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Karte Karte: Provinz Badachschan

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Region Informationen Provinz: Badachschan

Informationen:


Badachschan (auch Badakhshan, Paschtu/Dari ŰšŰŻŰźŰŽŰ§Ù†) ist eine afghanische Provinz, die sich im Ă€ußersten Nordosten des Landes befindet. Die Provinz hat eine FlĂ€che von 44.836 kmÂČ. Die Provinzhauptstadt ist Faizabad. Badachschan hat etwa 966.800 Einwohner. Im Norden grenzt Badachschan an Tadschikistan (Region Berg-Badachschan), im SĂŒdosten an Pakistan und im Ă€ußersten Osten an die Volksrepublik China. Die Hauptsprache ist Dari.

Geographie

Badachschan liegt zwischen dem Amudarja im Norden, den NordauslĂ€ufern des Hindukusch im SĂŒden und AuslĂ€ufern des Karakorum Gebirges im Osten. Der Amudarja und dessen QuellflĂŒsse bilden gleichzeitig die Grenze zu Tadschikistan. Der sogenannte Wakhan-Korridor, ein schmaler etwa 300 km langer Landstrich, bildet den östlichen Teil der Provinz. Dort befindet sich auch der höchste Berg Afghanistans, der 7485 m hohe Noshaq.

Das Relief von Badachschan zeigt fast durchgĂ€ngig Hochgebirgscharakter. Lediglich die Gebiete im Ă€ußersten Nordwesten entlang des Unterlaufs des Flusses Koktscha und in einem schmalen Streifen am Pjandsch liegen unter 1500 m Höhe.

Ein weiterer bedeutender Fluss ist der Wakhan im östlichsten Teil des gleichnamigen Korridors. Im Norden der Provinz fließt der etwa 100 km lange Fluss Schiwa dem Pjandsch zu.

Im SĂŒden liegt die Grenze der Provinz auf der Wasserscheide zum Einzugsgebiet des Flusses Kabul beziehungsweise im Wakhan-Korridor zum Indus, sodass alle FlĂŒsse in Badachschan zum Einzugsgebiet des Amudarja gehören.

Die grĂ¶ĂŸten Seen in Badachschan sind der Schiwasee zwischen Schiwa und Pjandsch im Nordwesten der Provinz und der Zorkulsee im Wakhan-Korridor, aus dem der Pamir-Fluss entspringt.

Verwaltungsgliederung

Die Provinz Badachschan gliedert sich in Distrikte. Die Zahl der Distrikte wurde 2005 durch Teilung auf 29 Verwaltungseinheiten erhöht.

Die Distrikte sind:

Klima

Das Klima ist ĂŒberwiegend ein Hochgebirgsklima.

Geschichte

Im Altertum gehörte Badachschan zum hellenistischen Königreich Baktrien. Der heutige Name taucht erstmals in chinesischen Schriften des 7. und 8. Jahrhunderts auf. Im 15. Jahrhundert regierten die Timuriden, bis 1584 die Usbeken Badachschan eroberten. Die Ära der usbekischen Mire (siehe auch Emir) endete 1822 als Badachschan von Morad Beg aus Kunduz eingenommen wurde. Im Jahr 1859 wurde die Provinz gegenĂŒber Kabul tributpflichtig und 1881 dem afghanischen Reich eingegliedert. Die Grenzen wurden im anglo-russischen Abkommen von 1873 und 1895 festgelegt. Seitdem trennt der Panj (Fluss, Arm des Amu Darja) den afghanischen vom tadschikischen Teil Badachschans. Im Jahr 1979 wurden die StĂ€dte Faizabad und Eshkashem durch die Sowjetarmee eingenommen, die ab 1980 eine Garnison in Faizabad unterhielt. Nach der Übernahme der Regierung durch die Taliban gehörte Badachschan zur Nordallianz und Faizabad war von 1996 bis 2001 Sitz der Regierung von Burhānuddin Rabbāni. Mehrere Versuche der Taliban, Badachschan zu erobern, wehrte die Nordallianz ab.

Mythologie

Badachschan fand auch Eingang in das iranische Nationalepos Schahname von Firdausi. So findet sich in der ErzÀhlung von Rostam und Sohrab die Zeile:

La'l-e Badaឫƥān, Rubine aus Badachschan, sind in der klassischen persischen Literatur sprichwörtlich fĂŒr Rubine bester QualitĂ€t, und ĂŒbertragen fĂŒr alles Tiefrote und Kostbare, besonders fĂŒr Lippen und Herzen.

