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Staat Informationen : Jordanien

Informationen:


Das Haschemitische K√∂nigreich Jordanien (arabisch¬†ōßŔĄō£ŔŹōĪŔíōĮŔŹŔÜŔϬ†al-Urdunn) ist ein arabischer Staat in Vorderasien. Es grenzt an Israel, den im Westjordanland gelegenen Teil der Pal√§stinensischen Autonomiegebiete, wobei die Grenze unter israelischer Kontrolle steht, Syrien, Irak, Saudi-Arabien und an das Rote Meer am Golf von Akaba, an dem es eine Seegrenze zu √Ągypten hat. Jordanien z√§hlt zu den so genannten Maschrek-Staaten.

Geographie

Jordanien, im Nordwesten der Arabischen Halbinsel gelegen, ist ein Land mit hohem W√ľstenanteil und l√§sst sich von West nach Ost in drei Gro√ülandschaften gliedern: Der von Norden nach S√ľden verlaufende Jordangraben erreicht am Toten Meer den tiefsten trockenen Punkt der Erdoberfl√§che (425¬†m unter dem Meeresspiegel). Der Gro√üe Afrikanische Grabenbruch setzt sich s√ľdlich √ľber den Golf von Akaba ins Rote Meer fort. Hier besitzt das Land √ľber einen schmalen K√ľstenstreifen um Akaba einen Zugang zum Weltmeer. Das ostjordanische Bergland steigt in einer schroffen, zerkl√ľfteten Steilwand √ľber dem Jordangraben auf. Dieses Faltengebirge erreicht im Dschabal Ram 1754¬†Meter (zweith√∂chster Berg des Landes nach dem Dschabal Umm ad-Dami bei Akaba) und gliedert sich durch mehrere Hochebenen. Den n√∂rdlichen Teil bildet das Gilead-Gebirge, auf dessen Hochfl√§chen die St√§dte Amman, Zarqa und Irbid liegen. Die im Osten an das Bergland anschlie√üenden W√ľstentafell√§nder nehmen etwa zwei Drittel Jordaniens ein.

Klima

Im Nordwesten des Landes herrscht Mittelmeerklima mit hei√üen trockenen Sommern und k√ľhlen feuchten Wintern sowie einer j√§hrlichen Niederschlagsmenge von bis zu 800¬†mm. Im Osten und S√ľden gibt es weniger Niederschl√§ge (100¬†mm und weniger). Im weitaus gr√∂√üten Teil Jordaniens herrscht kontinentales W√ľstenklima. Die mittleren Temperaturen in Amman liegen im Sommer bei 31 bis 38¬†¬įC und im Winter bei 13 bis 19¬†¬įC.

Die FAO klassifiziert ein Land als wasserarm, wenn pro Einwohner pro Jahr weniger als 1000¬†Kubikmeter zur Verf√ľgung stehen. In Jordanien verf√ľgte nach einer Sch√§tzung von 2014 jeder Einwohner √ľber 120¬†Kubikmeter pro Jahr. Prognosen zufolge k√∂nnte diese Menge bis 2025 weiter auf nur noch 90¬†Kubikmeter pro Jahr absinken. Der Jordan als die wesentliche Wasserversorgung des Landes f√ľhrte 2006 nur noch rund zehn Prozent der Wassermenge der 1960er Jahre. Das Wasser des Jordan wird haupts√§chlich von Israel abgeleitet und zur Trinkwasserversorgung verwendet. Aufgrund der politischen Spannungen und milit√§rischen Konflikte gibt es keine Absprachen √ľber die Verwendung des Jordanwassers zwischen den Anrainerl√§ndern. Einst war der Jordan der Hauptzufluss des Toten Meeres, heute erreicht er es als Rinnsal. Deshalb wird mit einer weiteren Austrocknung des Toten Meeres bis zu einem Teich innerhalb der n√§chsten Jahrzehnte gerechnet.

Schwindende Wasserressourcen und eine rasant wachsende Bev√∂lkerung werden den Pro-Kopf-Wasserverbrauch aufgrund sinkender Angebote und steigender Preise in Jordanien bis zum Ende des Jahrhunderts halbieren. Ohne umfassende Reformen werden nur wenige Haushalte Zugang zu mindestens 40 Litern Leitungswasser pro Kopf und Tag haben. Diese Entwicklung betrifft einkommensschwache Landesteile am st√§rksten. Dort werden √ľber 90 Prozent der Haushalte die Marke von 40 Litern pro Kopf und Tag in elf Monaten pro Jahr unterschreiten. Das sind einige der Prognosen, die ein internationales Wissenschaftler-Team im M√§rz 2021 ver√∂ffentlicht hat.

Flora und Fauna

Aufgrund der unterschiedlichen Klimaverh√§ltnisse variiert auch die Vegetation. Die gro√üen Trockengebiete und das Bergland sind allenfalls sp√§rlich mit Dornstrauchvegetation wie Tamarisken und Schirmakazien bewachsen. In den Steppen finden sich auch gr√∂√üere Grasfl√§chen, die von Beduinen genutzt werden. Urspr√ľnglich war der Westen des Landes stark bewaldet; n√∂rdlich von Amman zeigt die Aufforstung erste Erfolge, es gibt gr√∂√üere und kleinere Waldfl√§chen mit Zypressen, Eichen, Akazien und √ľberwiegend Kiefern.

