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Staat Informationen : Malawi

Informationen:


Malawi [maňąlaňźvi] (Chichewa: Dziko la MalaŇĶi; englisch: Republic of Malawi [m…ôňąl…Ďňźw…™]) ist ein Binnenstaat in S√ľdostafrika, der am 6. Juli 1964 seine Unabh√§ngigkeit vom Vereinigten K√∂nigreich erlangte. Malawi hatte im Jahr 2018 etwa 18 Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Lilongwe.

Geographie

Lage

Die Nord-S√ľd-Ausdehnung betr√§gt 850¬†km, die West-Ost-Ausdehnung 350¬†km. Die Au√üengrenze hat eine L√§nge von 2881¬†km, 475¬†km zu Tansania im Norden, 1569¬†km zu Mosambik im Osten, S√ľden und S√ľdwesten sowie 837¬†km zu Sambia im Westen.

Landesnatur

Die Landesfläche umfasst 118.484 km² (Weltrang 99), davon 31 % Wald und Buschland, 25 % Wasserfläche, 20 % Ackerland, 15 % Wiesen und Weiden.

Malawi liegt nahezu vollst√§ndig im Bereich des ostafrikanischen Grabenbruchsystems. Die Landschaftsgestalt wird von Hochfl√§chen, die von einzelnen Inselbergen √ľberragt werden, weiten Ebenen und dem Malawisee (fr√ľher Njassasee, njassa = ‚ÄěSee‚Äú auf Chichewa) bestimmt. Die n√∂rdliche Region ist bergig; die h√∂chsten Gipfel steigen hier bis zu 3000 Meter √ľber dem Meeresspiegel an. Mit einer Fl√§che von etwa 29.600¬†km¬≤, 570 Kilometer L√§nge und einer Breite bis zu 80 Kilometern ist der Malawisee der gr√∂√üte See Malawis und zugleich das drittgr√∂√üte Binnengew√§sser Afrikas; er geh√∂rt √ľberwiegend zum malawischen Staatsgebiet. Die Inseln Chizumulu und Likoma geh√∂ren zu Malawi, liegen aber als Enklave im Hoheitsgew√§sser von Mosambik. S√ľdlich des Sees setzt sich der Grabenbruch fort.

Das aus einer Ebene mit gr√ľnen Teeplantagen herausragende Mulanje-Massiv bildet die h√∂chste Erhebung des Landes, der h√∂chste Berg ist der Sapitwa mit 3002¬†m H√∂he. Der l√§ngste Fluss ist der Shire mit 402¬†km L√§nge. Als s√ľdlicher Abfluss des Malawisees durchstr√∂mt der Shire zun√§chst den Malombesee und erreicht an der Grenze zu Mosambik den niedrigsten Punkt in Malawi (37¬†m H√∂he √ľber dem Meeresspiegel), bevor er in Mosambik in den Sambesi m√ľndet.

Klima

In Malawi herrscht tropisches Klima mit vier Jahreszeiten:

  • k√ľhle Saison zwischen Mai und Mitte August;
  • hei√üe Zeit zwischen Mitte August und November;
  • Regenzeit zwischen November und April, in dieser Zeit kann die Luftfeuchtigkeit morgens fast 100¬†% betragen;
  • Nachregenzeit zwischen April und Mai.

Im Allgemeinen ist es im Hochland k√ľhler und feuchter, w√§hrend es in den tiefer gelegenen Gebieten hei√üer und schw√ľler ist. Am Malawisee ist es am w√§rmsten, jedoch weht meistens ein k√ľhlender Wind. Die durchschnittlichen Temperaturen schwanken zwischen 19¬†¬įC und 32¬†¬įC von November bis April und zwischen 14¬†¬įC und 24¬†¬įC von Mai bis Oktober. Der Juli ist der k√ľhlste Monat. Die N√§chte k√∂nnen kalt sein, besonders im Bergland. Es besteht ein Niederschlagsgef√§lle von rund 2000¬†mm pro Jahr im √§quatorn√§heren Norden zu knapp 1000¬†mm im S√ľden; die im Regenschatten liegende Grabensohle erh√§lt √∂rtlich kaum 600¬†mm.

Hydrologie

Der Malawisee, dessen Einzugsgebiet bis hinein nach Tansania und Mosambik reicht, dominiert das Land. Fast ganz Malawi (etwa 90¬†%) entw√§ssert √ľber den Shire, dem Abfluss des Malawisees, in den Sambesi. Die westlichen Einzugsgebietsgrenzen des Shire sind praktisch deckungsgleich mit der Landesgrenze. Im S√ľdosten des Landes gibt es kleinere Bereiche, die entweder in den Rovuma oder in den Chilwa-See entw√§ssern.

Pflanzenwelt

Die Flora der Region ist sehr unterschiedlich. Vorherrschende Vegetationsformationen in den trockenen Ebenen sind Savannen und offene Grasfluren sowie lichter Trockenwald. Geschlossene W√§lder kommen nur in Gebirgslagen und auf den waldreichen Hochplateaus vor. Der Waldbestand des Landes wurde fr√ľher in den Siedlungsgebieten abgeholzt, wird aber inzwischen wieder gro√üfl√§chig aufgeforstet.

Natursehensw√ľrdigkeiten

Sehenswert sind die Kapichira-Wasserfälle, der Malawisee, der Malombesee und der Berg Mulanje. Nationalparks und Naturschutzgebiete in Malawi sind Kasungu, Lake Malawi National Park, Lengwe, Majete Wildlife Reserve, Mwabvi Wildlife Reserve, Liwonde, der Nyika-Nationalpark auf dem Nyika-Plateau, Vwaza Marsh Game Reserve und Nkhotakota Wildlife Reserve. Der Elefantenbestand in Malawi wurde 1977 auf 2800 bis 3200 Tiere geschätzt, 1979 und 1981 auf 4500, aber 1987 nur noch auf 2400.

Bevölkerung

Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag und Kopf (Stand 2005).

Eine Frau bringt in ihrem Leben durchschnittlich 4,1 Kinder zur Welt (Stand 2019, Tendenz: fallend). Diese hohe Fruchtbarkeitsrate ist unter anderem dadurch bedingt, dass 42¬†% der Frauen keine modernen Verh√ľtungsmittel zur Verf√ľgung stehen. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt lag 2019 bei 64,3 Jahren.

7,3¬†% der M√§nner und 11,1¬†% der Frauen (15‚Äď49 Jahre) sind HIV-positiv (Stand 2018). Da vor allem junge Menschen betroffen sind, hat dies enorme √∂konomische Konsequenzen (siehe auch: HIV/AIDS in Afrika). Verst√§rkt werden diese noch durch ein starkes Bev√∂lkerungswachstum, das extremen Druck auf das Land und seine Ressourcen, die Ern√§hrungslage, den Arbeitsmarkt und die Sozialleistungen aus√ľbt. 2015 betrug die Alphabetisierungsrate 65,8¬†%.

F√ľr das Jahr 2050 wird laut der mittleren Bev√∂lkerungsprognose der UN mit einer Bev√∂lkerung von √ľber 38 Millionen gerechnet.

