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Gebirge Karte: Afrika

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

Zugehörigkeit: Afrika
Untergruppen:
 

Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Afrika

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Afrika ist einer der Kontinente der Erde. Seine FlĂ€che von 30,2 Millionen kmÂČ entspricht etwa 22 % der gesamten LandflĂ€che des Planeten, er hat eine Bevölkerung von etwa 1,3 Milliarden Menschen (2017). Damit ist er sowohl nach Ausdehnung wie nach Bevölkerung der zweitgrĂ¶ĂŸte Erdteil nach Asien. Nahezu alle afrikanischen Staaten sind Mitglied der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union. Der Kontinent ist ĂŒberwiegend lĂ€ndlich und durch hohe Geburtsraten geprĂ€gt, welche durch die Modernisierung sinken. Durch die seit etwa 1950 stark steigende Urbanisierung wohnen immer mehr Afrikaner in stĂ€dtischen Gebieten. Einige afrikanische StĂ€dte gehören zu den weltgrĂ¶ĂŸten BallungsrĂ€umen, darunter Kairo, Lagos, Kinshasa, Johannesburg, Luanda und Alexandria.

Entsprechend der „Out-of-Africa-Theorie“ gilt Afrika als die „Wiege der Menschheit“, wo im Zuge der Hominisation die Entwicklung zum anatomisch modernen Menschen Homo sapiens stattfand. Eine der frĂŒhesten Hochkulturen der Menschheit bildete sich im Alten Ägypten. Über die Jahrtausende entstanden auf dem Kontinent verschiedene „Großreiche“ wie das Kaiserreich Abessinien. Der Sklavenhandel mit den afrikanischen Reichen seit dem 16. Jahrhundert und die spĂ€tere Kolonisation durch europĂ€ische Staaten („Wettlauf um Afrika“) fĂŒhrten zu einer teils Reißbrett-artigen Gebietsaufteilung. Diese wurde im Zuge der Dekolonisation ab der Mitte des 20. Jahrhunderts von vielen neu gebildeten afrikanischen Staaten ĂŒbernommen. Die heterogenen Völker Afrikas hatten traditionell andere Siedlungsgebiete, was zu verschiedenen Konflikten und Kriegen um Territorial-, Rohstoff- und MachtansprĂŒche beitrĂ€gt.

WĂ€hrend die meisten LĂ€nder Afrikas lange autokratisch regiert wurden, setzten sich ab dem spĂ€ten 20. Jahrhundert hĂ€ufiger demokratische Bewegungen durch, wobei die Region Afrika seit Beginn der Demokratiemessungen am schlechtesten abschnitt. Armut, Hungersnöte, Kindersterblichkeit und Gesundheitsprobleme konnten durch Bildung, wirtschaftliche, medizinische und infrastrukturelle Fortschritte in den letzten Jahrzehnten erheblich verringert werden. Die Bedeutung der Staaten Afrikas in der Weltwirtschaft ist nach BIP bis auf einige Ausnahmen wie SĂŒdafrika, Nigeria, Ägypten, Algerien, Angola und Marokko noch gering. Mehrere afrikanische LĂ€nder zĂ€hlen seit Beginn des 21. Jahrhunderts jedoch zu den weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. Die Rohstoffe und die landwirtschaftlich nutzbaren FlĂ€chen des Kontinents sind von zunehmender Bedeutung fĂŒr die afrikanischen LĂ€nder wie auch mit ihnen handelnde Industrie- und SchwellenlĂ€nder.

Die Geographie und Natur Afrikas sind vielfĂ€ltig, es gibt eine große Anzahl von naturgeschĂŒtzten Nationalparks. Das afrikanische UNESCO-Welterbe ist umfassend.

Etymologie

In der Antike bezeichnete der lateinische Name Africa nur das Gebiet der gleichnamigen römischen Provinz im heutigen Tunesien um Karthago. Der Kontinent (zunĂ€chst nur Nordafrika westlich des Nils) wurde in der Antike oft Libya genannt. Der Name Africa wurde vom römischen Senator und Feldherrn Scipio Africanus erstmals verwendet und ist vom lateinischen Wort Afer (Plural: Afri) abgeleitet, was so viel wie „Afrikaner, Punier“ bedeutet und seinerseits von einem einheimischen Stamm abgeleitet sein könnte. Andere Deutungsvarianten bezogen den Volksnamen Afer auf das hebrĂ€ische Êżafar („Staub“), das griechische aphrike („unkalt“) oder das lateinische aprica („sonnig“).

Geographie

Afrika ist im Norden vom Mittelmeer, im Westen vom Atlantik, im Osten vom Indischen Ozean und dem Roten Meer umgeben. Die KĂŒstenlĂ€nge betrĂ€gt 30.490 km, was gemessen an der großen FlĂ€che relativ wenig ist. Die einzige Landverbindung zu anderen Festlandmassen besteht zu Eurasien an der Stelle der Sinai-Halbinsel, die zwischen Afrika und der Arabischen Halbinsel liegt. Europa liegt Afrika an der Straße von Gibraltar und der Straße von Sizilien am nĂ€chsten. Der sĂŒdlichste Punkt Afrikas ist Kap Agulhas auf 34°50' SĂŒd. Der afrikanische Erdteil ist nur wenig gegliedert; er hat weniger Inseln und Halbinseln als alle anderen Kontinente.

Durch seine Lage beiderseits des Äquators und seine kompakte Form besitzt Afrika die grĂ¶ĂŸte zusammenhĂ€ngende Landmasse der Tropen. 75 % der FlĂ€che Afrikas liegen innerhalb der Wendekreise, die die mathematische Tropengrenze bilden. Ein großer Teil Zentral- und Westafrikas ist von tropischem Regenwald bedeckt; das Kongobecken ist nach Amazonien das zweitgrĂ¶ĂŸte Regenwaldgebiet der Erde. Um die Wendekreise sind große WĂŒsten entstanden, die sich durch Desertifikation ausbreiten; die Sahara im Norden wird nur durch die Flussoase des Nil unterbrochen, im SĂŒden befinden sich die Namib als NebelwĂŒste und die Kalahari als Trockensavanne. SĂŒdlich der Sahara (Sahelzone) und in Ostafrika bis SĂŒdafrika hinunter befinden sich riesige Savannengebiete. Im Bereich zweier jĂ€hrlicher Niederschlagsmaxima breiten sich die TrockenwĂ€lder und Feuerökosysteme aus, beispielsweise Mopane, Miombo oder Chipya-Vegetation. SĂŒdostafrika ist durch den Einfluss des Monsuns und die großen TĂ€ler von Sambesi und Limpopo fruchtbarer.

Der kleinste Staat auf dem Festland, Gambia, ist etwa so groß wie Zypern und der grĂ¶ĂŸte, Algerien, ungefĂ€hr siebenmal so groß wie Deutschland. Die grĂ¶ĂŸte Insel ist Madagaskar, die vor der SĂŒdostkĂŒste Afrikas im Indischen Ozean liegt.

