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Lage Lage, Gebirge

Gebirge in Viljandi: 1
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Region Informationen Kreis: Viljandi

Informationen:


Viljandi (deutsch: Fellin) ist eine Hansestadt in Estland und die Hauptstadt des Kreises Viljandi im SĂŒden des Landes. Mit knapp 18.000 Einwohnern ist sie die sechstgrĂ¶ĂŸte Stadt Estlands.

Die Entfernungen zu anderen StÀdten Estlands betragen: Tallinn 161 km, Tartu 81 km, PÀrnu 97 km.

Geschichte

Die Ă€ltesten Siedlungsfunde am Viljandi-See gehen bis ins fĂŒnfte Jahrtausend vor Christus zurĂŒck. SpĂ€testens in der Wikingerzeit war von den Esten eine Burg errichtet worden. Die erste schriftliche ErwĂ€hnung erfolgte 1154 durch den Geographen Al-Idrisi.

Im 12. Jahrhundert setzte die erste dauerhafte Besiedlung rund um die Festung Viljandi ein, welche auch wirtschaftliches Zentrum des spÀteren Sakala-Distriktes wurde.

Nach dem Freiheitskampf im frĂŒhen 13. Jahrhundert wurde Viljandi durch den deutschen SchwertbrĂŒderorden erobert. 1224 begann an Stelle der hölzernen Befestigung der Bau einer mĂ€chtigen Ordensburg, die als zeitweise grĂ¶ĂŸte des Baltikums galt. Sie wurde in den folgenden 200 Jahren immer weiter ausgebaut und modernisiert.

Im Jahre 1283 bekam Fellin die Stadtrechte vom Ordensmeister Wilhelm von Endorpe (Wilhelm oder Willikin von Endorpe gefallen am 26. MÀrz 1287 bei Riga im Kampf gegen die Semgallen) verliehen. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde Fellin Mitglied der Hanse und somit ein wichtiger Punkt auf der Handelsroute von und nach Russland. 1346 wird die Stadt als Hansestadt in Dokumenten der Hanse erwÀhnt.

WÀhrend des LivlÀndischen Krieges 1560 wurden Stadt und Ordensburg teilweise zerstört. Im Polnisch-Russischen Krieg, Anfang des 17. Jahrhunderts, folgte dann die weitestgehende Zerstörung der Anlage. Von der damaligen Pracht zeugen heute nur noch die am See gelegenen Schlossberge mit teilweise unversehrt gebliebenen Mauern.

Unter der schwedischen Herrschaft im 17. Jahrhundert wurde Fellin das Stadtrecht entzogen. Dieser Zustand hielt bis 1783 an, als durch eine Reform Katharina der Zweiten Fellin zur Hauptstadt des Kreises Fellin im Gouvernement Livland wurde. Mit dem wachsenden ökonomischen und politischen Einfluss stieg auch die Bevölkerung Viljandis wieder an. Bis heute ist Viljandi als Kreishauptstadt und mit diversen kulturellen Veranstaltungen ein bedeutendes Zentrum im SĂŒden Estlands.

Politik

Stadtverwaltung

Die Stadtverordnetenversammlung Viljandis besteht nach den Wahlen vom 15. Oktober 2017 aus 27 Mitgliedern. Sie verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen (Spalte +/−: Differenz zur vorigen Wahl im Oktober 2013):

Pro-Patria- und Res-Publica-Union, die Estnische Reformpartei und die Zentrumspartei bilden in der Periode 2017–2021 eine Koalition.

StÀdtepartnerschaften

Viljandi pflegt StÀdtepartnerschaften mit

Wirtschaft

Viljandi ist in der Region neben PÀrnu und Tartu ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Folgende Unternehmen sind in Viljandi ansÀssig:

Kultur, Bildung, Sport

Viljandi ist Veranstaltungsort des international bekannten, jĂ€hrlichen „Viljandi Folk Music Festivals“.

Das Theater Ugala in Viljandi besteht seit 1920. Des Weiteren gibt es noch ein Puppentheater fĂŒr Kinder, ein Kino, eine Bowling-Bahn, eine Sportschule mit Ruderclub, eine Musikschule und eine Hobbyschule fĂŒr FreizeitaktivitĂ€ten.

Die UniversitÀt Tartu unterhÀlt in Viljandi mit der Viljandi-Kulturakademie der UniversitÀt Tartu eine Höhere Bildungseinrichtung, die private Estonian Entrepreneurship University of Applied Sciences eine Niederlassung.

Der Verein Tulevik Viljandi spielt seit 2016 in der Meistriliiga, der höchsten estnischen Fußballliga. Der Verein trĂ€gt seine Heimspiele im Viljandi Linnastaadion aus.