Ethnien

Die meisten der etwa 18 Millionen Einwohner gehören verschiedenen Bantuethnien an. Es werden insgesamt 13 verschiedene Kultur- und Sprachgruppen unterschieden.

Mit 49,3 % stellen die namensgebenden Maravi, einschließlich der Chewa (32,6 %), der Tumbuka (8,8 %), der Nyanja (5,8 %) und der Tonga (2,1 %), die größte unter ihnen und bilden somit die Titularnation. Die Lomwe stellen 17,6 % der Bevölkerung, die Yao 13,5 % und die Ngoni machen 11,5 % aus. Die Sena und die Ngondo sind mit 3,6 % respektive 1 % eine Minderheit. Andere Volksgruppen stellen zusammen insgesamt 3,5 % der Gesamtbevölkerung.

Im Jahre 2017 waren 1,3 % der Bevölkerung Ausländer. Die meisten Ausländer im Land kamen aus Mosambik, Sambia und Simbabwe.

Sprachen

Verbreitet sind Bantusprachen. Amtssprache ist Englisch als Erbe der Kolonialzeit. Die Bantusprache Chichewa ist Nationalsprache. Au√üerdem werden regional die Bantusprachen Lomwe, Chiyao, Tumbuka, Chinkhonde, Chisena, Chitonga, Chinyakyusa, Chimambya, Chisenga, Chisukwa, Chingoni, Chimambwe und Chinamwanga gesprochen. Die Vorsilbe Chi bedeutet so viel wie ‚ÄěSprache der ‚Ķ‚Äú.

Daten aus dem Jahr 2000 des National Statistical Office of Malawi ergaben dabei folgende Sprachzusammensetzung f√ľr Malawi:

Religionen

Etwa 82,6 Prozent der Bev√∂lkerung bekennen sich zum Christentum, mit 13 Prozent hat Malawi einen h√∂heren Anteil Muslime als die anderen L√§nder im s√ľdlichen Afrika. Die verbleibenden Anteile entfallen auf Bahai, Atheisten (2,5 Prozent) und Anh√§nger von traditionellen Religionen, wobei deren mythologische Vorstellungen teilweise in die Weltreligionen mitgenommen wurden und bestimmte Rituale unter anderen Namen dort weiterhin praktiziert werden. Christen haben im gesamten Norden bis zur H√§lfte des Landes einen Bev√∂lkerungsanteil von √ľber 90 Prozent, das Siedlungszentrum der Moslems liegt im Osten s√ľdlich des Malawi-Sees. Traditionelle Religionen werden offiziell nur noch in einzelnen kleinen Gebieten im √§u√üersten S√ľden, besonders im Distrikt von Nsanje praktiziert.

Christentum

Die gr√∂√üte christliche Gemeinde bilden mit etwa 23 Prozent die Katholiken, es folgen gem√§√ü einer Umfrage von 2004 mit knapp 19 Prozent die Church of Central Africa (CCAP), die zu den Presbyterianern geh√∂rt. Die Gruppe der African Independent Churches (AIP) machen etwa 17 Prozent aus und sind ebenso wie Evangelikale und Pfingstler ‚Äď zusammen etwa ein Drittel der Christen ‚Äď stark zunehmend; die letzten beiden gewinnen besonders in den St√§dten Anh√§nger. Es gibt au√üerdem etwa 2,5 Prozent Anglikaner und gut 6 Prozent Siebenten-Tags-Adventisten und malawische Baptisten f√ľr beide sowie die Minderheiten der Zeugen Jehovas und der Gerechten Christen.

Der erste Missionar am Malawisee war 1859 David Livingstone. Durch seine Berichte √ľber den Sklavenhandel und die Notwendigkeit zur Mission war das Interesse an dieser Gegend geweckt. Bischof Charles Frederick Mackenzie gr√ľndete als Vertreter der Universities Mission to Central Africa (UMCA) zwei Jahre sp√§ter bei Zomba eine Missionsstation, verstarb aber bereits 1862 wie die meisten seiner Mitstreiter an Malaria. Sein Nachfolger William Tozer zog sich 1863 nach Sansibar zur√ľck. 1875 kamen Presbyterianer und gr√ľndeten die Station Livingstonia, wo als erste die Tumbuka missioniert wurden, w√§hrend eine Abordnung der Church of Scotland sich 1876 beim sp√§teren Blantyre niederlie√ü. Die ersten Katholiken kamen 1889 in Gestalt der Wei√üen V√§ter √ľber das von Portugal kolonisierte Mosambik. In den Jahrzehnten darauf folgten unter anderem Missionare der Niederl√§ndisch-reformierten Kirche aus S√ľdafrika und einige charismatische Gruppen mit Ursprung in den USA. Vor allem Missionare der anglikanischen Kirche profitierten von ihren N√§he zur Kolonialmacht, vermittelten daf√ľr in Konfliktf√§llen der Regierung religi√∂se Legitimation.

Der langj√§hrige Pr√§sident Banda war Presbyterianer. Erst seit seinem Nachfolger, dem Moslem Bakili Muluzi, gilt die in Artikel 20 der Verfassung garantierte Religionsfreiheit in der Praxis gleicherma√üen auch f√ľr Moslems, wobei Banda nach 1961 eine Kampagne f√ľr westliche Erziehung von benachteiligten Moslems startete. Seit 2004 war der Katholik Bingu wa Mutharika Pr√§sident und dessen Vizepr√§sident Moslem. Politische Spannungen sind nicht religi√∂s begr√ľndet, die meisten religi√∂sen Auseinandersetzungen gab es zwischen sich abspaltenden christlichen Splittergruppen. In den 1970er Jahren kam es im S√ľden zu Auseinandersetzungen zwischen Christen und Anh√§ngern traditioneller Religionen. Auf der einen Seite polarisierte eine neu ins Land gekommene fundamentalistische Pfingstbewegung, auf der anderen formierte sich eine neotraditionelle Kirche der Ahnen.

1909 begann der charismatische Elliot Kenan Kamwana f√ľr die Zeugen Jehovas in Malawi zu missionieren. Er sagte f√ľr 1914 den Weltuntergang voraus, wurde aber schon Ende 1909 wegen seiner antikolonialen Kampagnen von den Briten deportiert und kehrte erst 1937 aus Mauritius wieder zur√ľck, wo er bis zu seinem Tod 1956 heimlich weiter Anh√§nger gewann. Diese wurden lange als Zeugen Jehovas angesehen, bildeten aber de facto und schlie√ülich auch formell eine eigene Religionsgemeinschaft, die Mlondo oder ‚ÄěWatchman‚Äú Mission. Unter Pr√§sident Banda wurden ab 1967 die damals etwa 18.000 Anh√§nger Kamwanas wegen ihrer Weigerung, Milit√§rdienst zu leisten und an Zeremonien teilzunehmen, unterdr√ľckt, gewaltsam verfolgt und zu Tausenden in Fl√ľchtlingslager nach Sambia und Mosambik vertrieben. 1976 waren √ľber 5000 eingesperrt (die Zahl schlie√üt wohl auch Zeugen Jehovas ein). Mit der Demokratisierung 1993 wurde das Verbot dieser Glaubensgemeinschaft aufgehoben. Seither hat ihre Zahl deutlich zugenommen.

