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Staat Informationen : Laos

Informationen:


Laos ([ˈlaːɔs], laotisch àș›àș°à»€àș—àș”àș„àșČàș§, amtlich àșȘàșČàș—àșČàș„àș°àș™àș°àș„àș±àș” àș›àș°àșŠàșČàș—àșŽàș›àș°à»„àș• àș›àș°àșŠàșČàșŠàș»àș™àș„àșČàș§, transkribiert Sathalanalat Paxathipatai Paxaxon Lao, deutsch Demokratische Volksrepublik Laos) ist der einzige Binnenstaat in SĂŒdostasien.

Der Staat Laos grenzt an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar und hat etwa 7 Millionen Einwohner auf einer FlĂ€che von 236.800 kmÂČ; Hauptstadt und grĂ¶ĂŸte Stadt ist Vientiane.

Geographie

Lage

Der schmale SĂŒdteil von Laos liegt auf der Indochinesischen Halbinsel zwischen Vietnam im Osten, Kambodscha im SĂŒden und Thailand im Westen. Der Nordteil des Landes liegt auf dem eigentlichen sĂŒdostasiatischen Festland, dort teilt sich Laos zudem Grenzen mit Myanmar und der sĂŒdchinesischen Provinz Yunnan.

Klima

In Laos herrscht tropisches Klima mit hohen Temperaturen, wobei es durch die großen Höhenunterschiede regional zu starken Temperaturschwankungen kommen kann. Das Klima wird sehr stark von den Monsunen beeinflusst. Von Mai bis Oktober herrscht der Sommer- oder SĂŒdwestmonsun, der mit starken NiederschlĂ€gen und hoher Luftfeuchtigkeit verbunden ist. In dieser Zeit fĂ€llt eine Niederschlagsmenge von durchschnittlich 1778 Millimetern, wĂ€hrend zwischen November und Februar durch den Nordostmonsun ein trockenes und kĂŒhleres Klima anzutreffen ist. In den Monaten MĂ€rz und April herrscht feucht-heißes Klima.

Landschaft

Laos lÀsst sich topographisch in zwei Gebiete gliedern:

  • Ein vom Truong-Son-Gebirge geprĂ€gtes Gebiet zieht sich in Nord-SĂŒd-Richtung fast durch das gesamte Land und erreicht dabei Höhen ĂŒber 2000 Meter, sein höchster Berg ist der Phu Bia mit 2.819 m. Diese Gebirgsregion umfasst etwa neun Zehntel des Landes.
  • Die ĂŒbrige Region, in der sich auch die Hauptstadt Vientiane befindet, ist ein kleines Tiefland an der SĂŒd- und SĂŒdwestgrenze zu Thailand.

Der bedeutendste Fluss ist der Mekong, der in Tibet entspringt und sich bei Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) in ein ĂŒber 39.000 kmÂČ ausgedehntes Flussdelta verĂ€stelt. Das Mekongdelta entwĂ€ssert in das SĂŒdchinesische Meer. Der Mekong bildet auf einer LĂ€nge von etwa 1000 Kilometern die Grenze zu Thailand und auch zu Myanmar; insgesamt berĂŒhrt er laotisches Territorium auf 1.898 Kilometern. Der grĂ¶ĂŸte Teil des Landes entwĂ€ssert somit in das SĂŒdchinesische Meer. Nur 12 % des Territoriums, ganz im Nordosten, entwĂ€ssern in den Golf von Tonkin. Am Mekong liegen die Hauptstadt Vientiane und die Stadt Luang Prabang. NebenflĂŒsse des Mekong sind der Nam Ou, Nam Ngum (mit der Nam-Ngum-Talsperre) und der Nam Xebanghieng.

Umwelt

Durch großflĂ€chige Entwaldungen in den letzten Jahrzehnten sank der Grundwasserspiegel in manchen Gebieten, was zu einer prekĂ€ren Trinkwassersituation in Laos fĂŒhrte. Zudem ist durch die Vernichtung des Lebensraumes von Flora und Fauna eine Vielzahl der Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Im Jahr 1996 galten 68 Arten von SĂ€ugetieren, Vögeln, Reptilien und Fischen als gefĂ€hrdet. Mittlerweile sind jedoch etwa 14 Prozent des Territoriums geschĂŒtzt. Der Wald ist vor allem durch die Holzgewinnung, durch Rodung zur Ackerlandgewinnung und durch die Brennstoffgewinnung gefĂ€hrdet, wobei etwa 8 Prozent des Energiebedarfs des Landes mit Holz gedeckt werden. Der jĂ€hrliche Waldverlust wird auf etwa 3000 Quadratkilometer geschĂ€tzt.

Ein großes Umweltproblem von Laos sind BlindgĂ€nger, die aus dem Vietnamkrieg stammen. Sie machen das Land zu einem der Staaten mit den grĂ¶ĂŸten Mengen an nicht explodiertem Kriegsmaterial im Boden. Von den mehr als 2 Millionen Tonnen Bomben, die zwischen 1964 und 1973 von den amerikanischen LuftstreitkrĂ€ften in mehr als 530.000 Fliegerangriffen ĂŒber Laos abgeworfen wurden, sind bis heute etwa 50 Prozent des Territoriums betroffen. FĂŒr einen landwirtschaftlich geprĂ€gten Staat wie Laos stellt dies ein großes Problem dar, da regelmĂ€ĂŸig Menschen durch BlindgĂ€nger verletzt oder getötet werden. Das UXO-LAO-Projekt, welches sich mit der AufklĂ€rung der Bevölkerung und der Beseitigung von BlindgĂ€ngern beschĂ€ftigt, ist einer der grĂ¶ĂŸten Arbeitgeber des Landes und wird von der UNDP sowie einigen Industriestaaten und Hilfsorganisationen finanziert, jedoch nicht durch den Verursacher die USA.

Flora und Fauna

Das Land ist etwa zu 50 % bewaldet. Es gibt sowohl tropische RegenwÀlder als auch MonsunwÀlder. Rund 8 % der WÀlder werden als Urwald eingestuft.

Laos beheimatete Raubtierarten wie Leoparden und Tiger. Seit 2013 ist davon auszugehen, dass nach dem Indochinesischen Leopard auch der Indochinesische Tiger im Nationalpark Nam Et-Phou Louey ausgerottet ist und Tiger damit nicht mehr in Laos vorkommen.

Arbeitselefanten werden wie in den anderen LĂ€ndern SĂŒdostasiens als Lasttiere eingesetzt.

Bevölkerung

Die Bevölkerung von etwa 7,3 Millionen verteilt sich sehr ungleichmĂ€ĂŸig ĂŒber das Territorium. Die grĂ¶ĂŸte Bevölkerungsdichte weisen die Ebenen am Mekong auf, darunter besonders die Region um die Hauptstadt. Die bergigen Gebiete im Osten und Norden sind sehr dĂŒnn besiedelt.

Der Median des Alters der Bevölkerung lag im Jahr 2020 bei 24,4 Jahren. Die Anzahl der Geburten pro Frau lag 2020 statistisch bei 2,6.

Urbanisierung und StÀdte

Siehe auch: Liste der StÀdte in Laos

Im Jahr 2020 lebten 36 % der Einwohner von Laos in StĂ€dten. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung schreitet die Urbanisierung rasch voran und die stĂ€dtische Bevölkerung wĂ€chst jĂ€hrlich um ca. 5 %. Das grĂ¶ĂŸte urbane Ballungszentrum, Vientiane, hat eine Bevölkerung von ungefĂ€hr 600.000. Die grĂ¶ĂŸten StĂ€dte in Laos sind (Stand 1. MĂ€rz 2015) Vientiane (620.157 Einwohner), Savannakhet (91.684 Einwohner), Pakse (PakxĂ©) (68.093 Einwohner), Luang Prabang (66.781 Einwohner) und Phonsavan (48.643 Einwohner).

Ethnien

Die ethnische Bevölkerungszusammensetzung von Laos ist umstritten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts teilte die französische Kolonialmacht die Bevölkerung zunĂ€chst anhand phĂ€notypischer Merkmale ein, wobei die „Lao“, „Kha“ und „Tai“ die grĂ¶ĂŸten Gruppen stellten. Das laotische Königreich ĂŒbernahm diese Klassifizierung zunĂ€chst, fasste jedoch „Tai“ und „Lao“ zu einer Gruppe zusammen, was zur vermutlich nicht politisch intendierten UnterschĂ€tzung der „Kha“ fĂŒhrte, auch weil diese schlechter zugĂ€ngliche Gebiete besiedelten. In den spĂ€ten 1950ern wurde dann das bis heute von staatlicher und vereinzelt sogar noch von wissenschaftlicher Seite benutzte Klassifizierungsschema entwickelt, dabei werden drei Hauptgruppen unterschieden: Die Lao Loum („Tiefland-Laoten“), die Lao Theung („Berghang-Laoten“) und die Lao Soung („Hochland-Laoten“) sind zwar pro forma ethnisch-kulturell definiert, entsprechen jedoch exakt den alten rassischen Kategorien der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich. Diese Klassifizierung wurde mit der MachtĂŒbernahme der Kommunisten 1975 abermals staatlicherseits modifiziert.

