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Staat Informationen : Belize

Informationen:


Belize [beˈliːz] ist ein Staat in Zentralamerika. Er entstand im Jahre 1981 aus der Kolonie Britisch-Honduras. Internationale Grenzen bestehen zu Mexiko und Guatemala.

Belize ist der einzige zentralamerikanische Staat, in dem Englisch Amtssprache ist. Etwa ein Drittel der Bevölkerung hat afrikanische Vorfahren. Die Kultur des Landes ist von den Maya beeinflusst. Als Belize 1981 seine UnabhÀngigkeit erhalten hatte, wurde es Mitglied des Commonwealth of Nations.

Etymologie

Der Name des Staates leitet sich vom Belize River ab. Dessen erste ĂŒberlieferte ErwĂ€hnung stammt aus dem Jahr 1677: Der Dominikanerpriester Fray JosĂ© Delgado hielt den Fluss, den er auf seiner Reise entlang der KĂŒste querte, in seinen Aufzeichnungen als „RĂ­o BalĂ­s“ fest. Diese Bezeichnung wurde ihm von seinem Übersetzer genannt und leitet sich vermutlich vom Maya-Wort belix ab, das „schlammig“ oder „trĂŒbes Wasser“ bedeutet.

Geographie

Belize liegt im SĂŒdosten der Halbinsel YucatĂĄn. Es grenzt im Norden an Mexiko, im Westen an Guatemala und im Osten an das Karibische Meer. Als einziges Land Zentralamerikas hat es keinen Zugang zum Pazifik.

Bis auf die Maya Mountains im Landesinneren mit bis zu 1124 m (Doyle’s Delight) ist Belize leicht hĂŒgelig bis eben. Das Land von der GrĂ¶ĂŸe Israels ist nach El Salvador der zweitkleinste Staat des amerikanischen Kontinents. Trotzdem weist es sehr unterschiedliche Landschaften auf.

Große Teile des Nordens nimmt ein stark gegliedertes HĂŒgelland aus Kreidekalken ein, das kaum höher als 100 m ĂŒber dem Meeresspiegel liegt und mit Palmsavannen bestanden ist. Sumpfige Schwemmebenen erstrecken sich bis zu 75 km (im Norden) von der lagunenreichen KĂŒste ins Landesinnere.

Zentral-Belize besteht aus sandigem Boden, es ist das Land der Savannen. Rund 48 Kilometer sĂŒdwestlich von Belize City steigt das Land auf 460 bis 1120 Meter ĂŒber dem Meeresspiegel an: Das Mountain Pine Ridge und die Maya Mountains liegen hier. Reichhaltige NiederschlĂ€ge lassen zahlreiche BĂ€che entspringen, die aus den Höhen im Nordwesten den Macal River speisen. Der Macal River und der Mopan River vereinen sich schließlich und bilden die HauptzuflĂŒsse des Belize River.

Im SĂŒden von Belize – mit den Maya Mountains als Wasserscheide Richtung SĂŒdosten – fließen FlĂŒsse auf ihren kurzen Wegen zur Karibik, gesĂ€umt von ĂŒberhĂ€ngenden Kliffs und Höhlen. Die FlĂŒsse haben mit ihrer Fracht aus Sand, Ton und Schlick ĂŒber die Jahre den KĂŒstengĂŒrtel so angereichert, dass hier erfolgreich ZitrusfrĂŒchte und Bananen produziert werden. Bei einem jĂ€hrlichen Niederschlag von rund 4320 Millimeter wartet der gebirgige SĂŒden von Belize mit tropischem Regenwald und KiefernwĂ€ldern in den Höhenlagen auf.

KĂŒste

Der KĂŒste sind zahlreiche Korallenriffe, SandbĂ€nke und Atolle – wie Lighthouse Reef, Glover Reef und die Turneffe Inseln – vorgelagert. Das vor Belize liegende Riff ist nach dem Great Barrier Reef zusammen mit seinen Cayes das zweitgrĂ¶ĂŸte Korallenriff der Welt und das lĂ€ngste in der westlichen und auch der nördlich des Äquators gelegenen HemisphĂ€re. Das Barriereriff zieht sich die gesamte KĂŒste von Belize entlang und schĂŒtzt eine Vielzahl von Kleinriffen, SandbĂ€nken und ĂŒber 1000 Inseln, die sogenannten Cayes (Aussprache: [ki:s]). Die meisten der Cayes und die KĂŒste außerhalb der StĂ€dte und Siedlungen sind von dichten, ausgedehnten MangrovenwĂ€ldern bestanden, die zugleich als Schutz vor KĂŒstenerosion fungieren.

GrĂ¶ĂŸte StĂ€dte

Die grĂ¶ĂŸten StĂ€dte in Belize sind (Stand 1. Januar 2005): Belize City 61.461 Einwohner (Hauptstadt bis 1969), San Ignacio 16.812 Einwohner, Orange Walk Town 15.298 Einwohner, Belmopan 13.381 Einwohner und Dangriga 10.750 Einwohner.

Belmopan ist seit 1970 die Hauptstadt des Landes und seit 2000 Regierungssitz. Die Stadt wurde auf Urwaldrodungen an den AuslĂ€ufern der Maya Mountains errichtet und liegt im geographischen Mittelpunkt des Landes. Belmopans Einwohner sind zumeist Beamte. Die Fassade des ParlamentsgebĂ€udes auf dem Independence Hill wurde mit einem uralten Maya-Motiv geschmĂŒckt.

Provinzen, ProvinzhauptstÀdte und Orte

Das Land ist in sechs Provinzen unterteilt:

  1. Belize District:
    • Belize City (Provinzhauptstadt)
    • Hattieville
    • Ladyville
    • San Pedro
    • Ambergris Caye
  2. Cayo District:
    • San Ignacio (Provinzhauptstadt)
    • Belmopan (Hauptstadt; ist keinem District zugeordnet!)
    • Benque Viejo del Carmen
    • Spanish Lookout
  3. Corozal District:
    • Corozal (Provinzhauptstadt)
    • Chunox
    • Consejo
    • Little Belize
    • Louisville
    • Patchacan
    • Progresso
    • Xaibe
  4. Orange Walk District:
    • Orange Walk Town (Provinzhauptstadt)
    • Carmelita
    • Guinea Grass
    • San Estevan
    • San Pablo
    • Trial Farm
  5. Stann Creek District:
    • Dangriga (Provinzhauptstadt – ehemals Stann Creek Town)
    • Hopkins
    • Mullins River
    • Placencia
  6. Toledo District:
    • Punta Gorda (Provinzhauptstadt)
    • Monkey River
    • Toledo Settlement

Klima

Das Klima ist im Norden subtropisch und im SĂŒden tropisch, mit vorherrschend von der Karibik her wehenden Passatwinden. Die Monatstemperaturen schwanken zwischen 24 °C und 27 °C, die durchschnittliche Lufttemperatur betrĂ€gt 25,9 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit ist durch den Wind von See her gut zu ertragen. Der meiste Regen fĂ€llt zwischen Juni und Oktober, in dieser Zeit ist auch die Luftfeuchtigkeit am höchsten. Der jĂ€hrliche Niederschlag betrĂ€gt im SĂŒden 4450 mm, im Norden nur 1290 mm.

