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Gebirge Lage und Zugehörigkeit

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Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Paradiso-Gruppe

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Der Nationalpark Gran Paradiso (ital.) oder Parc national du Grand-Paradis (frz.) wurde 1922 als erster Nationalpark in Italien eingerichtet. Er liegt in den Regionen Aostatal und Piemont im Hochgebirge der Westalpen und erstreckt sich ├╝ber eine Fl├Ąche von 70.318 Hektar. Im Westen besteht auf einer L├Ąnge von etwa 14┬ákm eine gemeinsame Grenze zum franz├Âsischen Nationalpark Vanoise.

In diesem Gebiet, das fr├╝her als k├Ânigliches Jagdreservat unter Schutz stand, hatte die letzte Population des ansonsten im gesamten Alpenbogen ausgerotteten Alpensteinbocks ├╝berlebt ÔÇô entsprechend dem Wisent im polnischen Nationalpark Bia┼éowie┼╝a.

Im Jahr 2006 verlieh der Europarat dem Gran-Paradiso-Nationalpark das Europ├Ąische Diplom f├╝r gesch├╝tzte Gebiete.

Geographie

Das Areal des Nationalparks liegt in der westlichen H├Ąlfte des Gran-Paradiso-Massivs, zu 52┬á% in der Autonomen Region Aostatal und zu 48┬á% in der Region Piemont. In der Mitte des Parkes befindet sich der Gipfel des Gran Paradiso mit 4061 Meter ├╝ber Meer, dem Kulminationspunkt der Grajischen Alpen im engeren Sinne (ohne Mont-Blanc-Massiv). S├╝dlich des Berges steht die Schutzh├╝tte Bivacco Ivrea. Das Bergland umfasst H├Âhenlagen von 800 Meter ├╝ber Meer bis auf 4061 Meter, 60┬á% liegen h├Âher als 2200 Meter. Rund 20┬á% der Fl├Ąche sind Grasfluren und Alpweiden oder Siedlungsfl├Ąchen, weitere 20┬á% tragen W├Ąlder und das ├╝brige Areal besteht aus Fels- und Schuttfl├Ąchen sowie Firn und Gletschern.

F├╝nf Bergt├Ąler pr├Ągen das Landschaftsbild: das Orcotal, das Soanatal, das Cognetal, das Valsavarenche und das Rhremestal.

Das Areal des Nationalparks liegt in den Gemeinden Aymavilles, Cogne, Introd, Rhêmes-Notre-Dame, Rhêmes-Saint-Georges, Valsavarenche, Villeneuve im Aostatal und Ceresole Reale, Locana, Noasca, Ribordone, Ronco Canavese und Valprato Soana im Piemont.

Geschichte

Der Herzog von Savoyen und K├Ânig von Sardinien-Piemont Viktor Emanuel II. lie├č im Bergland von Champorcher und Cogne, das er 1850 als Jagdgebiet entdeckt hatte, 1856 ein Schutzgebiet f├╝r die Steinbockjagd ausscheiden und von einer Einheit von etwa 50 Jagdw├Ąchtern gegen Wilderei sichern. Im Gebirge befanden sich mehrere Jagdh├Ąuser des K├Ânigs, so wie das Haus auf ├╝ber 2500 Meter ├╝ber Meer im Tal von Cogne, das als Teil der heutigen Schutzh├╝tte Vittorio Sella im Zentrum des Nationalparks erhalten ist. Als Viktor Emanuel 1861 der erste K├Ânig des vereinten Italien wurde, blieb das ehemals k├Ânigliche Jagdschutzgebiet bestehen. Der Tierbestand blieb f├╝r die k├Ânigliche Jagd reserviert und konnte so ├╝berleben. F├╝r den Materialtransport der Jagdgesellschaften lie├č der K├Ânig etwa 300 Kilometer Saumpfade anlegen, die sp├Ąter zu Wanderwegen geworden sind.

