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Staat Informationen : Vereinigte Arabische Emirate

Informationen:


Die Vereinigten Arabischen Emirate (arabisch Ű§Ù„Ű„Ù…Ű§Ű±Ű§ŰȘ Ű§Ù„ŰčŰ±ŰšÙŠŰ© Ű§Ù„Ù…ŰȘŰ­ŰŻŰ©, DMG al-Imārāt al-ÊżArabiyya al-Muttaáž„ida; amtlich: arabisch ŰŻÙˆÙ„Ű© Ű§Ù„Ű„Ù…Ű§Ű±Ű§ŰȘ Ű§Ù„ŰčŰ±ŰšÙŠŰ© Ű§Ù„Ù…ŰȘŰ­ŰŻŰ©, DMG Dawlat al-Imārāt al-ÊżArabiyya al-Muttaáž„ida ‚Staat der Vereinigten Arabischen Emirate‘), kurz VAE und hĂ€ufig auch umgangssprachlich verkĂŒrzt zu „die Emirate“, sind eine Föderation von sieben Emiraten im Osten der Arabischen Halbinsel in SĂŒdwestasien. An der KĂŒste des Persischen Golfs gelegen und mit Zugang zum Golf von Oman, grenzt das Land an Saudi-Arabien und Oman. Es besteht aus den Emiraten Abu Dhabi, Adschman, Dubai, Fudschaira, Ra’s al-Chaima, Schardscha und Umm al-Qaiwain.

Die Hauptstadt der VAE ist Abu Dhabi, als eine der fĂŒnf großen StĂ€dte des Landes neben Dubai, Schardscha, Adschman und Al-Ain ist es auch ein wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum.

Vor der UnabhĂ€ngigkeit 1971 waren die VAE wegen der ProtektoratsvertrĂ€ge, die die einheimischen Herrscher im 19. Jahrhundert mit dem Vereinigten Königreich abgeschlossen hatten, als „VertragskĂŒste“ oder „Vertragsstaaten“ bekannt. Das politische System grĂŒndet auf der Verfassung von 1971. Der Islam ist die offizielle Religion und Arabisch die offizielle Sprache. Das siebte Emirat Ra’s al-Chaima kam 1972 dazu.

Die VAE besitzen die siebtgrĂ¶ĂŸten Ölvorkommen der Welt, sind die am weitesten entwickelten Volkswirtschaften des Nahen Ostens und eines der reichsten LĂ€nder der Welt mit einem Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt von 63.590 USD (Kaufkraftbereinigt im Jahr 2019). Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen zĂ€hlt das Land zu den LĂ€ndern mit sehr hoher menschlicher Entwicklung. Der Internationale WĂ€hrungsfonds klassifiziert die VAE als “high income developing economy”.

Das Land ist GrĂŒndungsmitglied des Golf-Kooperationsrates sowie Mitgliedsstaat der Arabischen Liga, der Vereinten Nationen, der Organisation fĂŒr Islamische Zusammenarbeit, der OPEC und der Welthandelsorganisation.

Geografie

Geschichte

FrĂŒhgeschichte

ArchÀologische Funde bei Sila sind 7000 Jahre alt.

Weitere Funde auf der Insel Umm an-Nar bei Abu Dhabi lassen auf eine Besiedlung schon im 4. Jahrtausend v. Chr. schließen. Bei Al-Ain fanden sich außerdem Zeugnisse einer um 2500 v. Chr. datierten Kultur, die im Hadschar-Gebirge Kupfer abbaute und damit handelte. Der Fernhandel erhielt durch die Domestizierung des Kamels am Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. einen großen Aufschwung.

An den Landweg von Syrien in den heutigen sĂŒdlichen Irak schloss sich der Seeweg ĂŒber den Persischen Golf nach Indien, unter anderem ĂŒber den wichtigen Hafen Omana (wahrscheinlich das heutige Umm al-Qaiwain). Perlentaucherei war schon seit alter Zeit ein wichtiger Erwerbszweig. Große Messen wurden unter anderem in Dibba abgehalten, zu denen Kaufleute aus der Region und sogar China kamen.

Beginn der islamischen Ära

Entlang der antiken Handelswege nach Indien breitete sich im 6. Jahrhundert das Christentum bis in den sĂŒdlichen Teil des Persischen Golfes aus. Das in den 1990er Jahren auf einer vorgelagerten Insel (Sir Bani Yas Island) entdeckte christliche Kloster von Sir Bani Yas bestand bis in das 8. Jahrhundert und wurde offenbar ohne kriegerische Auseinandersetzungen aufgegeben. Im Jahr 630 trafen Boten des Propheten Mohammed aus Mekka ein und bekehrten die einheimischen StĂ€mme zum Islam. Nach dem Tode Mohammeds 632 kĂŒndigten sie das BĂŒndnis und lösten sich von der neuen Religion. Die Entscheidungsschlacht der anschließenden Ridda-Kriege fand in Dibba statt und brachte die Niederlage der abtrĂŒnnigen Nichtmuslime und den endgĂŒltigen Triumph des Islams auf der arabischen Halbinsel.

Im Jahr 637 war Julfar (heute Ra’s al-Chaima) einer der Ausgangsorte fĂŒr die Invasion Persiens und entwickelte sich in den darauf folgenden Jahrhunderten zu einem reichen Hafen und zum Zentrum des Perlenhandels, dessen Daus den gesamten Indischen Ozean befuhren.

Im 7. Jahrhundert geriet die KĂŒste unter den Einfluss der Charidschiten. Vom 9. bis 11. Jahrhundert gehörte das Gebiet zum Staat der schiitischen Qarmaten.

Portugiesische Kontrolle

Anfang des 16. Jahrhunderts kam das Gebiet unter direkten Einfluss des Osmanischen Reiches, das jedoch bald von den Portugiesen verdrĂ€ngt wurde, die am Golf StĂŒtzpunkte zur Sicherung der Handelsroute nach Indien bauten. Auf seiner Suche nach der „GewĂŒrzroute“ nach Asien, die ihn schließlich nach Indien fĂŒhrte, war Vasco da Gama auf die Hilfe von Ahmad ibn Majid, einem Navigator und Kartographen aus Julfar, angewiesen.

Die Portugiesen kontrollierten den Persischen Golf, bis sie um 1650 von omanischen StÀmmen vertrieben wurden.

Von der „Piraten-“ zur „VertragskĂŒste“

1747 ließen sich die Beduinen der Qawasim an der sĂŒdlichen GolfkĂŒste nieder und nutzten das Machtvakuum am Golf, um nicht nur Perlenfischerei zu betreiben, sondern auch Piraterie gegen die Handelsschifffahrt, was zur Bezeichnung „PiratenkĂŒste“ fĂŒhrte. Zentren waren die HĂ€fen Schardscha und Ra’s al-Chaima. Um 1780 war die Macht der Qawasim so stark gewachsen, dass sie eine Flotte von 60 Schiffen mit 20.000 Seeleuten mustern konnten, damit auch große Teile der persischen GolfkĂŒste beherrschten und den Handel Omans bedrohten. Gegenangriffe Omans blieben erfolglos. Da die Piraterie auch den Indienhandel bedrohte, unternahm Großbritannien zwischen 1806 und 1819 mehrere Strafexpeditionen, die 1820 in einem Friedensvertrag mit allen Emiraten kulminierten. Es gab danach immer wieder Angriffe auf Handelsschiffe, bis es 1853 zu einer ErklĂ€rung eines „ewigen Seefriedens“ kam. Sukzessive wurden die Emirate zu britischen Protektoraten, und als „Befriedetes Oman“, „Vertragsoman“ oder „VertragskĂŒste“ (Trucial States) bezeichnet.

Der Vertrag von 1892 zwischen Großbritannien und einer Reihe von Golfemiraten zementierte das enge VerhĂ€ltnis und legte fest, dass ohne britische Zustimmung die Scheichs kein Territorium verĂ€ußern oder Beziehungen mit anderen Staaten eingehen durften. Im Gegenzug gelobte Großbritannien, die „VertragskĂŒste“ gegen Angriffe von See und Land zu beschĂŒtzen.

Aufstieg und Fall der Perlenindustrie

Mit der Übernahme der Macht durch Scheich Shakbuth bin Diab 1793 siedelte die Al-Nahyan-Familie aus dem Bani-Yas-Stamm von der Inlandoase Liwa nach Abu Dhabi (gegrĂŒndet 1761) um, das sich zu einem wichtigen Zentrum der Perlenfischerei entwickelt hatte. Dort grĂŒndete er ein Fort und dehnte seine Macht auf die Oase al Ain aus. Trotz ihrer neuen Hauptstadt an der KĂŒste lag die Wurzel und das Herz der Bani-Yas-StĂ€mme in ihren beduinischen Wurzeln.

Den zweiten großen Stammesverband bildeten die Qawasim. Dieser Stamm kontrollierte einen großen Teil der nördlichen Emirate. Ihre StĂ€rken waren weniger das Perlentauchen, sondern der Handel und die Seefahrt.

Ein paar Jahrzehnte danach migrierte ein weiterer Zweig der Bani Yas nordwĂ€rts, spaltete sich von der Familie ab und grĂŒndete in der Gegend des heutigen Creeks 1833 Dubai (im Jahre 1822 wird die Siedlung Bar Dubai zum ersten Mal erwĂ€hnt), das nicht nur Perlenfischerei betrieb, sondern auch zu einem bedeutenden Handelsplatz wurde. Perlen waren bis weit in das 20. Jahrhundert einer der wichtigsten Erwerbszweige. Die Weltwirtschaftskrise 1929 und die Verbreitung von billigeren Zuchtperlen aus Japan fĂŒhrten zum Niedergang der Perlenindustrie am Golf. In den folgenden Jahren gab es immer wieder teilweise kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den StĂ€mmen.

Ölboom

Anfang der 1930er Jahre erlangten die ersten Ölfirmen Konzessionen, um auf dem Gebiet der „Trucial States“ Bohrungen durchzufĂŒhren. Anfang der 1960er Jahre wurde Öl in großem Umfang gefunden und 1962 die erste Schiffsladung von Abu Dhabi aus exportiert.

Anders als sein VorgĂ€nger und erstgeborener Bruder Scheich Shakhbut bin Sultan al Nahyan nutzte ab 1966 Scheich Zayid bin Sultan Al Nahyan von Abu Dhabi die steigenden Einnahmen aus der Erdölförderung fĂŒr ein umfangreiches Entwicklungsprogramm, von dem auch die Ă€rmeren Nachbaremirate profitierten. Nachdem 1969 auch Dubai begonnen hatte, Öl zu exportieren, konnte Scheich Raschid bin Said Al Maktum, seit 1939 de facto Herrscher des Emirats, den neuen Reichtum auch dazu nutzen, die LebensqualitĂ€t seines Volkes zu verbessern.

Grenzziehung

Bei den Grenzstreitigkeiten Abu Dhabis mit Saudi-Arabien ĂŒber den sĂŒdlichen Grenzverlauf des Emirates half ab 1955 Großbritannien mit, den Disput beizulegen. Im Jahre 1952 boten die damals schon durch den Handel mit Öl ĂŒber Geld verfĂŒgenden Saudis Scheich Zayid 42 Millionen Dollar – dies war fĂŒr einige Jahre die höchste Bestechungssumme fĂŒr eine Einzelperson – an, wenn er seinen Kampf gegen sie und ihren Anspruch auf Buraimi aufgeben sollte. Der spĂ€tere GrĂŒnder und Vater der VAE lehnte die Summe jedoch ab, mit der BegrĂŒndung, dass er nur am Wohl seines Volkes interessiert sei.

Eine starke Verbesserung der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und den VAE trat ein, als König Faisal an die Macht gekommen war und Scheich Zayid 1966 Herrscher von Abu Dhabi wurde. Im Jahre 1974 unterschrieben sie ein Grenzabkommen, das dem 170 Jahre langen Kampf um die Buraimi-Gegend ein Ende setzte. Unmittelbar danach erkannte Saudi-Arabien die VAE an. Als Teil dieses Abkommens wurde die Verbindung (Hafen von Khor al Udaid und weiteres erdölhaltiges Land) zwischen Katar und Abu Dhabi getrennt. Im Jahre 1974 trafen die beiden Staaten eine Vereinbarung, die diese Streitigkeiten beilegte. Allerdings ist diese noch nicht von der VAE-Regierung ratifiziert und die saudische Regierung erkennt diese Vereinbarung bisher nicht an. Die Grenze zwischen den beiden Staaten ist daher grĂ¶ĂŸtenteils eine De-facto-Grenze. Der genaue Grenzverlauf spielte bisher aber keine große Rolle, da im Grenzgebiet eine SandwĂŒste liegt.

Die bei der Al-Ain/Buraimi-Oase ebenfalls umstrittene Grenze zum Oman ist bis heute offiziell auch nicht festgelegt, doch haben sich die beiden Regierungen im Mai 1999 darauf geeinigt, sie zu markieren.

Scheich Zayid und die Union der Emirate

Ab 1952, verstĂ€rkt nach dem Einsetzen der Erdölförderung, hatte sich eine engere Zusammenarbeit der Emirate entwickelt. Im Laufe der 1960er Jahre verloren britische Ölfirmen zunehmend an Einfluss zugunsten von US-amerikanischen Unternehmen.

Das bereits bestehende britische BĂŒro fĂŒr Entwicklung wurde vom Trucial States Council abgelöst, einem von den Herrschern der Emirate gegrĂŒndeten Koordinierungsrat, zu dessen GeneralsekretĂ€r und Rechtsbeistand Adi Bitar ernannt wurde, der Rechtsberater von Scheich Raschid bin Said Al Maktum.