Aufbauend auf einem leninistischen Nationenbild und vor dem Hintergrund der vietnamesischen NationalitĂ€tenpolitik wurde den verschiedenen, insbesondere in den Bergregionen Laos’ ansĂ€ssigen ethnischen Gruppen mehr Bedeutung eingerĂ€umt. In der Folge verfolgte das leninistische Regime mittels pseudowissenschaftlicher Studien eine Politik, die rigide ethnische IdentitĂ€ten produzierte, welche sowohl eine „Zivilisierung rĂŒckstĂ€ndiger Gruppen“ als auch eine Integration von Angehörigen ethnischer Minderheiten in den Regierungsapparat bewirken sollte. Der Zensus von 1985 unterschied 68 Ethnien mit 820 ethnischen Untergruppen. 1995 unterschied der Zensus nach langen Beratungen 47 Ethnien; bei der VolkszĂ€hlung 2000 waren es 49 ethnische Gruppen.

Im Jahre 2017 waren 0,7 % der Bevölkerung im Ausland geboren.

Sprache und Schrift

Aus linguistischer Sicht gibt es in Laos vier große Sprachfamilien, nĂ€mlich die Tai-Kadai, Mon-Khmer, Tibeto-Birmanische und die Hmong-Yao-Familien. Diese Unterteilung ist Gegenstand von Diskussionen und Änderungen – bei der VolkszĂ€hlung 1985 unterschied man noch sechs Sprachfamilien.

Laos ist, speziell in Anbetracht der niedrigen Einwohnerzahl, ein Land mit außerordentlicher linguistischer Vielfalt, die aber aufgrund der Abgeschiedenheit noch sehr wenig erforscht ist. So ist die genaue Anzahl der unterscheidbaren Sprachen unbekannt und wird mit 70 bis 120 angegeben.

Die Sprachen gehören zu vier verschiedenen Sprachgruppen:

  • Tai-Sprachen, deren sĂŒdwestliche und nördliche Zweige bereits seit etwa 2000 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Laos gesprochen werden. Die Anwesenheit dieser Sprachen ist das Ergebnis der SĂŒdwestmigration von Tai-Völkern aus SĂŒdwestchina vor etwa 2000 Jahren. Zu den Tai-Sprachen gehört auch die Amtssprache des Landes, die laotische Sprache.
  • Lolo-birmanische Sprachen (Zweig der tibeto-birmanischen Sprachen)
  • Miao-Yao-Sprachen werden in Laos erst seit etwa 200 Jahren gesprochen, sie kamen mit Migranten aus SĂŒdwestchina ins Land.
  • Mon-Khmer-Sprachen, die vor der Ankunft aller anderen Sprachen vorherrschten. Sie sind geographisch am weitesten verbreitet und weisen die höchste interne DiversitĂ€t auf. Viele dieser Sprachen stehen jedoch kurz vor dem Aussterben. Andere, speziell im Norden verbreitete Sprachen sind fester Bestandteil des Kulturlebens der dortigen Bevölkerung, wie etwa das Khmu.

Die Amtssprache in Laos ist Laotisch, das eine Tonsprache ist und große Ähnlichkeit zum ThailĂ€ndischen hat. Sie wird von etwa zwei Millionen Menschen in Laos als Muttersprache gesprochen, dazu kommen etwa 20 Millionen Personen in Nordthailand, die einen thailĂ€ndischen Dialekt sprechen, der dem Laotischen sehr Ă€hnlich ist. Das Laotische ist zur Kommunikationssprache zwischen den laotischen und nichtlaotischen Volksgruppen des Landes geworden. Es gibt eine eigene laotische Schrift, deren Entwicklung auf einen Ursprung in der indischen Brahmi-Schrift zurĂŒckzufĂŒhren ist, wie dies bei den meisten nicht romanisierten Schriften SĂŒdostasiens der Fall ist. Auch die laotische Schrift weist große Ähnlichkeiten mit der thailĂ€ndischen auf.

Obwohl das Laotische Amtssprache ist und die Regierung versucht, die Benutzung dieser Sprache im ganzen Land durchzusetzen, beherrscht sie nicht jeder Einwohner des Landes. Das liegt vor allem an der schwachen Infrastruktur, aber auch am Verbreitungsgrad anderer Sprachen, speziell der Hmong-Sprachen. Das Vordringen des Laotischen geht aber schnell voran, vor allem durch die Medien und durch Binnenmigration aus dem Bergland in die Ebenen.

Die beiden bedeutendsten Fremdsprachen in Laos sind Thai und Vietnamesisch. ThailĂ€ndisch ist fĂŒr Laoten sehr leicht erlernbar und ist im Land vor allem durch die thailĂ€ndischen Medien prĂ€sent, jedoch auch durch laotische Gastarbeiter, die zeitweilig in Thailand arbeiten. Vietnamesisch wird entlang der Grenze zu Vietnam gesprochen, um den Grenzverkehr zu erleichtern, daneben gibt es in den StĂ€dten bedeutende Gruppen von Vietnamesen. Die französische Sprache ist aufgrund der kolonialen Vergangenheit bedeutend und wird mehrheitlich in der laotischen Elite noch gelernt. Laos ist Vollmitglied der Frankophonie, der Gemeinschaft französischsprachiger Staaten. Es ist Tradition, dass der laotische PrĂ€sident und der Außenminister die französische Sprache beherrschen. Mittlerweile wird sie jedoch zunehmend von Englisch, der einzigen offiziellen ASEAN-Sprache, verdrĂ€ngt.

Religion

Laotische Kulturpraktiken sind oft religiös geprĂ€gt. Die buddhistischen Tempel bildeten in frĂŒheren Zeiten in jedem Dorf das geistige Zentrum. Das Leben der laotischen Bevölkerung war von der Religion bestimmt, und die meisten Alltagshandlungen erfolgten nach dem buddhistischen Kalender. Vientiane und Luang Prabang sind als StĂ€dte der tausend Tempel bekannt und weisen eine große Anzahl von Beispielen traditioneller Kunst und Architektur auf. Der Königspalast in Luang Prabang und der That-Luang-Stupa in Vientiane sind die bekanntesten NationalheiligtĂŒmer in Laos.

Die am weitesten verbreitete Religion in Laos ist der Theravada-Buddhismus, der um 800 in das Gebiet des heutigen Laos kam. Es ist eine verbreitete Sitte, dass Jungen oder junge MÀnner ein paar Tage bis Wochen in einem Tempel als Mönch verbringen. Ebenso haben viele Familien einen kleinen Altar in ihrem Haus.

Ethnische Religionen mit Ahnenkult und Animismus sind vor allem bei der Bevölkerung der Gebirgsregionen verbreitet, wobei die Angehörigen der Bergvölker teils zum Buddhismus ĂŒbergetreten sind, ohne ihren traditionellen Glauben völlig aufgegeben zu haben.

Kleine Gruppen von Muslimen, Christen (katholische Kirche von Laos und Protestanten in Laos) sowie AnhÀnger vietnamesischer und chinesischer Religionsgemeinschaften finden sich in den StÀdten.

Menschenrechtsorganisationen zufolge wird vor allem das Christentum als fremder Einfluss gesehen, und die ReligionsausĂŒbung der Christen unterliegt massiven EinschrĂ€nkungen, wĂ€hrend die Religionsfreiheit der Buddhisten durch die Regierung weitgehend sichergestellt wird.

Laut einer Studie aus dem Jahre 2010 waren 66,3 % der Bevölkerung Buddhisten, 30,7 % AnhÀnger ethnischer Religionen, 1,5 % Christen, 0,01 % Muslime, und 0,9 % gehörten keiner Religion an.

Gesundheit

Aufgrund der maroden Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung ist in ganz Laos Malaria verbreitet, wobei das Infektionsrisiko in und um Vientiane deutlich niedriger ist als anderswo. Zwischen Mai und Oktober ist das Malariarisiko am höchsten. Einige der vorkommenden Malariaerreger sind gegen bestimmte Prophylaxemedikamente bereits resistent. Weitere Krankheiten, die von StechmĂŒcken ĂŒbertragen werden, sind Denguefieber und Japanische Enzephalitis, daneben sind Hepatitis A und Typhus weitere Krankheiten, gegen die Touristen zeitig genug vor der Einreise nach Laos geimpft sein mĂŒssen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 67 Jahren (Stand April 2017).

Auf einen Arzt kommen 5393 Einwohner. Das vom Gesundheitsministerium unterhaltene Gesundheitswesen stellt Einrichtungen zur mobilen GesundheitsfĂŒrsorge und stellt pro 389 Einwohner ein Krankenhausbett zur VerfĂŒgung. Das bedeutendste Krankenhaus des Landes ist das Mahasot Hospital in der Hauptstadt Vientiane. Einen staatlich organisierten Rettungsdienst gibt es in Laos nicht.

Vorbereitet sein mĂŒssen Reisende auch auf Durchfallerkrankungen sowie Dehydratation. HIV/AIDS ist in Laos noch wenig verbreitet, auch wenn offizielle Statistiken nicht zuverlĂ€ssig sind. Laos ist jedoch von LĂ€ndern umgeben, in denen HIV ein allgemeines Problem geworden ist. Durch verstĂ€rkte Migration innerhalb SĂŒdostasiens, etwa laotischer Arbeitsmigranten in die NachbarlĂ€nder oder auslĂ€ndischer Erwerbspersonen nach Laos, sowie den Tourismus und den weiterhin niedrigen sozialen Status der Frau wird sich HIV wahrscheinlich auch in Laos weiter ausbreiten, obwohl es Regierungsinitiativen zur HIV-AufklĂ€rung gibt.

Im Jahre 2015 waren 17,1 % der Bevölkerung unterernÀhrt. Im Jahr 2000 waren es noch 37,6 % der Bevölkerung.

Drogenproblem

Mit Opium sind die Bewohner des heutigen Laos seit dem 18. Jahrhundert vertraut, als der Opiumhandel mit China begann und sich infolge dessen die Drogensucht im Land ausbreitete. Das Wissen ĂŒber die Produktion von Opium kam im frĂŒhen 19. Jahrhundert mit den einwandernden Hmong nach Laos.

