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Gebirge Karte: Seckauer Tauern

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

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Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Seckauer Tauern

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Die Seckauer Tauern (auch Seckauer Alpen) sind eine Gebirgsgruppe der zentralen Ostalpen. Das Gebirge befindet sich im österreichischen Bundesland Steiermark.

Umgrenzung, benachbarte Gebirgsgruppen und Gliederung

Die Seckauer Tauern sind der östlichste Teil der Niederen Tauern. Namensgeber ist die Marktgemeinde Seckau, die 5 km nördlich von Knittelfeld liegt und durch ihre Benediktinerabtei und als alter Bischofssitz (heute Graz-Seckau) bekannt ist.

Die Gebirgsgruppe wird signifikant durch die T√§ler von Liesing und Palten im Norden und Osten bis St. Michael in Obersteiermark, und die Mur ab dem Judenburger Becken (Aichfeld) im S√ľden begrenzt. Die Grenze zu den Rottenmanner und W√∂lzer Tauern ist im Allgemeinen das P√∂lstal.

Meist wird die Abgrenzung nach Nordwesten am Triebener Tauern genannten Pass gesehen (Hohentauern ist der Name des Ortes; √§lterer Passname auch Rottenmanner Tauern), und entlang des Triebenbach bis zum Ort Trieben. In der wissenschaftlicheren Literatur grenzt man auch geradliniger nicht entlang der Stra√üe¬†(B114) am Tauernbach, sondern in der Passmulde zum westlichen Nebental, dem Sunk beim Ort Bergbau. Danach f√§llt der Triebenstein¬†(1810¬†m¬†√ľ.¬†A.) bei Hohentauern in die Seckauer Alpen. Orographischer Verbindungssattel (Wasserscheide Enns‚ÄďMur) ist jedenfalls die Schulterer¬†H√∂he (ca.¬†1225¬†m¬†√ľ.¬†A.) zwischen dem Ort Hohentauern und St.¬†Johann am Tauern.

Im engeren Sinne ist die S√ľdgrenze der Ingeringbach bei Seckau, die s√ľdlich davon liegenden Berge hei√üen Gaaler H√∂henzug (Wildinger¬†H√∂he¬†1731¬†m¬†√ľ.¬†A.). Daher ist auch ein allgemeinerer Name Seckauer Alpen zu finden.

Zu den Seckauer Tauern/Alpen in einem weiteren Sinne werden dann auch die Rottenmanner Tauern nordwestlich gerechnet (Seckauer-Rottenmanner Tauern, Seckauer-B√∂sensteingruppe), die geologisch den Seckauer Tauern sehr √§hneln, sich mit diesen aber von den restlichen Niederen Tauern grundlegend unterscheiden. In anderen Konzepten galten auch umgekehrt die Seckauer als Untergruppe der ‚Äď noch weiter gesehenen ‚Äď Rottenmanner Tauern. In diesem weiteren Sinne mit B√∂sensteinmassiv (Rottenmanner Tauern in engsten Sinne) ist meist die Linie Pusterwaldbach bei M√∂derbrugg ‚Äď Bretsteinbach ‚Äď Authalbach ‚Äď Reiterecksattel¬†(1854¬†m¬†√ľ.¬†A.; R√∂merweg) oder aber die oberste P√∂lsen westlich aufw√§rts ‚Äď Perwurzpolster (Pass¬†1814¬†m¬†√ľ.¬†A.) jeweils hin√ľber zum Strechenbach bis Strechau im untersten Paltental die Umgrenzung. Bei ersterer Variante geh√∂rt der Bruderkogel¬†(2299¬†m¬†√ľ.¬†A.) zu den Seckauer Alpen.

Der nordwestliche Teil des Gebirges wird auch als Triebener Tauern bezeichnet, √ľber diesen Teil f√ľhrt der Triebener Tauernpass. Dieser Gebirgsname findet sich sowohl nur √∂stlich des Passes wie auch rund um den Pass f√ľr das ganze Bergland s√ľdlich von Trieben, also im Sinne der Seckauer Tauern (ohne Gaaler H√∂henzug) mit B√∂senstein ‚Äď Tauern ist von alters her ein Passname, der nur sekund√§r die um den Pass liegenden Berge bezeichnet. Diese Bezeichnung bleibt aber meist unspezifisch.

Die Seckauer Tauern grenzen (mit der Grenze im Pölstal) nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE, Gruppe 45d) an folgende Gebirgsgruppen der Alpen:

  • im Norden und Osten: Ennstaler Alpen¬†(16, Teil der N√∂rdlichen Ostalpen)
  • im S√ľden: Lavanttaler Alpen¬†(46b)
  • im Westen: Rottenmanner und W√∂lzer Tauern¬†(45b)
Eingeordnet sind sie bei den Zentralen Ostalpen.

