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Karte Karte: kraj Trenčiansky

Lage Lage, Gebirge

Gebirge in Trenčiansky: 1
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Region Informationen kraj: Trenčiansky

Informationen:


Der Trenčiansky samosprávny kraj (deutsch Trentschiner selbstverwaltender Landschaftsverband) ist ein Verwaltungsgebiet in der nordwestlichen Slowakei.

Okresy

Der Kraj besteht aus folgenden 9 Bezirken (okresy):

  • Bánovce nad Bebravou
  • Ilava
  • Myjava
  • Nové Mesto nad Váhom
  • Partizánske
  • Považská Bystrica
  • Prievidza
  • Púchov
  • Trenčín

Geographie

Der Kraj hat 4.502 km² und 562.536 Einwohner (Stand 31. Dezember 2025) und befindet sich in der Nordwestslowakei. Die Landschaft ist mehrheitlich von den Mittelgebirgen der Karpaten geprägt, nur im Süden reicht das große Donautiefland bis in die Gegenden von Nové Mesto nad Váhom, Bánovce nad Bebravou und Partizánske. Im Westen gehören ein kleiner Teil der Kleinen Karpaten und ein Teil des Hügellands Myjavská pahorkatina zum Kraj. Die Weißen Karpaten im Nordwesten bilden zusammen mit der Javorníky im äußersten Norden die Grenze zu Mähren. Von den weiter östlich liegenden Gebirgen wie Strážovské vrchy oder Inowetz werden sie durch das Waagtal getrennt, hier Teil der geomorphologischen Einheit Považské podolie. Im Osten des Krajs befindet sich der Kessel des Flusses Nitra (Hornonitrianska kotlina), umgeben vom Vogelgebirge, Žiar sowie kleinen Teilen der Kleinen Fatra und der Kremnitzer Berge. Bedeutende Flüsse im Kraj sind die schon genannten Waag und Nitra (Neutra). Im Westen gehört auch ein kurzer Abschnitt vom Flusslauf der Myjava zum Kraj. Der höchste Berg ist der Vtáčnik im Vogelgebirge (1346 m n.m.); der niedrigste Punkt liegt an der Waag bei Horná Streda (165 m n.m.).

Es gibt fünf Landschaftsschutzgebiete im Kraj: Malé Karpaty (Kleine Karpaten), Biele Karpaty (Weiße Karpaten), Strážovské vrchy, Kysuce und Ponitrie (Nitra-Gegend, Gebirge Tribeč und Vogelgebirge).

Verwaltungstechnisch grenzt der Kraj an den Žilinský kraj im Norden und Osten, Banskobystrický kraj im Südosten, Nitriansky kraj im Süden, Trnavský kraj im Süden und Südwesten sowie die tschechischen Jihomoravský kraj und Zlínský kraj im Nordwesten.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Trenčiansky kraj weist eine vielschichtige Verwaltungsgeschichte auf, die bis in das Mittelalter zurückreicht. Während der Zugehörigkeit zum Königreich Ungarn war das Gebiet überwiegend in mehrere Komitate gegliedert. Den größten Teil nahm das Komitat Trentschin ein, das sich entlang des Waagtals erstreckte und dessen Zentrum die strategisch bedeutende Burg Trenčín war. Weitere Teile gehörten zum Komitat Neutra, insbesondere die westlichen Randgebiete sowie Teile des mittleren Waagtals, und kleinere südliche Gebiete, vor allem um das heutige Partizánske, waren dem Komitat Barsch zugeordnet. Diese historisch gewachsene Gliederung blieb über Jahrhunderte weitgehend stabil und prägte die regionale Identität nachhaltig.

Mit dem Zerfall von Österreich-Ungarn im Jahr 1918 und der Gründung der Tschechoslowakei begann eine Phase tiefgreifender administrativer Veränderungen. In den ersten Jahren (1918/1919–1922) blieb die bestehende Komitatsstruktur zunächst formal erhalten, wurde jedoch zunehmend durch die neue staatliche Verwaltung überlagert. Ziel war es, die ehemals ungarisch geprägten Strukturen schrittweise zu integrieren und durch ein einheitliches Verwaltungssystem zu ersetzen.

Im Jahr 1923 erfolgte eine grundlegende Reform, die zur Einführung sogenannter župy (Gespanschaften) führte. Das Gebiet wurde dabei auf mehrere größere Verwaltungseinheiten aufgeteilt, darunter die Bratislavská župa, die Považská župa und die Nitrianska župa. Diese Reform stellte einen wichtigen Schritt zur Zentralisierung und Modernisierung der staatlichen Verwaltung dar und bedeutete gleichzeitig das endgültige Ende der traditionellen Komitatsstruktur.

Eine weitere Reform im Jahr 1928 führte zur Schaffung der zentralisierten Einheit Slovenská krajina (Slowakisches Land), die bis 1939 bestand. In dieser Phase wurde die Verwaltung stark zentralisiert, und regionale Selbstverwaltungsorgane verloren an Bedeutung. Die staatliche Steuerung erfolgte überwiegend von der zentralen Regierung aus, was insbesondere in wirtschaftlichen und infrastrukturellen Fragen zu einer Vereinheitlichung führte.

