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Staat Informationen : Simbabwe

Informationen:


Simbabwe [zÉȘmˈbapvə] (englisch Zimbabwe [zÉȘmˈbɑːbweÉȘ]; ĂŒbersetzt „SteinhĂ€user“ in der Sprache der Shona), die ehemalige britische Kronkolonie SĂŒdrhodesien, ist ein Binnenstaat im sĂŒdlichen Afrika. Der Name Simbabwe geht auf die heute Groß-Simbabwe genannte RuinenstĂ€tte zurĂŒck, die grĂ¶ĂŸten vorkolonialen Steinbauten im sĂŒdlichen Afrika.

In Simbabwe sind Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht weit verbreitet.

Geografie

Simbabwe liegt zwischen den Breitengraden 15° und 23° SĂŒd und den LĂ€ngengraden 25° und 34° Ost und hat als Binnenstaat keinen eigenen Zugang zum Meer. Es grenzt an SĂŒdafrika (225 km), Botswana (831 km), Sambia (797 km, ehemals Nordrhodesien) und Mosambik (1231 km). Der Sambesi bildet die nördliche Grenze zu Sambia, und der Limpopo die sĂŒdliche zu SĂŒdafrika. Simbabwe hat eine FlĂ€che von 390.757 kmÂČ, wovon 3910 kmÂČ Wasser sind. Die GesamtflĂ€che des Landes entspricht ungefĂ€hr der FlĂ€che von Deutschland und Belgien. Die höchste Erhebung mit 2592 m, der Inyangani, liegt im östlichen Hochland nördlich von Mutare im Nyanga-Nationalpark.

Die grĂ¶ĂŸten StĂ€dte (Einwohnerzahlen gemĂ€ĂŸ VolkszĂ€hlung 2012) sind Harare (1.485.231), Bulawayo (653.337), Chitungwiza (356.840), Mutare (187.621), Epworth (167.462) und Gweru (157.865).

Klima

Simbabwe hat ein subtropisches bis tropisches Klima mit feuchtem, teilweise schwĂŒl-heißem Sommer (bis ĂŒber 35 °C) und winterlicher Trockenzeit mit angenehmer WĂ€rme (um 25 °C). In den höheren Lagen, die den grĂ¶ĂŸten Teil des Landes ausmachen, ist die sommerliche Hitze gemĂ€ĂŸigt (25 bis 30 °C) und im Winter gibt es ab und zu gemĂ€ĂŸigte Nachtfröste (bis −5 °C). Die Regenzeit dauert von November bis MĂ€rz, wobei ĂŒber 90 % der jĂ€hrlichen NiederschlĂ€ge fallen, die im Schnitt 1000 mm betragen. In der Hauptstadt Harare liegt die durchschnittliche Temperatur bei 20 °C, sonst bei 19 bis 22 °C.

Zu den Auswirkungen des Klimawandels in Simbabwe gehört der RĂŒckgang des Niederschlags um 5 % im vergangenen Jahrhundert (bis 2017); daneben ist ein unbestĂ€ndigerer Regen zu unterschiedlicheren Zeiten und an anderen Orten sowie eine Zunahme von DĂŒrren und Hitzeperioden zu verzeichnen. In einigen Jahren, wie etwa 2007/2008, kam es zu ungewöhnlich hohen NiederschlĂ€gen, die Todesopfer forderten und Ernten bedrohten. 2015/2016 kam es zu einer schweren DĂŒrrekatastrophe.

FlĂŒsse

Das sĂŒdafrikanische Land Simbabwe wird hydrologisch durch die von SĂŒdwest nach Nordost verlaufende Ovambo-Kalahari-Simbabwe-Verwerfung (OKZ Axis) als zentrale Wasserscheide (Central Zimbabwe Watershed) grob in zwei HĂ€lften geteilt. Das Einzugsgebiet des Sambesi im Norden ist mit gut 50 Prozent das wichtigste. Der SĂŒden entwĂ€ssert teils in den Limpopo und teils in den Save. Im Ă€ußersten Osten sind kleine Gebiete, die in den Buzi und den Pungwe entwĂ€ssern und ein kleiner Teil im Westen, der in die Makgadikgadi-Salzpfannen abfließt.

Die Eastern Highlands bilden mit dem Inyangani das „Wasserschloss“ des Landes. Mehrere FlĂŒsse haben in diesem Gebiet ihr Quellen.

Umwelt

Bekannte Nationalparks in Simbabwe sind der Hwange National Park, der Mana-Pools-Nationalpark und der Victoria Falls National Park.

Flora und Fauna

Das Land ist fast durchweg von Trockensavanne bedeckt, dominierend sind Miombo- und Mopane-WĂ€lder. HĂ€ufig anzutreffen sind außerdem Affenbrot- und Leberwurstbaum sowie Schirmakazien. Das Gras der Savanne ist in der Trockenzeit braun und verdorrt, erreicht aber zum Ende der Regenzeit eine Höhe von bis zu zwei Metern; es bildet die Nahrungsgrundlage fĂŒr zahlreiche Tierarten.

Bevölkerung

Ethnien

Der grĂ¶ĂŸte Teil der Bevölkerung wird von den Shona gestellt (ca. 70 %). Daneben spielen noch die Ndebele eine wichtige Rolle (13 %), ferner gibt es die Chewa (6 %) und mehrere kleinere Ethnien mit lokal begrenztem Siedlungsraum wie die Tonga am Sambesi und die Tsonga und die Venda im sĂŒdlichen Simbabwe.

Seit der GrĂŒndung der britischen Kolonie Rhodesien durch ihren Namensgeber Cecil Rhodes im 19. Jahrhundert wanderten weiße HĂ€ndler und Farmer aus Großbritannien und SĂŒdafrika ein, die um die Mitte des 20. Jahrhunderts mit einer Viertelmillion knapp 5 % der Bevölkerung stellten. Doch schon bald nach der UnabhĂ€ngigkeit des heutigen Simbabwe ging deren Zahl zurĂŒck. Da diese Bevölkerungsgruppe eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben spielte, trug ihre Auswanderung seit den 1980er Jahren zur VerschĂ€rfung der wirtschaftlichen Probleme des einst fĂŒr afrikanische VerhĂ€ltnisse reichen Landes bei. Viele Farmer sind in benachbarte LĂ€nder sowie andere Commonwealth-Staaten ausgewandert, wo sie ihre landwirtschaftlichen FĂ€higkeiten einsetzten. Heute leben schĂ€tzungsweise weniger als 20.000 EuropĂ€er im Land. DarĂŒber hinaus gibt es auch eine Bevölkerungsgruppe, die aus Verbindungen von EuropĂ€ern mit der einheimischen schwarzen Bevölkerung hervorgegangen ist, und eine kleine vom indischen Subkontinent stammende Minderheit.

Im Jahre 2017 waren 2,4 % der Bevölkerung im Ausland geboren. Die meisten AuslÀnder kamen aus Malawi (110.000), Mosambik (90.000) und Sambia (30.000).

Bevölkerungsentwicklung

Die Lebenserwartung sank von 1987 bis 2001 von 60 auf 44 Jahre. In keinem Land der Welt ist sie innerhalb kurzer Zeit derart zurĂŒckgegangen. Bis 2019 stieg sie wieder auf 61,5 Jahre an.

Das Bevölkerungswachstum lag 2019 bei 1,5 %. Eine Frau bekommt im Durchschnitt 3,5 Kinder. Die Geburtenrate wird mit 29,8 und die Sterberate mit 7,8 je 1000 Einwohner angegeben. 42,2 % der Einwohner sind unter 15 Jahre alt. Der Median des Alters betrÀgt 18,7 Jahre (Deutschland: 46,8 Jahre).

Weltweit gehört Simbabwe zu den von HIV und AIDS am stÀrksten betroffenen LÀndern. Rund ein Siebtel der erwachsenen Bevölkerung ist nach offiziellen Angaben von der Krankheit betroffen. Die Rate der HIV-Infizierten konnte jedoch von Mitte der 1990er Jahre bis 2017 halbiert werden. Fast 80 % aller mit HIV infizierten Jugendlichen sind Frauen. Eine neue soziale Randgruppe sind die sogenannten AIDS-Waisen.

Religion

90 bis 95 % der Bevölkerung sind Christen und 62 % besuchen regelmĂ€ĂŸig den Gottesdienst. Die grĂ¶ĂŸten christlichen Gemeinden sind die anglikanische, römisch-katholische und methodistische Kirche. Wie in den meisten anderen ehemaligen europĂ€ischen Kolonien mischen sich Reste lokaler Religionen aus der Zeit vor der Christianisierung in den christlichen Glauben. Daneben und teilweise mit christlichen Glaubensinhalten vermischt gibt es traditionelle afrikanische Vorstellungen wie Ahnenkult, Besessenheits­kulte wie Mashawe und Heilserwartungen.

Etwa 50.000 Zimbabwer und 20.000 Menschen in den NachbarlĂ€ndern verehren den Himmelsgott Mwari. Über den Monotheismus hinaus hatten diese Lemba seit jeher noch weitere Vorstellungen und Riten mit dem Judentum gemeinsam.

Weniger als 1 % der Bevölkerung sind Muslime.

Sprachen

Mit Änderung der Verfassung 2013 hat Simbabwe 16 gleichberechtigte Amtssprachen (englisch Official languages): Chewa, Chibarwe, Englisch, Kalanga, Khoisan, Nambya, Ndau, Nord-Ndebele, Shangani, Shona, Sign Language, Sotho, Tonga, Tswana, Venda, Xhosa.

