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Gebirge Karte: Julische Alpen

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

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Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Julische Alpen

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Die Julischen Alpen (umgangssprachlich auch Julier; slow. Julijske Alpe; ital. Alpi Giulie) sind eine Gebirgsgruppe der S├╝dlichen Kalkalpen, die sich auf die slowenischen Gebiete Ober- und Innerkrain und die italienische Region Friaul-Julisch Venetien aufteilen.

Der Name bezieht sich auf Gaius Julius Caesar, der im Gebiet von Friaul und Westkrain das Municipium Forum Iulii einrichtete. In der Antike umfasste die Bezeichnung ÔÇ×Julische AlpenÔÇť auch Gebirge weiter im S├╝den; so geh├Ârten die im heutigen Slowenien liegenden Mittelgebirge des Ternowaner und des Birnbaumer Waldes dazu, w├Ąhrend sie heute eigenst├Ąndige Regionen bilden.

Beschaffenheit

Die Julischen Alpen sind ein sehr schroffer Gebirgsstock. H├Âchster Berg ist der Triglav (Dreikopf), 2864┬ám, zugleich h├Âchster Berg Sloweniens und des fr├╝heren Jugoslawiens. Vereinzelt finden sich Kargletscher. Die Julischen Alpen werden durch das Raibler Tal, den Predilpass und das Tal der Koritnica und So─Źa in eine ├Âstliche und eine westliche Gruppe geteilt.

├ťberg├Ąnge und Verkehr

  • Vr┼íi─Ź-Pass
  • Predilpass
  • Neveasattel
  • Wocheinerbahn

Bev├Âlkerung und Geschichte

Die Julischen Alpen waren und sind Grenze zwischen slowenischem und friaulischem Sprachgebiet. Da sie zur G├Ąnze zumindest zeitweise Teil des Habsburger-Reichs waren, gro├čteils durch Jahrhunderte, fasste das Deutsche vereinzelt Fu├č, namentlich in der Sprachinsel Zarz und im Kanaltal.

Italien erhielt von ├ľsterreich 1866 mit Friaul Anteil an den Julischen Alpen.

Die touristische Erschlie├čung leisteten Belsazar Hacquet, der die Erstbesteigung des Triglav betrieb (1778), und vor allem Julius Kugy.

Im Ersten Weltkrieg verlief in den Juliern eine Front, an der ein sehr zerm├╝rbender Stellungskrieg gef├╝hrt wurde, dessen Folgen noch heute durch Stellungen, Stacheldrahtreste und sogar Blindg├Ąnger gegenw├Ąrtig sind. (vgl. Gebirgskrieg 1915ÔÇô1918)

Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt Italien den Gro├čteil der Julier, musste sich jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an die Wasserscheide zwischen Tagliamento und Gailitz diesseits und Save und Isonzo jenseits zur├╝ckziehen. Der Rest fiel an Jugoslawien beziehungsweise an den Freistaat Triest.

In der Folge fasste auch das Italienische in diesem Gebiete Fu├č, so dass es heute viersprachig ist.

Wirtschaft

Die Julischen Alpen zeigen sich heute als strukturschwaches Gebiet. Der Bleibergbau in Raibl kam bereits im sp├Ąten 20. Jahrhundert zum Erliegen, und der Niedergang der Landwirtschaft traf ein derart schwer zu bewirtschaftendes Gebiet besonders.

Gemeinden wie Tarvis, Ratschach und Kronau leben gut vom Kleinen Grenzverkehr am Dreil├Ąndereck Slowenien, Italien und ├ľsterreich.

Wichtigste Gipfel der Julischen Alpen

  • Triglav 2864 m
  • Montasch 2754 m
  • ┼ákrlatica 2740 m
  • Mangart 2677 m
  • Jof Fuart 2666 m
  • Jalovec 2645 m
  • Razor 2602 m
  • Kanin 2585 m
  • Kanjavec 2568 m
  • Prisojnik 2547 m
  • Kleine Mojstrovka 2332 m
  • Strug 2265 m

Touristenzentren

  • Bled (Veldes) (Sommer; Casino, See)
  • Bohinj (Wochein) (Sommer u. Winter; Skigebiete)
  • Kranjska Gora (Kronau) (Sommer u. Winter; Skigebiet, Casino)
  • Rate─Źe (Ratschach) (Weltcupschanze in Planica)
  • Tarvis (Sommer u. Winter)
  • Neveasattel (Skigebiet)

Literatur

  • Helmut Lang, Roswitha Ortner: Julische Alpen: Die sch├Ânsten Wanderungen und Bergtouren. (= Rother Wanderf├╝hrer). 6., ├╝berarbeitete und erweiterte Auflage. Bergverlag Rother, M├╝nchen 2021, ISBN 978-3-7633-4051-4.
  • Teddy Inthal, Karl Pallasmann: Julische Alpen. Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2007, ISBN 978-3-7084-0246-8.
  • Helmut Teissl: Julische Alpen. 2., erweiterte Auflage. Verlag Mohorjeva-Hermagoras, Klagenfurt 2013, ISBN 978-3-7086-0757-3.

Weblinks

  • Julian Alps ÔÇô Mountaineering and Hiking
  • Offizielle Webseite der Julischen Alpen
  • Interaktive Karte des Triglav-Nationalparks
  • Tourbeschreibung durch die Julischen Alpen
  • Fotostrecke zu den Julischen Alpen
  • Reisebericht einer Wandertour


Quelle: Wikipedia
 

Kommentar Meinungen und Kommentare


Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

Touren in diesem Gebirge Touren in diesem Gebirge

Bücher und Karten Bücher und Karten

AVE (Alpenvereinseinteilung der Ostalpen): 58
Synonyme / Sprachen:
Julier; Juliske Alpen; Alpi Giulie


Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (2):
Italien ItalienSlowenien Slowenien

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 46.51068027
südlichster Punkt: 45.70138397
westlichster Punkt: 13.07098388
östlichster Punkt: 14.51293945


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
6764 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
322 km
 
Julische Alpen: Große Karte mit den Grenzen und Hütten, Gipfeln sowie Touren der Gebirgsgruppe
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