Die heimische Tierwelt ist trotz der kargen Vegetation recht vielfältig: Geier, Hamster und Steinadler finden sich ebenso wie Hyänen, Falbkatzen, Enten, Wölfe, Gazellen, Steinböcke und Wildziegen. Es gibt verschiedene Eidechsenarten, Schmetterlinge und Skorpione. In Jordanien kommen 24 Fledermaus-Arten vor. Der Strauß wurde in Jordanien erst im 20. Jahrhundert ausgerottet.

Bevölkerung

Die Amtssprache ist Arabisch. Ferner werden regional verschiedene Beduinendialekte sowie die jeweiligen Sprachen von ethnischen Minderheiten gesprochen.

Das Bevölkerungswachstum liegt bei 0,9 Prozent; gut 35 Prozent der Jordanier sind unter 15 Jahre. Infolge starker Landflucht leben etwa 79 Prozent der Einwohner in den Städten, vor allem im Nordwesten des Landes. Die Lebenserwartung der Menschen lag im Zeitraum von 2010 bis 2015 durchschnittlich bei 73,8 Jahren (Frauen: 75,5 Jahre, Männer: 72,2 Jahre).

Die Bevölkerung ist im Durchschnitt 22,8 Jahre alt, eine Frau bekommt im Laufe ihres Lebens im Schnitt 3,14 Kinder (Stand: 2018).

Aufgrund der hohen Geburtenrate und der millionenfachen Anzahl von Fl√ľchtlingen aus Pal√§stina und Syrien im Land ist die Bev√∂lkerungszahl heute knapp 20-mal so hoch wie noch 1950. Im Jahre 2017 waren 33,3¬†% der Bev√∂lkerung im Ausland geboren.

Bevölkerungsentwicklung

Ethnien

Die Mehrheit der Bev√∂lkerung bestand nach den Ergebnissen von 2011 zu 98¬†Prozent aus Arabern, einschlie√ülich der 1.835.704¬†registrierten arabischen Pal√§stinenser ohne jordanisches B√ľrgerrecht und der etwa 700.000¬†Fl√ľchtlinge aus dem benachbarten Irak. Gez√§hlt wurden daneben 102.000¬†Tscherkessen, 18.000¬†Drusen, 6300¬†Roma, 6300¬†Turkmenen, 5400¬†Aserbaidschaner, 5000¬†Tschetschenen, 5600¬†Philippiner, 4700¬†Kurden, 1300¬†Griechen sowie kleinere ethnische Gruppen. Inzwischen sind zahlreiche syrische B√ľrgerkriegsfl√ľchtlinge hinzugekommen, bei denen es sich √ľberwiegend ebenfalls um Araber handelt.

√úber 50¬†Prozent der arabischen Bev√∂lkerung stammen von den etwa 800.000¬†zugewanderten Pal√§stinensern ab, die nach dem Pal√§stinakrieg und dem Sechstagekrieg nach Jordanien geflohen waren und sp√§ter das B√ľrgerrecht erhielten. Die meisten von diesen leben im Gro√üraum Amman: Die beiden gr√∂√üten St√§dte Jordaniens, Amman und Zarqa, haben pal√§stinensische Bev√∂lkerungsmehrheiten von 90 bis 99¬†Prozent. Etwa 337.000¬†oder 17¬†Prozent der 1,9¬†Millionen im Land registrierten Fl√ľchtlinge, denen Jordanien als einziges arabisches Land die Staatsb√ľrgerschaft gew√§hrt hat, leben nach wie vor in zehn Fl√ľchtlingslagern.

In der Folge des Irak-Konflikts und der Vertreibung der Pal√§stinenser aus Kuwait 1991 nahm Jordanien erneut Fl√ľchtlinge aus beiden L√§ndern auf. Der andauernde B√ľrgerkrieg in Syrien f√ľhrte seit 2011 ebenfalls zu einem Fl√ľchtlingsstrom nach Jordanien.

Religion

93¬†Prozent der Jordanier bekennen sich zum sunnitischen Islam. Der Islam ist in Jordanien Staatsreligion. Mitglieder verschiedener christlicher Religionsgemeinschaften stellen zusammen gut f√ľnf Prozent der Bev√∂lkerung. Die jordanische Regierung verfolgt eine demonstrativ tolerante Politik gegen√ľber Christen und Juden im Land, gestattet den Bau von Kirchen und Synagogen und veranstaltet regelm√§√üig Religionsgespr√§che. Dennoch ist auch in Jordanien Islamismus ein wachsendes Problem. Zwei Prozent entfallen auf sonstige Glaubensgemeinschaften.

Bildung und Soziales

Schulpflicht besteht f√ľr 6- bis 15-J√§hrige; die Analphabetenrate liegt bei Frauen bei 14¬†Prozent und bei M√§nnern bei 4¬†Prozent. Jordanien hat damit eine der h√∂chsten Alphabetisierungsraten in der arabischen Welt. Englisch wird als Fremdsprache ab der ersten Klasse verpflichtend unterrichtet; in der Praxis allerdings k√∂nnen sich Jordanier insbesondere abseits der Hauptstadt zumeist nur auf Arabisch verst√§ndigen. Im Land existieren acht staatliche und zw√∂lf private Universit√§ten. Insbesondere die jordanische Medizinerausbildung genie√üt in der arabischen Welt einen guten Ruf.