Islam

Muslime in Malawi sind wie im √ľbrigen Afrika fast ausschlie√ülich Sunniten, worunter auch Anh√§nger verschiedener Sufi-Bruderschaften (Tariqa) zu verstehen sind. Die meisten Muslime finden sich unter den Yao im S√ľden des Malawi-Sees. Der Islam kam erstmals ab den 1890er Jahren durch arabische H√§ndler √ľber Mosambik hierher und trug dazu bei, dass die Yao den meisten Widerstand gegen die Kolonialherrschaft leisteten. Hauptverantwortlich f√ľr die Ausbreitung des Islam in Malawi war der am Malawi-See geborene Scheich Abdallah b. Haji Mkwanda (um 1860‚Äď1930), der Sohn eines bekannten Elfenbein- und vermutlich auch Sklavenh√§ndlers. Er studierte den Koran in Kilwa, kehrte 1884 zum See zur√ľck, predigte und verteilte Amulette. Sein einflussreichster Sch√ľler war Scheich Thabit b. Muhammad Ngaunje (um 1880‚Äď1959), der den Islam besonders bei den Yao verbreitete. Beide lehrten den Koran auf Arabisch und Swahili, aber nicht in Lokalsprachen. Das Zentrum des islamischen Glaubens repr√§sentierte f√ľr alle Muslime am Malawi-See Sultan Barghasch ibn Sa‚Äô√ģd von Sansibar.

Nach 1900 begann die Ausbreitung der beiden Tariqas Qadiriyya und Schadhiliyya landeinw√§rts von der Mosambik-Insel. Die meisten Prediger dieser Sufi-Orden waren Muslime in zweiter Generation und bet√§tigten sich zugleich als reisende H√§ndler. Die wichtigste Frau in der islamischen Geschichte von Malawi war Mtumwa bt. Ali b. Yusufu, die auf Sansibar ausgebildet worden war und 1929 den Qadiriyya-Orden nach Nkhotakota brachte, was vielen Frauen zu einer aktiveren Rolle innerhalb der Glaubensgemeinde verhalf. Wie einige traditionelle Zeremonien √ľberlebten bei den moslemischen Yao Matrilinearit√§t und Gewohnheitsrecht w√§hrend der Kolonialzeit. Die zur Ahnenverehrung geh√∂renden Feiern am Ende der Totenklage wurden unter dem neuen islamischen Namen Sadaka begangen und von muslimischen Autorit√§ten √ľberwacht.

Die britische Kolonialpolitik verhielt sich im Gegensatz zu den Portugiesen in Mosambik tolerant gegen√ľber dem Islam, dennoch erhielten nur wenige Muslime westliche Bildung und gute Jobs. Seit Ende der 1970er Jahre erfolgt eine Wiederbelebung des Islam im Land durch Zusammenarbeit und finanzielle Unterst√ľtzung von Muslimen aus Indien und Pakistan. In den 1980er Jahren wurden rund 30 Moscheeneubauten auch durch das African Muslims Committee aus Kuwait finanziert. Der Islam erhielt eine sichtbare Pr√§senz, auch in Gegenden, wo es kaum Muslime gibt. Die Zahl der Madrasas stieg ebenfalls. Seit 1986 verteilt die Islamic Development Bank Stipendien f√ľr Studieng√§nge in Medizin und Ingenieurwissenschaften in Pakistan. So entstand ein konservativer Reformislam, der den bisherigen Islam der Sufi-Orden herausfordert, aber bisher noch in der Minderheit bleibt.

Soziale Lage

Aus dem Jahresbericht 2009 von Amnesty International geht hervor, dass √ľber 86¬†% der Bev√∂lkerung nur eingeschr√§nkt Zugang zu Bildungseinrichtungen und Gesundheitsf√ľrsorge haben.

Bildungswesen

In Malawi stieg die Zahl der Grundsch√ľler seit der Einf√ľhrung des freien Grundschulunterrichts 1995 von 1,9 Millionen auf 3,4 Millionen. Damals ging nur die H√§lfte der Kinder im schulf√§higen Alter in die Schule, heute sind es 80¬†%. Ein Hauptproblem in den Dorfschulen sind die Klassengr√∂√üen von mehr als 80 Kindern. Es besteht ein gro√üer Mangel an Lehrern. In den letzten zehn Jahren wurden viele Lehrer ohne Lehramtsstudium eingestellt und viele ehemalige Lehrer zur√ľckgeholt, um die Situation zu verbessern. Trotz dieser Anstrengungen war der Mangel an Lehrern 2006 gr√∂√üer als 2001, weil zahlreiche √§ltere Lehrer ihre T√§tigkeit beendeten. 2015 betrug die Alphabetisierungsrate 65,8¬†%.

In den ersten 30 Jahren nach der Unabh√§ngigkeit hatte Malawi nur eine Universit√§t, die University of Malawi, mit f√ľnf Constituent Colleges: Chancellor College in Zomba, Polytechnic in Blantyre, Bunda College of Agriculture und College of Nursing in Lilongwe und College of Medicine in Blantyre. Seitdem wurden drei weitere Universit√§ten er√∂ffnet: Mzuzu University in Mzuzu, Livingstonia University in Livingstonia und Ekwendeni sowie die Catholic University of Malawi in Nguludi bei Blantyre.

Medizinische Versorgung

Jeder Distrikt hat ein Distriktkrankenhaus, das √ľber mindestens 100 Betten verf√ľgt. Es gibt √ľberall Operationsr√§ume, Mikroskope und R√∂ntgen- und Sonographieger√§te zur Diagnostik. Die Fachbereiche Augenheilkunde, Allgemeine Medizin, Dermatologie, Dentalmedizin sind normalerweise besetzt. Medikamente werden gew√∂hnlich kostenfrei abgegeben. In den gro√üen St√§dten Blantyre, Lilongwe und Mzuzu ist die Ausstattung vielf√§ltiger und besser. Erg√§nzt wird dieses Gesundheitssystem durch Medical Centres im Umland, die oft von Krankenschwestern betreut werden. Es ist m√∂glich, dass eine Krankenschwester mehrere Medical Centres betreut.

Die S√§uglingssterblichkeit lag 2020 bei 43 pro 1000 Geburten, die M√ľttersterblichkeit bei 510 pro 100.000 Geburten (Stand 2013), nur 54¬†% der Geburten k√∂nnen medizinisch betreut werden. Die hohe AIDS-Rate stellt das Gesundheitssystem vor gravierende Probleme.

Malawi ist (neben Burkina Faso) eines der Schwerpunktl√§nder der EinDollarBrille-Aktivit√§ten: Fehlsichtige Schulkinder erhalten kostenlos eine Brille; Erwachsene f√ľr umgerechnet 5 Euro.

