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Staat Informationen : Guatemala

Informationen:


Guatemala ([guÌŻateˈmaːla], offiziell Republik Guatemala, spanisch RepĂșblica de Guatemala) ist der bevölkerungsreichste Staat in Zentralamerika im SĂŒden der Halbinsel YucatĂĄn. Guatemala grenzt im SĂŒdosten an Honduras, im SĂŒden an El Salvador, im Norden an Mexiko und im Osten an Belize. Das Land grenzt an zwei Ozeane: im Osten an den Atlantischen Ozean (Golf von Honduras), Teil des Karibischen Meers, und im SĂŒdwesten an den Pazifischen Ozean.

Etymologie

Die Bezeichnung (frĂŒher im Romanischen auch „Goathemala“ geschrieben) leitet sich vom toltekischen (Nahuatl-) Wort Cuauhtēmallān ab, was so viel wie „Land der BĂ€ume“ bedeutet. Es gibt aber noch mindestens 16 andere Theorien zur Entstehung des Namens Guatemala. So könnte Guatemala aus dem Breiapfelbaum, dem sogenannten Kuautemalli in der Sprache NahuĂĄtl entstanden sein. Eine weitere Theorie besagt, dass Guatemala von Coctemalan, der Wolfsmilchpflanze hergeleitet wurde. Dieses Yerba-Mala (WolfsmilchgewĂ€chse) gab es vermehrt rund um IximchĂ©, einer vorspanischen Mayastadt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass der Name von Guhate-zmal-ha dem Berg des dampfenden Wassers abstammt.

Geographie

Physische Geographie

Guatemala liegt in Zentralamerika auf 15° 30' Nord, 90° 15' West. Damit befindet sich auch der geographische Mittelpunkt des amerikanischen Doppelkontinents in Guatemala, genauer in der Stadt Cuilapa. Die FlÀche des Staates entspricht in etwa der FlÀche der neuen BundeslÀnder.

Es grenzt im Norden an Mexiko (962 km gemeinsame Grenze), im Osten an Belize (266 km), im SĂŒdosten an Honduras (256 km) und im SĂŒden an El Salvador (203 km). Die GesamtlĂ€nge der Grenze betrĂ€gt somit 1.687 Kilometer.

Geomorphologie

Die Region an der PazifikkĂŒste wird als Costa Sur (SĂŒdkĂŒste) bezeichnet. Es handelt sich um einen 40 bis 50 Kilometer breiten, rund 240 Kilometer langen Flachland-Streifen, dessen natĂŒrliche Vegetation von Trockenwald geprĂ€gt ist. Die KĂŒstenlinie ist kaum strukturiert und weist nur sehr vereinzelt Nehrungen auf. Der Strand besteht im Wesentlichen aus schwarzem Sand. Die KĂŒstenlandschaft besteht im Wesentlichen aus Schwemmland, das sich aus den Ablagerungen der FlĂŒsse gebildet hat.

An die KĂŒstenregion schließt sich nördlich der schmale, höher gelegene Boca Costa an. Auch dort sind die Böden sandig. Das GelĂ€nde weist mitunter extreme Höhenunterschiede auf kurzer Entfernung auf und ist von Nebelwald bedeckt.

Das zentrale Hochland, der Altiplano de Guatemala, macht rund ein Viertel der LandesflĂ€che aus, erreicht eine Breite von 100 bis 150 Kilometern und ist von mehreren von Nordwest nach SĂŒdost verlaufenden Gebirgsketten geprĂ€gt, unter anderem von der Sierra Madre de Chiapas im SĂŒden und der Sierra de los Cuchumatanes im Norden des Hochlands. Teil der Sierra Madre de Chiapas ist eine Vulkankette. In ihrem Westen befindet sich einer der höchsten Vulkane Mittelamerikas, der Tajumulco. Mit seinen 4220 Metern ĂŒberragt er das Hochland von Guatemala. In Richtung Osten nimmt die Höhe der Vulkane ab. Es handelt sich in der Mehrheit um vergleichsweise junge Schichtvulkane, die durch das Aufeinandertreffen von Cocosplatte, Karibischer und Nordamerikanischer Platte entstehen. Siehe hierzu auch Liste von Vulkanen in Guatemala. Das ĂŒbrige Hochland liegt meist auf 1500 bis 3000 Metern Höhe. Der Untergrund setzt sich vor allem aus Granit, Schiefer sowie geologisch alten Kalk- und Sandsteinen aus dem PalĂ€ozoikum sowie deren Verwitterungsprodukten zusammen. Das Hochland ist von GrasflĂ€chen des PĂĄramo und von Bergregenwald bedeckt. Der Altiplano ist die bevölkerungsreichste Region Guatemalas; unter anderem befindet sich dort die Hauptstadt sowie die nĂ€chstgrĂ¶ĂŸten StĂ€dte, die meist in klimatisch gĂŒnstigen TĂ€lern angelegt sind.

Das Gebiet östlich und nordöstlich der Hauptstadt bis an den Izabal-See und die Grenze zu Honduras und El Salvador wird als Oriente bezeichnet. Es handelt sich um ein ĂŒberwiegend trockenes Gebiet. Der PĂĄramo geht teilweise in Dornstrauchsavanne ĂŒber. Lediglich am Motagua-Fluss erstreckt sich eine fruchtbare Ackerbau-Region.

Im Nordosten des Landes um den Izabal-See herum und an der KaribikkĂŒste sind dagegen von reichlich NiederschlĂ€gen und tropischem Regenwald geprĂ€gt.

Die Regionen nördlich des zentralen Hochlands weisen gemĂ€ĂŸigtes Klima, hohe Niederschlagsmengen und ÜbergĂ€nge zwischen tropischem Regenwald, Nebelwald und Berg-Regenwald auf. Die Landschaft ist vielerorts von stark verkarstetem Kalkgestein geprĂ€gt.

Der nördlichste Landesteil, PetĂ©n, ist Tiefland mit fast durchgehendem tropischen Regenwald. Lediglich an der Grenze zu Belize gibt es eine grĂ¶ĂŸere Kiefernsavanne. Die Geologie ist von der teilweise verkarsteten Kalktafel der Halbinsel YucatĂĄn geprĂ€gt. Die Region macht den grĂ¶ĂŸten Teil der LandesflĂ€che aus, ist aber nur dĂŒnn besiedelt.

Klima

Der flache und fruchtbare KĂŒstenstreifen am Pazifik hat durchgehend feuchttropisches Klima, die grĂ¶ĂŸten Regenmengen mit bis zu 5000 Millimetern im Jahr gehen allerdings an der KaribikkĂŒste sowie ĂŒber dem PetĂ©n im Norden nieder. PrĂ€gende Luftströmung und wichtigste Regenquelle ist der Nordostpassat.

Das Hochland ist von sehr unterschiedlichen Klimazonen geprĂ€gt. Wegen seiner Lage zwischen 1.300 und 1.800 Metern ĂŒber dem Meer herrscht fast das ganze Jahr ĂŒber ein mildes Klima mit Tagestemperaturen zwischen 18 und 28 Grad Celsius. In höheren Lagen kann die Lufttemperatur vor allem im Januar und Februar stark sinken. DarĂŒber hinaus beginnt in den Bergen jedes Jahr Anfang Mai eine ausgeprĂ€gte Regenzeit mit tĂ€glichen, intensiven RegenfĂ€llen. Die Regenzeit endet im Oktober. Da die Passatwolken im Wesentlichen im Nordstau des Hochlands abregnen, sind in den höhergelegenen Regionen des Altiplano lediglich 600 bis 1500 Millimeter Regen im Jahr zu verzeichnen.

