Länder Länder/Staaten > Europa > Slowenien Slowenien > Gornji Petrovci Region Gornji Petrovci

Karte Karte: Region Gornji Petrovci

Lage Lage, Gebirge

Gebirge in Gornji Petrovci: 1
Europa » Alpen » Ostalpen » Zentrale Ostalpen » Randgebirge östlich der Mur

Da von den Grenzen der Gebirge und der Regionen nur die äußersten Punkte berücksichtigt werden, und die Berechnung automatisch passiert, kann es an den Rändern zu fehlerhaften Überschneidungen kommen.
Durch einblenden der Gebirge auf der Karte (Klick auf Gebirge oben links in der Karte) kannst du genau sehen, welche Gebirge in der Region liegen und welche nur daran grenzen.

Region Informationen Region: Gornji Petrovci

Informationen:


Gornji Petrovci (deutsch Petersberg; ungarisch: PĂ©terhegy) ist eine Gemeinde und eine Ortschaft in Goričko, dem hĂŒgeligen Teil der historischen Region Prekmurje (deutsch: Übermur, auch Transmurien) in Slowenien.

Geographie

Die Kommune nimmt den nördlichen Bereich des HĂŒgel- und Grabenlandes von Goričko ein und berĂŒhrt mit zwei Ortsteilen die Grenze zu Ungarn. Das Gemeindegebiet erstreckt sich ĂŒber eine FlĂ€che von 66,84 kmÂČ und grenzt im Norden an das ungarische Komitat Vas (deutsch: Eisenburg), im Osten an die Gemeinde Ć alovci (deutsch: Schabing), im SĂŒdosten an die Gemeinde Moravske Toplice (deutsch: Olsnitz), im SĂŒden und SĂŒdwesten an die Gemeinde Puconci (deutsch: Putzendorf), im Westen an die Gemeinde Grad (deutsch: Oberlimbach) und im Nordwesten an die Gemeinde Kuzma (deutsch: Sankt Cosmas).

Das Gemeindegebiet umfasst die Quellbereiche und OberlĂ€ufe der von West nach Ost fließenden GewĂ€sser des KoritiĆĄki-, Merak-, Peskovski- und Mala-Krka-Baches, mit Höhen um 260 m. Die zwischen den Niederungen ĂŒberwiegend sanft ansteigenden HĂŒgel und Kuppen sind grĂ¶ĂŸtenteils bewaldet. Die höchste Erhebung der Gemeinde mit 404 m ist der Srebni breg, der Silberberg, an der Wasserscheide zwischen Mur und Raab, unmittelbar an der ungarischen Grenze. Weitere ausgeprĂ€gte HĂŒgel in der Gemeindegemarkung sind: Sveta Ana (Sankt-Anna-Berg) 395 m, Huma 362 m, Majorce 364 m und Nedelski breg 355 m, der geschichtstrĂ€chtige Sonntagsberg mit seiner herrlichen Aussicht, oberhalb des Gemeindezentrums. Das gesamte Gemeindegebiet gehört dem DreilĂ€nderpark Raab-Goričko-Örseg an.

Die Kommune zÀhlt ca. 2250 Einwohner und setzt sich aus 14 Ortschaften zusammen, die im Gemeindewappen als blaue HÀuschen mit roten DÀchern dargestellt werden.

Ortschaften der Gemeinde Gornji Petrovci

Geschichte

Eine erste Ansiedlung wird im Jahre 1385 als Oberdorf erwÀhnt, die im Besitz der Familie Hencherfalua war. 1431 taucht zum ersten Male die ungarische Bezeichnung Petrocz auf, 1448 Petrolcz, 1467 Petróczi. Nachdem die Familie Hencherfalua im 16. Jahrhundert ausstarb, kam der Ort an die Familie Széchy. Nach deren Aussterben fiel das Dorf 1685 an die Grafen von Nådasdyaké.

In der zweiten HĂ€lfte des 16. Jahrhunderts ĂŒbernahmen die Einwohner die Reformation; erst 1642 wurde wieder eine katholische Pfarrei gegrĂŒndet.