Homosexualität

Homosexualität war lange strafbar. Malawis Präsidentin Joyce Banda setzte im November 2012 sämtliche Gesetze zu Homosexualität außer Kraft.

Menschenrechte

Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International berichten seit einigen Jahren, dass Angriffe auf Menschen mit Albinismus in Malawi deutlich zunehmen. Im Mai 2015 begutachtete der UN-Menschenrechtsrat die Lage der Menschenrechte in Malawi. Er stelle fest, dass die Regierung 154 der 199 Empfehlungen angenommen hatte. Bei den abgelehnten Empfehlungen handelte es sich, gem√§√ü den Angaben von Amnesty International, √ľberwiegend um solche zur Abschaffung der Todesstrafe sowie zur Abschaffung von Bestimmungen im Strafgesetzbuch, die einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen des gleichen Geschlechts kriminalisieren. Die Verfassung legt unter anderem die Gleichberechtigung der Frau fest. Demnach sind Gesetze, die frauenfeindliche Regeln enthalten, verfassungswidrig und werden durch die Malawi Law Commission aufgehoben. In Malawi ist die Chancengleichheit der Geschlechter gegenw√§rtig nicht gegeben. In der sekund√§ren Bildung ist der Anteil von Frauen epochal gesunken.

Das Land weist weltweit eine der h√∂chsten Raten von verheirateten M√§dchen unter 18 Jahren auf. Im Jahr 2015 verabschiedete die malawische Regierung ein Gesetz, welches unter anderem das Alter der Ehem√ľndigkeit festsetzt. Seitdem muss eine Frau mindestens das 18. Lebensjahr erreicht haben, ehe sie eine Ehe eingehen darf. Auch die Alphabetisierungsrate steigt. Ein weitverbreitetes Problem ist die zunehmende Gewalt gegen Frauen. Gegenw√§rtig wurde die h√§usliche Gewalt gegen Frauen unter Strafe gestellt.

Geschichte

Ein von Friedemann Schrenk bei Karonga entdecktes Fossil eines Homo rudolfensis belegt, dass das Gebiet des heutigen Malawi bereits vor mehr als zwei Millionen Jahren von fr√ľhen Vertretern der Gattung Homo besiedelt war.

Die fr√ľheste nachweisbare Besiedelung durch den modernen Menschen (Homo sapiens) erfolgte durch St√§mme der San. N√∂rdlich von Lilongwe sind in den H√∂hlen zweier markant aus der Landschaft ragenden Berge aus Granitfels noch heute steinzeitliche Zeichnungen dieser Kultur von J√§gern und Sammlern zu finden. Die fr√ľhste eisenzeitliche Kultur im s√ľdlichen Malawi ist gekennzeichnet durch die Nkope-Keramik, die hier etwa ab 200 n. Chr. einsetzt und sich bis ins 11. Jahrhundert nachweisen l√§sst. Die n√§chste nachweisbare Besiedlung erfolgte durch den Chewa-Stamm aus dem Luba-Gebiet, wobei die Angaben zur Zeit der Einwanderung je nach politischer oder wissenschaftlicher Ansicht zwischen 1000 und 1480 n. Chr. schwanken.

Auf malawischem Boden soll sich vor dem Zeitalter des Kolonialismus das K√∂nigreich der Maravi befunden haben. Der von Ostafrika, besonders Sansibar, ausgehende Sklavenhandel und Stammeskriege wirkten sich f√ľr die n√∂rdlichste Region nachteilig aus. 1859 erreichte David Livingstone als erster Europ√§er den Malawisee. 1891 wurde Malawi britisches Protektorat, 1907 wurde dieses in die Kolonie Njassaland umgewandelt. 1915, als die britische Regierung die Wehrpflicht f√ľr die Koloniebewohner anordnete, revoltierte die einheimische Bev√∂lkerung unter dem Baptistengeistlichen John Chilembwe gegen die Fremdherrschaft.

1953 wurde Njassaland Mitglied der Zentralafrikanischen Föderation.

Vor der Unabh√§ngigkeit gew√§hrten die Kolonialbeh√∂rden in der Verfassung von 1961 Schwarzen zwar ein aktives und passives Wahlrecht, es war aber durch Bildungsschranken und Eigentumsanforderungen eingeschr√§nkt. Viele Frauen waren in den nationalistischen Bewegungen aktiv. Bei den Wahlen von 1961 durften Frauen, die die Anforderungen an Bildung und Eigentum erf√ľllten, w√§hlen, was zur Folge hatte, dass alle europ√§ischen Frauen und etwa 10 000 schwarze Frauen das Wahlrecht aus√ľben durften. Bei der Erlangung der Unabh√§ngigkeit 1964 wurde das allgemeine Wahlrecht und damit auch das unbeschr√§nkte Frauenwahlrecht eingef√ľhrt.

Am 6. Juli 1964 erlangte das Land unter Premierminister Hastings Kamuzu Banda als Malawi die Unabh√§ngigkeit, der exakt zwei Jahre danach, am 6. Juli 1966, die Republik ausrief und ihr erster Pr√§sident wurde. Banda regierte das Land an der Spitze der Malawi Congress Party (MCP) diktatorisch. Diese Diktatur endete erst 1993 mit einem friedlich ablaufenden Referendum, welches 1994 in freie Wahlen m√ľndete. Initiiert worden war diese Entwicklung durch einen Hirtenbrief von sechs r√∂misch-katholischen Bisch√∂fen unter F√ľhrung von James Chiona im Jahr 1992, in dem erstmals seit Jahren √∂ffentlich politische Reformen gefordert wurden.

Bei den ersten freien Wahlen 1994 wurde Bakili Muluzi von der United Democratic Front (UDF) zum Pr√§sidenten gew√§hlt und 1999 wiedergew√§hlt. Nach vergeblichen Versuchen, die Verfassung zu √§ndern, um seine Pr√§sidentschaft zu verl√§ngern, wurde er nach der umstrittenen Wahl vom 20. Mai 2004 von dem von ihm als Nachfolger gew√ľnschten Bingu wa Mutharika (UDF) abgel√∂st, vor allem, weil die Oppositionsparteien sich nicht auf einen gemeinsamen Gegenkandidaten einigen konnten. Die Vereidigung des neuen Pr√§sidenten fand am 24. Mai 2004 in Blantyre im Beisein mehrerer afrikanischer Staatschefs statt. Bingu wa Mutharika wurde 2009 mit 66,17¬†% der g√ľltigen Stimmen wiedergew√§hlt. Die von ihm gef√ľhrte Democratic Progressive Party (DPP) vereinigte knapp 60¬†% der Parlamentssitze auf sich. 2009 scheiterte ein Vorsto√ü Mutharikas, der vorsah, ihm eine dritte Amtszeit zu erm√∂glichen, was derzeit durch die malawische Verfassung verboten wird. Damals war die Opposition in Malawi schwach, was Mutharika erm√∂glichte, fast alle seiner Ideen umzusetzen, die teilweise repr√§sentativen Charakters sind. So wurde von 2008 bis 2010 ein neues Parlamentsgeb√§ude in Lilongwe gebaut; au√üerdem wurde 2009 aus √∂ffentlichen Geldern ein Flugzeug f√ľr den Pr√§sidenten gekauft. Am 5. April 2012 erlag Mutharika einem Herzinfarkt. Ihm folgte die bisherige Vizepr√§sidentin Joyce Banda nach, die am 7. April 2012 den Amtseid ablegte. 2014 wurde Peter Mutharika neuer Pr√§sident. Bei den Wahlen 2019 erhielt er ebenfalls die meisten Stimmen, das Verfassungsgericht ordnete jedoch eine Wiederholung der Wahl an.