An beiden KĂŒsten sowie im PetĂ©n erreicht die mittlere Jahrestemperatur mit 26 Grad Celsius den Höchstwert. Im westlichen Altiplano werden mit knapp unter 15 Grad die niedrigsten Durchschnittstemperaturen erreicht.

Im Oktober 2005 sorgte der Hurrikan Stan vielerorts fĂŒr Überschwemmungen und Schlammlawinen.

Humangeographie

Allgemeines

Das Hochland ist das kulturelle und bevölkerungsreichste Zentrum Guatemalas. In einem tiefergelegenen Teil dieser Hochlandregion liegt die heutige Hauptstadt Guatemala-Stadt.

Ballungsgebiete

Die wichtigsten StÀdte haben folgende Einwohnerzahlen (Stand 1. Oktober 2013): Guatemala-Stadt Guatemala 1.125.000, Villa Nueva 720.000, Mixco 700.000, Quetzaltenango 165.000, Chinautla 155.000, Huehuetenango 150.000, Escuintla 150.000, Chimaltenango 145.000, Petapa 132.000, San Juan Sacatepéquez 113.000, Villa Canales 104.000, Amatitlån 102.000, Santa Lucía Cotzumalguapa 101.000, Puerto Barrios 78.000, Cobån 68.000, Chichicastenango 67.000, San Pedro Sacatepéquez 65.000, Jalapa 63.000, Santa Catarina Pinula 62.000, Momostenango 62.000, Antigua Guatemala 60.000.

Flora und Fauna

Rund 35 Prozent der LandesflĂ€che sind von Wald bedeckt, 45,4 Prozent davon werden bewirtschaftet (Stand 2006). Die ĂŒbrige WaldflĂ€che steht unter Naturschutz. GrĂ¶ĂŸtes Schutzgebiet ist das Maya-BiosphĂ€renreservat im Norden des Landes. Der Naturschutz wird allerdings in allen Landesteilen chronisch missachtet, so dass ein zunehmender Waldverlust zu verzeichnen ist.

Der nördliche Teil des Landes ist grĂ¶ĂŸtenteils von tropischem Regenwald bedeckt. Der zentrale Landesteil besteht hingegen auf Grund der starken Trockenheit und Höhe aus Kiefernsavanne, wĂ€hrend die Gebirgsseiten hauptsĂ€chlich tropische Berg- und NebelwĂ€lder aufweisen. Die BinnenhochlĂ€nder sind trockener und verfĂŒgen ĂŒber typische Savannenvegetation mit Grasfluren und einzelnen BĂ€umen sowie an gewissen Stellen auch MischwĂ€lder aus Kiefern und Eichen. Das Tiefland an der KĂŒste des Pazifiks ist im Osten mit Trockenwald, im Westen mit tropischem Feuchtwald bewachsen, wĂ€hrend das Tiefland am Karibischen Meer auch tropischen Feuchtwald aufweist. An den KĂŒsten sind auch kleine MangrovenwĂ€lder vorhanden.

Vor allem in den bewaldeten TieflĂ€ndern gibt es eine reiche Artenvielfalt. Obwohl seltener geworden, finden sich Affen und Tapire genauso wie Ozelots, Jaguare und Nabelschweine. Unter den Reptilien des Regenwalds sind insbesondere zahlreiche Schlangenarten sowie Krokodile und Leguane hervorzuheben. Auch gibt es in den RegenwĂ€ldern zahlreiche Vogelarten. Der etwa 35 cm große Quetzal – das Wappentier von Guatemala – zum Beispiel mit seinen grĂŒn schillernden Federn, die bis zu einem Meter lang werden können, einer der farbenprĂ€chtigsten Vögel des tropischen Regenwalds.

Bevölkerung

56,0 % der Guatemalteken sind europĂ€ischer oder europĂ€isch-indigener Abstammung. Die europĂ€isch-indianische Bevölkerungsgruppe trĂ€gt im Gegensatz zu den anderen LĂ€ndern Mittelamerikas die Bezeichnung Ladinos. Die europĂ€ischstĂ€mmige Bevölkerung ist ĂŒberwiegend spanischer Herkunft oder setzt sich aus Abkömmlingen deutscher Einwanderer des 19. Jahrhunderts zusammen. Weitere 41,7 Prozent der Gesamtbevölkerung sind Angehörige der Völkergruppe der Maya und 1,8 % sind Xinka (nicht zu den Maya gehörige Indigene). Mehr als 20 indigene Volksgruppen werden im Land gezĂ€hlt. Der Rest der Bevölkerung ist asiatischer Abstammung oder zĂ€hlt zu den Garifuna, an der KaribikkĂŒste lebenden Nachkommen von Angehörigen der indigenen Völker der Kariben und Arawak sowie entflohener schwarzafrikanischer Sklaven der Insel St. Vincent.

Guatemala ist ein Auswanderungsland und viele Menschen haben das Land verlassen. FĂŒr das Jahr 2015 wird die Emigrantenquote auf 5 % der Bevölkerung geschĂ€tzt. Das Land selbst erhĂ€lt nur wenige Migranten und gehört zu den LĂ€ndern mit einer der niedrigsten AuslĂ€nderanteilen weltweit. Im Jahre 2017 waren 0,5 % der Bevölkerung im Ausland geboren.

Die Lebenserwartung in Guatemala betrug im Zeitraum von 2010 bis 2015 72,4 Jahre (MĂ€nner: 69,2 Jahre, Frauen 75,6 Jahre).

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallup vom Dezember 2012 zĂ€hlen die Einwohner des Landes mit zu den glĂŒcklichsten Menschen auf der Erde.

Bevölkerungsentwicklung

Quelle: UN World Population Prospects

Sprachen und Dialekte

Alleinige Amtssprache Guatemalas ist Spanisch. Es ist die Sprache der Mestizen und der europĂ€ischstĂ€mmigen Bevölkerung und ist die Muttersprache von rund 70 % der Guatemalteken. Daneben sind weitere sieben Sprachen anerkannt. Dazu zĂ€hlen neben einigen Maya-Sprachen (darunter die KekchĂ­-Sprache und die QuichĂ©-Sprache oder K’iche’ mit jeweils ĂŒber 1 Millionen Sprechern) beispielsweise auch die Arawak-Sprache der Garifuna, das Igñeri. Bei den Garifuna, die enge Verbindungen mit Belize unterhalten, ist auch Englisch mit karibischem Einschlag sehr weit verbreitet. Die Xinca-Sprache wird nur noch von einigen Ă€lteren Menschen gesprochen. Hinzu kommen weitere Maya-Sprachen, die teilweise starke regionale Unterschiede aufweisen. Insgesamt werden in Guatemala 53 verschiedene indigene Sprachen und Idiome gesprochen, davon 22 Maya-Sprachen:

Guatemala hat eine sehr hohe Analphabetenrate von 21 %. Aus diesem Grund werden diverse Hilfsprogramme wie Probigua organisiert, die mehrheitlich auf private Spenden angewiesen sind.

