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Gebirge Karte: Kaukasus

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

Zugehörigkeit: Asien » Kaukasus
 

Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Kaukasus

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Der Kaukasus (russisch –ö–į–≤–ļ–į–∑, Kawkas; georgisch ŠÉôŠÉźŠÉēŠÉôŠÉźŠÉ°ŠÉėŠÉĚŠÉúŠÉė, K'avk'asioni, armenisch ‘Ņ’ł’ĺ’Į’°’Ĺ, Kowkas, aserbaidschanisch Qafqaz (von persisch ŔāŔĀŔāōßō≤, DMG QafqńĀz), t√ľrkisch Kafkas, von altgriechisch őöőĪŌćőļőĪŌÉőŅŌā) ist ein etwa 1100 Kilometer langes, von Westnordwest nach Osts√ľdost verlaufendes Hochgebirge in Eurasien zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer. Es ist Teil des Alpidischen Gebirgssystems und unterteilt sich in die drei Gebirgsketten Gro√üer Kaukasus, Kleiner Kaukasus und Talysch-Gebirge. Der Kaukasus ragt bis zu einer H√∂he von 5642 Metern √ľber dem Meeresspiegel auf und hat eine mittlere H√∂he von 602¬†Metern. Er befindet sich auf den Territorien Russlands, Georgiens, Armeniens, Irans und Aserbaidschans. Im Jahr 2000 lebten etwa 30,6 Millionen Menschen in diesem Gebirge und seiner n√§heren Umgebung. Die Region des Kaukasus war schon im Altertum eine wichtige Drehscheibe f√ľr den Handel.

Lage und Geographie

Der Kaukasus gliedert sich in die Ebenen des Nordkaukasus, den Großen Kaukasus, die Transkaukasische Senke, den Kleinen Kaukasus und das Talysch-Gebirge. Die Entwässerung ist vorwiegend radial. Längstäler sind im Kaukasus selten. Eine der wenigen Ausnahmen stellt das Hochtal von Swanetien dar.

Der Gro√üe Kaukasus ist √ľber 1100 Kilometer lang, bis 180 Kilometer breit und vielfach gegliedert. Ganz im Norden liegt die Kette der bewaldeten Schwarzen Berge (um 600¬†m). S√ľdlich davon folgt der Weidekamm (1200¬†m bis 1500¬†m), dann der Felsenkamm (bis 3629¬†m). S√ľdlich dieser Ketten unterteilt sich das Gebirge in vier Abschnitte: den westlichen Schwarzmeerkaukasus, auch Pontischer Kaukasus genannt (600¬†m bis 1200¬†m), den vergletscherten Hochgebirgs-Kaukasus mit den h√∂chsten Gipfeln Elbrus, Schchara und Kasbek (bis 5642¬†m), in der Mitte das Suramigebirge (bis 1926¬†m) und im Osten den Kaspischen Kaukasus (500¬†m bis 1000¬†m). Die Hauptkette wird nur durch einen einzigen, ganzj√§hrig befahrbaren √úbergang, die Georgische Heerstra√üe in zwei H√§lften geteilt. Die Taman-Halbinsel und die AbŇüeron-Halbinsel bilden geologische Fortsetzungen von Haupt- oder Nebenketten, die dadurch noch ins Meer hineinragen. Mit dem Krimgebirge und dem turkmenisch-chorasanischen Kopet-Dag liegt der Gro√üe Kaukasus auf einer Faltungszone der alpidischen Gebirgsbildung, an die er aber nicht geographisch grenzt, sondern durch unterseeische oder noch relativ flache Faltenk√§mme verbunden ist.

Rund 100 Kilometer s√ľdlich liegt der Kleine Kaukasus auf dem Territorium von Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Der Kleine Kaukasus ist kein eigenst√§ndiges Gebirge, sondern ein Abschnitt der nordanatolisch-nordiranischen Kettengebirge mit Deckenbau und jungen Vulkanen. Im S√ľdwesten ist er im georgisch-t√ľrkischen Grenzgebiet mit dem Pontischen Gebirge verbunden, im S√ľdosten geht das Talysch-Gebirge auf dem Staatsgebiet des Iran in das Elburs-Gebirge √ľber und im S√ľden schlie√üt sich das Armenische Hochland an. Am Suramigebirge grenzt er unmittelbar an den Gro√üen Kaukasus. Der h√∂chste Berg des Kleinen Kaukasus ist der Aragaz (4090¬†m). Bedeutend als Referenzberg ist auch der Gjamysch (3724¬†m). Er ist mit Firn bedeckt, hat aber keine Gletscher.

Innereurasische Grenze

In der Antike galt der Kaukasus zeitweise als Grenze zwischen Europa und Asien. Seit 1735 wurde gem√§√ü Philipp Johann von Strahlenberg, im Russischen Reich, sp√§ter dann in der UdSSR, die etwa 300¬†km n√∂rdlich des Gro√üen Kaukasus gelegene Kuma-Manytsch-Niederung als Grenze zwischen den Erdteilen betrachtet. Diese Darstellung wird auch international √ľberwiegend akzeptiert. Da das Kaspische¬†Meer seit dem Quart√§r bis vor etwa 10.000 Jahren (Chwalynsker Transgression) mit dem Schwarzen Meer verbunden war, bildet der ehemalige Wasserweg eine logische Verl√§ngerung der durch Asowsches¬†Meer ‚Äď Schwarzes¬†Meer ‚Äď Bosporus ‚Äď Marmarameer und Dardanellen gebildeten Abgrenzung zwischen Europa und Asien. In der Gro√üen Sowjetischen Enzyklop√§die war bis zur letzten Auflage noch die Kontinentgrenze nach Strahlenberg eingetragen. Heute wird auch in Russland der Kaukasuskamm als Kontinentgrenze angesehen.

