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Gebirge Karte: Bauget-Alpen

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

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Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Bauget-Alpen

Informationen zur Lage und Bezeichnung:
Nach SOIUSA-Kategorisierung gehören die Bauges-Alpen zu den Savoyer Voralpen.

ausführliche Beschreibung:
Wikipedia.

Die Bauges sind ein voralpines Gebirgsmassiv aus Kalkstein in den nördlichen Französischen Alpen. Das Massiv der Bauges (französisch Massif des Bauges, deutsch vielfach Bauget-Alpen), dessen höchster Gipfel die Pointe d’Arcalod mit 2217 m bildet, liegt in den DĂ©partements Savoie und Haute-Savoie. Es wird geografisch den Französischen Kalkalpen (ChaĂźnes Subalpines Septentrionales) zugeordnet. Das recht dĂŒnn besiedelte Berggebiet befindet sich im Regionalen Naturpark Massif des Bauges (französisch Parc naturel rĂ©gional du Massif des Bauges).

Lage

Die Bauges liegen in SĂŒdostfrankreich in der Region Auvergne-RhĂŽne-Alpes, im Dreieck zwischen den StĂ€dten Annecy, ChambĂ©ry und Albertville. Durch breite Talsenken, die von den eiszeitlichen Gletschern geschaffen wurden, sind sie von den umliegenden Gebirgsmassiven klar abgegrenzt. Gegen Westen wird das Massiv der Bauges durch die Molassesenke des Albanais und durch den sĂŒdlichen Teil des Lac du Bourget begrenzt. Im SĂŒdwesten trennt die Talfurche von ChambĂ©ry das Gebirgsmassiv von der Chartreuse. Das breite IsĂšretal und das Tal ihres Zuflusses Arly bilden im SĂŒdosten und Osten die natĂŒrliche Abgrenzung von den ĂŒberwiegend kristallin geprĂ€gten Hochalpen. Im Nordosten der Bauges befinden sich der Alpenrandsee Lac d’Annecy und das Tal der Chaise (im Einzugsgebiet der IsĂšre), die miteinander durch eine Talwasserscheide verbunden sind. Diese Talfurche trennt die Bauges vom nordöstlich angrenzenden Massiv der Bornes.

Geografie und OberflÀchengestalt

Der Gebirgskomplex der Bauges zeigt eine Ausdehnung von ungefĂ€hr 30 km in SĂŒdwest-Nordost-Richtung bei einer Breite von 20 bis maximal 25 km. Das Relief ist geprĂ€gt durch eine Reihe von Bergketten und dazwischenliegenden Mulden und Senken, die parallel nahezu in Nord-SĂŒd-Richtung verlaufen. Nur ganz im Osten finden sich aufgrund der stĂ€rkeren Faltung ineinander verschachtelte BergzĂŒge. Markant sind die vielen teilweise senkrecht abfallenden, schroffen FelswĂ€nde. Von Westen nach Osten nimmt die Gipfelhöhe mehr oder weniger kontinuierlich zu. WĂ€hrend die westlichste Kette Höhen zwischen 1500 und 1700 m aufweist, ĂŒbersteigen die Gipfel in der Mitte und im Osten des Massivs vielfach die 2000-m-Grenze. Die höchste Erhebung bildet die Pointe d’Arcalod mit 2217 m. Weitere wichtige Gipfel sind:

  • Pointe de la Sambuy, 2.198 m
  • Mont PĂ©cloz, 2.197 m
  • Mont TrĂ©lod, 2.181 m
  • Dent de Cons, 2.062 m
  • Mont Colombier, 2.043 m
  • Dent d’Arclusaz, 2.040 m
  • Mont MargĂ©riaz, 1.845 m
  • Roc des Boeufs, 1.774 m
  • CrĂȘt de ChĂątillon, 1.699 m
  • Nivolet, 1.547 m
  • Mont Revard, 1.537 m