Großbritannien verkĂŒndete 1967 die East of Suez-Politik, wonach es sich bis Ende 1971 von seinen MilitĂ€rbasen und anderen Verpflichtungen östlich des Sueskanals zurĂŒckziehen wĂŒrde. Damit wĂŒrden zum 31. Dezember 1971 auch die SchutzvertrĂ€ge mit den Gebieten am Persischen Golf – außer den Trucial States auch Bahrain und Katar – enden.

Die Herrscher von Abu Dhabi und Dubai beschlossen, ihre Emirate zu einer Union zusammenzuschließen, eine Verfassung (von Adi Bitar) ausarbeiten zu lassen, und dann die Herrscher der anderen fĂŒnf Emirate einzuladen, der Union beizutreten.

Am 2. Dezember 1971 entließ Großbritannien die Trucial States in die UnabhĂ€ngigkeit. Noch am selben Tag trafen sich die Herrscher von Abu Dhabi, Adschman, Fudschaira, Schardscha, Dubai und Umm al-Qaiwain. Sie grĂŒndeten unter der Leitung und Vermittlung von Scheich Zayid bin Sultan Al Nahyan die Vereinigten Arabischen Emirate, mit Scheich Zayid selbst als PrĂ€sident, die eine Woche spĂ€ter, am 9. Dezember, den Vereinten Nationen beitraten. Am 11. Februar 1972 trat Ra’s al-Chaima als siebtes und letztes Emirat der ehemaligen Trucial States den VAE bei.

JĂŒngste Geschichte

1981 wurde mit Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Kuwait und Oman der Golf-Kooperationsrat gegrĂŒndet. Nach der Annexion Kuwaits durch den Irak im August 1990 unterstĂŒtzten die VAE die UN-Maßnahmen zur Befreiung des Landes. Die LuftwaffenstĂŒtzpunkte der VAE wurden wĂ€hrend des Zweiten Golfkriegs von den westlichen Alliierten als Ausgangspunkt fĂŒr MilitĂ€rschlĂ€ge gegen den Irak genutzt. Mit den USA und Frankreich wurden 1994 bzw. 1995 VerteidigungsbĂŒndnisse geschlossen.

Die VAE unterstĂŒtzen die US- und andere KoalitionsstreitkrĂ€fte bei deren Operationen in Afghanistan, wohin die VAE auch Truppen entsandt haben, sowie im Irak und im Kampf gegen den Terror vorwiegend vom FlugstĂŒtzpunkt Al Dhafra Air Base aus.

Tod der Scheichs Zayid und Maktum

Am 2. November 2004 starb der erste PrĂ€sident und GrĂŒnder der VAE, Scheich Zayid bin Sultan Al Nahyan. Sein Ă€ltester Sohn, Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan, folgte ihm auf den Thron als Herrscher von Abu Dhabi; außerdem wĂ€hlte ihn der Oberste Herrscherrat gemĂ€ĂŸ Verfassung zum PrĂ€sidenten der VAE. Scheich Muhammad bin Zayid Al Nahyan, ein Bruder von Scheich Chalifa, wurde demgemĂ€ĂŸ Kronprinz von Abu Dhabi.

Im Januar 2006 starb Scheich Maktum bin Raschid Al Maktum, der Herrscher von Dubai und Premierminister der VAE; sein Bruder, Kronprinz Scheich Muhammed bin Raschid Al Maktum, trat die Nachfolge an.

Politisches System

Staatsordnung

Seit GrĂŒndung der Vereinigten Arabischen Emirate im Jahr 1971 haben die Emirate ihre nationale IdentitĂ€t stetig weiterentwickelt und dabei von einem fĂŒr die Region sehr hohen Maß an politischer StabilitĂ€t profitiert. GemĂ€ĂŸ der provisorischen Verfassung von 1971 sind die VAE eine Föderation von sieben autonomen Emiraten. Im Mai 1996 genehmigte der Oberste Rat der Herrscher (Federal Supreme Council) Änderungen an der Verfassung, mit denen Abu Dhabi endgĂŒltig als Hauptstadt festgelegt und die vorher provisorische Konstitution zur definitiven erklĂ€rt wurde. Das Staatswesen wird vom deutschen AuswĂ€rtigen Amt als „patriarchalisches PrĂ€sidialsystem mit traditionellen Konsultationsmechanismen“ definiert. Es handelt sich um eine Kombination aus traditionellen und modernen Elementen, wobei die Regierung versucht, einen starken Modernisierungskurs mit der Erhaltung der islamischen und regionalen Traditionen zu konsolidieren.

Das Staatsrecht sieht auf Bundesebene den Obersten Herrscherrat (Federal Supreme Council), das Bundeskabinett (Federal Cabinet), einen Ministerrat (Council of Ministers), ein Parlament (Federal National Council) sowie eine unabhĂ€ngige Judikative, an deren Spitze das Oberste Bundesgericht (Federal Supreme Court) steht, vor. Die Mitglieder des Obersten Herrscherrates wĂ€hlen aus ihrer Mitte den PrĂ€sidenten und den VizeprĂ€sidenten, die jeweils fĂŒr fĂŒnf Jahre im Amt bleiben, bis eine Wiederwahl stattfindet. Gewöhnlich hat der Scheich von Abu Dhabi die PrĂ€sidentschaft inne; als VizeprĂ€sident fungiert in der Regel der Premierminister. Derzeitiger PrĂ€sident ist Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan.

Der Herrscherrat hat sowohl legislative als auch exekutive Vollmachten. Er ratifiziert Bundesgesetze und Dekrete, gibt die Richtlinien der Politik vor, genehmigt die Nominierung des Premierministers und akzeptiert seinen RĂŒcktritt. Auf Empfehlung des PrĂ€sidenten kann er auch den Premierminister seines Amtes entheben.

Der Ministerrat und das Kabinett, in der Verfassung beschrieben als die „exekutive Behörde der Föderation“, kennen die ĂŒblichen Ministerialressorts und werden vom Premierminister gefĂŒhrt. Dieser wird vom PrĂ€sidenten in Absprache mit den anderen Mitgliedern des Obersten Herrscherrates gewĂ€hlt und ist gewöhnlich der Scheich von Dubai. Der Premierminister (seit dem 4. Januar 2006 Muhammed bin Raschid Al Maktum) schlĂ€gt die Minister vor, die vom PrĂ€sidenten ernannt werden.

Die einzelnen Emirate ihrerseits bilden die Gliedstaaten, deren Thronfolge erblich ist. Politikwissenschaftlich handelt es sich bei den VAE somit um eine bundesstaatlich organisierte konstitutionelle Monarchie; faktisch handelt es sich um eine Autokratie in modernem staatsrechtlichem Gewand. Die Gliedstaaten ihrerseits sind absolutistisch verfasste Erbmonarchien.

Der Föderative Nationalrat

Der Föderative Nationalrat (engl. Federal National Council, KĂŒrzel FNC) ist das Bundesparlament. Seine Zusammensetzung ergibt sich aus den Emiraten, basierend auf deren Bevölkerungszahlen. Seit Ende 2006 wird die HĂ€lfte seiner Mitglieder durch indirekte Wahlen bestimmt.

Der FNC spielt eine wichtige Rolle in der Konsolidierung der Schura in den VAE und hat gemĂ€ĂŸ Verfassung sowohl eine legislative als auch eine Aufsichtsrolle. Seine Pflicht ist die Untersuchung und – sofern notwendig – die Änderung von EntwĂŒrfen zu allen Bundesgesetzen. Er kann jederzeit einen Bundesminister einberufen und zur Effizienz seines Ministeriums befragen. Der Vorsitzende des FNC wird unter den Mitgliedern gewĂ€hlt.

Seit den Wahlen zum Föderativen Nationalrat in den Vereinigten Arabischen Emiraten 2006 nimmt der FNC eine zunehmend proaktive Rolle ein. Im Rahmen der anhaltenden politischen Reform in den VAE soll aus dem Föderativen Nationalrat langfristig eine vollstÀndig gewÀhlte Institution werden. Der FNC ist Mitglied der Interparlamentarischen Union und der Arabisch-Parlamentarischen Union (APU).

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben fĂŒr die Wahl der HĂ€lfte der Mitglieder des Föderativen Nationalrats eine von der Verwaltung bestimmte, handverlesene WĂ€hlerschaft. 2006, bei den ersten Wahlen ĂŒberhaupt, befanden sich nach Adams darunter 1163 WĂ€hlerinnen und 6595 WĂ€hler. Dies wird, da die Bedingungen fĂŒr Frauen und MĂ€nner gleich sind, hier als allgemeines aktives und passives Frauenwahlrecht gewertet. 2006 und 2011 wurde je eine Frau ins Parlament gewĂ€hlt.

Regierung

Auf Emiratsebene

Parallel zu den föderalen Institutionen hat jedes einzelne der sieben Emirate eine eigene Regierung. Die KomplexitÀt der Regierungen variiert von Emirat zu Emirat, abhÀngig von Faktoren wie Bevölkerung, FlÀche und dem Grad der Entwicklung.

Das flĂ€chenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte Emirat, Abu Dhabi, hat einen eigenen zentralen Regierungsapparat, den Executive Council. Diesem gehören wiederum verschiedene Ministerien an. Das Emirat Abu Dhabi ist in zwei Regionen aufgeteilt: Die Western Region und die Eastern Region, die wiederum von offiziellen ReprĂ€sentanten des Herrschers gefĂŒhrt werden. Die beiden grĂ¶ĂŸten StĂ€dte, Abu Dhabi und Al Ain, werden von Stadtgemeinden verwaltet, die jeweils einen Stadtrat haben, der dem Department of Municipalities and Agriculture unterstellt ist. FĂŒr die Western Region wurde eine neue Stadtbehörde ins Leben gerufen. Der Abu Dhabi National Consultative Council besteht aus 60 Mitgliedern fĂŒhrender StĂ€mme und Familien und nimmt eine Rolle ein, die in etwa der des Federal National Council auf Bundesebene entspricht.

Im Emirat Dubai erfĂŒllt der 2003 gegrĂŒndete Dubai Executive Council Ă€hnliche Funktionen wie der Executive Council Abu Dhabis. Ende 2006 wurde Scheich Hamdan bin Mohammed bin Raschid Al Maktum, der Sohn des Herrschers von Dubai, zum Vorsitzenden des Rates ernannt. Der Executive Council unterstĂŒtzt den Herrscher des Emirats und Premierminister der VAE, Scheich Muhammad bin Raschid Al Maktum, bei der Vorbereitung von EntwicklungsplĂ€nen fĂŒr Dubai und bei der Formulierung und Implementierung von Gesetzen auf Emirats- und Bundesebene. In den letzten Jahren gehörten zu den wichtigsten Projekten die Restrukturierung der Dubaier Behörde fĂŒr Straßen und Transport (Dubai Roads and Transport Authority) sowie des Land Departments, die beide eine entscheidende Rolle in der rasanten Entwicklung des Emirats spielen.

Die Emirate Sharjah und Ajman haben ebenfalls Executive Councils. Sharjah hat ĂŒberdies einen Consultative Council, der fĂŒr das gesamte Emirat zustĂ€ndig ist. An seine drei fernen Exklaven an der OstkĂŒste des Landes hat Sharjah diverse Befugnisse an die lokalen Regierungen abgegeben, insbesondere in Kalba und Khor Fakkan.

In den ĂŒbrigen Emiraten existiert ein vergleichbares Muster von StadtrĂ€ten, Ministerien, Behörden und unabhĂ€ngigen Institutionen. In den kleineren und fern gelegenen Ortschaften kann der Herrscher jedes Emirats einen lokalen ReprĂ€sentanten ernennen, einen Emir oder Wali, durch den die Anliegen der Einwohner der Emiratsregierung vorgetragen werden können. Oft sind die ReprĂ€sentanten Mitglieder der fĂŒhrenden lokalen StĂ€mme.

Föderative Regierung

Die Kompetenzen der verschiedenen föderativen Institutionen und deren Beziehungen zu den einzelnen lokalen Regierungen haben sich im Laufe der Jahre gewandelt. GemĂ€ĂŸ Verfassung können die Herrscher bestimmte Kompetenzen an die Bundesregierung abgeben. Ein historisches Beispiel hierfĂŒr war die Vereinigung der StreitkrĂ€fte Mitte der 1970er Jahre. Bis heute sind die VerhĂ€ltnisse zwischen der föderativen und den lokalen Regierungen kontinuierlichen VerĂ€nderungen unterworfen; dennoch bleiben die traditionellen Regierungsmechanismen im Kern bestehen und entwickeln sich selbst weiter.

RegierungsfĂŒhrung

Traditionell ist in den VAE der Herrscher eines Emirats – der Scheich – FĂŒhrer des mĂ€chtigsten, aber nicht unbedingt des bevölkerungsreichsten Stammes, wĂ€hrend jeder einzelne Stamm einen eigenen FĂŒhrer hat. Die Scheichs konnten ihre Herrschaft nur so lange aufrechterhalten, wie sie die UnterstĂŒtzung des Volkes hatten. Ein essentieller Bestandteil dieses Prozesses von Herrschaft war das ungeschriebene, aber dennoch zentrale Prinzip, wonach die Bevölkerung freien Zugang zum Scheich haben sollte, und dass der Emir hĂ€ufig einen offenen Madschlis abhalten sollte, in dem jeder BĂŒrger seine Meinung frei Ă€ußern konnte.

Bis heute hat die Institution des Madschlis ihre Bedeutung im politischen System der VAE erhalten. In den grĂ¶ĂŸeren Emiraten halten nicht nur die Herrscher, sondern auch andere hochrangige Mitglieder der Herrscherfamilien regelmĂ€ĂŸig offene Madschlis-Sitzungen, in denen jeder Interessent ein beliebiges Thema von persönlichem oder allgemeinerem Interesse ansprechen kann. In den kleineren Emiraten bleibt der Madschlis des Herrschers selbst bzw. seines Thronfolgers oder stellvertretenden Herrschers, im Kernfokus. Diese ZusammenkĂŒnfte werden unter anderem von traditionell denkenden Stammesangehörigen besucht, die Monate darauf warten, um dem Emir direkt ihre Anliegen oder Beschwerden vorzutragen, statt den Weg ĂŒber die nach dem modernen westlichem Vorbild strukturierten Behörden zu gehen. Auf diese Weise haben die bewĂ€hrten Methoden traditioneller Herrschaft ihre Wichtigkeit erhalten und spielen in der Fortentwicklung des politischen Systems eine Kernrolle.