Geologie

Der Kaukasus ist ein Faltengebirge mit einigen Vulkankegeln, das wie die Alpen im Terti√§r aufgefaltet wurde. Es besteht u.¬†a. aus Graniten und Gneisen und enth√§lt Erd√∂l- und Erdgas¬≠lagerst√§tten, deren Reserven auf bis zu 200 Milliarden Barrel Erd√∂l gesch√§tzt werden. (Zum Vergleich: F√ľr Saudi-Arabien ‚Äď das Land mit den weltweit gr√∂√üten Erd√∂lvorkommen ‚Äď werden 260 Milliarden Barrel gesch√§tzt.) Die Lagerst√§tten werden in der Region um Maikop, um Grosny, um Baku und in j√ľngerer Zeit auch unter dem Kaspischen Meer abgebaut.

Geophysikalisch bildet der Kaukasus eine breite Zone der Verformung, die ein Teil des alpidischen Gebirgsg√ľrtels, des Kollisionsg√ľrtels der Kontinentalplatten von den Alpen bis zum Himalaya ist. Die Tektonik des Gebiets wird von einer Verschiebung der arabischen Platte um etwa 2,5 Zentimeter pro Jahr nach Norden gegen die Eurasische Platte bestimmt.

Ende des 20. Jahrhunderts ereigneten sich im Kaukasus deshalb verschiedene gro√üe Erdbeben mit Magnituden von 6,5 bis 7, die katastrophale Konsequenzen f√ľr die Bev√∂lkerung und die Wirtschaft in der Region hatten. Beim Erdbeben von Spitak, Armenien, am 7. Dezember 1988 starben mehr als 25.000 Menschen, rund 20.000 wurden verletzt und etwa 515.000 wurden obdachlos.

Klima und Vegetation

Aufgrund der verschiedenen H√∂henlagen und der Grenzlage zwischen dem subtropisch-humiden (feuchten) Klima um das Schwarze Meer und das s√ľdliche Kaspische Meer, dem eher ariden (trockenen) Steppen- und W√ľstenklima Mittelasiens und zwischen dem subtropischen Klima und dem gem√§√üigt-kontinentalen (winterkalten) Klima n√∂rdlich und in h√∂heren Lagen begegnen sich im Kaukasus sehr viele Klimazonen auf relativ engem Raum.

Der Gebirgskamm des Gro√üen Kaukasus ist die Grenze zwischen der gem√§√üigten und der subtropischen Klimazone, das gem√§√üigt-kontinentale Klima setzt sich aber √ľber Ostgeorgien ins Armenische Hochland und die Ostt√ľrkei fort. Im Kaukasus werden f√ľnf klimatische Grundtypen unterschieden:

  1. ein panhumides (ganzjährig feuchtes) subtropisches Klima,
  2. ein gemäßigt-feuchtes,
  3. ein gemäßigt-kontinentales semihumides oder semiarides (die Mehrheit des Jahres feuchtes bzw. trockenes) Klima,
  4. ein eher kontinental-trockenes kälteres Klima und
  5. ein kontinentales, eher heißes und sehr arides Klima.

Die panhumide Klimazone ist f√ľr den Westen des Gro√üen und Kleinen Kaukasus von der Schwarzmeerk√ľste Russlands √ľber Westgeorgien bis zur Nordostk√ľste der T√ľrkei charakteristisch. Der Jahresniederschlag liegt hier √ľber 2000 Millimeter. Diesem Klima entspricht die Vegetation sehr gr√ľner und dichter subtropischer Regenw√§lder. Die Verdunstungswolken des feuchten Klimas werden aber ganzj√§hrig vom kalten Hochlandklima angezogen, wo sie kondensieren und vorwiegend an den Gebirgsr√§ndern abregnen. Dadurch sind fast alle Gebirgsr√§nder im Norden des Kleinen Kaukasus, des Pontischen Gebirges, des Talysch-Gebirges, des Elburs-Gebirges und rund um den Gro√üen Kaukasus sehr gr√ľn und urspr√ľnglich dicht bewaldet. Im Zentralkaukasus, Teilen des Ostkaukasus, im n√∂rdlichen und √∂stlichen Teil des Kleinen Kaukasus und in h√∂heren Lagen oberhalb des subtropisch-panhumiden Gebietes herrscht ein gem√§√üigt-feuchtes Klima vor. Zu diesem Klima geh√∂rt die Zone der gem√§√üigten Mischw√§lder, die oberhalb in Nadelw√§lder und √ľber der Baumgrenze in Hochalmen und Gletscher √ľbergeht. Dagegen sind der innere Teil des S√ľdkaukasischen Hochlandes (Armenien) und einige Regionen des Ostkaukasus (Teile des Berglandes von Dagestan) und das nord√∂stliche Steppenvorland von einem verh√§ltnism√§√üig kontinentalen und trockenen Klima gepr√§gt. Die j√§hrlichen Niederschlagsmengen liegen hier bei 500 bis 600 Millimeter. In den sehr ariden hei√üen Steppen, Halbw√ľsten und W√ľsten Inner-Aserbaidschans und des Arastals liegen sie noch darunter bei 200 bis 400 Millimetern.