Seit 1899 ließ die französische Kolonialverwaltung kontrolliert Opium produzieren und die Produktion unter ein staatliches Monopol stellen, unter dem 1928 75 t Opium ĂŒber lizenzierte HĂ€ndler vertrieben wurden, dazu kam Schmuggelware aus der nahegelegenen chinesischen Provinz Yunnan. Die eingewanderten Hmong produzierten 1909 3,5 t, nach den AufstĂ€nden 1919–1922 und 1923 jedoch schon 23 t, ab 1930 wurde durch verstĂ€rkte Kontrolle der Anbau fast vollstĂ€ndig unterdrĂŒckt. Die unter japanischer Besatzung weiterbestehende vichytreue Verwaltung sah sich aus fiskalischen GrĂŒnden gezwungen, in ganz Indochina, in dem zu dieser Zeit bis zu 100.000 DrogenabhĂ€ngige lebten, den Anbau auszubauen. Die ans Monopol durch ZwischenhĂ€ndler wie Touby Lyfoung abgelieferte Menge stieg von 7,5 t 1940 auf 60 t vier Jahre spĂ€ter.

Im ersten Indochinakrieg nutzte die vom französischen Geheimdienst SDECE aufgestellte Einheit GCMA unter dem Kommando des berĂŒchtigten Roger Trinquier das in Laos angebaute Opium, um bis 1954 ihren Krieg gegen die KĂ€mpfer der Pathet Lao zu finanzieren.

Offiziell hatte Laos das aus französischer Zeit ĂŒbernommene Opiummonopol (Opium RĂ©gie du Laos) 1961 abgeschafft und den Opiumhandel unter Strafe gestellt. Anbau und Export, die ursprĂŒnglich zur Finanzierung der GCMA bis 1954 massiv ausgeweitet worden waren, gingen jedoch weiter. Unter General Phoumi Nosavan war der Luftwaffengeneral Ouane Rattikone ab 1962 beauftragt, die OpiumgeschĂ€fte der Regierung zu leiten. Zu dieser Zeit wurde monatlich etwa 1 t Opium an die Kumpanen von Nguyen Kao Ky in SĂŒdvietnam geliefert, die es zielgerichtet an US-amerikanische Soldaten verkauften. Die Exporte verdreifachten sich bis 1964. Nachdem Ouane 1965 den stellvertretenden Premierminister Phoumi vertrieben hatte, ĂŒbernahm er den Opiumhandel besonders im Nordwesten selbst. ZunĂ€chst schaltete er als Transporteure die Air Laos Commerciale aus, wodurch sich jedoch logistische Probleme ergaben. Um eine SchwĂ€chung der Luftwaffe zu vermeiden, kaufte die amerikanische Entwicklungshilfeorganisation USAID fĂŒr ihn und den im Nordosten operierenden Vang Pao zwei Douglas-DC-3-Transportmaschinen. Es wurde eine Fabrik betrieben, die ab 1965 Heroin der Marke Double-U-O Globe produzierte.

In den frĂŒhen 1970er Jahren wurde die Anzahl der opiumabhĂ€ngigen Einwohner auf 50.000 geschĂ€tzt. FĂŒr 1992 wurde geschĂ€tzt, dass etwa zwei Prozent der Bevölkerung opiumabhĂ€ngig waren. Die AnbauflĂ€che betrug 15.000–20.000 ha, mit einer Produktion von 60–140 t. 60 Prozent der AbhĂ€ngigen waren Bewohner der bergigen Regionen im Norden des Landes. FĂŒr 1995 wurde geschĂ€tzt, dass Laos 80 Tonnen Opium fĂŒr den eigenen Verbrauch produzierte und weiterhin 40 bis 60 Tonnen exportierte. Damit war Laos nach Afghanistan und Myanmar die drittwichtigste opiumproduzierende Nation.

Erst seit 1996 werden Produktion, Vertrieb und Konsum von Opium tatsĂ€chlich bestraft. Trotzdem wurde fĂŒr 2001 eine Zahl von 58.000 DrogenabhĂ€ngigen geschĂ€tzt. In zunehmendem Maße werden neben Opium auch Heroin, Amphetamine und Klebstoffe als Rauschmittel konsumiert.

Die Regierung von Laos versucht in Zusammenarbeit mit dem UNDP und Nichtregierungsorganisationen, das Problem des Drogenmissbrauches zu bekĂ€mpfen. Schwerpunkt ist es, den Produzenten von Opium eine alternative Einkommensquelle zu bieten. Parallel dazu werden Bildungsprogramme in den betroffenen Regionen durchgefĂŒhrt. Es werden Projekte zur Vorbeugung und Behandlung von Drogenmissbrauch, die im Einklang mit der lokalen Kultur stehen, gestartet. Daneben gibt es Maßnahmen zur Durchsetzung des Gesetzes ĂŒber den Opiumhandel. Art. 135 des Strafgesetzbuches sieht fĂŒr DrogenhĂ€ndler die Todesstrafe vor, die aber bisher noch nicht angewendet wurde. Das Fehlen ihres einzigen „cash crop“ fĂŒhrt zur Verarmung. Ziel der Regierung war es, im Jahr 2015 drogenfrei zu sein.

Bildung

Laos verzeichnete 2015 eine Alphabetisierungsrate von rund 85 % (90 % bei MĂ€nnern, knapp 80 % bei Frauen). Noch Anfang der 2000er Jahre konnten nur zwei Drittel der MĂ€nner und ein Drittel der Frauen ĂŒber 15 Jahren lesen und schreiben. Viele laotische Kinder brechen vorzeitig die Grundschule ab, um zum Lebensunterhalt der Familie etwas beitragen zu können, insbesondere in der Feldarbeit.

In grĂ¶ĂŸeren Ortschaften gibt es Grundschulen, die vor allem von privaten und internationalen Organisationen wie zum Beispiel UNICEF gesponsert werden. In den sehr lĂ€ndlichen Gebieten, vor allem in den Bergregionen, existieren zentrale Grundschulen, die die schulische Ausbildung der Einwohner vieler Ortschaften sicherstellen. Dadurch sind oft sehr weite Wege (20 km und mehr, meist zu Fuß) zurĂŒckzulegen, eine Schulbuseinrichtung in lĂ€ndlichen Gebieten existiert nicht, in den meisten Regionen gelten Mofas und selbst FahrrĂ€der als LuxusgĂŒter. WeiterfĂŒhrende Schulen sind kostenpflichtig, was dazu beitrĂ€gt, dass nur wenige Menschen eine solche Schule besuchen können. Die offizielle Dauer der Schulpflicht in Laos betrĂ€gt 8 Jahre, laut UNESCO liegt die Einschulungsquote (Stand 2008) bei 83 %. In Laos herrscht Schuluniformpflicht. In grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten – z. B. in Phonsavan und in Thakhek – gibt es KindergĂ€rten nach DDR-Vorbild, die auch auf laotisch „kindergarten“ genannt werden.

Das Schulsystem Laos’ wurde ab 1975 von der Regierung wiederaufgebaut. Es besteht regulĂ€r aus elf Schuljahren und gliedert sich folgendermaßen: Grundschule (ab dem sechsten Lebensjahr) fĂŒnf Jahre, untere Sekundarstufe drei Jahre, obere Sekundarstufe drei Jahre. Unterrichtet wird in der Landessprache Laotisch. An einigen Schulen werden außerdem die Fremdsprachen Französisch und Englisch gelehrt.

1996 wurden die elf Hochschulen des Landes zur NationaluniversitĂ€t Laos (National University of Laos, NUOL) zusammengefasst. Die meisten Einrichtungen befinden sich in der Hauptstadt Vientiane, manche sind auch in Luang Prabang oder in anderen grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten. Die UniversitĂ€t umfasst folgende FakultĂ€ten: Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Architektur, Sozialwissenschaften, Landwirtschaft, Forstwissenschaft, PĂ€dagogik/Bildung, Ökonomie, Recht, Politik, Schriftlehre und Medizin. Außerdem gibt es ein Zentrum fĂŒr nachhaltige Entwicklung sowie die School of Foundation Studies. Vor Studienbeginn mĂŒssen alle AnwĂ€rter die zweijĂ€hrige School of Foundation Studies besuchen, was in etwa der gymnasialen Oberstufe entspricht. Momentan werden an der NUOL rund 26.600 Studenten ausgebildet (Stand 2008).

Geschichte

ArchĂ€ologische Funde in den Provinzen Houaphan und Luang Prabang belegen menschliche AktivitĂ€t auf dem Gebiet des heutigen Laos vor etwa 40.000 Jahren. Siedlungen sesshafter, Landwirtschaft betreibender Bewohner gab es um 4000 v. Chr., wĂ€hrend Funde in GrabstĂ€tten aus der Zeit um 1500 v. Chr. auf eine komplexe, entwickelte Gesellschaft schließen lassen. Ab etwa 700 v. Chr. wurden im heutigen Laos Eisenwerkzeuge verwendet, die auf enge Kontakte mit benachbarten indischen und chinesischen Zivilisationen hindeuten. Auch die monumentalen SteinkrĂŒge in der Ebene der SteinkrĂŒge sind der Eisenzeit (etwa um die christliche Zeitenwende) zuzuordnen.

