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Karte Karte: Oblast Nordossetien-Alanien

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Gebirge in Nordossetien-Alanien: 1
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Region Informationen Oblast: Nordossetien-Alanien

Informationen:


Das im Nordkaukasus gelegene Nordossetien-Alanien (ossetisch –†–Ķ—Ā–Ņ—É–Ī–Ľ–ł–ļ”ē –¶”ē–≥–į—ā –ė—Ä—č—Ā—ā–ĺ–Ŭ†‚ÄĒ –ź–Ľ–į–Ĺ–ł Respublik√¶ Z√¶gat Iryston¬†‚ÄĒ Alani, russisch –†–Ķ—Ā–Ņ—É–Ī–Ľ–ł–ļ–į –°–Ķ–≤–Ķ—Ä–Ĺ–į—Ź –ě—Ā–Ķ—ā–ł—Ź-–ź–Ľ–į–Ĺ–ł—Ź Respublika Sewernaja Ossetija¬†‚ÄĒ Alanija) ist seit 1991 eine Republik innerhalb der Russischen F√∂deration.

Geographie

Nordossetien-Alanien liegt unmittelbar n√∂rdlich des Gro√üen Kaukasus. Es reicht von den Gebirgen der Kaukasus-Hauptkette bis ins Tiefland des Terek, der zugleich den gr√∂√üten Fluss des Landes bildet. Ein Nebenfluss des Terek ist der Ardon, der ausschlie√ülich auf dem Gebiet des Landes liegt. Der Terek entspringt an den H√§ngen des Kasbek, der in der s√ľd√∂stlichen Ecke des Landes an der Grenze zu Georgien liegt. Nordossetien-Alanien grenzt an die russischen F√∂derationssubjekte Kabardino-Balkarien (im Westen), die Region Stawropol (im Norden), sowie an Inguschetien und Tschetschenien (im Osten). Im S√ľden wird die Republik durch den Hauptkamm des Kaukasus von Georgien mit der abtr√ľnnigen Region S√ľdossetien getrennt, es besteht jedoch eine Stra√üenverbindung durch den 1984 er√∂ffneten Roki-Tunnel.

Vegetation und Tierwelt

Die s√ľdlichen Teile des Landes werden vom Gro√üen Kaukasus bestimmt, dessen H√§nge von alpinen Fels- und Schneefeldern √ľber alpine Matten bis in die Bergw√§lder der tieferen Lagen beherrscht sind. Im Norden des Landes liegen die fruchtbaren Steppenregionen des Terek-Tieflands, wo heute Landwirtschaft dominiert. Zu den Gro√ütieren die in den s√ľdlichen Landesteilen im zentralen Kaukasus vorkommen, z√§hlen typische Gebirgshuftiere, wie die G√§mse und der Ostkaukasische Steinbock. Die Bergw√§lder werden von Maralhirschen, Rehen und Wildschweinen bev√∂lkert. Die gro√üen Raubtiere der Kaukasusregion sind W√∂lfe, Braunb√§ren und Luchse. Dar√ľber hinaus durchstreifen noch einzelne Leoparden die Region. Im Nordossetischen Naturreservat h√§lt sich zudem eine kleine Population des Wisents, der hier wiederangesiedelt wurde.

Bevölkerung

Die Bev√∂lkerungsmehrheit bildet die Titularnation der Osseten, die knapp zwei Drittel der Bev√∂lkerung ausmachen. Die Osseten bestehen aus zwei unterschiedlichen Gruppen, den Digoren (Minderheit) und den Ironen (Mehrheit). Die ossetische Schriftsprache beruht auf dem ironischen Dialekt. Die Mehrheit der Osseten praktiziert das orthodoxe Christentum, eine deutlich kleinere Minderheit geh√∂rt dem Islam an. Die urspr√ľngliche ossetische Volksreligion Uazdin ist bis heute ebenfalls nicht vollst√§ndig verschwunden.