In Jordanien stieg die mittlere Schulbesuchsdauer der √ľber 25-j√§hrigen von 5,1 Jahren im Jahr 1990 auf 10,1 Jahre im Jahr 2015 an.

1983 trat ein noch l√ľckenhaftes Sozialversicherungsgesetz in Kraft. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 18,5¬†Prozent; die Inflation bei 3,3¬†Prozent. Das Gesundheitswesen ist in den St√§dten vergleichsweise gut ausgebaut, auf dem Land aber noch unzureichend.

Geschichte

Das heute zwischen Israel und den Pal√§stinensern umstrittene Westjordanland war einst der Kernraum des biblischen Israel mit Bethlehem, Hebron und Jerusalem. Doch auch das Ostjordanland spielt eine wichtige Rolle in der Bibel. Die etwa 1200 v.¬†Chr. ins Land gekommenen Ammoniter geh√∂rten der biblischen √úberlieferung zufolge sp√§ter dem Gro√üreich Israel unter K√∂nig David und Salomo um 1000 bis 926 v.¬†Chr. an, doch ist die Historizit√§t dieser Angabe umstritten. Seit etwa dem 4.¬†Jahrhundert v.¬†Chr. siedelten beiderseits des Jordan die von der Arabischen Halbinsel stammenden Nabat√§er, deren Hauptstadt Petra war. Unter Kaiser Trajan gliederten die R√∂mer das Gebiet 106 n.¬†Chr. ihrem Imperium als Provinz Arabia an. St√§dte wie Gerasa und Gadara erlebten nun eine Bl√ľte, von der noch heute eindrucksvolle Ruinen zeugen. In der Sp√§tantike diente das heutige Westjordanien dem R√∂mischen Reich als eine Art √ľberwachter Milit√§rgrenze gegen die Beduinen. Zudem wurden zahlreiche Kirchen errichtet. Mit dem Sieg der Muslime √ľber das Ostr√∂mische Reich in der Schlacht am Jarmuk 636 geriet das Gebiet des heutigen Jordanien unter fast ununterbrochene islamische Herrschaft, mit Ausnahme der Jahre 1115 bis 1187, als der Westteil in das K√∂nigreich Jerusalem, einen der Kreuzfahrerstaaten, eingegliedert war, wovon Festungsruinen wie Montreal zeugen. Von 1250 bis 1516 geh√∂rte das Gebiet als Teil der Provinz Syrien zum Reich der Mamluken, anschlie√üend bis 1918 zum Osmanischen Reich.

Im Ersten Weltkrieg beteiligten sich jordanische Beduinenst√§mme zwischen 1916 und 1918 ma√ügeblich am Araberaufstand gegen die Osmanen und schlossen sich nach Kriegsende dem in Damaskus unter dem Emir Faisal aus dem Hause der Haschimiten gegr√ľndeten K√∂nigreich Syrien an; die Haschimiten beanspruchen eine Blutsverwandtschaft mit dem Propheten Mohammed. Gro√übritannien setzte auf der Konferenz von San Remo 1920 die Angliederung Jordaniens an das britische Mandatsgebiet Pal√§stina durch. 1923 entstand dann durch Abtrennung der Gebiete √∂stlich des Jordans das unter britischer Oberhoheit stehende Emirat Transjordanien mit Abdallah ibn Husain als Staatsoberhaupt. Ihm zur Seite stand der britische General John Bagot Glubb (Glubb Pascha), der 1939 die Arabische Legion als Schutzgarde des K√∂nigshauses aufbaute. W√§hrend des Zweiten Weltkriegs k√§mpften arabisch-jordanische Kontingente in der Arabischen Legion an der Seite der Briten gegen die Wehrmacht. Am 25.¬†Mai 1946, dem heutigen Nationalfeiertag, erlosch das britische Mandat und Transjordanien erhielt seine volle Unabh√§ngigkeit. Abdallah¬†I. nahm den K√∂nigstitel an.

Nach Ausrufung des souver√§nen Staates Israel besetzte die Arabische Legion im ersten israelisch-arabischen Krieg die √∂stlichen Teile Pal√§stinas und die Altstadt von Jerusalem. Das Waffenstillstandsabkommen von 1949 mit Israel empfanden die Jordanier als Niederlage, zumal es f√ľr Jordanien einen ung√ľnstigeren Grenzverlauf festlegte, als im UN-Teilungsplan von 1947 bei wirtschaftlicher Einheit und Internationalisierung Jerusalems vorgesehen war. 1950 wurde der Staat in Haschemitisches K√∂nigreich Jordanien umbenannt. Die dabei erfolgte offizielle Eingliederung der pal√§stinensischen Gebiete lehnten andere arabische Staaten aber ab. K√∂nig Abdallah¬†I. fiel am 20.¬†Juli 1951 in Jerusalem dem Attentat eines pal√§stinensischen Nationalisten zum Opfer. Nachdem sein Sohn und Nachfolger Talal wegen Krankheit 1952 abtreten musste, wurde 1953 dessen Sohn Hussein als Hussein¬†I. K√∂nig von Jordanien, der wiederum 1957 die Reformregierung SulaimńĀn an-NńĀbulusńę zum R√ľcktritt zwang.