Politik

Politisches System

Nach der Verfassung von 1966 ist Malawi eine pr√§sidiale Republik im Commonwealth. Einzige zugelassene Partei war die Malawi Congress Party. Nach einem Referendum 1993 wurde die Einf√ľhrung eines Mehrparteiensystems beschlossen. Danach hat das Parlament, die malawische Nationalversammlung 193 Abgeordnete, die alle f√ľnf Jahre neu gew√§hlt werden. Ebenfalls alle f√ľnf Jahre wird in direkter Wahl das Staatsoberhaupt, der Pr√§sident, bestimmt. Zuletzt fanden die Pr√§sidentschafts- und Parlamentswahlen am 21. Mai 2019 statt. Das Rechtssystem orientiert sich am britischen Recht.

Außenpolitik

Malawi ist Mitglied der Vereinten Nationen, der Bewegung der blockfreien Staaten, des Commonwealth of Nations, der Afrikanischen Union, der S√ľdafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) und des Gemeinsamen Marktes f√ľr das √Ėstliche und S√ľdliche Afrika (COMESA).

Grenzkonflikte

Es gibt Grenzstreitigkeiten zwischen Malawi und Tansania. Malawi wurde 1890 bei den kolonialen Grenzziehungen der gesamte Malawisee zugesprochen (Helgoland-Sansibar-Vertrag). Tansania beansprucht die Gebiete, die nach aktuellem internationalen Recht auf seiner H√§lfte des Sees liegen. Der Konflikt versch√§rfte sich, als 2012 auf tansanischer Seite √Ėl- und Gasvorkommen entdeckt wurden, die Malawi √∂konomisch nutzen will.

Verwaltungsgliederung

Malawi ist in jeweils drei Verwaltungsregionen, Regions genannt und darunter liegend in insgesamt 28 Distrikte unterteilt. Die Regions werden durch einen Regional Administrator vertreten, wogegen die Distrikte von einem District Development Committee (DDC) unter Vorsitz eines District Commissioner gef√ľhrt werden. Die politische Willensbildung und B√ľrgerbeteiligung findet dezentralisiert in den Distrikten und in einigen wenigen gr√∂√üeren St√§dten in den sogenannten Town- bzw. City-Assemblies statt, nicht aber auf der Regionalebene.

Regionen

  • Northern Region mit dem Verwaltungszentrum Mzuzu
und den 6 Distrikten: Chitipa, Karonga, Likoma, Mzimba, Nkhata Bay, Rumphi.
  • Central Region mit dem Verwaltungszentrum Lilongwe
und den 9 Distrikten: Dedza, Dowa, Kasungu, Lilongwe, Mchinji, Nkhotakota, Ntcheu, Ntchisi, Salima.
  • Southern Region mit dem Verwaltungszentrum Blantyre
und den 13 Distrikten: Balaka, Blantyre, Chikwawa, Chiradzulu, Machinga, Mangochi, Mulanje, Mwanza, Neno, Nsanje, Phalombe, Thyolo, Zomba.

Städte

Die größten Städte sind (Stand 2018, Volkszählung): Lilongwe (989.318 Einwohner), Blantyre (800.318), Mzuzu (221.272), Zomba (105.013), Karonga (61.609), Kasungu (58.653) und Mangochi (53.498).

Lilongwe, Blantyre und Mzuzu sind die einzigen St√§dte, die √ľber urbane Infrastruktur und Dienstleistungen in europ√§ischem Sinne verf√ľgen. Alle anderen St√§dte sind Agglomerationen um traditionelle Marktpl√§tze mit Schulen und Krankenh√§usern.

Militär

Die Malawian Defence Force hat eine Personalstärke von 25.000 Soldaten und umfasst

  • die Army (mit dem Air Wing und dem Naval Detachment),
  • Polizei (mit der paramilit√§rischen Mobile Force Unit)

Sie entstand mit der Unabhängigkeit Malawis aus Teilen der King’s African Rifles.

Malawi gab 2017 knapp 0,8 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 47 Millionen US-Dollar f√ľr seine Streitkr√§fte aus.

Wirtschaft

Malawi z√§hlt zu den √§rmsten Volkswirtschaften der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2016 betr√§gt pro Kopf 295 US-Dollar. Das kaufkraftbereinigte BIP betrug 2017 22,37 Milliarden US-Dollar, das sind 1.167 US-Dollar pro Kopf der Bev√∂lkerung. Das reale Wirtschaftswachstum lag im selben Jahr bei 4¬†%. Die Inflationsrate war in den letzten Jahren sehr hoch. Die Wirtschaft h√§ngt von den erheblichen finanziellen Zusch√ľssen von IWF, der Weltbank und einzelnen Spendernationen ab. 2003 belief sich der Anteil der Bev√∂lkerung mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag auf 42¬†%. Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsf√§higkeit eines Landes misst, belegt Malawi Rang 132 von 137 L√§ndern (Stand 2017‚Äď2018). In der Rangliste von 2017 gem√§√ü dem Index f√ľr wirtschaftliche Freiheit liegt das Land auf Platz 149 von 180.

Laut einer Studie der Bank Credit Suisse aus dem Jahre 2017 ist Malawi das Land mit dem niedrigsten Verm√∂gen je Einwohner. Es betrug lediglich 114 US-Dollar im Durchschnitt und 45 US-Dollar im Median f√ľr jede erwachsene Person im Land.

Kennzahlen

Alle BIP-Werte sind in US-Dollar (Kaufkraftparität) angeben.

Probleme

In Malawi ist Korruption weit verbreitet. In diesem Fall ist das eine Art Verteilungskampf, die auf traditionellen Rechten, Vorrechten und Vormachtstellungen aufbaut. So gibt es neben dem √∂ffentlichen Staatshaushalt einen informellen, der f√ľr die Stabilit√§t des Landes erheblich, jedoch enorm konflikttr√§chtig ist. Ab 2008 kam es zu zahlreichen Gesch√§ftsgr√ľndungen durch Chinesen, so dass es teilweise zu Unruhen kam. Zum Schutz der einheimischen Wirtschaft erlie√ü die Regierung am 31. Juli 2012 ein Gesetz, das ausl√§ndischen H√§ndlern verbietet, au√üerhalb der vier Ballungszentren Malawis Gesch√§fte zu machen.