Religion

UngefĂ€hr 47 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch, etwa 35 Prozent gehören protestantischen Kirchen an (vor allem unabhĂ€ngige evangelikale Kirchen). In die christliche Folklore des Landes sind viele Rituale der Maya eingeflossen (Synkretismus). So finden sich zum Beispiel hĂ€ufig Opfergaben fĂŒr christliche Heilige auf den Kirchenstufen, wie sie frĂŒher Mayagottheiten dargebracht wurden (siehe auch Ethnische Religionen Mesoamerikas). Ein bekanntes Beispiel fĂŒr den starken kulturellen Einfluss der ehemaligen Kolonialmacht Spanien sind die großen FestumzĂŒge wĂ€hrend der Karwoche (Semana Santa) in Antigua, die denjenigen im spanischen Sevilla Ă€hneln.

Die Zahl der Muslime in Guatemala wird auf 1200 geschÀtzt, die der Juden auf etwa 2000.

Die katholische Kirche des Landes gliedert sich organisatorisch in zwei Kirchenprovinzen, die den Erzbischöfen von Guatemala und Los Altos unterstehen, sowie zwei Apostolischen Vikariaten. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war die katholische Kirche des Landes auf einen streng antikommunistischen Kurs ausgerichtet und unter anderem 1954 maßgeblich am Sturz der Regierung und an der Errichtung der MilitĂ€rdiktatur beteiligt. In den 1950er-Jahren setzte ein erheblicher Zustrom von Missionaren aus Europa und den USA ein, so dass Priester mit auslĂ€ndischer StaatsbĂŒrgerschaft bald die Mehrheit des Klerus stellten. Von den auslĂ€ndischen Missionaren ging eine UnterstĂŒtzung fĂŒr Sozialreformen durch die Kirche aus. Ende der 1960er-Jahre nahm die Kritik der Geistlichkeit an der MilitĂ€rregierung erheblich zu. Am Ende des Jahres 1976 begann eine Serie von Morden an Geistlichen und im Kirchendienst tĂ€tiger Laien durch das MilitĂ€r und paramilitĂ€rische Todesschwadronen.

Geschichte

Zeugnis der prĂ€kolumbischen Geschichte legen unzĂ€hlige, zum grĂ¶ĂŸten Teil noch nicht erfasste Maya-Ruinen ab, darunter Tikal (zur BlĂŒtezeit mindestens 50.000 Einwohner), Calakmul (wohl 50.000 Einwohner) und Cival (bis zu 10.000 Einwohner) als die wichtigsten. Eine Unzahl von Resten alter Maya-Kulturen liegt weiterhin im Verborgenen, nur die wesentlichsten RuinenstĂ€dte wurden, vor allem mit finanzieller Hilfe aus dem Ausland, freigelegt und erforscht. Siehe auch die Liste der Maya-Ruinen.

Nach der Eroberung (Conquista) blieb das Land bis zum 15. September 1821 spanische Kolonie. Von 1823 bis 1839 war Guatemala Teil der Zentralamerikanischen Konföderation. Erst 1840 entstand der unabhÀngige Staat Guatemala.

Die erste Zeit der jungen Republik von 1841 bis 1871 war gekennzeichnet durch konservative Regimes an der Macht, deren Hauptziele eine behutsame wirtschaftliche Modernisierung bei Beibehaltung der hierarchischen Gesellschaftsordnung der Kolonialzeit waren.

Die Zeit von 1871 bis 1944 wird als liberaler Nationalstaat bezeichnet. Die wirtschaftliche Modernisierung des Landes wurde forciert. Es begann der großflĂ€chige Kaffee- und Bananenanbau, letzterer insbesondere durch die United Fruit Company.

Mit der Oktoberrevolution 1944 und dem Sturz des damaligen Diktators Jorge Ubico (1931–1944) begann ein demokratisches Jahrzehnt in Guatemala. PrĂ€sident ArĂ©valo (1944–1949) demokratisierte das Land, fĂŒhrte die Pressefreiheit ein und implementierte den ersten Arbeiterkodex in der Geschichte Guatemalas. Unter seinem Nachfolger Jacobo Arbenz (1950–1954) wurden umfangreiche Landreformen durchgefĂŒhrt. Zu dieser Zeit besaßen rund 2 % aller Großgrundbesitzer ca. 70 % des landwirtschaftlich nutzbaren Landes.

Das US-amerikanische Außenministerium initiierte eine Kampagne gegen Guatemala. Die CIA intervenierte daraufhin im Juni 1954 in Zusammenarbeit mit oppositionellen guatemaltekischen MilitĂ€rs (Operation PBSUCCESS). Lange Jahre wurde angenommen, dass diese Kampagne auf Intervention der United Fruit Company (UFC) erfolgte. Die UFC hatte in Guatemala ihre grĂ¶ĂŸten Plantagen und war zudem noch Eignerin der International Railways of Central America und des damals einzigen Karibikhafens des Landes, Puerto Barrios. Die kĂŒrzlich freigegebenen Akten der CIA ĂŒber die Aktion lassen jedoch den Einfluss der United Fruit Company eher gering erscheinen. Nach diesen Informationen sollte die Intervention eher als Teil der Truman-Doktrin betrachtet werden, um einer vermuteten kommunistischen Bedrohung aus Zentralamerika vorzubeugen.

1954 wurde Arbenz auf Betreiben der USA gestĂŒrzt und durch den Diktator Carlos Castillo Armas ersetzt. Innerhalb kĂŒrzester Zeit machte dieser sĂ€mtliche soziale Reformen einschließlich der begonnenen Agrarreform rĂŒckgĂ€ngig. Er wurde 1957 ermordet. YdĂ­goras, ebenfalls aus den Reihen des guatemaltekischen MilitĂ€rs, unter der Herrschaft Ubicos verantwortlich fĂŒr zahlreiche Massaker und die brutale Niederschlagung verschiedener AufstĂ€nde in Guatemala, wurde sein Nachfolger.

Das aktive und passive Frauenwahlrecht entwickelte sich in mehreren Stufen zwischen 1945 und 1985: Die Verfassung von 1879 hatte das direkte aktive Wahlrecht festgelegt. Es galt fĂŒr alle mĂ€nnlichen Alphabeten ĂŒber 21 Jahre bzw. fĂŒr diejenigen MĂ€nner, die ĂŒber ein Amt, eine Rente oder sonstiges Einkommen verfĂŒgten. [
] Mit der Verfassung von 1945 und dem Wahlgesetz von 1946 wurde das Frauenwahlrecht eingefĂŒhrt; allerdings unterschied man verschiedene Ebenen des Wahlrechts: FĂŒr mĂ€nnliche Alphabeten ĂŒber 18 Jahre bestand Wahlpflicht, wohingegen das geheime Wahlrecht fĂŒr weibliche Alphabeten optativ war; fĂŒr mĂ€nnliche Analphabeten war die Wahl geheim, aber öffentlich. 1956 wurde die geheime Wahl bei Wahlpflicht fĂŒr MĂ€nner und Frauen eingefĂŒhrt, die des Lesens und Schreibens mĂ€chtig waren; fĂŒr mĂ€nnliche Analphabeten bestand keine Wahlpflicht; weibliche Analphabeten durften nicht wĂ€hlen. Auch das passive Frauenwahlrecht wurde erst nach Jahrzehnten im selben Umfang wie das Wahlrecht fĂŒr MĂ€nner erreicht: Ein eingeschrĂ€nktes passives Frauenwahlrecht, das Frauen ausschloss, die nicht lesen und schreiben konnten, wurde 1946 eingefĂŒhrt. Auch nach den rechtlichen VerĂ€nderungen 1956 durften Analphabetinnen nicht gewĂ€hlt werden. Die Verfassung von 1965 dehnte das passive Wahlrecht zwar auf alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aus, aber fĂŒr Frauen, die nicht lesen und schreiben konnten, war die Stimmabgabe immer noch nicht verpflichtend. Erst die Verfassung von 1985 stellte bei den Bedingungen fĂŒr das Wahlrecht vollstĂ€ndige Gleichheit zwischen Frauen und MĂ€nnern her.