Die Schneegrenze schwankt im Kaukasus zwischen 3000 und 3800 H√∂henmetern. Am niedrigsten ist sie im Westen, wo sie ungef√§hr der Schneegrenze der Alpen entspricht. Die gr√∂√üte H√∂he erreicht sie im Kleinen Kaukasus. Der Niederschlag f√ľhrt im Winter dazu, dass viele Gebirgst√§ler √ľber Monate nicht zu erreichen sind. Durch klimatische Wechselwirkung reicht der schneereiche Gebirgswinter manchmal bis in die subtropische Zone.

Im urspr√ľnglich steppenartigen n√∂rdlichen Vorland des Gro√üen Kaukasus reicht das Klima vom semihumiden Kontinentalklima im Westen √ľber das semiaride bis zum ariden Kontinentalklima im Osten. Die ersten beiden Zonen wurden aber durch Bew√§sserungen in den letzten 200 Jahren allm√§hlich zu Ackerland umgewandelt, das durch Schwarzerde¬≠b√∂den sehr ertragreich ist. Die Steppe ist nur noch im Osten erhalten. Zwischen Gro√üem und Kleinem Kaukasus reichen Klima und Vegetation vom subtropischen Westgeorgien √ľber das gem√§√üigt-feuchte Zentralgeorgien und das semiaride Hochland von Kachetien in Ostgeorgien mit eher offenen Landschaften bis zum eher hei√üen und ariden Klima der Steppen, Halbw√ľsten und W√ľsten Inner-Aserbaidschans. Im S√ľdosten Aserbaidschans beginnt aber wieder die subtropisch-feuchte Zone des Hyrcanischen Waldes, die sich in Richtung Nordk√ľste des Iran fortsetzt. Im Kleinen Kaukasus reichen Klima und Vegetation √ľber abwechslungsreiche Zonen humiden oder semihumiden Klimas, bis es nach S√ľdosten in das eher aride gem√§√üigt-kontinentale oder kalt-kontinentale Hochlandklima √ľbergeht. Zu dieser Zone, die auch in Teilen Dagestans auftritt, geh√∂ren eher steinige und kahle Landschaften mit wenig Vegetation. Die Klima- und Vegetationszonen sind auch sehr gut auf dem Satellitenbild oben zu sehen.

Fauna

Der Kaukasus beherbergt eine reichhaltige Tierwelt. Zu den gro√üen S√§ugetieren z√§hlen Kaukasusmarale (eine Unterart des Rothirsches), Wildschweine, G√§msen und zwei endemischen Steinbock-Arten. Ebenfalls wild heimisch sind noch B√§r, Wolf, Schakal und Luchs. Extrem selten ist der Kaukasische Leopard (Panthera pardus ciscaucasica), der erst 2003 wiederentdeckt wurde, im Nordkaukasus gibt es inzwischen Schutzprogramme. In historischer Zeit lebten hier auch Asiatische L√∂wen und Kaspische Tiger, diese wurden jedoch nach dem Mittelalter ausgerottet. Der letzte Kaspische Tiger wurde 1922 nahe Tiflis geschossen. Eine Art der europ√§ischen Wisente, der Kaukasus-Wisent, starb 1927 aus. Wiedereingef√ľhrte Tiere, bei denen es sich allerdings um Hybriden eines Kaukasus-Wisents mit zahlreichen Flachlandwisenten und einigen wenigen amerikanischen Bisons handelt, leben im Kaukasus-Naturreservat im nordwestlichen Kaukasus (siehe Hochlandlinie). In anderen Reservaten leben auch gekreuzte Flachland-Kaukasus-Wisente ohne eingekreuzte Bisons. Das letzte Exemplar des Kaukasus-Elches wurde um 1810 get√∂tet.

Neben den beiden erw√§hnten Steinb√∂cken gibt es noch weitere S√§ugetiere die weitgehend oder vollst√§ndig auf diesen Gebirgskomplex beschr√§nkt sind: Kaukasischer Maulwurf, Kolchisspitzmaus, Kaukasusspitzmaus, Kaukasische Zwergspitzmaus, Kaukasische Bachspitzmaus, Kaukasusmaus, Kaukasuskleinw√ľhlmaus, Kaukasusziesel, Armenische-, Kasbek-, Westkaukasische- und Nordkaukasische Buschmaus. Die Mehrzahl dieser Arten ist sehr heimlich und unscheinbar. Abgesehen von den Buschm√§usen haben sie alle nahe Verwandte in Europa und Asien von denen sie nur schwer zu unterscheiden sind. Eine ebenfalls kaum je sichtbare endemische Art ist die weitgehend unterirdisch lebende, sehr eigent√ľmliche Prometheus-Maus. Sie ist mit den Scherm√§usen verwandt, bildet aber eine eigene Gattung. Das recht auff√§llige Kaukasische Eichh√∂rnchen hat, entgegen seinen Namen, ein wesentlich weiteres Verbreitungsgebiet das auch den gr√∂√üten Teil der T√ľrkei, die Levante und den n√∂rdlichen Irak und Iran umfasst.