Geschichte

Vorkoloniale Geschichte

Vor etwa 2000 Jahren (Eisenzeit) begannen Völker der Bantu in dieses Gebiet zu migrieren. Dies schließt auch die Vorfahren der Shona mit ein, die heute den grĂ¶ĂŸten Teil der Bevölkerung stellen (80 %). Zur Zeit des europĂ€ischen Mittelalters schufen hier Bantu, Vorfahren der heutigen Shona, eine Zivilisation, deren bedeutendstes Zeugnis die Ruinen von Great Zimbabwe sind. Wichtige Quelle des Reichtums war der Handel mit der ostafrikanischen KĂŒste, wo seit dem frĂŒhen 10. Jahrhundert regelmĂ€ĂŸig muslimische Handelsleute verkehrten, alsbald auch Niederlassungen grĂŒndeten. Von deren Swahili-Kultur unterschied sich die Simbabwe-Kultur dabei deutlich. Mitte des 15. Jahrhunderts verlagerten sich die Zentren der Simbabwe-Kultur, und an der KĂŒste wurden die Swahili-HĂ€ndler immer mehr von Portugiesen verdrĂ€ngt, die auch schon einen – vergeblichen – Versuch unternahmen, einen Teil des Landes zu erobern. 1837 wurden die Shona-Staaten von den Ndebele unterworfen, die im Zuge der Mfecane aus dem heutigen SĂŒdafrika nach Norden gewandert waren.

Koloniale Herrschaft

Ab 1893 erwarb Cecil Rhodes das Ndebeleland und ĂŒberließ die Förderung der BodenschĂ€tze, das fruchtbare Land und die Nutzung der Arbeitskraft der Einheimischen nach blutigen Eroberungskriegen den britischen Einwanderern. Nach ihm benannt, entstand im Binnenland des sĂŒdlichen Afrika die Kolonie Rhodesien, die 1911 in Nordrhodesien (heute Sambia) und SĂŒdrhodesien, das heutige Simbabwe, geteilt wurde. Dieser durch sein mildes Klima begĂŒnstigte Teil wurde 1922 zur Siedlungskolonie. Dessen weiße Selbstverwaltung komplettierte mit ihrem Landgesetz von 1930 das Werk Rhodes’; Landbesitz und damit die fruchtbarsten Regionen des Landes waren danach den britischen Kolonisten vorbehalten. An den Wahlen von 1930 durften MĂ€nner und Frauen teilnehmen. Da aber das aktive und passive Stimmrecht an Bildungskriterien und finanzielle Voraussetzungen, nĂ€mlich an das Zahlen von Einkommensteuer oder an Grundbesitz, gebunden war, stimmten weniger als 2000 weibliche und mĂ€nnliche Schwarzafrikaner ab. Die Landwirtschaft der afrikanischen Ureinwohner wurde in unfruchtbare Regionen verdrĂ€ngt. Wer aus dem Mutterland einwandern durfte, bestimmte die Selbstverwaltung. EuropĂ€ische FlĂŒchtlinge waren unerwĂŒnscht, sodass eine hierdurch mögliche Aufstockung der weißen Bevölkerung nach 1945 ausblieb.

Vom 1. August 1953 bis zum 31. Dezember 1963 war das Gebiet von SĂŒdrhodesien zusammen mit Nordrhodesien und Njassaland (heute Malawi) Teil der Föderation von Rhodesien und Njassaland. Damals wurde das Wahlrecht in Simbabwe erstmals auf schwarze Frauen ausgeweitet. Vor 1957 konnten nur MĂ€nner und europĂ€ische Frauen wĂ€hlen. Ab 1957 wurde verheirateten schwarzen Frauen ein eingeschrĂ€nktes Frauenwahlrecht zugestanden und nach und nach erweitert. Es gab fĂŒr die Registrierung zur Wahl eine spezielle Liste fĂŒr schwarze Frauen, in die diese unter bestimmten Voraussetzungen (Bildung, Vermögen) aufgenommen wurden.

Die Frauen wurden wahlrechtlich so behandelt wie ihre MĂ€nner; bei Mehrfachehen galt dieses Privileg aber nur fĂŒr die erste Frau. Ehefrauen mussten die englische Sprache lesen und schreiben und einen Schulbesuch nachweisen können. Um fĂŒr eine Wahl registriert werden zu können, musste eine Person eine der vier folgenden Anforderungen erfĂŒllen: Jahreseinkommen von mindestens 720 ÂŁ oder Grundbesitz von mindestens 1500 ÂŁ; Jahreseinkommen von 3480 ÂŁ sowie Grundbesitz im Wert von 1000 ÂŁ plus eine abgeschlossene Primarbildung, die die vorgeschriebenen Standards erfĂŒllte; religiöse FĂŒhrerschaft, nachdem die Person eine bestimmten Ausbildung durchlaufen hatte, eine gewisse Amtszeit nachweisen konnte und nur, wenn kein anderer Beruf ausgeĂŒbt wurde; politische FĂŒhrer (chiefs) nach gesetzlichen Maßgaben. Diese komplexen Voraussetzungen fĂŒr die GewĂ€hrung des Wahlrechts wurden in die Verfassung von 1961 aufgenommen, die Schwarzen 15 fĂŒr sie reservierte Parlamentssitze zugestand. Etwa 50 000 Schwarze konnten damals eine beschrĂ€nkte politische Macht ausĂŒben.

Nach der Auflösung der Föderation von Rhodesien und Njassaland blieb SĂŒdrhodesien bis 1965 eine britische Kolonie.

Einseitig erklÀrte UnabhÀngigkeit

WĂ€hrend im benachbarten Nordrhodesien und Njassaland schwarze Mehrheitsregierungen die Macht ergriffen, erklĂ€rte – stark ermutigt von der an einer Apartheidpolitik interessierten sĂŒdafrikanischen Regierung – eine weiße Minderheitsregierung unter Ian Smith am 11. November 1965 einseitig die UnabhĂ€ngigkeit als „Rhodesien“, das zunĂ€chst innerhalb der Monarchie unter der Krone verblieb. Die britische Regierung hatte sich den UnabhĂ€ngigkeitsbestrebungen wegen der unzureichenden politischen Beteiligungsmöglichkeiten der schwarzen Mehrheitsbevölkerung in der Kronkolonie entgegengesetzt und erklĂ€rte demzufolge diesen Schritt fĂŒr illegal. Der 1963 gegrĂŒndete Geheimdienst Central Intelligence Organisation, dem bis heute die Verfolgung von Oppositionellen vorgeworfen wird, wurde beibehalten.

1969 wurde eine Verfassung vorgestellt. Diese beschnitt die Rolle der schwarzen WĂ€hlerschaft, vor allem die der Frauen, denn die HĂ€lfte der fĂŒr Schwarze reservierten Sitze wurde durch ein von MĂ€nnern besetztes WahlmĂ€nnergremium vergeben. Erst 1978 wurde das allgemeine aktive und passive Frauenwahlrecht eingefĂŒhrt.

(SĂŒd-)Rhodesien war entsprechend der Entwicklung in den anderen britischen Siedlungskolonien formal eine parlamentarische Demokratie, in der jedoch der schwarzen Bevölkerungsmehrheit erst 1978 vergleichbare politische Teilnahmerechte gewĂ€hrt wurden. An der Spitze der Regierung stand ein Premierminister. Staatsoberhaupt war zunĂ€chst nach der einseitigen ErklĂ€rung der UnabhĂ€ngigkeit am 11. November 1965 weiterhin die britische Königin, vertreten durch einen Officer Administering the Government of Rhodesia, ab Inkrafttreten der republikanischen Verfassung am 2. MĂ€rz 1970 ein PrĂ€sident.

Von der international anerkannten UnabhÀngigkeit 1980 bis etwa 2007

Am 18. April 1980 konnte das Land als Simbabwe auf der Grundlage des zuvor zwischen den verschiedenen Parteien ausgearbeiteten Lancaster House Agreement in die international anerkannte UnabhĂ€ngigkeit entlassen werden. Das Lancaster House Agreement vom 21. Dezember 1979 umfasste unter anderem eine vorĂŒbergehende RĂŒckkehr unter die britische Herrschaft (Gouverneur: Lord Christopher Soames), eine neue, parlamentarische Verfassung sowie mehrere, auf sieben bis zehn Jahre ausgelegte Garantien fĂŒr die weiße Minderheit.

Nach der UnabhĂ€ngigkeit galt das Land lange Zeit als Vorbild fĂŒr eine friedliche postkoloniale Transformation. Die soziale und politische Lage verschlechterte sich 1991 bis 2009 jedoch wieder deutlich, und es lebten etwa vier bis fĂŒnf Millionen Simbabwer im Exil.