Gliederung

Die folgende Unterteilung Afrikas in Regionen wird neben anderen von der UN-Statistikbehörde UNSD verwendet:

  • Nordafrika
  • Westafrika
  • Zentralafrika
  • Ostafrika
  • SĂŒdliches Afrika (zur Unterscheidung vom Staat SĂŒdafrika abweichend von den anderen Regionen benannt)

GewÀsser

StillgewÀsser

Es gibt zwei grundlegende Typen von Seen. Zum einen die Beckenseen, die sich flach und weit ausstrecken und ihre GrĂ¶ĂŸe durch Verdunstung sehr stark verĂ€ndern. Ein Beispiel dafĂŒr ist der Tschadsee. Zum anderen die Grabenseen, die im Ost- und Zentralafrikanischen Graben liegen, sehr tief, lang und schmal sind. Beispiele dafĂŒr sind der Malawisee oder der Tanganjikasee.

FließgewĂ€sser

Es gibt auch zwei Arten von FlĂŒssen in Afrika, die einen speisen Beckenseen, sie haben kein großes GefĂ€lle und eine geringe Fließgeschwindigkeit, z. B. der Schari, der den Tschadsee speist, oder der Okavango, der im Okavangodelta versickert und verdunstet. Auf der anderen Seite gibt es die FlĂŒsse, die in das Meer mĂŒnden, sie weisen ein hohes GefĂ€lle auf und haben dadurch eine hohe Fließgeschwindigkeit, Beispiele sind der Nil, der in das Mittelmeer mĂŒndet, Niger, Kongo und Oranje, die in den SĂŒdatlantischen Ozean mĂŒnden, oder der in den Indischen Ozean mĂŒndende Sambesi.

  • Der lĂ€ngste Strom Afrikas und zugleich der lĂ€ngste oder zweitlĂ€ngste Fluss der Erde, da die LĂ€nge des Amazonas – je nach Definition – zwischen 6500 Kilometer und 6800 Kilometer angegeben wird, ist der Nil mit 6671 km. Er mĂŒndet in das Mittelmeer.
    • Am Oberlauf des Nils liegt der Victoriasee (68.870 kmÂČ), der grĂ¶ĂŸte See Afrikas und nach dem Kaspischen Meer und dem Oberen See der flĂ€chenmĂ€ĂŸig drittgrĂ¶ĂŸte See der Erde.
  • Der zweitlĂ€ngste Fluss Afrikas und der wasserreichste des Kontinents ist der Kongo mit 4374 km. Er mĂŒndet in den SĂŒdatlantik.
    • Ein rechter Nebenfluss des Kongos ist die rund 350 km lange Lukuga, der einzige Abfluss des ostafrikanischen Tanganjikasees. Dieser ist mit 1470 m nach dem Baikalsee der zweittiefste See der Erde.
  • Der Niger ist nach dem Nil und dem Kongo mit 4184 km LĂ€nge der drittlĂ€ngste Fluss bzw. Strom in Afrika. Nach Verlassen des Kainji-Stausees mĂŒndet der Niger in den SĂŒdatlantik. Sein Einzugsgebiet betrĂ€gt 2.261.763 kmÂČ.
  • Der Sambesi ist mit 2736 km der viertlĂ€ngste Fluss in Afrika und der grĂ¶ĂŸte afrikanische Fluss, der in den Indischen Ozean fließt. Das Einzugsgebiet umfasst 1.332.574 kmÂČ, was etwa der HĂ€lfte des Nil-Einzugsgebietes entspricht.
    • Der Malawisee mit 29.600 kmÂČ zĂ€hlt mit 706 m zu den tiefsten Seen in Afrika. Sein Abfluss ist der Shire-Fluss, der nach 402 km in den Sambesi mĂŒndet.

Grundwasser

Die Grundwasserkarte von Afrika, die das British Geological Survey (BGS) veröffentlichte, zeigt, dass in den meisten bewohnten Gebieten das Wasser sogar mit Handpumpen an die OberflÀche gefördert werden könnte.

Gebirge und Berge

Im Nordwesten Afrikas zieht sich das geologisch junge Atlas- bzw. Maghreb-Gebirge durch die Staaten Marokko, Algerien und Tunesien, das zusammen mit den Alpen im Zuge der AnnÀherung der afrikanischen an die eurasische Platte entstanden ist.

Durch den Osten Afrikas zieht sich der Große Afrikanische Grabenbruch, welcher die Fortsetzung des Grabenbruchs unter dem Roten Meer ist und auf eine Abspaltung des Horns von Afrika und Arabiens vom Rest Afrikas hindeutet. Der dabei entstehende Vulkanismus hat unter anderem das Kilimandscharo-Massiv, das höchste Bergmassiv Afrikas, das Ruwenzori-Gebirge und das Mount-Kenya-Massiv geschaffen. Im weiteren Verlauf des Grabenbruchs liegen Turkana-See, Kiwusee, Tanganjikasee und Malawisee sowie der Unterlauf des Sambesis.

Außerdem zĂ€hlen der Atlas mit dem Toubkal (4165 m) in Marokko, der Mount Meru (4562,13 m), ein Inselberg in Tansania und der Kamerunberg (4095 m), ein Inselberg in Kamerun, zu den höchsten Gebirgen, Bergmassiven bzw. Bergen des Kontinents.

Klima

Die Klimate Afrikas reichen von immerfeucht-heißem tropischem Klima bis zur kalten afroalpinen Höhenstufe auf den höchsten Gipfeln. Die nördliche HĂ€lfte Afrikas und der Ă€ußerste SĂŒdwesten bestehen hauptsĂ€chlich aus WĂŒsten mit aridem Klima, wĂ€hrend es zum Äquator hin immer humider wird. Afrika ist der heißeste Kontinent der Erde, dessen LandflĂ€che als einziger Erdteil die gesamte nördliche und sĂŒdliche Tropenzone umfasst. Fast 60 % der gesamten LandoberflĂ€che bestehen aus Trockengebieten und WĂŒsten. Der Rekord fĂŒr die höchste jemals aufgezeichnete Temperatur, 1922 in Libyen (58 °C), wurde 2013 diskreditiert.

Geologie

Der grĂ¶ĂŸte Teil Afrikas besteht aus sehr alten (prĂ€kambrischen) Plattformen, die zumeist von jĂŒngeren Sedimenten der Karoo-Supergruppe ĂŒberdeckt sind.

Geologisch gehört die Arabische Platte zu Afrika, womit Afrika im Nordosten vom Taurusgebirge im SĂŒden der TĂŒrkei und vom Zāgros-Gebirge im Westen des Irans begrenzt wird.

