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Karte Karte: Fylke Telemark

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Gebirge in Telemark: 2
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Region Informationen Fylke: Telemark

Informationen:


Telemark ist eine Landschaft und ehemalige Provinz (Fylke) in Norwegen, die weiter einen Wahlkreis bildet. Sie hat eine GesamtflĂ€che von 15.296 kmÂČ (davon eine LandflĂ€che von 13.846 kmÂČ). Geografisch, topografisch, kulturell und sprachlich ist Telemark vielfĂ€ltig und bildet einen Übergang zwischen Ostnorwegen, SĂŒdnorwegen und Westnorwegen; Telemark gilt als „ein StĂŒck Norwegen in Miniatur“. Telemark war vom Mittelalter bis 2020 unter verschiedenen Namen eine eigenstĂ€ndige Provinz und wurde dann Teil von Vestfold og Telemark.

Geografie

Telemark liegt im SĂŒdwesten des Landesteil Østlandet. Sie erstreckt sich vom Skagerrak bis zur Hardangervidda, der grĂ¶ĂŸten Hochebene Europas. Die KĂŒste am Skagerrak war etwa 39 Kilometer lang. Telemark grenzt an die Landschaft und ehemalige Provinz Buskerud im Nordosten, Vestfold im SĂŒdosten, Aust-Agder im SĂŒden sowie Rogaland und Hordaland im Nordwesten.

Da sich in Telemark sowohl Gebirge wie auch ein KĂŒstenstreifen finden ließen, wird Telemark auch als „ein StĂŒck Norwegen in Miniatur“ bezeichnet.

In Telemark lagen acht StÀdte: Brevik, KragerÞ, Langesund, Notodden, Porsgrunn, Rjukan, Skien und Stathelle in der Kommune Bamble. Skien, Porsgrunn und Bamble sowie die StÀdte Brevik, Langesund und Stathelle bildeten gemeinsam jeweils einen Tettsted.

Durch die Telemark verlief der Telemarkkanal, der die Orte Skien und Dalen verband.

Geschichte

Das nachmalige Telemark war im Mittelalter eine geografische Einheit unter dem Namen Skienssysla, die spĂ€ter als Bratsberg (Ă€ltere Schreibweise Bradsberg) und Telemark fortgefĂŒhrt wurde. Der Name Telemark stammt aus vom altnordischen ÞilamÇ«rk oder ÞelamÇ«rk (Þ = englisches th) und bezieht sich auf die Þilir, die Volksgruppe, die wĂ€hrend der Völkerwanderung und der Wikingerzeit in Øvre Telemark lebte. Ab dem SpĂ€tmittelalter wurde der Name Telemark als Landschaftsname und als Name fĂŒr verschiedene administrative und kirchliche Einheiten, die (fast) ganz Bratsberg umfassten, verwendet, gelegentlich jedoch mit Ausnahme der Region Bamble (Vestmar). Telemark Vogtei umfasste z. B. ab 1693 ganz Bratsberg. Bratsberg amt wurde 1919 in Telemark fylke umbenannt. Damals war Telemark in die Vogteien Bamble, Nedre Telemarken und Øvre Telemarken eingeteilt. Bratsberg war ursprĂŒnglich der Name eines Gehöfts außerhalb von Skien, das als Sitz des Amtmannes diente.

Um 1900 hatte Telemark etwa 99.000 Einwohner. Mit der Industrialisierung stieg die Bevölkerungszahl stark an, so dass im Jahr 1920 bereits 125.250 Menschen dort lebten. Seit Ende dieser Zeit ist das Bevölkerungswachstum in der Provinz geringer als im Rest Norwegens.

Das Wappen wurde 1970 geschaffen. Es zeigt eine schwarze Axt auf gelbem Hintergrund. Es soll Schutz und WĂŒrde darstellen.