Die Ă€ltesten Volksgruppen des heutigen Laos sind die Lua und Khmu (oft zu Lao Theung – „Hochland-Laoten“ – zusammengefasst), die zur austroasiatischen Sprachfamilie gehören. Von den spĂ€ter eingewanderten Tai/Lao wurden sie als kha bezeichnet, was aber als abwertend angesehen wird, da es auch „Diener“ oder „Sklave“ bedeuten kann. Ihre Anwesenheit ist seit etwa 500 n. Chr. dokumentiert. Zu dieser Zeit gehörte der SĂŒden des heutigen Laos zum staatsĂ€hnlichen Gebilde Funan. In der sĂŒdlaotischen Provinz Champasak lag vermutlich die Stadt Shrestapura, eine der HauptstĂ€dte des vom 6. bis 8. Jahrhundert bestehenden Staatenverbunds Chenla, eines Nachfolgers Funans und VorlĂ€ufers des spĂ€teren Khmer-Reichs (Kambuja). Anfang des 8. Jahrhunderts spaltete sich Chenla chinesischen Chroniken zufolge in ein „Land-Chenla“ und ein „See-Chenla“. SĂŒdlaos gehörte zum Kerngebiet von „Land-Chenla“.

Tai-Völker, zu denen die Lao gehören, wanderten wahrscheinlich im Verlauf des 1. Jahrtausends aus China in die nördlichen Teile SĂŒdostasiens, auch in das nördliche Laos, ein. Als Lao werden die Tai-StĂ€mme bezeichnet, die sich im mittleren Mekongtal niederließen; ein weiteres Tai-Volk, die Phuan, siedelten sich hingegen in der „Ebene der SteinkrĂŒge“ an. Bis an die Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert konnten ‚Lao‘ und ‚T(h)ai‘ noch synonym verwendet werden, erst dann bildeten sich separate nationale IdentitĂ€ten heraus. Da die Tai/Lao in den FlusstĂ€lern siedelten und Nassreisfeldbau betrieben, die „kha“ hingegen an den BerghĂ€ngen, wo sie von Brandrodungsfeldbau lebten, koexistierten die beiden Volksgruppen weitgehend ohne Konkurrenz – eine Differenzierung, die zum Teil bis in die Gegenwart besteht. Die Lao bildeten – wie andere Tai-Völker SĂŒdostasiens – MĂŒang genannte StammesfĂŒrstentĂŒmer, die jeweils aus mehreren Dörfern bestanden und von einem Oberhaupt (chao) beherrscht wurden. Eines der Ă€ltesten MĂŒang war MĂŒang Sua, das heutige Luang Prabang, das wahrscheinlich im 11. Jahrhundert gegrĂŒndet wurde. Die Lao nahmen den Buddhismus an, pflegten aber auch weiterhin animistische Traditionen der Tai-Völker, etwa die Verehrung von Ahnen und Lokalgeistern (phi). Im 12. und 13. Jahrhundert gehörten weite Teile des heutigen Laos zum Machtbereich des Khmer-Reichs von Angkor.

Als Anfangspunkt der eigentlichen Geschichte Laos’ wird ĂŒblicherweise das Jahr 1353 angenommen, als der Herrscher von MĂŒang Sua, Fa Ngum (der zuvor als Kommandeur im Heer von Angkor gedient hatte), das Königreich Lan Xang Hom Khao, das „Reich der Millionen Elefanten unter einem weißen Schirm“, grĂŒndete. Lan Xang war kein einheitliches Reich, sondern ein Mandala, ein komplexes staatsĂ€hnliches Gebilde aus mehreren MĂŒang, die ein politisches und spirituelles Zentrum (bis 1563 Luang Prabang, anschließend Vientiane) und einen König als Oberherrscher anerkannten, aber in inneren Angelegenheiten autonom blieben. Die Herausbildung Lan Xangs wurde durch den Niedergang Angkors begĂŒnstigt. Zur Zeit seiner grĂ¶ĂŸten StĂ€rke umfasste der Einflussbereich Lan Xangs das gesamte heutige Laos, das heutige Nord- und Nordostthailand, Teile des myanmarischen Shan-Staats sowie Sipsong Panna in der heutigen sĂŒdchinesischen Provinz Yunnan. Lan Xang erreichte im 17. Jahrhundert unter König Sulinyavongsa seine BlĂŒtezeit, in der bemerkenswerte KulturgĂŒter, vor allem in Literatur und Dichtung, geschaffen wurden. Handel und Bildung erreichten in dieser Zeit ein hohes Niveau.

Nach Sulinyavongsas Tod zerfiel Lan Xang unter Thronfolgestreitigkeiten und wurde 1707 in drei separate Monarchien geteilt: Luang Prabang im Norden, Vientiane im Zentrum und Champasak im SĂŒden. Auch das kleinere FĂŒrstentum der Phuan in Xiang Khouang war zeitweise quasi unabhĂ€ngig. Sie alle waren jedoch wiederholten Invasionen der mĂ€chtigeren Nachbarn aus Birma, Siam (Thailand) und Vietnam ausgesetzt, die den Anspruch auf Oberherrschaft erhoben. Da Vietnam den Mekong als Westgrenze, Siam aber die Annamitische Kordillere als Ostgrenze seiner Einflusszone betrachtete, gehörte Laos zu beiden sich ĂŒberschneidenden MachtsphĂ€ren und bildete einen Puffer zwischen ihnen. Die verschiedenen Lao-Herrscher balancierten die beiden mĂ€chtigen Nachbarn aus, neigten mal dem einen, mal dem anderen zu, zeitweise zahlten sie auch beiden Seiten gleichzeitig Tribut. In inneren Angelegenheiten wahrten sie aber weitgehende Autonomie, wenngleich die Lao-MĂŒang im heutigen Nordostthailand (Isan) zunehmend unter die direkte Kontrolle Siams und Xiang Khouang unter diejenige Vietnams geriet.

1827 rebellierte König Anuvong von Vientiane gegen die siamesische Oberherrschaft. Seine Truppen wurden jedoch nach ersten Erfolgen zurĂŒckgeschlagen. Anuvong wurde in Bangkok öffentlich ausgestellt und hingerichtet. Er wird heute als laotischer Nationalheld verehrt, obwohl damals noch nicht an eine Nation Laos zu denken war. Das Königreich Vientiane verlor seine Autonomie, und die Hauptstadt wurde dem Erdboden gleichgemacht. Ein Großteil der Bevölkerung des heutigen Zentral-Laos wurde auf die westliche Seite des Mekong (ins heutige Thailand) verschleppt.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts erlangte Frankreich als Kolonialmacht immer stĂ€rkeren Einfluss im kontinentalen SĂŒdostasien. 1893 eroberten die Franzosen die linke Uferseite des Mekong und zwangen Siam zur Anerkennung des Mekong als Grenze. Die westlich des Mekong gelegenen von Laoten besiedelten Gebiete blieben dagegen bei Siam. Sie bilden bis heute den thailĂ€ndischen Isan. Der Mekong wurde von der Mittelader des laotischen Siedlungsgebiets zum Grenzfluss. Das heutige Laos wurde als Protektorat Laos in die französische Kolonie Französisch-Indochina eingegliedert. SĂ€mtliche PlĂ€ne fĂŒr die wirtschaftliche Entwicklung des Landes blieben jedoch unverwirklicht. Im frĂŒhen 20. Jahrhundert bildeten sich in Französisch-Indochina Widerstandsbewegungen gegen die Kolonialherrschaft; die Idee einer laotischen Nation entstand. Unter anderem grĂŒndete Ho Chi Minh 1930 die Kommunistische Partei Indochinas, deren Ziel die Vertreibung der Kolonialherren war.

Im Zweiten Weltkrieg war Laos von der japanischen Armee besetzt. Nachdem Japan bedingungslos kapituliert hatte und sich aus dem Land hatte zurĂŒckziehen mĂŒssen, erklĂ€rte Laos am 12. Oktober 1945 seine UnabhĂ€ngigkeit. Es gelangte jedoch wiederum unter die Herrschaft der Franzosen. Am 19. Juli 1949 wurde der französisch-laotische Vertrag unterzeichnet, der Laos zu einem unabhĂ€ngigen Mitglied innerhalb der Union française machen sollte. Daraufhin spaltete sich die Lao Issara („Freie/UnabhĂ€ngige Lao“ – UnabhĂ€ngigkeitsbewegung), da nur ein Teil der laotischen UnabhĂ€ngigkeitskĂ€mpfer mit diesem Vertrag zufrieden war. In den folgenden Jahren ging der Einfluss Frankreichs zurĂŒck, Wahlen fanden statt, und die USA gewannen an Einfluss. Frankreich unterlag schließlich in Vietnam, gab am 21. Juli 1954 wĂ€hrend der Indochinakonferenz (Genfer Konferenz) offiziell alle AnsprĂŒche in Indochina auf und sagte zu, seine Truppen abzuziehen und die UnabhĂ€ngigkeit Laos’ anzuerkennen, womit Laos schließlich seine vollstĂ€ndige SouverĂ€nitĂ€t erlangte. 1958 wurde das aktive und passive allgemeine Frauenwahlrecht eingefĂŒhrt.