In Guatemala herrschte ab 1960 ein BĂŒrgerkrieg, der erst 1996 durch die Unterzeichnung eines Friedensvertrages formell fĂŒr beendet erklĂ€rt wurde. Der Krieg hatte bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 200.000 Menschen das Leben gekostet und ĂŒber eine Million FlĂŒchtlinge geschaffen. Besonders durch General EfraĂ­n RĂ­os Montt bekam die BekĂ€mpfung der indigenen Bevölkerung durch die Diktatur ZĂŒge eines Genozids. Ganze Landstriche wurden flĂ€chendeckend bombardiert.

SpĂ€testens seit den 1960er Jahren besteht auch ein Konflikt um das Nachbarland Belize, dessen Territorium von Guatemala ganz oder teilweise beansprucht wird (→ Territorialkonflikt zwischen Belize und Guatemala). Als Belize sich nach der UnabhĂ€ngigkeit 1981 um Aufnahme in die Vereinten Nationen bewarb, stimmte Guatemala in der UN-Vollversammlung als einziger von 145 anwesenden Mitgliedsstaaten dagegen.

Guatemala wurde im Oktober 2005 von AuslĂ€ufern des Hurrikans Stan schwer getroffen; ĂŒber 1000 Menschen kamen durch Überschwemmungen, Erdrutsche und Schlammlawinen ums Leben.

Die Gewalt der frĂŒheren ideologischen Auseinandersetzungen fand ihre Fortsetzung in BandenkriminalitĂ€t von Maras und Drogenmafia.

Seit 2007 und gemĂ€ĂŸ Auftrag bis 2019 ermittelt die Internationale Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala (Cicig) gegen Korruption und organisierte KriminalitĂ€t. Staatschef Jimmy Morales erklĂ€rte den Chefermittler der UNO, den kolumbianischen Staatsanwalt IvĂĄn VelĂĄsquez Ende August 2017 zur unerwĂŒnschten Person, nachdem dieser gegen den PrĂ€sidenten zu ermitteln begonnen hatte. Das Verfassungsgericht hob die Ausweisungsorder auf. Drei ehemalige PrĂ€sidenten waren zu Beginn des Jahres 2018 aufgrund von KorruptionsvorwĂŒrfen im GefĂ€ngnis, die Ermittlungen gegen Jimmy Morales mussten eingestellt werden, da das Parlament dessen ImmunitĂ€t nicht aufhob. Auf die Ermittlungen kam eine kritische Zeit zu, da die Amtszeit der GeneralstaatsanwĂ€ltin im FrĂŒhjahr 2018 auslief. Zum zweiten Mal nach 2017 hob das Verfassungsgericht im September 2018 eine wegen „Sicherheitsbedenken“ erlassene Ausweisungsorder gegen IvĂĄn VelĂĄsquez auf.

Politik

Politisches System

Guatemala ist eine prĂ€sidentiell-demokratische Republik. Die Verfassung vom 15. Januar 1986 legt die Trennung zwischen Legislative (Congreso de la RepĂșblica, das Parlament), Exekutive (PrĂ€sident und Vize-PrĂ€sident) und Judikative (Oberster Gerichtshof) fest. Das Parlament und der PrĂ€sident werden alle vier Jahre gewĂ€hlt, stimmberechtigt sind alle BĂŒrger ab achtzehn Jahren, ausgenommen aktive Angehörige des MilitĂ€rs. Der oberste Gerichtshof wird vom Parlament fĂŒr vier Jahre bestimmt.

Bei den Wahlen vom 9. November 2003 wurde Óscar Berger Perdomo als Kandidat der GANA zum PrĂ€sidenten gewĂ€hlt. Auch bei der Parlamentswahl wurde die Partei stĂ€rkste Kraft, die Wahlbeteiligung lag bei 54,5 %.

Bei den PrĂ€sidentschaftswahlen am 9. September 2007 erlangten Álvaro Colom Caballeros (UNE, 28,23 %) und Otto PĂ©rez Molina (PP, 23,51 %) die meisten Stimmen. Sie stellten sich am 4. November einer Stichwahl, die der Sozialdemokrat Álvaro Colom Caballeros mit 52,8 % gewann. Die indigene FriedensnobelpreistrĂ€gerin Rigoberta MenchĂș erhielt nur 3 % der Stimmen. Ebenfalls fanden am 9. September Parlamentswahlen statt. Hier ging die UNE mit 22,81 % als stĂ€rkste Partei hervor, gefolgt von der GANA (16,51 %) und der PP (15,91 %).

Bei den PrÀsidentschaftswahlen am 11. September 2011 erlangten Otto Pérez Molina (PP, 36,10 %) und Manuel Baldizón (LIDER, 22,68 %) die meisten Stimmen. Sie stellten sich am 6. November einer Stichwahl, die der Ex-General Molina mit 53,74 % gewann.

Nachdem Otto PĂ©rez Molina am 2. September 2015 aufgrund des Vorwurfs, das Korruptionsnetz „La LĂ­nea“ von ĂŒber 100 Personen geleitet zu haben, zurĂŒckgetreten war, ĂŒbernahm der VizeprĂ€sident Alejandro Maldonado Aguirre die PrĂ€sidentschaft. Am 14. Januar 2016 trat Jimmy Morales als 50. PrĂ€sident in der Geschichte Guatemalas sein PrĂ€sidentschaftsamt an, nachdem er die Wahlen vom 6. September 2015 mit der Wahlkampagne „Weder korrupt noch Gauner“ fĂŒr sich entschieden hatte (FCN, 23,85 %). Die Wahlbeteiligung lag bei 70,38 %.

Wie die meisten lateinamerikanischen Staaten verfĂŒgt auch Guatemala ĂŒber keine historisch gewachsene demokratische, politische Tradition. Die Parteienlandschaft ist wenig stabil, viele Parteien lösen sich nach einer Legislaturperiode auf oder verschwinden in der Bedeutungslosigkeit. Bezeichnend dafĂŒr ist der starke Einfluss gesellschaftlicher Gruppen außerhalb des Parteiensystems, insbesondere des MilitĂ€rs und der Unternehmer.

In Teilen des Landes ist das Vertrauen insbesondere der indigenen Bevölkerung in das staatliche Rechtssystem so gering, dass es zu FĂ€llen von Selbstjustiz kam. Aufgrund der angespannten Lage werden Polizei und Justiz in stĂ€dtischen Ballungszentren vom MilitĂ€r unterstĂŒtzt.

Außenpolitisch war Guatemala wĂ€hrend des BĂŒrgerkriegs jahrelang isoliert. Seit dem Beginn der Demokratisierung und dem Abschluss des Friedensvertrags mit den Rebellen versucht Guatemala auf der internationalen BĂŒhne eine angemessene Rolle zu spielen. Seit 2001 besteht zwischen Mexiko, Guatemala, Honduras und El Salvador ein Handelsabkommen, seit dem 10. MĂ€rz 2004 zusĂ€tzlich eine Zollunion mit El Salvador. Seit Juli 2008 ist Guatemala Mitglied der Petrocaribe und seit 2010 Mitglied der CELAC.

