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Karte Karte: Woiwodschaft Westpommern

Lage Lage, Gebirge

Gebirge in Westpommern: 4
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Region Informationen Woiwodschaft: Westpommern

Informationen:


Die Woiwodschaft Westpommern (polnisch wojew√≥dztwo zachodniopomorskie) ist eine der 16 Woiwodschaften der Republik Polen. Sie liegt im nordwestlichen Teil des Landes und umfasst den gesamten westlichen Teil des historischen Hinterpommerns sowie (im √§u√üersten Westen) einen kleinen Teil des historischen Vorpommerns und (im S√ľdwesten) einen ebenfalls kleinen Teil der ehemaligen Neumark. Die Hauptstadt der Woiwodschaft ist Szczecin (Stettin).

Geschichte

Die Woiwodschaft Westpommern entstand 1999 im Zuge der polnischen Verwaltungsreform aus der Vereinigung der Woiwodschaften Szczecin und Koszalin (K√∂slin) sowie aus Teilen der Woiwodschaften Gorz√≥w Wielkopolski (Landsberg an der Warthe), PiŇāa (Schneidem√ľhl) und SŇāupsk (Stolp).

Wappen

Beschreibung: In Silber ein goldbewehrter roter Greif.

Verwaltungsgliederung

Die Woiwodschaft Westpommern ist in 18 Landkreise und drei kreisfreie Städte unterteilt. Dabei bildet die Stadt Koszalin zwar unter ihrem Namen ebenfalls einen Landkreis, der das unmittelbare Umland umfasst, gehört ihm aber selbst nicht an.

Kreisfreie Städte

  • Szczecin (Stettin) 398.255; 301¬†km¬≤
  • ŇöwinoujŇõcie (Swinem√ľnde) 40.948; 197¬†km¬≤
  • Koszalin (K√∂slin) 106.235; 83¬†km¬≤

Landkreise

(Einwohner und Fläche am 31. Dezember 2020)

Geographie

Bei Osinów Dolny befindet sich der westlichste Punkt der Republik Polen.

Landschaft

Die recht d√ľnn besiedelte Landschaft ist einerseits gepr√§gt von der Lage an der Ostsee, andererseits von eiszeitlich geformten Mor√§nen, zahlreichen Seen und dichten Nadelw√§ldern. Es gibt mehrere gro√üe geschlossene Waldgebiete, wie zum Beispiel die Ueckerm√ľnder Heide (Puszcza WkrzaŇĄska) oder die Puszcza Goleniowska und die Puszcza Drawska. Insgesamt sind rund 37 Prozent der Fl√§che von W√§ldern bedeckt.

Der Norden der Woiwodschaft Westpommern ist durch das Stettiner K√ľstenland (PobrzeŇľe SzczeciŇĄskie) sowie durch das K√∂sliner K√ľstenland (PobrzeŇľe KoszaliŇĄskie) gepr√§gt. Das Untere Odertal (Dolina Dolnej Odry) bildet teilweise die Westgrenze zu Deutschland. Zentrale und √∂stliche Regionen der Woiwodschaft sind Teile der Pommerschen Seenplatte (Pojezierze Zachodniopomorskie), w√§hrend der S√ľdosten bereits zur S√ľdpommerschen Seenplatte (Pojezierze PoŇāudniowopomorskie) z√§hlt.

Gewässer

Die Woiwodschaft hat Anteile am zweitgr√∂√üten Haff der Ostsee, dem Stettiner Haff (Zalew SzczeciŇĄski). Die Grenze zwischen Polen und Deutschland verl√§uft durch das Stettiner Haff, wobei sich der gr√∂√üere Teil von rund 410 km¬≤ auf polnischem Territorium befindet.