Zum 1. Januar 2020 wurde Telemark mit Vestfold (ohne die Gemeinde Svelvik) zum neuen Fylke Vestfold og Telemark zwangsvereinigt. Das Regionalparlament von Telemark stimmte gegen den Zusammenschluss. Grundlage fĂŒr das Zusammengehen war ein Beschluss des Storting vom 8. Juni 2017, der im Zuge einer Regionalreform eine Reduzierung auf elf Fylke vorsah. Bereits ab dem 1. Januar 2019 gab es nur noch einen gemeinsamen Fylkesmann fĂŒr die beiden Provinzen, nĂ€mlich Per Arne Olsen.

Politik

2015 wurde das letzte Mal ein Parlament fĂŒr das Fylke Telemark gewĂ€hlt. Bei den Wahlen 2019 wurde bereits ein Parlament fĂŒr die neue Provinz, also gemeinsam mit Vestfold, gewĂ€hlt.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft konzentriert sich hauptsĂ€chlich auf einen Streifen von Brevik nach Porsgrunn und Skien hin zur Nordsee, wo etwa ein Drittel der AnbauflĂ€che des Landschafts liegt. Andere Gebiete liegen zu hoch, um fĂŒr eine landwirtschaftliche Nutzung geeignet zu sein. An der KĂŒste entlang der Nordsee wurde Fischerei betrieben, wobei vor allem Lachs gefangen wurde. Insgesamt war der Fischfang jedoch keine wichtige Einnahmequelle in der Telemark.

Grenland wurde von den Kommunen Porsgrunn und Skien gebildet und ist ein wirtschaftlich bedeutsames Ballungsgebiet. Unter anderem Norsk Hydro und Yara International hatten hier Niederlassungen.

Tourismus

In Telemark befindet sich der grĂ¶ĂŸten Aquapark Norwegens, BĂž Sommarland. KĂŒnstliche Wellen und Norwegens lĂ€ngste Rutsche waren Attraktionspunkte fĂŒr Touristen und Einheimische.

Kultur

Telemark ist kulturell sehr vielfĂ€ltig und bildet kulturell wie sprachlich einen Übergang zwischen Ostnorwegen, SĂŒdnorwegen und Westnorwegen. Die Sprache variiert zwischen einem standardnahen Ostnorwegisch vor allem in den KĂŒstengebieten und sehr traditionellen Dialekten in Øvre Telemark, die konservativen Varianten des Nynorsk nahestehen.

In Øvre Telemark gibt es traditionell keine StĂ€dte; die Region ist traditionell von einer relativ egalitĂ€ren Bauerngesellschaft geprĂ€gt, deren kulturellen Wurzeln bis in die Wikingerzeit zurĂŒckreichen. Es behielt Elemente der altnordischen Kultur und Sprache in viel grĂ¶ĂŸerem Maße bei als andere Regionen in Norwegen und galt historisch als die gewalttĂ€tigste Gesellschaft in Norwegen. Es ist die Region, die sich sowohl der Christianisierung als auch der spĂ€teren Reformation in Norwegen am meisten widersetzte. Die Telen waren ein sehr streitbares und selbstbewusstes Volk; im Mittelalter weigerten sie sich, Steuern zu zahlen, und lehnten sich oft gegen die Zentralmacht auf. Ein grĂ¶ĂŸerer Anteil der Bauern besitzt ihre eigenen Höfe als anderswo in Norwegen. Die Gesellschaft und Kultur in Øvre Telemark waren daher egalitĂ€rer und vom dĂ€nischen Zeitalter weniger beeinflusst und „unberĂŒhrt“ als anderswo in Ostnorwegen. Øvre Telemark ist fĂŒr ihre konservativen Dialekte und ihre Traditionen in den Bereichen Volksmusik, Kleidung, Kunsthandwerk, Essen, Architektur und Skifahren bekannt. Es hat mehr KulturdenkmĂ€ler aus dem Mittelalter als jeder andere Teil Norwegens. Draumkvedet wurde in Øvre Telemark mĂŒndlich ĂŒberliefert, hauptsĂ€chlich in Kviteseid und LĂ„rdal. Øvre Telemark nimmt eine wichtige Position in der norwegischen Nationalromantik ein. Ab dem 19. Jahrhundert interessierten sich Volkskundler und KĂŒnstler fĂŒr die bĂ€uerliche Kultur von Telemark und die Sagen, MĂ€rchen und Musik Telemarks.

