sind asphaltiert, so zum Beispiel die Ost-West-Verbindung durch die Asfendou-Ebene von Asi Gonia bis Imbros. Der bis dahin benachteiligte SĂŒden Kretas profitierte von dem Ausbau.

Bildung

Kreta besitzt zwei UniversitÀten: die UniversitÀt Kreta und die Technische UniversitÀt Kreta sowie einige Hochschulen. Zu den Hochschulen gehören: das staatliche Technological Educational Institute of Crete (TEI CRETE) sowie das private MBS College of Crete.

Persönlichkeiten

  • Georgios Nikolaou Chatzidakis (1848–1941), Sprachwissenschaftler, NeogrĂ€zist und FreiheitskĂ€mpfer
  • Daskalogiannis (~ 1725–1771), FreiheitskĂ€mpfer
  • Odysseas Elytis (1911–1996), LiteraturnobelpreistrĂ€ger
  • Epimenides, altgriechischer Logiker
  • El Greco (1541–1614), eigentlich Domenikos Theotokopoulos, Maler
  • Ioannis Ikonomou (* 1964 oder 1965), Übersetzer
  • Nikos Kazantzakis (1883–1957), Schriftsteller
  • Vitsentzos Kornaros (ΒÎčÏ„ÏƒÎ­ÎœÏ„Î¶ÎżÏ‚ ÎšÎżÏÎœÎŹÏÎżÏ‚) (1553–1613 oder 1614), Schriftsteller
  • Frangiskos Leondaritis (ÎŠÏÎ±ÎłÎșÎŻÏƒÎșÎżÏ‚ Î›Î”ÎżÎœÏ„Î±ÏÎŻÏ„Î·Ï‚, genannt Il Greco, ~1518–1572), Komponist
  • Konstantinos Mitsotakis (1918–2017), Politiker, Premierminister Griechenlands von 1990 bis 1993
  • Kostas Mountakis (1926–1991), Musiker
  • Pantelis Prevelakis, Schriftsteller
  • Cevat ƞakir (1886–1973), tĂŒrkischer Schriftsteller
  • Notis Sfakianakis (* 1959), Musiker
  • Mikis Theodorakis (1925–2021), WiderstandskĂ€mpfer und Musiker, grĂŒndete sein erstes Orchester in Chania
  • Elefterios Venizelos (1864–1936), Politiker
  • Nikos Xylouris (1936–1980), Musiker
  • Lily Zografou (1922–1998), Journalistin und Schriftstellerin

Siehe auch

  • Diskos von Phaistos
  • Ephyra-Schale
  • Linearschrift A
  • Minos und Minotauros
  • Liste kretischer Inseln

Literatur

Geschichte

  • Theocharis E. Detorakis: Geschichte von Kreta. Heraklion 1997, ISBN 960-90199-4-3. Umfangreiche historische Darstellung bis zum Ende der kretischen Autonomie. Ein kleines Schlusskapitel reicht bis zur deutschen Besatzung.
  • J. Lesley Fitton: The Minoans. British Museum Press, London 2002, ISBN 978-0-7141-2140-6 (Peoples of the past). Deutsch: Die Minoer. Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1862-5. Themen: Alltag, Landwirtschaft, Architektur, Religion, Wirtschaft und Gesellschaft Kretas im Zeitraum ca. 3000–1200 v. Chr.

Zur deutschen Besatzungszeit 1941–1945

  • Ulrich Kadelbach: Schatten ohne Mann. 2. Auflage. Balistier, MĂ€hringen 2002, ISBN 3-9806168-5-1, (Sedones 5).
  • Karina Raeck: Î‘ÎœÏ„ÎŹÏÏ„Î·Ï‚. ÎœÎœÎ·ÎŒÎ”ÎŻÎż ÎłÎčα τηΜ ΕÎčÏÎźÎœÎ·. Andartis. Monument fĂŒr den Frieden. 2. korrigierte Auflage. ΒÎčÎČλÎčοΔÎșÎŽÎżÏ„ÎčÎșÎź, Athen 2005, ISBN 3-9804575-2-4 (griechisch und deutsch).
  • Marlen von Xylander: Die deutsche Besatzungsherrschaft auf Kreta 1941–1945. Rombach, Freiburg 1989, 153 S., ISBN 3-7930-0192-X

Historische Reiseberichte

  • Franz Wilhelm Sieber: Reise nach der Insel Kreta im griechischen Archipelagus im Jahre 1817. 2 BĂ€nde. Friedrich Fleischer, Leipzig und Sorau 1823 (Digitalisat von Bd. 2).
  • Robert Pashley: Travels in Crete. 2 BĂ€nde. Murray, London 1837 (einer der wenigen Reiseberichte aus osmanischer Zeit).
  • Thomas Abel Brimage Spratt: Travels and Researches in Crete. 2 BĂ€nde. J. van Voorst, London 1865. (Digitalisat von Bd. 1 und Bd. 2).

ReisefĂŒhrer

  • Eberhard Fohrer: Kreta. 19. Auflage. Michael MĂŒller, Erlangen 2012, ISBN 978-3-89953-692-8
  • Dagmar Lange, Monika WĂ€chter: ReisefĂŒhrer Natur Kreta. BLV, MĂŒnchen 1999, ISBN 3-405-15524-X.
  • Ulrich Kull, Stergos Diamantoglou: Kreta. Sammlung Geologischer FĂŒhrer Bd. 107. Verlag Gebr. Borntraeger Stuttgart, 2012. ISBN 978-3-443-15095-2

Weblinks

  • Linkkatalog zum Thema Kreta bei curlie.org (ehemals DMOZ)
  • Das minoische Kreta
  • Zur Flora: Kretas grĂŒne Geschichte(n)
  • ReisefĂŒhrer Kreta
  • Geologischer Aufbau Kretas (Kurzabriss) (PDF-Datei 297,46 kB)

Einzelnachweise

 

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Griechenland Griechenland

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nördlichster Punkt: 35.338654
südlichster Punkt: 34.979377
westlichster Punkt: 25.76705900
östlichster Punkt: 26.360321


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
1373 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
147 km
 
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