Die Arbeitslosenrate wird 2013 mit 20,4 % angegeben und liegt damit sehr hoch. Die meisten Arbeitsplätze sind in der informellen Wirtschaft und viele Personen sind unterbeschäftigt. 2013 arbeiteten 76,9 % aller Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, 19 % im Dienstleistungssektor und 4,1 % in der Industrie.

Landwirtschaft

Die Wirtschaft ist √ľberwiegend landwirtschaftlich ausgerichtet; der Agrarsektor besch√§ftigt 90¬†% der Bev√∂lkerung und erbringt fast 40¬†% des Bruttoinlandsprodukts und fast 90¬†% von den Exporteinnahmen. Exportiert wird haupts√§chlich Tabak, gefolgt von Tee und Zuckerrohr, w√§hrend f√ľr den Eigenbedarf vor allem Mais angebaut wird.

2002 war ein katastrophales D√ľrrejahr, in dem es zu verbreitetem Hunger kam. Seither hat Malawi ‚Äď entgegen dem Rat von Experten aus Industriel√§ndern ‚Äď ein Gutscheinsystem eingef√ľhrt und ausgebaut, in dessen Rahmen Bauern subventionierte D√ľngemittel verg√ľnstigt erhalten. Dieses Programm soll eine deutliche Erh√∂hung der landwirtschaftlichen Produktion und eine Verringerung des Hungers im Land erreicht haben; 2007 verkaufte Malawi mehr Mais an das Weltern√§hrungsprogramm als jedes andere Land im s√ľdlichen Afrika und lieferte ferner Hunderttausende Tonnen Mais nach Simbabwe.

Bodenschätze und Energiegewinnung

Malawi verf√ľgt in erster Linie √ľber Bauxit- und Niob-Vorkommen.

Bei Kayelekera im Bassin des N√∂rdlichen Rukuru liegen 11.000¬†t Uranerz mit einem Gehalt von 0,17¬†%. Im April 2009 wurde dort durch die australische Gesellschaft Paladin der Tagebau Kayelekera er√∂ffnet, in den bislang etwa 200 Millionen US-Dollar investiert wurden. 2014 wurde der Tagebau wieder geschlossen. Die j√§hrlichen Einnahmen f√ľr Malawi sollen sich auf √ľber 100 Millionen US-Dollar belaufen haben, wodurch der Tagebau die gr√∂√üte Devisenquelle des Landes war und durch Arbeitspl√§tze und Zulieferindustrien fast 10¬†% zum malawischen Bruttosozialprodukt beigetragen haben soll.

In der N√§he von Livingstonia liegt die Mchenga-Steinkohlengrube, eine Lagerst√§tte mit 2 Millionen¬†t (m√∂glicherweise 20 Millionen) und hohem Brennwert (0,5¬†%¬†S, 28,5¬†MJ/kg), aber v√∂llig veraltetem Ger√§t. Weiter gibt es Kohle am Lufira (0,6‚Äď50 Millionen¬†t, 2,2¬†%¬†S, 19,7¬†MJ/kg), bei Ngana (15‚Äď50 Millionen¬†t, 2,2¬†%¬†S, 19,7¬†MJ/kg), Mwabvi (5‚Äď10 Millionen¬†t, 0,76¬†%¬†S, 17,5¬†MJ/kg), Lengwe (10 Millionen¬†t, 0,51¬†%¬†S, 11,5¬†MJ/kg), Kayerekera 0,5‚Äď5¬†m√∂glich 165 Millionen¬†t (0,6¬†%¬†S, 20¬†MJ/kg).

Der Schwermineralsand am Malawisee bei Senga enthält 670.000 t an Granat, Ilmenit und Monazit. Nahe der Eisenbahnstrecke bei Tengani liegen 2,5 Millionen t solchen Sandes mit einem Ilmenitgehalt von 3 % und 300.000 t mit 0,3 % Rutil, ein wirtschaftlich bedeutendes Titanmineral. Bei Ilomba Hill liegen 100.000 t mit 3 %, bei Chilwa Island 375.000 t mit 0,95 %, und Thundulu 900.000 t mit 0,37 % Niob-haltigen Mineralkomponenten.

Bei Thundulu finden sich auch 2¬†Mio.¬†t Phosphatvorkommen mit 17¬†% Gehalt. Bei Linthipe liegen 14¬†Mio.¬†t Tonerde, die von Engineering and Foundry Co. f√ľr wei√üe Tonwaren genutzt wird.

Bei Mchinji liegen 1,6¬†Megatonnen Quarzsand mit einem Grad von 97,2¬†% SiO2 und weniger als 0,2¬†% Eisenoxid, die sich f√ľr die Herstellung von Glas eignen. Ebenso liegen in den Chilwa-Sandb√§nken 25¬†Millionen¬†t Quarzsand mit einem Grad von 92,7¬†% SiO2 und 0,62¬†% Eisen. Bei Katengeza und Chimutu in Zentralmalawi befinden Graphitvorkommen mit 2,7¬†Millionen¬†t.

Malawi verf√ľgt √ľber betr√§chtliche Niob- und Tantal-Ressourcen. Die relevanten Metallgehalte sind an Gesteinseinheiten von Nephelinsyeniten und Karbonatiten gebunden. Im Westen des Landes, rund 150¬†km n√∂rdlich der Hauptstadt Lilongwe, unweit von Mzimba wurden 2014 im Rahmen des Kanyika Niobium Project 40 Tonnen Rohstoff entnommen und f√ľr ein metallurgisches Pilotprojekt in das Guangzhou Research Institute of Non-ferrous Metals nach China verbracht. Diese Niobvorkommen sind in j√ľngerer Zeit von der australischen Firma Globe Metals & Mining erkundet worden.

Elektroenergie wird hauptsächlich aus Wasserkraft gewonnen. Es gibt entsprechende Stauanlagen am Shire unterhalb des Malawisees.

Handwerk

Es gibt verbreitet Holzschnitzerei. Zudem ist portugiesischer Einfluss bei der Fertigung von Holztruhen deutlich sp√ľrbar, die mosambikanische B√ľrgerkriegsfl√ľchtlinge mit maurischen inspirierten Mustern verzieren, was von malawischen Handwerkern √ľbernommen wurde. Hier hat sich mittlerweile ein eigenst√§ndiger Sektor mit Arbeitsteilung etabliert. In Mua Mission bei Salima gibt es inzwischen eine anerkannte Holzschnitzerschule.

Auch Entwicklungshilfeprojekte tragen inzwischen Fr√ľchte. Handarbeiten aus Raffiabast, Schilf, Palm- und Maisbl√§ttern sind verbreitet und haben professionelles Niveau erreicht. T√∂pfereien sind vor allem in der Dedza-Region auffindbar. Auch eine Weberei f√ľr Behinderte in Blantyre ist inzwischen selbstst√§ndig.

L√§ngst hat sich ein Netz von KFZ-Werkst√§tten √ľber das Land gelegt, die mittlerweile auch neuere Autos reparieren k√∂nnen. Auf der Grundlage verschrotteter Autos entstand ein einheimischer Sektor im metallverarbeitenden Gewerbe, das einfache Teile selbst herstellen kann. T√∂pfe, √Ėfen und Herde werden landesweit aus eigener Produktion angeboten. Gleiches gilt f√ľr Bauhandwerksleistungen.