Ein am 10.¬†August 1965 unterzeichneter, bilateraler Vertrag regelte die Grenze mit dem benachbarten Saudi-Arabien, die bis dahin umstritten war. Jordanien, das nur √ľber einen schmalen Landstreifen Zugang zum Meer hatte, ging es dabei haupts√§chlich um zus√§tzliche K√ľstenlinie am Golf von Akaba. Durch den Vertrag gewann es etwa 12¬†Kilometer zus√§tzliche K√ľstenlinie zu einer Gesamtk√ľstenl√§nge von etwa 19¬†Kilometern sowie 6000¬†Quadratkilometer Territorium und trat im Gegenzug etwa 7000¬†Quadratkilometer seines Territoriums an Saudi-Arabien ab. Bei den ausgetauschten Gebieten handelte es sich gr√∂√ütenteils um W√ľstengebiete.

In den 1950er und 1960er Jahren kam es zum Konflikt um das Jordanwasser. Im Sechstagekrieg zwischen Israel und den arabischen Staaten 1967 verlor Jordanien seine gesamten Gebiete westlich des Jordans an Israel. Weitere 400.000¬†Menschen, vor allem aus dem Westjordanland, kamen zus√§tzlich ins Land, nachdem Jordanien bereits 1949 400.000¬†Fl√ľchtlinge hatte aufnehmen m√ľssen. Die Herausforderung durch die Pal√§stinensische Befreiungsorganisation, die in den Fl√ľchtlingslagern eine Art ‚ÄěStaat im Staate‚Äú bildete und die Monarchie bedrohte, f√ľhrte 1970/71 zum offenen B√ľrgerkrieg, in dem K√∂nig Hussein im ‚ÄěSchwarzen September‚Äú die milit√§rischen Einheiten der von Syrien unterst√ľtzten PLO gewaltsam zerschlug. Aus dem israelisch-arabischen Jom-Kippur-Krieg 1973 hielt sich Jordanien weitgehend heraus. Lediglich eine jordanische Freiwilligenbrigade wurde nach Syrien geschickt, um auf syrischem Gebiet gegen israelische Truppen zu k√§mpfen. Nach ersten Signalen 1974 gab K√∂nig Hussein 1988 endg√ľltig alle Anspr√ľche auf das Westjordanland zugunsten der PLO auf. Die eindeutige Parteinahme Jordaniens f√ľr den Irak im Vorfeld des Zweiten Golfkriegs 1991 f√ľhrte zu Spannungen mit Syrien, den USA und den arabischen Golfstaaten. Dennoch gelang K√∂nig Hussein 1994 der Abschluss des Friedensvertrages mit Israel, wobei Jordanien nochmals auf alle Gebiete westlich des Jordan verzichtete. Heute ist Jordanien der engste Verb√ľndete Israels in der arabischen Welt.

Als Hussein 1999 nach langer schwerer Krankheit starb, trat sein Sohn als Abdullah II. die Nachfolge an. Dieser schloss 2001 ein Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten, 2002 ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union und verfolgte insgesamt eine klar prowestliche Außenpolitik.

Am 10.¬†November 2005 wurden bei einem Terroranschlag auf Hotels in Amman 56¬†Menschen get√∂tet. Im Irak kam es zu antijordanischen Protesten, da Jordanien von schiitischer Seite nachhaltige Unterst√ľtzung f√ľr die Sunniten vorgeworfen wird. Vor der Regierungsumbildung am 7.¬†April 2005 hatten die USA innenpolitische Reformen im K√∂nigreich angemahnt. W√§hrend des Arabischen Fr√ľhlings 2011 kam es dann auch in Jordanien zu Protesten und Unruhen, die aber anders als in Syrien zu keiner dauerhaften Destabilisierung des Landes f√ľhrten. Die anschlie√üend durchgef√ľhrten Reformen schr√§nkten die Rechte des K√∂nigs nur unwesentlich ein. In der Folgezeit nahm Jordanien zahlreiche syrische B√ľrgerkriegsfl√ľchtlinge auf.

Im Fr√ľhjahr 2016 gingen jordanische Sicherheitskr√§fte in Irbid gegen eine mit dem Islamischen Staat verbundene Terrorgruppe vor, die sich in der Stadt verschanzt hatte; in einem Feuergefecht wurden sieben Islamisten get√∂tet und 13 verhaftet. Am 18. Dezember 2016 t√∂teten dann vier islamistische Terroristen in Qatraneh und in der Kreuzfahrerburg Kerak sieben jordanische Polizisten und drei Zivilisten, darunter eine Touristin aus Kanada. Spezialeinsatzkr√§fte st√ľrmten die Burg, wobei alle Angreifer get√∂tet wurden.

Politik

Politisches System

Nach der Verfassung von 1952 ist Jordanien eine konstitutionelle Monarchie der haschemitischen Dynastie, die eine Abstammung vom Propheten Mohammed beansprucht. Der K√∂nig ist Staatsoberhaupt, Oberbefehlshaber der Streitkr√§fte und ernennt den Ministerpr√§sidenten sowie den Ministerrat. Das Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Abgeordnetenhaus mit 110 f√ľr vier Jahre vom Volk gew√§hlten Mitgliedern, davon sind 9¬†Sitze f√ľr Christen, 3 f√ľr Tscherkessen und 6 f√ľr Frauen reserviert, und dem Senat mit 40¬†Mitgliedern, die f√ľr acht Jahre vom K√∂nig ernannt werden. Der K√∂nig besitzt ein umfassendes Veto- und Vorschlagsrecht.