Guatemala ist eines der wenigen amerikanischen LĂ€nder, die noch die Todesstrafe praktizieren. Die letzte Hinrichtung fand im Jahr 2000 statt. Seitdem gab es BemĂŒhungen, die Todesstrafe gesetzlich abzuschaffen, was jedoch im Parlament an einer großen Mehrheit von BefĂŒrwortern der Todesstrafe scheiterte. Im Oktober 2017 wurde sie im zivilen Strafrecht durch ein Urteil des Verfassungsgerichts abgeschafft, wĂ€hrend sie im MilitĂ€rstrafrecht, zumindest nominell, erhalten bleibt.

Im Jahr 2006 wurde die UN-Kommission gegen Straffreiheit CICIG von den Vereinten Nationen auf Antrag des Landes eingerichtet. Die Institution ist damit beauftragt, Schwerverbrechen in Guatemala zu verfolgen, dabei fĂŒhrt die Kommission zahlreiche Ermittlungen gegen die politische Elite des Landes und ihre Verstrickungen in Korruption und das organisierte Verbrechen. Die Institution steht regelmĂ€ĂŸig in der Kritik, es gab sogar Versuche, das Mandat der Kommission zu beenden, zuletzt im August 2017, als der derzeitige guatemaltekische PrĂ€sident Morales mit einer Eilentscheidung IvĂĄn VelĂĄsquez GĂłmez, derzeitiger Vorsitzender der CICIG, zur persona non grata erklĂ€rte und einen Ausweisungserlass gegen den Vorsitzenden erhob. Die CICIG hatte zuvor eine Untersuchung gegen Morales wegen illegaler Wahlkampffinanzierung im Jahr 2015 eingeleitet und bat den Kongress, die ImmunitĂ€t von Morales aufzuheben, um ihn strafrechtlich verfolgen zu können. Das Verfassungsgericht erklĂ€rte die Anweisung zur Ausweisung VelĂĄsquez’ fĂŒr ungĂŒltig.

Bei der Stichwahl der PrĂ€sidentschaftswahl 2019 wĂ€hlten am 11. August 2019 rund acht Millionen wahlberechtigte BĂŒrger zwischen Sandra Torres und Alejandro Giammattei einen Nachfolger fĂŒr den PrĂ€sidenten Jimmy Morales. Giammattei gewann die Wahl mit ca. 58 % der Stimmen und wurde am 14. Januar 2020 als PrĂ€sident vereidigt.

Politische Indizes

MilitÀr

Bis zur Unterzeichnung des Friedensabkommens im Jahr 1996 verfĂŒgten die StreitkrĂ€fte Guatemalas ĂŒber insgesamt 44.200 Mann. In den Jahren danach wurden sie schrittweise stark verringert und umfassten 2019 etwa 21.500 MĂ€nner und Frauen. Heute unterstĂŒtzen sie vor allem die PolicĂ­a Nacional Civil bei der BekĂ€mpfung der KriminalitĂ€t.

Guatemala gab 2017 knapp 0,4 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 284 Mio. US-Dollar fĂŒr seine StreitkrĂ€fte aus.

Verwaltungsgliederung

Guatemala ist in 22 Departamentos aufgeteilt. Der jeweilige Verwaltungssitz trĂ€ge den Titel „Cabecera“. Ein Departamento kann bis zu 30 „Municipios“ als nĂ€chstkleinere Verwaltungsgliederungen umfassen.

Wirtschaft

Guatemala ist die grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft in Mittelamerika, aber auch eine der Ă€rmsten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fĂŒr 2017 wird auf 75,7 Milliarden US-Dollar geschĂ€tzt. In KaufkraftparitĂ€t betrĂ€gt das BIP 137,8 Milliarden US-Dollar oder 8100 US-Dollar je Einwohner. Das reale Wachstum betrug 2,8 %. Das Einkommen ist aber sehr ungleich verteilt. Rund 54 Prozent der Bevölkerung lebten in Armut, 13 Prozent in extremer Armut. In den zehn Jahren von 2006 bis 2016 hatte sich die Armutsquote gar von 51 auf 59 Prozent erhöht und die HĂ€lfte der Kinder sind chronisch mangelernĂ€hrt.

Guatemalas Wirtschaft ist von der engen Verstrickung großer Unternehmen mit Politik und MilitĂ€r geprĂ€gt. Sowohl fĂŒhrende Unternehmer als auch Politiker und hohe Offiziere entstammen den gleichen, gegen sozialen Aufstieg weitgehend abgeschotteten Gesellschaftskreisen der Oberschicht. DarĂŒber hinaus hat der Unternehmerverband CACIF erheblichen Einfluss auf die Politik. Einer der wichtigsten BranchenverbĂ€nde ist AnacafĂ©, der die Kaffeeproduzenten vertritt.

Im Zuge der langsamen Demokratisierung und des Abflauens des BĂŒrgerkriegs seit den 1990er-Jahren zeigte sich ein deutliches Wirtschaftswachstum. Allerdings bleiben Korruption, Rechtsunsicherheit, kaum vorhandene Sozialpolitik, UmweltschĂ€den und Widerstand der Bevölkerung gegen Großprojekte Probleme der guatemaltekischen Wirtschaft. Seit einigen Jahren verschlechtert sich die Sicherheitslage durch die KĂ€mpfe zwischen Staatsmacht und Drogenkartellen wieder, was Investoren abschreckt. Dennoch wurde 2013 ein Spitzenwert der Direktinvestitionen aus dem Ausland mit rund 1,3 Milliarden Euro erreicht.

Die von Zuarbeit zu auslĂ€ndischen Betrieben geprĂ€gte Maquiladorawirtschaft sieht sich scharfer Kritik von Arbeits- und Menschenrechtsorganisationen ausgesetzt. Auch der langfristige wirtschaftliche Nutzen wird aufgrund des geringen Technologie- und Wissenstransfers sowie der geringen Generierung von Staatseinkommen regelmĂ€ĂŸig in Frage gestellt. Guatemala hatte 2012 mit Steuereinnahmen in Höhe von zehn Prozent des BIP weltweit den niedrigsten Wert. Seit 20 Jahren sind Versuche einer Steuerreform immer wieder gescheitert und Steuerhinterziehung ist weit verbreitet.

DarĂŒber hinaus trĂ€gt diese Wirtschaftsform in Guatemala zur zunehmenden Proletarisierung der Landbevölkerung bei, deren Möglichkeiten sich durch traditionelle Landwirtschaft zu versorgen stetig geringer werden. Einen Sprung in dieser Entwicklung von landwirtschaftlicher zu industrieller Produktion fand wĂ€hrend der BĂŒrgerkriegsjahre und vor allem von 1982 bis 1983 statt. In dieser Zeit wurden viele lĂ€ndliche Strukturen zerstört, wodurch auf dem Arbeitsmarkt eine große Zahl neuer und gĂŒnstiger ArbeitskrĂ€fte verfĂŒgbar wurde.

Die Teuerungsrate lag im September 2014 bei 3,45 Prozent. Die Arbeitslosenquote wurde fĂŒr 2011 auf 4,11 Prozent geschĂ€tzt, allerdings geht eine Studie aus dem gleichen Jahr davon aus, dass 68 Prozent der ErwerbstĂ€tigen im „informalen Sektor“, also in Gelegenheitsjobs ohne vertragliche und soziale Absicherung tĂ€tig sind.