Bankensystem

Das Finanzsystem Malawis wird von der Reserve Bank of Malawi gesteuert. Die größte Geschäftsbank des Landes, die National Bank of Malawi hat 13 Niederlassungen und eine Reihe von Agenturen im Land. Sie ist in fast jeder Distrikthauptstadt zu finden, nicht aber im Umland. Sie arbeitet profitabel und beschäftigt etwa 1000 Mitarbeiter. Des Weiteren gibt es mehrere private Banken, die Geschäftsstellen in den größeren Ortschaften und zum Teil auch Geldautomaten vorhalten.

Die Usancen des Bankgesch√§ftes in Malawi unterscheiden sich von denen in Europa vor allem darin, dass Konten nicht √ľberzogen werden k√∂nnen und √úberweisungen Wochen in Anspruch nehmen. F√ľr den Kontoinhaber ist definitiv nur das Geld verf√ľgbar, das konkret auf seinem Konto als Guthaben gebucht ist. Bei Projekten kann das die gesamte Planung zeitlich weit hinausz√∂gern und p√ľnktliche Gehaltszahlungen unm√∂glich machen.

Beim Eintauschen von Traveller cheques wurde (jedenfalls bis 2006) das Verkaufavis verlangt. Gelegentlich muss dieses auch unterschrieben und gestempelt sein. Beim Zahlen mit VISA (was nur selten m√∂glich ist) wird eine f√ľnfprozentige Geb√ľhr verlangt.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 1,24 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 1,03 Mrd. US-Dollar gegen√ľber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in H√∂he von 3,9¬†% des BIP.

Die Staatsverschuldung betrug 2016 62,1 % des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 12,9¬†%
  • Bildung: 5,8¬†% (2003)
  • Milit√§r: 1,3¬†%

Infrastruktur

Verkehr

Flugverkehr

Malawi hat (Stand 2013) sieben Flugh√§fen mit asphaltierten Start- und Landebahnen (Lilongwe Kamuzu International Airport 3047¬†m. Blantyre Chileka Airport 2437¬†m und Mzuzu Airport sowie vier weitere mit 914‚Äď1523¬†m) und 25 mit nicht asphaltierten Start- und Landebahnen (bis 2437¬†m).

Die nationale Fluglinie ist Malawian Airlines. Ihre Vorläufergesellschaften waren Air Malawi und Central African Airways.

Der Kamuzu International Airport wird regelm√§√üig (gegenw√§rtig f√ľnf Mal pro Woche) von der s√ľdafrikanischen South African Airways (SAA) von Johannesburg sowie von der Kenya Airways von Nairobi aus und von Ethiopian Airlines von Addis Abeba aus angeflogen. Zwei Mal pro Woche fliegt SAA von Johannesburg nach Blantyre.

Straßennetz

In Malawi gilt Linksverkehr.

Malawi hat ein Straßennetz von 14.597 Kilometern. Im Jahre 2001 sind davon 2773 Kilometer asphaltiert und 11.821 Kilometer mit Erdhobel gepflegte Schotterpisten. Daneben gibt es etliche mal besser, mal schlechter befahrbare Wege.

Die wichtigste Stra√üe ist von Nord nach S√ľd gut ausgebaut, wenn auch nicht √ľberall asphaltiert. Von der sambischen Grenze √ľber Chipita bis Karonga f√ľhrt eine asphaltierte Stra√üe. Der Abschnitt von der tansanischen Grenze bei Kyela/Songwe nach Mzuzu ist mit deutscher Entwicklungshilfe ausgebaut und asphaltiert worden, vor allem der Anstieg ins Gebirge. Von Mzuzu bis Lilongwe ist ebenso durchgehend asphaltiert. Von Lilongwe f√ľhrt eine gut ausgebaute Asphaltstra√üe √ľber Dedza nach Liwonde und Zomba. Ebenso gut ist die Variante nach Salima am See und weiter bis Chipoka und dann √ľber Balaka nach Liwonde. Die 2006 gebaute Asphaltstra√üe von Nkhotakota nach Kasungu ist wegen mangelnder Instandhaltung insbesondere im gebirgigen Ostteil weitgehend zur unbefestigten Piste geworden.

Von Zomba f√ľhrt eine gute Asphaltstra√üe nach Blantyre. Von dort f√ľhrt eine sehr gute, mit deutscher Entwicklungshilfe gebaute Stra√üe nach Chikwawa und √ľberbr√ľckt den Shire-Fluss. Diesem mal n√§her und ferner folgend bleibt die Stra√üe bis Nchalo noch asphaltiert, dann wechseln sich asphaltierte Abschnitte mit Schotterpisten ab. Nach Bangula verl√§uft sie nah am Fluss, der hier die Staatsgrenze zu Mosambik bildet. Ab der Grenze zum Nsanje-Distrikt bleibt die Stra√üe eine Schotterpiste mit vielen Schlagl√∂chern bis zum Grenz√ľbergang zu Mosambik am s√ľdlichsten Punkt Malawis zwischen den Ortschaften Marka und Vila Nova da Fronteira.

Wichtig sind als Verbindung nach Westen die asphaltierte Straße von Lilongwe nach Chipata in Sambia und die sehr gute Asphaltstraße/Schotterpiste von Blantyre nach Mwanza und weiter asphaltiert nach Tete in Mosambik.

Nach Osten f√ľhrt die asphaltierte Stra√üe von Liwonde √ľber Mangochi nach Chiponde an der mosambikanischen Grenze und von dort weiter bis zur Hafenstadt Nacala am Indischen Ozean. Eine weitere asphaltierte Stra√üe verl√§uft von Blantyre nach S√ľden und sich dann ostw√§rts wendend √ľber Thyolo, Luchenza und Muloza zur mosambikanischen Grenze und zum benachbarten Grenzort Milange.

Malawi hatte die weltweit dritthöchste Anzahl an tödlichen Verkehrsunfällen in Relation zur Einwohnerzahl. 2013 starben 5732 Personen im Straßenverkehr.

Busverbindungen

Zwischen Blantyre, Lilongwe und Mzuzu verkehren in der Express-Verbindung Reisebusse. Im √ľbrigen Land gibt es regelm√§√üige Minibusverbindungen.

Von Blantyre und Lilongwe aus verkehren täglich Busse nach Johannesburg, Lusaka und Harare.

Eisenbahn

Schiffsverkehr

Das Motorschiff Ilala verkehrt regelm√§√üig auf dem Malawisee. Die Fl√ľsse sind gr√∂√ütenteils nicht schiffbar. In Nsanje im S√ľden des Landes befindet sich ein Binnenhafen, der √ľber den Shire und den Sambesi an den Indischen Ozean angebunden ist. Momentan (2012) findet jedoch kein Seeverkehr statt, da mit Mosambik Uneinigkeit √ľber die Nutzung des Sambesi besteht.