Der Laotische BĂŒrgerkrieg war mit dem Vietnamkrieg verbunden. Die Nordvietnamesen unterstĂŒtzten die Pathet-Lao-Guerillas gegen die laotische Regierung, die von den Vereinigten Staaten unterstĂŒtzt wurde. Laos war im Vietnamkrieg offiziell neutral.1959 fiel Nordvietnam in Laos ein, um den Ho-Chi-Minh-Pfad zu kontrollieren und zu erweitern. Die CIA organisierte in den 1960er Jahren eine Guerilla-Gegenarmee, die sich aus Mitgliedern der Hmong-Leute von Long Cheng zusammensetzte, um gegen die Pathet Lao zu kĂ€mpfen. Dieser Konflikt war der internationalen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Die zu Beginn erfolgreiche Operation endete in einem Desaster und hatte den Tod und die Flucht vieler Hmong zur Folge. Der zu einem großen Teil durch Laos verlaufende Ho-Chi-Minh-Pfad war nur ein Teilaspekt im Kampf gegen den Kommunismus, so wurden ĂŒber Laos bei den amerikanischen FlĂ€chenbombardements pro Einwohner geschĂ€tzte 2,5 Tonnen an SprengsĂ€tzen abgeworfen. Daher gehört Laos zu den am schwersten bombardierten LĂ€ndern der Welt.

Nach dem Ende des Vietnamkrieges ĂŒbernahmen die kommunistisch geprĂ€gten KrĂ€fte des Pathet Lao durch eine – im Vergleich zum Geschehen im Nachbarland Kambodscha – unblutige Revolution im Jahre 1975 die Macht und proklamierten am 2. Dezember 1975 die Demokratische Volksrepublik Laos. Die Laotische RevolutionĂ€re Volkspartei wurde zur regierenden Partei des Landes bestimmt, und der erste Premierminister, Kaysone Phomvihane, blieb bis 1992 im Amt. Durch politische und wirtschaftliche Repressionen blieb das Land weiterhin unsicher und instabil, und etwa 10 % der Bevölkerung verließen Laos, vor allem in Richtung Thailand, Frankreich, USA und Australien.

Aufgrund von schwerwiegenden Wirtschaftsproblemen leitete Laos ab 1986 unter dem Namen Neuer ökonomischer Mechanismus eine Öffnungs- und Reformpolitik ein, mit dem Ziel, den allmĂ€hlichen Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft zu realisieren. Im Rahmen dieser Reformen wurden Wirtschaftsliberalisierungen durchgefĂŒhrt und die Wirtschaftsbeziehungen zum Ausland verstĂ€rkt.

Auch politische Reformen werden allmĂ€hlich in Angriff genommen. So verabschiedete die Volksversammlung am 14. August 1991 die erste Verfassung seit der MachtĂŒbernahme der Kommunisten, und seit 1997 ist Laos Mitglied der ASEAN.

Einen nach wie vor ungelösten Konflikt gibt es in der Sonderzone Saysomboun nordöstlich von Vientiane, wo noch bis heute KĂ€mpfe zwischen kommunistischer Regierung und bewaffneten Widerstandsgruppen ausgetragen werden. Die Mitglieder dieser Widerstandsgruppen rekrutieren sich hauptsĂ€chlich aus Angehörigen der Hmong-Minderheit und haben sich in die Bergregionen zurĂŒckgezogen, wo sie in großer Armut leben. Wiederholt kam es zu ÜberfĂ€llen und Attentaten in und um Vientiane und an wichtigen Verkehrswegen, denen nicht zuletzt auslĂ€ndische Touristen zum Opfer gefallen sind. Andererseits wird auch von schweren Menschenrechtsverletzungen des MilitĂ€rs im Kampf gegen die AufstĂ€ndischen berichtet.

Politik

Seit der Machtergreifung der marxistisch-leninistischen Laotischen RevolutionĂ€ren Volkspartei (LRVP) im Jahr 1975 ist Laos ein Einparteienstaat und damit einer der weltweit fĂŒnf Staaten unter FĂŒhrung einer kommunistischen Einheitspartei, die den Zusammenbruch der realsozialistischen Diktaturen zwischen 1989 und 1991 ĂŒberdauert haben. Das politische Leben des Landes wird von der dualen Struktur aus Partei und Staat dominiert, alle staatlichen AmtstrĂ€ger sind auch FunktionĂ€re der Partei. Dies gibt der LRVP eine uneingeschrĂ€nkte Macht und Kontrolle ĂŒber das Geschehen im Land. Die NGO Freedom House stuft das politische System des Landes deshalb als „unfrei“ ein und gibt ihm bezĂŒglich der Wahrung politischer Rechte und BĂŒrgerrechte sehr schlechte Bewertungen.

Das Staatsoberhaupt von Laos ist der PrĂ€sident, den die Laotische RevolutionĂ€re Volkspartei stellt und der in der Regel auch Parteivorsitzender ist. Der PrĂ€sident ernennt den Premierminister und seine Stellvertreter, Minister, Provinzgouverneure und BĂŒrgermeister der PrĂ€fekturen, wobei er sich alle Personalentscheidungen vom Parlament bestĂ€tigen lassen muss.

Legislative

Das gemĂ€ĂŸ der Verfassung höchste Organ des laotischen Staates und gleichzeitig die gesetzgebende Körperschaft ist die Nationalversammlung. Es handelt sich um ein Einkammerparlament mit 132 Sitzen, die alle fĂŒnf Jahre in allgemeinen Wahlen vergeben werden. Das Parlament tagt jĂ€hrlich zwei Mal fĂŒr wenige Wochen. Danach ĂŒberwacht ein StĂ€ndiger Ausschuss die Umsetzung der BeschlĂŒsse, legt die Verfassung aus und schlĂ€gt Kandidaten fĂŒr wichtige Ämter vor. Zu diesem StĂ€ndigen Ausschuss gehören der ParlamentsprĂ€sident, sein Stellvertreter und acht Abgeordnete. Diesem Ausschuss sind die einzelnen ParlamentsausschĂŒsse, interne Abteilungen und die 18 ProvinzbĂŒros der Nationalversammlung unterstellt.

Aufgabe des Parlamentes ist es, mit Zweidrittelmehrheit den StaatsprÀsidenten zu wÀhlen, den MinisterprÀsidenten auf Vorschlag des StaatsprÀsidenten zu wÀhlen sowie Minister, die Richter des Obersten Volksgerichtshofes und den Generalstaatsanwalt zu wÀhlen. In der Praxis werden jedoch lediglich die Entscheidungen aus dem Zentralkomitee der Laotischen RevolutionÀren Volkspartei abgesegnet.

Auch Massenorganisationen dĂŒrfen unter gewissen Voraussetzungen GesetzesentwĂŒrfe einbringen. Das Parlament ist auch fĂŒr die Genehmigung von Wirtschaftsplanung, Budget sowie Änderungen in der Regierung zustĂ€ndig.

Exekutive

Die exekutive Gewalt liegt beim StaatsprÀsidenten und bei dem Ministerrat. Der MinisterprÀsident ist auch Vorsitzender des Ministerrates, hat jedoch kaum Entscheidungsspielraum. In der Praxis werden die Entscheidungen des Zentralkomitees der Laotischen RevolutionÀren Volkspartei von der Exekutive umgesetzt.

Die Verwaltungen der Provinzen und Distrikte haben die gleiche Struktur wie die Zentralregierung. Die Gemeindevertreter werden andererseits von der Bevölkerung gewÀhlt und danach vom Provinzgouverneur formell ernannt.

Verfassung, Recht und Korruption

Die erste provisorische Verfassung erhielt Laos im Jahre 1945, sie wurde bereits 1947 durch die Staatsverfassung fĂŒr das Königreich Laos ersetzt, in der der französische Einfluss auf die laotische Politik sichergestellt wurde. Nach der Außerkraftsetzung dieser Verfassung im Rahmen der Machtergreifung durch die LRVP wurde Laos bis 1991 nur durch Dekrete und ParteibeschlĂŒsse regiert. Die Verfassung von Laos ist das Ergebnis von Diskussionen, die 1989 begannen und in deren Verlauf Kritiker, die ein Mehrparteiensystem forderten, verhaftet wurden. Sie schreibt den politischen FĂŒhrungsanspruch durch die LRVP als legitimes Machtzentrum und das Prinzip des demokratischen Zentralismus fest, verzichtet jedoch auf die Utopie einer kommunistischen Gesellschaft oder die Diktatur des Proletariats. Sie enthĂ€lt auch Regelungen zur kapitalistischen Wirtschaftsordnung, erkennt die Bedeutung des Buddhismus an und definiert den Staat als Förderer der Sangha. Die Strukturen des Regierungssystems oder die Beziehungen zwischen den drei Gewalten werden nur oberflĂ€chlich behandelt. Die Auslegung der Verfassung obliegt dem StĂ€ndigen Ausschuss der Nationalversammlung.

Das Recht war unmittelbar nach der Machtergreifung durch die LRVP ein Vollstreckungsinstrument der Partei, Revolutionsrichter und Volkstribunale entschieden auf Basis der Parteilinie. Im Jahre 1983 wurden ein Oberstes Gericht und Volksgerichte auf Provinzebene eingerichtet. Die Verfassung von 1991 definiert die Struktur des Justizsystems mit einem Obersten Volksgerichtshof sowie Volksgerichten auf Provinz- und Distriktebene, daneben gibt es noch MilitÀrgerichte. Der PrÀsident des Obersten Volksgerichtshofes wird vom StÀndigen Ausschuss der Nationalversammlung vorgeschlagen und durch die Nationalversammlung ernannt; die Richter auf den untergeordneten Gerichten werden vom Obersten Gericht bestimmt. Da das Justizsystem von der LRVP abhÀngig ist, kann von richterlicher UnabhÀngigkeit nicht die Rede sein; in der Praxis holen Richter vor wichtigen Entscheidungen hÀufig die Meinung hoher Parteiebenen ein.

