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Gebirge Karte: Bregenzerwaldgebirge

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

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Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Bregenzerwaldgebirge

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Das Bregenzerwaldgebirge ist eine Gebirgsgruppe der Ostalpen.

Das Gebirge ist von der Region Bregenzerwald zu unterscheiden. Der Bregenzerwald umfasst auch Teile der AllgĂ€uer Alpen und des Lechquellengebirges, wĂ€hrend das Bregenzerwaldgebirge in die Regionen des Vorarlberger Rheintals, des Walgaus und des Großen Walsertals ausgreift.

Einordnung

Der Name „Bregenzerwaldgebirge“ bezeichnet in der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) und in der internationalen vereinheitlichten orographischen Einteilung der Alpen (SOIUSA) exakt dasselbe Gebiet. In der AVE stellt es eine von 27 Gruppen der Nördlichen Ostalpen dar, in der SOIUSA einen von sechs Unterabschnitten der Bayerischen Alpen, die dort ihrerseits ein Abschnitt der Nördlichen Ostalpen sind.

Die Partizione delle Alpi definiert keine eigene Gruppe fĂŒr das Bregenzerwaldgebirge, sondern ordnet dieses der Gruppe 15.a (AllgĂ€uer Alpen) zu. Die Geographische Raumgliederung Österreichs von Reinhard Mang fasst das Bregenzerwaldgebirge mit einem Teil der AllgĂ€uer Alpen zum Abschnitt „Bregenzerwald“ zusammen und teilt diesen wieder in „Vorderwald“ und „Hinterwald“.

Nach der orografisch-hydrologisch orientierten Gebirgsgruppengliederung fĂŒr das österreichische Höhlenverzeichnis bildet das Bregenzerwaldgebirge westlich der Bregenzer Ach den Hauptteil der Gruppe 1110 Rheintal – Walgau – Bregenzer Wald, die darĂŒber hinaus noch die Zitterklapfengruppe und den nordwestlichsten Teil des RĂ€tikon bis zum VorderĂ€lpele umfasst. Das Bregenzerwaldgebirge östlich der Bregenzer Ach entspricht in dieser Gliederung den Gruppen 1125 Winterstaude und 1128 Mittagsfluh – Hirschberg.

Lage und Umgrenzung

Das Bregenzerwaldgebirge befindet sich im Ă€ußersten Nordwesten der Ostalpen, östlich des unteren Alpenrheintals und sĂŒdöstlich des Bodensees. Es liegt vollumfĂ€nglich im österreichischen Bundesland Vorarlberg und dominiert dessen NordhĂ€lfte.

Die Umgrenzung des Bregenzerwaldgebirges verlĂ€uft im Uhrzeigersinn entlang der Linie Bodensee – Bregenzer Ach – Subersach – Schönenbach – Osterguntenbach – Stogger Sattel – Rehmerbach – Bregenzer Ach – Argenbach – BrĂ€gazbach – Faschinajoch – Faschinabach – Seebergbach – Lutz – Ill – Rhein – Bodensee

Das Faschinajoch verbindet das Bregenzerwaldgebirge mit dem Lechquellengebirge. Der Stogger Sattel stellt die Verbindung zu den AllgÀuer Alpen her.

Untergliederung

Nach SOIUSA wird das Bregenzerwaldgebirge in zwei Obergruppen, sechs Gruppen und 13 Untergruppen eingeteilt, die den Kapiteln im AlpenvereinsfĂŒhrer Bregenzerwaldgebirge von 1977 entsprechen.

Der AlpenvereinsfĂŒhrer Bregenzerwaldgebirge und Lechquellengebirge von Dieter Seibert aus dem Jahre 2008 teilt das Bregenzerwaldgebirge in nur noch vier Kapitel ein:

  1. Freschen-HochÀlpele-Gruppe (Untergruppe 2.a, Gruppen 3 und 4)
  2. Walserkamm (Untergruppe 2.b)
  3. Östlich der Bregenzerach (Obergrupe B)
  4. DamĂŒlser Berge (Untergruppe 1.b)

Die Glatthorngruppe (Untergruppe 1.a) zĂ€hlt Seibert als Teil des Kammes Glatthorn – Zitterklapfen – Hohe KĂŒnzel zum Lechquellengebirge.