Von großer Bedeutung sind die Überweisungen ausgewanderter Guatemalteken an ihre Familien. Alleine in den USA sollen 1,6 Millionen Guatemalteken als illegale Einwanderer leben. 2013 ĂŒberwiesen Auslands-Guatemalteken schĂ€tzungsweise 5,1 Milliarden US-Dollar in die Heimat.

Im Global Competitiveness Index, der die WettbewerbsfĂ€higkeit eines Landes misst, belegt Guatemala Platz 84 von 137 LĂ€ndern (Stand 2017–2018). Im Index fĂŒr wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2017 Platz 74 von 180 LĂ€ndern.

Kennzahlen

Alle BIP-Werte sind in US-Dollar (KaufkraftparitÀt) angeben.

Export

Die guatemaltekische Wirtschaft ist deutlich auf den Export ausgerichtet. Er belief sich 2013 auf 10,1 Milliarden Euro.

Hauptexportgut des Landes ist Kaffee. In der Saison 2012/13 wurden 3,7 Millionen Sack Ă  60 Kilogramm ausgefĂŒhrt. Guatemala ist damit der weltweit siebtgrĂ¶ĂŸte Kaffee-Exporteur. Weitere wichtige ExportgĂŒter sind Textilien, Zucker, Bananen (1,5 Millionen Tonnen Produktion im Jahr 2008) und Kardamom. Trotz des mengenmĂ€ĂŸig geringeren Umfangs gegenĂŒber den Landwirtschaftsprodukten machen Textilien mit 13 Prozent (2013) den grĂ¶ĂŸten Einzelposten unter den Exporteinnahmen aus. Daneben werden Edelsteine und Metalle, Chemikalien, Baumwolle, Palmöl, NĂŒsse, Tabak, Kautschuk, Ă€therische Öle, FahrrĂ€der und Rum exportiert. Von sehr kleinem Niveau aus werden GemĂŒse, FrĂŒchte und Zierpflanzen immer wichtiger.

Die Textilienproduktion findet hauptsÀchlich in Maquilas statt. Diese befinden sich in Export Processing Zones (EPZs), sind sehr gering reguliert und mit sehr niedrigen Abgaben belastet.

Wichtigster Handelspartner waren 2013 die USA (38 Prozent des Exportwerts), Zentralamerika (27 Prozent), Mexiko (5 Prozent) und die EU (6 Prozent).

Das Handelssaldo zwischen Deutschland und Guatemala war 2013 aus deutscher Sicht mit einem Stand von 103 Millionen Euro positiv.

Import

Guatemala importierte 2013 Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 17,5 Milliarden US-Dollar. Wichtigste ImportgĂŒter sind Erdölprodukte, Chemikalien, Elektronik, Textilien, Autos und Maschinen. Wichtigste UrsprungslĂ€nder der Importe sind die USA (37 Prozent des Import-Werts), Mexiko (10,6 Prozent), China (8,5 Prozent), die EU (5 Prozent) und die umliegenden LĂ€nder Zentralamerikas.

Landwirtschaft

Rund ein Drittel der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft beschĂ€ftigt, die allerdings nur 13,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (2013) erwirtschaftet. Die meisten Landwirtschaftsbetriebe betreiben Subsistenzwirtschaft mit einer lediglich geringen Überschussproduktion.

Der grĂ¶ĂŸte Teil der landwirtschaftlichen Exportprodukte wird an der SĂŒdkĂŒste mit ihren fruchtbaren Schwemmböden, hohen Temperaturen und ausreichenden NiederschlĂ€gen erzeugt. Der Kaffeeanbau ist jedoch auf die daran anschließenden, höher gelegenen Regionen am SĂŒdwesthang des Hochlandes sowie auf die zentralen Departemente Baja und Alta Verapaz konzentriert. Seit den 1970er-Jahren wird gezielt Kardamom angebaut, um weniger abhĂ€ngig von der Preisentwicklung bei Kaffee und Zucker zu sein. Im Norden des Landes hat die Rinderzucht eine gewisse Bedeutung.

Die exportorientierte Landwirtschaft wird ĂŒberwiegend von Großbetrieben mit abhĂ€ngigen Bauern betrieben. Diese Großbetriebe werden meist seit Ende des 19. Jahrhunderts von großbĂŒrgerlichen Familien betrieben. Im dicht besiedelten Altiplano konzentriert sich die durch kleine Familienbetriebe mit hĂ€ufig nur weniger als einen Hektar großen NutzflĂ€chen geprĂ€gte ertragsschwache Landwirtschaft. Im dĂŒnn besiedelten, großflĂ€chigen PetĂ©n im Norden des Landes gibt es BemĂŒhungen zum Landesausbau, um Teile der Bevölkerung aus dem dicht besiedelten Altiplano dorthin umsiedeln zu lassen.

Tourismus

Der Tourismus hat sich seit dem Ende des BĂŒrgerkriegs 1996 zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt. Touristische Anziehungspunkte des Landes sind der AtitlĂĄn-See, die alte Hauptstadt Antigua Guatemala, die antike Mayastadt Tikal im PetĂ©n, der Lago Izabal mit dem Rio Dulce und Livingston an der KaribikkĂŒste, sowie einige andere sehenswerte StĂ€dte wie Quetzaltenango und Chichicastenango im Hochland. Guatemala macht auch interessant, dass das Land zahlreiche Klimazonen und unterschiedliche Landschaften aufweist, die eine reiche Flora und Fauna hervorgebracht haben. Im Hochland ist das Klima fĂŒr MitteleuropĂ€er und Nordamerikaner angenehm.

Industrie und Dienstleistungen

Die Industrie erwirtschaftete im Jahr 2013 28,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und der Dienstleistungssektor 48 Prozent. Eine industrielle Produktion im nennenswerten Umfang findet erst seit Mitte der 1940er-Jahre statt.

Die Industrie weist wegen der mangelnden und mangelhaften Infrastruktur sowie dem geringen Vorhandensein von Investitionskapital ein niedriges Produktionsniveau auf. So muss beispielsweise trotz der Existenz eigener Erdölvorkommen Treibstoff in großem Umfang importiert werden, da die beiden seit Jahren im Bau befindlichen Raffinerien bis heute nicht fertiggestellt worden sind.

Bergbau

In Guatemala werden vor allem Nickel, Gold und Erdöl (Förderung 2009: 3,9 Millionen Barrel) gewonnen. Da Umweltstandards kaum beachtet werden, ist dies mit erheblichen ökologischen SchÀden verbunden.

Energiewirtschaft

Bis 1990 wurde Strom in Guatemala zu 92 Prozent durch Wasserkraftwerke erzeugt und nur zu 8 Prozent aus fossilen Brennstoffen. In den 90er Jahren wurden dann jedoch vorwiegend Heizkraftwerke gebaut, so dass 1996 nur noch 55 % des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wurden. Bis 2013 sank dieser Wert weiter auf 40 Prozent. Bei den erneuerbaren Energien spielten neben der Wasserkraft auch die Kogeneration durch die Verbrennung von Bagasse in Zuckerrohrfabriken sowie die Nutzung von Geothermie eine Rolle. Kogeneration in der Zuckerindustrie in Guatemala wird seit 1992 praktiziert. Hierzu wurden vorhandene Dampfkessel durch moderne Hochdruckkessel ersetzt und der Verbrauch an Prozessdampf gesenkt.