Als Folge bekommt Laos im Rechtsstaatlichkeitsindikator der Weltbank oder beim Korruptionswahrnehmungsindex sehr schlechte Bewertungen. Korruption durchdringt die gesamten Staats- und Parteistrukturen, die von Patronagenetzwerken einflussreicher Unternehmer und Familienclans vereinnahmt werden. Mitglieder mĂ€chtiger Familienclans streben gezielt in Partei- und StaatsĂ€mter, um ihre wirtschaftlichen Interessen abzusichern. Daran haben auch die Verabschiedung eines Gesetzes zur KorruptionsbekĂ€mpfung, die GrĂŒndung einer Anti-Korruptionskommission beim PrĂ€sidenten und eines Rechnungshofes nicht viel geĂ€ndert. Es gibt keine Strafverfolgung korrupter hochrangiger Partei- und StaatsfunktionĂ€re.

Parteien und Massenorganisationen

Parteien gibt es in Laos seit den 1950er Jahren, jedoch nicht als Organisationen zur Durchsetzung von Interessen bestimmter Gesellschaftsschichten, sondern als Patronagekonstrukte einflussreicher Familien. Die Ausnahme davon stellt die 1955 aus der Kommunistischen Partei Indochinas hervorgegangene Laotische Volkspartei dar, die sich im Jahre 1972 in Laotische RevolutionÀre Volkspartei (LRVP) umbenannte. Sie ist eine leninistische Partei nach dem Vorbild osteuropÀischer kommunistischer Parteien, die nach dem Prinzip des demokratischen Zentralismus funktioniert. Seit ihrer Machtergreifung im Jahre 1975 sind andere Parteien verboten.

Die LRVP ist in allen laotischen Distrikten vertreten und hat eine zur staatlichen Struktur parallele Parteistruktur aufgebaut. Sie ist somit auch in allen Ministerien, Massenorganisationen, dem MilitĂ€r und in den staatlichen Organisationen auf allen Organisationsebenen vertreten und stellt dadurch die Umsetzung ihrer BeschlĂŒsse sicher. Sie ist die einzige zentralistische Organisation des Landes. Auf ihrer obersten Ebene stehen ein PolitbĂŒro, das Parteisekretariat und das aus 61 Mitgliedern zusammengesetzte Zentralkomitee. Ihr oberstes Gremium ist der Parteitag, der alle fĂŒnf Jahre mit 576 Delegierten abgehalten wird.

Um Mitglied der Partei zu werden, muss man ein Einladungs- und Ausleseverfahren durchlaufen. Im Jahre 2011 waren etwa 3 % der Bevölkerung Mitglied in der LRVP. Ohne Parteimitgliedschaft ist es nicht möglich, eine höhere Position im Staat oder in einem staatlichen Unternehmen, geschweige denn dem MilitÀr, zu bekleiden. Umgekehrt verleiht die Parteimitgliedschaft ihren FunktionÀren im staatlichen Dienst AutoritÀt.

Wahlen

Ein allgemeines Wahlrecht wurde in Laos im Jahre 1957 eingefĂŒhrt. Nach der Machtergreifung durch die LRVP wurden im Jahre 1988 erstmals Wahlen zu den Gemeinde-, Distrikts- und Provinzversammlungen abgehalten. Im Jahre 1989 fanden die ersten Wahlen zur Nationalversammlung statt, seitdem werden sie alle fĂŒnf Jahre durchgefĂŒhrt. Um bei einer Wahl kandidieren zu können, muss man ein Auswahlverfahren der LRVP durchlaufen; bei Dorfwahlen mĂŒssen die Kandidaten von den Distriktbehörden zugelassen werden. Kandidaten können von Staats- und Parteiorganisationen vorgeschlagen werden, das Nationale Wahlkomitee lĂ€sst Kandidaten zu, die sich zu den Prinzipien der Partei bekennen und ĂŒber ausreichende Kenntnisse der Politik der LRVP verfĂŒgen. In der Praxis ist ein Großteil der zur Wahl stehenden Kandidaten auch Mitglied der LRVP, wenngleich unabhĂ€ngige Kandidaten erlaubt sind.

Die Wahlen zur Nationalversammlung werden als relative Mehrheitswahl in Mehrmann-Wahlkreisen durchgefĂŒhrt. Dabei steht ein Abgeordneter fĂŒr 50.000 Wahlberechtigte. Es sind in der Regel mehr Kandidaten zugelassen als Sitze zu vergeben sind, die WĂ€hler streichen die Kandidaten, die sie nicht wĂ€hlen möchten. Als Wahlergebnis werden nur die gewĂ€hlten Kandidaten und die Anzahl der abgegebenen Stimmen veröffentlicht.

Es ist unklar, inwiefern die Wahlen zur Einbindung bzw. Kooptation aller Gesellschaftsgruppen beitragen.

Politische Indizes

Außenpolitik

Aufgrund seiner historischen Erfahrungen war Laos stets bemĂŒht, den Einfluss seiner zumeist deutlich grĂ¶ĂŸeren Nachbarn auszubalancieren. Das Binnenland Laos ohne Zugang zu den Weltmeeren wird als Durchgangsland in Ost-West- und Nord-SĂŒd-Richtung zunehmend wichtig. Gleichzeitig macht seine Geografie das Land von seinen Nachbarn abhĂ€ngig. Die drei großen Investoren China, Thailand und Vietnam sind fĂŒr die wirtschaftliche Entwicklung in Laos besonders wichtig.

Der Einfluss von China, dem grĂ¶ĂŸten Investor in Laos, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Das wirtschaftliche Engagement Chinas hat zu einer deutlichen Zunahme der in Laos lebenden Chinesen gefĂŒhrt. Mit großen Infrastrukturprojekten und großflĂ€chigen Agrarkonzessionen sowie großen Immobilienprojekten in der Hauptstadt Vientiane greift China in die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ein.

Seit dem Beitritt von Laos zu ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) im Jahr 1997 ist diese Organisation zum wichtigsten Instrument sowohl der regionalen politischen Integration wie auch der wirtschaftlichen Öffnung des Landes geworden. Im Jahr 2016 hatte Laos zum zweiten Mal den ASEAN-Vorsitz inne.

Das VerhĂ€ltnis zu den USA galt lange Zeit als angespannt, vor allem wegen der FlĂ€chenbombardements im Vietnamkrieg. Die Vereinigten Staaten investierten 2012 jedoch neun Millionen Dollar in die RĂ€umung von BlindgĂ€ngern. Außerdem besuchte Außenministerin Hillary Clinton Laos im selben Jahr, PrĂ€sident Barack Obama 2016.

Als Bruderstaat hatte die Deutsche Demokratische Republik gute Beziehungen zur Volksrepublik Laos, hingegen gab es auf Seiten der Bundesrepublik Deutschland keine diplomatischen Beziehungen. Diese wurden bis zur deutschen Einheit durch Frankreich wahrgenommen.

Administrative Gliederung

Laos gliedert sich in 17 Provinzen (laotisch ແàș‚àș§àș‡ Khwaeng) und eine PrĂ€fektur (laotisch àș™àș°àș„àș­àș™àș«àșŒàș§àș‡ Nakhon Luang). Darunter folgt eine Unterteilung in etwa 140 Distrikte (laotisch ເàșĄàș·àș­àș‡ MĂŒang) und ĂŒber 11.000 Dörfern (laotisch àșšà»‰àșČàș™ Ban). Der laotische Staat rĂ€umt den Provinzen sehr viel Freiraum ein, wĂ€hrend die Einheitspartei LRVP das zentralisierende Element darstellt. Dadurch werden die Umsetzung der Parteilinie und die Vorherrschaft der Partei sichergestellt.

Von 1994 bis 2006 bestand die Sonderzone (ເàș‚àș”àșžàșŽà»€àșȘàș” – khetphiset) Saysomboun, die aus Teilen der Provinzen Vientiane und Xieng Khouang gebildet worden war und in diese wieder aufgeteilt wurde. 2013 wurde Saysomboun als Provinz neu errichtet.

Die Provinzen heißen im Einzelnen, sortiert nach dem nationalen Code der Verwaltungseinheiten:

Wirtschaft

Nach der kommunistischen MachtĂŒbernahme wurde ab 1975 zunĂ€chst versucht, ein planwirtschaftliches Regime einzufĂŒhren. Bereits 1986 wurden im Rahmen des New Economic Mechanism (NEM) marktwirtschaftliche Reformen eingefĂŒhrt. So wurden nach und nach Preisbindungen und Subventionen abgeschafft, der Wechselkurs des Kip an den Marktkurs angepasst, ein Bankensystem nach westlichem Vorbild eingefĂŒhrt und private WirtschaftstĂ€tigkeit gefördert. Mit dem Aufbau von Institutionen, die die Marktwirtschaft regeln, wie etwa das Rechts- und Verwaltungssystem, wurde begonnen. In den 1990er Jahren wuchs die Wirtschaft dann jĂ€hrlich real um mehr als 6 %. Ziel der Regierung ist es, bis 2020 den Status eines Least Developed Country zu ĂŒberwinden.