Politische Indizes

Gliedstaaten

Die VAE bestehen aus den folgenden sieben Emiraten:

Außenpolitik

Die VAE sind Mitglied der Vereinten Nationen (UN), der Arabischen Liga, der Organisation fĂŒr Islamische Zusammenarbeit (frĂŒher: Organisation der Islamischen Konferenz), des Golf-Kooperationsrates (GCC), der Organisation Erdöl exportierender LĂ€nder (OPEC) und der Organisation arabischer erdölexportierender LĂ€nder (OAPEC).

In den 1970er Jahren wurde die Grenze zwischen Saudi-Arabien und den VAE verbindlich festgelegt. Allerdings wurde der genaue Grenzverlauf zuerst nicht veröffentlicht. Im Jahre 1995 wurde der Vertrag bei der UN eingereicht. Die VAE haben den Vertrag jedoch nie ratifiziert. 2004 verleibte sich Saudi-Arabien den Landkorridor, der bis dahin das Emirat Abu Dhabi mit Katar verbunden hatte, ein. Dies hatte immense Auswirkungen auf den Straßenverkehr zwischen Katar und den VAE. Zum einen gab es zeitraubende Grenzkontrollen, zum anderen konnten Frauen diese Strecke nun nicht mehr ohne mĂ€nnlichen Fahrer zurĂŒcklegen, weil ihnen in Saudi-Arabien das FĂŒhren von Kraftfahrzeugen nicht gestattet war. Aus diesem Grund war eine BrĂŒcke ĂŒber das Meer zwischen den VAE und Katar im GesprĂ€ch. Seit Juni 2018 dĂŒrfen nun auch Frauen in Saudi-Arabien Auto fahren.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein wichtiger VerbĂŒndeter der USA. Die Beziehungen zu Iran sind aufgrund dreier seit 1971 besetzter Inseln (Abu Musa) angespannt. 2008 erlaubte der Emir von Abu Dhabi Frankreich, einen FlottenstĂŒtzpunkt einzurichten; auch wurde die Errichtung zweier französischer Kernreaktoren vereinbart.

Die VAE unterstĂŒtzt den libyschen Warlord Chalifa Haftar in seinem Feldzug gegen die libysche Regierung in Tripolis im BĂŒrgerkrieg in Libyen seit 2014. Die VAE gilt als Lieferant von Nachschub fĂŒr dessen Armee. Genutzt wird dazu unter anderem eine Luftwaffenbasis in Eritrea.

Als dritter arabischer Staat nach Ägypten und Jordanien haben die Vereinigten Arabischen Emirate im August 2020 diplomatische Beziehungen zu Israel aufgenommen und am 15. September 2020 den Friedensvertrag zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnet.

Entwicklungshilfe

Die VAE haben kontinuierlich in großem Umfang Hilfe fĂŒr von Konflikten und Naturkatastrophen heimgesuchten LĂ€ndern und Regionen in der Dritten Welt geleistet. Die wichtigste Agentur fĂŒr Entwicklungshilfe in den VAE ist der Abu Dhabi Fund for Development (ADFD), der 1971 gegrĂŒndet wurde und seitdem mehr als 12,6 Milliarden Dirham (3,45 Milliarden USD) an Hilfsleistungen bereitgestellt hat. Zusammen mit anderen Ausgaben belaufen sich die Leistungen durch den Fonds sowie die Regierung von Abu Dhabi auf insgesamt 24 Milliarden Dirham (6,54 Milliarden USD), womit 258 verschiedene Projekte in 52 LĂ€ndern versorgt wurden.

Andere Hilfseinrichtungen sind die VAE-Abteilung des Roten Halbmondes sowie Dubai Cares und Noor Dubai.

Sicherheit

Geheimdienste

Seit 2016 ist Scheich Khalid bin Mohammed im Rang ist Chef der Nationalen Sicherheit im Rang eines Ministers. Ihm untersteht der als Nachrichtendienst fungierende Staatssicherheitsdienst und die 2012 geschaffene Signals Intelligence Agency (SIA).

In den 2010er Jahren verstĂ€rkten die VAE ihre BemĂŒhungen, moderne Nachrichtendienste aufzubauen. WĂ€hrend traditionell eine enge Kooperation in der HUMINT mit der Polizei und den StreitkrĂ€ften mit dem Fokus auf KriminalitĂ€tsbekĂ€mpfung vorhanden ist, werden die SIGINT-FĂ€higkeiten massiv ausgebaut. Die AufklĂ€rung im IT-Bereich und die Undercover-Operationen werden forciert. Im Februar 2017 unterzeichnete das Land einen Vertrag im Wert von 189 Millionen USD mit dem US-MilitĂ€rkonzern Harris Corporation fĂŒr ein elektronisches FĂŒhrungssystem fĂŒr die StreitkrĂ€fte. Der Vertrag enthĂ€lt auch den Aufbau eines Trainingszentrums nahe Port Zayed fĂŒr Geheimdienstoffiziere. Dort sollen Mitarbeiter nach dem Vorbild der CIA in AufklĂ€rungstechniken geschult werden.

2021 wurde deutlich, dass auch die VAE zu den Nutzern der Spionagesoftware Pegasus der israelischen NSO Group gehörte. Als Saudi-Arabien der Zugang zu dem Werkzeug nach der Hinrichtung des Journalisten Khasoghi 2018 von Israel verwehrt wurde, spionierten die VAE in dessen Umfeld weiter.

UnterstĂŒtzt wird der Aufbau des Staatssicherheitsdienstes stark von ehemaligen MilitĂ€rs westlicher LĂ€nder, die sich als Berater mittels privater Firmen in den Dienst der VAE stellen. Eine wichtige Rolle nimmt der ehemalige US-Geheimdienstoffizier Larry Sanchez, ein Vertrauter der Herrscherfamilie und Chef von CAGN Global Ltd in Baltimore ein. Daneben ist ALUAALLC, geleitet von einem Ex-Geheimdienstoffizier der Royal Air Force und die Firma DarkMatter, die im Bereich Intelligence Cyber Security arbeitet. Auch Erik Prince (Blackwater) grĂŒndete 2010 in Abu Dhaby die Firma Reflex Response (R2), an der 51 Prozent Personen aus den Emiraten Anteile halten.

StreitkrÀfte

Die StreitkrĂ€fte der Vereinigten Arabischen Emirate (Union Defense Force, UDF) umfassen 63.000 Soldaten (Stand 2020) und setzen sich aus Heer (44.000 Mann), Marine (2.500 Mann), LuftstreitkrĂ€fte (4.500 Mann) und PrĂ€sidialgarde (12.000 Mann) zusammen. In absoluten Zahlen lĂ€sst sich die GrĂ¶ĂŸe der StreitkrĂ€fte der VAE mit der GrĂ¶ĂŸe der StreitkrĂ€fte der Niederlande oder Kanadas vergleichen. Im Jahr 2015 wurde eine allgemeine Wehrpflicht eingefĂŒhrt. Das Personal ist zu 70 % einheimisch. Mariam al-Mansuri ist die erste Kampfpilotin der VAE-StreitkrĂ€fte, was international fĂŒr Aufsehen sorgte.

Oberbefehlshaber der UDF ist der Herrscher von Abu Dhabi, Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan. Im Tagesgeschehen wird die Armee vom Kronprinzen Abu Dhabis, Scheich Muhammad bin Zayid Al Nahyan, befehligt. Verteidigungsminister ist Scheich Muhammad bin Raschid Al Maktum, der Herrscher von Dubai.

In der Verteidigungspolitik der VAE kommt den USA eine zentrale Rolle zu. Ein 1996 ratifiziertes Abkommen erlaubt ihnen die Aufbewahrung von militĂ€rischem Material und die Nutzung von FlugplĂ€tzen. Die USA sind neben Frankreich auch einer der Hauptwaffenlieferanten. Soldaten und Offiziere aus den VAE ĂŒben regulĂ€r in US-amerikanischen MilitĂ€reinrichtungen.

Die VAE haben 2016 nach US-Angaben 23,5 Milliarden US-Dollar fĂŒr Verteidigung ausgegeben. Die Verteidigungsausgaben als Anteil der Wirtschaftsleistung gehören zu den höchsten der Welt.

Rechtsordnung

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine duale Rechtsordnung aus weltlichem und islamischem Recht. WĂ€hrend die Verfassung der VAE zwar das islamische Recht, die Scharia, als Hauptrechtsquelle nennt, spielt diese laut dem deutschen AuswĂ€rtigen Amt in der praktischen Anwendung des Zivilrechts keine Rolle, mit Ausnahme von familienrechtlichen Angelegenheiten. Zugleich basiert das weltliche Recht insofern auf der Scharia, als alte und neue Gesetze stets auf ihre KompatibilitĂ€t mit dem islamischen Recht geprĂŒft werden und mit diesem vereinbar sein sollten. Laut Information der deutschen Auslandsvertretung in Dubai sind bei zivilrechtlichen Fragen die „relevanten Rechtsquellen in der Reihenfolge ihrer Bedeutung“ demnach: „1. Verfassung, 2. Bundes- und Emiratsgesetzgebung, 3. Scharia, 4. HandelsbrĂ€uche und Praxis.“

Die UnabhĂ€ngigkeit der Judikative in Fragen des Zivil-, Straf- und Öffentlichkeitsrechts ist in den VAE verfassungsrechtlich festgesetzt. In legislativen und exekutiven Fragen ist der Oberste Herrscherrat, bestehend aus den Herrschern der sieben Emirate, auf Bundesebene die höchste AutoritĂ€t.

Höchste gerichtliche Instanz im Staat ist das Hohe Bundesgericht der Union (High Federal Court of the Union). Dieser besteht aus einem Oberanwalt, dem Chief of Justice, und nicht mehr als fĂŒnf Richtern, die vom PrĂ€sidenten ernannt werden. Das Hohe Bundesgericht ist dazu befugt, die Rechtsprechung zu ĂŒberprĂŒfen; auch kann es in Streitigkeiten zwischen Bund und Emiraten oder zwischen den Emiraten schlichten bzw. Urteile fĂ€llen. Nicht zuletzt ist das Bundesgericht dazu befugt, rechtliche VerstĂ¶ĂŸe und Fehlverhalten seitens der Kabinettsmitglieder und hoher Regierungsbeamter zu verfolgen und zu ahnden. Die föderative Rechtsordnung besteht aus mehreren Bundesgerichten (Federal Courts) erster Instanz. Diese sind verantwortlich fĂŒr Angelegenheiten innerhalb deren territorialen Kompetenzbereich bzw. Angelegenheiten, die gemĂ€ĂŸ Verfassung fĂŒr sie vorbehalten sind. Die von diesen Bundesgerichten gefĂ€llten Urteile können in den nĂ€chsthöheren Gerichten, den Federal Appellate Courts (Bundesberufungsgericht) und in letzter Instanz dem High Federal Court (Hohes Bundesgericht, siehe oben), angezweifelt werden. Eine Ausnahme bilden hierbei die Emirate Dubai und Ra’s al-Chaima, deren lokale Gerichte juristische Kompetenzbereiche verantworten, die nicht zwingend zu den Bundesgerichten gehören.

Strafrecht und Scharia

Vergewaltigungen werden nicht mit dem zivilen Strafrecht verfolgt, sondern wie in vielen islamischen LĂ€ndern nach dem islamischen Recht der Scharia. Das hat zur Folge, dass die Beweislast bei Vergewaltigungen beim Vergewaltigungsopfer liegt. Ohne stichhaltige Beweise kann das Vergewaltigungsopfer wegen „außerehelichem Sex“ verurteilt werden. Am 7. November 2020 teilte die Regierung mit, sie werde kĂŒnftig Ehrenmord und andere sogenannte Ehren-Verbrechen genauso hart wie alle anderen Verbrechen bestrafen. Das Straf- und Familienrecht werde umfassend ĂŒberarbeitet.

Verbraucherschutz

Obwohl seit Jahren an einem Gesetz gearbeitet wird, um die Rechte des Privatverbrauchers festzulegen, existiert bis heute noch keine verbindliche Regelung. Das bedeutet, dass es keine gesetzliche GewĂ€hrleistung gibt; der VerkĂ€ufer kann sich stets auf den Standpunkt gekauft wie gesehen berufen. In der Praxis aber rĂ€umen viele große KaufhĂ€user und Supermarktketten teilweise großzĂŒgige Umtauschmöglichkeiten ein, beispielsweise eine RĂŒckgabe bei Nichtgefallen innerhalb einer Woche. Bei Streitigkeiten mit kleinen HĂ€ndlern kann jedoch die Behörde bei der Schlichtung des Streites behilflich sein.

Arbeitsrecht, Sozialversicherung

In den VAE gibt es ein stark an den Interessen der Arbeitgeber orientiertes Arbeitsrecht, das die meisten Aspekte, wie Arbeitszeiten, Ausscheiden aus dem Unternehmen und KĂŒndigungsrecht regelt. Die BeschĂ€ftigung auslĂ€ndischer Arbeitnehmer bedarf grundsĂ€tzlich der Genehmigung des Arbeitsministeriums. Die Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung wird jeweils fĂŒr drei Jahre, seit 2011 nur noch fĂŒr zwei Jahre, erteilt und kann erneuert werden. Sie gilt fĂŒr einen bestimmten Arbeitsplatz, kann jedoch beim Arbeitgeberwechsel mit dessen EinverstĂ€ndnis auf einen anderen Arbeitsplatz ĂŒbertragen werden.