Westpommern ist außerdem eine sehr seenreiche Region, in der sich nicht nur einige der größten Seen Polens befinden, sondern mit dem rund 80 Meter tiefen Drawsko auch der zweittiefste des Landes. Die größten Seen der Region sind:

Die gr√∂√üten Fl√ľsse in Westpommern sind:

Klima

Das Klima Westpommerns ist gem√§√üigt und zeichnet sich durch eine gro√üe Bandbreite und Wechselhaftigkeit aus, welche sich durch die √úberschneidung des Meeres- und Kontinentalklima ergibt. Besonders im Norden und Nordwesten herrscht typisches Seeklima mit erh√∂hter Luftfeuchtigkeit vor, w√§hrend mit zunehmender Entfernung von der Ostsee das Klima kontinentaler wird. Die Niederschl√§ge betragen im Mittel zwischen 550 und 700 mm. Die Winter in der Region sind durchschnittlich die mildesten in ganz Polen und die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 9,3 ¬įC. Dadurch ist auch die Vegetationsperiode mit 205 bis √ľber 220 Tagen relativ lang.

Naturschutzgebiete

  • Nationalpark Drawa (DrawieŇĄski Park Narodowy)
  • Nationalpark Wolin (WoliŇĄski Park Narodowy)
  • Internationalpark Unteres Odertal und Landschaftsschutzpark Unteres Odertal (Park Krajobrazowy Dolina Dolnej Odry)
  • Landschaftsschutzgebiet Berlinchen-Landsberg (Barlinecko-Gorzowski Park Krajobrazowy)
  • Stettiner Landschaftsschutzpark Buchheide (SzczeciŇĄski Park Krajobrazowy ‚ÄěPuszcza Bukowa‚Äú)

Nachbarwoiwodschaften bzw. -bundesländer

Bevölkerung

Am 31. Dezember 2019 waren 1.696.193 Einwohner in der Woiwodschaft Westpommern gemeldet, davon sind 824.522 Männer (48,61 %) und 871.671 Frauen (51,39 %).

Die Einwohner Westpommerns sind √ľberwiegend polnischer Nationalit√§t. Sie bzw. ihre Vorfahren wurden nach der Vertreibung der deutschen Pommern aus Zentralpolen und aus der Gegend um Vilnius (poln. Wilno), Hrodna (poln. Grodno) und Lemberg (poln. Lw√≥w) angesiedelt. Daneben wohnen hier Ukrainer, die bzw. deren Vorfahren im Rahmen der Aktion Weichsel hierher umgesiedelt wurden.

Bevölkerungsentwicklung

Westpommern verzeichnet in den letzten Jahren eine leicht r√ľckl√§ufige Bev√∂lkerungsentwicklung.

Lebenserwartung

Im Jahr 2019 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung in der Woiwodschaft Westpommern bei Männern 74,3 Jahre und bei Frauen 81,2 Jahre.

Größte Städte

In Westpommern befinden sich 66 Städte, in denen rund 68 Prozent der Bevölkerung leben. Die flächen- und bevölkerungsmäßig größte Stadt ist mit rund 400.000 Einwohnern die Hauptstadt Szczecin, die kleinsten Städte sind bevölkerungsmäßig Nowe Warpno und flächenmäßig Cedynia (300-mal kleiner als Stettin).

Wirtschaft

Auf dem Gebiet der Woiwodschaft befindet sich mit Szczecin (Port Szczecin) und ŇöwinoujŇõcie (Port morski ŇöwinoujŇõcie) der wichtigste Hafenverbund Polens. In Szczecin haben au√üerdem Reedereien wie PŇĽM und Euroafrica ihren Hauptsitz. Von hoher wirtschaftlicher Bedeutung ist der Dienstleistungssektor, insbesondere im Bereich Tourismus und Gastronomie, aber auch im Einzelhandel oder im IT-Sektor.

Daneben gibt es einige Industriestandorte in der Region, wie beispielsweise das Fl√ľssiggasterminal ŇöwinoujŇõcie, die Chemiewerke ZakŇāady Chemiczne Police oder das Kraftwerk Unteroder bei Gryfino. In Westpommern existieren zudem mehrere Sonderwirtschaftszonen und gro√üe Gewerbegebiete, wie zum Beispiel in Goleni√≥w, Koszalin, Stargard oder WaŇācz.