Ethnien und Religionen

Die Mehrzahl der Bevölkerung setzt sich aus Tadschiken zusammen. Daneben gibt es noch Minderheiten von Paschtunen, Turkmenen und Kirgisen sowie russische Konvertiten aus der Zeit der sowjetischen Intervention und Besatzung.

Die Hauptreligion ist der Islam, wobei sich die GlĂ€ubigen in Sunniten (Mehrheit) und Schiiten, darunter Ismailiten, teilen. Über die Zahl der Christen und Parsen (AnhĂ€nger der Lehre Zarathustras) ist wenig bekannt.

Wirtschaft

Landwirtschaft

Landnutzung

Die Landwirtschaft wird durch den Gebirgscharakter der Provinz bestimmt. Es sind rund 200.000 ha fĂŒr den Feldbau in Nutzung. Davon sind 33.000 ha bewĂ€ssert, was fĂŒr afghanische VerhĂ€ltnisse ein geringer Anteil ist. ZusĂ€tzlich gibt es Wiesen bzw. Weideland; die SchĂ€tzungen ĂŒber deren Umfang variiert stark, von 120.000 ha bis 280.000 ha, der Übergang zum Ödland ist fließend. Wald bedeckt rund 100.000 ha. Zusammen sind also nur rund 10 Prozent der FlĂ€che Badachschans landwirtschaftlich genutzt. Ein durchschnittlicher Bauernhof in Badachschan verfĂŒgt ĂŒber ein bis zwei Hektar bebaubares Land. Da das Klima aufgrund der Höhe relativ kalt ist, kann in vielen Gebieten nur eine Ernte pro Jahr erzielt werden. Positiv wirkt sich hingegen die Niederschlagsmenge von 300 bis 800 mm pro Jahr aus, die die höchste in Afghanistan ist und den Anbau ohne BewĂ€sserung ermöglicht.

Der grĂ¶ĂŸte Teil der AckerbauflĂ€chen findet sich an der Westgrenze Badachschans in einem etwa halbkreisförmigen Gebiet, das sich von Keschim im SĂŒden ĂŒber Feyzabad bis in die Gegend der Stadt Murch im Norden erstreckt. Weiter östlich sind fast nur die TĂ€ler fĂŒr den Ackerbau geeignet.

Produkte

Die mit Abstand wichtigste Feldfrucht ist Weizen. Reis und Gerste werden in geringerem Umfang angebaut, der Reis vor allem in der Gegend um Keschim.

Die ErtrĂ€ge lagen in den 80er und 90er Jahre bei rund 1,5 Tonnen pro Hektar fĂŒr bewĂ€sserten Weizen und rund 600 kg (schwankend) pro Hektar fĂŒr unbewĂ€sserten Weizen. In den letzten Jahren konnte durch hochwertiges Saatgut und DĂŒnger der Ertrag gesteigert werden. Das Getreide wird in zahlreichen kleinen (Wasser-)MĂŒhlen verarbeitet, deren typische maximale KapazitĂ€t bei 2 Tonnen pro Tag liegt.

Die Landwirtschaft in Badachschan ist weitgehend unmechanisiert. Es werden Tiere gehalten wie Rinder (Ochsen), Esel und auch Pferde, die als Zugtiere genutzt werden können. In grĂ¶ĂŸerer Zahl sind Ziegen und Schafe vorhanden.

Im Tal von Baharak finden sich Obstbaumpflanzungen.

Neben der legalen Landwirtschaft ist der Anbau von Schlafmohn zur Gewinnung von Opium eine Haupteinnahmequelle. Badachschan hat sich bis zum Jahre 2003 zum Hauptopiumproduzenten Afghanistans entwickelt. Der Anteil an der Gesamtproduktion des Landes wird von den Vereinten Nationen mit 57 % angegeben (Stand 2004).