Die parlamentarische Regierungsform wurde nach 1980 zunĂ€chst beibehalten; PrĂ€sident war Canaan Banana, Regierungschef Robert Mugabe. Die Legislative bestand aus dem House of Assembly mit 100 auf fĂŒnf Jahre gewĂ€hlten Abgeordneten, von denen 20 Mandate bis 1987 fĂŒr die weiße Bevölkerungsminderheit reserviert waren, und dem bis 1989 bestehenden Senat, dessen 40 Mitglieder mehrheitlich vom House of Assembly gewĂ€hlt und ein kleinerer Teil von den StammeshĂ€uptlingen nominiert und vom PrĂ€sidenten ernannt wurden. Auch hier waren bis 1987 20 % der Mandate der weißen Minderheit vorbehalten. Mit den Jahren begann Mugabe das Land zunehmend autokratisch und diktatorisch zu fĂŒhren, auch mit Hilfe des von der VorgĂ€ngerregierung ĂŒbernommenen Geheimdienstes Central Intelligence Organisation. Zum Jahreswechsel 1987/1988 wurden in Simbabwe VerfassungsĂ€nderungen eingeleitet, die nach Ansicht von Beobachtern auf lĂ€ngere Sicht auf die Bildung eines sozialistisch orientierten Einparteienstaates abzielten. Simbabwe wurde in eine PrĂ€sidialrepublik umgewandelt, die Position des Premierministers wurde abgeschafft; der Amtsinhaber wurde StaatsprĂ€sident mit den Befugnissen eines Regierungschefs.

Nach Amtsantritt 1980 förderte die Regierung Mugabe Kleinbauern und startete mehrere Regierungsprogramme, unter anderem im Gesundheits- und Bildungsbereich. Die Wirtschaftsleistung der Kleinbauern nahm zu (3,6 % Wachstum pro Jahr). Erfolge wurden auch bei den anderen Programmen erzielt und soziale Indikatoren verbesserten sich enorm. So sank z. B. der Anteil der Kinder mit MangelernÀhrung von 22 % (1980) auf 12 % (1990).

Die Lebenserwartung stieg zwischen 1980 und 1990 deutlich, die Kindersterblichkeit ging von 86 Promille auf 49 zurĂŒck. Problematisch blieb in Bezug auf die Arbeitslosigkeit die Wirkung des hohen Bevölkerungswachstums, wenngleich sich die Anzahl der BeschĂ€ftigten von 1980 bis 1991 um ĂŒber 20 % erhöhte. Das durchschnittliche Wirtschaftswachstum pro Jahr von 1980 bis 1989 betrug 4,5 % des BIP (unter der VorgĂ€ngerregierung 1966–1979: 3,8 %).

Seit 1990 wird der PrĂ€sident in direkten Wahlen fĂŒr eine Amtszeit von sechs Jahren gewĂ€hlt. Ab 1991 verĂ€nderte die Regierung unter Mugabe mit einem „Strukturanpassungsprogramm“ ihren Kurs deutlich hin zu einer grĂ¶ĂŸeren Marktorientierung, auch auf Druck und mit UnterstĂŒtzung des IWF und der Weltbank. Die BegrĂŒndung fĂŒr die Politik bildete das Anstreben von mehr Auslandsinvestitionen durch internationale Unternehmen. Die Regierungsprogramme wurden mit einem AusteritĂ€tsprogramm deutlich gekĂŒrzt. Die Weltbank nahm in ihrem Bericht von 1995 zu den Wirkungen selbst kritisch Stellung: „Große Teile der Bevölkerung, darunter viele Kleinbauern und Kleinbetriebe, fanden sich in einer gefĂ€hrdeten Position mit eingeschrĂ€nkten Möglichkeiten, auf die neuen Marktbedingungen zu antworten.“ Als Grund gab der Bericht den mangelnden Zugang zu natĂŒrlichen, technischen und finanziellen Ressourcen sowie die Schrumpfung der öffentlichen Dienstleistungen fĂŒr die Bevölkerung an. Auch die Anzahl der BeschĂ€ftigten ging deutlich zurĂŒck und die Wirtschaft stagnierte. Lediglich das Bildungssystem blieb auf einem fĂŒr EntwicklungslĂ€nder hohen Niveau.

Als Mugabes Verfassungsentwurf 2000 in einem Referendum von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wurde, sahen die Politiker der ZANU-PF ihre Macht zum ersten Mal seit der UnabhĂ€ngigkeit ernsthaft bedroht. Die Regierung reagierte mit Angriffen und Repressionen gegen zahlreiche Organisationen, von Oppositionsparteien ĂŒber VerbĂ€nde und Gewerkschaften bis hin zu den Landarbeitern.

Die beim Ende der weißen Herrschaft von großen Teilen der Bevölkerung erwartete Landreform wurde erst jahrelang hinausgezögert, dann im Jahr 2000 chaotisch und gewaltsam durchgefĂŒhrt. In mehreren Schritten hat PrĂ€sident Robert Mugabe seit dem Jahr 2000 rund elf Millionen Hektar Land der weißen Farmer enteignet und neu verteilt – offiziell an rund 300.000 Kleinbauern, wĂ€hrend die Weißen nach dem sogenannten Land Acquisition Act fĂŒr die BesitztĂŒmer auf dem Land entschĂ€digt werden sollten. Viele Höfe gingen jedoch ohne eine EntschĂ€digungszahlung an Politiker von Mugabes Regierungspartei ZANU-PF, die kein Interesse an einer wirtschaftlichen Verwendung des Farmlandes haben. Die Landbesetzungen wurden in einer WillkĂŒr-Aktion, hĂ€ufig ohne EntschĂ€digung, begleitet von Gewalt, organisiert. Viele weiße Siedler flĂŒchteten oder wurden vertrieben, Vieh und Maschinen der Farmen wurden geplĂŒndert. Durch diese Art der „Landreform“ verwandelte sich die einstige „Kornkammer“ Afrikas in ein von Hungersnöten und UnterernĂ€hrung geplagtes, dauerhaft von Lebensmitteleinfuhren abhĂ€ngiges Land. Dadurch bedingt leiden zudem große Teile der Bevölkerung unter Arbeitslosigkeit; die Geldwirtschaft wird durch eine galoppierende Inflation beeintrĂ€chtigt. Handelnder GĂŒterverkehr ist weitgehend nur noch durch TauschgeschĂ€fte möglich, der allgemeine Versorgungsgrad ist auf Subsistenzniveau gesunken. 2005 wurde als zweite Kammer der Legislative der Senat wiedereingefĂŒhrt. Die Mitglieder der Oppositionsparteien – vor allem AnhĂ€nger des Movement for Democratic Change (MDC) – und andere regierungskritische Personenkreise wurden zunehmend eingeschĂŒchtert und mitunter getötet. So konnte die Regierung ihren unmittelbaren Einfluss auf die ĂŒbrige Landbevölkerung wieder verstĂ€rken und die Arbeiter dem (politischen) Einfluss der Opposition, vornehmlich des MDC, entziehen. Da die MDC dennoch weiter an PopularitĂ€t gewann, etablierte die Regierung unter Robert Mugabe eine konsequente Diktatur. So wurden Justiz und Medien gleichgeschaltet, Meinungs- und Versammlungsfreiheit dramatisch eingeschrĂ€nkt und massive Maßnahmen gegen politisch Andersdenkende ergriffen.

Nach EinschĂ€tzung der wenigen zugelassenen unabhĂ€ngigen Wahlbeobachter waren konsequenterweise sowohl die Ergebnisse der letzten beiden Parlamentswahlen als auch die der PrĂ€sidentschaftswahl 2002 in erheblichem Umfang gefĂ€lscht. Auch die folgende Zerstörung von Ă€rmeren Stadtvierteln („Operation Murambatsvina“) mit hoher MDC-WĂ€hlerschaft schlug international Wellen. Die UmstĂ€nde der Wahl fĂŒhrten noch im selben Jahr zur Suspendierung Simbabwes aus dem Commonwealth of Nations. Mugabes konsequentes Missachten der internationalen Kritik fĂŒhrte zur Isolierung des diktatorischen Regimes, was – durch die Unzufriedenheit der Bevölkerung verstĂ€rkt – die Wirtschaft Simbabwes an den Rand des Zusammenbruchs brachte.

Von der Wahl 2008 bis zum Jahr 2017

Mugabes Amtszeit lief 2008 aus; der zu diesem Zeitpunkt 84-JĂ€hrige kandidierte bei den PrĂ€sidentschaftswahlen am 29. MĂ€rz 2008 mit UnterstĂŒtzung der ZANU-PF fĂŒr eine sechste Amtszeit. Am 5. Februar 2008 erklĂ€rte der frĂŒhere Finanzminister Simba Makoni seine Kandidatur als unabhĂ€ngiger Kandidat. Er wurde von weiteren ehemaligen Politikern der Mugabe-Partei unterstĂŒtzt. Als dritter Kandidat trat der OppositionsfĂŒhrer Morgan Tsvangirai von der MDC bei den Wahlen an. Gleichzeitig mit dem PrĂ€sidenten wurden die Parlamente neu gewĂ€hlt.

Da Umfragen seit langem einen Sieg der Opposition vorausgesagt hatten, stand die MĂ€rz-Wahl auch im internationalen Blickfeld, doch wurden nur wenige Wahlbeobachter zugelassen. Die Opposition rief sich vorzeitig zum Wahlsieger aus, als die Regierung die StimmenauszĂ€hlung ĂŒber GebĂŒhr verzögerte. Erste Hochrechnungen vom 2. April sagten einen Sieg der MDC voraus sowie die absolute Mehrheit ihres PrĂ€sidentschaftskandidaten. Nach den offiziellen Wahlergebnissen aus Harare konnte jedoch keiner der beiden Kandidaten eine absolute Mehrheit erlangen. Tsvangirai wollte bei einer Stichwahl Ende Juni gegen Mugabe antreten, zog aber, infolge von fortgesetzten, massiven Repressionen und Gewaltakten gegen MDC-Mitglieder durch das Mugabe-Regime, seine Kandidatur Ende Juni 2008 zurĂŒck, so dass Mugabe mit großer Mehrheit wiedergewĂ€hlt wurde. Am 15. September 2008 einigten sich die beiden verfeindeten Politiker Mugabe und Tsvangirai in Harare unter Vermittlung des sĂŒdafrikanischen StaatsprĂ€sidenten Thabo Mbeki auf eine Machtteilung.