Die beiden endemischen Vogelarten dieses Gebirges sind das Kaukasus-Birkhuhn und das Kaukasusk√∂nigshuhn, wobei letzteres nur in den Hochlagen des Gro√üen Kaukasus vorkommt. Im Kleinen Kaukasus und Talysch-Gebirge ist dagegen das auch noch weiter s√ľdlich verbreitete Kaspi-K√∂nigshuhn vertreten. Ob es berechtigt ist die Bergzilpzalpe dieser Region als eigene Art einzustufen, ist noch unklar. Zu den typischen Gebirgsvogelarten die in Europa recht weit verbreitet sind geh√∂ren unter anderem Alpendohle, Alpenkr√§he, Schneesperling, Ringdrossel, Steinr√∂tel, Alpenbraunelle, Alpensegler, Bergpieper und Mauerl√§ufer. Besonders bemerkenswert sind Berggimpel und Riesenrotschwanz, die in den Gebirgen des zentralen und s√ľdlichen Asiens vorkommen und im Gro√üen Kaukasus ihr weit entferntes westlichstes Brutvorkommen haben. Weitere hier bodenst√§ndige Vogelarten mit recht beschr√§nkten und ungew√∂hnlichen Verbreitungsgebieten sind unter anderem Wacholderlaubs√§nger, Bergh√§nfling und Rotstirngirlitz. Zu den gro√üen Greifv√∂geln dieses Berglandes geh√∂ren Bart-, G√§nse-, Schmutz- und M√∂nchsgeier, Stein-, Schrei-, Zwerg- und Schlangenadler.

Der Kaukasus ist sehr artenreich an wirbellosen Tieren, beispielsweise sind hier bisher rund 1000 Spinnenarten nachgewiesen.

Flora

Die unterschiedlichen physisch-geographischen und klimatischen Verh√§ltnisse sowie die ausgepr√§gte Gliederung des Reliefs f√ľhrt zu einem Reichtum an √∂kologischen Nischen. Im Bereich der oberen Waldgrenze findet man gew√∂hnliche Gebirgswiesenb√∂den, Moorb√∂den sowie Steppenlandschaften mit Schwarzerdeb√∂den. Im Kaukasus sind 6350 Bl√ľtenpflanzen-Arten heimisch, davon sind 1600 endemische Arten. Die endemischen Baum- und Straucharten sind in der Regel Terti√§rrelikte eines feuchteren und w√§rmeren Klimas. 17 Gattungen von Gebirgspflanzen sind nur hier vertreten:

Gattungen, die im Kaukasus endemisch sind:

  • Doldenbl√ľtler (Apiaceae): Agasylis, Chymsidia, Mandenovia, Symphyoloma
  • Korbbl√ľtler (Asteraceae): Abowiodoxa, Cladochaeta, Grossheimia, Kemulariella
  • Nelkengew√§chse (Caryophyllaceae): Charesia, Petrocoma
  • Glockenblumengew√§chse (Campanulaceae): Gadellia
  • Braunwurzgew√§chse (Scrophulariaceae): Paederotella
  • Baldriangew√§chse (Valerianaceae): Pseudobetckea
  • Kreuzbl√ľtengew√§chse (Brassicaceae): Pseudovesicaria, Sobolewskia
  • Raublattgew√§chse (Boraginaceae): Trigonocaryum
  • Rosengew√§chse (Rosaceae): Woronowia

Der Riesen-B√§renklau, der in Europa als Neophyt der invasiven Art gilt, stammt aus dieser Region. Er wurde 1890 als Zierpflanze nach Europa importiert. Weitere bekannte Gartenpflanzen, die ganz oder vorwiegend aus dem West-Kaukasus stammen, sind unter anderem die Gro√übl√ľtige Betonie, die Krim-Lilie und die Krim-Pfingstrose.

Nur im Pontischen Gebirge und im Kaukasus endemisch sind die Kaukasus-Fichte und die als Weihnachtsbaum beliebte Nordmann-Tanne, deren Samen bis heute fast ausschließlich aus der Region Ratscha-Letschchumi und Niederswanetien in Georgien importiert werden.

Die Biodiversität des Kaukasus schwindet mit alarmierender Beschleunigung. Die Gebirgsregion ist aus Sicht des Naturschutzes eine der 25 gefährdetsten der Erde.

Bevölkerung

Im Kaukasus leben etwa 50 Völker, die als Kaukasusvölker bezeichnet werden und kaukasische, indogermanische sowie altaische Sprachen sprechen. Ethnografisch und sprachwissenschaftlich zählt die Kaukasusregion zu den interessantesten Gebieten der Welt und wird daher als spezielles Kulturareal abgegrenzt. Die Siedlungsgebiete sind dabei häufig nicht scharf voneinander getrennt, was z. T. Ursache von Spannungen und kriegerischen Konflikten ist (z. B. Bergkarabach). Das Bild hat sich vor allem im 20. Jahrhundert erheblich gewandelt (Völkermord an den Armeniern unter osmanischer Herrschaft, Deportationen von Tschetschenen, Inguschen, Karatschaiern, Balkaren, Mescheten und anderen Ethnien in der Zeit des Stalinismus). Die Bewohner sind zum Teil Muslime, zum Teil Christen (russisch-, georgisch- oder armenisch-orthodox). Die armenische Kirche und georgische Kirche zählen zu den ältesten christlichen Kirchen der Welt. Beide Kirchen haben eine entscheidende Rolle als Träger und Bewahrer der nationalen Identität der beiden Völker unter jahrhundertelanger Fremdherrschaft (unter den Osmanen, Persern, Russen) gehabt.

Geschichte

Die Vorgeschichte des Kaukasus reicht bis in das Pal√§olithikum. Um etwa 4000 v. Chr. entstand im n√∂rdlichen Kaukasus die Maikop-Kultur. Sie beeinflusste die kulturelle Entwicklung des gesamten Nordkaukasus und von Teilen S√ľdrusslands. In Transkaukasien findet sich in dieser Zeit die Kura-Araxes-Kultur. Arch√§ologische Ausgrabungen, insbesondere die Funde von Hunderten von Dolmen (Gro√üsteingr√§ber) im nordwestlichen Kaukasus, zeugen von einer Jahrtausende alten Kultur, die man jedoch keiner historischen Bev√∂lkerungsgruppe zuweisen kann.