Frauen und Männer haben ab 18 das Wahlrecht. Erst 1974 erhielten Frauen das aktive und passive Wahlrecht auf nationaler Ebene. Auf lokaler Ebene erhielten Frauen das Wahlrecht 1982. Die erste Wahl einer Frau ins Unterhaus des nationalen Parlaments, Toujan Faisal, fand am 29. November 1993 statt. 1989 saß zwar bereits eine Frau im jordanischen Parlament, sie war aber ernannt worden.

Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus vom 17.¬†Juni 2003 erreichte der jordanische Zweig der Muslimbruderschaft, die Islamische Aktionsfront, 10,3¬†Prozent der Stimmen. Die Wahlen brachten k√∂nigstreuen Stammesf√ľhrern 62 der 110¬†Sitze. Bei den Wahlen 2010, die von Muslimbr√ľdern wegen angeblicher Benachteiligung durch eine Reform des Wahlrechts boykottiert wurden, errangen k√∂nigstreue Kandidaten aus den l√§ndlichen Regionen die Mehrheit. Zugleich wurden nur 34¬†Abgeordnete des alten Parlaments in das neue gew√§hlt.

Nach der Verfassung ist der Islam Staatsreligion, weitere Religionsgemeinschaften können sich anerkennen lassen und werden in der Regel nicht behindert. Im Rechtswesen, das nach britischem Vorbild aufgebaut ist, gibt es neben den Zivilgerichten auch Schariagerichte, die bei privatrechtlichen Auseinandersetzungen unter Muslimen angerufen werden können und das islamische Recht anwenden.

Außen- und Sicherheitspolitik

Jordanien ist Mitglied der Vereinten Nationen, der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) und der Arabischen Liga.

Jordaniens Au√üenpolitik ist seit Jahrzehnten zum Westen orientiert. Das K√∂nigreich ist eng mit den Vereinigten Staaten verb√ľndet und geh√∂rt zu deren offizieller Kategorie der Wichtigsten Verb√ľndeten au√üerhalb der NATO. Jordanien verf√ľgt au√üerdem √ľber ein Assoziierungsabkommen mit der EU. Insbesondere der jordanische Auslandsgeheimdienst genie√üt einen ausgezeichneten Ruf. Er geriet allerdings in die Kritik, als 2014 bekannt wurde, dass seit 2001 im Auftrag der CIA in Jordanien Terrorverd√§chtige brutalen Verh√∂rmethoden unterzogen worden waren, die in den USA verboten gewesen w√§ren.

Die Beziehung zu den USA nahm nur vor√ľbergehend Schaden, als Jordanien seine Neutralit√§t im Zweiten Golfkrieg von 1991 bewahrte und sogar mit dem Irak sympathisierte. Der im Jahre 1994 unterzeichnete Friedensvertrag zwischen Jordanien und seinem Nachbarn Israel gilt als Meilenstein im Nahostkonflikt und schuf die Voraussetzungen f√ľr eine noch engere politische, wirtschaftliche und milit√§rische Kooperation mit dem Westen. Seit 2017 sind auch Einheiten der deutschen Bundeswehr in Jordanien stationiert.

Jordanien steht im Konflikt mit den beiden vorherrschenden Pal√§stinenserorganisationen. Die PLO wurde 1971 im Schwarzen September aus Jordanien vertrieben, die von Syrien und dem Iran unterst√ľtzte Hamas wurde in Jordanien 1999 verboten, wird jedoch seit 2011 wieder geduldet. Die Regierung bezeichnete das Verbot r√ľckblickend als Fehler.

Mit der Europ√§ischen Union (EU) kooperiert Jordanien im Rahmen der Europ√§ischen Nachbarschaftspolitik (ENP). Am 1. Mai 2002 trat das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Jordanien in Kraft. Im Juni 2005 vereinbarte Jordanien mit der EU einen Aktionsplan f√ľr Reformen in den Bereichen Politik, Menschenrechte, Gewaltenteilung, Wirtschaft und Justiz.

Im Dezember 2011 gab der Rat der Europ√§ischen Kommission gr√ľnes Licht f√ľr die Aufnahme von Handelsverhandlungen mit Jordanien. 2016 war die EU der gr√∂√üte Handelspartner Jordaniens.

Menschenrechte, Todesstrafe

Der UN-Sonderberichterstatter √ľber Folter dokumentierte 2006 den Einsatz von Folter durch den jordanischen Nachrichtendienst GID, Polizei und Justiz. Auch Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch berichten immer wieder von schweren Missachtungen der Menschenrechte in Jordanien. Die Todesstrafe gibt es in Jordanien per Gesetz und wird sowohl verh√§ngt, als auch durchgef√ľhrt.

Verwaltung

Verwaltungsgliederung

Jordanien gliedert sich in zw√∂lf Gouvernements (arabisch ŔÖō≠ōßŔĀōłō©¬†/ muŠł•ńĀfaŠļďa). Diese sind:

  • Adschlun
  • Aqaba
  • Amman
  • al-Balqa
  • Dscharasch
  • Irbid
  • al-Karak
  • Ma Ņan
  • Madaba
  • al-Mafraq
  • at-Tafila
  • Zarqa

Die darunter liegenden Ebenen der Lokalverwaltung sind der Distrikt (arabisch ŔĄŔąōßō°¬†/ LiwńĀ ĺ) und der Subdistrikt (arabisch Ŕāō∂ōßō°¬†/ QaŠłćńĀ ĺ).