Die WÀhrungseinheit in Laos ist der neue Kip. Neben dem Kip werden US-Dollar und thailÀndische Baht vielerorts akzeptiert, auch wenn die Regierung bestrebt ist, die Verwendung dieser WÀhrungen einzudÀmmen. Der Warenaustausch in den lÀndlichen Gebieten erfolgt aber meist im Tauschhandel; die Geldwirtschaft beschrÀnkt sich auf die StÀdte.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug 2017 umgerechnet 16,9 Mrd. US-Dollar, das Pro-Kopf-Einkommen mit dem Bruttonationaleinkommen als Berechnungsgrundlage lag 2017 bei 2.270 Dollar. Der Landwirtschaftssektor erwirtschaftete 2016 20 % des BIP, die Industrie 32 % und der Dienstleistungssektor 48 %. Das BIP-Wachstum belief sich in den vergangenen 15 Jahren auf jeweils 6–8 %, wobei sich wĂ€hrend der Asienkrise das Wachstum vorĂŒbergehend auf 4 % verlangsamte. Im Jahr 2017 betrug der reale Zuwachs des BIP 6,9 %, was eine leichte AbschwĂ€chung im Vergleich zum Vorjahr darstellte. Dazu trug eine restriktive Vergabe von Krediten, die VerhĂ€ngung eines Verbotes von Holzexporten, die verringerte Nachfrage nach Rohstoffen und ein RĂŒckgang der Touristenzahlen bei. Der Großteil des Wachstums kommt aus der Landwirtschaft, dem Export von Textilien, Holz und Holzprodukten, der Elektroenergie sowie auslĂ€ndischen Investitionen (Entwicklungshilfe oder FDI).

Im Global Competitiveness Index, der die WettbewerbsfĂ€higkeit eines Landes misst, belegt Laos Platz 98 von 137 LĂ€ndern (Stand 2017–2018). Im Index fĂŒr wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2019 Platz 110 von 180 LĂ€ndern. Am 8. Juni 2018 rĂ€umte der damalige Regierungschef Thongloun Sisoulith vor der Nationalversammlung ein, dass das 2001 gesetzte Ziel, 2020 aus der Gruppe der Least Developed Countries (LDC) aufzusteigen, nicht erreicht werden könne.

Die prekĂ€re Finanzlage des Landes kommt durch eine zunehmende Auslandsverschuldung zum Ausdruck: Ende des Jahres 2017 hielten auslĂ€ndische GlĂ€ubiger Staatsschulden und mit StaatsbĂŒrgschaften besicherte Verbindlichkeiten im Wert von 49 % des BIP.

Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote wurde 2016 offiziell mit 1,5 % angegeben und war damit sehr niedrig. Die meisten ArbeitsplĂ€tze sind im informellen Sektor, und viele Personen sind langfristig unterbeschĂ€ftigt. 2012 arbeiteten 73,1 % aller ArbeitskrĂ€fte in der Landwirtschaft, 20,6 % im Dienstleistungssektor und 6,1 % in der Industrie. Die Gesamtzahl der BeschĂ€ftigten wird fĂŒr 2017 auf 3,6 Millionen geschĂ€tzt, davon 49,8 % Frauen.

Das allgemein vorherrschende wirtschaftliche Wachstum der letzten Jahre ging nicht mit der Steigerung der ArbeitsproduktivitĂ€t einher, welche im Zeitraum zwischen 2009 und 2016 vielmehr auf einem stabil niedrigem Niveau verharrte. Erhebungen der Weltbank zufolge werde in Laos in nahezu allen Sparten, ausgenommen der Textilbranche, pro Arbeitsstunde weniger produziert als in den NachbarlĂ€ndern Kambodscha und Vietnam. Daraus folgt ein niedriges Lohnniveau, welches wiederum die Emigration von ArbeitskrĂ€ften, zumeist nach Thailand, zur Folge hat. Nach offiziellen Angaben leben dort etwa 170.000 Laoten, allerdings gehen SchĂ€tzungen von der gleichen Zahl illegaler Arbeitsmigranten aus. Seit dem Jahr 2012 reagierte die Regierung, um der starken Abwanderung Einhalt zu gebieten, indem sie mehrfach den Mindestlohn krĂ€ftig anhob. So wurde er 2012 um 80 % erhöht und anschließend 2015 und am 1. Mai 2018 um weitere 43 beziehungsweise 22 % erhöht, sodass er schließlich 1,1 Mio. Kip im Monat betrug, was 2018 etwa 110 € entsprach, mittlerweile (Stand: 6. August 2022) jedoch nur noch circa 71 € entspricht. Mit der Anhebung des Mindestlohns, die weit ĂŒber der offiziellen Inflation (2017: 0,8 %) liegt, verfolgt die Regierung neben der Erhöhung des Lebensstandards der Arbeiter das Ziel, die ansĂ€ssigen Unternehmen zu Investitionen in modernere Maschinen und Arbeitsprozesse zu zwingen, um die ArbeitsproduktivitĂ€t zu steigern. Im Jahr 2018 wurde eine Studie der Weltbank veröffentlicht, welche den Mindestlohnanhebungen 2012 und 2015 keinen derartigen Effekt bescheinigte. Grund dafĂŒr ist, dass das relativ niedrige Bildungsniveau der Arbeitnehmer das Produktionswachstum blockiert. Daher sprach die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) in diesem Kontext von einem Skill Gap, denn viele Unternehmen beklagten, keine qualifizierten ArbeitskrĂ€fte finden zu können.

Landwirtschaft

Laos kann aufgrund der weiterhin hohen BeschĂ€ftigungszahlen im landwirtschaftlichen Sektor trotz einer aktuellen Entwicklung hin zu einer Abnahme der wirtschaftlichen Bedeutung der Landwirtschaft als ein Agrarstaat bezeichnet werden. Besonders fĂŒr die Landwirtschaft geeignete Regionen sind die Schwemmebenen des Mekong und seiner NebenflĂŒsse sowie das Bolavens-Plateau in SĂŒdlaos. Die Böden in anderen Regionen des Landes sind weniger fruchtbar.

Der gesamte Agrarsektor befindet sich in privater Hand. Viele der Haushalte betreiben Subsistenzwirtschaft, insbesondere diejenigen in den abgelegenen Gebieten, wo fehlende Infrastruktur den Zugang zu den MĂ€rkten verwehrt. Reis ist das Hauptprodukt der landwirtschaftlichen Produktion und macht etwa 40 % des gesamten produzierten Volumens aus. Nur 10 % der produzierten Menge wird auf den MĂ€rkten verkauft, der Rest wird von den Bauern selbst konsumiert. Laos verfĂŒgt bei Reis ĂŒber eine sehr hohe Artenvielfalt, etwa 3000 bis 4000 Sorten sind bekannt, von denen die meisten zu Klebreis-Sorten gehören.

Neben Reis werden Mais, Kartoffeln, Yams, Maniok, Mungo- und Sojabohnen, ErdnĂŒsse, Baumwolle, Zucker, Kaffee und Tee angebaut.

Die Landwirtschaft wird nur in den Ebenen des Mekong intensiv betrieben. Dort liegen auch die 12 % des Ackerlandes, die kĂŒnstlich bewĂ€ssert werden können. Besonders in den abgelegenen Gebieten werden weder Pestizide noch DĂŒngemittel verwendet, und es gibt auch keine BewĂ€sserung. Die Reisproduktion ist aus diesen GrĂŒnden niedriger als in den NachbarlĂ€ndern. Etwa 2,2 Millionen Tonnen wurden im Jahr 2000 geerntet, womit sich das Land den Reis betreffend selbst ernĂ€hren kann.

Die Viehzucht erwirtschaftet etwa ein FĂŒnftel des BIP, obwohl sie nur extensiv und mit wenig Aufwand betrieben wird. Die Bauern erleiden hĂ€ufig Verluste, wenn ihre Tiere mangels veterinĂ€rmedizinischer Betreuung sterben oder das Fleisch nicht zum Verkauf geeignet ist. Das Wachstumspotential in diesem Bereich ist jedoch sehr hoch. Ähnliches gilt fĂŒr die Fischproduktion.

Laos ist ein potentieller Exporteur von Lebensmitteln, betrachtet man seine relativ geringe Bevölkerungsdichte. Dem stehen momentan jedoch die subsistenzorientierte Wirtschaftsform, die nicht vorhandene oder mangelhafte Infrastruktur, die schlechte Ausbildung der Landwirte sowie das Fehlen von Kreditinstitutionen im Land entgegen.

Etwa die HĂ€lfte des Landes ist mit Wald bewachsen, worunter sich auch tropische Edelhölzer befinden, die fĂŒr die Herstellung von Möbeln Verwendung finden. Daneben werden aus dem Wald GewĂŒrze, etwa Kardamom, Rattan, Medizin und Baumharze gewonnen.

Tourismus

Laos ist, im Gegensatz zu Thailand und zunehmend auch Kambodscha oder Vietnam, noch weitgehend unberĂŒhrt von den großen Touristenströmen. In Vientiane Ă€ndert sich die Sperrstunde laufend, meist liegt sie bei 23 Uhr. Aufgrund von niedrigem Pro-Kopf-Einkommen, schlechtem Gesundheitszustand der Bevölkerung und mangelnder touristischer Infrastruktur ist das Land mit Ausnahme von Luang Prabang fĂŒr Pauschaltouristen unattraktiv. Vang Vieng ist unter Rucksackreisenden als Szeneort fĂŒr ausgelassene Feiern mit Drogen (hauptsĂ€chlich Alkohol) und Musik bekannt. Trotzdem ist der Tourismus einer der aufstrebenden Wirtschaftszweige und Devisenbringer, so setzt man in Laos auf den sanften Öko- und Kulturtourismus wie in Phongsali. Seit der wirtschaftlichen Liberalisierung, insbesondere der Privatisierung des Tourismus 1991, wird die kulturhistorische Bedeutung von Luang Prabang erkannt. Mit der Fertigstellung der Ersten ThailĂ€ndisch-Laotische FreundschaftsbrĂŒcke im Jahr 1994 und einer verstĂ€rkten Vermarktung besuchten 2015 zum Beispiel 500.000 auslĂ€ndische Touristen Luang Prabang. Im Jahr 1995 wurde Luang Prabang zum UNESCO-Weltkulturerbe erklĂ€rt.