Vegetation und Tierwelt

Die wichtigsten Vegetationsgebiete des afrikanischen Kontinents stellen einerseits die RegenwĂ€lder West- und Zentralafrikas, andererseits die drei großen WĂŒstengebiete und drittens die dazwischen liegenden Savannen- und Trockenwaldgebiete dar. Dabei ist der zentralafrikanische Regenwaldblock im Bereich des Kongobeckens von den RegenwĂ€ldern an der SĂŒdkĂŒste Westafrikas isoliert. Die drei wichtigsten WĂŒsten beziehungsweise HalbwĂŒsten sind die Namib im SĂŒden, die Sahara im Norden und die HalbwĂŒstengebiete am Horn von Afrika, die jedoch mit der Sahara in Verbindung stehen. Innerhalb der Savannen wird meist zwischen Feuchtsavannen-Waldmosaiken und Trockensavannen unterschieden, die wiederum durch ausgedehnte Waldsavannen voneinander getrennt sind. Diese Waldsavannen werden im SĂŒdosten als Miombo, im Nordwesten als Doka bezeichnet. Nördlich der Sahara treten darĂŒber hinaus auch mediterrane Vegetationsformen auf. Typische Hochgebirgsvegetation findet man in Nordafrika im Atlasgebirge, im Ă€thiopischen Bergland sowie vor allem in zahlreichen, teilweise isolierten Bergmassiven Ostafrikas, wie Kilimandscharo, Mount-Kenya-Massiv und Ruwenzori-Gebirge. Eine Besonderheit stellt das Kapgebiet dar, das durch besonderen Artenreichtum auffĂ€llt und ein eigenes Florenreich darstellt. Eine weitere besondere Vegetationsform sind die sĂŒdafrikanischen Karoo-Steppen.

Afrika beherbergt zwei Zoogeographische Regionen. Den Großteil bedeckt dabei die Afrotropische Region, die den ganzen Kontinent sĂŒdwĂ€rts der Sahara umfasst, wĂ€hrend die Teile nördlich der Sahara der PalĂ€arktischen Region zugeschlagen werden. Dies liegt an zahlreichen Arten Nordafrikas, die auch in Europa und Nordasien vorkommen oder dort nahe Verwandte besitzen. Dazu zĂ€hlen etwa der Berberhirsch (eine Unterart des Rothirsches) und der mittlerweile ausgestorbene AtlasbĂ€r. Die Tierwelt Afrikas, insbesondere sĂŒdlich der Sahara zeichnet sich vor allem durch einen großen Artenreichtum an GroßsĂ€ugern aus. Die grĂ¶ĂŸten LandsĂ€ugerarten des Kontinents sind Afrikanischer Elefant und Waldelefant, Flusspferde und Nashörner. Weitere typische Großtiere stellen KaffernbĂŒffel, Giraffen, Zebras, zahlreiche Antilopen- und Duckerarten sowie verschiedene Schweine dar. Im Gebiet der DanakilwĂŒste kommen außerdem noch RestbestĂ€nde des afrikanischen Wildesels, in den Gebirgen Nordafrikas Steinböcke und MĂ€hnenschafe vor. Auch Großraubtiere sind durch Löwen, Leoparden, Geparden, HyĂ€nen und Wildhunde reichhaltig vertreten. Kleinere RĂ€uber sind durch den Erdwolf, verschiedene Schleichkatzen, Mangusten, Katzen, FĂŒchse, Schakale und einige Marder, wie den Honigdachs vertreten. Insbesondere die Zentralafrikanischen Waldgebiete sind Heimat einer großen Vielfalt verschiedener Primatenarten. Dazu zĂ€hlen Gorillas, Schimpansen, Meerkatzenartige, Galagos und Pottos. Typisch Afrikanische SĂ€ugetierordnungen stellen Erdferkel, Schliefer, RĂŒsselspringer, OtterspitzmĂ€use und Goldmulle dar, die alle der Gruppe der Afrotheria entstammen. Diese Tiergruppe umfasst auch die Elefanten und SeekĂŒhe wie den afrikanischen Manati und den Dugong und hat ihren Ursprung in Afrika. Weit verbreitete SĂ€ugerordnungen, die man auch in Afrika findet, sind Fledertiere, Insektenfresser, Nager und Hasen. Die Schuppentiere kommen außer in Afrika auch in SĂŒdasien vor. Das grĂ¶ĂŸte Reptil des Kontinents ist das Nilkrokodil, der grĂ¶ĂŸte Vogel der Afrikanische Strauß.

Die Großtierfauna der afrikanischen Savannen ist zusehends auf einzelne Schutzgebiete beschrĂ€nkt. Die bekanntesten darunter, wie die Serengeti, der Chobe-Nationalpark oder der KrĂŒger-Nationalpark liegen dabei im östlichen und sĂŒdlichen Teil des Kontinents. Auch die LebensrĂ€ume der Regenwaldbewohner sind im Schwinden begriffen.

Bevölkerung

Entwicklung der Bevölkerung Afrikas (in Millionen)

Afrika hat etwa 1,257 Milliarden Einwohner (Stand 2017), wovon die meisten sĂŒdlich der weitgehend unbesiedelten WĂŒste Sahara in Subsahara-Afrika leben. In Nordafrika, wo hauptsĂ€chlich Berber und Araber leben, gibt es rund 210 Millionen Einwohner. FĂŒr 2050 erwartet die UN 2,5 Milliarden und fĂŒr 2100 ca. 4,4 Milliarden Einwohner.

Der bevölkerungsreichste Staat ist Nigeria mit ĂŒber 200 Millionen Einwohnern. Der bevölkerungsĂ€rmste Staat sind die Seychellen mit 80.000 Einwohnern.

Die grĂ¶ĂŸte Stadt Afrikas ist Kairo (Ägypten) mit ca. 15,7 Millionen Einwohnern, danach folgt Lagos (Nigeria) mit 14,3 Millionen Einwohnern; die drittgrĂ¶ĂŸte Stadt des Kontinents ist Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) mit 11,5 Millionen Einwohnern.

Völker

Im Norden Afrikas lebten schon Jahrtausende vor der Ankunft der Araber um das 7. Jahrhundert herum berberische Völker. Diese leben seitdem vor allem in den gebirgigen Regionen des Maghreb, wo sie vor den arabischen Invasoren Zuflucht fanden, um sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte aber deutlich mit jenen zu durchmischen und eine eigene maghrebinische Kultur zu schaffen, die einige Unterschiede zur ĂŒbrigen arabischen Welt aufweist, beispielsweise in der Sprache. Auch die Völker Nordostafrikas, wie z. B. die Amharen sind semitische Völker. Die Sahara wird von nomadisierenden Tuareg bewohnt.

In Westafrika sind die Mande- und Gur-Völker zu nennen. Hausa und Yoruba leben im östlichen Westafrika, Wolof und Fulbe im westlichen Teil.