Grenland und Vestmar, die flacheren KĂŒstengebiete, sind traditionell durch ihre reichen StĂ€dte geprĂ€gt, die auf Seefahrt und Handel mit den Niederlanden, Norddeutschland, den britischen Inseln und DĂ€nemark beruhen. Mit seinen EisenhĂŒtten und SĂ€gewerken war Grenland seit dem 16. Jahrhundert auch Norwegens wichtigste Industrieregion. Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert war Skien eine der grĂ¶ĂŸten und reichsten StĂ€dte in Norwegen. Die Stadt- und Kontinentalkultur ist auch durch den engeren Kontakt mit DĂ€nemark beeinflusst. Grenland war seit dem spĂ€ten frĂŒhen Neuzeit eine ausgeprĂ€gte Klassengesellschaft. Sprachlich dominiert Standard-Ostnorwegisch.

Telemark war die Heimat von Sondre Norheim, der neben den Begriffen Ski und Slalom auch die Technik des Telemarkens prÀgte. Der weltbekannte Dramatiker Henrik Ibsen stammt aus Skien, der Hauptstadt Telemarks.

Telemark spielte auch eine wichtige Rolle in der Geschichte und Literatur der norwegischen Sprachvariante Nynorsk. Bedeutende Autoren und Autorinnen wie Aasmund Olavsson Vinje, Tarjei Vesaas und Aslaug Vaa stammten aus diesem Gebiet. 1901 wurde vom norwegischen Kirchen- und Schulministerium eine neue Rechtschreibung des Nynorsk zugelassen, die im Wesentlichen auf den westtelemarkischen Dialekten beruhte (sogenanntes Midlandsnormal). Sie konnte sich trotz UnterstĂŒtzung durch Autoren wie Arne Garborg nicht gegen die bisherige, westnorwegisch basierte Rechtschreibung durchsetzen.

Persönlichkeiten

  • Myllarguten (1801 in Sauherad – 1872), Komponist und Virtuose auf der Hardangerfiedel
  • Aasmund Olavsson Vinje (1818 in Vinje – 1870), Schriftsteller
  • Sondre Norheim (1825 in Morgedal, Kviteseid – 1897), Pionier des modernen Skilaufs
  • August Cappelen (1827 in Skien – 1852), KĂŒnstler
  • Henrik Ibsen (1828 in Skien – 1906), Schriftsteller
  • Theodor Kittelsen (1857 in KragerĂž – 1914), KĂŒnstler
  • Vidkun Quisling (1887 in Fyresdal – 1945), faschistischer Politiker
  • Aslaug Vaa (1889 in Rauland, Vinje – 1965), Schriftstellerin
  • Tarjei Vesaas (1897 in Vinje – 1970), Schriftsteller
  • Anne Grimdalen (1899 in SkafsĂ„, Tokke – 1961), Bildhauerin
  • Eivind Groven (1901 in LĂ„rdal, Tokke – 1977), Komponist
  • Klaus Egge (1906 in Gransherad, Notodden – 1979), Komponist
  • Hans HerbjĂžrnsrud (* 1938 in Heddal, Notodden), Schriftsteller
  • Tor Åge BringsvĂŠrd (* 1939 in Skien), Schriftsteller
  • Gisle Kverndokk (* 1967 in Skien), Komponist

Verwaltungsgliederung

Telemark war in 5 Regionen und 18 Gemeinden gegliedert. Mit dem Übergang in die neue Provinz Vestfold og Telemark wurden am 1. Januar 2020 die Kommunen Bþ und Sauherad zur Kommune Midt-Telemark zusammengelegt.

Weblinks

  • Fremdenverkehrsamt Norwegen
  • Eintrag auf snl.no im Store norske leksikon (norwegisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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auch: Telemark fylke, Bratsberg, Þelamörk
Wappen/Flagge: Telemark

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Fylke

Fläche ca.: 15202.80 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 60.1882718
südlichster Punkt: 58.767385
westlichster Punkt: 7.0962874
östlichster Punkt: 9.895088

 
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