HauptfließgewĂ€sser der Bauges ist der ChĂ©ran, ein linker Seitenfluss des Fier. Er entspringt im Bereich der Pointe d’Arcalod und durchfließt das Gebirgsmassiv von SĂŒdosten nach Nordwesten in einer relativ breiten Talmulde quer zur Kettenstruktur des Gebirges. Dabei nimmt er von SĂŒden und Norden verschiedene kurze SeitenbĂ€che auf, welche die LĂ€ngstĂ€ler und -mulden entwĂ€ssern. Unterhalb von Lescheraines tritt der ChĂ©ran in die Cluse de Bange ein, eine tiefe Schlucht, welche die westliche Randkette (Mont Revard, Semnoz) durchquert, bevor er das Becken des Albanais erreicht. Der nördliche Teil der Bauges wird zum Lac d’Annecy, der sĂŒdwestliche zum Lac du Bourget entwĂ€ssert. Gegen SĂŒdosten zum IsĂšretal fĂ€llt das Massiv mit einem Steilhang ab; hier gibt es keine TĂ€ler, sondern nur kurze Erosionsrinnen, die zum Einzugsgebiet der IsĂšre gehören.

Geologie

In strukturgeologischer Hinsicht bilden die Bauges ein Faltengebirge am Rand der Westalpen. Sie bestehen aus einer mĂ€chtigen Schicht mesozoischer Sedimente, die im Ozean der Tethys abgelagert wurden. Die Schichtfolge erstreckt sich von der unteren Jurazeit (Lias, vor ungefĂ€hr 200 Millionen Jahren) bis zur Oberkreide (vor rund 65 Millionen Jahren). In dieser langen Zeitperiode wurden zahlreiche tonige und mergelige Schichten sowie Kalksteinschichten sedimentiert. WĂ€hrend letztere eher auf Bedingungen in einem warmen Flachmeer hindeuten, stammen die mergeligen Schichten vor allem aus Perioden mit kĂŒhlerem Wasser und zumindest teilweise tiefmarinen Bedingungen (Sedimente wurden im Tiefmeer abgelagert). DarĂŒber legten sich im frĂŒhen TertiĂ€r Sande, Nummulithenkalke und besonders im westlichen Teil rötliche Mergel (sogenannte Molasse rouge).

Im Verlauf des TertiĂ€rs wurden diese Sedimentschichten im Zuge der Alpenfaltung ĂŒber den Meeresspiegel gehoben und zu einem Faltengebirge mit charakteristischen Antiklinalen und Synklinalen zusammengeschoben. Ab diesem Zeitpunkt setzte auch die Erosion ein und verfrachtete den Abtragungsschutt in das Alpenvorland (das nordwestlich an die Bauges angrenzende Molassebecken). Die verschiedenen Hebungs- und SenkungsvorgĂ€nge fĂŒhrten zur Bildung von zahlreichen Verwerfungen, Störungslinien und Aufschiebungen. WĂ€hrend der Eiszeiten trugen die Gletscher in bedeutendem Maße zur Modellierung des Reliefs bei.

Aus stratigraphischer und tektonischer Sicht wird das Massiv der Bauges in einen westlichen (Bauges occidentales) und einen östlichen Teil (Bauges orientales) gegliedert. Die Grenze zwischen beiden Teilen bildet eine Linie, die von Saint-Jorioz am Lac d’Annecy sĂŒdwĂ€rts ĂŒber den Col de Leschaux und den ChĂ©ran bis in das Tal von Aillon verlĂ€uft.

Die Bauges occidentales bestehen aus der Kette von Mont Revard und Semnoz und dem östlich des ersteren liegenden Mont MargĂ©riaz. Der Mont Revard bildet zusammen mit dem Semnoz eine Antiklinale, die auf die westlich gelegenen Molassesedimente aufgeschoben ist. Die beiden BergrĂŒcken werden durch die Schlucht Cluse de Bange voneinander getrennt. Das im Kammbereich dieser weitgehend erhaltenen Antiklinale anstehende Gestein setzt sich aus mĂ€chtigen KalkbĂ€nken des Urgonien (Mittelkreide) zusammen. Auch am Mont MargĂ©riaz sind die Urgonienkalke reliefbildend. In der Senke östlich dieser KĂ€mme findet man Molasseschichten und Mergel des AlttertiĂ€rs.