In Zentral- und Ostafrika sind die Bantu beheimatet, eine aus zahlreichen Völkern bestehende Gruppe. Die Khoisan-Völker im SĂŒden Afrikas zĂ€hlen zu den indigenen Völkern, wie auch die bereits genannten Berber und Tuareg in der Sahara und die Massai in Ostafrika. GrĂ¶ĂŸte Gruppe von im Zuge der Kolonisation eingewanderten Menschen sind die Buren in SĂŒdafrika. Moderne Migrationsbewegungen haben Libanesen nach West- sowie Inder und Chinesen nach Ostafrika gebracht.

Sprachen

Insgesamt gibt es ĂŒber 2000 eigenstĂ€ndige afrikanische Sprachen, von denen rund 50 als grĂ¶ĂŸere Sprachen gelten, die jeweils von ĂŒber einer Million Menschen gesprochen werden. Einige der wichtigsten afrikanischen Sprachen sind Swahili, Igbo, Hausa und Fulfulde. Englisch, Französisch und Portugiesisch sind verbreitete Amts- und Verkehrssprachen in vielen afrikanischen LĂ€ndern, da diese die Kommunikation mit den vielen kleinen Sprachen erheblich vereinfachen. In Namibia wird auch noch Deutsch gesprochen, in SĂŒdafrika genießt es Sonderstatus.

Zu den afroasiatischen Sprachen gehören Arabisch, Hausa, Amharisch und Oromisch, zu den Niger-Kongo-Sprachen zĂ€hlen Bambara, Swahili, Wolof, Yoruba und Zulu. Die Khoisansprachen werden von den gleichnamigen Völkern im SĂŒdlichen Afrika gesprochen; charakteristisch fĂŒr sie sind Klicklaute. Auf Madagaskar werden Austronesische Sprachen wie Malagasy, Howa (Dialekt des Merina) und andere Merina-Dialekte gesprochen.

Religion

In Nordafrika, Ostafrika und Westafrika ist der Islam weit verbreitet. Laut AuswĂ€rtigem Amt gehören 44,2 % aller Afrikaner (darunter in Nordafrika Araber und Berber) dem Islam an, laut CIA World Factbook 43,4 %. Daneben gibt es vor allem in West- und SĂŒdostafrika eine große Anzahl Menschen, die traditionelle Religionen praktizieren. Man schĂ€tzt, dass dies 13 bis 20 % der Afrikaner sind. Die restlichen rund 38 bis 43 % gehören christlichen Konfessionen an. Die Mehrheit der afrikanischen Christen lebt im SĂŒden Afrikas. Eine Sonderrolle spielt die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche, da in Äthiopien das Königreich Aksum das Christentum zur Staatsreligion machte. Außerdem sind unter den nicht-afrikanischen Minderheiten auch Bahai, Judentum und Hinduismus verbreitet.

Gesundheit und Gesundheitsversorgung

Die durchschnittliche Lebenserwartung einer afrikanischen Frau liegt bei 61,9 Jahren, die durchschnittliche Lebenserwartung eines afrikanischen Mannes bei 58,6 Jahren. Damit ist sie weit niedriger als auf anderen Kontinenten (Zeitraum 2010–2015). Afrika ist auch der von HIV/AIDS am stĂ€rksten betroffene Kontinent. Etwa 4 % der Bevölkerung sind HIV-positiv (siehe auch: HIV/AIDS in Afrika). Seit etwa 2005 konnten jedoch Fortschritte im Kampf gegen die Epidemie erzielt werden, weshalb die durchschnittliche Lebenserwartung in fast allen LĂ€ndern Afrikas wieder steigt.

Die afrikanischen Staaten haben im Jahr 2020 zunĂ€chst in unterschiedlicher Weise und IntensitĂ€t auf die Verbreitung des Coronavirus reagiert. Besonders stark sind im ersten Quartal des Jahres Ägypten, Algerien, Marokko und SĂŒdafrika betroffen. Die Afrikanische Union unterstĂŒtzt mit ihrer Substruktur Africa Centres for Disease Control and Prevention – Africa CDC die MitgliedslĂ€nder bei deren Maßnahmen gegen die Infektionsgefahr mit COVID-19. Zentren fĂŒr die regionale Zusammenarbeit (Regional Collaborating Centre, RCC) gibt es fĂŒr Nordafrika (Kairo, Ägypten), Ostafrika (Nairobi, Kenia), SĂŒdliches Afrika (Lusaka, Sambia), Westafrika (Abuja, Nigeria) und Zentralafrika (Libreville, Gabun).

Geschichte

Die Ă€ltesten bisher bekannten menschlichen Lebensspuren fanden sich in Afrika. Es gilt als sicher, dass sich von hier aus zunĂ€chst Homo erectus und spĂ€ter – der aus den in Afrika verbliebenen Populationen von Homo erectus entstandene – anatomisch moderne Mensch (Homo sapiens) nach Asien und Europa ausgebreitet haben. Dementsprechend entdeckte man auch die Ă€ltesten SteingerĂ€te in Afrika: die einfachen Oldowan-GerĂ€te des „Early Stone Age“, das in Europa als AltpalĂ€olithikum bezeichnet wird.

Im Niltal in Nordafrika befand sich mit Ägypten eine der ersten Hochkulturen. Es gab zwar auch weitere Königreiche in Westafrika wie zum Beispiel die Ashanti und die Haussa, diese entstanden jedoch viel spĂ€ter. Auch in Ost- und SĂŒdafrika gab es einige bedeutende Kulturen, wie auch im Gebiet des heutigen Sudan, damals Nubien oder Kusch genannt. Nubische Pharaonen haben auch fĂŒr eine Dynastie ganz Ägypten beherrscht. Bedeutende Kulturen im SĂŒden Afrikas waren zum Beispiel die Bewohner Groß-Simbabwes. Diese Steinburg war architektonisch fĂŒr die damalige Zeit ein Meisterwerk und bedeutend fĂŒr Handel zwischen den Völkern des SĂŒdens und des Ostens. Im Osten Afrikas waren die Swahili bekannt.

Nordafrika war durch das Mittelmeer mit Europa und Vorderasien eher verbunden als getrennt. Karthago, eine GrĂŒndung der Phönizier im heutigen Tunesien, war um die Mitte des 1. Jahrtausend v. Chr. die herrschende Großmacht im westlichen Mittelmeer, bis sie in den Punischen Kriegen von Rom abgelöst wurde. Dieses herrschte ab 30 v. Chr. (Eroberung Ägyptens) ĂŒber ganz Nordafrika.