FĂŒr Aufsehen sorgte 2008 ein Schiff, das Waffen und Munition liefern sollte, die Simbabwe in China gekauft hatte. Als bekannt wurde, dass die An Yue Jiang im Hafen von Durban (SĂŒdafrika) gelöscht werden sollte, kam es dort zu einem Aufruhr in der öffentlichen Meinung, weil befĂŒrchtet wurde, dass die Waffen gegen die Bevölkerung eingesetzt werden. Die Hafenarbeiter weigerten sich, die Ladung zu löschen, die auf dem Landweg nach Simbabwe transportiert werden sollte. Das Schiff musste schließlich am 25. April 2008 mitsamt der Ladung wieder nach China zurĂŒckkehren, obwohl die sĂŒdafrikanische Regierung die Ladung zunĂ€chst nach Simbabwe passieren lassen wollte. Auch andere Staaten weigerten sich, die Lieferung ĂŒber ihr Territorium entladen und transportieren zu lassen. Dieser Ausgang der „An Yue Jiang-AffĂ€re“ wurde als Erfolg der sĂŒdafrikanischen Zivilgesellschaft betrachtet.

Ab August 2008 breitete sich in Simbabwe eine Choleraepidemie aus, die am 4. Dezember 2008 zur Ausrufung des nationalen Ausnahmezustands fĂŒhrte. Bis zum 16. MĂ€rz 2009 wurden bereits mehr als 90.000 KrankheitsfĂ€lle und rund 4.030 Tote gezĂ€hlt.

Am 11. Februar 2009 wurde Tsvangirai als MinisterprĂ€sident vereidigt. Die Regierungsbildung verzögert sich aber, nachdem der designierte Vize-Landwirtschaftsminister, Roy Bennett (MDC), unter dem Vorwurf des Terrorismus von der Polizei verhaftet worden war. Am 6. Oktober 2009 bot Mugabe im Parlament in Harare den westlichen Regierungen „kooperative Beziehungen“ an. Zur Bedingung machte er die Aufhebung der Sanktionen gegen Simbabwe. Unter der Einheitsregierung setzte sich die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes zunĂ€chst fort. Die Gewalt nahm allerdings ab und die Wirtschaftssituation hat sich seit 2010 wieder etwas verbessert. Anfang 2011 lebten rund drei Millionen Simbabwer in SĂŒdafrika. Ein Ziel der gemeinsamen Regierung war die Erstellung eines Verfassungsentwurfs, ĂŒber den am 16. MĂ€rz 2013 abgestimmt wurde. 95 % der rund drei Millionen Wahlberechtigten stimmten dem Entwurf zu.

Die PrĂ€sidentschafts- und Parlamentswahl am 31. Juli 2013 war erneut von erheblichen BetrugsvorwĂŒrfen begleitet, etwa gefĂ€lschten WĂ€hlerverzeichnissen und abgewiesenen WĂ€hlern. Erneut standen sich Mugabe und Tsvangirai als Kandidaten gegenĂŒber. UN-GeneralsekretĂ€r Ban Ki-moon lobte den weitgehend friedlichen Ablauf der Wahlen und rief dazu auf, dass den VorwĂŒrfen auf den „etablierten KanĂ€len“ nachgegangen werde. Bereits am Tag nach der Wahl, vor AuszĂ€hlung der Mehrzahl der Stimmen, rief sich Mugabe zum Sieger aus. Am 3. August wurde Mugabe nach AuszĂ€hlung der Stimmen des ersten Wahlgangs mit ca. 61 % der Stimmen offiziell zum Wahlsieger erklĂ€rt, Tsvangirai unterlag mit ca. 34 %. Im Parlament erlangte die ZANU-PF mit 197 der 270 Sitze eine Zweidrittelmehrheit, die ihr auch VerfassungsĂ€nderungen erlaubt. Tsvangirai kĂŒndigte eine juristische Anfechtung der Wahl und einen Boykott der Regierung an. Die Wahlbeobachter der Afrikanischen Union berichteten in einem vorlĂ€ufigen Bericht zwar von “short-comings” (deutsch: „UnregelmĂ€ĂŸigkeiten“), sahen aber einen Fortschritt gegenĂŒber den Wahlen von 2008. Die SĂŒdafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC) bezeichnete die Wahlen vorlĂ€ufig als “free and peaceful” (deutsch: „frei und friedlich“), nicht jedoch als „fair“, was die SADC in ihrer Wahlbeobachtung zum Ziel erklĂ€rt hatte.

Absetzung Robert Mugabes im Jahr 2017 und die weitere Entwicklung

Nachdem der ĂŒber 90-jĂ€hrige Mugabe keine Anstalten machte, sich von seinem Amt zurĂŒckzuziehen, und es Anzeichen dafĂŒr gab, dass er seine Ehefrau Grace Mugabe zu seiner Nachfolgerin im PrĂ€sidentenamt aufbauen wollte, wurde die Kritik an seiner AmtsfĂŒhrung auch aus den Reihen der ZANU-PF immer lauter. Am 15. November 2017 ĂŒbernahm das MilitĂ€r Simbabwes die Kontrolle ĂŒber das Land. Mugabe trat am 21. November 2017 zurĂŒck. Am 24. November 2017 wurde Mugabes Parteifreund Emmerson Mnangagwa als neuer PrĂ€sident eingesetzt, jahrzehntelang ein enger WeggefĂ€hrte Mugabes.

Am 30. Juli 2018 fanden PrĂ€sidentschafts- und Parlamentswahlen statt, aus denen nach vorlĂ€ufigen Ergebnissen Mnangagwa mit seiner Partei ZANU-PF als Sieger hervorging. Die Opposition rief zu Protesten auf und zweifelte die GĂŒltigkeit der Wahl an.

Politik

Simbabwe gehört nach dem Fragile States Index zu den 20 LĂ€ndern, in denen sich in der letzten Dekade von 2010–20 am meisten verbessert hat, wobei das Land in den letzten Jahren stets einen der schlechtesten Bewertungen erhielt. Auch der Demokratieindex zeigt seit 2014 vorsichtige Verbesserungen auf weiterhin niedrigem Niveau.

Politisches System

Simbabwe hat ein prĂ€sidentielles Regierungssystem. Das Land wird durch den PrĂ€sidenten regiert (1987–2017 Robert Mugabe; seit 2017 Emmerson Mnangagwa, beide ZANU-PF). Er wird seit einer VerfassungsĂ€nderung 2013 jeweils fĂŒr fĂŒnf Jahre gewĂ€hlt, kann einmal wiedergewĂ€hlt werden und hat ein bis zwei Stellvertreter. Ihm zur Seite stand bis zur VerfassungsĂ€nderung 2013 ein Premierminister.

Die Legislative wird durch ein Zweikammersystem gebildet. Das House of Assembly (etwa: „Versammlungshaus“) zĂ€hlt 270 Abgeordnete, die alle fĂŒnf Jahre nach dem Mehrheitswahlrecht bestimmt werden. Die Sitzverteilung ist wie folgt: ZANU-PF 197 Sitze, MDC-T 70 Sitze, MDC 2 Sitze, UnabhĂ€ngige 1 Sitz (Stand: 1. Januar 2015). Der Senat umfasst 80 Mitglieder (60 direkt per Mehrheitswahl gewĂ€hlt, 18 Chiefs und zwei Behinderten-Vertreter). Von 2009 bis 2013 regierten die ZANU-PF und die MDC gemeinsam, seit der Wahl 2013 die ZANU-PF wieder allein.

Die Judikative wird vom Chief Justice, dem Vorsitzenden des Supreme Court of Zimbabwe („Oberster Gerichtshof von Simbabwe“) angefĂŒhrt.

Die zehn Provinzen werden von einem Provincial Governor geleitet, der vom PrĂ€sidenten ernannt wird; die Verwaltung leitet der Provincial Administrator. Insgesamt gibt es 59 Distrikte, die wiederum in wards (etwa: „Gemeinden“) aufgeteilt sind. Die Distrikte werden von einem District Administrator gefĂŒhrt. Ihnen steht ein Rural District Committee, in dem unter anderem ein Vertreter der Chiefs einen Sitz hat, zur Seite.

Der Machtwechsel an der Staatsspitze im November 2017 erfolgte durch einen MilitÀrputsch.

Es ist noch nicht absehbar, ob sich das politische System nach dem Ende der Mugabe-Ära grundlegend liberalisieren wird.

