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Gebirge in Kranj: 3
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Region Informationen Region: Kranj

Informationen:


Kranj (deutsch Krainburg) ist mit 37.941 Einwohnern in der Kernstadt die viertgrĂ¶ĂŸte Stadt Sloweniens und Hauptort der gleichnamigen Stadtgemeinde (Mestna občina). Die gesamte Stadtgemeinde mit allen Ortsteilen zĂ€hlt 57.065 Einwohner (beides Stand 2020).

Lage

Kranj liegt auf 350 bis 406 m Seehöhe in der Oberkrain (Gorenjska) in einer Ebene, die von den Karawanken, den Steiner Alpen und den Julischen Alpen gesĂ€umt ist, an der MĂŒndung der Kokra in die Save. Hier kreuzen sich verkehrsgĂŒnstig die Straßen in Richtung Österreich von Ljubljana zum Loiblpass bzw. zum Karawankentunnel bei Jesenice und von Ć kofja Loka zum Seebergsattel.

Etymologie

Der Name Kranj leitet sich vom spĂ€tantiken kelto-romanischen Carniola, der „kleinen Carnia“, fĂŒr das umgebende Gebiet der spĂ€teren Oberkrain ab. Im 5. Jahrhundert ist Kranj als Carnium, spĂ€ter dann als Chreinariorum, Creina, Chreina, Chrainburch und Krainburg belegt. Der lateinische Name leitet sich wahrscheinlich von der keltischen Wurzel *karno „Gipfel, HĂŒgel, Steinhaufen“ ab, der hier Teile der SĂŒdlichen Kalkalpen bezeichnete. Das jĂŒngere krajina der slawischen Sprachen bedeutet „Gegend, Landschaft, Region“ und „Mark, Grenzland“ und ĂŒberlagerte und verstĂ€rkte den kelto-romanischen Ursprung.

Geographie

Die gut erhaltene mittelalterliche Altstadt der Stadt liegt am Zusammenfluss der FlĂŒsse Kokra und Save. Bei Preddvor tritt die Kokra in das Laibacher Becken ein und schneidet in ihrem Verlauf bei Kranj tief in das Konglomeratgestein der im PleistozĂ€n abgelagerten Sedimente ein und bildet eine 40 Meter tiefe Schlucht. Teile des Canyons können ĂŒber einen Wanderweg erreicht werden. Unterhalb von Kranj bei Drulovka bildet auch die Save eine 40 Meter tiefe Schlucht durch das Konglomerat; aufgrund des Staudamms des Wasserkraftwerk Mavčiče etwa fĂŒnf Kilometer flussabwĂ€rts fließt der Fluss dort heute sehr langsam.

Ortsteile der Stadtgemeinde

Geschichte

Im Gemeindegebiet wurden archĂ€ologische Funde durchgehend bis zurĂŒck in die Jungsteinzeit gefunden. WĂ€hrend der Langobardenzeit (6. Jhdt.) erfolgte die erste Nennung als Carnium, woraus sich die spĂ€teren Namen ableiteten.

Die Stadt gehörte bis etwa 600 n. Chr. zum Einflussbereich der Langobarden, bis sie vermutlich um 610 von den Awaren zerstört und nicht mehr zurĂŒckerobert werden konnte, die langobardische Funde brechen um diese Zeit ab. Im Anschluss daran, etwa seit dem 7. Jahrhundert begann die slawische Besiedlung. Um die Jahrtausendwende war Kranj Sitz der Grafen und Kultur- und Verwaltungszentrum der Krain, eine Rolle, die spĂ€ter an Ljubljana ĂŒberging. Aus dem Jahr 1060 datiert die erste Nennung als Chreina. Die Stadt war namensgebend fĂŒr das Herzogtum Krain.

1221 wurden die Einwohner „cives“ (BĂŒrger) genannt, 1256 erfolgte die erste Nennung als Stadt. Vom Erdbeben von Friaul 1348 sind SchĂ€den ĂŒberliefert.