Die regionalen Unterschiede beim Wetter, die differierenden Höhen und geologischen Bedingungen sorgen fĂŒr verschiedenartige LebensrĂ€ume fĂŒr Flora und Fauna. So lassen sich 49 verschiedene Arten von WĂ€ldern klassifizieren. Die Höchsttemperaturen ĂŒbersteigen im Sommer selten 36 Grad Celsius, im Winter fallen sie selbst nachts fast nie unter 16 Grad Celsius.

Die Regenzeit dauert von Mai bis November und geht ab Juli oft mit WirbelstĂŒrmen einher. RegelmĂ€ĂŸig auftretende Naturkatastrophen sind demnach Hurrikans und infolgedessen Überflutungen. Ein Wirbelsturm zerstörte 1961 die damalige Hauptstadt Belize City, daraufhin wurde Belmopan 1970 zur Hauptstadt.

Landesnatur

Flora

Die Artenvielfalt der Flora ist – insbesondere in den tropischen WĂ€ldern – sehr groß. Es gibt mehrere Tausend Pflanzenarten, darunter ĂŒber 200 Orchideen und ĂŒber 500 verschiedene Hölzer. Die Vegetation von Belize ist tropischer Regenwald und vereinzelte Kiefernsavannen im SĂŒden, Sumpfland im Flachland und eine fast durchgehend von Mangroven bewachsene KĂŒste.

Belizes UrwaldflĂ€chen stellen einen der grĂ¶ĂŸten zusammenhĂ€ngenden Reste des tropischen Regenwaldes Mittelamerikas dar, der einst weite Teile bedeckte. Selbst auf Satellitenaufnahmen aus dem Weltraum ist dieses grĂŒne Herz Belizes gut erkennbar. Hier wachsen vor allem Farne, Palmen, Lianen und tropische Harthölzer (u. a. mit Mahagoni, mexikanischer Zeder, Campecheholz). Die KiefernwĂ€lder werden vor allem aus Pitchpine gebildet.

Fauna

Der schon von den Maya verehrte Jaguar ist heute noch wild im Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary anzutreffen. Außerdem gibt es viele verschiedene Vogelarten und viele weitere Tiere wie Flusskrokodile, verschiedene Schlangen und Schmetterlinge.

Naturschutz

38 % der LandflĂ€che und 10 % der MeeresflĂ€che standen 2018 unter Naturschutz. Der grĂ¶ĂŸte Nationalpark ist mit 1157 kmÂČ der Chiquibul-Nationalpark in den Maya-Mountains; sĂŒdlich angrenzend liegt das 403 kmÂČ strenge Wildnisschutzgebiet Bladen Nature Reserve. Nur wenig kleiner als Chiquibul ist das Rio Bravo Naturschutzgebiet, das jedoch einen wesentlich niedrigeren Schutzstatus hat. Weitere – weitaus kleinere – Beispiele fĂŒr Belizes Naturschutzgebiete sind der Five Blues Lake National Park, der Guanacaste Nationalpark und der Laughing Bird Caye Nationalpark.

Bevölkerung

Ethnische Gruppen

Die grĂ¶ĂŸte Bevölkerungsgruppe mit knapp 53 % bilden die Mestizen, die Weiße und Indianer als Vorfahren haben. Diese Mestizen sind aus den umliegenden LĂ€ndern eingewandert. Die sogenannten Kreolen (Creoles) in Belize sind mehr oder minder dunkelhĂ€utig und haben Afrikaner und Weiße als Vorfahren. Deren Vorfahren kamen von den Kleinen Antillen als Sklaven nach Belize oder wanderten als Saisonarbeiter ein. Sie stellen einen Bevölkerungsanteil von rund 26 %.

Die Maya stellen etwa 11 % der Bevölkerung und sprechen drei verschiedene Maya-Sprachen: Yukatekisch (Mayathan), Q'eqchi' und Mopan. Die meisten Maya stammen ursprĂŒnglich nicht aus Belize, sondern sind aus Mexiko (Yukatekisch) und Guatemala (Q'eqchi') eingewandert. Nur die Mopan-Sprecher, die etwa 4 % der Bevölkerung stellen, stammen ursprĂŒnglich aus Belize.

Eine Besonderheit in der Bevölkerungsvielfalt stellen die Garifuna oder „schwarzen Kariben“ dar, eine auf St. Vincent entstandene Kultur aus gestrandeten westafrikanischen Sklaven, die sich mit Kariben und Arawak vermischten und spĂ€ter von den britischen Kolonialherren auf die zu dieser Zeit zu Jamaika gehörenden Bay Islands vor Honduras zwangsumgesiedelt wurden und sich von dort aus an der OstkĂŒste Mittelamerikas verbreiteten. Sie stellen etwa 6 % der Bevölkerung.

Eine weitere Volksgruppe mit etwa 4 % bilden deutschstĂ€mmige Mennoniten. Die meisten sind Russlandmennoniten, die 1958 aus Mexiko einwanderten. Diese sprechen Plautdietsch und gehören zum Teil der konservativen Gemeinderichtung der Altkolonier-Mennoniten an. Eine kleinere Untergruppe, die ursprĂŒnglich aus den USA stammt, wanderte Ende der 1960er Jahre ein, spricht Pennsylvania-Deutsch und gehört zu den Mennoniten alter Ordnung. Im Jahre 2010 gab es 11.574 Mennoniten in Belize.

Der Rest der Bevölkerung sind eingewanderte Araber, meist Libanesen, aber auch PalĂ€stinenser und Syrer, sowie Chinesen und Inder. Daneben gibt es Weiße, die meist aus englischsprachigen LĂ€ndern einwanderten.

Das Land zĂ€hlt zu den zentralamerikanischen Staaten mit der geringsten Bevölkerungsdichte, weist aber ein ĂŒberdurchschnittliches Bevölkerungswachstum auf.

Die Bevölkerungsgruppen waren 2010 wie folgt verteilt: Mestizen 52,9 %, so genannte Kreolen (ĂŒberwiegend afrikanischer Herkunft) 25,9 %, Maya, 11,3 %, Garifuna 6,1 %, deutschstĂ€mmige Mennoniten 3,6 %, Inder 3,9 %, andere 3,7 %.

Im Jahre 2017 waren 16 % der Bevölkerung Migranten. Die hÀufigsten HerkunftslÀnder waren Guatemala, El Salvador und Honduras.

Entwicklung der Bevölkerung

Quelle: UN

Altersstruktur

40,1 % der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt (davon mÀnnlich 57.114/weiblich 54.877), 56,4 % sind zwischen 15 und 64 Jahre alt (davon mÀnnlich 79.694/weiblich 77.881) und 3,5 % sind Àlter als 65 Jahre (davon mÀnnlich 4768/weiblich 5123). Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 68,44 Jahren (MÀnner: 66,54 Jahre/Frauen: 70,44 Jahre). Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei 19,35 Jahren (MÀnner: 19,21 Jahre/Frauen: 19,49 Jahre).

Religion

2000 waren die Religionszugehörigkeiten wie folgt verteilt: Katholiken sind etwa 50 % der Bevölkerung, Pfingstler 7,4 %, Anglikaner 5,3 %, Siebenten-Tags-Adventisten 5,2 %, Mennoniten 4,1 %, Methodisten 3,5 % und Zeugen Jehovas 1,5 %. Etwa 1,0 % der Bevölkerung (rund 2800 Menschen) sind muslimisch, andere Religionsgemeinschaften (inklusive der traditionellen mesoamerikanischen Religionen) machen 13 % aus, ohne Religionszugehörigkeit sind 9,4 %.