Menschenrechte

Im September 2007 leitete die Regierung mit UnterstĂŒtzung des UN-Entwicklungsprogramms einen Konsultationsprozess zur GrĂŒndung einer nationalen Menschenrechtskommission ein. Dieser Schritt wurde allerdings weithin als Versuch der Machthaber angesehen, von der schweren Menschenrechtskrise im Land abzulenken. Die Menschenrechtslage verschlechterte sich im Jahr 2008 drastisch. Nach den Wahlen im MĂ€rz wurde das Land von Menschenrechtsverletzungen ungekannten Ausmaßes erschĂŒttert, die von staatlicher Seite unterstĂŒtzt oder geduldet wurden. Die TĂ€ter waren zumeist Angehörige der SicherheitskrĂ€fte, Kriegsveteranen oder AnhĂ€nger der Afrikanischen Nationalunion von Simbabwe.

1995 hatte PrĂ€sident Mugabe auf der Internationalen Buchmesse in der Hauptstadt Harare den Stand der schwulen und lesbischen Gruppierungen abrĂ€umen lassen. Mugabe Ă€ußert seine Feindseligkeiten gegenĂŒber Homosexuellen in aller Deutlichkeit: „Homosexuelle sind pervers und abstoßend. Sie verstoßen gegen die Gesetze der Natur und der Religion.“ Und: „Sind PerversitĂ€ten etwa die Grundlage der Buchmesse?“ Nach einer Meldung der Presseagentur dpa hat der PrĂ€sident von Simbabwe bei der Eröffnung der Buchmesse erklĂ€rt, Homosexuelle hĂ€tten in seinem Land keine Rechte und seien „schlimmer als Tiere“.

In Simbabwe ist seit 2006 ein Gesetz gegen „sexuelle AbnormitĂ€ten“ in Kraft, unter die auch jede Handlung fĂ€llt, „die Kontakt zwischen zwei MĂ€nnern beinhaltet und von einer vernĂŒnftigen Person als unanstĂ€ndige Handlung angesehen wird“. Der Strafrahmen reicht von einer Geldbuße bis zu drei Jahren Haft.

2016 wurde das frĂŒheste Heiratsalter fĂŒr Frauen dem der MĂ€nner angeglichen. Es liegt jetzt fĂŒr alle bei 18 Jahren. Damit war Simbabwe zu diesem Zeitpunkt eines von 33 afrikanischen LĂ€ndern, in denen das jĂŒngste Heiratsalter einheitlich bei 18 liegt.

Außenpolitik

Die Außenpolitik steht in der Tradition der Blockfreiheit. Simbabwe bemĂŒht sich in pragmatischer Weise um ausgewogene Beziehungen nach allen Seiten und engagiert sich – soweit es das wegen des allgemeinen Niedergangs des Landes noch kann – im multilateralen Rahmen (UN, SADC, AU, COMESA).

Von besonderer Bedeutung fĂŒr Simbabwe sind die Beziehungen zu SĂŒdafrika. Aus der Vergangenheit herrĂŒhrende Spannungen und eine gewisse RivalitĂ€t konnten nie ganz ĂŒberwunden werden. In SĂŒdafrika herrscht große Besorgnis ĂŒber die innenpolitische Entwicklung und den wirtschaftlichen Niedergang Simbabwes. FĂŒr SĂŒdafrika ist die Stabilisierung des nördlichen Nachbarlandes wichtig. Die Zahl der simbabwischen Migranten in SĂŒdafrika wird auf bis zu drei Millionen geschĂ€tzt. Mitte 2009 hob SĂŒdafrika die Visumpflicht fĂŒr BĂŒrger Simbabwes auf und bot den sich illegal in SĂŒdafrika aufhaltenden Simbabwern an, bis Ende 2010 ihren Aufenthaltsstatus zu legalisieren. Dennoch halten sich noch mehrere hunderttausend Simbabwer, unter anderem wegen bĂŒrokratischer Hindernisse, illegal in SĂŒdafrika auf.

Das VerhĂ€ltnis zur ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien und anderen wichtigen westlichen GeberlĂ€ndern wie den USA ist infolge von Mugabes destruktiver Politik seit 2000 stark belastet. Die EuropĂ€ische Union hatte 2002 den mit Simbabwe auf der Basis des Cotonou-Abkommens gefĂŒhrten politischen Dialog abgebrochen und gezielte restriktive Maßnahmen gegen Personen und Firmen verhĂ€ngt, die aktiv an Gewalt gegen die eigene Bevölkerung beteiligt waren und demokratische Reformen blockieren. Die weitaus meisten dieser restriktiven Maßnahmen wurden seit 2012 schrittweise aufgehoben. Nur gegenĂŒber PrĂ€sident Mugabe, seiner Ehefrau Grace Mugabe und einer staatlichen RĂŒstungsfirma bleiben derartige Maßnahmen (Einreiseverbote, Einfrieren von Konten) in Kraft. Ferner gilt das Waffenembargo fort. Die ZANU-PF-Regierung versuchte in der Mitte der 2010er Jahre verstĂ€rkt, als Gegengewicht zu der Isolierung durch den Westen Partnerschaften mit anderen Staaten wie der Volksrepublik China, Russland und Iran zu intensivieren. Mugabe bezeichnete dies als „Look East Policy“. Die erhoffte UnterstĂŒtzung blieb allerdings in bescheidenem Rahmen.

Verwaltungsgliederung

Simbabwe gliedert sich in acht Provinzen und zwei Metropolregionen mit Provinzstatus (Greater Harare – zur Provinz gehören auch zwei angrenzende StĂ€dte – und Bulawayo). Die Provinzen teilen sich in 59 Bezirke und 1200 Gemeinden. Letztere bestehen wiederum meist aus mehreren Ortschaften. Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf die VolkszĂ€hlung vom 17. August 2012.

Quelle: Central Statistical Office of Zimbabwe

Wirtschaft

1997 war das Land eines der wirtschaftlich stĂ€rksten Afrikas, 2015 wĂ€chst es mit prognostizierten 1,5 % schwĂ€cher als all seine Nachbarn. Aufgrund des diktatorischen politischen Umfelds haben sich die Voraussetzungen fĂŒr die einst prosperierende Wirtschaft seit den 1990er Jahren substantiell verschlechtert. Von 1998 bis 2008 schrumpfte die Wirtschaftsleistung um etwa die HĂ€lfte. Ende 2008 waren aufgrund von Hyperinflation, Devisenknappheit, fehlenden Investitionen, Import- und Exportrestriktionen und Energieknappheit alle Wirtschaftsbereiche nahezu vollstĂ€ndig zum Erliegen gekommen. Die EinfĂŒhrung eines MultiwĂ€hrungssystems nach dem Kollaps der einheimischen WĂ€hrung (Inflationsrate von 100.000 % im Jahre 2008), mit dem US-Dollar als LeitwĂ€hrung brachte ab 2009/2010 nur vorĂŒbergehend Besserung. Nahezu alle Sektoren der verarbeitenden Industrie mussten massive Umsatzeinbußen hinnehmen. DarĂŒber hinaus haben die Kriegsverwicklung mit der Demokratischen Republik Kongo der Wirtschaft Devisen im Wert von mehreren hundert Millionen US-Dollar entzogen. Die Arbeitslosigkeit wurde 2005 auf rund 80 % geschĂ€tzt, nach einer anderen Form der Erhebung 2009 auf 95 %.

Im Global Competitiveness Index, der die WettbewerbsfĂ€higkeit eines Landes misst, belegt Simbabwe Platz 126 von 138 LĂ€ndern (Stand 2016). Im Index fĂŒr wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2017 Platz 175 von 180 LĂ€ndern.

Reformen

Mit der vermeintlichen Zielvorgabe, den ausufernden Schwarzmarkt auszutrocknen, ergriff die Regierung im Mai/Juni 2005 drastische Maßnahmen, indem im Rahmen der Aktion mit der Bezeichnung Operation Murambatsvina („MĂŒllbeseitigung“) schĂ€tzungsweise 750.000 Menschen obdachlos wurden und ihre oft einzige Einnahmequelle, AktivitĂ€ten im Kontext des informellen Sektors, aufgeben mussten. Zudem wurden ihre Behausungen zerstört und oft ihr vollstĂ€ndiger Besitz beschlagnahmt. TatsĂ€chlich ging es dem Mugabe-Regime mit diesen auch von den Vereinten Nationen verurteilten Maßnahmen jedoch um eine gezielte SchwĂ€chung der Opposition, die insbesondere in den StĂ€dten ihre WĂ€hler hat. So werden diese nicht nur fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung der MDC „bestraft“, sondern auch gezwungen – soweit dies ĂŒberhaupt möglich ist –, zurĂŒck in die von der Regierung kontrollierten lĂ€ndlichen Gebiete des Landes zu ziehen. Aus den Armutsvierteln der StĂ€dte, in denen der Schwarzmarkt florierte, wurden die Menschen vertrieben, anschließend ihre Behausungen zerstört.

Nahezu ein Jahr spĂ€ter, im Mai 2006, wurde erneut eine Ă€hnliche Aktion durchgefĂŒhrt, bei der in Harare 10.000 Straßenkinder, StraßenhĂ€ndler und Obdachlose festgenommen wurden, da sie nach Angaben eines Behördensprechers „Unordnung stiftende Elemente“ und fĂŒr die KriminalitĂ€t in der Stadt verantwortlich seien. Die Kinder sollten zu ihren Eltern auf dem Land zurĂŒckgebracht werden. Im November 2006 wurden bei der Operation Chikorokoza Chapera („Stoppt illegalen Abbau“) 25.000 Bergleute festgenommen.

