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Gebirge Karte: Thanon Thong Chai

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

Zugehörigkeit: Asien » Thanon Thong Chai
 

Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Thanon Thong Chai

Informationen zur Lage und Bezeichnung:
Höchster Gebirgszug im Nordwesten von Thailand.

ausführliche Beschreibung:
เทือกเขาถนนธงชัย (Thai),
Wikipedia: Englisch * Thai,
Karte nordthailändischer Gebirgszüge.

Nordthailand (Thai: àž àžČàž„àč€àž«àž™àž·àž­, Aussprache: [pÊ°ĂąËk nÉŻÌŒa]) ist eine der Regionen in Thailand, die zu geographischen und statistischen Zwecken definiert wurden, die aber keine politische Bedeutung haben. Nordthailand ist auch ein eigener Kulturraum.

Die Nordregion im engeren Sinne, nach dem Sechs-Regionen-Modell des Nationalen Geographischen Ausschusses, umfasst die neun Provinzen (Changwat) des ThailÀndischen Hochlands. Nach dem Vier-Regionen-System, wie es in bestimmten statistischen und verwaltungstechnischen ZusammenhÀngen verwendet wird, beinhaltet ein erweitertes Nordthailand insgesamt 17 Provinzen. Kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Region ist Chiang Mai.

Geographie

Der Norden Thailands ist durch mehrere Gebirgssysteme geprĂ€gt: das Daen Lao Gebirge im nördlichen, das Thanon Thong Chai Gebirge im westlichen und das Phi Pan Nam-Gebirge sowie die Luang Prabang-Bergkette im östlichen Teil. Der höchste Berg Thailands Doi Inthanon befindet sich ebenfalls in der Region. Aufgrund der grĂ¶ĂŸeren Höhe sind die Temperaturen meist deutlich niedriger als in Zentralthailand, auf den Bergen kann es im Winter sogar zu Nachtfrösten kommen. Die wichtigsten FlĂŒsse sind Mae Nam Yom, Mae Nam Ping, Mae Nam Wang und Mae Nam Nan.

Geschichte

Die Geschichte des eigentlichen Nordthailands ist im Wesentlichen die des Königreichs Lan Na. Es wurde im 13. Jahrhundert gegrĂŒndet und erlebte seine BlĂŒtezeit im 15. Jahrhundert. In den spĂ€teren Jahrhunderten war die Region hĂ€ufiger Kriegsschauplatz zwischen dem siamesischen und dem birmanischen Reich, manche der StĂ€dte wurden dabei komplett entvölkert. Erst nach dem Fall Ayutthayas und dem Wiederaufstieg Siams unter König Taksin wurde Lan Na ab 1774 dauerhaft als Vasall des Königs in Bangkok zu Tribut verpflichtet.

Unter dem Eindruck der Kolonisierung weiter Teile SĂŒdostasiens wurde das heutige Nordthailand in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts immer stĂ€rker an Bangkok gebunden. Mit den Reformen von Prinz Damrong Rajanubhab wurde es 1899 zunĂ€chst als Monthon Phayap und spĂ€ter dann als mehrere Provinzen in den thailĂ€ndischen Zentralstaat integriert. Auch im 21. Jahrhundert gibt es aber noch messbare politische Unterschiede zwischen dieser Region sowie Zentral- und SĂŒdthailand: Der in Chiang Mai geborene ehemalige MinisterprĂ€sident Thaksin Shinawatra und seine Parteien haben hier traditionell die höchsten UnterstĂŒtzungsraten. Im Referendum wurde die unter der Ägide des MilitĂ€rs ausgearbeitete Verfassung von 2007 in den ehemals zu Lan Na gehörigen Provinzen mehrheitlich abgelehnt.

Eine andere Geschichte haben die nĂ€her an Zentralthailand gelegenen Provinzen des nördlichen Chao-Phraya-Beckens – der „untere Norden“. Hier lag im 13. bis 15. Jahrhunderts das Zentrum des Königreichs Sukhothai. Ab 1438 wurden sie in das zentralthailĂ€ndische Königreich Ayutthaya integriert, behielten aber im Rahmen des feudalistischen Mandala-Modells eine gewisse Autonomie. Versuche des nördlich gelegenen Lan Na, seinen Einfluss auf dieses Gebiet auszudehnen, scheiterten. Infolgedessen ist die Kultur und Sprache hier stĂ€rker von der Zentralthailands geprĂ€gt.