Nach der amtlich verwendeten Landschaftsgliederung der Steiermark (dort NT.3) grenzen sie (mit der Abgrenzung im Sunk und am Perwurzpolster) an:

  • im Norden: Eisenerzer Alpen¬†(N.4, Teil der Nordalpen ‚Äď mit Reitingstock¬†N.4a ab Mautern)
  • im Nordosten ab dem Taleingang zum Trofaiacher Becken bei Pfaffendorf: M√ľrztaler Alpen¬†(N.9, Teil der Nordalpen)
  • im Osten bis Knittelfeld: Gleinalpe¬†(R.4, Teil des Steirischen Randgebirges)
  • im S√ľdosten: Stubalpe¬†(R.3, Teil des Steirischen Randgebirges)
  • im S√ľden: Seetaler Alpen¬†(Z.3, Teil der Zentralalpen)
  • im S√ľdwesten: Murberge¬†(Z.1, Teil der Zentralalpen)
  • im Westen: W√∂lzer Tauern¬†(NT.2)
  • im Nordwesten: Rottenmanner Tauern¬†(NT.2a ‚Äď hier eine Untergruppe der W√∂lzer Tauern)
Sie gehören nach dieser Gliederung zum Landschaftsraum Niedere Tauern (NT) der Zentralalpen. Der Gaaler Höhenzug (NT.3a) ist eine Unterregion. Dabei werden in dieser Gliederung die Talräume und Becken (Paltental T.4, Liesingtal T.6, Oberes Murtal T.7, Judenburg-Knittelfelder Becken B.3, Seckauer Becken B.3a, Pölstal T.5) eigenständig betrachtet.

In der in Hydrographie und H√∂hlenkunde √ľblichen Gebirgsgruppengliederung nach Trimmel¬†(dort Nr.¬†2640) grenzen sie (mit B√∂sensteinmassiv bis Geierkogel) an:

  • im Norden und Osten: Eisenerzer Alpen¬†(1720, Teil der Obersteirischen Kalk- und Schieferalpen¬†1700, N√∂rdliche Kalkalpen)
  • im S√ľdosten an Stub- und Gleinalpe¬†(2780)
  • im S√ľden an Kor- und Packalpe¬†(2770)
  • im Osten: W√∂lzer Tauern¬†(2630)
Die Untergliederung erfolgt in die Gruppen des Gaalereck¬†(2641; Gamskogel‚ÄďPletzen, ab Kettent√∂rl), Seckauer¬†Zinken¬†(2642), Saukogel¬†(2643; Geierhaupt‚ÄďHochreichart; ab Brandst√§ttert√∂rl) und B√∂senstein¬†(2644)

Gipfel

Die höchsten Gipfel sind das Geierhaupt (2417 m), der Hochreichhart (2416 m), der markante Seckauer Zinken (2398 m) sowie der Gamskogel (2386 m).

Der Himmelkogel (sic!) (2017 m) liegt auf oder nächst der Bezirksgrenze Liezen/Murtal und trägt ein Gipfelkreuz aus rostendem Stahl. In seine 4 Arme sind mit Laser die Worte "du bist nicht allein" in Schreibschrift eingeschnitten.

Touristische Erschließung

Bergh√ľtten

In den Seckauer Tauern gibt es folgende H√ľtten des √ĖAV und des √ĖTK:

  • Sonnleitnerh√ľtte: H√∂he 1215¬†m, nicht bewirtschaftet, f√ľr Selbstversorger, 27 Matratzenlager. Talort ist Gaal, Gehzeit von Gaal 1,5 Stunden, Autostra√üe bis zur H√ľtte.
  • Triebentalh√ľtte: H√∂he 1104¬†m, nicht bewirtschaftet, f√ľr Selbstversorger, 18 Matratzenlager, Winterraum mit AV-Schloss. Talort ist Trieben.
  • Hochreichart-Schutzhaus: H√∂he 1483¬†m.

Fern-/Weitwanderwege

Die Via Alpina, ein grenz√ľberschreitender Weitwanderweg mit f√ľnf Teilwegen durch die ganzen Alpen, quert auch die Seckauer Tauern.

Der violette Weg der Via Alpina verläuft mit zwei Etappen durch die Seckauer Tauern:

  • Etappe A22 von Knittelfeld √ľber Seckau nach Ingering¬†II,
  • Etappe A23 von Ingering¬†II √ľber das Kettent√∂rl nach Trieben.

Von den √∂sterreichischen Weitwanderwegen verlaufen der Zentralalpenweg und der Eisenwurzenweg durch den westlichen Teil der Seckauer Tauern. Der 2006 angelegte Pilgerweg von St.¬†Lambrecht nach Mariazell f√ľhrt √ľber die Route Lorettokapelle - Gaal - Seckau ebenfalls durch dieses Gebiet.

Bedeutung

Als ganzj√§hrige Bergsport-Destination haben die Seckauer Tauern in erster Linie regionale Bedeutung. Nur wenige Gipfel, wie Hochreichart und Seckauer Zinken, locken als Wander- und Schitourenziele auch √ľberregionales Publikum an.

Literatur

  • Karl Metz: Der geologische Bau der Seckauer und Rottenmanner Tauern. In: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. Bd. 119, 2. H√§lfte, Wien 1976, S. 151‚Äď205 (online (PDF) auf ZOBODAT).
  • W. Senarclens-Grancy: Das Werden der Berge und T√§ler rings um die Triebentalh√ľtte in der Erdneuzeit. In: Jubil√§umsheft zur 50-Jahr-Feier der Triebentalh√ľtte. Mitteilungen der Akademischen Sektion Graz des √Ėsterreichischen Alpenvereins. 25 (Okt.1978), S. 31‚Äď37.

Weblinks

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia
 

Kommentar Meinungen und Kommentare


Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

Touren in diesem Gebirge Touren in diesem Gebirge

Bücher und Karten Bücher und Karten

AVE (Alpenvereinseinteilung der Ostalpen): 45d

Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (1):
√Ėsterreich √Ėsterreich

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 47.49319671
südlichster Punkt: 47.18096251
westlichster Punkt: 14.46247100
östlichster Punkt: 15.01161575


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
856 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
124 km
 
Seckauer Tauern: Große Karte mit den Grenzen und Hütten, Gipfeln sowie Touren der Gebirgsgruppe
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