Im Januar 2007 wurden die GebĂŒhren fĂŒr den Rundfunkempfang um das 2500-fache erhöht. Statt bis dahin 20 Simbabwe-Dollar pro Jahr mussten nun 50.000 gezahlt werden. Dies entsprach zu diesem Zeitpunkt einem durchschnittlichen Monatseinkommen.

Sektoren

Der halbherzige weltweite Boykott des weißen Rhodesien hatte dessen industrielle Entwicklung begĂŒnstigt. Statt dem Land Fertigprodukte zu verkaufen, vergaben die weltweit operierenden Konzerne großzĂŒgig Lizenzen. So wurden die meisten wichtigen VerbrauchsgĂŒter im Lande selbst hergestellt, teilweise Produkte auswĂ€rtiger Konkurrenten im selben Werk (z. B. Kraftfahrzeuge von Renault, Peugeot und Mitsubishi). Mit dem Ende des Boykotts entfiel der Schutz dieser einheimischen Produktion, schon bevor die Regierung sich politisch auf Abwege begab.

Die bei Antritt der schwarzen Regierung allgemein erwartete Landreform wurde erst jahrelang verzögert und dann chaotisch und unter AusbrĂŒchen von Gewalt durchgefĂŒhrt. So wurde der Agrarsektor in eine schwere Krise gestĂŒrzt. Drei Millionen Menschen sind mittlerweile auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Ein Viertel seiner Bevölkerung könnte Simbabwe ohne internationale Hilfsprogramme nicht mehr ernĂ€hren. 2015 waren 44,7 % der Bevölkerung unterernĂ€hrt, was eine der höchsten Raten weltweit ist. Bei landwirtschaftlichen Exporten ist der Umsatz von 2000 bis 2009 um 12 Milliarden Dollar eingebrochen. Insbesondere der fĂŒr den Export wichtige Anbau von Tabak ist dramatisch zurĂŒckgegangen.

Der Tourismus litt seit der schwarzen RegierungsĂŒbernahme darunter, dass manche weißen Hoteliers ihre Betriebe aus einer Boykotthaltung heraus geschlossen hielten. Mit dem Ende der Apartheid in SĂŒdafrika nahm ein wichtiger Kundenkreis stark ab: Vorher hatten wohlhabende sĂŒdafrikanische Inder bevorzugt in Rhodesien bzw. Simbabwe Urlaub gemacht.

Die heimische Goldindustrie leidet unter den diktatorischen Machtstrukturen und der Korruption. Ein Großteil des geförderten Goldes gelangt mittlerweile auf illegalen Wegen ins Ausland. 2004 wurden offiziell 17 Tonnen Gold in Simbabwe produziert. 2013 waren es lediglich noch 900 Kilogramm.

Die seit Mitte 2007 durchgesetzten Preisbindungen fĂŒhrten in Verbindung mit der durch die Staatsfinanzierung verursachten hohen Inflation zu Treibstoffknappheit, einem Mangel an GĂŒtern der Grundversorgung und einem weiteren Schrumpfen der offiziellen Wirtschaft.

Kennzahlen

Die simbabwische Statistikbehörde ist die Zimbabwe National Statistics Agency. Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:

Nachdem die Inflationsrate bis Ende 2008 auf knapp 90 Trilliarden % anstieg, musste der US-Dollar als HauptwĂ€hrung eingefĂŒhrt werden.
Seitdem hat sich die Inflation im Land beruhigt und Simbabwes Wirtschaft befindet sich bereits seit 2014 in einer Deflation.

WĂ€hrung

Der Simbabwe-Dollar (Z$) wurde eingefĂŒhrt, nachdem 1980 eine schwarze Mehrheitsregierung an die Macht gekommen war. Nach einer Hyperinflation wurde seine Funktion als gesetzliches Zahlungsmittel am 12. April 2009 fĂŒr mindestens ein Jahr ausgesetzt, da er im Zahlungsverkehr faktisch von auslĂ€ndischen WĂ€hrungen verdrĂ€ngt worden war.

Stattdessen wurden im Januar 2009 mehrere auslĂ€ndische Zahlungsmittel zugelassen, darunter der US-Dollar und der SĂŒdafrikanische Rand sowie der Euro. Der Renminbi wurde 2015 ebenfalls offizielles Zahlungsmittel, nachdem China 40 Millionen US-Dollar Schulden erlassen hatte.

Am 1. Oktober 2015 wurde der Simbabwe-Dollar offiziell abgeschafft.

Der Mangel an Banknoten ließ die Zentralbank im September 2016 ankĂŒndigen, sie wĂŒrde Schuldscheine als ParallelwĂ€hrung ausgeben. Am 31. Oktober 2016 verfĂŒgte der damalige PrĂ€sident Mugabe die EinfĂŒhrung der Schuldscheine, die die Wirtschaft stabilisieren sollten, aber im Februar 2019 vom US-Dollar abgekoppelt und durch den RTGS-Dollar ersetzt wurden.

Am 24. Juni 2019 wurde der Simbabwe-Dollar erneut als einziges gĂŒltiges Zahlungsmittel eingefĂŒhrt. FremdwĂ€hrungen wurden zur Zahlung verboten.

Inflation

Die von der Regierung Simbabwes nach fiskalischen Motiven bestimmte Geldmengenpolitik der Reserve Bank fĂŒhrte seit lĂ€ngerem zu hohen Inflationsraten. Von Anfang 2008 bis Anfang 2009 herrschte in Simbabwe Hyperinflation mit allen negativen Begleiterscheinungen, bis schließlich die WĂ€hrung aufgegeben werden musste.

Die Inflationsrate, die sich in den 1990er Jahren in zweistelligen Prozentwerten bewegt hatte, jedoch meist unter 30 % geblieben war, erreichte 1999/2000 rund 50 % und begann ab Ende 2001 in den dreistelligen Bereich anzusteigen. Ende 2003/Anfang 2004 war mit ca. 600 % zunĂ€chst ein Gipfel erreicht, bis Anfang 2005 ging die Rate wieder auf 125 % zurĂŒck. Dann nahm der Preisauftrieb jedoch wieder stark zu. 2006 verharrte die Inflation bei rund 1000 %, und es kam im August zu einer WĂ€hrungsumstellung im VerhĂ€ltnis 1:1000. Dabei behielt der Simbabwe-Dollar seinen Namen, das internationale KĂŒrzel Ă€nderte sich von ZWD zu ZWN. Ab Dezember 2006 begann die Inflationsrate sich mit hoher Geschwindigkeit auf fĂŒnfstellige Raten zuzubewegen.

Als Mitte 2007 Werte um 7000 % erreicht wurden, versuchte die Regierung mit Polizeigewalt Preisbindungen durchzusetzen, was zu einzelnen GeschĂ€ftsschließungen, Verhaftungen von Ladenbesitzern und langen Warteschlangen vor den GeschĂ€ften fĂŒhrte. Erfolge erzielten diese Maßnahmen jedoch nicht. Im letzten Quartal 2007 war die Inflationsrate fĂŒnfstellig, im Januar 2008 wurden 100.000 % erreicht. Der IWF befĂŒrchtete Hyperinflation.

Entsprechend der Zahlen der Reserve Bank herrschte nach dem ĂŒblichen Kriterium von 50 % monatlicher Geldentwertung tatsĂ€chlich im Dezember 2007 und ab MĂ€rz 2008 durchgehend Hyperinflation. Die ermittelte Inflationsrate stieg von 100.000 % im Januar 2008 auf 231 Millionen % im Juli. Die monatliche Entwertung bedeutete Preissteigerungen von durchschnittlich 7,35 % bzw. 11,1 % pro Tag im Juni und Juli. FĂŒr die folgenden Monate wurden keine offiziellen Zahlen mehr veröffentlicht. Der Ökonom und Inflationsexperte Steven H. Hanke ermittelte noch bis Mitte November einen Anstieg der Inflationsrate auf 90 Trilliarden % und eine monatliche Entwertung, die einer tĂ€glichen Verdoppelung der Preise entsprach. Danach war keine sinnvolle Bestimmung mehr möglich, weil kaum noch GĂŒter gegen diese WĂ€hrung gehandelt wurden. Die Inflation des Simbabwe-Dollars ist damit die zweithöchste jemals erreichte neben der des ungarischen PengƑ von 1946.

Im Juli stellten Giesecke und Devrient auf Druck der deutschen Bundesregierung die Lieferung von vorbedruckten Banknotenpapierbögen an die simbabwische Zentralbank ein. Zum 1. August 2008 gab die simbabwische Zentralbank erneut die Streichung von zehn Nullen bei der LandeswĂ€hrung (jetzt ZWR) bekannt. Anstelle der zunĂ€chst mit einstelligen Werten ausgegebenen neuen Banknoten und Zehn-Cent-MĂŒnzen waren im Dezember 2008 mittlerweile wieder Noten mit Milliarden-Nennwerten im Umlauf. Im Januar 2009 gab die Zentralbank neue Banknoten mit höheren Nennwerten bis 100 Billionen Simbabwe-Dollar aus.