Sprachen

Die Sprachen in Belize sind Englisch (Amtssprache), Englisch-Kreolisch (Patois), Spanisch, Garifuna, Maya-Sprachen und Plautdietsch. Insbesondere bei den niederdeutschsprachigen Mennoniten ist zudem Standarddeutsch als Gottesdienst- und religiöse Unterweisungssprache in Gebrauch. Daneben wird in manchen (mennonitischen) Kolonien auch das Pennsylvania-Deutsch verwendet.

Laut VolkszÀhlung von 2010 verteilen sich die Sprachkenntnisse wie folgt (es konnten mehrere Sprachen pro Sprecher angegeben werden):

Bildung

Das der regionalen University of the West Indies angeschlossene Kolleg wurde 2000 zur University of Belize erweitert. Sie verfĂŒgt ĂŒber eine humanwissenschaftliche und eine naturwissenschaftliche Abteilung. Ihre AbschlĂŒsse werden im Ausland (d. h. USA) jedoch nur zum Teil anerkannt. Als einzige Pflichtfremdsprache wird Spanisch unterrichtet. Die Alphabetisierungsrate betrug 2015 82,7 % der erwachsenen Bevölkerung.

Geschichte

Vor den EuropÀern

Bereits etwa 2000 v. Chr. war die Region des heutigen Belize von den Maya besiedelt. Die heute in Belize lebenden Maya sind jedoch nur zum kleineren Teil Nachfahren der alten Maya-Bevölkerung von Belize; die Mehrheit ist erst in der Kolonialzeit aus umliegenden Regionen eingewandert. Bedeutende archĂ€ologische Funde aus jener Periode wurden in Cuello (Orange Walk District) entdeckt. WĂ€hrend der „klassischen Zeit“ der Maya-Zivilisation (etwa 250–900) entstanden kulturelle Zentren in Altun Ha, Xunantunich, Cahal Pech, Lamanai, Lubaantun, El Pilar und Caracol. Um das Jahr 900 kam die BlĂŒtezeit der Maya zu einem Ende und es erfolgte ein Bevölkerungszusammenbruch in den sĂŒdlichen TieflĂ€ndern, zu denen auch Belize gehört. Diese TieflĂ€nder waren danach entweder bevölkerungsleer oder nur sehr dĂŒnn besiedelt.

Kolonialzeit

Über die folgenden Jahrhunderte ist wenig bekannt. Gesichert ist, dass Nachkommen der Maya weiterhin das Land bewohnten und auch noch dort lebten, als im 16. Jahrhundert die spanischen Eroberer in die Region kamen. Das Gebiet wurde 1617 Bestandteil des Generalkapitanats YucatĂĄn im Vizekönigreich Neuspanien, das von einem Gouverneur geleitet wurde. Die Rechtsprechung und Verwaltungsaufsicht unterlag der Real Audiencia von Mexico.

Viele Ureinwohner flohen ins Landesinnere. Es kam wiederholt zu KĂ€mpfen mit den europĂ€ischen (spanischen und spĂ€ter britischen) Kolonisatoren. FĂŒr die EuropĂ€er war das Land vor allem wegen seiner tropischen Hölzer von Interesse. Aufgrund des anhaltenden Widerstandes der Bewohner und des unwegsamen GelĂ€ndes konzentrierten sie ihre AktivitĂ€ten jedoch auf die Gebiete der spĂ€teren LĂ€nder Mexiko und Honduras, wo auch Gold und Silber zu finden waren.

Die KĂŒsten Belizes boten allerdings ein ideales RĂŒckzugsgebiet fĂŒr britische Piraten, die von dort aus ihre RaubzĂŒge gegen die spanischen Flotten unternahmen. Erst 1670 kam diese Piraterie zum Erliegen, als Großbritannien und Spanien in Madrid einen Vertrag unterzeichneten, um diese Praxis zu beenden. Die Baymen, wie die Piraten oder Freibeuter genannt wurden, weil sie sich vornehmlich im Golf (Bay) von Honduras aufhielten, suchten nun gezwungenermaßen andere Einnahmequellen und fanden sie im Handel mit Tropenhölzern. 1763 erhielten sie mit dem Vertrag von Paris von Spanien die Erlaubnis, in einem bestimmten Teil Belizes Holz zu gewinnen. FĂŒr rund 100 Jahre blieb das die wichtigste Einnahmequelle der britischen Siedler in der Region. Mit der Waldarbeit einher ging bald auch Sklaverei. Die Arbeit war anstrengend und ab dem 18. Jahrhundert begannen die europĂ€ischen Siedler damit, afrikanische Sklaven dafĂŒr einzusetzen. Bis 1790 betrug der Anteil von Sklavenarbeitern an der registrierten Gesamtbevölkerung, also ohne die nicht gezĂ€hlten Maya, rund 75 %. Erst 1833 wurde die Sklaverei im britischen Empire in der Folge der industriellen Revolution, die neue ProduktionsverhĂ€ltnisse schuf, abgeschafft. WĂ€hrend Sklavenhalter fĂŒr den Verlust ihres „Eigentums“, der befreiten Sklaven also, entschĂ€digt wurden, erhielten diese weder eine EntschĂ€digung, noch durften sie Land erwerben.

Britische Kolonialherrschaft

Mittelamerika war zu jener Zeit immer noch im Einflussbereich der Spanier, allerdings gestanden sie den britischen Siedlern nach und nach immer mehr Kontrolle zu. Am 10. September 1798 kam es in der Schlacht von St. George’s Caye schließlich zur entscheidenden militĂ€rischen Niederlage der Spanier und das Land stand nun de facto unter britischer Herrschaft. 1862 wurde es zur britischen Kronkolonie British Honduras. Die Siedler, die Baymen, fĂŒhrten allerdings bereits unter spanischer Herrschaft ein weitgehend unabhĂ€ngiges und selbstbestimmtes Leben und behielten das auch unter britischer Herrschaft bei. Als gesetzliche Grundlage, eine Art Grundgesetz oder Verfassung, diente ab 1765 „Burnaby’s Code“.

1847–1901 kam es auf der Halbinsel YucatĂĄn (Mexiko) zum so genannten Kastenkrieg zwischen den ursprĂŒnglichen Bewohnern, den Maya, und der spanischstĂ€mmigen Oberschicht. Die britischen Einwohner von Britisch Honduras belieferten die aufstĂ€ndischen Maya mit Waffen und Munition – was ihnen eine willkommene Einnahmequelle eröffnete. Das Land wurde im Verlauf des Krieges zum Ziel von FlĂŒchtlingen: zuerst von Mitgliedern der mexikanischen Oberschicht, die vor den AufstĂ€ndischen flohen, und spĂ€ter, als sie wieder die Kontrolle erlangte, von Maya. Letztere nahmen als Bauern mit ihrem landwirtschaftlichen Können in der Folge großen Einfluss auf die Entwicklung der nördlichen Provinzen des Landes.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs der Widerstand der vor allem nicht-europĂ€ischen Bevölkerung (Maya, Nachkommen von Sklaven) gegen die britischen Kolonialherren. Soldaten, die wĂ€hrend des Ersten Weltkrieges in der britischen Armee dienten, wurden dort wegen ihrer Hautfarbe bloß in Arbeitslagern eingesetzt, was die Unzufriedenheit weiter verstĂ€rkte. Die Zwischenkriegszeit und der Zweite Weltkrieg trugen dazu bei, dass die wirtschaftliche Situation noch schlechter und das Streben nach UnabhĂ€ngigkeit stĂ€rker wurde. Auch die UnabhĂ€ngigkeit Indiens 1947 verstĂ€rkte diese Bestrebungen. Bis 1962 waren politische Parteien entstanden und die Verwaltung des Landes bereits weitgehend selbststĂ€ndig. 1973 wurde der Name von „British Honduras“ in „Belize“ geĂ€ndert.