Städte

Die gr√∂√üten St√§dte waren 2005: Amman mit 1,22¬†Millionen Einwohnern, Zarqa mit 890.000¬†Einwohnern, Irbid mit 751.000¬†Einwohnern, Ar-Rusaifa mit 262.000¬†Einwohnern, Wadi as-Sir mit 194.000 Einwohnern, Akaba mit 102.000 Einwohnern, Madaba mit 82.000 Einwohnern und Al-Baqa mit 80.000 Einwohnern. Seit 2013 gilt das Fl√ľchtlingslager Zaatari als f√ľnftgr√∂√üte ‚ÄěStadt‚Äú des Landes. Amman wiederum ist in den letzten Jahren rasant gewachsen und z√§hlte 2017 sch√§tzungsweise 4 Millionen Einwohner.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2017 Ausgaben von umgerechnet 11,51¬†Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 9,462¬†Milliarden US-Dollar gegen√ľber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in H√∂he von 5,1¬†Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Staatsverschuldung betrug 2016 36,18¬†Milliarden US-Dollar oder 93,4¬†Prozent des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben in Prozent des BIP folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 7,5¬†Prozent (2014)
  • Bildung: 3,6¬†Prozent (2017)
  • Milit√§r: 4,8¬†Prozent (2017)

Wirtschaft

Allgemein

Die ohnehin seit Jahren in einer schweren Krise befindliche jordanische Wirtschaft mit chronisch defizit√§rer Handelsbilanz, steigender Arbeitslosigkeit und fortschreitender Konkurswelle leidet besonders unter den politischen Krisen in der Region. Mitte der 1990er Jahre befanden sich etwa 80¬†Prozent der jordanischen Volkswirtschaft in den H√§nden von Pal√§stinensern. Der Handelssektor war schwer von den UN-Sanktionen √ľber den Irak getroffen, da der Irak vor dem Golfkrieg 40¬†Prozent der gesamten Handels√ľbersicht Jordaniens ausmachte. Im Jahre 1997 unterzeichneten Jordanien und die Europ√§ische Union eine Teilhaberschaftsvereinbarung, die den Weg f√ľr eine Freihandelszone bis zum Jahr 2010 erm√∂glichte. Dieses Abkommen, das Anfang 1999 in Kraft trat, soll auch die Vermittlungen f√ľr den Beitritt Jordaniens zur Welthandelsorganisation beschleunigen. Im Jahre 1996 schlossen Jordanien und √Ągypten eine Teilhaberschaftsvereinbarung, welche die bilateralen √∂konomischen Mitarbeitsvertr√§ge regelte und beabsichtigte, den Handel zu liberalisieren, indem sie eine Freihandelszone etablierten. Zahlreiche Gesch√§ftsprotokolle und Vereinbarungen sind mit dem Libanon, Syrien, dem Irak, dem Jemen, Saudi-Arabien, Bahrain, Tunesien, √Ągypten, Marokko, Libyen und dem Sudan zustande gekommen.

Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsf√§higkeit eines Landes misst, belegte Jordanien Platz 63 von 138 L√§ndern (Stand 2016‚Äď17). Im Index f√ľr wirtschaftliche Freiheit belegte das Land 2017 Platz 53 von 180 L√§ndern.

Kennzahlen

Alle BIP-Werte sind in US-Dollar (Kaufkraftparit√§t) angeben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) f√ľr 2017 wird auf 40,5 Milliarden US-Dollar gesch√§tzt. In Kaufkraftparit√§t betr√§gt das BIP 89 Milliarden US-Dollar oder 12.500 US-Dollar je Einwohner. Beim BIP pro Kopf liegt das Land damit im weltweiten Mittelfeld. Das reale Wachstum betrug 2,3¬†%.

Wirtschaftssektoren

√úberblick

Nur knapp 5¬†Prozent der Fl√§che Jordaniens sind landwirtschaftlich nutzbar, vor allem in der Provinz Irbid. Der Anbau von Getreide, Obst und Gem√ľse ist dabei stark bew√§sserungsabh√§ngig. Die Landwirtschaft macht 2¬†Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus, in ihr sind 3,9¬†Prozent der Besch√§ftigten t√§tig. Der weit √ľberwiegende Teil der Nahrungsmittel muss daher importiert werden. Wichtigster Wirtschaftszweig ist der Phosphatabbau mit anschlie√üender Verarbeitung zu D√ľngemitteln. Es gibt zwei gro√üe D√ľngemittelfabriken im Land, eine jordanisch-indische sowie eine jordanisch-japanische. Auch Kupfererze, √Ėlschiefer und Kalisalze werden gef√∂rdert. Neben einer Erd√∂lraffinerie, die aus Saudi-Arabien importiertes Roh√∂l verarbeitet, gibt es eine Zement- und Chemieindustrie. Die jordanische Wirtschaft ist weit √ľberwiegend von Klein- und Mittelbetrieben gepr√§gt. 26¬†Prozent des BIP entf√§llt auf die Industrie, in der 21,5¬†Prozent der Besch√§ftigten arbeiten.