Photovoltaik wird in geringem Maße genutzt. Die Energiewirtschaft Guatemalas ist ĂŒberwiegend privatwirtschaftlich verfasst. Um die Verwendung erneuerbarer Energien zu forcieren, wurde 2003 ein Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien verabschiedet, das unter anderem eine zehnjĂ€hrige Steuerbefreiung fĂŒr entsprechende Investitionen vorsieht.

Aufgrund der lÀndlichen Gesellschaftsstruktur Guatemalas betrÀgt der Anteil von Holz und Holzkohle am Energieverbrauch der privaten Haushalte 90 %.

2008 trat Guatemala dem regionalen Energieabkommen Petrocaribe bei.

Staatshaushalt

Mit 13 Prozent besitzt Guatemala die tiefste Steuerquote ganz Lateinamerikas. Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 8,18 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 7,39 Mrd. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 1,1 % des BIP.
Die Staatsverschuldung betrug 2016 25,3 % des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 5,8 %
  • Bildung: 2,6 %
  • MilitĂ€r: 0,4 %

Infrastruktur

Straßennetz

Zwei internationale Straßen verbinden Guatemala mit El Salvador und Mexiko. Die legendĂ€re Panamericana durchquert das Land in einer LĂ€nge von 511 km von San CristĂłbal Frontera ĂŒber Guatemala-Stadt, Flores, Huehuetenango nach MalacatĂĄn. Sie folgt der Centroamericana CA-1. Die zweite, die Carretera del Pacifico fĂŒhrt ĂŒber Escuintla, Mazatenango, Coatepeque nach TecĂșn UmĂĄn. Die Carretera InteroceĂĄnica verbindet Puerto San JosĂ© am Pazifik mit Puerto Barrios am Atlantik. Sie fĂŒhrt auch ĂŒber Guatemala-Stadt. Von dieser Straße zweigt eine Verbindung nach Honduras ab, eine weitere erschließt Alta Verapaz und kurz vor Puerto Barrios fĂŒhrt eine neue Straße nach Flores in PetĂ©n. Alle wichtigen DepartmentsstĂ€dte sind ĂŒber asphaltierte Straßen verbunden. Insgesamt sind aber von dem 17.621 km (2016) langen Straßennetz nur 43 Prozent asphaltiert.

Im öffentlichen Transportsektor sind 98.000 Busse im Einsatz.

Schienennetz

Die Transporte werden seit Oktober 2007 alle ĂŒber das Straßensystem durch Lastwagen oder Busse abgewickelt, da in diesem Monat der letzte Zug zwischen Puerto Barrios am Karibischen Meer (Golf von Honduras) und Guatemala-Stadt (Nordbahn) fuhr.

Guatemala besaß einst ein Eisenbahnnetz mit der Spurweite von 914 mm in seiner grĂ¶ĂŸten Ausdehnung von 896 km. Neben der bereits erwĂ€hnten Strecke gehörten noch die Hauptlinien Guatemala-Stadt – Escuintla – Puerto San JosĂ©, die Zentralbahn Santa Maria (bei Escuintla) – Mazatenango – Retalhuleu – CoatĂ©peque – Ayutla (heute TecĂșn UmĂĄn) und Zacapa – Anguiatu (an der Grenze zu El Salvador) dazu. Weitere Nebenlinien waren OcĂłs – Ayutla, Champerico – Caballo Blanco (bei Retalhuleu), San Antonio – Palo Gordo (bei Mazatenango) und Mulua (bei Retalhuleu) – San Felipe. Anschluss an dieses Bahnnetz hatten noch die Bananenbahnen Bananera – Quirigua an der Nordbahn und Rio Bravo – Tiquisate – Izabal an der Zentralbahn.
(Karte)

Das Eisenbahnzeitalter begann in Guatemala 1877 mit dem Bau der Bahn von Puerto San JosĂ© nach Escuintla. 1904 wurde die Guatemala Railroad gegrĂŒndet, eine von der United Fruit Company initiierte GrĂŒndung. Diese trieb den Bau der oben genannten Bahnen voran, um die von der United Fruit Company in Guatemala erworbenen LĂ€ndereien zu erschließen. Die Gesellschaft ging 1912 in der International Railways of Central America auf. Die Bahngesellschaft gehörte Jahrzehnte zu einem hervorragend gemanagten Bahnsystem. Durch falsche politische Weichenstellungen (einseitige Bevorzugung der Straße) begann allerdings in den 60er Jahren der Abstieg. 1968 ĂŒbernahm der Staat die damals nahezu bankrotte Bahn. Die staatliche Ferrocarriles Guatemaltecos (FEGUA) ĂŒbernahm den Betrieb. Zur Konsolidierung wurden die ersten Nebenlinien eingestellt. Trotzdem setzte sich die AbwĂ€rtsbewegung fort und im MĂ€rz 1996 wurde der Restverkehr eingestellt. Die US-amerikanische Railroad Development Corporation konnte eine Konzession erwerben, die 50 Jahre laufen sollte. Der Gesellschaft gelang es, die Strecke der Nordbahn von Puerto Barrios nach Guatemala-Stadt wieder in Betrieb zu nehmen. Allerdings scheiterten die BemĂŒhungen um eine Wiederinbetriebnahme weiterer in der Konzession vorgesehener Strecken. Nach Streitigkeiten zwischen der Railroad Development Corporation und der Regierung folgte 2007 die oben erwĂ€hnte Einstellung des Betriebs.(Karte)

Es gab noch zwei weitere Bahnen in Guatemala, die 95 km lange Ferrocarril de Los Altos, gebaut in Normalspur, zwischen San Felipe und Quetzaltenango und die 45 km lange Ferrocarril de Verapaz, gebaut in Kapspur, zwischen PanzĂłs und Panacajche. Die Ferrocarril de Los Altos wurde 1934 durch Unwetter zerstört, die Ferrocarril de Verapaz nach Ausbau der Straße in den 1960er Jahren eingestellt.

Flugverkehr

Guatemala hat drei internationale VerkehrsflughĂ€fen in Guatemala-Stadt (La Aurora), Flores (Mundo Maya) und Quetzaltenango. Diese drei FlughĂ€fen wurden von 2005 bis 2007 im Rahmen eines nationalen Infrastrukturprogrammes umfassend modernisiert. Bei Puerto Barrios und Puerto San JosĂ© befinden sich FlughĂ€fen von regionaler Bedeutung. Daneben gibt es eine Reihe kleinerer FlugplĂ€tze fĂŒr die Allgemeine Luftfahrt.

Von dem Plan, im sĂŒdlichen Tiefland bei Escuintla einen neuen internationalen Verkehrsflughafen fĂŒr die Hauptstadt zu bauen, hat man inzwischen aus finanziellen ErwĂ€gungen Abstand genommen. Stattdessen wurde Ende 2007 auf dem Flughafen von Guatemala-Stadt der erste Abschnitt des neuen Passagierterminals in Betrieb genommen. Der Flughafen der Hauptstadt ist fĂŒr Großraumflugzeuge im Langstreckeneinsatz nur beschrĂ€nkt nutzbar, da die relativ kurze Start- und Landebahn aus stĂ€dtebaulichen und topografischen GrĂŒnden nicht verlĂ€ngert werden kann.

Guatemala ist an der zentralamerikanischen Fluggesellschaft TACA beteiligt.