UnabhÀngigkeit

Am 21. September 1981 erfolgte die UnabhĂ€ngigkeit von Großbritannien. Problematisch blieb das VerhĂ€ltnis zum Nachbarland Guatemala, das weiterhin GebietsansprĂŒche stellte und nur durch den auch von der UNO unterstĂŒtzten Verbleib britischer Truppen in Belize von einem militĂ€rischen Vorgehen abgehalten werden konnte. 1992 unterzeichnete die guatemaltekische Regierung einen Vertrag, der zwar Belizes UnabhĂ€ngigkeit anerkannte, aber nicht die AnsprĂŒche auf Gebiete im Westen des Landes klĂ€rte. Im Jahr 2000 begannen Verhandlungen zwischen den beiden LĂ€ndern.

In den ersten Parlamentswahlen nach der UnabhĂ€ngigkeit 1984 siegte die United Democratic Party (UDP) ĂŒberlegen; Premierminister wurde Manuel Esquivel. FĂŒnf Jahre spĂ€ter ĂŒbernahm erneut George Cadle Price, zuvor erster Minister bzw. Premierminister noch vor der UnabhĂ€ngigkeit, fĂŒr die People’s United Party (PUP) das Amt des Regierungschefs, 1993 musste er es wiederum Esquivel und der UDP ĂŒberlassen. Entlassungen im öffentlichen Dienst und Preissteigerungen fĂŒhrten 1998 zu einem ĂŒberwĂ€ltigenden Wahlsieg der PUP. Neuer Premier wurde Said W. Musa. Seine Wiederwahl 2003 verdankte er vor allem umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen sowie der Schaffung von Wohnraum und ArbeitsplĂ€tzen. Dies trieb jedoch die Staatsverschuldung in die Höhe, sodass sich die Regierung 2004 gezwungen sah, ein Sparprogramm aufzulegen.

Belize blieb von Kriegen und BĂŒrgerkriegen, wie sie andere mittel- und sĂŒdamerikanische LĂ€nder durchlebten, weitgehend verschont. Doch kam es Anfang 2005 aufgrund der Situation des Staatshaushalts und wegen geplanter Steuererhöhungen zu Unruhen in Belize.

Im Februar 2008 wurde die PUP durch einen Erdrutschsieg der UDP abgelöst. Regierender Premierminister ist Dean Oliver Barrow.

Politik

Verfassung

Nach der am 21. September 1981 in Kraft getretenen Verfassung ist Belize eine parlamentarische Monarchie im Commonwealth. Staatsoberhaupt ist die britische Königin, derzeit Elisabeth II., die durch einen Generalgouverneur vertreten wird. Die Regierung wird vom Premierminister gefĂŒhrt. Abgeordnetenhaus und Senat bilden die Legislative. Die Abgeordneten werden alle fĂŒnf Jahre direkt gewĂ€hlt, die Senatoren auf Vorschlag der Regierung, der Opposition sowie eines Beirats aus Unternehmern, Gewerkschaften und Klerus ernannt.

Staatsoberhaupt

Staatsoberhaupt ist Elisabeth II., Königin von Belize und damit derzeitige Inhaberin des belizischen Throns. Ihr offizieller Titel lautet Elizabeth The Second, by the Grace of God, Queen of Belize and of Her Other Realms and Territories, Head of the Commonwealth. Ihr Vertreter im Land ist Generalgouverneur Sir Colville Young (seit dem 17. November 1993).

Regierung

Die Exekutive besteht aus einem Kabinett von derzeit 14 Mitgliedern, nebst vier Staatsministern. VerwaltungsmĂ€ĂŸig gliedert sich Belize in die sechs Distrikte Belize, Cayo, Corozal, Orange Walk, Stann Creek und Toledo. In den Distrikthauptorten bestehen gewĂ€hlte Selbstverwaltungskörperschaften (Town Boards). Im Zuge der StĂ€rkung der lokalen Selbstverwaltung wurden im MĂ€rz 2001 auch DorfrĂ€te gewĂ€hlt. Regierungschef war seit 2008 Dean Barrow (UDP), der zugleich Premierminister, Minister fĂŒr Finanzen, fĂŒr Verteidigung und fĂŒr den Öffentlichen Dienst war. Seit November 2020 ist Johnny Briceño neuer Premierminister.

Parlament

Die Gesetzgebung obliegt der aus zwei Kammern bestehenden Nationalversammlung mit einer Legislaturperiode von höchstens fĂŒnf Jahren. Das Abgeordnetenhaus besteht aus 31 nach Mehrheitswahlrecht direkt gewĂ€hlten Abgeordneten. Von den dreizehn Senatoren werden sechs bzw. einschließlich des SenatsprĂ€sidenten sieben auf Vorschlag der Regierung, drei auf Vorschlag der Opposition, drei auf Vorschlag eines Beirats aus Unternehmern, Gewerkschaften und Kirchen vom Generalgouverneur ernannt.

Die derzeitige, eher wirtschaftsliberal eingestellte Regierungspartei UDP errang bei den Wahlen am 7. MÀrz 2012 17 der 31 Sitze im Abgeordnetenhaus, die Opposition, die eher populistisch-partizipatorisch agierende PUP, 14 Sitze. Bei den folgenden Wahlen am 4. November 2015 baute die UDP ihre Mehrheit auf 19 Sitze aus, der PUP blieben 12 Sitze. Die letzten Parlamentswahlen fanden am 11. November 2020 statt. Sie wurden mit 58,83 % der Stimmen von der PUP gewonnen, auf die UDP entfielen 38,34 %. Der Vorsitzende der UDP, Patrick Faber, rÀumte umgehend die Niederlage seiner Partei ein. Aufgrund des Mehrheitswahlrechts dominiert die PUP mit 26 Abgeordneten das Parlament, die UDP ist nur noch mit 5 Abgeordneten vertreten.

Justiz

Die UnabhĂ€ngigkeit der Gerichte wird in Belize von der Verfassung geschĂŒtzt. In der Praxis bestehen allerdings Einflussmöglichkeiten der Exekutive, weil einerseits Richter und Generalstaatsanwalt ihre BeschĂ€ftigungsvertrĂ€ge mit der Regierung abschließen bzw. verlĂ€ngern mĂŒssen, zum anderen prominente Regierungsvertreter auch wĂ€hrend der Dauer ihres öffentlichen Amtes hĂ€ufig ihre anwaltliche BerufstĂ€tigkeit fortsetzen.

