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Gebirge Karte: Gutensteiner Alpen

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

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Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Gutensteiner Alpen

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Die Gutensteiner Alpen sind eine Gebirgsgruppe der Ostalpen. Sie bilden den nordöstlichsten Teil der Nördlichen Kalkalpen, in dem noch Höhen ĂŒber 1000 m erreicht werden. Höchster Gipfel ist die Reisalpe (1399 m).

Topografie

Die Gutensteiner Alpen werden im Norden durch das Gölsen- und Triestingtal vom Wienerwald abgegrenzt; im Osten stoßen sie an das Wiener Becken. Die Abgrenzung zur Rax-Schneeberg-Gruppe im SĂŒden bildet das Tal des Sierningbachs zwischen Ternitz und Puchberg am Schneeberg, der Sattel bei der Mamauwiese und das Voisbach- und Schwarzatal. Im Westen, ab dem Seebach bei St. Aegyd am Neuwalde, verlĂ€uft die Grenze zu den TĂŒrnitzer Alpen entlang der Unrecht-Traisen und der Traisen.

Durch die Gutensteiner Alpen verlĂ€uft vom SattelĂŒbergang Wassertal–Seebach bis zum Gerichtsberg der Alpenhauptkamm entlang der Linie Haselstein – Ochsattel – Hegerberg – Kalte Kuchl – Jochart – Unterberg – Kieneck. Nach Norden wird der Gebirgszug durch die Traisen und Gölsen entwĂ€ssert, nach SĂŒden durch die Schwarza, Piesting und Triesting.

Bei Ebenwald, Gemeinde Kleinzell, befindet sich der nördlichste Berg der Alpen mit einer Höhe ĂŒber 1000 m, der Sengenebenberg (1104 m). Auf der Hohen Wand findet sich mit dem Bromberg (1078 m) auch der östlichste Eintausender der Alpen.

Liste von Gipfeln nach Schartenhöhe

Gliederung

Die Gutensteiner Alpen gliedern sich nach Trimmel (1860, in der AVE 23), als Untergruppe der Niederösterreichischen Kalkalpen (1800), in neun Untergruppen:
Im Norden finden sich von West nach Ost:

  • Reisalpe–Hegerberg (1866) mit Reisalpe (1399 m), Kloster-Hinteralpe (1311 m), Hochstaff (1305 m), Muckenkogel (1248 m) und Hegerberg (1179 m)
  • Unterberg–Jochart (1867) mit Unterberg (1342 m) und Jochart (1266 m)
  • Kieneck–Hocheck (1868) mit Kieneck (1106 m), Almesbrunnberg (1079 m) und Hocheck (1037 m)

SĂŒdlich des Alpenhauptkamms schließen von West nach Ost an:

  • Handlesberg–Haberkogel (1865) mit Handlesberg (1370 m), Streimling (1050 m), Haberkogel (1041 m)
  • DĂŒrre Wand (1862) mit Katharinenschlag (1222 m), Schober (1213 m) und Öhler (1183 m)
  • Hohe Wand (1863) mit Plackles (1132 m)
  • Hohe Mandling–Waxeneck (1869) mit Hohe Mandling (967 m) und Waxeneck (796 m)

Den Übergang ins Wiener Becken bilden:

  • Gösing–Hochberg (1861) mit Hochberg (956 m) und Gösing (898 m)
  • Fischauer Vorberge (1864) mit Kienberg (650 m)

Geologie

Der Großteil der Gutensteiner Alpen besteht aus Kalkgesteinen des ostalpinen Deckenstapels, insbesondere Gutensteiner Kalk und -Dolomit aus der unteren bzw. mittleren Trias. Diese relativ grobkörnigen Gesteine weisen fast immer eine deutliche Bankung und teilweise farbige Schichten auf. Im SĂŒdosten und Nordwesten ist auch Konglomeratgestein aus der Kreidezeit zu finden. Nach Vorkommen in dieser Region erhielt auch der Gutensteiner Dolomit seinen Namen. Er kann fein- und grobkörnig sein und kieselige oder tonige Komponenten enthalten. Das graue bis braune, meist gebankte Sediment entstand in Lagunen der Trias und ist mit dem Buntdolomit verwandt. Seine sehr variablen AusprĂ€gungen sind nach Westen bis ĂŒber das Dachsteingebirge hinaus verbreitet.