In der sp√§ten Bronzezeit war im n√∂rdlichen Kaukasus die Koban-Kultur verbreitet, die von E. I. Krupnov und V. I. Kozenkova in drei Stufen unterteilt wird. Charakteristische Funde f√ľr deren Phase I lieferten die Gr√§berfelder von Tli, Styrfaz und Verchnjaja Rutcha (Gr√§ber 10 und 16). Die Phase II der Koban-Kultur beginnt um 1200 v. Chr. und zeigt eine deutliche Ausdehnung des Verbreitungsgebiets. Die Phase III oder klassische Kobankultur wird gew√∂hnlich zwischen 850 und 650 v. Chr. datiert. Sie entspricht der ńĆernogorovka-Kultur im √∂stlichen Schwarzmeergebiet, die manchmal auch in die Kulturen von ńĆernoles, ŇĹabotin und Bondocharicha unterteilt wird. S√ľdlich des Kaukasus findet sich die Kolchis-Kultur. Die fr√ľhe Eisenzeit wird durch die Novońćerkassk-Kultur gepr√§gt, die von dem russischen Forscher A. A. Iessen 1953 definiert wurde, gefolgt von skythischen Fundkomplexen der sp√§ten Eisenzeit (Koban IV oder skythische Phase der Kobankultur). Es wurde versucht, die Novońćerkassk-Kultur mit den historischen Kimmerern gleichzusetzen (TerenoŇ°kin), dies erweist sich jedoch als zunehmend problematisch. Inzwischen wird auch die Einheitlichkeit der Kobankultur zunehmend angezweifelt.

Spätantike bis zum Osmanischen Reich

Das Gebiet war immer wieder Schauplatz ethnischer Auseinandersetzungen und Spielball der Gro√üm√§chte. In der Sp√§tantike war der Kaukasus ein Sperrg√ľrtel Ostroms und Persiens gegen die Steppenv√∂lker; in Vertr√§gen wurde vereinbart, dass Rom Gelder an Persien zahlen sollte, wof√ľr die Perser die Kaukasusp√§sse gegen V√∂lker wie die Hunnen sperren sollten. Ende des 7. Jahrhunderts wurden einige s√ľdliche Gebiete von den Arabern erobert, weite Teile des Kaukasus blieben aber von Christen besiedelt. Es kam in der Folgezeit immer wieder zu K√§mpfen zwischen Arabern bzw. T√ľrken und Byzanz.

Anfang des 16. Jahrhunderts eroberten die Osmanen den Kaukasus. Im 19. Jahrhundert gelang es dem Russischen Reich in einem √ľber sechzigj√§hrigen Krieg gegen die Bergbewohner, den n√∂rdlichen Kaukasus zu erobern. Bekannt ist der langj√§hrige Widerstand im √∂stlichen Nordkaukasus unter F√ľhrung des Imam Schamil und der Tscherkessen im westlichen √ľber den Kaukasuskrieg (1817‚Äď1864).

Eroberung durch Russland

Um 1770 expandierte Russland in das Gebiet des Kaukasus. Der 1768 entbrannte 5.¬†Russische T√ľrkenkrieg brachte dem Russischen Reich durch den Frieden von K√ľ√ß√ľk Kaynarca (21. Juli 1774) in den Besitz der Linie zwischen Kuban und Terek. 1785 wurde aus den Gebieten Jekaterinograd, Mosdok, Alexandrow und Stawropol die kaukasische Statthalterschaft gebildet. W√§hrend der unter persischer Oberhoheit stehende christlich-georgische K√∂nig Erekle II. bereits 1783 russischer Vasall geworden war, fiel nach dem Tod des Nachfolgers Giorgi XII. Georgien an Russland und wurde 1801 ein russisches Gouvernement. 1802 erwarb Russland Ossetien, 1803 Lesgien und in den anschlie√üenden K√§mpfen mit den Persern (1804 bis 1813) verloren diese im Frieden von Gulistan (24. Oktober 1813) den gr√∂√üten Teil ihrer kaukasischen Besitzungen. Die Khanate G…ônc…ô (sp√§ter Kreis Jelissawetpol), Schirwan (Schemacha), Talisch und Karabach (Schuscha). 1804 waren bereits das F√ľrstentum Mingrelien und 1810 das K√∂nigreich Imeretien unter russische Herrschaft gefallen.

Fast das gesamte Transkaukasien war nun russisches Gebiet geworden, noch nicht unterworfen waren jedoch die ‚ÄěGorzen‚Äú, die das Gebirge bewohnenden Bergv√∂lker (russ. Gorzy, dt.: ‚ÄěBergbewohner‚Äú), mit denen der Kampf erst 1816 unter dem russischen General und Gouverneur Alexei Jermolow aufgenommen wurde. Dabei kam es den Russen darauf an, die Bergv√∂lker abzuschlie√üen. Deshalb legte man zwischen dem Kaspischen Meer und dem Schwarzen Meer eine Reihe von Kosaken bev√∂lkerter Siedlungen an, die befestigt wurden. Die so genannte Tschernomorsche Linie (Schwarzmeer-Linie) verlief vom Schwarzen Meer zum Kuban und diesen entlang bis zur Labam√ľndung. Die Kaukasische Linie zog sich von der M√ľndung der Laba √ľber die Malka bis zum Terek und diesen abw√§rts bis Kisljar. 1817 wurden hier die Befestigungen Grosnaja, 1819 Wnesapnaja (beim Dorf Endirei bei Chassawjurt in Dagestan) und 1820 Burnaja (beim heutigen Machatschkala) errichtet. In der Folge besetzten die Russen das Gebiet der Schamchale und die Khanate Kurin und Kasikumuch, die Gro√üe Kabarda (inzwischen Teile Kabardino-Balkariens und nord√∂stlich davon) und die Kleine Kabarda (inzwischen Teile des Gebietes von Nordossetien bis Tschetschenien), Akuscha und verw√ľsteten Tschetschenien. Bis dahin bestand nur eine Verbindung zwischen Nord- und Transkaukasien √ľber die Georgische Heerstra√üe, die mitten √ľber das Gebiet f√ľhrte. Damit erreichte man eine Teilung der Bergv√∂lker.