Oberstes Kassationsgericht fĂŒr Belize ist heute der „Caribbean Court of Justice“ (CCJ). Belize hat im FrĂŒhjahr 2001 mit der Mehrheit seiner CARICOM-Partner die GrĂŒndungsakte fĂŒr den „Caribbean Court of Justice“ (CCJ) als kĂŒnftige oberste straf- und zivilrechtliche Instanz der Region anstelle des britischen Privy Council unterzeichnet. Die Regierung hat im September 2004 dem Parlament auch ein Gesetz ĂŒber die Beteiligung am Trust Fund zur Finanzierung des CCJ vorgelegt.

Innerhalb von Belize sind die Magistrates’ Court fĂŒr kleinere Straftaten oder Zivilrechtliche Angelegenheiten zustĂ€ndig. Der Supreme Court ist die nĂ€chsthöhere Instanz beziehungsweise fĂŒr Kapitalverbrechen zustĂ€ndig. Die dritte Instanz stellt schließlich der Court of Appeal dar.

Das Oberste Gericht von Belize hat die VerfassungsmĂ€ĂŸigkeit der Todesstrafe im April 1998 bestĂ€tigt. Die letzte Hinrichtung in Belize fand 1985 statt. Vor seiner Ersetzung durch den CCJ hatte der Privy Council in London als letztinstanzliches Gericht jeweils Vollstreckungsaufschub gewĂ€hrt bzw. auf Strafumwandlung entschieden. Vor dem Hintergrund steigender GewaltkriminalitĂ€t z. T. mit Drogentransit als Hintergrund fordert die Öffentlichkeit eine Wiederaufnahme der Vollstreckung. Diese WĂŒnsche haben sowohl Regierung wie Opposition aufgenommen und die Regierung hat im September 2002 im Parlament (ReprĂ€sentantenhaus) VorschlĂ€ge fĂŒr entsprechende VerfassungsĂ€nderungen vorgelegt, im Juni 2003 jedoch wieder zurĂŒckgezogen. Damit verbindet sich die Erwartung auf UnterstĂŒtzung vor allem durch die EU bei der Verbesserung von Polizei, Justiz und Strafvollzug.

MÀnnliche HomosexualitÀt war in Belize noch bis zum 10. August 2016 strafbar, womit es das letzte Land Mittelamerikas mit einem solchen Verbot gewesen war. Das Verbot wurde höchstrichterlich als verfassungswidrig aufgehoben.

Politische Indizes

Parteien

Seit 1961 besitzt Belize ein Zweiparteiensystem, das allerdings verfassungsmĂ€ĂŸig nicht festgeschrieben ist. Jeder erwachsene Belizer kann in einem der 31 Wahlkreise als Kandidat antreten.

  • People’s United Party (Vereinigte Volkspartei) – PUP
  • United Democratic Party (Vereinigte Demokratische Partei) – UDP
  • National Alliance for Belizean Rights (Nationale Allianz fĂŒr Belizische Rechte) – NABR
  • People’s National Party (Nationale Volkspartei) – PNP
  • Vision Inspired by the People – VIP (seit 2004)
  • National Reform Party (Nationale Reformpartei) – NRP (seit 2007)

Gewerkschaften

Die National Trade Union Congress of Belize ist die Dachorganisation sektoraler Einzelgewerkschaften; weniger bedeutend sind die Christian Workers’ Union und die Democratic Independent Union.

MilitÀr

Die „Belize Defence Force“ (BDF) besteht aus Berufssoldaten und Freiwilligen mit einer StĂ€rke von ca. 1500 Mann (andere Quellen: 1050 Mann), davon rund 700 Reservisten und zwei ZĂŒge (Platoons) mit Soldatinnen. Die BDF wird gefĂŒhrt von einem Brigadegeneral, einem Oberst und sieben Oberstleutnanten. Traditionell kooperiert die BDF vor allem mit der britischen Armee (British Army Training Support Unit Belize – BATSUB) und der US-Armee (AusrĂŒstungs- und Ausbildungshilfe). 2007 nahm erstmals ein Stabsoffizier der BDF an einem Generalstabslehrgang der FĂŒhrungsakademie der Bundeswehr in Hamburg teil.

KĂŒstenwache

Der Belizean Coast Guard Service (BCGS) wurde im November 2005 unter Zusammenfassung von Ressourcen aus dem Marine-Anteil der Belize Defence Force, der Polizei, dem Zoll, der Einwanderungsbehörde und den Hafenbehörden aufgestellt. Hauptaufgabe ist die BekĂ€mpfung des (Drogen-)Schmuggels. Eine wesentliche Finanzierung und UnterstĂŒtzung erfĂ€hrt die KĂŒstenwache im Rahmen eines Anti-Drogenprogramms durch das US-Außenministerium (Counternarcotics and Law Enforcement Country Program: Belize). Da die KĂŒstenwache nicht ĂŒber Radar verfĂŒgt, ist sie nur bei Tageslicht im Einsatz.

AusrĂŒstung

  • acht Schnellboote (ehemalige kolumbianische Drogenboote mit starken Außenbordmotoren, welche konfisziert wurden, ohne Radar und GPS)
  • Ein Flugzeug stellt bei Bedarf die Belize Defence Force.

Außenpolitik

Belize befindet sich in einem Grenzstreit mit Guatemala. Guatemala schlug vor, den Streit dem Internationalen Gerichtshof (IGH) zu ĂŒberlassen, was die belizische Regierung ablehnt. Am 6. Oktober 2013 sollte ein gleichzeitiges Referendum in beiden LĂ€ndern klĂ€ren, ob der IGH mit dem Fall befasst werden soll. Diesen Termin ließ Guatemala verstreichen. Im FrĂŒhjahr 2014 wurde unter FĂŒhrung der OAS in einem Abkommen ein Anlauf zu einem weiteren Referendum genommen. Ein ursprĂŒnglich fĂŒr September 2015 geplanter gemeinsamer Termin wurde durch ein im Mai 2015 von beiden Seiten unterzeichnetes Änderungsabkommen, das die Volksbefragungen zu unterschiedlichen Zeiten ermöglicht, verschoben. Im Jahr 2018 stimmten 96 % der Guatemalteken mehrheitlich fĂŒr die vorgeschlagene Art der Konfliktlösung. Am 8. Mai 2019 fand das Referendum in Belize statt, bei dem ebenfalls 55 % der WĂ€hler fĂŒr die Beauftragung des Internationalen Gerichtshofs stimmten.

Belize ist Mitglied in folgenden Organisationen: Vereinte Nationen, Commonwealth, CARICOM, Bewegung der blockfreien Staaten, AKP, OAS, CELAC, ACS; IWF, Karibische Entwicklungsbank (CDB), SICA, AOSIS

Wirtschaft

Zwar ist die Wirtschaft in den letzten Jahren stark gewachsen, die hohe Staatsverschuldung von 85 % des Bruttoinlandsprodukts schrĂ€nkt die wirtschaftspolitische HandlungsfĂ€higkeit jedoch stark ein. Noch immer lebt rund ein Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Im Index fĂŒr wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2019 Platz 123 von 180 LĂ€ndern.

Hauptwirtschaftszweig ist die Gewinnung von Edelhölzern, insbesondere Mahagoni. Neben dem Einsatz moderner SĂ€gewerke forstet man auch planmĂ€ĂŸig den Bestand an Nutzholz auf. Die BaumstĂ€mme werden nach wie vor im Hochwasser der FlĂŒsse transportiert.