Am 29. Januar 2009 wurden die auslĂ€ndischen WĂ€hrungen, die trotz Verbots bereits zuvor den Simbabwe-Dollar im Zahlungsverkehr faktisch verdrĂ€ngt hatten, als Zahlungsmittel offiziell zugelassen. Der damit bedeutungslose Simbabwe-Dollar wurde schließlich am 12. April 2009 offiziell ausgesetzt. Noch am 2. Februar 2009 war unter Streichung von zwölf Nullen ein vierter Simbabwe-Dollar mit Noten im Wert von 1, 5, 10, 20, 50, 100 und 500 Dollar (ZWL) eingefĂŒhrt worden. Die Inflation kam mit der Außerverkehrsetzung des Simbabwe-Dollar zum Erliegen, der Wechselkurs wurde wegen der nominellen GĂŒltigkeit dennoch zunĂ€chst weitergefĂŒhrt. Am 1. Oktober 2009 lag der Kurs bei 518 ZWL je Euro und am 12. April 2010 bei 512 ZWL je Euro.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2017 Ausgaben von umgerechnet 5,5 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 3,8 Milliarden US-Dollar gegenĂŒber. Dies entspricht einem Haushaltsdefizit in Höhe von 9,6 % des Bruttoinlandsprodukts.
Die Staatsverschuldung betrug 2017 82,3 % des BIP.

Infrastruktur

Verkehr

  • FlugplĂ€tze: insgesamt: 404 (2005), davon asphaltiert: 17 (2005), davon lĂ€nger als 3048 m (10.000 ft): drei, von 2438 bis 3048 m (8000 ft bis 10.000 ft): zwei, von 1524 bis 2437 m (5000 ft bis 8000 ft): vier, von 914 bis 1523 m (3000 ft bis 5000 ft): acht, davon nicht asphaltiert: 387 (2005), von 1524 bis 2437 m (5000 ft bis 8000 ft): fĂŒnf, von 914 bis 1523 m (3000 ft bis 5000 ft): 186, unter 914 m (3000 ft): 196. Die Hauptstadt Harare verfĂŒgt ĂŒber einen internationalen Flughafen.
  • Straßennetze: insgesamt 97.440 km, davon asphaltiert: 18.514 km, nicht asphaltiert: 78.926 km
  • Wasserstraßen: nur auf dem Karibasee zwischen den HĂ€fen Binga und Kariba
  • Eisenbahnnetz: siehe Schienenverkehr in Simbabwe und National Railways of Zimbabwe

Kommunikation

  • Telefonnetz: Das Telefonnetz des Landes erlebte ein Auf und Ab. Bei Ende der Kolonialherrschaft war es völlig abgewirtschaftet. Die meisten GesprĂ€che waren noch handvermittelt, sodass Telefonate zwischen zwei lĂ€ndlichen Orten nur selten gelangen. Wenige Jahre nach der RegierungsĂŒbernahme der schwarzen Bevölkerungsmehrheit modernisiert, ist es inzwischen Opfer der allgemeinen Misswirtschaft geworden. 100.000 AnschlĂŒsse warten zurzeit darauf, geschaltet zu werden. Festnetz: 317.000 (2004) AnschlĂŒsse, Mobiltelefone: 423.600 (2004)
  • Internet: Zwei internationale digitale Gateways, eines in Harare, eines in Gweru; Internet-Hosts: 6582 (2005), Computer online: 820.000 (2005)
  • Satelliten-Downlinks: 2

Rundfunk

Alle Rundfunksender sind im Besitz der Regierung und vertreten deren Politik. Der Inlandsdienst der Zimbabwe Broadcasting Corporation (ZBC) sendet in den Landessprachen Shona und isiNdebele ĂŒber einen Kurzwellensender im 49-m-Band. Bei guten Ausbreitungsbedingungen sind Sendungen auch in Europa zu empfangen und Empfangsberichte werden mit einer QSL-Karte bestĂ€tigt.

Kultur

DenkmÀler

Höhlenzeichnungen

Die steinzeitliche Kultur der San, die sich im benachbarten Botswana bis ins 20. Jahrhundert hielt, bestand in Simbabwe bis etwa 1000 nach Chr. und entsprach etwa der mittleren Steinzeit Europas. Hinterlassenschaft dieser Kultur sind Höhlenzeichnungen, die Jahrtausende Àlteren europÀischen Funden aus der Eiszeit Àhneln.

Steinbauten

  • Great Zimbabwe aus dem 11. bis 14. Jahrhundert, Zentrum des Munhumutapa Reiches, die grĂ¶ĂŸte der RuinenstĂ€tten
  • RuinenstĂ€tte Khami aus dem 15. Jahrhundert, westlich von Bulawayo
  • Dhlodhlo (Ă€lterer Name Danangombe), Zentrum des Torwa-Staates im 17. Jahrhundert

Außerdem gibt es noch zahlreiche kleinere Steinruinen.

Zeitgenössische Kultur

Bildhauerei

Die monumentalen Steinbauten der Ruinenstadt Great Zimbabwe, die von ca. 1200 bis ins 15. Jahrhundert besiedelt war, zeugen von der bedeutenden Kultur des damaligen Munhumutapa-Reiches. Sie wurde zum Namensgeber der heutigen Republik. In den bis zu 10 Meter hohen, ganz ohne Mörtel gefĂŒgten Mauern fand man riesige, in Stein gemeißelte Vögel. Der „Simbabwe-Vogel“ ziert heute die Nationalflagge.

Schon damals gab es demnach eine Tradition der Steinmetzkunst, auch wenn die Vögel aus dem weichen Speckstein gearbeitet waren und nicht aus den festeren Gesteinen des Great Dyke, die im 20. Jahrhundert eine der gĂŒnstigen Voraussetzungen fĂŒr die Entstehung einer neuen Bildhauertradition wurden. Die geologische Auffaltung des Great Dyke, die sich 555 km vom Norden bis in den SĂŒden des Landes erstreckt, birgt reiche Vorkommen mineralischer Rohstoffe, wie Serpentinite („Springstone“), Opal, Dolomit, Marmor, Steatit, Jade, Lepidolith und andere, mitunter in vielfĂ€ltigen Farbvarianten. Das große, rohstoffreiche Areal des Great Dyke und des GrĂŒnsteingĂŒrtels entstand vor ca. 2,5 Milliarden Jahren, durch vulkanische und tektonische AktivitĂ€ten bei sehr hohen Temperaturen und großem Druck. Das Farbenspiel der Gesteine und Minerale tritt zutage, wenn man sie schleift, wachst und poliert.

Ein weiterer gĂŒnstiger Umstand fĂŒr die Entstehung einer zeitgenössischen Bildhauerei war der Bau der Nationalgalerie in Salisbury, dem heutigen Harare. Der Kanadier Frank McEwen wurde als erster Direktor berufen. Er hatte ein fĂŒr das rassistische Rhodesien ungewöhnlich großes Interesse an den Werken afrikanischer KĂŒnstler. Einem Landwirtschaftsberater, Joram Mariga, der bei Straßenbauarbeiten einen schimmernden Speckstein gefunden und begonnen hatte, mit einem KĂŒchenmesser daran zu schnitzen, kaufte MacEwen fĂŒr eine hohe Summe eine Steinschale ab, deren außerordentlichen kĂŒnstlerischen Wert er sofort erkannt hatte. Mariga grĂŒndete auf dem GelĂ€nde der Nationalgalerie den Vukutu-Nyanga-Workshop fĂŒr Bildhauerei, die spĂ€tere Vukutu-Kunstakademie, die zum Ausgangspunkt einer ganzen Generation von Bildhauern wurde. Schließlich brachte McEwen KĂŒnstler auf Kunstausstellungen in Paris, London und New York City.

Eine wichtige Rolle spielten auch Tom Blomefield und seine Farm Tengenenge nordwestlich von Harare, unmittelbar an den HĂ€ngen des Great Dyke. Blomefield war Tabakfarmer. Als es ab 1966 aufgrund der einseitigen UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung Ian Smiths und seiner Apartheidregierung zu internationalen Sanktionen kam, wurde es unmöglich, vom Tabakanbau zu leben. So schlug Blomefield seinen Arbeitern vor, Steinskulpturen zu meißeln.

Zur ersten Generation moderner Bildhauer, die wÀhrend jener Zeit ihre Kunst entwickelte, zÀhlen vor allem Henry Munyaradzi, Bernard Matemera, Nicholas Mukomberanwa, Fanizani Akuda, Enos Gunja, Edward Chiwawa und Sylvester Mubayi. Auf ihrer ersten Ausstellung 1968 in der National Gallery of Zimbabwe in Harare wurden bereits sÀmtliche Werke verkauft.

In der zweiten „Generation“ ragen die Söhne Henry Munyaradzis, Mike M., und Nicholas Mukomberanwas, Lawrence M., hervor; beide sind Vorstandsmitglieder der KĂŒnstlervereinigung Friends Forever, der sich viele Bildhauer und Bildhauerinnen wie die international erfolgreiche Colleen Madamombe angeschlossen haben. Auch der taubstumme Godfrey Kututwa aus Chitungwiza bei Harare zĂ€hlt hierzu; er ist SchĂŒler von Claud Nyanhongo, dessen kĂŒnstlerische AktivitĂ€ten sich ebenfalls auf mehrere Söhne und Töchter ĂŒbertragen haben.

Als „dritte Generation“ der simbabwischen Bildhauerbewegung bezeichnet man unter anderem die jĂŒngeren Söhne und Töchter Nicholas Mukomberanwas, Taguma, Ennika und Netsai in Ruwa sowie den jungen Kapenda Tembo, Itai Nyama und viele andere. Insgesamt arbeiten in Tengenenge, Ruwa, Guruve und anderen Orten inzwischen weit ĂŒber 300 KĂŒnstler; zahlreiche Galerien verbreiten ihre Werke weltweit.