Gipfel und PĂ€sse

Die zehn höchsten Gipfel des Bregenzerwaldgebirges:

Vier der PĂ€sse innerhalb des Bregenzerwaldgebirges sind mit dem PKW befahrbar:

Geologie

Bedingt durch die Lage im Grenzgebiet zwischen Ostalpen und Westalpen stellt sich das Bregenzerwaldgebirge geologisch außerordentlich vielfĂ€ltig dar.

Der grĂ¶ĂŸte Teil des Bregenzerwaldgebirges ist dem Helvetikum zuzurechnen, das sich in der Kreide und im PalĂ€ogen bildete. WĂ€hrend dieser Zeit lag an der Stelle der heutigen Alpen der Penninische Ozean, an dessen Nordrand, dem Helvetischen Schelf, sich im Laufe der Jahrmillionen mĂ€chtige Kalkablagerungen bildeten. Bei der spĂ€teren Entstehung der Alpen wurden diese Ablagerungen – inzwischen zu Kalkstein geworden – nach Norden geschoben und mehrfach gefaltet. Die harten Kieselkalk- und Schrattenkalk-Gesteine bilden die fĂŒr das Bregenzerwaldgebirge typischen FelswĂ€nde, wie sie in den Schuttannenbergen, der Freschengruppe oder den Nordklippen der DamĂŒlser Berge, aber auch im Winterstaudenkamm besonders augenfĂ€llig zutage treten. Dem gegenĂŒber stehen die weicheren, mergeligen Drusbergschichten, die leicht verwittern und damit einen gĂŒnstigen NĂ€hrboden fĂŒr WĂ€lder und Almweiden abgeben, wie besonders eindrucksvoll am Hohen Freschen zu bemerken ist. Inmitten dieses Gebiets stechen Kanisfluh und Mittagsfluh heraus, die aus Jurakalk und damit aus den Ă€ltesten Gesteinen des Bregenzerwaldgebirges bestehen.

Nördlich und sĂŒdlich der helvetischen Zone liegen zwei geologische Abschnitte, die als Flyschzone bezeichnet werden. WĂ€hrend der Oberkreide wurden große Menge von Sand von den zu dieser Zeit noch unter dem Meeresspiegel befindlichen Zentralalpen in eine Tiefseerinne des Penninischen Ozeans gespĂŒlt. Dieser verfestigte sich unter dem in der Tiefe herrschenden Druck zu Sandstein und wurde spĂ€ter, bei der Auffaltung der Alpen, ĂŒber die Gesteine des Helvetikums geschoben. Heute ist diese Schicht in weiten Teilen bereits wieder abgetragen. Vorhanden ist sie noch als nördliche Flyschzone in einem schmalen Streifen nördlich der Linie Dornbirn – GĂŒtle – Andelsbuch – SibratsgfĂ€ll, also vor allem in der HochĂ€lpele-Weißenfluh-Gruppe, weiters als sĂŒdliche Flyschzone sĂŒdlich der Linie Feldkirch – Satteins – Innerlaterns – DamĂŒlser Mittagsspitze – Schoppernau, namentlich im östlichen Walserkamm, in den sĂŒdlichen DamĂŒlser Bergen und in der Glatthorngruppe, und darĂŒber hinaus in einzelnen dazwischenliegenden Inseln, am markantesten zu erkennen im Gipfel der Hohen Kugel. Noch stĂ€rker als die Drusbergschichten bildet die verwitterte OberflĂ€che der Sandsteine und Mergel dieser Zone einen ausgezeichneten Boden fĂŒr BĂ€ume und GrĂ€ser. Die Berge der Flyschzone, wegen des weichen Gesteins durchwegs sanft geformt, sind daher auch an den steilsten HĂ€ngen bis zu den Gipfeln mit WĂ€ldern und Wiesen bewachsen.