Im Juni 2000 wurde Belize von der OECD als ein Land aufgelistet, in dem Steuerflucht und GeldwĂ€sche möglich sind. Es hatte bis zum Jahre 2005 Zeit, um diese ZustĂ€nde zu beseitigen und damit Sanktionen zu vermeiden. Die lockeren Gesetze wurden seither gestrafft. Dennoch ist Belize ein Steuerparadies. Da das Land einen „begĂŒnstigten“, d. h. unbeschrĂ€nkten Zugang zum britischen Commonwealth, zur EuropĂ€ischen Freihandelszone (EFTA) und zur EU besitzt, kann man – wenn man die StaatsbĂŒrgerschaft von Belize erwirbt – auch ohne Visum sĂ€mtliche europĂ€ische LĂ€nder sowie Australien, Kanada, Hong Kong und Singapur bereisen. In Russland kann diese StaatsbĂŒrgerschaft kĂ€uflich erworben werden.

Im August 2012 gab die belizische Regierung bekannt, dass sie die fĂ€llige Zinsrate fĂŒr eine Staatsanleihe ĂŒber 500 Millionen US-Dollar nicht bedienen könne und trat mit den GlĂ€ubigern in Umschuldungsverhandlungen ein. Die fĂŒhrenden Ratingagenturen stuften daraufhin die BonitĂ€t von Belize auf Zahlungsausfall herab.

Am 28. Januar 2016 legte die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket zur BekĂ€mpfung von Steuerflucht vor, bei dem unter anderem Belize auf der schwarzen Liste der Steueroasen auftaucht.

Kennzahlen

Alle BIP-Werte sind in US-Dollar (KaufkraftparitÀt) angeben.

Landwirtschaft

Die fĂŒr die landwirtschaftliche Nutzung geeigneten Böden werden nur wenig genutzt: die Menschen bauen auf kleinen FlĂ€chen Mais, Bohnen, Reis, Maniok, Kochbanane und GemĂŒse fĂŒr den eigenen Bedarf an. Die grĂ¶ĂŸten und modernsten Farmen sowie die Milchwirtschaft vor allem im Tal des Belize River und im Orange-Walk-Distrikt werden maßgeblich von der Volksgruppe der Mennoniten betrieben. Auf den meist in auslĂ€ndischem Besitz befindlichen grĂ¶ĂŸeren Plantagen werden Zuckerrohr, ZitrusfrĂŒchte, Bananen, Kakao und KokosnĂŒsse angebaut. Im tropischen Regenwald werden Edelhölzer geschlagen, insbesondere Mahagoni. Reichhaltige FischbestĂ€nde bilden die Grundlage fĂŒr eine gut entwickelte KĂŒstenfischerei. Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft liefern ĂŒber die HĂ€lfte der Exporterlöse.

Die Landwirtschaft erwirtschaftet ca. 20 % des Bruttoinlandsprodukts und ĂŒber 60 % der Exporterlöse; sie beschĂ€ftigt knapp ein Drittel der arbeitenden Bevölkerung.

Industrie

Die schwach entwickelte Industrie beschrÀnkt sich auf die Herstellung von Textilien und die Holz- und Nahrungsmittelverarbeitung.

Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes einschließlich Energiesektor am BIP betrĂ€gt ca. 26 % (18 % der ArbeitsplĂ€tze).

Tourismus

Etwa 200.000 Touristen (vor allem aus den USA) kommen jĂ€hrlich ins Land. Bei Tauchern und Surfern ist die RiffkĂŒste sehr beliebt, Kulturinteressierte besuchen die Maya-Ruinen bei Orange Walk. Die einheimische Tier- und Pflanzenwelt kann im Belize Zoo bestaunt werden. Bedeutsam ist auch der Kreuzfahrttourismus. Der weitere Ausbau des Tourismussektors wird durch das Fehlen großer Hotelkomplexe und eine einfache Infrastruktur aufgehalten.

Der Anteil des Tourismus an der wirtschaftlichen Gesamtleistung wird auf ca. 10 % geschÀtzt.

Dienstleistungen

Dienstleistungen erwirtschaften insgesamt 56,5 % des Sozialprodukts.

Außenhandel

Nach Regierungsangaben weitete sich das Handelsdefizit 2001/02 u. a. wegen der Beseitigung der Hurrikan-SchĂ€den (2000: Hurrikan „Keith“, 2001: „Iris“) von 170,1 Mio. US-Dollar (2000) auf 186,7 Mio. US-Dollar (2001) und 196,6 (2003) aus. Insgesamt standen 2003 Importen im Wert von 541 Mio. US-Dollar Exporte in Höhe von 344,4 Mio. US-Dollar gegenĂŒber.

Mit einem Anteil von fast 50 % am gesamten belizischen Handelsvolumen (2001: 47,2 % aller Importe, 50,5 % aller Exporte) haben die USA eine dominierende Position; ihnen folgen Großbritannien (belizische Ausfuhren: 23 %, Einfuhren 2,7 %), Mexiko (Ausfuhren: 1 %, Einfuhren: 11,2 %) und die EU (ohne GB: Ausfuhren 6,7 %, Einfuhren 3,8 %). Dabei wird jedoch der umfangreiche „kleine Grenzhandel“ mit Mexiko (d. h. vor allem mexikanische Importe) kaum erfasst. Bei den Exporten spielt neben Agrar- und Fischereiprodukten in verschiedenen Verarbeitungsstufen der Textilsektor (Lohnveredelung fĂŒr USA unter den im Mai 2000 vom Kongress erweiterten PrĂ€ferenzbedingungen der „Caribbean Basin Initiative“) eine Rolle. Der Handel mit Deutschland ist 2003 mit deutschen Ausfuhren von 4,762 Mio. EUR (2002: 7,34 Mio. EUR) und Einfuhren von 1,69 Mio. EUR (2002: 2,17 Mio. EUR) quantitativ wenig bedeutend, im 1. Halbjahr 2004 war die Tendenz weiter fallend.

Import

Die HauptimportgĂŒter Belizes sind Maschinen, Brennstoffe, Nahrungsmittel und KonsumgĂŒter aller Art.

Export

Die HauptexportgĂŒter Belizes sind Zucker, ZitrusfrĂŒchte, Bananen, Kakao, KokosnĂŒsse, Rindfleisch, Fische, Krebse, Edelhölzer und Bekleidung.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 650 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 500 Mio. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 8,5 % des BIP.

Die Staatsverschuldung lag Anfang 2019 bei 94 % des BIP.