Die normale Arbeitszeit betrĂ€gt acht Stunden pro Tag bei sechs Tagen in der Woche, d. h. 48-Stunden-Wochen sind die Regel. Im Einzelhandel sowie GaststĂ€tten- und Hotelgewerbe können diese Arbeitszeiten aber durchaus auf neun Stunden pro Tag ausgeweitet werden. Im Gegensatz dazu werden in zum Beispiel körperlich anstrengenden Jobs die Arbeitszeiten oft verkĂŒrzt und in Schichten aufgeteilt, dies ist besonders im Baugewerbe ĂŒblich. In Regierungsbehörden, die relativ viele Einheimische beschĂ€ftigen, ist eine 35-Stunden-Woche die Regel. Wie in vielen muslimisch geprĂ€gten LĂ€ndern ist der Freitag frei. Traditionell bestand das Wochenende fĂŒr BĂŒroangestellte aus Donnerstagnachmittag und Freitag. Mittlerweile wird aber immer hĂ€ufiger eine FĂŒnf-Tage-Woche eingefĂŒhrt, wobei dann Freitag und Samstag frei sind. WĂ€hrend des Ramadans werden die regulĂ€ren Arbeitszeiten bis auf zwei Stunden pro Tag reduziert. Ansonsten sind zum Teil auch unbezahlte Überstunden nicht selten.

Es gibt zehn gesetzliche Feiertage pro Jahr. Hinzu kommen Urlaubstage, deren Anzahl von der BeschĂ€ftigungszeit abhĂ€ngt. Wer zwischen sechs und zwölf Monaten arbeitet, bekommt monatlich zwei Tage dazu. Wer lĂ€nger als ein Jahr beschĂ€ftigt ist, erhĂ€lt ab dem zweiten Jahr 30 Tage bezahlten Urlaub zusĂ€tzlich zu den gesetzlichen Feiertagen, Krankheitsurlaub sowie (fĂŒr Frauen) Mutterschutz und Erziehungsurlaub.

Gewerkschaften gibt es in den VAE nicht, die Koalitionsfreiheit fĂŒr Arbeitnehmer und die betriebliche Mitbestimmung sind unbekannt. Im Streitfall zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber fungiert das Ministerium fĂŒr Arbeit und Sozialordnung als Schiedsrichter und versucht zu vermitteln. Falls diese BemĂŒhung nach Ansicht einer der Parteien erfolglos bleibt, kann das Verfahren vor Gericht gehen. Streiks sind in den VAE verboten, begrenzte Arbeitsniederlegungen z. B. wegen ausbleibender Löhne oder groben VerstĂ¶ĂŸen gegen die Arbeitsnormen hat es jedoch schon gegeben.

Die Vereinbarung einer Probezeit ist in den VAE ĂŒblich. Drei Monate nach erfolgreicher Probezeit beginnt das Recht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bereits nach 90 Tagen Arbeitsausfall steht dem Arbeitgeber jedoch ein KĂŒndigungsrecht zu. Nur im Emirat Abu Dhabi gibt es eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht, Dubai plant deren EinfĂŒhrung. Da es in den VAE keine Arbeitslosen- und Rentenversicherungspflicht gibt, muss hier jeder Arbeitnehmer selbst privat vorsorgen.

HomosexualitÀt

HomosexualitĂ€t ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten illegal und kann den Gesetzen zufolge mit der Todesstrafe geahndet werden. Laut AuswĂ€rtigem Amt sind HomosexualitĂ€t und außerehelicher Geschlechtsverkehr sowie der Austausch von ZĂ€rtlichkeiten in der Öffentlichkeit und Cross-Dressing verboten und werden bei Anzeige auch strafrechtlich geahndet.

Bevölkerung

Zu den StÀdten siehe Liste der StÀdte in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die Bevölkerungszahl der VAE gehört zu den am schnellsten wachsenden der Welt. Bei der GrĂŒndung 1971 wohnten 240.000 Menschen in den Emiraten; die letzte offizielle SchĂ€tzung Ende 2008 gab 4.765.000 Einwohner an. 2016 waren es laut SchĂ€tzungen der UN bereits 9.267.000 Einwohner.

Der rasante Bevölkerungszuwachs ist vor allem auf die vielen Arbeitsimmigranten zurĂŒckzufĂŒhren.

Von den 9.157.000 Einwohnern sind 1.062.000 StaatsbĂŒrger der VAE und 8.095.000 auslĂ€ndische Arbeitsmigranten, was einer AuslĂ€nderquote von fast 90 % entspricht (Stand 2015). Von den inlĂ€ndischen StaatsbĂŒrgern sind wiederum 70 % Araber, darunter 10 % Nomaden. Die ĂŒbrigen 30 % verteilen sich auf ethnische Iraner, Inder, Bangladescher, Pakistaner und Philippinos. Von der gesamten Bevölkerung kamen 2015 knapp 60 % aus SĂŒdasien. 20,9 % der Bevölkerung waren 2016 jĂŒnger als 15 Jahre. Dadurch, dass die meisten Arbeitsmigranten MĂ€nner sind, haben die VAE eine der unausgeglichensten GeschlechterverhĂ€ltnisse weltweit. 2016 kamen auf 100 Frauen 218 MĂ€nner. Die Gesetze der VAE sehen in der Regel keine EinbĂŒrgerung vor. Kinder, die im Land geboren werden, erhalten die StaatsbĂŒrgerschaft der VAE nur, wenn der Vater Staatsangehöriger der VAE ist. Im Emirat Dubai ist eine EinbĂŒrgerung fĂŒr dort geborene Personen ab dem 30. Lebensjahr unter bestimmten Bedingungen möglich. AuslĂ€ndern ist es möglich, eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis zu erhalten, um sich in den VAE dauerhaft niederzulassen.

Etwa ein Prozent der LandesflĂ€che ist besiedelt; der VerstĂ€dterungsgrad lag 2016 bei 85,6 %. Die Lebenserwartung lag im Zeitraum von 2010 bis 2015 bei 76,7 Jahren (MĂ€nner: 76,1, Frauen: 78,1). Amtssprache ist Arabisch; außerdem werden Hindi, Urdu und Persisch gesprochen; Englisch gilt als Handelssprache und wird zunehmend im Alltag zwischen den ethnischen Gruppen als „lingua franca“ eingesetzt. 76 % der Gesamtbevölkerung (StaatsbĂŒrger und Einwanderer zusammen) sind Muslime, 9 % der Bevölkerung sind Christen und die ĂŒbrigen 15 % vor allem Hindus und Buddhisten. Anderen Angaben zufolge soll der Anteil der Christen vor allem unter den AuslĂ€ndern deutlich höher liegen. Unter den StaatsbĂŒrgern liegt der Anteil der Muslime bei 96 %.

Entwicklung der Bevölkerung

Quelle: UN

AuslÀnder

Laut den UN gab es 2015 in den VAE rund 8.095.000 Arbeitsmigranten. Bei vielen BeschÀftigten aus Asien und Afrika kommt das Kafala-System in der VAE zum Tragen. Folgende Zahlen der HerkunftslÀnder sind SchÀtzungen der jeweiligen Botschaften (Auswahl, es fehlen Angaben aus den meisten arabischen LÀndern):

  • Indien: 3,5 Millionen
  • Ägypten: 935.000
  • Bangladesch: 900.000
  • Pakistan: 860.000
  • Philippinen: 550.000
  • Iran: 300.000–400.000
  • Indonesien: 260.000
  • Jordanien: 170.000
  • Jemen: 170.000
  • Sri Lanka: 110.000 (allerdings wird eine hohe Dunkelziffer vermutet)
  • Sudan: 85.000
  • Nepal: 70.000–80.000
  • Afghanistan: 70.000
  • Libanon: 60.000
  • Vereinigte Staaten: 28.000
  • Vereinigtes Königreich: 120.000
  • Kanada: 13.000
  • Frankreich: 10.000
  • Deutschland: 8000
  • Polen: 3000
  • Griechenland: 1000
  • Ungarn: 700

Arbeitsimmigranten

Die VAE haben einen ungewöhnlichen Bevölkerungsaufbau. Etwa 80 % der Einwohner sind Arbeitsmigranten (expatriates genannt), was einem der weltweit höchsten AuslĂ€nderanteile entspricht. AuslĂ€ndische Arbeitnehmer, die eine Anstellung finden, erhalten ungeachtet ihrer Herkunft umgehend eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, wobei allerdings noch ein Gesundheitstest bestanden werden muss. Die Regel, dass bei Verlust der Arbeitsstelle der Arbeitnehmer nach 30 Tagen das Land verlassen muss, wenn er in diesem Zeitraum keine neue Anstellung findet, wurde 2009 abgeschafft. Die Entgelte sind sowohl fĂŒr unqualifizierte Arbeiter, als auch fĂŒr hochqualifizierte Experten meist deutlich höher als in den HerkunftslĂ€ndern. Der Lohn fĂŒr ungelernte KrĂ€fte ist allerdings wesentlich geringer als die VergĂŒtung qualifizierter FachkrĂ€fte. Es wurde vereinzelt von FĂ€llen berichtet, in denen inlĂ€ndische Arbeitgeber die Löhne ihrer einfachen auslĂ€ndischen Mitarbeiter fĂŒr Monate nicht ausgezahlt hatten. Solche Vergehen seitens der Arbeitgeber ziehen inzwischen strenge Strafen nach sich. Migranten aus IndustrielĂ€ndern erhalten im Regelfall umfangreiche compensation packages mit hohen BasisgehĂ€ltern und zusĂ€tzlichen BezĂŒgen. Dies hat seit den 1990er Jahren zu einem Zustrom an westlichen Arbeitsmigranten gefĂŒhrt, vor allem aus Großbritannien (120.000) und den USA (28.000), aber auch zunehmend aus Frankreich (10.000) und Deutschland (8000).

Eine gewisse Rolle spielen auch die Bedoons, staatenlose Menschen arabischer Herkunft. Sie stammen oft von Beduinen ab. Der Bedoonstatus wird vererbt und hat erhebliche soziale Diskriminierung zur Folge.

Wirtschaft

Die VAE gehören zu den ölreichsten Staaten der Erde und liegen in der sogenannten strategischen Ellipse. Das BIP pro Kopf gehört zu den höchsten der Welt. Im Global Competitiveness Index, der die WettbewerbsfĂ€higkeit eines Landes misst, belegt die VAE Platz 16 von 138 LĂ€ndern (Stand 2016–17). Im Index fĂŒr wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2017 Platz 8 von 180 LĂ€ndern. Die VAE zĂ€hlt inzwischen zu den liberalsten Volkswirtschaften der Welt. Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Emiraten sind jedoch extrem, da nur drei der sieben Emirate Erdöl fördern. Die Einnahmen aus dem Ölexport schwankten in den letzten Jahren aufgrund des scharfen Wettbewerbs auf dem internationalen Ölmarkt betrĂ€chtlich. Trotzdem ist das BIP 2016 um 3,0 % gewachsen. 0,7 % des BIP wurden im gleichen Jahr in der Landwirtschaft, 44,6 % in der Industrie und 54,7 % im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. Die MilitĂ€rausgaben lagen 2003 bei 3,1 % des BIP, die Ausgaben fĂŒr Bildung bei 1,6 % und die fĂŒr Gesundheit bei 3,3 %. Im Jahr 2000 waren 8 % der Bevölkerung in der Landwirtschaft erwerbstĂ€tig, 33 % in der Industrie und 59 % im Dienstleistungssektor. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2016 bei nur 1,6 %, es herrscht VollbeschĂ€ftigung. Jedoch wird von einer steigenden Arbeitslosigkeit unter der einheimischen Bevölkerung ausgegangen. Die Gesamtzahl der BeschĂ€ftigten wird fĂŒr 2017 auf 5,8 Millionen geschĂ€tzt; davon sind 12,4 % Frauen und ca. 85 % AuslĂ€nder. Die Inflation lag 2016 im Durchschnitt bei 1,5 %.

Aufgrund der ungleich verteilten Erdöl- und Erdgasvorkommen in den einzelnen Emiraten wird auf der Ebene der Staatseinnahmen der VAE ein solidarischer Einkommensausgleich praktiziert. In austarierter Abstufung fließt das Geld von reicheren Emiraten wie Abu Dhabi in wirtschaftlich benachteiligte und rohstoffarme Gebiete, wie zum Beispiel Ra’s al-Chaima, um eine gleichmĂ€ĂŸige ökonomische Entwicklung zu gewĂ€hrleisten.

Obwohl die VAE immer weniger auf Einnahmen aus der Öl- und Gasproduktion angewiesen sind, spielen die diesbezĂŒglichen Exporte noch eine große Rolle, besonders in Abu Dhabi. Ein Bauboom, eine expandierende verarbeitende Wirtschaft und ein blĂŒhender Handels- und Dienstleistungssektor helfen den VAE, ihre Wirtschaft zu diversifizieren. Über das Land verteilt gibt es momentan Bauprojekte im Wert von 350 Milliarden USD. Unter diesen sind der Burj Khalifa, das momentan höchste GebĂ€ude der Welt, der Dubai World Central International Airport, drei kĂŒnstliche Palmeninseln, die Dubai Mall und, in Abu Dhabi, die Inseln Saadiyat und Yas, fĂŒr Kultur und Motorsport.