Verkehr

Es gibt eine Bahnverbindung von Viljandi nach Tallinn. Ansonsten kann man vom Busbahnhof (Viljandi Bussijaam) aus sÀmtliche StÀdte und Orte in Estland erreichen. Von dort aus fahren mehrmals tÀglich ca. 50 Buslinien ab. Innerhalb der Stadt Viljandi und dessen Vororten gibt es auch ein Busnetz mit 8 Linien.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Franz Burchard Dörbeck (1799–1835), deutschbaltischer Karikaturist und Maler
  • Leopold v. Pezold (1832–1907), Journalist, Lehrer und Autor
  • Johann Mathias von Holst (1839–1905), deutschbaltischer Architekt
  • Hans Schmidt (1854–1923), deutscher Musiker (Komponist und Klavier) und Dichter
  • Elisabeth Schiemann (1881–1972), deutsche Genetikerin und Kulturpflanzenforscherin
  • August Osvald WestrĂšn-Doll (1882–1961), deutsch-baltischer lutherischer Theologe und Pfarrer
  • Joakim Puhk (1888–1942), Unternehmer und SportfunktionĂ€r
  • August Alle (1890–1952), Schriftsteller
  • Evi Liivak (1924–1996), Violinistin
  • Uno Naissoo (1928–1980), Komponist und MusikpĂ€dagoge
  • Henn-Kaarel Hellat (1932–2017), Schriftsteller
  • Steen Olaf Welding (1936–2019), Philosoph
  • Raivo MĂ€ndmaa (* 1950), Architekt
  • Sirje Tamul (* 1951), Historikerin
  • Mart Laar (* 1960), Politiker und Historiker
  • Helmen KĂŒtt (* 1961), Politikerin
  • Helir-Valdor Seeder (* 1964), Politiker
  • Jaan TĂ€tte (* 1964), Dramatiker, Schauspieler und SĂ€nger
  • Kaido Kreen (* 1965), Beachvolleyballspieler
  • Meelis Atonen (* 1966), Politiker
  • Urmas Kirs (* 1966), Fußballspieler
  • Annely Peebo (* 1971), OpernsĂ€ngerin (Mezzosopran)
  • Riina Solman (* 1972), Politikerin
  • Argo Arbeiter (* 1973), Fußballspieler
  • Mati Pari (* 1974) Fußballspieler
  • Rauno Sirk (* 1975), Luftwaffenoffizier
  • Aare Pilv (* 1976), Literaturwissenschaftler und Schriftsteller
  • Sander Post (* 1984), Fußballspieler
  • Ragnar Klavan (* 1985), Fußballspieler
  • Triinu Kivilaan (* 1989), ehemalige Bassistin der Band Vanilla Ninja, jetzt SolokĂŒnstlerin

Literatur

  • O. Bendi, A. Kiisla, L. MĂ€rss, U.Roosimaa, K. Vilpart: Viljandi. Verlag: EESTI RIIKLIK KIRJASTUS, Tallinn 1964.
  • Erik Thomson: Fellin * Viljandi wie es war: Einhundert Ansichten. Herstellung: Edmund Hahn, LĂŒneburg 1986.
  • Aare Olander: Viljandi kadunud vaatet. Verlag: TĂ€napĂ€ev 2015, ISBN 978-9949-27-829-9.
  • Heiki Raudla: Viljandi lod ja legendid. Viljandi 2015, ISBN 978-9949-38-817-2.
  • Toomas KarjahĂ€rm, Kirjastus Argo: Vana Viljandi ehitised ja inimesed. Verlag: Argo 2006, ISBN 978-9949-415-62-5.
  • Eha Roosalu: Viljandi. Verlag: OÜ Prind Best 2013, ISBN 978-9949-33-072-0.
  • Elmo Riig, Ragnar Kond: Viljandi town of creation. Verlag: OÜ Meediatee 2009, ISBN 978-9949-18-467-5.
  • Elmo Riig, Ragnar Kond: Viljandisse to Viljandi. Verlag: OÜ Meediatee 2015, ISBN 978-9949-38-446-4.

Einzelnachweise

Weblinks

  • Viljandi bei hanse.org, teilw. engl.
  • Viljandi in Text und Bild, auf Deutsch
  • 360° Luftbild von Viljandi
  • Video mit Luftbildaufnahmen von Viljandi 2015
  • 3D-Karte von Viljandi
  • Video von Viljandi im Winter 2017


Quelle: Wikipedia

 

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auch: Viljandimaa; Viljandi maakond; Vilyandi, Viljandimaa, Viljandi maakond, Vilyandi

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Kreis

Fläche ca.: 3642.70 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 58.69
südlichster Punkt: 57.95
westlichster Punkt: 24.955
östlichster Punkt: 26.166

 
Estland - Kreis Viljandi: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
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