Von den Staatsausgaben entfielen (in % des BIP):

  • auf das Gesundheitswesen: 4,7 % (2006)
  • auf das Bildungswesen: 5,3 % (2004)
  • auf das MilitĂ€r: 1,0 % (2012)

Verkehr

Straße
Belize hat 2872 km Straße, von denen 488 km befestigt bzw. asphaltiert sind. Hauptstraßen verbinden die acht StĂ€dte des Landes. In der Regenzeit wird der Verkehr oft durch heftige WolkenbrĂŒche teilweise unterbrochen, besonders in der NĂ€he der FĂ€hrhĂ€fen. Das Straßennetz ist nicht so gut wie das anderer mittelamerikanischer LĂ€nder, wird aber besonders im Norden stĂ€ndig ausgebaut. Das Fahren ĂŒber Land nach Einbruch der Dunkelheit sollte vermieden werden. An den Hauptstraßen, die Belize City mit Mexiko bzw. Guatemala verbinden, und in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten befinden sich Tankstellen. Eine Pannenhilfe gibt es nicht. Es herrscht Rechtsverkehr.
Luft
Im Land gibt es 43 FlugplĂ€tze, von denen 5 eine befestigte Landebahn besitzen. LinienflĂŒge verbinden tĂ€glich die grĂ¶ĂŸeren StĂ€dte. Maya Island Air und Tropic Air fliegen tĂ€glich von Belize City nach San Pedro (Ambergris Caye) sowie zusĂ€tzlich Caribee Air Service und Javier’s Flying Service und zu allen grĂ¶ĂŸeren Orten. Kleinflugzeuge können gemietet werden. Verschiedene Charterdienste fliegen von Belize City in die abgelegeneren Regionen. Der wichtigste internationale Flughafen ist der Philip S. W. Goldson International Airport in Ladyville außerhalb von Belize City.
Wasserwege
Es gibt 825 km befahrbare Wasserwege, die allerdings nur von kleinen Schiffen befahren werden können. Die Zuckerfabriken betreiben einen Motorbootservice an der KĂŒste, FahrplĂ€ne gibt es nicht. Kleinere Motorboote verbinden die Cayes an der KĂŒste mit Belize City. Auf den FlĂŒssen Belize, Hondo und New River waren Boote einst das einzige Verkehrsmittel ins Landesinnere. Seit dem Bau der befestigten Straßen sind sie jedoch fast verschwunden.

Die kostengĂŒnstigste Art in Belize zu reisen ist Busfahren. Busse verkehren im Linienverkehr und sind im Vergleich zu anderen mittelamerikanischen Standards sauber, gerĂ€umig und effizient.

Medien

Hinsichtlich der Freiheit der Berichterstattung sind die Medien in Belize erkennbaren Problemen ausgesetzt.

Telekommunikation und Internet

In Belize werden etwa 41.000 Festnetz-TelefonanschlĂŒsse von der nationalen Telefongesellschaft Belize Telemedia Ltd. betrieben. Seit 2008 Daneben gibt es seit 2005 unter der Marke "SMART", den privaten Anbieter Speednet Communications Ltd., der hĂ€ufig von der lokalen Bevölkerung genutzt wird. Beide Anbieter sind flĂ€chendeckend verfĂŒgbar.

In Belize gibt es etwa 350.000 MobiltelefonanschlĂŒsse, allein BTL weist unter der Marke DigiCell 270.000 AnschlĂŒsse aus. Daneben werden Mobilservies auch unter der Marke SMART angeboten. In allen sechs Bezirken von Belize bestehen Empfangs-/Sendemöglichkeiten fĂŒr beide Mobilfunkanbieter. Um in Belize mit dem eigenen Telefon mobil telefonieren zu können, ist ein Mobiltelefon notwendig das im GSM-Dual-Band-Netz mit 850/1900 MHz arbeitet. Dieses ist in der Regel mit den internationalen Versionen aktueller Smartphones möglich. Prepaid-Karten sind an zahlreichen Orten im ganzen Land erhĂ€ltlich. Aufgeladen werden Prepaid-Karten an sogenannten „TOP-UP“-Stationen, zu denen meist schon jeder Supermarkt zĂ€hlt. FĂŒr die Nutzung von lokalen SIM-Karten im eigenen EndgerĂ€t, ist ein Telefon ohne SIM-Lock notwendig.

Seit 2016 baut BTL den 4G-Support (LTE) weiter aus. Auch können Mobiltelefone bei BTL u. a. am Phillip Goldson International Airport (PGIA) gemietet werden. Seit 2018 ist DigiCell die Marke, unter der BTL auftritt.

Im Jahr 2017 nutzten 47 Prozent der Einwohner von Belize das Internet. Internetanbieter umfassen BTL und „Belize Web“, SMART und viele regionale Kabelgesellschaften und Wireless-Provider. Es gibt ein „E-Mail Service Centre“ im BĂŒro von BTL in Belize City und InternetcafĂ©s in Stadtzentren und Touristenregionen. In den meisten CafĂ©s und Lokalen kann der Gast kostenloses WLAN nutzen.

Die Nutzung von Internet-Telefonie mittel Skype, WhatsApp, Facetime ist inzwischen mit allen lokalen Anbietern möglich.

Seit 2018 investiert Belize in ein Glasfasernetz um FTTH-Services anzubieten. In den Regionen San Pedro Ambergris Caye, Belize City, the City of Belmopan and Orange Walk ist der Service seit 2018 mit bis zu 130 Mbps verfĂŒgbar.

Rundfunk

Nach Auflösung der staatlichen Broadcasting Corporation of Belize (1998) existieren mehrere Radiostationen sowie zwei Fernsehsender, Channel 5 und Channel 7. Auf den Internetseiten können tÀglich die Nachrichten per Videostream abgerufen werden.

Zeitungen

In Belize existieren keine Tageszeitungen, sondern nur vier WochenblÀtter mit kleiner Auflage:

Belize Times (PUP-Blatt), Reporter (unabhĂ€ngig), Guardian (zuvor „People’s Pulse“, UDP-Blatt), Amandala (unabhĂ€ngig, aber pro PUP). Die San Pedro Sun wird in San Pedro auf Ambergris Caye herausgegeben, ist aber im ganzen Land erhĂ€ltlich.

Kultur

GeprĂ€gt durch das Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien oder ethnisch-religiöser Gruppen (Mestizen, Kreolen, Indigene, Garifunas, Mennoniten u. a.) ist eine entsprechend kulturelle Vielfalt anzutreffen. Großen Anteil haben erwartungsgemĂ€ĂŸ afrikanische und lateinamerikanische EinflĂŒsse, insbesondere im Volksglauben, in der landestypischen KĂŒche und der Musik; aber auch beim Sport oder sozialen Miteinander sind Besonderheiten zu finden.

Volksglauben

Belize ist reich an Mythen und Legenden, in denen Geister und Naturwesen zu finden sind, die sich den Menschen gegenĂŒber teils wohlwollend aber auch böse und/oder gefĂ€hrlich verhalten. PopulĂ€re Figuren sind Anansi, Tata Duende, Cadejo, X'tabai, oder die nicht nur in Belize bekannte La Llorona. Daneben ist der Glaube an Geistheilung und ethnische Religionen (vor allem Obeah) verbreitet.

KĂŒche

Typische FrĂŒhstĂŒcksgerichte sind Fry Jacks (frittierte Teigfladen), Johnny Cakes (Fladenbrote aus Maismehl), oder Tortillas. Dazu wird KĂ€se, frijoles refritos (Bohnenbrei) oder unterschiedlich zubereitetes Ei gegessen. Insgesamt spielt die lateinamerikanische KĂŒche eine große Rolle (z. B. Tortillas, Reis, Bohnen), mit quantitativen Variationen der einzelnen Ethnien (Fisch und andere MeeresfrĂŒchte, Huhn, Maniok, Krautsalat). Landestypisches Obst und GemĂŒse ist ebenfalls ĂŒblich.