Schon die alten Ägypter (Königin Hatschepsut) unternahmen Fahrten nach Punt, wahrscheinlich im heutigen Somalia. Auch das Reich der Königin von Saba, welches wohl in SĂŒdarabien sein Zentrum hatte, soll sich ĂŒber Teile des Horns von Afrika bis in den Norden Äthiopiens erstreckt haben. Die Herrscher Äthiopiens fĂŒhrten ihre Abstammung auf die Königin von Saba zurĂŒck. Herodot berichtet, dass um 600 v. Chr. phönizische Seeleute im Auftrag des Pharao Necho in drei Jahren Afrika vom Roten Meer bis zur NilmĂŒndung umfahren hĂ€tten. Da er davon berichtet, sie hĂ€tten behauptet, die Sonne „zu ihrer Rechten“, also im Norden, gesehen zu haben, gilt dieser Bericht als glaubwĂŒrdig. Sicher ist die Fahrt des karthagischen Admirals Hanno um 500 v. Chr., der von SĂŒdspanien aus mindestens bis Sierra Leone kam.

WĂ€hrend der Völkerwanderung eroberten die Vandalen das römische Nordafrika von Marokko bis Libyen. Schon vor der Hidschra wanderten arabische StĂ€mme nach Nordafrika ein. Mit dem Siegeszug des Islam wurde Ägypten 641, Marokko 670 erobert. In den folgenden Jahrhunderten wurde Nordafrika fast vollstĂ€ndig islamisiert, der Sahel, West- und Ostafrika zumindest teilweise.

1250 richtete sich der Sechste Kreuzzug gegen Ägypten (die anderen KreuzzĂŒge richteten sich gegen PalĂ€stina). Zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert entwickelten sich im Gebiet des heutigen Mali mehrere mĂ€chtige, unabhĂ€ngige Königreiche. Im 15. Jahrhundert wurde die WestkĂŒste Afrikas von Portugal aus erforscht. Portugal und Spanien errichteten im 15. und 16. Jahrhundert erste StĂŒtzpunkte an der NordkĂŒste.

Nach der Entdeckung Amerikas war Afrika fĂŒr die EuropĂ€er hauptsĂ€chlich als Quelle fĂŒr Sklaven interessant. Ein erheblicher Anteil der Bevölkerung von Brasilien, Haiti und anderen Inseln der Karibik, aber auch der USA sind afrikanischer Abstammung. Zum Zweck des Sklavenhandels wurden Forts an den KĂŒsten errichtet, den Transport aus dem Binnenland ĂŒbernahmen meist einheimische Königreiche. Im ostafrikanischen Sklavenhandel waren bis ins 17. Jahrhundert arabische HĂ€ndler vorherrschend. Das Innere des Kontinents war den EuropĂ€ern weitestgehend unbekannt. Erste Forschungsreisen unternahmen Ende des 18. Jahrhunderts von der Association for Promotion the Discovery of the Interieur of Africa (Africa Association, London) ausgesandte MĂ€nner verschiedener NationalitĂ€ten.

Nach der industriellen Revolution und dem Verbot des Sklavenhandels 1807 wurde Afrika eher uninteressant. Erst mit dem Aufkommen des Imperialismus wuchs das Interesse der europĂ€ischen GroßmĂ€chte am dunklen Kontinent und der Wettlauf um Afrika fĂŒhrte innerhalb von weniger als 20 Jahren zur Besetzung fast des gesamten Kontinents. Auf der Kongokonferenz in Berlin wurde 1884/85 der grĂ¶ĂŸte Teil Innerafrikas zwischen den europĂ€ischen MĂ€chten aufgeteilt, bis 1912 verloren die meisten afrikanischen Völker ihre Freiheit. UnabhĂ€ngig blieben nur Liberia, eine Siedlungskolonie freigelassener nordamerikanischer Sklaven, sowie das alte Kaiserreich Abessinien (heute Äthiopien), welches allerdings 1935 vom faschistischen Italien angegriffen und von 1936 bis 1941 von diesem annektiert wurde. Im Ersten Weltkrieg waren die deutschen Kolonien Kriegsschauplatz, viele Afrikaner kĂ€mpften auch in Europa. Im Zweiten Weltkrieg fanden KĂ€mpfe vor allem in Nordafrika und am Horn von Afrika statt.

Im Zuge der Dekolonisation Afrikas wurden mehrere Staaten in den 1950er Jahren unabhĂ€ngig. 1960 gilt als das Jahr der afrikanischen UnabhĂ€ngigkeit, da der Großteil der französischen Kolonien in diesem Jahr in die UnabhĂ€ngigkeit entlassen wurde. Als letzter Staat löste sich Dschibuti 1977 von europĂ€ischer Fremdherrschaft. In SĂŒdafrika ist die schwarze Bevölkerungsmehrheit erst seit 1994 an der Regierung. Vier Jahre zuvor endete die sĂŒdafrikanische Besetzung Namibias. Einige Inseln und die Gebiete um die StĂ€dte Ceuta und Melilla gehören bis heute verschiedenen europĂ€ischen Staaten.

Durch die willkĂŒrlichen und die historischen und ethnisch-kulturellen Gegebenheiten außer Acht lassenden Grenzziehungen der Kolonialzeit wurde die Entwicklung eines NationalgefĂŒhls in den meisten afrikanischen Staaten erschwert. Dies und die einseitige Ausrichtung der Wirtschaften auf Exportartikel fĂŒhrten u. a. dazu, dass die politische Lage in den meisten Staaten instabil ist und autoritĂ€re Regime vorherrschen. Dadurch fĂ€llt ein großer Teil der natĂŒrlichen ReichtĂŒmer des Kontinents der Korruption zum Opfer beziehungsweise wird von internationalen Konzernen abgeschöpft. Verbunden mit unterentwickelter Infrastruktur, klimatischen Problemen, hohem Bevölkerungszuwachs und in neuerer Zeit sehr hohen AIDS-Raten fĂŒhrt dies dazu, dass fast ganz Afrika der Dritten Welt angehört. Mit der Agenda 2063 hat sich die Afrikanische Union in den 2010er Jahren auf die Umsetzung konkreter Ziele verstĂ€ndigt, um wesentliche Entwicklungshemmnisse zu beseitigen und dadurch bis zum Jahr 2063, Wohlstand fĂŒr die afrikanische Bevölkerung geschaffen zu haben. Im Jahrzehnt davor begann Chinas Entwicklungsfinanzierung fĂŒr Afrika.

Staaten Afrikas und abhÀngige Gebiete

Die politische Organisation „Afrikanische Union“ umfasste ursprĂŒnglich 52 Staaten des Kontinents; 2011 trat der SĂŒdsudan bei und 2017 Marokko. WĂ€hrend jedoch die Demokratische Arabische Republik Sahara faktisch nicht existiert (das Westsahara-Gebiet ist von Marokko besetzt), aber von der AU als Vollmitglied anerkannt wurde, existiert bereits seit 1991 eine kontinuierliche und von Somalia faktisch unabhĂ€ngige Republik Somaliland, die jedoch nicht formal anerkannt ist.

