Beschreibung der Tour:
Dieser Übergang gilt als Königsetappe der Tour, überhaupt als einer der berühmtesten und beliebtesten Höhenwege in den gesamten Alpen. Dabei wird sich zwar mitunter über das immense »Verkehrsaufkommen« mokiert, doch in den Tenor der Begeisterung, den der Heilbronner Weg seit über 100 Jahren bei Bergfreunden auslöst, wird wohl jeder einstimmen, der hier bei schönem Wetter unterwegs ist. Im Übrigen lässt sich schon fast von einem Klettersteig sprechen, denn die Eiseninstallationen beschränken sich nicht nur auf ein paar wenige kritische Stellen. Zunächst geht es über die Große Steinscharte und die kargen Böden des oberen Wieslekars zur Kleinen Steinscharte (2541 m) hinauf, wobei der steile Schlusshang bei hartem Schnee eventuell problematisch werden kann. Mit Erreichen der Grathöhe steht das Paradestück unmittelbar bevor. Drahtseile sowie eine Leiter führen uns auf den Steinschartenkopf (2615 m), den höchsten Punkt des Weges.
Anschließend knapp rechts am Wilden Mann vorbei und per Zwischenabstieg in die Socktalscharte (2446 m), wo sich ein wichtiger Notausstieg befindet (45 Min. Abstieg zum Waltenberger Haus). Eine zweite Fluchtmöglichkeit bietet sich an der Bockkarscharte (2504 m), die nach der rassigen Überschreitung des Bockkarkopfes (2609 m) tangiert wird. Vor der Hochfrottspitze weicht der von nun an wesentlich leichtere Heilbronner Weg dem Gratverlauf auf Tiroler Seite aus. Die Reste des Schwarzmilzferners unter der Mädelegabel (die von vielen in leichter Kletterei mitgenommen wird) bilden normalerweise kein ernstes Hindernis. Dahinter im Bergab zu den auffallend dunklen Böden der Schwarzen Milz, unter dem zerklüfteten Kratzer entlang zum Mädelejoch und schließlich in Kürze hinab zur Kemptner Hütte (1844 m).
Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Gipfel am Weg:
Rappenseekopf (2469 m): 1 Std. ab Rappenseehütte
Hohes Licht (2651 m), Mädelegabel (2645 m): jeweils 30 Min. vom Heilbronner Weg