Bevölkerung, Sprache und Kultur

Die zur Gruppe der Tai-Völker gehörende Mehrheitsbevölkerung (80 %) Nordthailands wurde in der Vergangenheit als eigene Ethnie der (Tai) Yuan oder sogar als westliche Lao betrachtet, nicht aber als eigentliche Siamesen (alte Bezeichnung fĂŒr Thai). Sie bezeichneten sich selbst als Khon MĂŒang („Menschen unseres MĂŒang“) und hatten ihre eigene Sprache, die nach dem nordthailĂ€ndischen Königreich Lanna-Sprache genannt wird – die Tai Yuan selbst bezeichnen sie als Kam MĂŒang („Sprache unseres MĂŒang“). Diese wurde mit dem Lanna-Alphabet, auch Dhamma-Schrift genannt, geschrieben. Ab 1939 sollte ganz Thailand im Rahmen der nationalistischen Politik des MinisterprĂ€sidenten Phibunsongkhram geeint und in ethnischer und kultureller Hinsicht vereinheitlicht werden (Thaiisierung). Von ethnischen und regionalen Unterschieden durfte nicht mehr gesprochen werden. Alle ThailĂ€nder (mit Ausnahme der als Minderheiten anerkannten Bergvölker) mussten als Thai (also nicht mehr Lao oder Yuan) bezeichnet werden. Auch in Nordthailand wurde die Verwendung des zentralthailĂ€ndischen Dialekts forciert. Die Lanna-Schrift durfte nicht mehr verwendet werden.

Heute sprechen noch 6 Millionen Menschen in Nordthailand Kam MĂŒang als Muttersprache. Fast alle können aber auch Standard-ThailĂ€ndisch, das in Schulen gelehrt, in Zeitungen geschrieben und im Rundfunk gesprochen wird. Seit den 1990er-Jahren gibt es im Raum Chiang Mai wieder ethnisch-regionalistische Bestrebungen. Das Ă€ußerte sich besonders wĂ€hrend der 700-Jahr-Feier Chiang Mais 1996, bei der einige NordthailĂ€nder mit Stolz auf die viel Ă€ltere Geschichte ihrer „Hauptstadt“ gegenĂŒber dem relativ jungen Bangkok sahen. Zu besonderen AnlĂ€ssen kleiden sich manche NordthailĂ€nderinnen, insbesondere der Mittel- und Oberschicht, bewusst im traditionellen Stil der Völker des Nordens. Gelegentlich werden Schilder mit Beschriftungen in Lanna-Schrift aufgestellt, um einen gewissen regionalen Charakter zu betonen. Regionale Traditionen werden auch kommerziell und touristisch verwertet.

Als anerkannte ethnische Minderheiten leben in Nordthailand verschiedene ethnische Gruppen, die als „Bergvölker“ zusammengefasst werden. Die wichtigsten darunter sind Karen, Lisu, Akha, Lahu, Mien (Yao) und Hmong. Die meisten von ihnen sind ab dem 19. Jahrhundert aus SĂŒdchina und Birma eingewandert. Etwa eine Million Menschen gehören diesen Völkern mit eigenen kulturellen Traditionen, Sprachen und Glaubensrichtungen an.

Verwaltungsstruktur

Die Regionen Thailands sind keine Gebietskörperschaften, sondern sind lediglich zu geographischen, statistischen oder bestimmten administrativen Zwecken definiert. Nach dem Sechs-Regionen-Modell werden der Nordregion neun Provinzen, nach dem Vier-Regionen-System 17 Provinzen zugeordnet.

Die Tabelle links beinhaltet die Provinzen Nordthailands im engeren Sinne. Rechts sind die Provinzen, die zur weiteren Definition Nordthailands zÀhlen, geographisch und kulturell aber zu Zentralthailand, beziehungsweise die Provinz Tak zu Westthailand.

Literatur

  • The North. In: Volker Grabowsky (Hrsg.): Regions and National Integration in Thailand, 1892–1992. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1995, ISBN 3-447-03608-7, S. 13–104. Mit BeitrĂ€gen von Hans Penth, Harald Uhlig, Harald Hundius, M.R. Rujaya Abhakorn und David Wyatt, Thanet Charoenmuang sowie Ronald Mischung.

Weblinks

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia
 

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Synonyme / Sprachen:
Thongchai Range (engl.), Thai > Beschreibung


Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (1):
Thailand Thailand

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 19.52691
südlichster Punkt: 18.189564
westlichster Punkt: 98.26249099
östlichster Punkt: 99.00226599


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
7354 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
422 km
 
Thanon Thong Chai: Große Karte mit den Grenzen und Hütten, Gipfeln sowie Touren der Gebirgsgruppe
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