Anerkannten Status haben damit derzeit 55 afrikanische Staaten (alle afrikanischen UNO-Mitgliedstaaten, plus Westsahara), einer ist umstritten (Somaliland) und acht kleinere KĂŒstenabschnitte und Inselgruppen stehen unter europĂ€ischer Regierungshoheit, werden jedoch teilweise auch von afrikanischen Regierungen beansprucht.

Algerien, die Demokratische Republik Kongo und der Sudan sind in dieser Reihenfolge die flĂ€chengrĂ¶ĂŸten LĂ€nder; Nigeria mit rund 214 Millionen, Äthiopien mit 108 Millionen und Ägypten mit 104 Millionen Einwohnern sind die bevölkerungsreichsten Staaten (Stand 2020).

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Weite Teile der Wirtschaft im mittleren und sĂŒdlichen Afrika sind auf den Export ausgerichtet (zum Beispiel Bananenplantagen, Tropenhölzer, Gold- und Diamantenminen, Kakaoplantagen). Daneben gibt es in den StĂ€dten grĂ¶ĂŸere Industrie- und kleinere Handwerksbetriebe, die unter anderem fĂŒr den Eigenbedarf produzieren. Auf dem Lande herrscht oft Subsistenzwirtschaft vor, beispielsweise Anbau von Maniok und Batate, Fischerei, Tierzucht. Außerdem ist in manchen Gegenden der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle (zum Beispiel Safari).

In den Staaten Nordafrikas bringt vor allem die Förderung von Erdöl und Erdgas Einnahmen. Daneben gibt es am Nil und in einigen fruchtbaren Gebieten Landwirtschaft. Die Nil-StaudĂ€mme werden zur Stromerzeugung genutzt. Seit einigen Jahren laufen mehrere Initiativen („Africa Renewable Energy Initiative“ (AREI), „Énergies pour l’Afrique“, „Power Africa“ u. a.) zur Elektrifizierung Afrikas.

Exportartikel
  • Kakao: etwa 70 % Weltmarktanteil
  • Diamanten: etwa 50 % Weltmarktanteil
  • Gold: etwa 25 % Weltmarktanteil
  • Erdöl: etwa 10 % Weltmarktanteil

Infrastruktur

Straßenverkehr

Die Dichte des Straßennetzes betrĂ€gt 6,84 km je 100 kmÂČ.

Schienenverkehr

Die Eisenbahnlinien in Afrika sind besonders in West- und Zentralafrika nur wenig vernetzt. Die LĂ€nder Burundi, Kap Verde, Komoren, Gambia, Guinea-Bissau, Äquatorialguinea, Libyen, Mauritius, Niger, Zentralafrikanische Republik, Ruanda, SĂŁo TomĂ© und PrĂ­ncipe, Seychellen, Sierra Leone, Somalia und Tschad verfĂŒgen ĂŒber gar kein Schienennetz.

Luftverkehr

Lediglich drei der FlughÀfen in Afrika werden nach Passagieraufkommen zu den 150 weltweit wichtigsten gezÀhlt.

Schifffahrt

Afrikanische Schiffe sind zu etwa 80 % Àlter als 15 Jahre.

Landwirtschaft

Der Großteil der Nahrungsmittelproduktion fĂŒr die Bevölkerung erfolgt ĂŒber Subsistenzlandwirtschaft. Die BiodiversitĂ€t wird dadurch in der Regel geschont oder sogar gefördert, da sie sehr kleinflĂ€chig erfolgt und Geld fĂŒr chemische DĂŒngemittel und Pflanzenschutz nicht vorhanden ist. DemgegenĂŒber wird in den letzten Jahren industrielle Landwirtschaft durch auslĂ€ndische Kapitalgesellschaften vorangetrieben. Diese kaufen oder pachten große FlĂ€chen Land, um mit hohem Einsatz von BewĂ€sserung, MineraldĂŒnger und Pestiziden entweder Lebensmittel fĂŒr den Bedarf im eigenen Land anzubauen (insbesondere die Golfstaaten) – oder es werden Pflanzen wie Zuckerrohr oder Ölpalmen angebaut, um damit Biosprit fĂŒr Europa zu produzieren. Diese Entwicklung wird auch als land grabbing bezeichnet. Die Staatschefs vieler afrikanischer LĂ€nder sind an diesen auslĂ€ndischen Investitionen durchaus interessiert, da ein Teil davon auch in die Staatskasse fließt. Dass die großen fruchtbaren LandflĂ€chen nicht mehr der Eigenversorgung der Bevölkerung zur VerfĂŒgung stehen, wird dabei nicht berĂŒcksichtigt. Im Folgenden eine Auflistung der Anfang 2010 bekannten LandkĂ€ufe bzw. -anpachtungen:

  • 00,600.000 Hektar angepachtet in Äthiopien, die Ă€thiopische Regierung sucht PĂ€chter fĂŒr weitere 3 Mio. Hektar
  • 00,100.000 Hektar angepachtet durch Libyen in Mali
  • 00,400.000 Hektar angepachtet durch einen New Yorker Investmentfonds im Sudan
  • 02.800.000 Hektar angepachtet durch China in der Demokratischen Republik Kongo
  • 10.000.000 Hektar wurde in der Republik Kongo sĂŒdafrikanischen Großfarmern angeboten

FĂŒr die weitere Entwicklung der Landwirtschaft in Afrika wird zum einen eine Afrikanische GrĂŒne Revolution vorgeschlagen: mit Hochertragssorten und hohem Einsatz von Pestiziden und DĂŒngemitteln, auslĂ€ndischem Know-how und moderner Informations- und Finanztechnologie zur Risikominimierung. DemgegenĂŒber argumentiert Hans-Heinrich Bass fĂŒr eine GrĂŒne Renaissance, „die das Know-how der afrikanischen Bauern ernst nimmt – und es mit heutigen Erkenntnissen zusammenfĂŒhrt.“

Kultur

Kino

Filme wurden in Afrika seit der Erfindung des Kinos gedreht, darunter ethnographische Filme und kolonialistische Propagandafilme. Eine eigene Filmindustrie entwickelte sich insbesondere in Ägypten.

In den LĂ€ndern sĂŒdlich der Sahara konnte sich eine eigenstĂ€ndige Produktion erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickeln. Als „Vater“ des Kinos auf dem Kontinent gilt Ousmane SembĂšne. Das Autorenkino hat es schwer, die afrikanischen Zuschauer zu erreichen, da die kommerziellen Kinos nach dem Blocksystem Filme einkaufen und ĂŒberwiegend Hollywoodfilme und indische Produktionen zeigen. Wo das Publikum jedoch Gelegenheit hat, afrikanische Filme zu sehen, wie beim Panafrikanischen Filmfestival FESPACO in Ouagadougou (Burkina Faso), zeigt es lebhaftes Interesse. Zur Finanzierung und Produktion sind die Filmemacher Afrikas vielfach immer noch auf europĂ€ische Institutionen angewiesen. Eine kommerziell rentable Videoproduktion und auch die weltweit drittgrĂ¶ĂŸte hat sich in Nigeria entwickelt. Weitere bekannte Regisseure sind unter anderen Souleymane CissĂ©, Safi Faye, Anne-Laure Folly, Med Hondo, Djibril Diop MambĂ©ty.