Die Markgrafen von Krain residierten auf Burg Kieselstein (Kislkamen). Aus dem 15. Jahrhundert datiert die Stadtmauer. Ebenso erhielt die Stadt das Recht, Gericht und Rat selbst zu wĂ€hlen. In dieser Zeit wechselte die Stadt mehrmals den Besitzer: vom Bistum Brixen an die Habsburger (Litorale), an die Grafen von Cilli und wieder an die Habsburger, wo sie schließlich in den österreichischen Erblanden des Heiligen Römischen Reiches, seit 1804 im Kaisertum Österreich bzw. seit 1867 in Österreich-Ungarn als Stadt im Herzogtum Krain bis 1918 verblieb.

Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt einen Aufschwung durch die BlĂŒte des Bergbaus in der Krain und in KĂ€rnten; mit dessen Niedergang verlor auch die Stadt stark an Bedeutung.

Ab 1870 konnte sich die Gegend nach der Eröffnung der Bahnlinie Ljubljana (Laibach) ↔ Tarvis (im damals kĂ€rntnerischen Kanaltal, heute nur bis Jesenice) industriell entwickeln. Die Bahn eröffnete Richtung Nordwesten Verbindungen nach KĂ€rnten, Tirol und in die Lombardei, Richtung SĂŒdosten Verbindungen nach Triest, Graz und Wien sowie nach Ungarn.

1890 hatte die Stadt rund 2.000 meist slowenische Einwohner und war Sitz der Bezirkshauptmannschaft Krainburg und eines Bezirksgerichtes, das den Gerichtsbezirk Krainburg verwaltete. 1894 wurde das Gymnasium als Kaiser Franz Joseph-Gymnasium eröffnet. Im spÀten 19. Jahrhundert erwachte die slowenische Nationalbewegung und fand unter anderem im Turnverein Krainer Falke einen vehementen TrÀger.

1906 wurde als Teil eines großen k.k. Eisenbahninfrastrukturprojektes („Neue Alpenbahnen“) zur Verbindung Westösterreichs und SĂŒddeutschlands mit dem Hafen von Triest der Karawankentunnel von Jesenice nach KĂ€rnten eröffnet und die Verbindung 1909 mit der Fertigstellung der Tauernbahn nach Salzburg vollendet. Kranj hatte damit direkten Zugang auch zum deutschen Markt.

Nach der GrĂŒndung des Staates der Serben, Kroaten und Slowenen am Ende des Ersten Weltkrieges, 1918, entwickelte sich die Gegend in der Zwischenkriegszeit, wesentlich durch auslĂ€ndisches Kapital finanziert, zu einem bedeutenden industriellen Zentrum. Im Zweiten Weltkrieg geriet Kranj ab 1941 bis Mai 1945 unter die totalitĂ€re NS-Herrschaft, gegen die die Partisanen der Jugoslawischen Volksbefreiungsarmee kĂ€mpften.

Staatschef Tito nĂŒtzte Schloss Brdo (Egg bei Krainburg) als eine seiner Residenzen. Das Schloss wird heute von der slowenischen Regierung bei offiziellen Staatsbesuchen und Ă€hnlichen AnlĂ€ssen genutzt.

SehenswĂŒrdigkeiten

  • Schloss Kislkamen / Kieselstein, einst Sitz der Markgrafen von Krain
  • Schloss Brdo / Egg mit Schlosspark in Egg bei Krainburg

Sport

Zu den bekanntesten Sportarten in Kranj zĂ€hlt Wasserball, wobei der heimische AKV Triglav mehrfach slowenischer Meister geworden ist. In dem Schwimmbad der Stadt fand 2003 die A-Europameisterschaft der MĂ€nner statt. Im Wettkampfklettern findet, organisiert von der International Federation of Sport Climbing, regelmĂ€ĂŸig ein World Cup der Disziplin Schwierigkeitsklettern in Kranj statt.