In den 90er Jahren waren in Badachschan noch rund 2000 ha mit Schlafmohn bebaut worden. Bis zum Jahr 2004 stieg diese FlĂ€che auf ca. 15000 ha. In den beiden Folgejahren lag sie dann bei rund 8000 ha und 12000 ha. Im Jahr 2007 fiel die FlĂ€che auf rund 4000 ha. Im Jahr 2008 fiel die Opiumproduktion so weit, dass Badachschan fĂŒr Opium-frei erklĂ€rt wurde. Das gewonnene Opium wird traditionell auch von den Einheimischen konsumiert, die Zahl der DrogenabhĂ€ngigen in Afghanistan wird auf rund eine Million geschĂ€tzt.

Gewerbe

Der Ausbildungsstand in Badachschan ist gering, auch im Vergleich mit anderen afghanischen Provinzen. In den Dörfern betreiben viele Menschen einen Nebenerwerb mit handwerklichen TĂ€tigkeiten wie Schneidern, Spinnen, Teppiche knĂŒpfen. DarĂŒber hinaus existieren in den StĂ€dten zwar Handwerksbetriebe, es gibt jedoch keine grĂ¶ĂŸere Industrie. Zu den Betrieben gehören auch AutowerkstĂ€tten. Um die Ausbildung von Automechanikern zu fördern, wurde 2008 von Deutschland eine Berufsschule fĂŒr Automechaniker in Feyzabad mit 70 AusbildungsplĂ€tzen gegrĂŒndet. Von amerikanischer Seite wurde 2007 und 2008 eine Handwerks- und Landwirtschaftsmesse in Feyzabad organisiert, die rund 15.000 Besucher anzog.

Bergbau

Die Provinz ist eines der Hauptabbaugebiete von Lapislazuli, der hier seit ca. 4000 Jahren abgebaut wird. Weitere BodenschĂ€tze sind Rubin, Smaragd, Amethyst, Gold und Schwefel. Allerdings wurden die Mineralien bisher nicht weiterverarbeitet, sodass nur ein geringer Teil der Wertschöpfung vor Ort verblieb. Inzwischen laufen AusbildungsgĂ€nge fĂŒr das Schneiden und Schleifen der Steine.

Infrastruktur

Badachschan ist eine der Àrmsten Provinzen Afghanistans. Die gesamte Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, Bildung und medizinische Versorgung ist schwach ausgebildet. Der weitere Ausbau ist auch durch die Lage im Gebirge und Hochgebirge erschwert.

Energieversorgung

In der Vergangenheit war die Stromversorgung in Badachschan Ă€ußerst gering. So hatte nur ein Prozent der Haushalte Zugang zu elektrischem Strom, zur Beleuchtung wurden in 98 % der FĂ€lle Öllampen verwendet. Die Zahl der Strombezieher (Haushalte/Kommerzielle/Öffentliche) wurde im Jahr 2006 mit rund 3000 angegeben. Mittlerweile sind durch die GTZ drei Kleinwasserkraftwerke errichtet worden. Sie liegen bei Chata, Sangab und Jurm und leisten ca. 100 kW bis zu 450 kW. Dadurch werden rund 5000 Strombezieher (entsprechend ca. 30000 Personen) versorgt. Der Bau von zwei weiteren Kraftwerken mit 4,2 MW bei Faizabad und 2,4 MW bei Keschim ist bis 2011 durch die KfW geplant. Dadurch könnten 25 % der Bevölkerung einen Stromanschluss erhalten.

Zum Heizen und Kochen werden praktisch keine fossilen Brennstoffe verwendet. Bevorzugte Brennmaterialien sind Dung, GebĂŒsch und (Baum-)Holz.

Straßen

Die wichtigste Straße, der sog. Highway 302, fĂŒhrt von Kunduz entlang des Kowcheh ĂŒber Taloqan und Keshim nach Faizabad. Sie stellt die Hauptanbindung zum Rest Afghanistans dar. Der höchste Punkt zwischen Kunduz und Faizabad ist der Chenar-e-Gonjeshkan-Pass (1600 m) hinter Taloqan. Die Straße war bis 2009 nicht asphaltiert und zum Teil in sehr schlechtem Zustand. Vor allem im Winter konnte sie witterungsbedingt tagelang unpassierbar sein. Lastwagen benötigten fĂŒr die Strecke Kunduz – Faizabad (250 km) mindestens 10 Stunden. Mit kleineren Fahrzeugen lag die Fahrzeit bei ca. 8 Stunden.