Literatur

Zu den wichtigsten afrikanischen Autoren gehören der nigerianische LiteraturnobelpreistrĂ€ger Wole Soyinka und der mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnete Chinua Achebe, der „Vater“ der afrikanischen Literatur.

Weitere bedeutende Autoren sind: Mobolaji Adenubi (Nigeria), Ama Ata Aidoo (Ghana), Amadou HampĂątĂ© BĂą, Francis Bebey (Kamerun), Mongo Beti (Kamerun), Steve Chimombo (Malawi), Mia Couto (Mosambik), Amma Darko (Ghana), E. B. Dongala (Volksrepublik Kongo), Nuruddin Farah (Somalia), Nadine Gordimer (SĂŒdafrika, Nobelpreis fĂŒr Literatur 1991), Bessie Head (SĂŒdafrika/Botswana), LĂ­lia MomplĂ© (Mosambik), Grace Ogot (Kenia), Ben Okri (Nigeria), Ousmane SembĂšne (Senegal), NgĆ©gÄ© wa Thiong’o (Kenia), Yvonne Vera (Simbabwe), Nagib Mahfuz (Ägypten, Nobelpreis fĂŒr Literatur 1988), At-Tayyib Salih (Sudan), J. M. Coetzee (SĂŒdafrika, Nobelpreis fĂŒr Literatur 2003), Waris Dirie (Somalia) und Damon Galgut (SĂŒdafrika).

Kunst

Musik

Die Musik spielt fĂŒr viele Afrikaner eine wichtige Rolle. Viele afrikanische Kulturen haben Tonsprachen, das heißt Sprachen, in denen die Tonhöhe zur Unterscheidung von Bedeutung benutzt wird; dies hat zum Teil erheblich Folgen. Zum Beispiel dadurch, dass mit auf Instrumenten gespielten Tonfolgen ein bedeutungsvoller und fĂŒr die Zuhörer verstĂ€ndlicher Text gespielt werden kann. Aber auch, dass Tonfolgen in Vokalmusik dem Sprachton unterworfen sein können. Über afrikanische Musik kann man nicht sprechen, ohne den Tanz einzuschließen. Viele afrikanische Sprachen haben ein gemeinsames Wort fĂŒr die beiden in „westlicher“ Kultur zumeist unterschiedenen Konzepte. Historische Forschungen haben gezeigt, dass afrikanische Musikkulturen niemals statisch, sondern im Gegenteil ĂŒberaus dynamisch waren und sind.

Verschiedene Tonsysteme, Musiken in VerknĂŒpfung mit Kult, ReprĂ€sentation, dörflichen Festen, stĂ€dtischer Unterhaltung, seit Anfang des 20. Jahrhunderts eine kommerzielle Musik-Industrie (Schellack-Platten) existieren jeweils unter lokal verschiedenen Bedingungen und sorgen so fĂŒr eine große DiversitĂ€t afrikanischer Musik; unter dem Einfluss der nord- und lateinamerikanischen Popularmusik bildete sich die Afrikanische Popularmusik in vielen Spielarten aus.

Eine grobe Einteilung in Stilgebiete unterscheidet den von den Khoisan geprĂ€gten SĂŒden vom Bantusprachigen Zentralafrika und den mehr oder weniger islamisch beeinflussten Regionen Ost- wie Westafrikas.

Philosophie

Philosophische Inhalte werden zum Großteil noch immer ĂŒber nicht-schriftliche Medien, wie beispielsweise mĂŒndliche Überlieferung, vermittelt, da die meisten afrikanischen Völker keine Schriftform entwickelten. Dementsprechend schwierig gestaltet sich der Umgang mit dem philosophischen Erbe Afrikas. Amadou HampĂątĂ© BĂą drĂŒckte es einmal so aus: Es verbrenne immer eine ganze Bibliothek, wenn ein Alter stirbt. Dichter wie NgĆ©gÄ© wa Thiong’o schreiben zudem aus Protest gegen den ihrer Meinung nach eurozentristischen Blick hiesiger Wissenschaften und aufgrund ihres Zielpublikums in ihrer eigenen Sprache, fĂŒr die oft noch keine Schriftform existierte. Schriftformen wurden erst in den letzten Jahrzehnten, hĂ€ufig unter Mithilfe europĂ€ischer Missionsgesellschaften, entwickelt. Philosophen und Theoretiker sind einem europĂ€ischen Publikum meist aus dem Zusammenhang kultureller Befreiungsversuche bekannt.

Sport

Organisationen

Politische Organisationen

  • Afrikanische Union (AU, frĂŒher OAU)

Wirtschaftliche Organisationen

  • Zentralafrikanische Wirtschafts- und WĂ€hrungsgemeinschaft
  • Westafrikanische Wirtschafts- und WĂ€hrungsunion
  • Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft
  • SĂŒdafrikanische Entwicklungsgemeinschaft
  • Gemeinsamer Markt fĂŒr das Östliche und SĂŒdliche Afrika
  • Ostafrikanische Gemeinschaft

Andere

  • CAF Afrikanischer Fußballverband

Siehe auch

  • Äthiopische, Nord-, Schwarz-, SĂŒdafrikanische KĂŒche
  • Afrikanische Kultur
  • Afrikanistik im deutschen Sprachraum
  • Judentum in Afrika
  • Liste geographischer Rekorde in Afrika
  • Liste der UniversitĂ€ten in Afrika