Stromnetz

Das malawische Netz wird durch Laufwasserkraftwerke am Shire gespeist. Der Bedarf liegt bei etwa 300 MW, die Kraftwerkskapazitäten liegen jedoch nur bei 240 MW. Es bestehen Pläne einer chinesischen Firma, ein 1000-MW-Wasserkraftwerk zu errichten.

Telekommunikation und Medien

Malawi hat ein Telefon-Festnetz mit 93.000 Anschl√ľssen. 305 Internethosts versorgten im Jahre 2005 46.100 Internetnutzer. Der einzige malawische Internetprovider ist MalawiNet, 1997 gegr√ľndet. Er wird von drei Eigent√ľmern betrieben. Das sind ComNet aus den USA (42¬†%), Malawi Posts and Telecommunications Corporation (MPTC) (38¬†%) und Bj Trust of Malawi (20¬†%).

Die staatliche Rundfunkanstalt des Landes ist die seit 1964 existierende Malawi Broadcasting Corporation mit inzwischen 18 Sendestandorten. Es werden zwei Hörfunkprogramme (Radio 1 und Radio 2fm) und ein Fernsehprogramm (MBCtv) produziert. Die Übertragung erfolgt auch per Satellit. Der Sender Radio 1 bietet Informationen in den Sprachen English, Chichewa, Tumbuka, Yao, Lomwe, Sena und ChiTonga. Ferner gibt es zwei private Hörfunksender, seit 1998 FM101 und seit 1999 Capital Radio 102.5.

In Malawi war die Presse bis 1994 unter dem Diktat von Hastings Kamuzu Banda ausschließlich regierungsorientiert und von der staatlichen Rundfunkanstalt sowie von Malawi News Agency abhängig. Seither entwickelte sich eine vielfältige Medienlandschaft, wozu 11 Zeitungen bzw. Zeitschriften mit jeweils unterschiedlichen Erscheinungszyklen gehören.

Die Pressefreiheit ist in Malawi zwar durch die Verfassung von 1995 garantiert, aber in der Praxis gibt es Konflikte. Das zeigte sich auch 2011 am Tod des Bloggers Robert Chasowa. Das aktuelle Gesetz f√ľr die Medien ist der Communications Act of 1998. In der Rangliste der Pressefreiheit 2017, welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, belegte Malawi Platz 70 von 180 L√§ndern.

Kultur

Malawi hat neben seiner eigenen traditionellen Musik, zu der die Brettzither bangwe, das Xylophon valimba und von Trommeln (ngoma) begleitete Gesangsensembles geh√∂ren, Einfl√ľsse vieler Musikstile aufgenommen und an umliegende L√§nder weitergegeben. Nach dem Zweiten Weltkrieg traten viele Tanzbands in der Besetzung Gitarre/Banjo auf. In den 1960er Jahren war der Kwela-Stil aus S√ľdafrika in Malawi popul√§r. Ebenso gibt es Jazzbands, Gospel- und Reggaes√§nger und Musiker, die zahlreiche Einfl√ľsse vermischen, etwa Esau Mwamwaya, der Hip-Hop- und Popmusik mit traditioneller Musik vereint. Nach dem Tod des Herrschers Hastings Banda 1994 erlebte die Musikszene Malawis einen gro√üen Aufschwung. Ein wichtiger Bestandteil der Kultur Malawis sind T√§nze. Die National Dance Troupe wurde 1987 von der Regierung gegr√ľndet. Traditionelle Musik und T√§nze spielen bei Anl√§ssen wie Initiation, Hochzeit und sonstigen Ritualen eine wichtige Rolle. Dazu geh√∂rt etwa auch der gro√üe Tanz, der seit 2005 zu den 90 Meisterwerken des m√ľndlichen und immateriellen Erbes der Menschheit geh√∂rt.

Das Land hat eine lange Tradition im Korbflechten und Herstellen hölzerner Masken. Die Masken werden in traditionellen Zeremonien verwendet, andernorts aber auch an Touristen verkauft.

Aus Malawi stammen einige bekannte Schriftsteller, etwa Jack Mapanje (* 1944), der nach England emigrieren musste, Legson Kayira (ca. 1942‚Äď2012), Felix Mnthali (* 1933), Frank Chipasula (* 1949), der in die USA emigrierte, und David Rubadiri.

Das Ministerium f√ľr Kultur, Tourismus und Wildlife stellt Kultureinrichtungen keinerlei finanzielle Mittel zur Verf√ľgung. Bemerkenswert ist die Entwicklung des Theaters Nanzikambe Arts in Blantyre. Dieses Theater unterst√ľtzt auch Gruppen im Bereich der gesellschaftlichen Entwicklung. Seit 2010 besteht eine Partnerschaft zwischen Nanzikambe Arts und dem Stadttheater Konstanz. Hier gab es bis in das Jahr 2012 drei gemeinsame Theaterproduktionen, die auch in Deutschland gezeigt wurden.

Die beliebteste Sportart ist Fu√üball, eingef√ľhrt durch die britischen Kolonialbeh√∂rden. Basketball nimmt an Popularit√§t zu.

Literatur

  • Harri Englund, Jack Mapanje (Hrsg.): A Democracy of Chameleons. Politics and Culture in the New Malawi. The Nordic Africa Institute, Uppsala 2003.Als PDF

Weblinks

  • Offizielle Internetpr√§senz der Regierung (englisch); Hinweis: Server zeitweise wegen Bandbreitenproblemen nicht erreichbar.
  • L√§nder- und Reiseinformationen des Ausw√§rtigen Amtes
  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Malawi
  • The World Factbook. CIA (englisch)
  • Facts and Figures. Africa > Malawi Nation Master (englisch)
  • Malawi Landeskundliche Informationsseite
  • Malawi Atlas, statistische Daten (englisch; PDF; 19,04¬†MB)
  • Welcome to Malawi. Malawi Tourism Guide (englisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (0)

Abk Name O
MW.BA Balaka  
MW.BL Blantyre  
MW.CK Chikwawa  
MW.CR Chiradzulu  
MW.CT Chitipa  
MW.CT Chitipa  
MW.DE Dedza  
MW.DO Dowa  
MW.KS Kasungu  
MW.LI Lilongwe  
MW.MA Machinga  
MW.MG Mangochi  
MW.MC Mchinji  
MW.MJ Mulanje  
MW.MW Mwanza  
MW.MZ Mzimba  
MW.NA Nkhata Bay  
MW.NK Nkhotakota  
MW.NS Nsanje  
MW.NU Ntcheu  
MW.NI Ntchisi  
MW.PH Phalombe  
MW.RU Rumphi  
MW.SA Salima  
MW.TH Thyolo  
MW.ZO Zomba  
 

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Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

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Flagge: Malawi

Name englisch: Malawi
Hauptstadt: Lilongwe
Kfz: MW
ISO: MW
ISO3: MWI
Fläche: 118480 km²
Tld: .mw
Wärung Einheit: MWK
Währung: Kwacha
Vorwahl: 265

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: -9.3671539
südlichster Punkt: -17.1352784
westlichster Punkt: 32.6788891
östlichster Punkt: 35.9241664


 
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