Jordanien importiert vor allem Nahrungsmittel, Maschinen, Transportausr√ľstungen und Erd√∂l, zu 11¬†Prozent aus Saudi-Arabien, 8¬†Prozent Deutschland, 8¬†Prozent Volksrepublik China, 7¬†Prozent USA, 7¬†Prozent Irak, 4¬†Prozent Italien und zu 4¬†Prozent aus Japan. Es exportiert vor allem Textilien, chemische Erzeugnisse und Rohstoffe wie Phosphat und Pottasche, zu 22¬†Prozent in die USA, 18¬†Prozent Irak, 7¬†Prozent Indien, 7¬†Prozent Schweiz und 5¬†Prozent Saudi-Arabien.

Die Stromerzeugung setzte sich 2007 zusammen aus 66¬†Prozent Erd√∂l, 28¬†Prozent Erdgas und 1¬†Prozent erneuerbare Energien. 5¬†Prozent des Strombedarfs wird durch Importe gedeckt. Da es keine nennenswerten √Ėlvorkommen gibt, muss auch dieses importiert werden.

Nuklearwirtschaft

Jordanien verf√ľgt √ľber ca. 3¬†Prozent der Uranvorr√§te in der Welt, welche im Zuge des Atomeinstieges abgebaut werden sollen. Die Jordan Atomic Energy Commission (JAEC) und die Jordan Energy Resources Inc. schlossen sich mit Areva zu den Unternehmen Nabatean Energy beziehungsweise der Jordan French Uranium Mining Company (JFUMC) zusammen. Der Abbau in der Zentralregion bei Swaqa, Chan Azzabib, Wadi Maghar und Attarat soll ab 2013 beginnen. Areva sicherte sich dazu die exklusiven Uranabbaurechte f√ľr die n√§chsten 25¬†Jahre. Die JAEC unterzeichnete im Dezember 2009 einen Vertrag mit dem Korean Atomic Energy Research Institute (KAERI) und Daewoo, um bis 2015 einen 5-Megawatt-Forschungsreaktor an der Jordanischen Universit√§t f√ľr Forschung und Technologie zu errichten. Seit 2009 befindet sich das erste Kernkraftwerk des Landes in der Ausschreibung: Im Rennen sind der Atmea-1 von Areva-MHI, der Enhanced Candu-6 von Atomic Energy of Canada Limited sowie das AES-92 von Atomstroiexport. Die Entscheidung f√ľr ein Modell soll 2012 getroffen werden. Vier weitere Kernkraftwerke befinden sich in der Planungsphase, um den Atomstromanteil auf 30¬†Prozent ansteigen zu lassen.

Nachdem die russische Rosatom-Tochter Atomstroiexport 2013 die Ausschreibung gewonnen hatte, schloss Jordanien am 25. M√§rz 2015 einen Vertrag mit Rosatom ab. Am Standort Qasr Amra sollen zwei Einheiten vom Typ WWER-1000/V-392 errichtet werden, deren Inbetriebnahme f√ľr die Jahre 2024/2025 geplant ist.

Tourismus

Der Tourismus macht etwa ein Zehntel des BIP aus (Dienstleistungen insgesamt 72¬†Prozent, darin erwerbst√§tig sind 74,7¬†Prozent) und ist die zweitwichtigste Devisenquelle. Obwohl in Jordanien selbst seit √ľber 30¬†Jahren Frieden herrscht, reagieren die Touristenstr√∂me sehr empfindlich auf die politischen Entwicklungen im Nahen Osten. So blieb die von der jordanischen Regierung nach dem Friedensschluss mit Israel erhoffte ‚ÄěFriedensdividende‚Äú aus dem Tourismus bisher weitgehend aus.

Das Land hat viele zum Teil einzigartige Sehensw√ľrdigkeiten zu bieten, allerdings nur wenige allgemein bekannte touristische Attraktionen:

  • Antike St√§tten und arch√§ologische Ausgrabungen, vor allem
    • die Felsenstadt Petra,
    • das antike Gerasa (Jerash)
    • die Zitadelle von Amman
    • die Mosaiken von Madaba
    • die Ruinen von Umm er-Rasas
    • die W√ľstenschl√∂sser
  • Landschaften und Naturdenkm√§ler
    • die W√ľstenlandschaft von Wadi Rum
    • das Tote Meer, dessen Ufer den tiefsten Festlandpunkt der Erde markiert
    • das Taucherparadies bei Akaba am Roten Meer

Infrastruktur

Schiene

Es gibt ein Eisenbahnnetz von 618¬†Kilometern, das ausschlie√ülich f√ľr G√ľtertransport und touristischen Verkehr genutzt wird, seit dem Krieg in Syrien ein reines Binnennetz mit Inselbetrieb. Es besteht aus einem Abschnitt der ehemaligen Hedschasbahn und der davon abzweigenden Aqababahn, beides in Schmalspur von 1050¬†mm.

