Beschreibung der Tour:
Wir parken nach einer langen Fahrt in der Nacht auf dem großen kostenpflichtigen Parkplatz für die Gäste der Bad Kissinger Hütte.
Rein in die Wanderklamotten und die müden Beine etwas in Schwung gebracht geht es ein Stück an Häusern vorbei und dann über die Landstraße auf einen Forstweg bis zu einem Zaun. Hier biegen wir weglos ins recht steile Gelände ab und folgen zunächst dem Zaun bis dieser sich verläuft. Der Rücken gibt die große Richtung vor, das steile Gelände will erklommen werden und es mischen sich mehr und mehr Felsen in die Wiesen.
Neben uns fällt nun die Steilwand senkrecht in die Tiefe und wir gehen mal direkt an der Kante und mal etwas weiter davon weg immer an der Kante entlang weiter bergauf. Die Plackerei hat aber nun ein Ende und wir genießen den Ausblick und das spannende Gelände. Teilweise durchzieht ein langer Riss das Gelände parallel zur Abbruchkante. Ob hier mal der gesamte Fels wegbricht in den nächsten Jahren?
Wellig geht es über Wiesen weiter hinauf und an dem unscheinbaren Gipfel des Rappenschrofen vorbei, ohne dass wir es merken.
Ein steiler Abstieg führt uns zu einer verfallenen Hütte von wo aus auf der Karte ein Abstieg nordseitig ins Tal führt. Wir steigen jedoch noch ein paar Meter auf dem Rücken ab und auf der anderen Seite wieder eine steile Wiese hinauf. Der Rücken verjüngt sich nun zunehmends und wird mehr zu einem Grat auf dem wir uns meist direkt bewegen.
Es wechseln sich breite flache Passagen mit der einen oder anderen Kraxelei im Fels ab. Die Felsanteile erhöhen sich mit zunehmender Nähe zum Gipfel des Einstein. Erst zum Ende hin müssen wir vom Grat in die Flanke ausweichen und kurze Zeit später trefen wir dann auf den Normalweg auf dem wir die letzten Meter zum Gipfel zurücklegen.
Auf dem selben Weg steigen wir nach einer längeren Pause mit fantastischer Aussicht wieder hinab und folgen dieses Mal dem Normalweg ins Tal, der in zahlreichen Serpentinen hinabführt. Das lose Geröll ist teils unangenehm, aber wir kommen dennoch zügig bergab. Nun wird es immer flacher und wir kreuzen einige Male eine Forststraße bis wir am Ortsrand von Berg ankommen. Von hier aus gehen wir gemütlich und flach auf dem Raundwanderg Tannheimer Tal zurück Richtung Parkplatz. Bei herrlicher Sicht nehmen wir auch noch den kleinen Umweg über den Vater-unser-Weg ehe wir am Startpunkt ankommen.
Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Einsame Überschreitung des Einstein-Grats, teils weglos.