Bis zum 20. Jahrhundert war das Gemeindegebiet zweigeteilt, in FelsƑ-PetrĂłcz (Oberpetersberg) und Mura PetrĂłcz (Murpetersberg). In der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts erwarben die Grafen BatthyĂĄni mit Mura PetrĂłcz den sĂŒdlichen Teil, die Grafen NĂĄdasdy mit FelsƑ-PetrĂłcz den nördlichen Teil, beide blieben bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Grundherren. 1910 war die Mehrheit der Bevölkerung Slowenen, mit einer bedeutenden ungarischen Minderheit. Am 29. Mai 1919 wurde Gornji Petrovci teil der Murrepublik und kam dann auf Grund des Vertrags von Trianon – wie fast das gesamte Übermurgebiet – zum Königreich Jugoslawien. Im April 1941 erklĂ€rte Ungarn Jugoslawien den Krieg und besetzte das Übermurgebiet. 1945 kam die Gemeinde wieder zu Jugoslawien; 1991 wurde sie Teil der Republik Slowenien. Die Gemeinde in der heutigen Form entstand am 3. Oktober 1992, als das Gebiet aus der Gemeinde Murska Sobota ausgegliedert und selbstĂ€ndig wurde.

Kultur

Zu den wichtigsten KulturdenkmÀlern der Gemeinde gehören vor allem folgende Kirchen:

Heilig-Geist-Kirche

Die Pfarrkirche „Heilig-Geist“, (slowenisch cerkev Sveta Trojica), in Gornji Petrovci entstand Ende des 13. Jahrhunderts und steht auf romanischen Grundmauern. Auch das Kirchenschiff ist spĂ€tromanisch. Eine grĂ¶ĂŸere Erweiterung im gotischen Stil erfolgte im 15. Jahrhundert mit einem spĂ€tgotischen Presbyterium. Um 1642 wurde der Innenraum barockisiert. Der Glockenturm wurde erst 1675 hinzugefĂŒgt. In ihm befinden sich zwei Glocken: Die Sankt-Medardus-Glocke mit 440 kg aus dem Jahr 1675, und die grĂ¶ĂŸere Marienglocke mit 624 kg, gegossen 1924. Von 1592 bis 1732 fanden in der Kirche protestantische Gottesdienste statt; erst 1733 wurde sie wieder katholisch. Bild siehe oben bei „Ortschaften der Gemeinde Gornji Petrovci“.

Evangelische Kirche in Gornji Petrovci

Bei der evangelischen Kirche (slowenisch: Evangeličanska cerkev) in Gornji Petrovci handelt es sich um eine der grĂ¶ĂŸten evangelischen Kirchen im Übermurgebiet. Sie ist 22 m lang und 4 m breit und wurde 1804 als einschiffige Kirche mit Galerie und Glockenturm errichtet. 1894 erfolgte eine Renovierung sowie ein Umbau durch den Architekten Daniel Placotta. Die Kirche wurde landesweit bekannt, als hier 1984 die erste weibliche Priesterin in Slowenien ihren Dienst antrat.

Sankt-Anna-Kirche

Die Wallfahrtskirche aus dem 16. Jahrhundert befindet sich im Ortsteil Boreča. Bild siehe oben bei „Ortschaften der Gemeinde Gornji Petrovci“.

Evangelische Kirche in KriĆŸevci

Die evangelische Kirche (slowenisch: Evangeličanska cerkev) in KriĆŸevci steht auf der grĂ¶ĂŸten Erhebung der Gegend, dem Vrey (390 m) und wurde bereits 1795 errichtet (nach anderen Quellen 1785) und ist somit die Ă€lteste evangelische Kirche im Übermurgebiet. 1885 wurde die Kirche um vier Meter vergrĂ¶ĂŸert und im Stil des Historismus umgebaut. 1982 erfolgte eine Komplettrenovierung.