Die Bauges orientales zeigen eine rasche Abfolge von Antiklinalen und Synklinalen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass hier die Antiklinalfalten im Lauf der Zeit wesentlich stĂ€rker erodiert wurden als die Synklinalfalten. Deshalb sind heute verschiedene Berge als sogenannte Synklinalberge ausgebildet, wĂ€hrend TĂ€ler oder Mulden oftmals entlang von Antiklinalen fĂŒhren. Beispiele fĂŒr Synklinalberge sind der Mont TrĂ©lod, die Pointe d’Arcalod, die Pointe de la Sambuy und die Dent d’Arclusaz. Auch hier sind die Urgonkalke gipfelbildend. Allerdings treten, je weiter man nach Osten kommt, an den HĂ€ngen und bei anstehendem Gestein in den Talmulden Sedimentschichten aus der Unterkreide und der Jurazeit (insbesondere die Tithonkalke) zutage. Ganz im SĂŒdosten und Osten zwischen Saint-Pierre-d’Albigny und Albertville sind an den unteren HĂ€ngen auch Schichten der Lias (untere Jurazeit) aufgeschlossen.

Natur- und Kulturlandschaft

Das Massiv der Bauges ist nur dĂŒnn besiedelt. GrĂ¶ĂŸere StĂ€dte und Ortschaften liegen in den Talfurchen am Rand der Bauges, nĂ€mlich Annecy, Aix-les-Bains, ChambĂ©ry, Albertville, Ugine und Faverges. In den TĂ€lern und Mulden der Bauges gibt es verschiedene Streusiedlungen und zahlreiche Einzelhöfe. Allerdings zĂ€hlt keine Gemeinde mehr als 1000 Einwohner. Zu den zentralen Ortschaften der Bauges zĂ€hlen Lescheraines, Le ChĂątelard, École und Aillon-le-Jeune.

Die Bewohner, die sich Les Baujus nennen, leben ĂŒberwiegend von der Milchwirtschaft und der Viehzucht, daneben haben auch die KĂ€seproduktion und die Holzwirtschaft eine wichtige Bedeutung. In den flacheren Muldenlagen erstrecken sich Wiesland und Weiden, wĂ€hrend die HĂ€nge vorwiegend waldbedeckt sind. Die Waldgrenze liegt bei etwa 1800 m, darĂŒber gibt es Alpweiden.

Tourismus

Die Berge der Bauges eignen sich fĂŒr Wintersport und fĂŒr Sommerwanderungen oder einfach zum Entspannen in der Naturlandschaft. Wintersportstationen mit Ski- und Sesselliften sind:

  • Le Revard (etwa 1500 m), das sich 1905 als eine der ersten Skisportstationen Frankreichs etablierte, heute auch ein Zentrum fĂŒr den nordischen Skisport
  • Les Aillons-MargĂ©riaz (1000 bis 1800 m), bestehend aus zwei Skistationen, die heute unter gemeinsamer Verwaltung stehen, nĂ€mlich MargĂ©riaz am Osthang des Mont MargĂ©riaz und Aillon-le-Jeune am Nordhang des Mont Pelat.
  • Le Semnoz (1350 bis 1700 m)
  • Seythenex-Le Sambuy (1200 bis 1800 m), sĂŒdlich von Faverges am Nordhang der Pointe de la Sambuy.

Naturpark

Im Dezember 1995 wurde der Regionale Naturpark Massif des Bauges geschaffen, um die reiche Flora und Fauna des Berggebietes unter Schutz zu stellen. Der regionale Naturpark erstreckt sich ĂŒber eine FlĂ€che von 810 kmÂČ.

Siehe auch

  • Liste der regionalen Naturparks in Frankreich

Weblinks

  • Regionaler Naturpark Massif des Bauges (französisch)
  • Geologie des Massif des Bauges (französisch)


Quelle: Wikipedia
 

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AVE (Alpenvereinseinteilung der Ostalpen): (87)
Synonyme / Sprachen:
Bauges


Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (1):
Frankreich Frankreich

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 45.89956596
südlichster Punkt: 45.48853887
westlichster Punkt: 5.912017822
östlichster Punkt: 6.424255371


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
1004 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
133 km
 
Bauget-Alpen: Große Karte mit den Grenzen und Hütten, Gipfeln sowie Touren der Gebirgsgruppe
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