1826 nahm Persien den Kampf um seine alten kaukasischen Besitzungen wieder auf, jedoch vergebens, denn es musste im Frieden von Turkmantschai (22. Februar 1828) die Khanate Eriwan und Nachitschewan an Russland abtreten. Nach dem Russisch-T√ľrkischen Krieg 1828‚Äď1829 erwarb Russland im Frieden von Adrianopel (14. September 1829) den Kreis Achalziche, au√üerdem die Festungen an der Ostk√ľste des Schwarzen Meeres zwischen Anapa und Poti.

Mit Mulla Mohammed entstand den Russen in dieser Zeit ein neuer Gegner. Er predigte die Lehre des Muridismus, zu dessen Anf√ľhrer 1835 Imam Schamil gemacht wurde. Die Russen begannen erst 1839 ernsthaft gegen die Bergv√∂lker vorzugehen. Sie formierten drei Armeen unter den Generalleutnants Rajewski, Golowin und Grabbe. Diese sollte von Wnesapnaja aus gegen den Norden Dagestans vorgehen, wo sich Schamil festgesetzt hatte. Am 5. Juni traf man auf Schamil, der etwa 5000 Streiter um sich versammelt hatte und schlug ihn bei dem Aul Burtunai. Schamil ging daraufhin nach Arghuan und stellte sich hier mit 6000 Lesgiern den Russen entgegen. Trotz der fast unzug√§nglichen Lage des Dorfes erst√ľrmten die Russen diese Festung am 13. Juni. Schamil setzte sich nach seiner Felsenfestung Achulgo am Koi-su ab. Erst am 3. September konnten die Russen auch diese Festung erst√ľrmen. Schamil entkam und fl√ľchtete nach Wedeno, doch war damit der Muridismus noch nicht niedergeschlagen. Grabbe hatte seine Truppen nach Temir-Chan-Schura und Wnesapnaja zur√ľckgef√ľhrt. Schon nach kurzer Zeit erhoben sich Bergv√∂lker erneut, so dass die Russen mehrere Jahre √ľber keine dauerhaften Erfolge erreichen konnten. 1843 eroberte Schamil Awarien und das Land am Koi-su nebst neun russischen Forts, so dass den Russen in Dagestan nur Nisowoje und Temir-Chan-Schura verblieben. Das kaukasische Korps erhielt 1844 durch Zuweisung des gesamten V. Armeekorps einen Zuwachs von 40.000 Mann. Dennoch verlor F√ľrst Woronzow 1844 mehrere feste Pl√§tze an die Muriden und konnte den Sitz Schamils, die Feste Dargo, nicht einnehmen.

Krimkrieg

Im Krimkrieg (1853 bis 1856) kam es zu Kampfhandlungen auf dem kaukasischen Kriegsschauplatz zwischen Russland und dem Osmanischen Reich. F√ľr die Verteidigung des armenischen Hochlandes hatten die Osmanen die Armeekorps von Kleinasien, Mesopotamien und einen Teil des Korps von Syrien im Grenzgebiet konzentriert. Am 26. November 1853 schlug General Iwane Andronikaschwili mit 10.000 Mann das t√ľrkische Hauptkorps bei Suplis in die Flucht. General Bebutow siegte an der Spitze eines Korps der kaukasischen Armee am 1. Dezember 1853 bei Kadiklar √ľber Abdi Pascha, wodurch die beabsichtigte Invasion der T√ľrken in das russische Armenien vereitelt wurde. Der t√ľrkische Befehlshaber in Ostanatolien, Abdi Pascha, wurde daraufhin abgesetzt und vor ein Milit√§rgericht gestellt. Sein Nachfolger wurde Achmet Pascha. Am 16. Juni 1854 war Andronikow gegen 30.000 T√ľrken bei Osurgeti erneut erfolgreich und konnte Mingrelien f√ľr Russland sichern. Im Juli 1854 drang der russische General Wrangel ins t√ľrkische Armenien ein. Am 29. Juli schlug er eine t√ľrkische Division bei DońüubeyazńĪt. Der t√ľrkische Befehlshaber Zarif Mustapha Pascha griff im August mit mehr als 40.000 Mann die Russen an. Bei Kurukdere stie√ü er am 5. August 1854 auf F√ľrst Bebutow. In einer f√ľnfst√ľndigen Schlacht konnten die Russen die t√ľrkische Armee zwar schlagen, waren aber aufgrund ihrer eigenen hohen Verluste nicht in der Lage den Sieg auszunutzen und die wichtige Festung Kars einzunehmen. 1855 wurde General Nikolai Murawjow zum Oberbefehlshaber der kaukasischen Armee ernannt. Dieser marschierte im Juni 1855 im osmanischen Teil Armeniens ein und wurde dort von der Bev√∂lkerung freundlich begr√ľ√üt. Mit 40.000 Mann erreichte er Kars im Nordosten Anatoliens. Die 30.000 Verteidiger, unter dem britischen Offizier William Fenwick Williams, konnten den Angriff der Russen abwehren. Deshalb belagerte Murawjow die Festung von Anfang Juni bis Ende November 1855. Omar Pascha, der in den Donau-F√ľrstent√ľmern zuvor so erfolgreich war, informierte daraufhin am 11. Juli die Alliierten, dass er seine Truppen von der Krim nach Kleinasien verlegen w√ľrde. Die Alliierten waren gegen diese Entscheidung und stimmten dem Plan erst im September zu. Omar Paschas Ablenkungsangriff auf Kutaissi wurde schlie√ülich durch General Bebutow vereitelt. Am 29. November musste die osmanische Besatzung schlie√ülich aufgrund der schlechten Versorgungslage kapitulieren und Murawjew konnte die Stadt einnehmen. Dieser Erfolg gestattete Russland, trotz des Verlustes von Sewastopol, moderate Friedensverhandlungen zu f√ľhren.