Im Kalkgestein sind zahlreiche Höhlen zu finden; von diesen sind die Einhornhöhle bei Dreistetten, die Eisensteinhöhle bei Brunn an der Schneebergbahn und das Lange Loch (Flatzer Tropfsteinhöhle) bei Flatz (Gemeinde Ternitz) allgemein zugÀnglich.

Gemeinden und Landschaft

Mit Ausnahme des Piestingtales (Gemeinden Gutenstein, Pernitz, Markt Piesting) und des Puchberger Beckens sind nur die TÀler am Rand der Gutensteiner Alpen sowie das Flachland am Ostrand dicht besiedelt. Wichtige Orte sind Traisen, Hainfeld und Berndorf im Norden, Wöllersdorf, Neunkirchen und Ternitz im Osten sowie St. Aegyd am Neuwalde und Lilienfeld im Westen.

Der Großteil der Gutensteiner Alpen ist dicht bewaldet und wird forstwirtschaftlich genutzt. In höheren Lagen findet man vor allem Fichten und LĂ€rchen, in tieferen Lagen Buchen und an trockenen Standorten Föhren. Der Bezirk Lilienfeld, zu dem der nordwestliche Teil der Gutensteiner Alpen zĂ€hlt, hat den grĂ¶ĂŸten Anteil an WaldflĂ€che aller Bezirke Österreichs.

Tourismus

Die Gutensteiner Alpen sind ein wichtiges Erholungsgebiet fĂŒr die Bevölkerung der GroßrĂ€ume Wien, Wiener Neustadt und St. Pölten. Vor allem die Hohe Wand im Osten ist durch eine Vielzahl von Wegen, Kletterrouten und einige Klettersteige sowie zahlreiche BerggasthĂ€user und SchutzhĂŒtten erschlossen. Beliebte Ausflugsziele sind auch die MyrafĂ€lle und die Steinwandklamm (zwischen Pernitz und Furth). Im Bereich des Muckenkogels bei Lilienfeld und an den SĂŒdosthĂ€ngen des Unterbergs befinden sich Schigebiete.

Literatur

  • Bernhard Baumgartner: Gutensteiner Alpen und Hohe Wand. Ein Wander- und LandschaftsfĂŒhrer. Verlag Niederösterr. Pressehaus, St. Pölten 1980, ISBN 3-85326-500-6.
  • Kurt Schall: Klettersteige & leichter Fels Österreich Ost. Dunkelsteiner Wald, Gutensteiner Alpen, Hohe Wand, Bucklige Welt, Flatzer Wand, Schneeberg, Raxalpe, NÖ und OÖ Voralpen, Grazer Bergland, Hochschwab, Eisenerzer Alpen, GesĂ€useberge, Triebener Tauern, Salzkammergut, Totes Gebirge, Grimming, Dachsteingruppe. Schall, Wien 1995, ISBN 3-900533-12-1.
  • Alfred Kölbel: Wunderbar wanderbar – die schönsten Wanderungen im Raum von Wien. Wiener Blatt-Edition, Wien 1996, ISBN 3-901761-00-4.
  • Hans Hödl: Wandererlebnis Wiener Hausberge. Gutensteiner Alpen, Schneeberg, Rax, Schneealpe, Semmering. 1. Auflage. NP-Buchverlag, St. Pölten 1999, ISBN 3-85326-109-4.
  • Franz Hauleitner: Ötscher. Mariazell – TĂŒrnitz – Traisentaler Berge. 56 Touren in den TĂŒrnitzer und Mariazeller Bergen mit Wienerwald, Gutensteiner Alpen, MĂŒrzsteger Alpen, Ybbstaler Bergen und Ötscher. 3. Auflage. Rother-WanderfĂŒhrer. Bergverlag Rother, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-7633-4026-2.

Weblinks



Quelle: Wikipedia
 

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AVE (Alpenvereinseinteilung der Ostalpen): 23

Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (1):
Österreich Österreich

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 48.05089024
südlichster Punkt: 47.714844
westlichster Punkt: 15.56951522
östlichster Punkt: 16.252899


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
1147 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
155 km
 
Gutensteiner Alpen: Große Karte mit den Grenzen und Hütten, Gipfeln sowie Touren der Gebirgsgruppe
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