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Karte Karte: Kanton Glarus

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Gebirge in Glarus: 5
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Region Informationen Kanton: Glarus

Informationen:


Die Stadt Glarus (örtlich schweizerdeutsch Glaris [glɑrɪs], französisch Glaris, italienisch Glarona, rätoromanisch ) ist eine politische Gemeinde (bis 2010 Ortsgemeinde, heute Einheitsgemeinde) und der Hauptort des gleichnamigen Schweizer Kantons Glarus.

Im Rahmen der Glarner Gemeindereform fusionierte Glarus auf den 1. Januar 2011 mit den Gemeinden Ennenda, Netstal und Riedern zur neuen politischen Gemeinde Glarus.

Geographie

Glarus liegt in der geografischen Mitte des gleichnamigen Kantons an der Linth und am Fusse des rund 2300 m hohen Vorderglärnisch. Der höchste Punkt des Gemeindegebiets ist der 2914 m hohe Bächistock, der zum Massiv des Glärnisch gehört. Nachbargemeinden sind die Gemeinden Glarus Nord, Glarus Süd sowie Muotathal und Innerthal (beide Kanton Schwyz).

Klimatabelle

Geschichte

Erstmals schriftlich erwähnt wird der Ort Clarona im 8. Jahrhundert in einer Lebensgeschichte der Heiligen Felix und Regula. Der Name geht wahrscheinlich auf eine lateinische Grundform *ad clārōnam «bei der hellen Stelle», im übertragenen Sinn «Waldlichtung», zurück.

Bis Ende des 14. Jahrhunderts gehörten grosse Teile des Glarner Landes zur Grundherrschaft des Klosters Säckingen, bis sich die Einwohner davon loskauften. 1387 fand die erste Landsgemeinde statt, eine Institution, die noch heute hier besteht und in der Regel am ersten Sonntag im Mai abgehalten wird. Zum Hauptort des Linthtals wurde Glarus durch Beschluss der Landsgemeinde 1419, da hier lange die einzige Kirche der Talschaft stand. 1506 bis 1516 war der spätere Reformator Ulrich Zwingli beliebter katholischer Priester in Glarus. 1522 bis 1555 war Valentin Tschudi der erste evangelische Pfarrer, ein gemässigter Reformator und Vermittler zwischen beiden Konfessionen. 1555 bis 1570 folgte Fridolin Brunner als Pfarrer, der zuvor in mehreren Glarner Dörfern die Reformation durchgeführt hatte.

Während der Helvetik (1798–1803) war Glarus Hauptort des Kantons Linth.

Im Jahr 1861 wütete ein verheerender Grossbrand, der grosse Teile des Ortes zerstörte. Nur wenige Gebäude aus der Zeit vor dem Brand blieben im Stadtbild erhalten. Der Wiederaufbau erfolgte sehr schnell nach einem städtebaulichen Plan, der auf einem rechteckigen Raster beruhte. Diese vor allem aus den Vereinigten Staaten bekannte Art der Städteplanung wurde gewählt, um weitere derartige Feuersbrünste zu verhindern.

Politik

Gemeindepräsident ist Christian Marti (FDP) bei den Gemeinderatswahlen am 4. März 2018 im Amt bestätigt. Dem Gemeinderat gehören neben ihm noch sechs weitere Mitglieder an. Die neue Gemeinde Glarus bildet einen Landratswahlkreis, der 19 der 60 Glarner Landräte stellt.

Wirtschaft

Die einst wichtige Textilindustrie ist fast völlig verschwunden. Es überwiegt heute Holz- und Kunststoffindustrie sowie Stoff- und Buchdruckerei. Der Dienstleistungssektor ist zum wichtigsten Wirtschaftszweig geworden. Grösster Arbeitgeber ist heute das Kantonsspital mit etwa 450 Arbeitsplätzen. Auch der Tourismus gewinnt an Bedeutung.

Sehenswürdigkeiten

  • Stadtkirche Glarus, Wahrzeichen der Stadt (Architekt Ferdinand Stadler)
  • Fridolinskirche, katholisch (1964, Architekt: Ernest Brantschen)
  • Burgkapelle St. Michael
  • Der Bahnhof und Güterschuppen, Lokomotiv-Remisen und Drehscheibe
  • Kraftwerk am Löntsch
  • Kunsthaus Glarus
  • Landesbibliothek
  • Stählihaus

Städtepartnerschaften

  • mit Kobryn in Weissrussland, initiiert vom ehemaligen Gemeindepräsidenten Heinrich Aebli. In Kobryn hatte General Suworow ein Anwesen besessen, der 1799 im Glarnerland Station machte.
  • mit Wiesbaden-Biebrich in Deutschland (seit Januar 2009).