Das Bregenzerwaldgebirge nördlich der Linie Dornbirn – Egg – Hittisau, also im Wesentlichen das Gebiet der Lorenaberge, besteht aus Subalpiner Molasse, die – fĂŒr die Alpen verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig spĂ€t – im Neogen gebildet wurde. WĂ€hrend dieser erdgeschichtlichen Phase wurde die EuropĂ€ische Platte von den sich bereits auftĂŒrmenden Alpen nach unten gedrĂŒckt, sodass sich zwischen dem sich neu formenden Gebirge und der Kontinentalplatte eine Meeressenke bildete, die als Paratethys bezeichnet wird. FlĂŒsse transportierten Erosionsmaterial aus den jungen Alpen in diesen Meeresarm, in dem sich diese dann als Sedimente ablagerten. Im spĂ€teren Verlauf der Gebirgsbildung wurden dann auch diese Gesteine aufgefaltet. Typisch fĂŒr diese Zone ist vor allem die Nagelfluh, aber auch Sandsteine und Mergel kommen vor.

Landschaft

Fast das ganze Westliche Bregenzerwaldgebirge besteht aus einem einzigen, sternförmig verzweigten Gebirgsknoten. Ausgehend vom Hohen Freschen verlaufen die Gebirgsketten nach Osten (DamĂŒlser Berge), SĂŒden (Walserkamm), SĂŒdwesten (Alpwegkopf), Nordwesten (Kugel-Schuttannen-Kette) und Norden (First-HochĂ€lpele-Gaißkopf-Kette). Lediglich die Glatthorngruppe bildet einen vergleichsweise klar abgegrenzten Gebirgsstock, der durch die tief einschneidende UnterdamĂŒlser Furka von den DamĂŒlser Bergen getrennt ist. Aus dem Rheintal schneiden die Schwarzach, die Dornbirner Ach, die Frödisch und die Frutz markante TĂ€ler zwischen die Ketten, aus dem Bregenzerwald ist es vor allem der Mellenbach und aus dem Großen Walsertal der Ladritschbach. Mit dem Staufensee und dem SĂŒnser See befinden sich auch zwei grĂ¶ĂŸere Gebirgsseen in diesem Gebiet.

Das Östliche Bregenzerwaldgebirge besteht mit der Mittagsfluh, der Bizauer Hirschberggruppe, dem Hinteregger Grat und dem Winterstaudenkamm aus vier unterschiedlich langen, parallel von Westen nach Osten verlaufenden Gebirgsketten, voneinander getrennt durch den Weißenbach, den Bizauer Bach und den Grebenbach, die allesamt nach Westen in die Bregenzer Ach abfließen.

Die Gipfelhöhen steigen im gesamten Bregenzerwaldgebirge von Nordwesten nach SĂŒdosten an. Es dominieren mittelgebirgige, mit Wiesen und WĂ€ldern bedeckte Berge, Hochgebirgscharakter ist nur am Ă€ußersten SĂŒdrand beim Übergang zum Lechquellengebirge zu finden.

Naturschutz

Teiles des Walserkamms und die gesamte Glatthorngruppe liegen im Bereich des BiospĂ€hrenparks Großes Walsertal.

Mit der Bregenzerachschlucht, dem Fohramoos, den Gebieten Unter Stellerhöhe und Unter der Winterstaude, Unterargenstein, der Üble Schlucht sowie den Gebieten Übersaxen-Satteins, WalsbĂ€chle und Torfriedbach liegen insgesamt neun Natura-2000-Gebiete im Bregenzerwaldgebirge.

Das grĂ¶ĂŸte Naturschutzgebiet nach Vorarlberger Landesrecht, Hohe Kugel - Hoher Freschen - Mellental, liegt zur GĂ€nze im Bregenzerwaldgebirge, ebenso die kleineren Naturschutzgebiete Farnacher Moos, Fohramoos, Auer Ried, Amatlina-Vita, Gasserplatz und Bludescher Magerwiesen und die GeschĂŒtzten Landschaftsteile Haslach-Breitenberg, Klien und Montiola.