In der Vergangenheit war auch der Schiffbau ein sehr bedeutender Wirtschaftszweig, so zum Beispiel in der Stettiner Werft (Stocznia SzczeciŇĄska) allein mit bis zu 10.000 Mitarbeitern. Verblieben sind noch einige kleinere Werften in Szczecin und ŇöwinoujŇõcie.

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedr√ľckt in Kaufkraftstandards erreichte die Woiwodschaft 2018 einen Index von 59 (EU-27¬†=¬†100), bezogen auf den Wert pro Erwerbst√§tigem erreichte Westpommern hingegen einen Index von 67 (EU-27¬†=¬†100).

Mit einem Wert von 0,869 erreicht Westpommern Platz 11 unter den 16 Woiwodschaften Polens im Index der menschlichen Entwicklung.

Tourismus

Der Tourismus spielt traditionell eine sehr wichtige Rolle, vor allem an der Ostseek√ľste in Badeorten wie KoŇāobrzeg, Mińôdzyzdroje, ŇöwinoujŇõcie oder Mielno. In geringerem Ma√üe trifft dies ebenfalls auf St√§dtetourismus, beispielsweise in Szczecin, sowie auf den Tourismus in der Pommerschen Seenplatte zu.

Arbeitsmarkt

Bedingt durch wirtschaftliche Umstrukturierungen in der Landwirtschaft und im Schiffbau hatte Westpommern viele Jahre mit einer sehr hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Die Arbeitslosenquote lag beispielsweise 2005 bei 25,6 % und 2010 noch bei 17,8 %.

Bis Juli 2020 erfolgte ein systematischer R√ľckgang auf 7,9¬†%, was jedoch nach wie vor einen Wert √ľber dem nationalen Durchschnitt darstellt. Am niedrigsten waren die Arbeitslosenquoten innerhalb Westpommerns zu diesem Zeitpunkt in der Hauptstadt Szczecin (3,5¬†%) sowie in den Landkreisen KoŇāobrzeg (3,5¬†%), Police (4,5¬†%) sowie in den St√§dten ŇöwinoujŇõcie (5¬†%) und Koszalin (5,8¬†%). Die h√∂chsten Arbeitslosenquoten verzeichneten die Landkreise ŇĀobez (18,6¬†%), BiaŇāogard (18,5¬†%) und Choszczno (16,9¬†%).

Bildungswesen

  • Universit√§t Stettin (Uniwersytet SzczeciŇĄski) ‚Äď 1984 hervorgegangen aus der ehemaligen P√§dagogischen Hochschule sowie Teilen der Technischen Hochschule Stettin
  • Westpommersche Technische Universit√§t (Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny w Szczecinie) ‚Äď 2009 gegr√ľndet nach dem Zusammenschluss der Technischen Hochschule Stettin und der Landwirtschaftlichen Akademie
  • Technische Universit√§t Koszalin (Politechnika KoszaliŇĄska)
  • Pommersche Medizinische Universit√§t (Pomorski Uniwersytet Medyczny w Szczecinie)
  • Meeresakademie Szczecin (Akademia Morska w Szczecinie)
  • Kunstakademie Szczecin (Akademia Sztuki w Szczecinie)

Grenz√ľberschreitende Zusammenarbeit

Die Woiwodschaft ist Mitglied im l√§nder√ľbergreifenden Bund der Euroregion Pomerania.

Weitere Partnerschaften bestehen mit folgenden Regionen:

  • Land Brandenburg, Deutschland
  • Br√ľssel-Koekelberg, Belgien
  • D√©partement Gironde, Frankreich
  • Provinz Guangdong, Volksrepublik China
  • Gebiet Kaliningrad, Russland
  • D√©partement Loire-Atlantique, Frankreich
  • Land Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
  • Oblast Mykolajiw, Ukraine
  • Provinz Overijssel, Niederlande
  • Provinz Sk√•ne, Schweden

Infrastruktur

Straßen

Im Hinterland der Ostseek√ľste verlaufen die Verkehrsstr√∂me von Szczecin nach GdaŇĄsk. Im Stra√üenverkehr bildet hier die Europastra√üe 28 (je nach Ausbauzustand als Autobahn A6 oder Schnellstra√üe S6 ausgeschildert) die wichtigste Achse.