Persönlichkeiten

  • Heinrich Aebli (* 1933), 1985–2002 Stadtpräsident von Glarus, danach Entwicklungshelfer
  • Mario Andreotti (* 1947), Germanist
  • Gianni Antoniazzi (* 1998), Fussballspieler
  • Joachim Bäldi (vor 1527–1571), Hauptmann, Landschreiber, Landvogt und Landammann
  • Marcel Bernasconi (* 1940), Jazzpianist
  • Pierangelo Boog (* 1957), Künstler und Illustrator
  • Fridolin Brunner (1498–1570), Reformator und evangelischer Pfarrer in Glarus 1555–1570
  • Maria Anna Brunner (1655–1697), Benediktinerin und Äbtissin
  • Ernst Buss (1843–1928), evangelischer Geistlicher, Heimatforscher, Begründer der Deutschen Ostasienmission und Vizepräsident des Schweizer Alpen-Clubs.
  • Erwin C. Dietrich (1930–2018), Schauspieler, Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur, geboren in Glarus
  • Ekkehard Fasser (1952–2021), Leichtathlet und Bobfahrer
  • Cosmus Freuler (1780–1838), Lehrer, Buchdrucker und Bibliothekar
  • Friedrich Frey (1867–1933), Archivar und Heimatforscher
  • Frieda Gallati (1876–1955), Historikerin
  • Anna Göldi (1734–1782), «letzte Hexe Europas», in Glarus hingerichtet
  • William Nicholas Hailmann, US-amerikanischer Pädagoge
  • Eveline Hasler (* 1933), Schriftstellerin
  • Walter Haug (1927–2008), Mediävist
  • Walter Hauser (* 1957), Schriftsteller und Journalist
  • Joachim Heer (1825–1879), Landammann und Bundesrat
  • Jodok Hösli (um 1592–1637), Abt des Kloster Pfäfers
  • Heinrich Hössli (1784–1864), Schriftsteller, Vorkämpfer für die «Männerliebe»
  • This Jenny (1952–2014), Unternehmer und Politiker
  • Johann Melchior Kubli (1750–1835), Politiker, «Whistleblower» des Anna-Göldi-Justizmordes
  • Fritz Künzli (1946–2019), Fussballspieler
  • Adèle Lilljeqvist (1862–1927), Malerin
  • Christian Marti (* 1974), Gemeindepräsident von Glarus und Glarner Landrat
  • Bernhard Milt (1896–1956), Arzt und Medizinhistoriker
  • Patrick Mitidieri (* 1975), Rapper
  • Innocenz Müller (1675–1727), Bibliothekar des Klosters St. Gallen
  • Herbert Noser (* 1961), Fussballspieler
  • Yvan Pestalozzi (* 1937), Eisenplastiker
  • Yves Rüedi (* 1976), Bundesrichter
  • Giaco Schiesser (* 1953), Kulturwissenschaftler, Philosoph, Publizist
  • Alfred Schmid (1899–1968), Naturwissenschaftler, Erfinder, Philosoph
  • Rudolf Schmid (1894–1989), Mediziner und Politiker
  • Karl Schnyder (1931–2016), Politiker
  • Urs Sonderegger (* 1964), Autorennfahrer
  • Willy Spieler (1937–2016), Publizist, Redaktor und Politiker
  • Jean-Fritz Stöckli (* 1949), Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer
  • Rösli Streiff (1901–1997), Skirennfahrerin
  • Aegidius Tschudi (1505–1572), Historiker und Politiker
  • Johann Jakob von Tschudi (1818–1889), Naturforscher, Forschungsreisender, Linguist und Diplomat
  • Rudolf Tschudi (1884–1960), Philologe und Orientalist
  • Valentin Tschudi (1499–1555), Reformator, erster evangelischer Pfarrer von Glarus
  • Sam Trümpy (1941–2003), Jazzmusiker
  • Jakob Wäch (1893–1918), Kunstmaler
  • Jürg Wickihalder (* 1973), Jazzmusiker und Komponist
  • Abraham Wild (1628–1689), evangelischer Geistlicher
  • Josua Zweifel (1854–1895), Afrikaforscher, Entdecker der Nigerquellen
  • Ulrich Zwingli (1484–1531), Reformator (1506–1516 Pfarrer in Glarus)

Trivia

In Glarus befindet sich die einzige Rekrutierungsstelle der Päpstlichen Schweizergarde, die von einer privaten Personalagentur betrieben wird.

Weblinks

  • Offizielle Website der Gemeinde Glarus
  • Karin Marti-Weissenbach, Hans Laupper: Glarus (Gemeinde). In: Historisches Lexikon der Schweiz.

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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auch: Glaris, Glarona, Glaruna
Wappen/Flagge: Glarus

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Kanton

Fläche ca.: 672.60 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 47.17393
südlichster Punkt: 46.79636
westlichster Punkt: 8.87123
östlichster Punkt: 9.25249

 
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