Zweitgr√∂√üte Bev√∂lkerungsgruppe in Nordossetien sind die Russen, deren Zahl jedoch seit mehreren Jahrzehnten r√ľckl√§ufig ist. Russen leben haupts√§chlich in der n√∂rdlichen Region um Mosdok, in der sie die relative Bev√∂lkerungsmehrheit bilden, sowie in der Hauptstadt Wladikawkas. Die drittgr√∂√üte Bev√∂lkerungsgruppe Nordossetiens sind die Inguschen. Kleinere Volksgruppen sind die Armenier, Kumyken und Georgier.

Amtssprachen sind Ossetisch und Russisch. Das Ossetische ist eine iranische Sprache. Die wichtigsten Religionen sind das Christentum in russisch-orthodoxer Ausprägung und der Islam.

Städte

Fast die Hälfte der Bewohner lebt in der Hauptstadt Wladikawkas. Weitere größere Städte sind Mosdok, Beslan und Alagir. Insgesamt gibt es in Nordossetien-Alanien sechs Städte und eine Siedlung städtischen Typs.

f1 Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap

Geschichte

Die Region ist seit dem Altertum besiedelt. Im 7. Jahrhundert v. Chr. wanderten mit den Skythen verwandte iranische St√§mme ein. Im 9. Jahrhundert n. Chr. entstand der Staat Alanien unter dem Volk der Alanen, den direkten Vorfahren der Osseten. Einige Bauwerke aus dieser Zeit sind heute noch vorhanden, u.¬†a. Wehrt√ľrme.

Im 13. Jahrhundert wurde Alanien von den Mongolen verw√ľstet, sp√§ter stand die Region unter dem Druck der Osmanen und Tataren, so dass Alanien sich nach Russland orientierte und freiwillig dem Russischen Reich 1776 beitrat. Damit war das Gebiet der Osseten unter den ersten in der Kaukasusregion, die unter russische Oberhoheit gerieten. Es geh√∂rte in der Zarenzeit zu der Oblast Terek, der nach dem Fluss Terek benannt ist und dem auch das heutige Tschetschenien, Kabardino-Balkarien und Inguschetien angeh√∂rten.

Die Festung Wladikawkas ‚Äď heute Hauptstadt ‚Äď war der erste russische milit√§rische Au√üenposten in Ossetien.

Zu Zeiten der Sowjetunion war Nordossetien bis 1924 Teil der Autonomen Sowjetischen Sozialistischen Gebirgsrepublik. Am 7. Juli 1924 entstand das ‚ÄěNordossetische Autonomiegebiet‚Äú im Bereich der Russischen F√∂deration mit Sitz in Wladikawkas, welches mit der Verfassung von 1936 am 5. Dezember 1936 in Nordossetische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (ASSR) umbenannt wurde.

Postsowjetische Zeit

Der Zerfall der Sowjetunion f√ľhrte aber auch dort zu ethnischen Konflikten, die haupts√§chlich den Rajon Prigorodny betrafen. Der Ostteil dieses Bezirks geh√∂rte bis 1944 zu Inguschetien bzw. Tschetscheno-Inguschetien. Nachdem Stalin 1944 die Inguschen und Tschetschenen deportieren lie√ü, wurde dieser Landstrich an Nordossetien angeschlossen und tausende Osseten lie√üen sich dort nieder. Nikita Chruschtschow rehabilitierte Inguschen und Tschetschenen nach Stalins Tod zwar offiziell und stellte deren autonome Republik wieder her, die Gebietsver√§nderung zugunsten der Osseten wurde jedoch explizit nicht mehr r√ľckg√§ngig gemacht. Im Laufe der Jahre zogen immer mehr national gesinnte Inguschen zur√ľck in den Rajon Prigorodny und forderten immer offener die Ausgliederung des Bezirks aus Nordossetien. 1989 lebten im gesamten Rajon Prigorodny rund 75.000 Menschen, davon 58,9¬†% Osseten, 22,1¬†% Inguschen und 15,7¬†% Russen. Anderen Angaben zufolge soll der inguschische Bev√∂lkerungsanteil in Prigorodny deutlich h√∂her als in der offiziellen Statistik gewesen sein und k√∂nnte √ľber 40¬†% betragen haben. Im Sommer 1992, als die Sowjetunion bereits aufgel√∂st worden war, nahmen die Spannungen zwischen Inguschen und Osseten immer st√§rker zu. Im Oktober 1992 brach schlie√ülich ein offener Krieg zwischen inguschischen Rebellen und Osseten im Rajon Prigorodny aus. Als nach einer Woche russische Sicherheitskr√§fte intervenierten und die Konfliktparteien voneinander trennten, waren bereits √ľber 600 Menschen ums Leben gekommen und tausende weitere, insbesondere Inguschen, vertrieben worden. Der Konflikt endete mit dem Verbleib von Prigorodny bei Nordossetien.