Weitere kulturelle DenkmÀler

Bei Ćœenavlje befinden sich zwei römische GrabhĂŒgel, die jedoch noch nicht archĂ€ologisch untersucht wurden. Weitere GrabhĂŒgel befinden sich im Wald bei KriĆŸevci. Reste einer römischen Siedlung wurden in der NĂ€he von Peskovci entdeckt. Bei Lukova wurden Spuren einer prĂ€historischen Siedlung gefunden. In Neradnovci befindet sich am Mala-Krka-Bach die Lenarčičev–MĂŒhle aus dem Jahre 1870. Im Jahr 2000 wurde die MĂŒhle vollstĂ€ndig renoviert und ist wieder in Betrieb.

Goričko-Museum fĂŒr alte landwirtschaftliche GerĂ€te und Technik

Das Museum in Adrijanci (slowenisch: Muzej starih kmetijskih orodji in motorne tehnike Goričko) zeigt Artefakte aus dem bĂ€uerlichen Leben in Prekmure, hinzu kommt eine Sammlung von Oldtimern.

Klima

Das Klima ist gemĂ€ĂŸigt kontinental mit kĂŒhlen Wintern und heißen Sommern. Der kĂ€lteste Monat ist der Januar mit einem Temperaturmittel von −1,5° Celsius, der wĂ€rmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 20° Celsius. Das Jahr ĂŒber betrĂ€gt die durchschnittliche Niederschlagsmenge 900 mm; der regenreichste Monat ist der Juli.

Sonstiges

  • Gornji Petrovci ist eine der wenigen Gemeinden Sloweniens, in der die Mehrheit der Bevölkerung dem evangelisch-lutherischen Glauben angehört. Die meisten Gemeinden haben eine katholische Mehrheit.
  • Am 18. August 1934 stĂŒrzten bei Gornji Petrovci die belgischen Flugpioniere und Ballonfahrer Max Cosyns und NĂ©rĂ©e van der Elst mit ihrem StratosphĂ€renballon ab. Zum Gedenken an dieses Ereignis ist der 18. August der Ortsfeiertag.

Persönlichkeiten

  • MatjaĆŸ (MĂĄtyĂĄs) Godina (1768 in Gornji Petrovci – † 1. Januar 1835 in Gornji Petrovci), Evangelischer Priester und Lehrer; Komponist und Schriftsteller in prekmurischer Sprache
  • JĂłzsef FiczkĂł (* 15. MĂ€rz 1772 in Boreča; † 28. November 1843 in Peresznye), burgenlandkroatischer Schriftsteller und katholischer Priester.
  • Mikola SĂĄndor (* 16. April 1871in Gornji Petrovci - † 1. Oktober 1945 in Nagykanizsa); Physiker, PĂ€dagoge, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften
  • Milan Kučan (* 14. Januar 1941 in KriĆŸevci), von 1986 bis 1990 Vorsitzender der Kommunistischen Partei Sloweniens; von 1991 bis 2002 der erste StaatsprĂ€sident der Republik Slowenien.

Literatur

  • Ivan Zelko, Historična Topografija Slovenije I. Prekmurje do leta 1500. Murska Sobota, 1982.
  • Matija Slavič, NaĆĄe Prekmurje. Murska Sobota, 1999.
  • Atlas Slovenije, Ljubljana 1985.

Weblinks

  • Geopedia.si, Karte: Gemeinde Gornji Petrovci
  • Geopedia.si, Karte: Ort Gornji Petrovci

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Kommentar User Meinungen und Kommentare


Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in dieser Region Touren in dieser Region

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

auch:

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Opcine

Fläche ca.: 66.70 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 46.859
südlichster Punkt: 46.744
westlichster Punkt: 16.123
östlichster Punkt: 16.266

 
Slowenien - Region Gornji Petrovci: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
Region Gornji Petrovci in Slowenien. Schaue dir die Lage und viele weitere Informationen an. Höchste Gipfel und höchste Hütten.

Twitter twitter.com/deinebergede Instagram instagram.com/deineberge.de Facebook facebook.com/DeineBerge Frage Kontakt Fragen, Fehler, Lob, Kritik?
Schreib uns eine Nachricht.