Der Tourismus hat inzwischen eine hohe wirtschaftliche Bedeutung fĂŒr das Land. Mit ĂŒber 14,9 Millionen Touristen standen die VAE 2016 auf Platz 24 der meistbesuchten LĂ€nder der Welt. Die Tourismuseinnahmen beliefen sich im selben Jahr auf 19,4 Mrd. US-Dollar. Seit 2010 hat sich die Anzahl der Besucher verdoppelt, wobei das Land von seiner modernen Infrastruktur und der gĂŒnstigen geographischen Lage profitiert. Der Großteil der Tourismuseinnahmen kommt den beiden Emiraten Dubai und Abu Dhabi zugute. Zunehmend versuchen auch kleinere Emirate den Tourismus gezielt zu fördern.

Fertigerzeugnisse, Maschinen und Transportequipment machen zusammen 80 % der Importe aus.

Die grĂ¶ĂŸte Investitionsbehörde, die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), verwaltet zirka 360 Milliarden USD in Auslandsinvestitionen und hat zirka 900 Milliarden USD in Anlagen.

Landwirtschaft

Seit den 1970er Jahren werden viele WĂŒstengebiete durch systematische BewĂ€sserung in landwirtschaftlich nutzbare Gebiete verwandelt. Oft werden zur BewĂ€sserung fossile GrundwasservorrĂ€te angezapft, meist sehr salzhaltig und nicht trinkbar, deren Versiegen absehbar ist. Tabak, GemĂŒse, Datteln und ZitrusfrĂŒchte können daher, wenn auch nur in kleinen Mengen, angebaut werden. Auch in den grundwasserreichen Gebieten um al-Ain und im Hadschar-Gebirge können Landwirtschaft und Viehzucht betrieben werden. Die GeflĂŒgelzucht wurde stark ausgebaut. In den Emiraten Adschman und Umm al-Qaiwain ist der Fischfang Haupterwerbsquelle.

BodenschÀtze und Industrie

Abu Dhabi fördert mit Abstand die grĂ¶ĂŸten Mengen Erdöl und Erdgas; es folgen Dubai und Schardscha. Abgesehen von der Erdöl- und Erdgasverarbeitung gibt es Aluminiumproduktion (mit Erdgas als Energiebasis), Herstellung von DĂŒngemitteln, Zement und anderen Baustoffen sowie Metallverarbeitung. Abu Dhabi verfĂŒgt ĂŒber den Großteil der Industrie.

Handel und Dienstleistungen

Es gibt (außer in den Freihandelszonen) einen generellen Importzoll von 5 %; fĂŒr bestimmte Warengruppen gelten Ausnahmen. Die nicht-erdölfördernden Emirate setzen auf Handel und in den letzten Jahren verstĂ€rkt auf den Tourismus. Die Stadt Dubai ist in dieser Hinsicht federfĂŒhrend. Auch der IT-Sektor mit eigenen Stadtteilen fĂŒr Unternehmensniederlassungen ist in Dubai am weitesten entwickelt. Vermehrt investiert das Land auch in neue Dienstleistungs- und Technologiebranchen, um sich weiter vom Rohstoffmarkt unabhĂ€ngig zu machen. Eine wichtige (staatliche) Rolle spielt hierbei unter anderem die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA). UnternehmensgrĂŒndungen durch AuslĂ€nder sind nur bei Beteiligung Einheimischer (Unternehmen) von mindestens 51 % möglich, mit Ausnahme von Zweigstellen.

In Dubai sitzt die Börse Nasdaq Dubai, die ehemalige International Financial Exchange (DIFX), an der neben einheimischen Werten auch Zertifikate auf Fonds oder auslÀndische Indizes angeboten werden.

EigentumsverhÀltnisse

Alle Unternehmen (ausgenommen in Freihandelszonen) mĂŒssen zu mindestens 51 % einem Einheimischen gehören. Dieses Gesetz soll sicherstellen, dass nur Emirater in FĂŒhrungspositionen sitzen. Allerdings tritt der Einheimische hĂ€ufig nur als sogenannter „Sponsor“ auf, das heißt, dass durch vertragliche Absprachen versucht wird zu erreichen, dass der auslĂ€ndische Partner die Kontrolle ĂŒber die GeschĂ€ftsfĂŒhrung erhĂ€lt sowie einen grĂ¶ĂŸeren Anteil am Gewinn, als es seiner Beteiligung am Unternehmen entspricht. In den vielen Freihandelszonen können Unternehmen von AuslĂ€ndern in der Regel unabhĂ€ngig von einem einheimischen BĂŒrger betrieben werden. Meist darf jedoch von einer Freihandelszone kein Wirtschaftsverkehr in die Emirate hinein stattfinden, obwohl diese Regel kaum eingehalten wird. Die Regierung leitet eine Kampagne, die zum Ziel hat, in allen staatlichen Stellen – wie zum Beispiel bei der Post, der Polizei, in der Verwaltung, in Banken oder beim MilitĂ€r – eine bestimmte Quote von einheimischen Arbeitnehmern sicherzustellen. Diese Kampagne wird betrieben unter dem Namen „Emiratisierung“.

Urheberrecht und Markenrecht

Die BekĂ€mpfung von gefĂ€lschten Markenprodukten wird in den einzelnen Emiraten sehr unterschiedlich verfolgt. Sie reicht von regelmĂ€ĂŸigen Razzien in den VerkaufslĂ€den und der VerhĂ€ngung von Haftstrafen gegen die HĂ€ndler in Dubai bis zum offenen Verkauf in den staatlichen KaufhĂ€usern Cooperative Society in Abu Dhabi. Hierbei ist besonders Dubai bemĂŒht, internationalen Unternehmen zu zeigen, dass es den Schutz des geistigen Eigentums ernst nimmt.

Steuerpolitik/Doppelbesteuerung

In den VAE fallen keine direkten Steuern an. Die Kosten der Verwaltungsbehörden werden mit GebĂŒhren finanziert, und auf Alkohol muss eine Abgabe in Höhe von 30 % gezahlt werden. Am 1. Januar 2018 wurde gemeinsam mit Saudi-Arabien eine Mehrwertsteuer in Höhe von 5 % eingefĂŒhrt. Die anderen GCC-LĂ€nder – Kuwait, Bahrain, Oman und Katar – wollen diesen Schritt erst im Jahr 2019[veraltet] gehen. Ziel der EinfĂŒhrung ist es, neue Einnahmequellen zu erschließen, um Steuermindereinnahmen durch den gesunkenen Ölpreis entgegenzuwirken. Gesetze zur Einkommens- oder Unternehmensbesteuerung gibt es schon seit Jahrzehnten, doch ist der Steuersatz auf 0 % festgelegt, was eine Nichtbesteuerung bedeutet.

Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland hatte 1996 mit den VAE ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) abgeschlossen. Es war das einzige dieser Art von Deutschland mit einer Steueroase und trat nach zweijĂ€hriger VerlĂ€ngerung zum 10. August 2008 außer Kraft. Am 23. Dezember 2008 wurde zwar ein neues DBA paraphiert, jedoch nie unterzeichnet und veröffentlicht. Neuverhandlungen fĂŒhrten zu einem am 1. Juli 2010 unterzeichneten DBA, in dem eine rĂŒckwirkende Anwendung ab dem 1. Januar 2009 vereinbart wurde. Das DBA wurde am 14. Juli 2011 ratifiziert.

Österreich

Die Republik Österreich hat mit den VAE ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Es ist seit 2005 anwendbar und sieht insbesondere eine vollstĂ€ndige Entlastung von Quellensteuern fĂŒr Dividenden, Zinsen und LizenzgebĂŒhren vor.

Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft kennt seit dem 8. Januar 1992 ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung von Unternehmen, die Luftfahrzeuge im internationalen Verkehr betreiben. Dieses Abkommen befreit die Unternehmen gegenseitig (ungeachtet vom Standort der Dienstleistungserbringung) von Einkommen-, Vermögens- und Kapitalgewinn- und Vermögenssteuern.

Grundbesitz

GrundstĂŒcke konnten bisher von AuslĂ€ndern ausschließlich in Dubai in besonders ausgewiesenen Gebieten erworben werden. DarĂŒber hinaus gestattet Dubai die Pacht von GrundstĂŒcken und Eigentumswohnungen nach englischem Muster ĂŒber 99 Jahre. In letzter Zeit sind auch unbefristete PachtvertrĂ€ge möglich. Durch die Pacht erwirbt der EigentĂŒmer eine Aufenthaltserlaubnis fĂŒr die Dauer der Laufzeit. Diese muss allerdings alle drei Jahre fĂŒr zirka 1000 Euro verlĂ€ngert werden. Mit diesem Titel ist allerdings keine Arbeitserlaubnis verbunden, dazu ist ein Arbeitsvisum notwendig. Trotzdem zieht diese Möglichkeit insbesondere Pakistaner und Inder an, die sich damit einen Zweitwohnsitz erwerben. Seit 2005 bietet auch das Emirat Ra’s al-Chaima AuslĂ€ndern den Besitz von GrundstĂŒcken und Immobilieneigentum in besonders ausgewiesenen Gebieten an, wie zum Beispiel im Al Hamra Village. Weitere Emirate planen Ă€hnliche Änderungen.

Eintragungen von Eigentumsrechten behandeln die meisten Emirate allerdings noch konservativ. Auch hier ĂŒbernimmt Dubai eine Vorreiterrolle und erließ im MĂ€rz 2006 das Gesetz Nr. 7 zu Eigentumsrechten und GrundbucheintrĂ€gen. Es behandelt derzeit ausschließlich die Eigentumsrechte von Villen und Townhouses. FĂŒr Apartments, wie zum Beispiel in The Greens oder der Dubai Marina, gibt es noch keine einheitliche Rechtsprechung, welche die Eintragung in das Land Departments verbindlich regelt. Der EigentumsĂŒbertrag ist ausschließlich ĂŒber die Master Developer Emaar, Nakheel und Dubai Properties möglich, zudem finden noch Diskussionen ĂŒber die BeitrĂ€ge fĂŒr Instandhaltungsmaßnahmen sowie die allgemeinen Nebenkosten (Maintenance, Service GebĂŒhren etc.) statt. Die Regierung strebt diesbezĂŒglich eine schnelle Einigung und Regelung der noch offenen Punkte an, um auslĂ€ndischen ImmobilienkĂ€ufern die notwendige Rechtssicherheit bieten zu können.

Arbeitsalltag, Lohnentwicklung

Probleme im Arbeitsalltag ergeben sich durch den unterentwickelten Rechtsschutz der Arbeitnehmer (siehe oben: Arbeitsrecht). Bei Arbeitgeberwechsel oder KĂŒndigung eines ArbeitsverhĂ€ltnisses innerhalb des ersten BeschĂ€ftigungsjahres muss eine Bescheinigung (Non-Objection Certificate) vom Arbeitgeber ausgestellt werden, der keine Bedenken sieht, dass sich der Mitarbeiter eine neue BeschĂ€ftigungsstelle sucht. Sollte diese nicht ausgestellt werden, wobei der Arbeitgeber seine Entscheidung nicht begrĂŒnden muss, folgt ein sechsmonatiges Arbeitsverbot und teilweise auch Einreiseverbot in die VAE. Dieses unausgewogen starke Arbeitgeberrecht wird gern gegen „einfache“ Arbeitnehmer aus EntwicklungslĂ€ndern angewendet und ermöglicht Erpressungen ĂŒber Lohnfragen und UrlaubsansprĂŒche am Ende des ArbeitsverhĂ€ltnisses. Bei hochqualifizierten Arbeitnehmern wird meist ein individueller Arbeitsvertrag geschlossen.

Durch den schwachen Schutz des Arbeitnehmers kommt es regelmĂ€ĂŸig im niedrig entlohnten Bausektor, wo bis etwa 500.000 der auslĂ€ndischen ArbeitskrĂ€fte beschĂ€ftigt sind, zu UnregelmĂ€ĂŸigkeiten bei den Lohnzahlungen der geringverdienenden Arbeiter. Diesen mittellosen Arbeitern bleibt allerdings nichts anderes ĂŒbrig, als zeitweise ohne Lohn weiterzuarbeiten, da diese sonst ohne Arbeit, die im Vergleich zu ihrem Ursprungsland gut bezahlt wird, ihre Familien in ihren HeimatlĂ€ndern nicht mehr versorgen könnten.

Die durchschnittlichen Einkommen im Niedriglohnsektor lagen 2005 bei:

  • Facharbeiter: 750 bis 1500 AED/Monat (zirka 190–375 Euro)
  • Ungelernte Arbeiter: 400 bis 650 AED/Monat (zirka 100–160 Euro)
  • Sonstige: Zwischen 2,50 und 6,50 AED/Stunde (zirka 0,50–1,60 Euro)

Es ist gĂ€ngige Praxis, dass Arbeitgeber die ReisepĂ€sse ihrer Arbeiter zur Sicherheit fĂŒr die Dauer des ArbeitsverhĂ€ltnisses einbehalten. Dies dient unter anderem dazu, DiebstĂ€hle und Betrug am Unternehmenseigentum von Mitarbeitern zu verhindern, da diese nicht mehr ohne Weiteres das Land verlassen können. Außerdem erschwert es den Wechsel der Arbeitnehmer zu einer besser bezahlten Stelle. Anfang 2005 wurde diese Praxis öffentlich kontrovers diskutiert. Unter anderem verlangten auch die Behörden von Angestellten, die dienstlich mit Geld zu tun hatten, die Einbehaltung von ReisepĂ€ssen. Dies fĂŒhrte schließlich zu einem gesetzlichen Verbot (ReisepĂ€sse sind persönliche Reisedokumente), ReisepĂ€sse einzubehalten, außer bei der Erledigung von BehördengĂ€ngen. Bei Missachtung können mehrere Zehntausend Dirham als Geldstrafe gegen den Arbeitgeber festgesetzt werden. Trotzdem ist das Einbehalten der PĂ€sse bei einfachen Arbeitnehmern weiterhin gĂ€ngige Praxis.