Söhne und Töchter der Stadt

  • France PreĆĄeren (1800–1849), slowenischer Autor
  • BartholomĂ€us Widmer (1802–1883), Bischof von Laibach
  • Ernst Mally (1879–1944), Philosoph
  • France Ć tiglic (1919–1993), Filmregisseur
  • Marko Pogačnik (* 1944), Bildhauer und Geomant
  • Mitja Demitrij Černač (* 1951) internationaler Dressurtrainer
  • Jernej Zaplotnik (1952–1983), Bergsteiger
  • Bogdan Norčič (1953–2004), Skispringer
  • Bojan KriĆŸaj (* 1957), SkirennlĂ€ufer
  • Ivo Čarman (* 1959), SkilanglĂ€ufer
  • Tomo Česen (* 1959), Bergsteiger und Sportkletterer
  • Tadej Slabe (* 1959), Geograph und Extremkletterer
  • Desanka Ć vara (Schwara) (* 1959), Historikerin
  • Zoran Thaler (* 1962), Politiker
  • Mitja Leskovar (* 1970), römisch-katholischer Geistlicher, Erzbischof und Diplomat des Heiligen Stuhls
  • Andrej Miklavc (* 1970), SkirennlĂ€ufer
  • UroĆĄ Rakovec (* 1972), Musiker
  • Ćœiga Golob (* 1973), Musiker
  • Rajko Tavčar (* 1974), Fußballspieler
  • Maja Osojnik (* 1976), SĂ€ngerin
  • Tadej Valjavec (* 1977), Radrennfahrer
  • Rok Flander (* 1979), Snowboarder
  • Matic Osovnikar (* 1980), Leichtathlet
  • Robert Kranjec (* 1981), Skispringer
  • Andrej Ć porn (* 1981), SkirennlĂ€ufer
  • Andrej JezerĆĄek (* 1982), Nordischer Kombinierer
  • Peter Pucelj (* 1982), Handballspieler
  • Tanja Ćœagar (* 1982), SĂ€ngerin
  • Vladimir Kerkez (* 1984), Radrennfahrer
  • Ćœan KoĆĄir (* 1984), Snowboarder
  • Jure Bogataj (* 1985), Skispringer
  • Jaka Oblak (* 1986), Skispringer
  • Kaja Draksler (* 1987), Musikerin
  • Mitja MeĆŸnar (* 1988), Skispringer
  • Rok Zima (* 1988), Skispringer
  • Tanja Ćœakelj (* 1988), Mountainbikerin
  • Irena Joveva (* 1989), Politikerin
  • Domen KriĆŸaj (* 1989), OpernsĂ€nger
  • Tanja Ć mid (* 1990), Schwimmerin
  • Jan Polanc (* 1992), Radrennfahrer
  • Peter Prevc (* 1992), Skispringer
  • Martin Ć uĆĄterĆĄič (* 1992), Fußballspieler
  • Miha Hrobat (* 1995), SkirennlĂ€ufer
  • Cene Prevc (* 1996), Skispringer
  • Ema Klinec (* 1998), Skispringerin
  • Domen Prevc (* 1999), Skispringer
  • Alex Cisar (* 2000), Biathlet

StÀdtepartnerschaften

  • Kroatien Pula (Kroatien)
  • Osterreich Villach / Beljak (KĂ€rnten, Österreich), seit 2008
  • Deutschland Amberg, Deutschland
  • Serbien Novi Sad, Serbien
  • Bosnien und Herzegowina Zenica, Bosnien und Herzegowina
  • Bosnien und Herzegowina Banja Luka, Bosnien und Herzegowina, seit 2006
  • Deutschland Singen, Deutschland

Literatur

  • Rudolf Flotzinger: Krain (Kranj). In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 3, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2004, ISBN 3-7001-3045-7.

Weblinks

  • Offizielle Website der Stadtverwaltung (slowenisch und englisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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auch:

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Opcine

Fläche ca.: 147.90 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 46.352
südlichster Punkt: 46.16
westlichster Punkt: 14.167
östlichster Punkt: 14.417

 
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