HĂ€fen

Guatemala hat zwei große HĂ€fen, ĂŒber die der grĂ¶ĂŸte Teil der Exporte abgewickelt wird, Puerto Santo TomĂĄs am Atlantik in der NĂ€he von Puerto Barrios gelegen und Puerto Quetzal, der zu Puerto San JosĂ© gehört, am Pazifik. Dazu kommt noch der kleine Pazifikhafen von Champerico, der fĂŒr die Kaffeeanbaugebiete um Retalhuleu und San Felipe wichtig ist/war.

Telekommunikation

Im Jahr 2017 nutzten 41 Prozent der Einwohner Guatemalas das Internet.

Kultur

Malerei

Vom europĂ€ischen Impressionismus und Expressionismus, u. a. auch von Pablo Picasso ist das Werk von Carlos Valenti geprĂ€gt, dem nur eine Schaffensperiode von fĂŒnf bis sechs Jahren vergönnt war. Weit verbreitet ist seit den 1930er Jahren die Wandmalerei (muralismo), teils traditionell-„naiv“ wie in San Juan La Laguna, teils im Stil der mexikanischen Schule (Rina Lazo und Carlos MĂ©rida), aber auch illusionistisch oder abstrakt (Luis DĂ­az).

Literatur

Musik

Förderung der Maya-Sprachen

  • Guatemaltekische Akademie fĂŒr Maya-Sprachen
  • TV Maya

Literatur

in der Reihenfolge des Erscheinens

  • Juan Maestre Alfonso: Guatemala. Unterentwicklung und Gewalt. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1971.
  • Stephen Schlesinger, Stephen Kinzer: Bitter Fruit. The Story of the American Coup in Guatemala. Doubleday, Garden City 1982.
    • Deutsche Ausgabe: Bananen-Krieg. CIA-Putsch in Guatemala. Rotpunktverlag, ZĂŒrich, 3. Aufl. 1992, ISBN 3-85869-079-1.
    • Aktualisierte Ausgabe: David Rockefeller Center for Latin American Studies, Cambridge 2005, ISBN 0-674-01930-X.
  • Jim Jandy: Gift of the Devil. A History of Guatemala. South End Press, Boston 1984; Neuausgabe 1998: ISBN 0-89608-247-4.
  • Erich Hackl, Willy Puchner: Das Herz des Himmels. Vom Leiden der Indios in Guatemala. Herder, Wien 1985, ISBN 3-210-24813-3.
  • Rigoberta MenchĂș: Die Klage der Erde. Der Kampf der Campesinos in Guatemala. Aus dem Spanischen von Gabriele Schwab. Lamuv, Göttingen 1993, ISBN 3-88977-339-7.
  • Raimund Allebrand: Die Erben der Maya. Indianischer Aufbruch in Guatemala. Horlemann Verlag, Bad Honnef 1997, ISBN 3-89502-063-X.
  • Sabine Kurtenbach: Guatemala. C.H. Beck, MĂŒnchen, 1998, ISBN 3-406-39874-X.
  • Jennifer Schirmer: The Guatemalan Military Project. A Violence Called Democracy. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2000, ISBN 0-8122-1730-6 (durch Interviews mit MilitĂ€rs werden die Denkstrukturen der TĂ€ter deutlich).
  • Mary Kreutzer, Thomas Schmidinger: Niederlagen des Friedens. GesprĂ€che und Begegnungen in Guatemala und El Salvador. edition wahler, Grafenau 2002. ISBN 3-9808498-0-5.
  • Richard Adams, Santiago Bastos (Hg.): Las Relaciones Ă©tnicas en Guatemala, 1944–2000. Cirma, Guatemala-Stadt 2003 (ColecciĂłn „Por quĂ© estamos como estamos?“).
  • Markus Stumpf und andere (Hg.): Guatemala – Ein Land auf der Suche nach Frieden. Brandes & Apsel, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-86099-755-6.
  • Anika Oettler: Erinnerungsarbeit und Vergangenheitspolitik in Guatemala. Vervuert Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-86527-110-3 (Rezension).
  • Andreas Boueke: Guatemala. Journalistische StreifzĂŒge. Horlemann Verlag, Bad Honnef 2006, ISBN 3-89502-225-X.
  • Dirk Bornschein: In den Tentakeln der Macht. Vergangenheitspolitik im Prozess der Demokratisierung Guatemalas (1990–2007). Mensch-und-Buch-Verlag (MBV), Berlin 2010, ISBN 978-3-86664-747-3.
  • Wulf Köpke, Bernd Schmelz (Hg.): Herz der Maya. Guatemala. Museum fĂŒr Völkerkunde, Hamburg 2010, ISBN 978-3-9812566-2-8.
  • Francisco Goldman: Die Kunst des politischen Mordes. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2011, ISBN 978-3-498-02507-6.
  • Andreas Böhm: Teuflische Schatten. Zwei Frauen gegen die Mara Salvatrucha. Horlemann Verlag, Bad Honnef 2011, ISBN 978-3-89502-317-0.
  • Marianne Reyersbach: Ein Zimmer in den Tropen. Briefe aus dem Exil in Guatemala (1937–1940). Herausgegeben von Susanne Bennewitz. Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-942271-79-0.
  • Mario Vargas Llosa: Tiempos recios. Erschienen bei Alfaguara, Barcelona 2019. Deutsche Ausgabe Harte Jahre aus dem Spanischen von Thomas Brovot, Suhrkamp Verlag Berlin, 2020, ISBN 978-3-518-42930-3.

Dokumentarfilme

  • Das kurze Leben des JosĂ© Antonio Gutierrez
  • Evolution der Gewalt, Dokumentarfilm, Österreich 2011, 77 min., Buch/Regie: Fritz Ofner

Weblinks

  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Guatemala
  • Johannes Mayr: Guatemala. In: LIPortal (LĂ€nderinformationen)
  • Guatemala. In: LĂ€nder-Lexikon.de (Informationen ĂŒber Geographie, Klima, Flora und Fauna und Bevölkerung)
  • JĂŒrgen Duenbostel: Guatemala – eine Gesellschaft in TrĂŒmmern. In: Der Überblick. Nr. 4, 2001, S. 81.

Anmerkungen


 

Region Regionen (0)

Abk Name O
GT.AV Alta Verapaz  
GT.BV Baja Verapaz  
GT.CM Chimaltenango  
GT.CQ Chiquimula  
GT.PR El Progreso  
GT.ES Escuintla  
GT.GU Guatemala  
GT.HU Huehuetenango  
GT.IZ Izabal  
GT.JA Jalapa  
GT.JU Jutiapa  
GT.PE PetĂ©n  
GT.QZ Quezaltenango  
GT.QC QuichĂ©  
GT.RE Retalhuleu  
GT.SA SacatepĂ©quez  
GT.SM San Marcos  
GT.SR Santa Rosa  
GT.SO SololĂĄ  
GT.SU SuchitepĂ©quez  
GT.TO TotonicapĂĄn  
GT.ZA Zacapa  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: Guatemala

Name englisch: Guatemala
Hauptstadt: Guatemala City
Kfz: GCA
ISO: GT
ISO3: GTM
Fläche: 108890 km²
Tld: .gt
Wärung Einheit: GTQ
Währung: Quetzal
Vorwahl: 502

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 17.8156973
südlichster Punkt: 13.7400214
westlichster Punkt: -92.2318359
östlichster Punkt: -88.2256154


 
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