Arbeitnehmern steht ein Beschwerderecht bei den lokalen Arbeitsministerien im Falle von Problemen mit dem Arbeitgeber zu. Doch durch die schwerfĂ€llige BĂŒrokratie dauern Entscheidungen teilweise sehr lange. In den letzten Jahren hat der Visumsbetrug zugenommen. Vielen Interessenten vom indischen Subkontinent wurden gegen Zahlung von fĂŒr sie sehr hohen GebĂŒhren versprochen, problemlos eine Arbeitsstelle und somit auch eine Aufenthaltserlaubnis in den VAE zu erlangen. Im Nachhinein stellte sich in fast allen FĂ€llen heraus, dass sie BetrĂŒgern aufgesessen waren. Da dieses Vorgehen der Visumsbeschaffung auch gegen die einheimischen Gesetze verstĂ¶ĂŸt, werden diese VorfĂ€lle von den Betroffenen selten angezeigt, was auf eine hohe Dunkelziffer dieser BetrĂŒgereien schließen lĂ€sst.

Kennzahlen

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 113 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 90,1 Milliarden US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 6,2 % des BIP.
Die Staatsverschuldung betrug 2016 73,2 Milliarden US-Dollar oder 19,3 % des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 2,5 %
  • Bildung: 1,3 % (2005)
  • MilitĂ€r: 3,1 % (2005)

Infrastruktur und Verkehr

Die Emirate verfĂŒgen ĂŒber eine der fortschrittlichsten Infrastrukturen fĂŒr Transport und Verkehr im gesamten Nahen und Mittleren Osten. Getrieben vom wirtschaftlichen Rekordwachstum der letzten Jahre entstehen riesige Infrastrukturprojekte in allen Emiraten, vor allem aber in Abu Dhabi und Dubai. Im Logistics Performance Index, der von der Weltbank erstellt wird, belegte das Land 2018 den 11. Platz unter 160 LĂ€ndern. Besonders gut schnitten die Parameter fĂŒr internationale Schifffahrt und dem logistischen Zeitaufwand ab.

Das Emirat Abu Dhabi investiert in den kommenden vier bis fĂŒnf Jahren insgesamt rund 100 Milliarden US-Dollar in Infrastrukturprojekte. Neben Großinvestitionen in Energie und Industrie plant Abu Dhabi einen neuen Flughafen, einen der weltgrĂ¶ĂŸten SeehĂ€fen, eine Industriezone in Taweelah, die Mohammed bin Zayed City, die Khalifa Cities A und B sowie die riesigen neuen Stadtteile auf Saadiyat Island, Reem Island, Lulu Island und Al Raha Beach. Viele dieser Projekte wurden als Antwort auf die rasant ansteigenden Bevölkerungszahlen in der Hauptstadt konzipiert. Die Restrukturierung des gesamten Innenstadtgebietes ist bereits weit fortgeschritten.

Auch in Dubai entstehen riesige Infrastrukturprojekte, die bei einem jÀhrlichen Bevölkerungswachstum von rund 20 % notwendig sind. Hierzu gehören ganze StÀdte, die an verschiedenen Stellen des Emirats entstehen und in den nÀchsten Jahren mehrere Millionen neue Einwohner beherbergen sollen. (Siehe Artikel Dubai)

Straßenverkehr

Autobahnen (E-Routes) und Schnellstraßen (D-Routes) sind in der Liste der Fernstraßen in den Vereinigten Arabischen Emiraten verzeichnet.

Um den Anstieg der Zahl privater PKWs zu bremsen, hat die Regierung im November 2008 entschieden, dass etwa 100 verschiedenen Personengruppen die Ausstellung von FĂŒhrerscheinen verweigert wird. Davon betroffen sind Arbeitsimmigranten ohne akademischen Grad, wie Köche, Handwerker, HausmĂ€dchen, Wachleute etc.

Stadttaxis sind ausreichend in allen HauptstÀdten der einzelnen Emirate sowie in Al-Ain vorhanden. Die Fahrtkosten eines Taxis kann man je nach Strecke aushandeln.

In Dubai verantwortet die Verkehrsbehörde Roads and Transport Authority (RTA) den Bau neuer Straßen wie auch den Öffentlichen Personennahverkehr. Im Juli 2007 hat die RTA das automatisierte Maut-System Salik eingefĂŒhrt, um den Verkehrsfluss auf Dubais Hauptstraßen zu verbessern.

Es existieren ein staatlich betriebener, emirateĂŒbergreifender Buslinienverkehr sowie private Kleinbus-Unternehmen.

Die Verkehrssicherheit liegt im weltweiten Mittelfeld. 2013 kamen im Land insgesamt 10,9 Verkehrstote auf 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland waren es im selben Jahr 4,3 Tote. Insgesamt kamen damit 1021 Personen im Straßenverkehr ums Leben.

Schienenverkehr

Der Bau eines Eisenbahnnetzes wurde begonnen. Eine erste Bahnstrecke wurde eröffnet.

Flugverkehr

Alle HauptstĂ€dte der Emirate und Al-Ain unterhalten internationale FlughĂ€fen. Teilweise sind die Routen auf die NachbarlĂ€nder beschrĂ€nkt. Im Inlandverkehr existieren Flugverbindungen etwa von Abu Dhabi nach Dubai oder von Abu Dhabi nach Ra’s al-Chaima. Ein Abflug gilt immer als Ausreise aus dem Land, selbst wenn der Flug nur in ein anderes Emirat fĂŒhrt. 40 Kilometer von Dubai entfernt entsteht gerade einer der grĂ¶ĂŸten FlughĂ€fen der Welt, Dubai World Central International Airport.

Die nationale Fluglinie des Emirats Abu Dhabi war frĂŒher Gulf Air, die ĂŒber Drehkreuze in Bahrain und Oman verfĂŒgte. Im September 2005 kĂŒndigte das Emirat an, sich aus Gulf Air zurĂŒckzuziehen, um sich auf Etihad Airways zu konzentrieren. Etihad ist seit 2003 die neue nationale Airline der VAE. Die in Dubai ansĂ€ssige Airline Emirates, welche nicht zur bekannten Airline Etihad Airways gehört, wurde 1985 gegrĂŒndet und ist heute die am schnellsten wachsende Fluglinie der Welt. Beobachter gehen davon aus, dass Emirates bis zum Jahre 2018 zur grĂ¶ĂŸten Airline der Welt werden könnte. Im Emirat Schardscha hat die fĂŒhrende Billigfluggesellschaft der Region, Air Arabia, ihren Sitz. Aus Dubai kommt die staatliche Billigfluggesellschaft des Emirats Dubai, flydubai, die auch Ziele in Europa, vor allem Osteuropa, anfliegt.

Fluggesellschaften (Auswahl):

  • Emirates (Heimatflughafen: Dubai DXB)
  • Etihad Airways (Heimatflughafen: Abu Dhabi)
  • Air Arabia (Heimatflughafen: Schardscha, „Billigfluglinie“)
  • flydubai (Heimatflughafen: Dubai, „Billigfluglinie“)

Schiffsverkehr

In den VAE gibt es mehr als 20 HĂ€fen. Die grĂ¶ĂŸten sind Jebel Ali und Port Rashid in Dubai, Port Zayid in Abu Dhabi, Port Khalid in Schardscha, Port Saqr in Ra’s al-Chaima und der Hafen von Fudschaira.

In Abu Dhabi kommen 80 % aller Importe ĂŒber den Seeweg. Ein neuer Hafen, die Khalifa Port and Industrial Zone (KPIZ) auf halbem Weg zwischen den StĂ€dten Abu Dhabi und Dubai gelegen, wird ab 2011 der Haupthafen des Emirats sein und bis zu zwei Millionen TEU abfertigen können.

Jebel Ali, am sĂŒdlichen Stadtrand von Dubai, ist mit einer FlĂ€che von 134,68 kmÂČ und 67 AnkerplĂ€tzen der grĂ¶ĂŸte Hafen des Nahen Ostens und der grĂ¶ĂŸte kĂŒnstliche Hafen der Welt. Mit Umwandlung von Port Rashid, zurzeit 13.-grĂ¶ĂŸter Containerhafen der Welt, in ein Gebiet fĂŒr urbane Bauprojekte und Tourismusverkehr, z. B. Reiseschifffahrt, wird dessen GĂŒterverkehr nach Jebel Ali verlegt. Jebel Ali wurde 13 Jahre in Folge zum „Besten Hafen des Nahen Ostens“ gekĂŒrt.

FĂ€hrverbindungen bestehen zwischen allen großen HĂ€fen und mit Iran.

Öffentlicher Personennahverkehr

In Dubai ist die Roads and Transport Authority (RTA) fĂŒr den Öffentlichen Personennahverkehr zustĂ€ndig und betreibt die am 9. September 2009 eröffnete und im Ausbau befindliche Dubai Metro, die 2014 eröffnete Straßenbahn Dubai sowie den Bus- und Schiffsverkehr.

Abu Dhabi plant den Bau der Abu Dhabi Metro mit einer Ringlinie mit 19 Stationen. SpĂ€ter soll eine Metro bis zur Grenze des Emirates Dubai fĂŒhren und mit der roten Linie der Dubai Metro verbunden werden.

ElektrizitÀtserzeugung

Strom wird mit Hilfe von gasbefeuerten GuD-Kraftwerken erzeugt. Oftmals existieren große Kraftwerkskomplexe mit mehreren Kraftwerken. Beispiele sind die Anlagen Al Taweelah (Emirat Abu Dhabi) und Dschabal Ali (Dubai), mit 10 bis 25 einzelnen Blöcken. An diese Kraftwerke sind meist Meerwasserentsalzungsanlagen angeschlossen.

Ein sĂŒdkoreanisches Konsortium hat 2009 den Auftrag bekommen, vier Kernkraftwerke vom Typ APR-1400 mit je 1400 MWe Leistung zu bauen, der Spatenstich der ersten zwei Blöcke des Kernkraftwerks Barākah war am 17. MĂ€rz 2011. Der erste Reaktor wurde am 1. August 2020 in Betrieb genommen. Das Kraftwerk von Barākah ist damit Vorreiter in der Nutzung der Atomkraft zur Energiegewinnung in der arabischen Welt.

Der Netto-Stromverbrauch ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen: 1987 betrug er 11,88 TWh, 1997 24,87 TWh, 2007 68,57 TWh und 2017 114,71 TWh.

Wasserversorgung

Die Quellen rund um Al-Ain werden nicht mehr zur Trinkwasserversorgung genutzt. Das Trinkwasser wird aufwĂ€ndig mit Hilfe von Meerwasserentsalzungsanlagen direkt an der KĂŒste gewonnen. Von dort wird es ĂŒber Pipelines in die StĂ€dte gefördert. Aufgrund des Klimas hat das Wasser im Sommer teilweise „Kalttemperaturen“ von ĂŒber 30 °C, wenn es aus dem Wasserhahn kommt. Sehr hĂ€ufig ist das Wasser stark gechlort. UnzĂ€hlige BĂ€ume, Buschpflanzen, Blumenrabatte und RasenflĂ€chen in den StĂ€dten werden kĂŒnstlich bewĂ€ssert, ebenso große FlĂ€chen der zahlreichen GolfplĂ€tze und HotelgĂ€rten.

Die VAE liegen im Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser weltweit an dritter Stelle nach den USA und Kanada. Etwa 70 % des Trinkwassers werden in der Landwirtschaft verbraucht. Hierzu zĂ€hlen auch die zahlreichen Anzuchtanlagen fĂŒr BĂ€ume, BĂŒsche und Palmen, die spĂ€ter in die StĂ€dte umgesetzt werden. Mineralwasser wird aus Quellen der StĂ€dte Al-Ain und Masafi hergestellt. Dieses Wasser kommt fast ausschließlich als stilles Wasser in den Handel und enthĂ€lt nach der Entsalzung keine nennenswerten Mengen an Mineralien mehr. Es wird begrenzt Mineralwasser mit Sprudel angeboten und verkauft.

Gesundheitswesen

Die VAE gelten als ein Land mit einem qualitativ hochwertigen Gesundheitswesen. Von 1996 bis 2003 wurden von der Regierung mehr als 400 Millionen US$ in diesem Sektor investiert. Laut Weltgesundheitsorganisation geben die VAE knapp drei Prozent ihres Bruttosozialproduktes fĂŒr das Gesundheitswesen aus. In der Region sind Dubai und Abu Dhabi nach Jordanien zweit- bzw. drittbeliebtestes Ziel des Gesundheitstourismus.

BĂŒrger der VAE werden gratis versorgt. AuslĂ€ndische Einwohner haben Krankenversicherungen oder mĂŒssen fĂŒr Behandlungen bezahlen. Die Zahl der Ärzte pro 100.000 Einwohner liegt bei 181 und die Lebenserwartung bei Geburt sind 76,7 Jahre. Im weltweiten Vergleich liegen die VAE damit auf dem 45. Platz, inmitten der entwickelten westlichen LĂ€nder.

Im Februar 2008 veröffentlichte das Gesundheitsministerium einen FĂŒnfjahresplan fĂŒr das Gesundheitswesen der nördlichen Emirate, da sie im Gegensatz zu Abu Dhabi und Dubai ĂŒber keine eigenen Gesundheitsbehörden verfĂŒgen und deshalb in seine Kompetenz fallen. Der Plan richtet sich auf die Vereinheitlichung der Gesundheitsrichtlinien und die Verbesserung der Versorgung. Das Ministerium plant, neben den bereits vorhandenen 14 KrankenhĂ€usern drei neue zu bauen, sowie die momentan 86 Gesundheitszentren um 29 zu verstĂ€rken, von denen neun im Jahr 2008 eröffnet wurden.