Musik

Außer den Musik-Exporten aus Jamaika, der Karibik und den USA ist vor allem die Musik dreier Bevölkerungsgruppen von Bedeutung. WĂ€hrend die Mestizen mit dem Cumbia einen Salsa- und Merengue-Ă€hnlichen Musikstil bevorzugen, entwickelten die Kreolen aus Anleihen des Soca/Calypso und dem Buru, der Musik der HolzfĂ€ller, den Brukdown. Ein weiterer Musikstil ist Mento, vermehrt beeinflusst durch Jamaikaner. Sowohl Brukdown wie Mento sind eher Ausdrucksformen der einfachen, lĂ€ndlichen Bevölkerung, wenngleich mit Wilfred Peters (1939–2010) and his Boom & Chimes Band der Hauptvertreter des Brukdown in ganz Belize enorme PopularitĂ€t genoss.

Den wohl stĂ€rksten Eindruck hinterließen die Nachfahren afrikanischer Sklaven, die Garifunas. Ihre durch Trommeln dominierten, mit A-cappella-GesĂ€ngen, ZirkeltĂ€nzen, BinĂ€r- oder Triolen-Rhythmus und Sisera, Handrasseln aus Kalebassen, versehenen traditionellen StĂŒcke wurden ĂŒber die Jahrhunderte bewahrt und stetig weiterentwickelt. Viele andere Strömungen entstanden darĂŒber. Das bekannteste Beispiel ist der Puntarock, der sich, mit elektronischen Instrumenten bereichert, aus einem ursprĂŒnglichen Fruchtbarkeitstanz entwickelte. BerĂŒhmte Vertreter dieser Spielart sind u. a. Andy Palacio (1960–2008) und Pen Cayetano.

Literatur

Bisher wurde erst ein Roman aus Belize ins Deutsche ĂŒbertragen – „Beka“ (Beka Lamb, 1982) von Zee Edgell (* 1940), die die Geschichte eines kreolischen MĂ€dchens zwischen Matriarchat und erwachender nationaler Bewegung wĂ€hrend der 1950er Jahre erzĂ€hlt, als das Land noch britische Kolonie war. Ihr Roman Time and the River (2007) behandelt das Thema der Sklaverei des frĂŒhen 19. Jahrhunderts.

Sport und Freizeit

Neben den bekannteren und beliebten Sportarten wie Fußball, Basketball, Volleyball, Softball, Cricket, Boxen, Leichtathletik und Radsport finden sich auch RaritĂ€ten wie Jai Alai oder Unerwartetes wie Eishockey. Von mittlerweile internationaler Beachtung ist das Cross Country Cycling Classic, ein seit 1928 jĂ€hrlich am Osterwochenende ausgetragenes Radrennen. Belize nimmt seit 1968 regelmĂ€ĂŸig an den Olympischen Sommerspielen teil, bislang jedoch ohne Medaillenerfolg.

Sowohl touristische, als auch sportliche Bedeutung hat das vor der KĂŒste liegende Barriere Riff, zweitgrĂ¶ĂŸtes dieser Art weltweit nach dem australischen Great Barrier Reef, das von den OrtsansĂ€ssigen als beliebtes Erholungsgebiet fĂŒr alle Arten des Wassersports vorwiegend in den Schulferien und ĂŒber die Osterfeiertage genutzt wird.

Familie und Soziales

Höfliche Umgangsformen spielen bei den meisten Einwohnern Belizes eine große Rolle. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Menschen grĂŒĂŸen, die sich nie zuvor gesehen haben, oder dass Bekannte derart im GesprĂ€ch vertieft sind, dass sie alles um sich herum vergessen.

Eine stetig wachsende Anzahl Familien wird von Alleinerziehenden gefĂŒhrt, vorwiegend durch Frauen. Beeinflusst von dieser Entwicklung verzichten viele junge Menschen auf die offizielle Heirat und leben in einer eheĂ€hnlichen Gemeinschaft, der sogenannten Common-law marriage. Es ist unĂŒblich, im Alter von ĂŒber 20 Jahren noch im elterlichen Haushalt zu leben. Wenn auch die Entwicklung in Richtung eines einzelnen Familienoberhauptes geht, gibt es doch eine bedeutende Anzahl Großeltern, die ihre Enkel aufziehen, mit oder ohne UnterstĂŒtzung eines Elternteils. Im Jahr 2009 hatte eine Frau im Durchschnitt 2,8 Kinder.

Persönlichkeiten

  • Moses Michael „Shyne“ Leviy (* 1978) – Rapper
  • Pen Cayetano (* 1954) – KĂŒnstler und Musiker
  • George Cadle Price (1919–2011) – ehemaliger Premierminister
  • Zee Edgell – Schriftstellerin
  • Arlen Escarpeta (* 1981) – Schauspieler
  • Manuel Esquivel (* 1940) – Premierminister
  • Marion Jones (* 1975) – Leichtathletin
  • Chito Martinez – Baseballspieler
  • Said Musa (* 1944) – ehemaliger Premierminister
  • Andy Palacio (1960–2008) – Musiker
  • Sir Colville Young (* 1932) – Generalgouverneur
  • Simone Biles (* 1997) – Turnerin

Feiertage

  • 1. Januar: Neujahr
  • 9. MĂ€rz: Baron-Bliss-Tag (National Heroes and Benefactors Day)
  • Karfreitag
  • Ostermontag
  • 1. Mai: Tag der Arbeit
  • 21. Mai: Commonwealth-Tag
  • 10. September: St. George’s Caye-Tag
  • 21. September: Nationalfeiertag (UnabhĂ€ngigkeitstag)
  • 10. Oktober: Kolumbus-Tag (Panamerican Day)
  • 19. November: Garifuna-Tag (Garifuna Settlement Day)
  • 25./26. Dezember: Weihnachten (Christmas Day, Boxing Day)

Literatur

  • Saskia Thorbecke: Belize. In: Wolfgang Gieler, Markus Porsche-Ludwig (Hrsg.): Staatenlexikon Amerika: Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft. Peter Lang, Berlin 2018, ISBN 978-3-631-77017-7, S. 61–72.
  • Renate Johanna Mayr: Belize. Tracking the path of its history; from the heart of the Mayan empire to a retreat for buccaneers, a safe-haven for ex-pirates and pioneers, a crown colony and a modern nation. Lit, Wien 2014, ISBN 978-3-643-90481-2.
  • Manfred Rauschert: Abenteuer Belize. Berichte ĂŒber ein unbekanntes Land Mittelamerikas. Keil Verlag, Bonn 1984.

Weblinks

  • Website der Regierung von Belize (englisch)
  • LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amtes zu Belize
  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Belize

Einzelnachweise


 

Region Regionen (0)

Abk Name O
BZ.BZ Belize  
BZ.CY Cayo  
BZ.CZ Corozal  
BZ.OW Orange Walk  
BZ.SC Stann Creek  
BZ.TO Toledo  
 

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Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

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Flagge: Belize

Name englisch: Belize
Hauptstadt: Belmopan
Kfz: BZ
ISO: BZ
ISO3: BLZ
Fläche: 22966 km²
Tld: .bz
Wärung Einheit: BZD
Währung: Dollar
Vorwahl: 501

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 18.4959419
südlichster Punkt: 15.8856189
westlichster Punkt: -89.2275879
östlichster Punkt: -87.4537253


 
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