Literatur

EinfĂŒhrungen und HandbĂŒcher

  • Thomas Bierschenk / Eva Spies (Hrsg.): 50 Years of Independence in Africa (= Africa Spectrum. Vol. 45, No. 3). GIGA, 2010, ISSN 0002-0397, DNB 1024414175 (englisch, uni-hamburg.de [PDF; 208 kB; abgerufen am 29. September 2016] Online Ausgabe ISSN 1868-6869). 
  • Thomas Bierschenk / Eva Spies (Hrsg.): 50 Jahre UnabhĂ€ngigkeit in Afrika. KontinuitĂ€ten, BrĂŒche, Perspektiven (= Mainzer Beitrage zur Afrikaforschung. Band 29). RĂŒdiger Köppe Verlag, Köln 2012, ISBN 978-3-89645-829-2. 
  • BartholomĂ€us Grill: Ach, Afrika. Berichte aus dem Inneren eines Kontinents. Goldmann Verlag, MĂŒnchen 2005, ISBN 3-442-15337-9. 
  • Jacob Emmanuel Mabe (Hrsg.): Das Afrika-Lexikon. Ein Kontinent in 1000 Stichwörtern. Verlag J. B. Metzler, Stuttgart 2004, ISBN 3-476-02046-0 (Erstausgabe: Peter Hammer Verlag GmbH, Wuppertal 2001, ISBN 3-87294-885-7 sowie ISBN 3-7795-0020-5). 
  • Jacob Emmanuel Mabe (Hrsg.): Das kleine Afrika-Lexikon. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft (= Schriftenreihe der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung. Band 437). bpb, Bonn 2004, ISBN 3-89331-538-1 (bpb Online Version [PDF; 715 kB; abgerufen am 29. September 2016] gekĂŒrzt aus: Das Afrika-Lexikon). 
  • Christoph Plate / Theo Sommer (Hrsg.): Der bunte Kontinent. Ein neuer Blick auf Afrika. Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart / MĂŒnchen 2001, ISBN 3-421-05463-0. 
  • Walter Schicho: Handbuch Afrika. 3 BĂ€nde. Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 978-3-86099-120-6. 
  • Heinrich Schiffers [Mitarb.]: Afrika (= Harms Erdkunde in entwickelnder, anschaulicher Darstellung. Band 5). Neubearb. 9. Aufl. Verlag Paul List, MĂŒnchen / Frankfurt / Berlin / Hamburg / Essen 1973, ISBN 978-3-471-18853-8. 

Gesamtdarstellungen

  • Jacques Maquet, Herbert Ganslmayr: Afrika. Die schwarzen Zivilisationen. Kindler Verlag, MĂŒnchen 1985, DNB 750489561. 
  • Christoph Marx: Geschichte Afrikas. Von 1800 bis zur Gegenwart. Ferdinand Schöningh, Paderborn / MĂŒnchen / Wien / ZĂŒrich 2004, ISBN 978-3-506-71748-1. 
  • John Iliffe: Geschichte Afrikas. C.H. Beck, MĂŒnchen 1997, ISBN 978-3-406-42811-1. 
  • Joseph Ki-Zerbo: 'Die Geschichte Schwarz-Afrikas. FISCHER Taschenbuch, Frankfurt am Main 1993, ISBN 978-3-596-26417-9. 
  • Theodorum Danckert: Planokarte Afrika. Historische Landkarte um 1690. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2000, ISBN 978-3-932554-69-8 (Originaltitel: „Totius Africae Accuratissima Tabula Authore 
“ 1698.). 
  • Winfried Speitkamp: Kleine Geschichte Afrikas. Reclam-Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-15-010643-3. 
  • Emmanuel Akyeampong u. a. (Hrsg.): Africa's Development in Historical Perspective. Cambridge University Press, 2014, ISBN 978-1-107-69120-9 (englisch). 

Spezielle Aspekte

  • Research Group on African Development Perspectives (Hrsg.): African development perspectives yearbook. Bremen, DNB 015836495 (englisch, seit 1989 bislang 18 BĂ€nde (Stand 2016) zu politischen und wirtschaftlichen Themen). 
  • Franz Ansprenger: Politische Geschichte Afrikas im 20. Jahrhundert. 2. neubearb. u. erw. Auflage. C.H. Beck Verlag, MĂŒnchen 1997, ISBN 3-406-34060-1. 
  • Susan Arndt unter Mitarb. von Heiko Thierl und Ralf Walther (Hrsg.): AfrikaBilder. Studien zu Rassismus in Deutschland. Unrast Verlag, MĂŒnster, ISBN 3-89771-407-8. 
  • Susan Arndt, Antje Hornscheidt (Hrsg.): Afrika und die deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. Unrast Verlag, MĂŒnster 2004, ISBN 3-89771-424-8. 
  • Tom Burgis: Der Fluch des Reichtums – Warlords, Konzerne, Schmuggler und die PlĂŒnderung Afrikas, Westend, Frankfurt 2016, ISBN 978-3-86489-148-9
  • Walter Eberlei: Afrikas Wege aus der Armutsfalle. Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-86099-611-9. 
  • Gerhard Hauck: Gesellschaft und Staat in Afrika. Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-86099-226-0. 
  • Dominic Johnson: Afrika vor dem großen Sprung. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2011, ISBN 978-3-8031-2656-6. 
  • Ryszard KapuƛciƄski: Afrikanisches Fieber. Erfahrungen aus vierzig Jahren. Eichborn Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-492-23298-1. 
  • United Nations Environment Programme (UNEP) (Hrsg.): Africa Environment Outlook 2 – Our Environment, Our Wealth (AEO-2). Nairobi, Kenya 2006, ISBN 92-807-2691-9 (englisch, 572 S., Full Report online [PDF; 21,7 MB; abgerufen am 30. September 2016] siehe http://www.unep.org). 
  • United Nations Environment Programme (UNEP) (Hrsg.): Africa Water Atlas. Division of Early Warning and Assessment (DEWA). Nairobi, Kenya 2010, ISBN 978-92-807-3110-1 (englisch, 322 S., Africa Water Atlas [PDF; 40,0 MB; abgerufen am 30. September 2016]). 
  • Thomas SchlĂŒter: Geological Atlas of Africa. With Notes on Stratigraphy, Tectonics, Economic Geology, Geohazards and Geosites of Each Country. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 2005, ISBN 3-540-29144-X (englisch). 
  • NgĆ©gÄ© wa Thiong’o: Moving the Centre. Essays ĂŒber die Befreiung afrikanischer Kulturen. Hrsg.: Arbeitskreis Afrika. Unrast Verlag, MĂŒnster 1995, ISBN 3-928300-27-X (Übersetzt von Jörg W. Rademacher). 

Weblinks

  • Linkkatalog zum Thema Afrika bei curlie.org (ehemals DMOZ)
  • Schwerpunkt Afrika bei der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung (2005)
  • , Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung (2016) (Memento vom 14. September 2016 im Internet Archive)
  • Sondersammelgebiet 6.31 Afrika SĂŒdlich der Sahara
  • Überblick und Karten zum Klima in allen Regionen Afrikas
  • Library of Congress – Country Studies – Africa (englisch)
  • The Story of Africa – BBC World Service (englisch)
  • ilissAfrica (internet library sub-saharan Africa) Das deutsche Fachportal fĂŒr die Afrikastudien
  • Aluka, Building a digital library of scholarly resources from and about Africa (Memento vom 19. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)
  • Histoire gĂ©nĂ©rale de l’Afrique – Collection UNESCO (Memento vom 6. November 2008 im Internet Archive) (französisch)
  • Gallica – Voyages en Afrique de la BibliothĂšque Nationale de France (französisch) (Memento vom 2. Oktober 2007 im Internet Archive)
  • Links von Karen Fung, African Collection, Stanford Libraries (englisch)
  • Links von Peter Limb, Africana Bibliographer, Michigan State University (englisch) (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive)

Einzelnachweise

 

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