Im Emirat Abu Dhabi ist fĂŒr AuslĂ€nder eine Krankenversicherung inzwischen obligatorisch. FĂŒr Einheimische gilt dies bereits seit 1. Juni 2008. Dubai hat Gleiches fĂŒr seine Staatsbediensteten eingefĂŒhrt. Perspektivisch ist ein landesweites Pflichtversicherungssystem sowohl fĂŒr Emiratis als auch AuslĂ€nder geplant.

Die Haupttodesursache sind mit 28 % Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Andere wichtige GrĂŒnde sind UnfĂ€lle, Feindseligkeiten und angeborene Krankheiten. Aufgrund der hohen Diabetesrate wurde 2009 zum „Anti-Diabetes-Jahr“ erklĂ€rt. 2015 waren laut Weltgesundheitsorganisation 37,2 % der Bevölkerung fettleibig, was eine der höchsten Raten weltweit ist.

Quelle: UN

Bildung

Die Entwicklung und Verbesserung des Bildungssektors ist eine der Hauptaufgaben der föderalen Regierung, sowie der der einzelnen Emirate. Der grĂ¶ĂŸte Teil des föderalen Haushalts 2008 (34 %) ist fĂŒr Bildung vorgesehen. Seit der GrĂŒndung der VAE 1971 besteht allgemeine Schulpflicht fĂŒr Sechs- bis ZwölfjĂ€hrige, die Alphabetisierungsrate liegt 2016 bei 93,8 % (Frauen 95,8 %, MĂ€nner 93,1 %). FĂŒr Emiratis ist Bildung generell kostenlos. AuslĂ€nder mĂŒssen SchulgebĂŒhren zahlen. Seit dem Schuljahr 2006/07 können auslĂ€ndische Kinder auch staatliche Schulen besuchen. Die VAE haben mit 15:1 einen der weltbesten SchĂŒler-Lehrer-Quotienten.

Das Bildungsministerium implementiert Education 2020, eine Reihe von FĂŒnfjahresplĂ€nen, die darauf abzielen, fortschrittliche Lehrmethoden einzufĂŒhren, die Innovationskompetenz stĂ€rken sollen und den Akzent mehr auf die FĂ€higkeiten der SchĂŒler zum Selbststudium setzen. Ein weiteres Ziel ist es, den Anteil einheimischer Lehrer an staatlichen Schulen auf 90 % zu erhöhen. Das „Lehrer fĂŒr das 21. Jahrhundert“-Projekt, fĂŒr das 200 Millionen Dirham (37 Millionen €) vorgesehen sind, zielt darauf ab, in den nĂ€chsten Jahren 10.000 Schullehrer auszubilden.

Die staatliche „UniversitĂ€t der VAE“ wurde 1976 in Al-Ain gegrĂŒndet und umfasst heute 10 FakultĂ€ten mit 600 LehrkrĂ€ften. 2007 waren etwa 17.000 Studenten immatrikuliert, davon ĂŒber 70 % Frauen. Insgesamt zwölf Higher Colleges of Technology (HCT) in den verschiedenen Emiraten bieten, getrennt nach Geschlechtern, ihren 15.000 Studenten ĂŒber 75 verschiedene akademische AbschlĂŒsse an. Außerdem gibt es die 1998 gegrĂŒndete staatliche Zayed-UniversitĂ€t fĂŒr Frauen.

Hinzu kommen eine Anzahl privater UniversitĂ€ten mit internationalem Profil, wie z. B. die Abu Dhabi University (gegrĂŒndet 2003). sowie AusgrĂŒndungen von auslĂ€ndischen UniversitĂ€ten, darunter die American University in Dubai (gegrĂŒndet 1995) und die American University of Sharjah (gegrĂŒndet 1997), und seit 2006 die UniversitĂ© Paris Sorbonne in Abu Dhabi. Im Jahr 2003 wurde in Dubai das Dubai Knowledge Village eingeweiht, das der Dubai Internet City angeschlossen ist. Der Campus vereint Dependencen weltweit anerkannter UniversitĂ€ten, Trainingszentren, sowie E-Learning- und Forschungseinrichtungen. Internationale Partner sind z. B. die Manchester Business School, die „UniversitĂ€t von Wollongong“ (Australien), die „UniversitĂ€t Sankt Petersburg fĂŒr Ingenieurswesen und Wirtschaft“ und die „Mahatma-Gandhi-UniversitĂ€t“.

Die Hochschulen der VAE streben aktiv die Kooperation mit auslĂ€ndischen SpitzenuniversitĂ€ten an. Mittels einer großzĂŒgigen Stipendienvergabe sollen die Studierenden zu Auslandsaufenthalten ermuntert werden. Auch im Schulbereich strebt man durch zunehmende Privatisierung (und damit einen erhöhten Wettbewerb) sowie die Integration einheimischer Kinder in internationale Schulen (darunter auch die Deutsche Schule Abu Dhabi) eine Verbesserung des Schulniveaus an. Auch im Berufsbildungsbereich wird durch eine Mischung von staatlichen Investitionen und internationaler Zusammenarbeit eine Verbesserung des Ausbildungsniveaus angestrebt. So bietet die deutsche Gesellschaft fĂŒr Technische Zusammenarbeit (GTZ) im Auftrag des Emirats Abu Dhabi seit 2008 an den Standorten al-Ain und Madinat Zayed eine gewerblich-technische Berufsausbildung fĂŒr Emiratis an.

Telekommunikation

Das Postsystem ist in staatlicher Hand. Briefe und Pakete werden nicht ausgeliefert, sondern mĂŒssen von PostfĂ€chern abgeholt werden. Die JahresgebĂŒhr betrĂ€gt je nach GrĂ¶ĂŸe mindestens 10 Euro. Alternativ kann man sich die Post auch an das nĂ€chstgelegene Postamt an ein Sammelpostfach schicken lassen und zahlt dann 10 bis 50 Eurocent fĂŒr einen abgeholten Brief oder ein Paket.

Nach dem Bundesgesetz Nr. 1 von 1976 wurde die staatliche Emiratische Gesellschaft fĂŒr Telekommunikation gegrĂŒndet: Etisalat. Sie hatte bis Februar 2006 ein Monopol auf alle Telefondienstleistungen. Des Weiteren stellt Etisalat die Zensur „schĂ€dlicher EinflĂŒsse“ ĂŒber das Internet auf die Gesellschaft sicher.

Die Regierung hat im FrĂŒhjahr 2005 beschlossen, dass ab Anfang 2006 weitere Unternehmen fĂŒr Telefon- und Internetdienste ihre Dienste anbieten können, dieses sollte das Aus fĂŒr das Monopol von Etisalat sein. Seit Anfang 2007 ist eine weitere Telefongesellschaft – du – am Markt. Allerdings gehört auch diese Telefongesellschaft dem Staat bzw. staatseigenen Investmentunternehmen und wurde auch von diesen aufgebaut. Internationalen Unternehmen wie Vodafone, die mehrfach versucht haben, Teile der VAE abzudecken, haben noch immer keine entsprechende Lizenz bekommen.

Medien

Neben den fĂŒnf arabischsprachigen und vier englischsprachigen Tageszeitungen gibt es diverse periodische Publikationen mit regionaler Bedeutung. Acht Fernsehstationen (darunter die drei großen Satellitensender al-Arabiya, Abu Dhabi TV und Dubai TV) und fĂŒnf Hörfunksender prĂ€gen die elektronische Medienlandschaft. Im Jahr 2019 nutzten 99 Prozent der Einwohner der Vereinigten Arabischen Emirate das Internet.

Zensur

Die Verbreitung von Informationen unterliegt in den VAE einer Zensur. Importierte Zeitschriften mĂŒssen vor Verkauf der Zensurbehörde vorgelegt werden, die dann auf Bildern dargestellte Geschlechtsmerkmale mit einem schwarzen Filzstift zensiert. Medien unterstellen sich einer Selbstzensur, sodass VerstĂ¶ĂŸe gegen die Zensurgesetze seitens der Zeitungsherausgeber oder Radiosender nicht existieren. Das lokale Fernsehen ist in staatlicher Hand.

Der Zugriff von Privatpersonen auf das Internet erfolgt ĂŒber Proxy, die Inhalte zensieren. Offiziell soll damit nur der Zugang zu pornografischem Material verhindert werden, tatsĂ€chlich werden aber auch viele andere Seiten gesperrt, die unter UmstĂ€nden die islamische Kultur verletzen. So zum Beispiel auslĂ€ndische Seiten, die GlĂŒcksspiel (auch Lotto) anbieten, Kochrezepte, die ĂŒber die Schweinefleischzubereitung berichten, israelische Homepages (mit der Endung.il) sowie Bekanntschaftsvermittlungen. Selbst komplette IP-Listen und Bereiche öffentlicher "Anonymisierer" werden stĂ€ndig aktualisiert und sind daher nicht verfĂŒgbar. Bildungseinrichtungen sind von der Zwangsnutzung der Proxy Server ausgenommen.

Benutzer des Internetangebots von du unterliegen seit dem 14. April 2008 ebenso der Zensur. Zwar wird nicht ganz so rigoros wie bei Etisalat gefiltert, jedoch sind sĂ€mtliche Seiten, die mit Pornografie zu tun haben, gesperrt. Die Sperre wird durch einen Contentfilter des Anbieters durchgefĂŒhrt. Seit Sommer 2008 werden von Etisalat und du VoIP-Applikationen blockiert (VoIP-zu-Festnetz). VoIP-to-VoIP-Anrufe sind eingeschrĂ€nkt möglich (Windows Messenger) wĂ€hrend andere nicht mehr funktionieren. Skype-to-Skype ist inzwischen ebenfalls wieder möglich.

Die Lage der Pressefreiheit in den Vereinigten Arabischen Emiraten beurteilt die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen als "schwierig". In der Vereinigten Arabischen Emirate sitzt ein Journalist (Tayseer Al-Najjar – Kulturreporter al-Dar) in Haft.

Kultur

Der Charakter der VAE hat sich im vergangenen Jahrhundert und besonders in den letzten Jahrzehnten dramatisch verĂ€ndert: von kleinen, homogenen Perlfischeransiedlungen an der KĂŒste und Bauerndörfern im Inland zu einer modernen vielseitigen und multikulturellen Gesellschaft. Dies geschah durch Arbeitsmigration, zuerst Perser Anfang des 20. Jahrhunderts, dann kamen seit Beginn des Ölbooms in den 1960er Jahren Inder und Pakistaner. Schließlich wurden seit den 1990ern Arbeitsmigranten aus der ganzen Welt angezogen.

Trotz großer Vielfalt der Bevölkerung gibt es nur sehr wenig ethnische Spannungen oder gar Konflikte.

Da die großen demographischen VerĂ€nderungen auf Arbeitsmigration beruhen und keine Einwanderung im klassischen Sinne sind, haben sie die stark islamisch geprĂ€gte Landeskultur nur in Äußerlichkeiten beeinflusst, wie etwa in der Architektur. Die einheimische Kultur dreht sich vor allem um islamische Rituale und arabisch-beduinische Traditionen. Dieser Einfluss zeigt sich in Architektur, Musik, Kleidung, Essen und Lebensstil. FĂŒnfmal am Tag ertönt im ganzen Land der Gebetsruf, von Minaretten genauso wie durch die Lautsprecher der Einkaufszentren. Die wichtigsten Feiertage sind Eid al-Fitr am Ende des Ramadan und der National Day, an dem die GrĂŒndung der VAE gefeiert wird.

Die besondere sozioökonomische Entwicklung in den VAE hat dazu gefĂŒhrt, dass das Land viel liberaler ist als seine Nachbarn, besonders Saudi-Arabien und Iran. Wiewohl der Islam die Staatsreligion ist, wird anderen Religionen nicht nur Respekt entgegengebracht, sondern auch Freiheit in der AusĂŒbung eingerĂ€umt. So gibt es christliche Kirchen, eine Synagoge, Hindu-Tempel und eine Gurudwara fĂŒr Sikhs. Die VAE bieten auch Schutz fĂŒr Gruppen, die anderswo verfolgt wurden und werden. Die Vielfalt in der Bevölkerung spiegelt sich in einem Mosaik von Schulen, Kulturzentren und Restaurants wider, die sowohl westlich-europĂ€isch als auch asiatisch geprĂ€gt sind. Dessen ungeachtet kann der Abfall vom islamischen Glauben (Apostasie) mit dem Tode bestraft werden.

Kleidung

In den VAE gibt es keine islamische Bekleidungsvorschrift, wie etwa in Saudi-Arabien. Viele Emirater bevorzugen jedoch die traditionelle Kandura, ein knöchellanges weißes Hemd aus Baumwolle oder Wolle; viele einheimische Frauen tragen die Abaya, ein schwarzes Übergewand, das den Körper verhĂŒllt. Jugendliche richten sich oft nach westlichen Modetrends. AuslĂ€nder tragen deren jeweils ĂŒbliche Kleidung.

Essen

Das traditionelle Essen der Emirater besteht aus Reis, Fisch und Fleisch. Viele Gerichte wurden von benachbarten Staaten, hauptsĂ€chlich Iran, Oman und Saudi-Arabien, ĂŒbernommen.

MeeresfrĂŒchte sind ein Hauptbestandteil der lokalen KĂŒche. Unter den Fleischgerichten werden Lamm und Schaf gegenĂŒber Ziegen- und Rindfleisch bevorzugt. Beliebte GetrĂ€nke sind Kaffee und Tee, denen zur Verfeinerung oft Kardamom, Safran oder Minze beigegeben wird.

Da Muslime kein Schweinefleisch essen dĂŒrfen, wird es in gastronomischen Einrichtungen kaum angeboten. Hotels und Restaurants haben oft Schweinsersatz, wie z. B. Rinderspeck, im Angebot. Alkohol wird generell nur dort ausgeschenkt, wo sich das Angebot hauptsĂ€chlich an AuslĂ€nder richtet. In Schardscha ist er gĂ€nzlich verboten. In SupermĂ€rkten gibt es Schweinefleisch und Alkohol in speziell als „Nur fĂŒr Nichtmuslime“ gekennzeichneten Abteilungen, Letzteres nur gegen eine Lizenz.