Zum anderen ist die Europastra√üe 65 (polnische Schnellstra√üe S3) als Nord-S√ľd-Verkehrsachse wichtig. Diese beginnt am F√§hrhafen in ŇöwinoujŇõcie und verl√§uft an Szczecin vorbei in Richtung Zielona G√≥ra, Legnica und WrocŇāaw.

Dar√ľber hinaus haben folgende Stra√üenverbindungen eine √ľberregionale Bedeutung:

  • Landesstra√üe 10: (Pasewalk) ‚Äď Szczecin ‚Äď Stargard ‚Äď WaŇācz ‚Äď Bydgoszcz ‚Äď (Warschau)
  • Landesstra√üe 11: KoŇāobrzeg ‚Äď Koszalin ‚Äď Szczecinek ‚Äď WaŇācz ‚Äď PoznaŇĄ ‚Äď Katowice
  • Landesstra√üe 20: Stargard ‚Äď Drawsko Pomorskie ‚Äď Szczecinek ‚Äď Gdynia
  • Landesstra√üe 22: (Berlin) ‚Äď Gorz√≥w Wlkp. ‚Äď WaŇācz ‚Äď Chojnice ‚Äď GdaŇĄsk
  • Landesstra√üe 25: (Koszalin) ‚Äď Bydgoszcz ‚Äď Kalisz ‚Äď (WrocŇāaw)
  • Landesstra√üe 26: Schwedt ‚Äď Chojna ‚Äď Schnellstra√üe S3
  • Landesstra√üe 31: Szczecin ‚Äď Chojna ‚Äď Kostrzyn ‚Äď SŇāubice

Das befestigte Straßennetz in Westpommern hatte im Jahr 2019 eine Gesamtlänge von rund 13.958 Kilometern, davon entfielen 268 Kilometer auf Schnellstraßen und 25 Kilometer auf Autobahnen.

Eisenbahn

Der Hauptbahnhof in Szczecin ist der bedeutendste Eisenbahnknotenpunkt in Westpommern. Wichtige Eisenbahnstrecken sind:

  • Szczecin‚ÄďWrocŇāaw
  • Szczecin‚ÄďPoznaŇĄ
  • Szczecin‚ÄďŇöwinoujŇõcie
  • Stargard‚ÄďKoszalin‚ÄďGdaŇĄsk
  • Goleni√≥w‚ÄďKoszalin
  • Szczecin‚ÄďBerlin
  • Szczecin‚ÄďL√ľbeck
  • Szczecinek‚ÄďKoŇāobrzeg
  • Stargard‚ÄďSzczecinek‚ÄďChojnice
  • PoznaŇĄ‚ÄďSzczecinek‚ÄďSŇāupsk

Das Eisenbahnnetz der Region hatte im Jahr 2019 eine Gesamtlänge von insgesamt 1.183 Kilometern, wovon 749 Kilometer elektrifiziert sind.

Luftfahrt

30 Kilometer nord√∂stlich der Hauptstadt Szczecin und nahe der Kreisstadt Goleni√≥w befindet sich der NSZZ ‚ÄěSolidarnoŇõńá‚Äú-Flughafen Stettin-Goleni√≥w. Hinsichtlich der Passagierzahl befand er sich 2019 mit rund 580.000 Passagieren an neunter Stelle in Polen.

Weblinks

  • Marschallsamt der Woiwodschaft Westpommern
  • Sejmik der Woiwodschaft Westpommern
  • Woiwodschaftsamt Westpommern
  • Tourismusinformation der Wojewodschaft Westpommern (Memento vom 12. Dezember 2011 im Internet Archive) (deutsch, polnisch, englisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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auch: Zachodniopomorskie; West Pomeranian, West Pomeranian, Zachodniopomorskie

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Woiwodschaft

Fläche ca.: 23654.60 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 54.577
südlichster Punkt: 52.596
westlichster Punkt: 14.124
östlichster Punkt: 17.058

 
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