Nach einer Erklärung des jordanischen Verkehrsministers, Khalid Saif, plant Jordanien seine Eisenbahn grundsätzlich zu modernisieren: In vier Schritten soll das Land ein Eisenbahnnetz in Normalspur erhalten, das an die Nachbarländer anschließen soll. Ausgangspunkt aller Überlegungen ist der Container-Umschlagplatz Maddouneh in Amman. Die vier Schritte sind:

  1. Eine Bahnstrecke von Aqaba nach Maddouneh in Amman, ausschlie√ülich f√ľr den G√ľterverkehr. Daf√ľr liegen Machbarkeitsstudien vor, die konkrete Planung und die Vorbereitung der Ausschreibung f√ľr den Bau sollen in der zweiten H√§lfte 2020 abgeschlossen werden, das Gel√§nde der Trasse stehe weitgehend bereits zur Verf√ľgung.
  2. Die zweite Verbindung soll von Maddouneh √ľber Saudi-Arabien in den Oman f√ľhren,
  3. die dritte von Maddouneh in den Irak und
  4. die vierte von Maddouneh nach Syrien und auch den Verkehr Richtung Europa ermöglichen.

Straße

Das Straßennetz hat eine Länge von 5200 Kilometern.

Schifffahrt

Der einzige Seehafen des Landes ist der Hafen Aqaba.

Luftverkehr

In Jordanien gibt es drei Flughäfen, wovon zwei im internationalen Verkehr angeflogen werden.

Der kleinere von beiden internationalen Flugh√§fen ist der Aqaba King Hussein International Airport (AQJ), der Verbindungen haupts√§chlich in die Hauptstadt Amman anbietet, jedoch auch Flugverbindungen nach Europa und √Ągypten. Dieser Flughafen liegt in unmittelbarer N√§he des Flughafens Eilat Ramon (ETM) in Israel, sowie dem Taba International Airport (TCP) in √Ągypten.

Der größte Flughafen des Landes ist der Queen Alia International Airport. 2014 zählte der Flughafen mehr als sieben Millionen Passagiere.

Die nationale Fluggesellschaft Jordaniens ist Royal Jordanian, die vom Queen Alia International Airport aus agiert.

Telekommunikation

2008 verf√ľgten 42¬†Prozent der jordanischen Haushalte √ľber einen Festnetzanschluss, 94¬†Prozent √ľber mindestens ein Mobiltelefon. 2016 nutzten 45,7¬†Prozent der Bev√∂lkerung das Internet.

Kultur

Der Nationalfeiertag ist der 25. Mai, der Jahrestag der Unabhängigkeit und Annahme des Königstitels durch Abdullah I. 1946.

Bekannt ist auch das Jerash Festival jeden Sommer, bei dem Musiker aus vielen arabischen Staaten auftreten.

Literatur

  • Naseer H. Aruri: Jordan. A Study in Political Development (1923‚Äď1965). Springer, Den Haag 1972, ISBN 978-90-247-1217-5.
  • Peter H√ľnseler: Jordaniens Stellung im Nahost-Konflikt (= Arbeitspapiere zur internationalen Politik. 29). Europa-Union-Verlag, Bonn 1984, ISBN 3-7713-0212-9.
  • Olaf K√∂ndgen: Jordanien. Beck, M√ľnchen 1999, ISBN 3-406-39865-0.
  • Olaf K√∂ndgen, Markus Bouillon: Jordaniens Friedensdividende 1994‚Äď1998: Eine Bestandsaufnahme. KAS-Auslandsinformationen 09/1998.
  • Jarir Maani: Field Guide to Jordan. 2008, ISBN 978-9957-8623-0-5.
  • Frank Rainer Scheck: Jordanien. V√∂lker und Kulturen zwischen Jordan und Rotem Meer. 6.¬†Auflage. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-7701-3979-8.
  • Mary C. Wilson: King Abdullah, Britain, and the making of Jordan. Cambridge University Press. Cambridge, New York, ISBN 978-0-521-39987-6.

Weblinks

  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Jordanien
  • L√§nderinformationen des Ausw√§rtigen Amtes zu Jordanien
  • Informationen zu Geografie, Klima und Flora und Fauna
  • Deutsch-Jordanische Gesellschaft (DJG)
  • L√§nderinformationsportal Jordanien von Inwent
  • Statistisches Jahrbuch von Jordanien 2017 (englisch und arabisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (12)

Bezeichnung der Regionen: Gouvernement
Abk Name Lat N Lat S Lng W Lng E B O
Adschlun 32.402 32.156 35.617 35.905  
al-Balqa 32.191 31.681 35.502 35.941  
al-Mafraq 33.372 31.696 35.947 39.292  
Amman 32.046 31.247 35.662 37.222  
Aqaba 30.72 29.232 34.95 35.74  
at-Tafila 30.998 30.603 35.263 36.024  
Irbid 32.748 32.184 35.545 36.094  
Jarash 32.355 32.096 35.695 36.017  
Karak 31.438 30.767 35.347 36.192  
Madaba 31.791 31.404 35.457 35.888  
Ma`an 31.249 29.19 35.299 37.981  
Zarqa 32.197 31.501 35.896 37.761  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

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Flagge: Jordan

Name englisch: Jordan
Hauptstadt: Amman
Kfz: JOR
ISO: JO
ISO3: JOR
Fläche: 92300 km²
Tld: .jo
Wärung Einheit: JOD
Währung: Dinar
Vorwahl: 962

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 33.3746878
südlichster Punkt: 29.1850361
westlichster Punkt: 34.9583368
östlichster Punkt: 39.301154


 
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