Traditionelle Gerichte der VAE:

  • Machbus
  • Kabsa
  • Hariis
  • Lukaimat
  • Bathith
  • Chamir
  • Al-Madruba
  • Farid
  • Raqaq
  • Al-Jabab (Brot)
  • Kamelmilch

Literatur

Die Hauptform der Literatur der VAE ist die Poesie, die Teil der großen arabischen Poetiktradition ist. Die wichtigsten Themen sind Satire, Ritterlichkeit, Lobpreisung, Selbstlob, Patriotismus, Religion, Familie und Liebe. Gedichte können sowohl beschreibend wie auch erzĂ€hlend sein.

Stil und Form der alten Poesie war stark vom Gelehrten Al-Chalil bin Ahmad beeinflusst, der im 8. Jahrhundert am Persischen Golf wirkte und in 16er-Metern schrieb. Der Ă€lteste bekannte Poet der Region der heutigen VAE ist Ibn Madschid, der zwischen 1432 und 1437 im heutigen Ra’s al-Chaima geboren wurde. Aus seinem ƒuvre sind 40 Kompositionen extant, 39 davon Verse.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts kam die einheimische Tradition unter westlichen Einfluss, was sich in der Entwicklung einer Prosaliteratur bemerkbar machte.

Die wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts waren Mubarak al-Uqaili (1880–1954), Salim bin Ali al-Uwais (1887–1959) und Ahmad bin Sulajim (1905–1976). Drei andere Poeten, alle aus Schardscha stammend, waren als „Hirah Gruppe“ bekannt: Chalfan Musabah (1923–1946), Scheich Saqr al-Qasimi (1925–1993; 1951–1965 Herrscher von Schardscha) und Sultan bin Ali al-Uwais (1925–2000).

Musik und Tanz

Die VAE sind Teil der Golf-Tradition, und außerdem bekannt fĂŒr die Musik der Beduinen des Hinterlandes. „Liwa“ ist eine Art von Musik und Tanz, die vorwiegend in von Ostafrikanern abstammenden Gruppen vorgetragen wird. Viele der traditionellen Lieder und TĂ€nze haben sich bis in die moderne Zeit gehalten. Die TĂ€nze, z. B. der Chalidschi involvieren oft junge MĂ€dchen, die sich im Takt wiegen und ihr langes Haar schwingen lassen, sowie MĂ€nner, die durch symbolischen Tanz Schlachten oder erfolgreiche Jagden nachstellen, oft unter Benutzung von Stöcken, Schwertern und Gewehren.

Viele internationale Stars geben regelmĂ€ĂŸig Konzerte in den VAE. Große Festivals, z. B. das Dubai Desert Rock Festival, ziehen GĂ€ste aus der ganzen Region an.

Film

Aufgrund der Bevölkerungsstruktur dominieren westliche Produktionen (ĂŒberwiegend Hollywood-Filme). Filme aus den LĂ€ndern des Nahen Ostens und SĂŒdasiens (Bollywood) sind unter arabischen und sĂŒdasiatischen Einwohnern sehr beliebt, werden aber meist ĂŒber TV-KanĂ€le oder DVDs konsumiert. Alle Filme mĂŒssen vom Informationsministerium genehmigt werden und können hinsichtlich religiösen, erotischen und politischen Inhaltes zensiert werden. Der Film Die Passion Christi wurde an den Kinokassen ausdrĂŒcklich als „nicht geschnitten“ beworben.

Seit 2004 findet jeden Dezember das Dubai International Film Festival (DIFF) statt. Im Oktober 2007 wurde das erste Middle East International Film Festival (MEIFF) in Abu Dhabi veranstaltet, das ebenfalls jÀhrlich abgehalten wird.

Architektur

Das traditionelle einheimische Bauwesen war grĂ¶ĂŸtenteils von islamischer Architektur inspiriert und spiegelt den Lebensstil und die BrĂ€uche der einheimischen Bevölkerung wider. Die Baumaterialien waren einfach, jedoch hervorragend an das Klima angepasst. Leicht auf- und abzubauende Zelte gaben Schutz wĂ€hrend der Weidesaison im Winter. Die festen GebĂ€ude im Inland wurden aus getrockneten Lehmziegeln gebaut und mit PalmenblĂ€ttern gedeckt. Im KĂŒstengebiet wurden Korallenstöcke in Blöcke geschnitten und mit Muschelkalk zusammengehalten. Ein wichtiger Aspekt beim Entwurf eines Hauses waren die Abtrennung der PrivatsphĂ€re von einem öffentlichen Raum, zugĂ€nglich fĂŒr Besucher, sowie die Zufuhr von kĂŒhler Luft. Traditionelle HĂ€user haben daher WindtĂŒrme, die oft ĂŒber Wasserbecken angelegt sind und somit sowohl kĂŒhle Brisen ins Haus als auch warme Luft aus dem Haus heraus leiten.

Museen

Die meisten Emirate verfĂŒgen ĂŒber eigene Museen mit regionaler Bedeutung. Hier hat Schardscha mit seinem Heritage District, das 17 Museen beherbergt, eine herausgehobene Stellung, die durch die Wahl zur Arabischen Kulturhauptstadt 1998 gewĂŒrdigt wurde.

Die Cultural Foundation in Abu Dhabi ist ein wichtiges Forum fĂŒr die PrĂ€sentationen auch auslĂ€ndischer darstellender und bildender Kunst. In Dubai ist der Stadtteil Al Quoz zu einem Zentrum fĂŒr Kunstgalerien geworden.

Mit der Errichtung eines Kulturbezirkes auf der Insel Saadiyat will Abu Dhabi sich als Kulturstandort von Weltrang etablieren. Geplant sind bisher sechs Kulturprojekte auf Weltniveau: das „Sheikh Zayed“-Nationalmuseum (gebaut von Foster + Partners), das Guggenheim Abu Dhabi (gebaut von Frank Gehry), ein Kunstmuseum in Kooperation mit dem Louvre Abu Dhabi (gebaut von Jean Nouvel), ein Performing Arts Centre (gebaut von Zaha Hadid), ein maritimes Museum (gebaut von Tadao Ando) sowie ein Biennale Park mit 16 Pavillons.

Dubai plant den Bau eines Kunsthal-Museums und ein Stadtviertel speziell fĂŒr Galerien und KĂŒnstler.

FreizeitbeschÀftigung und Sport

WĂ€hrend der milden Jahreszeit (Oktober bis April) findet Freizeit im Freien statt. Beliebt sind Wassersport (Segeln, Surfen, Tauchen) und Outdoor-AktivitĂ€ten (WĂŒstensafaris, Bergwandern, Camping). Einheimische betreiben das in den Emiraten traditionelle Hobby der Falknerei. Insbesondere abends ist es sehr beliebt geworden, durch die großen Einkaufszentren (Malls) und Basare (Souks) zu bummeln.

Fußball ist der beliebteste Sport in den Emiraten. Die wichtigsten Mannschaften sind Al Ain Club und Al-Ahli (bis Februar 2007 von Winfried SchĂ€fer trainiert). Ein weiterer deutscher Trainer arbeitete in den Emiraten: Reinhard Fabisch betreute den Emirates Club von November 2005 bis 2007. Horst Köppel und sein Co-Trainer Lothar Sippel coachten Al-Wahda von August bis Oktober 2006. Al Ain Club konnte 2003 die erste AFC-Champions-League gewinnen, 2005 wurden sie Zweiter. Die Nationalmannschaft der Emirate konnte sich fĂŒr die Fußball-Weltmeisterschaft 1990 qualifizieren und traf dabei in der Gruppenphase auf die deutsche Fußballnationalmannschaft. 1996 waren die Emirate Gastgeber der Asienmeisterschaft, 2003 wurde die Junioren-Fußballweltmeisterschaft der MĂ€nner in den VAE ausgetragen. Im Oktober und November 2013 fand die U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2013 in den Emiraten statt und 2019 wieder die Fußball-Asienmeisterschaft.

Cricket ist eine der beliebtesten Sportarten in den Vereinigten Arabischen Emiraten, vor allem Dank der Einwanderer aus den Cricketnationen SĂŒdasiens, dem Vereinigten Königreich und Australiens. In Dubai befinden sich BĂŒros des Dachverbandes International Cricket Council, wĂ€hrend sich dessen Hauptsitz nach wie vor im Londoner Lord’s Cricket Ground befindet. Die Cricket-Nationalmannschaft der Vereinigten Arabischen Emirate qualifizierte sich bisher fĂŒr zwei Cricket World Cups un nahm an den Turnieren 1996 und 2015 teil.

In Abu Dhabi veranstaltet der Abu Dhabi Combat Club seit 1998 die Submission Wrestling Weltmeisterschaften.

Im Tennis wurde 2003 die erste Ausgabe des Tennisturniers Dubais (fĂŒr MĂ€nner und Frauen) ausgetragen. Traditionell erfreuen sich Pferde- und Kamelrennen ebenfalls großer Beliebtheit.

In den Emiraten befindet sich außerdem die grĂ¶ĂŸte Pferderennbahn der Welt; der Meydan Racecourse wurde am 27. MĂ€rz 2010 fĂŒr ĂŒber 2 Mrd. US-Dollar fertiggestellt. Seit 2010 findet auf der Rennbahn jĂ€hrlich der „Dubai World Cup“ statt, der mit einem Preisgeld von 30 Mio. US-Dollar das teuerste Pferderennen der Welt ist.

Seit 2009 trĂ€gt die Formel 1 fĂŒr zunĂ€chst sieben Jahre einen Grand Prix in Abu Dhabi aus. 2009, 2010 und 2017 hat die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft in Abu Dhabi stattgefunden.

Nationalfeiertage

Weltliche Feiertage

Islamische Feiertage

Wochenende

Das Wochenende in den VAE, zuvor Donnerstag–Freitag, wurde ab September 2006 auf Freitag–Samstag verlegt. Alle staatlichen und öffentlichen Institutionen, Regierungseinrichtungen sowie Privatschulen sind an die neue Regelung gebunden. Die Privatwirtschaft ist der Änderung teils gefolgt, teils wurde das alte Wochenende beibehalten. Grund fĂŒr die Änderung war, die Schnittmenge an Werktagen zwischen der nichtislamischen Welt und den VAE von drei auf vier Tage zu vergrĂ¶ĂŸern.

Literatur

  • Kirstin Kabasci, Julika Oldenburg, Peter Franzisky: Vereinigte Arabische Emirate – Ölimperium zwischen GlaspalĂ€sten und Beduinenzelten. Hohentan, 1998 ISBN 3-89662-022-3.
  • Rainer Gutske: GeschĂ€ftspartner Vereinigte Arabische Emirate. Köln u. a.: BfAI, 1998; ZDB-ID: 8122866967, DNB 552075558.
  • Kristin Augsburg: GeschĂ€ftshandbuch V. A. E.
  • Ochs, Heidl, Rengert: Investieren in den Vereinigten Arabischen Emiraten. nwb-Verlag, 2005; ISBN 3-482-54531-6.
  • John M. Smith: Dubai The Maktoum Story. ISBN 3-8334-4660-9.
  • Christopher M. Davidson: Abu Dhabi: Oil and Beyond. Columbia University Press, 2009; ISBN 978-0-231-70106-8.
  • Christopher M. Davidson: The United Arab Emirates: A Study In Survival. ISBN 978-1-58826-274-5.
  • Seifert: Rechtliche Rahmenbedingungen fĂŒr GeschĂ€ftstĂ€tigkeiten in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 2008; ISBN 978-3-00-023184-1.
  • Frauke Heard-Bey: Die Vereinigten Arabischen Emirate zwischen Vorgestern und Übermorgen. Die Gesellschaft eines Golf-Staates im Wandel. Verlag Georg Olms, Hildesheim 2010. Rezension FAZ vom 6. April 2010, S. 10. Fazit: „Das Standardwerk ĂŒber die Vereinigten Arabischen Emirate endlich auf Deutsch“.
  • Gerhard Martin Burs: Mediale PrĂ€sentation in der Gegenwartsarchitektur: Das Beispiel der Vereinigten Arabischen Emirate. Transcript, Bielefeld 2016, ISBN 978-3-8376-3343-6.

Weblinks

  • Regierungsportal der VAE (englisch, arabisch)
  • LĂ€nderinformationen des deutschen AuswĂ€rtigen Amtes, des österreichischen Bundesministeriums fĂŒr Europa, Integration und Äußeres und des Eidgenössischen Departements fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten zu Vereinigte Arabische Emirate
  • Vereinigte Arabische Emirate im Spiegel-Online-LĂ€nderlexikon
  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (8)

Bezeichnung der Regionen: Emirat
Abk Name Lat N Lat S Lng W Lng E B O
Abu Dhabi 24.97 22.621 51.569 55.998  
Ajman 25.46 25.282 55.425 56.007  
Dubai 25.307 24.595 55.006 55.681  
Fudschaira 25.658 25.218 55.966 56.37  
Masfut 24.886 24.73 55.957 56.106  
Ra’s al-Chaima 26.075 24.82 55.746 56.275  
Sharjah 25.513 24.691 55.325 56.384  
Umm al-Qaiwain 25.662 25.277 55.515 55.928  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: United Arab Emirates

Name englisch: United Arab Emirates
Hauptstadt: Abu Dhabi
Kfz: UAE
ISO: AE
ISO3: ARE
Fläche: 82880 km²
Tld: .ae
Wärung Einheit: AED
Währung: Dirham
Vorwahl: 971

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 26.0696541
südlichster Punkt: 22.6315138
westlichster Punkt: 51.4997702
östlichster Punkt: 56.4053766


 
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