Diese Kunst ist heute im Museum of Modern Art in New York City ebenso zu finden wie im Pariser MusĂ©e Rodin und in anderen großen Museen der Welt. Auf der Biennale in Venedig erhielten die KĂŒnstler Simbabwes einen eigenen Pavillon, an der Expo 92 in Sevilla und der Expo 2000 in Hannover nahmen sie ebenfalls teil.

Obwohl der Begriff „Shona“ eine ganze Gruppe von Völkern in und außerhalb von Simbabwe bezeichnet und auch KĂŒnstler aus anderen Ethnien als Steinbildhauer im Lande arbeiten, spricht man generalisierend hĂ€ufig von Shona-Skulpturen.

Sculpture Prize: Seit 2002 findet im zweijĂ€hrigen Rhythmus ein Bildhauer-Wettbewerb statt, bei dem die PreistrĂ€ger des Kristin Diehl Sculpture Prize ermittelt werden. Unter der Schirmherrschaft der deutschen Botschaft, des Goethe-Instituts und – ehemals – mit Hilfe des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) wird der Wettbewerb in Harare durchgefĂŒhrt.

Malerei

  • Ein bedeutender Maler und Poet der Gegenwart ist Victor Mavedzenge.

Literatur

Musik

Zu den bekanntesten zeitgenössischen Musikern Simbabwes zÀhlen Thomas Mapfumo und Stella Chiweshe sowie der 2019 gestorbene Oliver Mtukudzi. Auch die Bhundu Boys haben Musik aus Simbabwe in Europa bekannt gemacht, ebenso wie die Band Mokoomba, die eine Mischung aus Afropop, Funk und Reggae spielt.

Sport

Die erfolgreichsten und bekanntesten Leistungssportler des Landes gehören zur weißen Minderheit.

Cara Black (mit ihrer US-amerikanischen Doppelpartnerin Liezel Huber) sowie Kevin Ullyett (mit Jonas Björkman, Schweden) gehörten in den Tennis-DoppelwettkĂ€mpfen zur Weltspitze. Noch bekannter ist allerdings die Ausnahmeschwimmerin Kirsty Coventry, die nach ihren Olympiasiegen 2004 und 2008 zur Volksheldin und HoffnungstrĂ€gerin fĂŒr ihr Land avancierte.

Der ehemalige Fußballnationaltorwart Bruce Grobbelaar spielte in den 1980ern und frĂŒhen 1990ern fĂŒr den englischen Top-Club FC Liverpool, mit dem er zahlreiche Titel gewann.

Die populĂ€rste Mannschaftssportart ist Fußball. Besonders bei der weißen Bevölkerung sind noch Cricket und Rugby sehr populĂ€r. Bereits 1895 wurde der Rugbyverband Rhodesia Rugby Football Union gegrĂŒndet. Die Rugby-Nationalmannschaft befindet sich allerdings an einem Tiefpunkt, was die Situation des ganzen Landes widerspiegelt. Dasselbe lĂ€sst sich fĂŒr die Cricket-Nationalmannschaft sagen, die spĂ€testens seit der Cricket-Weltmeisterschaft 2003 viele ihrer, vor allem weißen, Spieler verloren hat. Von 2004 bis 2011 war ihr Status als eine von nur zehn Test-Cricket Nationen, mit einer kurzen Unterbrechung, durch den Welt-Cricketverband ausgesetzt.

Die simbabwische Fußballnationalmannschaft, die erst ab 1980 an internationalen Wettbewerben teilnehmen konnte, qualifizierte sich hingegen fĂŒr die Afrikameisterschaften 2004, 2006 und 2017. Im Ausland bekannt ist der in SĂŒdafrika spielende Benjani.

Literatur

  • Daniel Compagnon: A Predictable Tragedy. Robert Mugabe and the Collapse of Zimbabwe. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2010, ISBN 978-0-8122-4267-6 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  • Jacob Chikuhwa: A Crisis of Governance. Zimbabwe. Algora Publishing, New York 2004, ISBN 978-0-87586-286-6. 
  • Suzanne Dansereau, Mario Zamponi, Henning Melber: Zimbabwe. The Political Economy of Decline (= Discussion paper – Scandinavian Institute of African Studies. Band 27). Nordiska Afrikainstitutet, Uppsala 2005, ISBN 978-91-7106-541-4 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  • Jacob Wilson Chikuhwa: Zimbabwe at the Crossroads. AuthorHouse, Bloomington 2006, ISBN 978-1-4259-1957-3 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  • David Harold-Barry: Zimbabwe. The Past is the Future. Rethinking Land, State and Nation in the Context of Crisis. Weaver Press, Harare 2004, ISBN 978-1-77922-025-7 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  • Jacob W. Chikuhwa: Zimbabwe. The Rise to Nationhood. AuthorHouse, Bloomington 2006, ISBN 978-1-4259-4865-8 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 

Literatur zur Bildhauerei in Simbabwe

  • Ben Joosten: Lexicon: Sculptors from Zimbabwe. The first generation. Dodeward, ISBN 90-806629-1-7.
  • Contemporary Master Sculptors of Zimbabwe. Ruwa 2007, ISBN 978-0-7974-3527-8.
  • Oliver Sultan: Life in Stone. Zimbabwean Sculpture. Birth of a Contemporary Art Form. Harare 1999, ISBN 1-77909-023-4.
  • Eberhard Schnake: Spirits in Stone. Steinskulpturen aus Zimbabwe, MĂŒnster 2003.
  • Celia Winter-Irving: Tengenenge – Art, Sculpture and Paintings.
  • Celia Winter-Irving: Stone Sculpture in Zimbabwe. Context, Content and Form. Harare 1991.
  • Listen von Steinbildhauern der ersten, zweiten und dritten Generation First Generations Sculptors (Memento vom 6. Oktober 2011 im Internet Archive)

Weblinks

Landeseigene Links

  • Republic of Zimbabwe: Zimbabwe Government Online. Auf www.zim.gov.zw (englisch)
  • Republic of Zimbabwe: Office of the President and Cabinet. Auf www.opc.gov.zw (englisch)
  • Republic of Zimbabwe: Parliament of Zimbabwe. Auf www.parlzim.gov.zw (englisch)
  • Republic of Zimbabwe: Zimbabwe National Statistics Agency (ZIMSTAT). Auf www.zimstat.co.zw (englisch)
  • Republic of Zimbabwe: Ministry of Foreign Affairs Zimbabwe. Auf www.zimfa.gov.zw (Memento vom 8. Juli 2014 im Internet Archive) (englisch) Adressverzeichnis der 32 Ministerien

Internationale Links

  • United Nations: United Nations Statistics Division. Zimbabwe. Auf www.data.un.org (englisch)
  • The World Bank: Countries. Zimbabwe. Auf www.worldbank.org (englisch)
  • US-Government: CIA World Fact Book. Zimbabwe. Auf www.cia.gov (englisch)
  • Media Institute of Southern Africa: Zimbabwe. Fast Facts. Auf www.misa.org (englisch)
  • Electoral Institute for Sustainable Democracy in Africa: Zimbabwe. Fact file. Auf www.eisa.org.za (englisch)
  • World Health Organization: Zimbabwe. Auf www.who.int (englisch)
  • World Food Programme: Zimbabwe. Auf www.wfp.org (englisch)
  • UNHCR: 2014 UNHCR regional operations profile – Southern Africa. Zimbabwe. Auf www.unhcr.org (englisch)
  • UNICEF: Situation reports 2012–2013. Zimbabwe. Auf www.unicef.org (englisch)
  • International Fund for Agricultural Development: Rural poverty in Zimbabwe. Auf www.ruralpovertyportal.org (englisch)
  • World Directory of Minorities and Indigenous Peoples: Zimbabwe. Auf www.minorityrights.org (englisch)
  • UNCTAD: Voluntary peer review of competition law and policy. Zimbabwe. Auf www.unctad.org (englisch; PDF)
  • U.S. Department of the Interior: U.S. Geological Survey, 1994–2010 Minerals Yearbook, Volume III. Area Reports: International. Zimbabwe. Auf www.minerals.usgs.gov (englisch)

Landesprofil von Simbabwe bei Ministerien deutschsprachiger Staaten

  • AuswĂ€rtiges Amt (D): Simbabwe. Auf www.auswaertiges-amt.de
  • Bundesministerium fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten (A): LĂ€nderspezifische Reiseinformation: Simbabwe. Auf www.bmeia.gv.at
  • Eidgenössisches Departement fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten (CH): Eckdaten Republik Simbabwe. Auf www.helpline-eda.ch

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (0)

Abk Name O
ZW.BU Bulawayo  
ZW.HA Harare  
ZW.MA Manicaland  
ZW.MC Mashonaland Central  
ZW.ME Mashonaland East  
ZW.MW Mashonaland West  
ZW.MV Masvingo  
ZW.MN Matabeleland North  
ZW.MS Matabeleland South  
ZW.MI Midlands  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: Zimbabwe

Name englisch: Zimbabwe
Hauptstadt: Harare
Kfz: ZW
ISO: ZW
ISO3: ZWE
Fläche: 390580 km²
Tld: .zw
Wärung Einheit: ZWD
Währung: Dollar
Vorwahl: 263

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: -15.609319
südlichster Punkt: -22.4245232
westlichster Punkt: 25.237368
östlichster Punkt: 33.0682357


 
Simbabwe: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
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