Auch der Konflikt im benachbarten Tschetschenien belastete Nordossetien stark. So kam es auch hier mehrfach zu Anschl√§gen tschetschenischer Separatisten, die meist in Wladikawkas und Mosdok stattfanden. In Mosdok sind russische Streitkr√§fte f√ľr den Einsatz in Tschetschenien stationiert. 1999 starben bei einem Anschlag in Wladikawkas 52 Menschen, bei einem Anschlag 2003 in Mosdok 50 weitere. Ihren vorl√§ufigen H√∂hepunkt erreichte die Terrorwelle in der Zeit vom 1. September bis 3. September 2004. Tschetschenische Terroristen griffen eine Schule der Stadt Beslan an, um Geiseln zu nehmen. Mindestens 331 Menschen, haupts√§chlich Kinder, kamen w√§hrend der Geiselnahme und ihrer gewaltsamen Beendigung durch russische Sicherheitskr√§fte ums Leben.

Im November 2008 kam es zu einem Anschlag auf ein Sammeltaxi in Wladikawkas durch sogenannte ‚Äěschwarze Witwen‚Äú, weibliche Selbstmordattent√§ter aus Tschetschenien. 12 Personen wurden dabei get√∂tet, bis zu 40 verletzt. Im September 2010 wurde Wladikawkas Schauplatz eines weiteren Selbstmordattentats, als sich die Terroristen im heiligen Monat Ramadan des islamischen Mondkalenders auf einem belebten Stadtmarkt in die Luft sprengten. 12 Menschen starben, 80 weitere wurden verletzt. Seitdem blieb Nordossetien von gr√∂√üeren Anschl√§gen verschont. Im Gegensatz zu einigen anderen nordkaukasischen V√∂lkern Russlands gab es unter Osseten keine nennenswerte Unterst√ľtzung f√ľr eine Sezession von Russland. Enge Beziehungen unterh√§lt die Region zum benachbarten S√ľdossetien, das sich in den 1990er-Jahren von Georgien abspaltete. Nordossetien ist heute die am st√§rksten industrialisierte Region im Nordkaukasus.

Wirtschaft

Der Gro√üteil der Industrie befindet sich in der Hauptstadt Wladikawkas. Die Fl√ľsse werden zum Teil f√ľr Kraftwerke benutzt, vielfach wird auch Quellwasser abgef√ľllt und als Mineralwasser verkauft. Landwirtschaftlich √ľberwiegen die Schwarzerdeb√∂den im Norden und alpine Weiden im S√ľden. In den Bergen existieren mehrere Naturparks.

Verwaltungsgliederung

Die Republik Nordossetien-Alanien gliedert sich in acht Rajons und einen die Hauptstadt umfassenden Stadtkreis (in der Tabelle grau unterlegt):

Weblinks

  • Offizielles Portal der Republik
  • Webseite von Nordossetien
  • Englischsprachige und russischsprachige Kurznachrichten von Kawkasski Usel aus Nordossetien-Alanien
  • Ossetien - Geschichte, Kultur, Politik, Neuigkeiten (russisch)
  • Bildergalerien bei darial-online (russisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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auch: North Ossetia; Kuzey Osetya; Respublika Severnaya Osetiya; Severnaya Osetiya-Alaniya; North Ossetian A.S.S.R.; Republic of North Osetia-Alania, North Ossetia, Kuzey Osetya, Respublika Severnaya Osetiya, Severnaya Osetiya-Alaniya, North Ossetian A.S.S.R., Republic of North Osetia-Alania

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Oblast

Fläche ca.: 7970.30 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 43.831
südlichster Punkt: 42.552
westlichster Punkt: 43.386
östlichster Punkt: 44.944

 
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