Aufstände gegen Russlands Herrschaft

Nach Beendigung des Krimkriegs √ľbernahm F√ľrst Alexander Barjatinski den Oberbefehl im Kaukasus. Im August 1856 wurden f√ľnf Milit√§rkommandos errichtet und die Hauptmacht der Russen kam in den √∂stlichen Kaukasus. Von S√ľden und Osten her drangen russische Truppen unter General Nikolai Iwanowitsch Jewdokimow und F√ľrst Orbeliani ein, unterwarfen 1857 ‚ÄěGro√ütschetschenien‚Äú (Bolschaja Tschetschnja) und Kachetien, nahmen 1858 den Pass Argun und erbauten dort, am Haupteingang des Gebirges, die Festung Argunskoje. Im Juni drangen drei russische Kolonnen weiter vor, w√§hrend Schamil gegen Wladikawkas marschierte und den Aufstand in den Zentralkaukasus zu bringen versuchte. Doch wurde er von General Mischtschenko zur√ľckgetrieben. General Jewdokimow eroberte w√§hrenddessen Warandi und Schatoi, woraufhin die Tschetschenen bis auf einen Stamm von Schamil abfielen. Anfang 1859 vereinigten sich drei russische Kolonnen unter Jewdokimow am Fluss Bass, erst√ľrmten die feste Stellung bei Tausen und begannen am 29. M√§rz die Belagerung der von Schamils Sohn verteidigten Feste Wedeno, die am 13. April von General Jewdokimow im Sturm genommen wurde. Schamil war nun auf Dagestan beschr√§nkt und stand in einer fast unangreifbaren Stellung am Fluss Koissu, wo er aber von F√ľrst Barjatinski geschlagen wurde. Die Hochebene bei Gunib war seine letzte Zufluchtsst√§tte, bevor er sich am 6. September ergab. Der Osten des Kaukasus war damit f√ľr die Russen gewonnen, man konnte sich nun nach Westen wenden. Die Operationen hier dauerten zwischen dem Fr√ľhjahr 1864 und 1865 und endeten mit der Unterwerfung der Tscherkessen.

Auch wenn die Russen in der Folge ihre Herrschaft befestigten, so bedurfte es stets nur eines kleinen Ansto√ües, um die alten Unabh√§ngigkeitsbestrebungen der kaukasischen V√∂lkerschaften wieder aufleben zu lassen. Einen solchen Ansto√ü bot der Russisch-T√ľrkische Krieg 1877 bis 1878. T√ľrkischen Aufwieglern war es ein Leichtes, Unruhen unter den Tschetschenen, in Abchasien und in Dagestan anzuzetteln. Nur durch die Besetzung der P√§sse, die aus Abchasien zu den Siedlungen der Tschetschenen f√ľhrten, gelang es den Russen, einen allgemeinen Aufstand der Bergv√∂lker zu verhindern. Gegen die unter Taski Pascha eingedrungenen 14.000 Mann mussten die Russen Truppen aus dem Innern heranziehen. Am 27. Juni 1877 wurden die vereinigten T√ľrken und Abchasen bei Aschanodschir geschlagen. Am 30. Juni nahmen die Russen den Hauptort der Aufst√§ndischen, das Dorf Assacho ein. Die Abchasen und Tschetschenen waren damit niedergeworfen, die fl√ľchtigen Anf√ľhrer zettelten aber neue Aufst√§nde in Dagestan an, die erst nach Zersprengung einer Bande von 6.000 Mann und der Niederwerfung von 4.000 Mann am 30. September und 4. Oktober unterdr√ľckt werden konnten.1882 wurde das Generalgouvernement Kaukasien eingerichtet, das die Milit√§rverwaltung in einen festen administrativen Rahmen einband.