Der Abschnitt Kunduz-Taloqan wurde mittlerweile (2009) modernisiert und ausgebaut. Der Abschnitt Taloqan-Keshim (68 km) befindet sich im Bau, ebenso der Abschnitt Keshim-Faizabad(103 km). Mit dem Asphaltieren des Abschnitts Keshim-Faizabad wurde im Mai 2009 begonnen. Diese Hauptstraße ĂŒberquert bei Faizabad den Kowcheh und verlĂ€uft weiter ĂŒber Baharak in den Wakhan-Korridor. Badachschan ist ĂŒber diese Straße auch an Tadschikistan angebunden. Beim Grenzort Ishkashim ĂŒberquert ein Anschluss der Straße den Grenzfluss Pjandsch und fĂŒhrt weiter nach Chorugh und den Pamir Highway. Eine Straßenanbindung nach Pakistan oder China besteht hingegen nicht (Stand 2005).

Die Anbindung kleinerer, in den Bergen gelegener Ortschaften ist vielerorts nicht gegeben. Hier findet der Warentransport mit Eseln oder zu Fuß statt.

Bei den Straßen handelt es sich fast durchweg um Schotter- oder Sandpisten, auch innerhalb der StĂ€dte. (Stand 2006)

Flugverkehr

In Faizabad besteht ein ehemaliger russischer MilitĂ€rflugplatz, welcher Feyzabad International Airport heißt und von der afghanischen Fluglinie Ariana mit zweimotorigen Turboprop Maschinen vom Typ Antonov An-24 (russischer Flugzeugtyp) angeflogen wird. Der Flugplatz wird weiterhin von den Vereinten Nationen, Hilfsorganisationen und dem MilitĂ€r genutzt. Die Vereinten Nationen planen (seit 2004) den Neubau mit einer Betonlandebahn. Der Flugbetrieb erfolgt nach den Regeln des Sichtfluges, da weder eine Befeuerung (Beleuchtung) noch Funkfeuer existieren.

Die Landebahn besteht aus ineinandergesteckten Sandblechen, welche im Norden und im SĂŒden durch Hesco Stellungen gesĂ€umt sind. Inzwischen existiert ein provisorischer Tower, welcher aber nur von den örtlichen ISAF Truppen benutzt wird. Ebenso verfĂŒgt der Flughafen ĂŒber einen geschĂŒtzten Bereich, in dem man relativ gefahrlos auf Flugzeuge warten kann. Der Flughafen befindet sich nur unweit westlich des Camp Feyzabad.

Gesundheitswesen

Die sanitĂ€re Situation ist durch das Fehlen von HauswasseranschlĂŒssen und Kanalisation gekennzeichnet. Die Wasserversorgung erfolgt ĂŒber öffentliche WasserhĂ€hne bzw. Pumpen ĂŒber abgedeckten Brunnen, zum Teil auch aus offenen Quellen und WasserlĂ€ufen. FĂŒr die Entsorgung stehen in den Orten kommunale Latrinen zur VerfĂŒgung, fĂŒr einen erheblichen Teil der Haushalte mĂŒssen aber offene Gruben reichen.

In der Provinzhauptstadt Faizabad existiert ein Klinikkomplex. Dieser unterteilt sich in ein allgemeines Krankenhaus, eine Klinik fĂŒr GynĂ€kologie und Geburtshilfe sowie ein Malaria- und Leishmaniosezentrum. Daneben existiert eine Krankenpflegeschule. Beide Kliniken verfĂŒgen ĂŒber jeweils zwei OperationssĂ€le. Im Krankenhaus arbeiten FachĂ€rzte fĂŒr Chirurgie, Innere Medizin, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Augenheilkunde, GynĂ€kologie- und Geburtshilfe sowie AnĂ€sthesie. In der Klinik fĂŒr GynĂ€kologie und Geburtshilfe sind Ärztinnen tĂ€tig und sie wird von einer Ärztin geleitet. Die Behandlung ist fĂŒr Patienten kostenfrei. Medikamente und Verbandstoffe mĂŒssen allerdings selbst gekauft werden.

Der Direktor des Komplexes ist gleichzeitig fĂŒr das gesamte Gesundheitswesen Badachschans zustĂ€ndig. Neben ihm gibt es noch einen Facharzt fĂŒr Innere Medizin, der als Spezialist fĂŒr Infektionskrankheiten (insbesondere Tuberkulose) die gesamte Provinz betreut.