Unter K├Ânig Viktor Emanuel III. fand 1913 die letzte k├Ânigliche Jagdpartie statt, und im Jahr 1919 ├╝bergab der K├Ânig einen Teil des ehemaligen Jagdgebiets am Grand Paradiso 1920 der italienischen Regierung, die daraus mit k├Âniglichem Dekret vom 3. Dezember 1922 ein Naturreservat machte. Die Parkverwaltung lag nun bei der Commissione Reale del Parco Nazionale del Gran Paradiso; seit 1933 war das Ministerium f├╝r Landwirtschaft und Wald daf├╝r zust├Ąndig, das den Naturschutz vernachl├Ąssigte. 1947 wurde die Ente Parco Nazionale Gran Paradiso geschaffen.

Bis im sp├Ąten 20. Jahrhundert schwelte ein Konflikt zwischen der Verwaltung des Nationalparks und Bewohnern der Ortschaften in der Region, die sich gegen den Einfluss der Schutzbestimmungen auf ihr wirtschaftliches Handeln wehrten. Die Siedlungen im Bergland leiden seit dem Zweiten Weltkrieg unter Abwanderung.

Fauna

Im Nationalpark leben neben den Steinb├Âcken Populationen verschiedener Tierarten. Die G├Ąmse, das Murmeltier, der Braunb├Ąr, der Wolf, der Luchs, der Bartgeier, der Adler und das Alpenschneehuhn z├Ąhlen zu den wichtigeren Arten der Region.

Konnten in den 1990er Jahren noch ca. 6000 Steinb├Âcke im Naturpark beobachtet werden, so verringerte sich ihre Anzahl seitdem kontinuierlich. Um 2010 waren es noch weniger als 2500 Tiere. Der Grund f├╝r den R├╝ckgang der Population ist eine erh├Âhte Jugendsterblichkeit, etwa 75┬á% der Kitze ├╝berlebt das erste Lebensjahr nicht. Die Reproduktionsrate soll im Vergleich zu fr├╝her nicht gesunken sein. Die Ursache f├╝r die hohe Sterblichkeit unter den Jungtieren konnte auch auf dem 26. Steinwildsymposium in Heiligenblut am Gro├čglockner noch nicht abschlie├čend gekl├Ąrt werden. Eine These f├╝hrt die Entwicklung auf Folgen der Erderw├Ąrmung zur├╝ck: durch die steigenden Temperaturen w├╝rden die Gr├Ąser in den Hochalpen schneller vertrocknen und seien protein├Ąrmer. Au├čerdem wurde eine Vergiftung der Futterpflanzen durch Flugzeug-Abgase vermutet.

Infrastruktur

Zu den 19 Schutzh├╝tten im Areal geh├Âren:

  • Rifugio Vittorio Emanuele II
  • Bivacco Ivrea
  • Rifugio Dondena
  • Bergh├╝tte von Orvieille
  • Rifugio Chabod

In den ehemals k├Âniglichen Jagdh├Ąuser und ├╝ber zehn andern Einrichtungen in den T├Ąlern befinden sich Besucherzentren und Ausstellungen des Nationalparks.

Literatur

  • Sabine Bade, Wolfram Mikuteit: Partisanenpfade im Piemont. Orte und Wege des Widerstands zwischen Gran Paradiso und Monviso. Querwege Verlag, Konstanz 2012, ISBN 978-3-941585-05-8.
  • Sabine Bade, Wolfram Mikuteit: Piemont Wandern. Michael-M├╝ller-Verlag, Erlangen 2010, ISBN 978-3-89953-566-2
  • Werner B├Ątzing, Michael Kleider: Gran Paradiso. Wandern auf der piemontesischen Seite des Nationalparks. Rotpunktverlag, Z├╝rich 2013, ISBN 978-3-85869-539-0.

Weblinks

  • www.pngp.it ÔÇô Offizielle Website des Nationalpark Gran Paradiso (italienisch, deutsch, englisch und franz├Âsisch)
  • www.parks.it ÔÇô Offizielle Website des Nationalparks (italienisch, englisch und franz├Âsisch)
  • Nationalpark Gran Paradiso in der World Database on Protected Areas (englisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia
 

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Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (1):
Italien Italien

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 45.746444
südlichster Punkt: 45.380005
westlichster Punkt: 7.140426635
östlichster Punkt: 7.874279022


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
1606 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
169 km
 
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