Berge

  1. Elbrus (5642 m), höchster Berg Russlands (Ostgipfel in Kabardino-Balkarien, höherer Westgipfel auf der Grenze Kabardino-Balkariens zur russischen Teilrepublik Karatschai-Tscherkessien)
  2. Dychtau (5203 m), Russland (Kabardino-Balkarien)
  3. Schchara (5201 m), höchster Berg Georgiens (Swanetien)
  4. Koschtan Tau (5150 m), Russland (Kabardino-Balkarien)
  5. Pik Puschkin (5100 m), Russland (Kabardino-Balkarien)
  6. Dschangi (5058¬†m), Russland (Kabardino-Balkarien) Teile des S√ľdhangs in Georgien
  7. Kasbek (5047 m), Georgien (Region Chewi), Westhang zum Teil in Russland (Nordossetien-Alanien)
  8. Mischirgi (5025 m), Russland (Kabardino-Balkarien)
  9. Katyn (4974 m), Russland (Kabardino-Balkarien)
  10. Schota Rustaveli (4960 m), Georgien (Swanetien), Grenze zu Russland (Kabardino-Balkarien)
  11. Kjukjurtlju, 4912¬†m, Russland, Dominanz-Referenzberg f√ľr den Mont Blanc
  12. Borowikow (4888 m), Russland (Kabardino-Balkarien)
  13. Gestola (4860 m), Georgien (Swanetien), Osthang in Russland (Kabardino-Balkarien)
  14. Tetnuldi (4858 m), Georgien (Swanetien)
  15. Uschba (4737 m), Georgien (Swanetien)
  16. Uilpata (4638 m), Russland (Nordossetien-Alanien)
  17. Tebulosmta (4493 m), Russland (Tschetschenien)
  18. Bazard√ľz√ľ (4466¬†m), h√∂chster Berg Aserbaidschans, an der Grenze zu Russland (Dagestan)
  19. Schachdagh (4243 m), Aserbaidschan
  20. Schalbusdag (4142 m), Russland (Dagestan)
  21. Aragaz (4090 m), höchster Berg Armeniens und höchster Berg des Kleinen Kaukasus
  22. Dombai-Ulgen (4046 m), Russland (Karatschai-Tscherkessien), an der Grenze zu Georgien (Abchasien)

Gewässer

Die Entw√§sserung des Kaukasusgebirges ist vorwiegend radial. Die folgenden gr√∂√üeren Fl√ľsse entspringen im Kaukasus:

  • Alasani
  • Aras
  • Enguri
  • Kuban
  • Kuma
  • Kura
  • Rioni
  • Terek
  • Sulak
  • Samur

Der Sewansee ist einer der größten Seen in der Region.

Staaten und Verwaltungseinheiten

  • Armenien
  • Aserbaidschan
    • Autonome Republik Nachitschewan
    • Bergkarabach (de facto unabh√§ngige Republik Arzach)
  • Georgien
    • Autonome Republik Abchasien (de facto unabh√§ngige Republik Abchasien)
    • Autonome Republik Adscharien
    • S√ľdossetien (de facto unabh√§ngige Republik)
  • Russland
    • F√∂derationskreis S√ľdrussland
      • Adygeja
      • Region Krasnodar
    • F√∂derationskreis Nordkaukasus
      • Dagestan
      • Inguschetien
      • Kabardino-Balkarien
      • Karatschai-Tscherkessien
      • Nordossetien-Alanien
      • Region Stawropol
      • Tschetschenien

Siehe auch

  • Kaukasien
  • Qaf (Berg)
  • Caucasian Review of International Affairs
  • Kawkasski Usel
  • Oberster Religi√∂ser Rat der Kaukasusv√∂lker
  • Verwaltung der Muslime des Kaukasus

Literatur

  • Christoph Baumer: History of the Caucasus (Volume One): At the Crossroads of Empires. I.B. Tauris, London 2021, ISBN 978-1-78831-007-9.
  • Conradin Burga, Frank Kl√∂tzli, Georg Grabherr (Hrsg.): Gebirge der Erde ‚Äď Landschaft, Klima, Pflanzenwelt, Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-4165-5.
  • Magnus Pahl, Bernhard Chiari (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Kaukasus, im Auftrag des Milit√§rgeschichtlichen Forschungsamtes, MFGA / Sch√∂ningh, Paderborn u.¬†a. 2008, ISBN 978-3-506-76587-1 (= Wegweiser zur Geschichte)
  • Zaur Gasimov: Kaukasus, Europ√§ische Geschichte Online, hrsg. vom Institut f√ľr Europ√§ische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 22. Juni 2011.
  • Marie-Carin von Gumppenberg, Udo Steinbach: Der Kaukasus. Geschichte, Kultur, Politik, C.H. Beck, M√ľnchen 2008, ISBN 978-3-406-56800-8
  • Adolf Hampel: Der Kaukasus in der Literatur. In: Ost-West. Europ√§ische Perspektiven ‚ĄĖ¬†4/2003 (Schwerpunkt Kaukasus), S.¬†287‚Äď293.
  • Horst-G√ľnter Wagner: Erd√∂l und Erdgas in der Kaukasus-Kaspi-Region. In: Geographische Rundschau (Braunschweig, Westermann), Band 49, 1997, S.¬†355‚Äď361.

Weblinks

  • Caucasian Review of International Affairs ‚Äď akademische Zeitschrift √ľber Kaukasus (englisch)
  • Caucasus Seismic Information Network ‚Äď CauSIN (englisch)
  • Kaukasus-Region: Informationen zur politischen Bildung
  • Der Kaukasus: Ethnologische Perspektiven ‚Äď Texte, Bibliographien, Karten
  • Caucaz.com¬†: Nachrichten aus dem Kaukasus
  • Bergsteigen im S√ľd-Kaukasus (Georgien) (Memento vom 9. M√§rz 2010 im Internet Archive)
  • Geologie des Kaukasus

Einzelnachweise

 

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Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

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Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (5):
Armenien ArmenienAserbaidschan AserbaidschanGeorgien GeorgienRussland RusslandT√ľrkei T√ľrkei

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 45.14330473
südlichster Punkt: 39.70718665
westlichster Punkt: 37.16674804
östlichster Punkt: 50.30639648


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
194761 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
2584 km
 
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