Der Zustand der Kliniken ist desolat. Es gibt keine geregelte Strom- und Wasserversorgung. Geheizt wird mit Holzöfen, fĂŒr die die Patienten das Holz selbst mitbringen mĂŒssen. Die technische Ausstattung ist ebenfalls dĂŒrftig, wenngleich zahlreiche HilfsgĂŒter in der Klinik lagern, aber aufgrund des oben genannten nicht eingesetzt werden können.

In Faizabad gibt es einige kleine Apotheken sowie Arztpraxen der im Krankenhaus tĂ€tigen Ärzte. Geröntgt wird auf dem Basar.

Seit Anfang 2006 gibt es auch in einer anderen großen Stadt, Jorm, ein Krankenhaus, welches durch Hilfe der ISAF gebaut wurde. Jedoch herrscht auch hier ein akuter Mangel sowohl an Medikamenten als auch an technischer AusrĂŒstung. Spenden der Hilfsorganisationen verschwinden hier sehr leicht und tauchen spĂ€ter auf dem Bazar wieder zu ĂŒberteuerten Preisen auf. In der restlichen Provinz gibt es einige kleinere Ambulanzen zur Basisversorgung. Im Gegensatz zu den Kliniken ist hier kein stĂ€ndiger Arzt angestellt. Mehrere Hilfsorganisationen sind am Aufbau und der Verbesserung des Gesundheitswesens beteiligt.

(Stand 2005)

Naturkatastrophen

LawinenabgÀnge

In der Bergregion kommt es regelmĂ€ĂŸig zu LawinenabgĂ€ngen. 2012 sind bei zwei AbgĂ€ngen rund 100 Menschen ums Leben gekommen.

Bergrutsch 2014

Nach starken RegenfĂ€llen kam es am 2. Mai 2014 zu zwei aufeinanderfolgenden Bergrutschen im Distrikt Argo (WGS84-Koordinaten: 37° 0â€Č 54″ N, 70° 21â€Č 48″ O). Nach einer initialen Schlammlawine verschĂŒttete eine zweite eine Hochzeitsgesellschaft mit 250 Personen, Bewohner bei AufrĂ€umarbeiten und mit 300 HĂ€usern den ĂŒberwiegenden Teil des Dorfes Hargu. Andere Angaben nennen die Siedlung Ab-e-Barik (Aab Barik). Es wird mit möglicherweise ĂŒber 2100 Toten gerechnet. In der entlegenen Provinz fehlen Schaufeln und Bagger.

International wurde Hilfe angeboten.

Am 19. November 2014 wurde die Opferzahl sogar fĂŒr Afghanistan deutlich nach unten revidiert: „Die Zahl der toten Dorfbewohner, die wir registriert haben, liegt bei etwa 100“, sagte der Sprecher des Ministeriums fĂŒr lĂ€ndliche Entwicklung, Dschamil Danach. Man war von der Gesamtanzahl der Bewohner des von der Schlammlawine verschĂŒtteten Dorfes ausgegangen. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die meisten nicht zuhause waren.

Literatur

  • Ludwig W. Adamec (Hrsg.): Badakhshan Province and Northeastern Afghanistan, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, Graz 1972
  • Jan-Heeren Grevemeyer: Herrschaft, Raub und Gegenseitigkeit: Die politische Geschichte Badakhshans 1500–1883, Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1982
  • Wolfgang Holzwarth: Segmentation und Staatsbildung in Afghanistan: Traditionale sozio-politische Organisation in Badakhshan, Wakhan und Sheghnan In: Berliner Institut fĂŒr vergleichende Sozialforschung [Red.: Kurt Greussing u. Jan-Heeren Grevemeyer] (Hrsg.): Revolution in Iran und Afghanistan – mardom nameh – Jahrbuch zur Geschichte und Gesellschaft des Mittleren Orients Syndikat, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-8108-0147-X.

Weblinks

  • BADAᾮƠĀN. In: Ehsan Yarshater (Hrsg.): EncyclopĂŠdia Iranica. (englisch, iranicaonline.org – inkl. Literaturangaben). 

Einzelnachweise


 

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auch: Badakhshan, BadahĆĄan

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Provinz

Fläche ca.: 43678.50 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 38.4833
südlichster Punkt: 35.4709
westlichster Punkt: 69.9006
östlichster Punkt: 74.8794

 
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