Erschließung und Besiedlung

Nördlich und westlich des Losenpasses liegt ein Netz von Siedlungen, die die Gemeinden Buch, Bildstein, Alberschwende und Schwarzenberg bilden. Im Rest des Bregenzerwaldgebirges konzentriert sich die Besiedlung der Höhenlagen auf dessen westliche und sĂŒdliche RĂ€nder. An den rheintalseitigen HĂ€ngen liegen einzelne, weiter auseinanderliegende Weiler und Dörfer wie Oberfallenberg, Watzenegg, Kehlegg, Emsreute, Fraxern, Viktorsberg, Dafins, Batschuns und Furx, von denen die meisten jeweils mit einfachen Stichstraßen aus dem Rheintal erschlossen sind. An den SĂŒdhĂ€ngen des Walserkammes liegen die Berggemeinden des Walgau und des Großen Walsertals. Lediglich die Walserdörfer Ebnit und Laterns liegen in TĂ€lern gĂ€nzlich innerhalb des Bregenzerwaldgebirges, der Großteil der GebirgsflĂ€che ist bewaldet oder wird fĂŒr die zahlreichen Alpen genutzt.

Die einzigen Kabinenseilbahnen im Bregenzerwaldgebirge fĂŒhren auf den Karren, auf den Schnifisberg, von Mellau auf die Alpe Roßstelle und von dort weiter auf die Wannen-Alpe sowie von Bezau auf die Baumgarten-Alpe.

Tourismus

SchutzhĂŒtten

Im Bregenzerwaldgebirge gibt es folgende SchutzhĂŒtten:

Fern- und Weitwanderwege

Die EuropĂ€ischen Fernwanderwege E4 und E5 fĂŒhren streckengleich im nördlichen Teil des Bregenzerwaldgebirges ĂŒber den BrĂŒggelekopf und den RĂŒcken des Schneiderkopfs. Die alpine Variante des E4, die mit dem Nordalpenweg (Österreichischer Weitwanderweg 01) identisch ist, verlĂ€uft von DamĂŒls ĂŒber das Portla FĂŒrkele, das Freschenhaus, den Hohen Freschen, die Mörzelspitze, die Weißenfluh-Alpe, die Bregenzer HĂŒtte, die Lustenauer HĂŒtte und das Bödele zum BrĂŒggelekopf, wo er sich mit der Standard-Variante vereinigt, und durchzieht dabei das gesamte Westliche Bregenzerwaldgebirge.

Der Rote Weg der Via Alpina streift mit den Etappen R54 und R55 das Bregenzerwaldgebirge am sĂŒdlichen Rand bei der Durchquerung des Großen Walsertals am Fuße von Glatthorngruppe und Walserkamm.

Wintersport

Es gibt im Bregenzerwaldgebirge drei Skigebiete mit ĂŒber 20 Pistenkilometer: DamĂŒls-Mellau-Faschina, Bödele und Laterns-Gapfohl. DarĂŒber hinaus existieren noch etwa ein Dutzend kleineren Liftanlagen.

Literatur

  • Dieter Seibert: Bregenzerwald- und Lechquellengebirge. AlpenvereinsfĂŒhrer alpin. 1. Auflage. Bergverlag Rother, MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-7633-1095-1. 
  • Rother WanderfĂŒhrer Bregenzerwald, ISBN 3-7633-4088-2, Bergverlag Rudolf Rother, MĂŒnchen
  • Rother WanderfĂŒhrer Bodensee bis RĂ€tikon, ISBN 3-7633-4197-8, Bergverlag Rudolf Rother, MĂŒnchen
  • Rother WanderfĂŒhrer Brandnertal mit Großem Walsertal und Klostertal, ISBN 3-7633-4035-1, Bergverlag Rudolf Rother, MĂŒnchen
  • Wandern kompakt Bregenzer Wald, ISBN 3-7654-3957-6, Bruckmann Verlag GmbH, MĂŒnchen

Weblinks

  • Umgrenzung des Bregenzerwaldgebirges auf GeoFinder.ch

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia
 

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Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

Touren in diesem Gebirge Touren in diesem Gebirge

Bücher und Karten Bücher und Karten

AVE (Alpenvereinseinteilung der Ostalpen): 1

Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (1):
Österreich Österreich

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 47.526214
südlichster Punkt: 47.1786
westlichster Punkt: 9.555016000
östlichster Punkt: 10.04974400


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
833 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
137 km
 
Bregenzerwaldgebirge: Große Karte mit den Grenzen und Hütten, Gipfeln sowie Touren der Gebirgsgruppe
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