Während des Bestehens des Slowakischen Staates (1939–1945) wurde die Verwaltung erneut umgestaltet. Das Gebiet des heutigen Trenčiansky kraj wurde hauptsächlich den Verwaltungseinheiten Nitrianska župa und Trenčianska župa zugeordnet. Diese Einteilung knüpfte teilweise an historische Strukturen an, war jedoch stark von den politischen und ideologischen Rahmenbedingungen der Zeit geprägt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 wurde die Tschechoslowakei wiederhergestellt, und mit ihr auch die Verwaltungseinheit Slovenská krajina, die bis 1948 bestand. In dieser Übergangsphase kam es zu einer erneuten Reorganisation der staatlichen Strukturen, wobei zunehmend sozialistische Prinzipien in die Verwaltung einflossen.

Eine umfassende Verwaltungsreform im Jahr 1949 führte zur Einführung von sogenannten kraje (Landschaftsverbänden). Das Gebiet wurde dabei auf mehrere dieser Einheiten aufgeteilt, insbesondere auf den Bratislavský kraj, den Nitriansky kraj und den Žilinský kraj. Diese Einheiten dienten vor allem der zentralisierten staatlichen Planung und Kontrolle und unterschieden sich sowohl territorial als auch funktional deutlich von den heutigen Regionen.

Im Jahr 1960 erfolgte eine weitere Reform, die zur Schaffung größerer Verwaltungseinheiten führte. Das Gebiet des heutigen Trenčiansky kraj gehörte fortan überwiegend zum Západoslovenský kraj (Westslowakischer Landschaftsverband), während kleinere nördliche und östliche Teile dem Stredoslovenský kraj (Mittelslowakischer Landschaftsverband) zugeordnet wurden. Diese Struktur blieb bis zum Ende der sozialistischen Ära im Jahr 1990 bestehen und war durch eine starke Zentralisierung sowie eine enge Anbindung an die staatliche Planung geprägt.

Nach den politischen Veränderungen infolge der Samtenen Revolution von 1989 und der anschließenden Demokratisierung wurde das Verwaltungssystem schrittweise reformiert. Mit der Auflösung der Tschechoslowakei im Jahr 1993 und der Entstehung der unabhängigen Slowakei ergab sich die Notwendigkeit einer neuen territorialen Gliederung.

Im Rahmen der Verwaltungsreform von 1996 wurde schließlich der heutige Trenčiansky kraj als eine von acht Regionen der Slowakei geschaffen. Diese Reform legte die Grundlage für die moderne territoriale Organisation des Staates. Eine weitere bedeutende Änderung erfolgte im Jahr 2001, als die Regionen den Status eines samosprávny kraj (Selbstverwaltungskreis) erhielten. Seitdem verfügen sie über eigene gewählte Organe und Kompetenzen, insbesondere in den Bereichen Regionalentwicklung, Bildung, Gesundheitswesen, Verkehr und Infrastruktur.

Bevölkerung

Die Bevölkerungsdichte liegt bei 131/km², etwas mehr als der slowakische Durchschnitt (111/km²). Hauptstadt ist Trenčín, eine andere wichtige Stadt ist Prievidza. Insgesamt besteht der Landschaftsverband aus 276 Gemeinden, davon 18 Städten.

Nach der Volkszählung 2011 wohnten im Trenčiansky kraj genau 594.328 Einwohner. Der größte Teil entfiel auf die Slowaken (545.535 Einw., 91,8 %), gefolgt von Tschechen (4.106 Einw., 0,7 %), Magyaren (797 Einw., 0,1 %), Roma (574 Einw., 0,1 %), Mährern (540 Einw., 0,1 %) und Deutschen (538 Einw., 0,1 %). Andere Ethnien machen zusammen 0,3 % (1.732 Einw.) der Bevölkerung aus, während 40.506 Einwohner (6,8 %) keine Angabe zur Ethnie machten.

Konfessionell ist die römisch-katholische Kirche mit 381.093 Einwohnern (64,1 %) die am meisten verbreitete Konfession, gefolgt von der Evangelischen Kirche A. B. (48.327 Einw., 8,9 %) und griechisch-katholischen Kirche (1.338 Einw., 0,2 %). Des Weiteren bekannten sich die Einwohner zu den Zeugen Jehovas (1.082 Einw., 0,2 %), zur Pfingstbewegung (946 Einw., 0,2 %), zur evangelisch-methodistischen Kirche (899 Einw., 0,2 %) und zur orthodoxen Kirche (635 Einwohner, 0,1 %); insgesamt 4.571 Einwohner (0,8 %) bekannten sich zu einer anderen Konfession. 90.842 Einwohner (15,3 %) waren konfessionslos und bei 64.595 Einwohnern (10,9 %) wurde keine Konfession ermittelt.

Weblinks

  • Homepage des Trenčiansky samosprávny kraj (nicht des Trenčiansky kraj)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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auch: Trencín, Trenciansky

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: kraj

Fläche ca.: 4519.50 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 49.331
südlichster Punkt: 48.492
westlichster Punkt: 17.357
östlichster Punkt: 18.833

 
Slowakei - kraj Trenčiansky: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
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