Es gibt vier internationale FlughĂ€fen: Vientiane (VTE), Luang Prabang (LPQ), Pakse (PKZ) und Savannakhet (ZVK). Die nationale staatliche Fluggesellschaft ist Lao Airlines mit Sitz in Vientiane. Es gibt mehrere Flugverbindungen von Thailand, Vietnam, Kambodscha, Malaysia, Yunnan (China), Singapur und SĂŒdkorea aus.

RegelmĂ€ĂŸige Busverbindungen gibt es auf den asphaltierten Straßen, wohingegen in die abgelegeneren Regionen vorrangig Kleintransporter mit Pritschenaufbau und zwei SitzbĂ€nken (Songthaew) fahren. Je nach Straßenzustand und Wetter können dabei die Reisedauern stark variieren.

Auf dem Mekong verkehren Boote von Huay Xay ĂŒber Luang Prabang nach Vientiane. Diese Reise mit Übernachtungen in Pakbeng und Luang Prabang dauert zwei bis drei Tage. Außerdem sind Schnellboote (Speedboats) unterwegs, die diese Strecke in nur einigen Stunden bewĂ€ltigen. Die Schnellboote können je nach Wasserstand und bei extrem schneller Fahrweise gefĂ€hrlicher sein.

Industrie

Die Industrie ist kaum entwickelt. Die wirtschaftliche Entwicklung wird stark beeintrĂ€chtigt durch den niedrigen Ausbildungsstand der Arbeitsbevölkerung sowie kaum verfĂŒgbares in- und auslĂ€ndisches Investitionskapital. Der wichtigste Industriezweig ist die Erzeugung von Strom durch Wasserkraft, wobei momentan mehrere kleinere Kraftwerke in Betrieb sind und mehrere weitere in Planung. Die ElektrizitĂ€tserzeugung befindet sich ausschließlich in der Hand des Staatsunternehmens ElectricitĂ© du Laos.

Daneben werden in geringem Umfang Textilien hergestellt sowie Holz verarbeitet. Etwa 90 % der laotischen Industrie- und Handwerksbetriebe sind Kleinstbetriebe. Die grĂ¶ĂŸeren Unternehmen waren bis vor kurzem reine Staatsunternehmen oder wurden von staatlichen Institutionen, wie etwa dem MilitĂ€r, kontrolliert.

Das Wachstum der Industrieproduktion hat sich seit der Asienkrise verlangsamt, was vor allem auf die schlechter gewordenen Exportmöglichkeiten zurĂŒckzufĂŒhren ist, die durch den sehr kleinen Binnenmarkt nicht kompensiert werden können. Zudem ist das Finanzsystem unterentwickelt: drei Staatsbanken dominieren den Markt, haben jedoch hohe Summen an faulen Krediten, die sie illiquid machen. Die Banken wurden zwar schon einmal rekapitalisiert, jedoch hat eine schlechte Kreditkultur und besonders das Leihen an staatliche Industriebetriebe dazu gefĂŒhrt, dass sich neue faule Kredite angesammelt haben.

Energie

Laos treibt den Ausbau der auf Wasserkraft basierenden Energiewirtschaft voran und will zur „Energiezelle SĂŒdostasiens“ werden. Landesweit sind 39 Wasserkraftwerke in Betrieb, weitere 53 befinden sich im Bau oder sollen gebaut werden (Stand 2018). Bis 2020 sollen weitere 54 Hochspannungsleitungen und 16 Umspannwerke gebaut werden. Zwei Drittel der Energie aus Wasserkraft werden exportiert. Energieexporte stellen etwa 30 % des Wertes aller Exporte Laos’ dar. (GemĂ€ĂŸ der staatlich kontrollierten Vientiane Times sind sogar 51 Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 6.984 MW in Betrieb, weitere 46 mit einer KapazitĂ€t von 6.083 MW im Bau, und weitere 112 Projekte mit einer Leistung von 8.612 MW in der Projektierungsphase.)

Bisher ist Laos nicht in der Lage gewesen, seine natĂŒrlichen Ressourcen fĂŒr eine selbsttragende Versorgung mit erneuerbaren Energien zu nutzen, aber das Ministerium fĂŒr Wissenschaft und Technologie hat 2015 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um zunĂ€chst eine 50-MW-Solar-Anlage im SĂŒden von Laos bauen zu lassen, wobei chinesische Investoren das Land unterstĂŒtzen wollen. Damit löst sich die Regierung von der ursprĂŒnglichen Idee, nur die Ressourcen des Wasserkraftpotentials nutzen zu wollen, nachdem es Streitigkeiten ĂŒber die laotischen Staudamm-Projekte am Mekong mit den Nachbarn gibt. Unternehmen wie Green Energy Laos in Vientiane wollen sich fĂŒr die Nutzung der Wind- und Sonnenkraft in Laos einsetzen. Nach Mitteilung des Ministry of Energy and Mines wurde 2016 das Kraftwerk Hongsa mit einer Leistung von 1.878 MW in Betrieb genommen. Das Kraftwerk wird mit Weichbraunkohle aus der Region betrieben.

Laos ist stark von Ölimporten abhĂ€ngig. Am 16. Mai 2022 gab es aufgrund einer seit Wochen andauernden Knappheit kaum noch Kraftstoffe zu kaufen. Die geschwĂ€chte lokale WĂ€hrung, eine hohe Inflation und der instabile globale Ölmarkt hatten die Treibstoffkrise des Landes an den Rand ihrer Belastbarkeit gebracht. Wer Devisen besitzt fĂ€hrt ĂŒber die Grenze nach Thailand oder Vietnam, um dort zu tanken.

Außenhandel

Im Jahr 2016 waren die wichtigsten laotischen ExportgĂŒter nach Gegenwert Rohstoffe (28 % der Exporte), Nahrungsmittel (20 %) und Nichteisenmetalle (12 %), Elektronik (10 %) sowie GetrĂ€nke und Tabak (8 %). Der Exporterlös 2017 betrug etwa 4 Mrd. US-Dollar. Hauptexportpartner waren die Volksrepublik China (36 %), Thailand (31 %), Vietnam (17 %), Indien (3 %), Japan (2 %), Deutschland (2 %) und die Vereinigten Arabischen Emirate (1 %).

Zu den wichtigsten ImportgĂŒtern zĂ€hlten 2016 Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile (16 % der Importe), Petrochemie (13 %), Maschinen (9 %), Elektrotechnik (9 %) und Nahrungsmittel (7 %). Die importierten GĂŒter hatten 2017 einen Warenwert von etwa 5,1 Mrd. US-Dollar. Die meisten GĂŒter stammten aus Thailand (62 %), darauf folgten die VR China (18 %), Vietnam (10 %), Japan (2 %), SĂŒdkorea (2 %) und Indonesien (1 %). Der Außenhandel, speziell der Export, wird durch den Mangel an und die geringe QualitĂ€t der Infrastruktur, die relativ weiten Transportwege (Laos ist ein Binnenland) und die niedrige Qualifikation der Arbeitsbevölkerung gebremst.

Die laotische Volkswirtschaft weist somit eine außenwirtschaftliche Dysbalance in der Form eines Handelsbilanzdefizits von 1,1 Mrd. US-Dollar auf (2017 entsprach dies circa 6,5 % des BIP), allerdings wird das dadurch entstandene Leistungsbilanzdefizit durch KapitalzuflĂŒsse ausgeglichen, die teils als Entwicklungshilfe oder als auslĂ€ndische Investitionen kommen. GrĂ¶ĂŸte Investoren in Laos sind die NachbarlĂ€nder Thailand, China und Vietnam.

Um die einseitige AbhÀngigkeit von thailÀndischen ExporthÀfen abzubauen, kooperiert Laos verstÀrkt mit Vietnam.

Kennzahlen

Alle BIP-Werte sind in US-Dollar (KaufkraftparitÀt) angeben.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 3,8 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 2,8 Mrd. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 6,9 % des BIP. Die Staatsverschuldung betrug 2016 67,3 % des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 4,0 %
  • Bildung: 3,0 %
  • MilitĂ€r: 0,5 %

Durch den Bau der China-Laos-Eisenbahn hat sich Laos bei den Chinesen hoch verschuldet. Das Land konnte sich mit nur 30 % an den Baukosten beteiligen, die restlichen 70 % wurden von der Volksrepublik China ĂŒbernommen. Das kleine, verarmte Land mit nur sieben Millionen Einwohnern bĂŒrgt fĂŒr die Kredite mit seinem Reichtum an BodenschĂ€tzen. Die Verschuldung entspricht ungefĂ€hr 80 % des nominalen Bruttoinlandsprodukts von Laos.

Infrastruktur und Verkehr

Telekommunikation

Das Telefonnetz von Laos deckt nach wie vor nicht das ganze Land ab. Die Zahl der TelefonanschlĂŒsse ist mit etwa 30.000 auch sehr niedrig. Direkte Telefonverbindungen von und nach Laos gibt es noch nicht sehr lange. Laos hat vier GSM-Mobilfunk-Netze, die vor allem Ballungsgebiete und Teile der Verkehrswege, zum Beispiel den Mekong, auf vielbefahrenen Routen abdecken. Roaming ist möglich.

Zugang zum Internet ist in Laos ebenfalls nicht weit verbreitet, etwa 60 % der Internetbenutzer sind AuslĂ€nder, und nur 14 % der Benutzer leben außerhalb der Hauptstadt Vientiane. Laoten gehen meist in Internet-CafĂ©s online. Im Jahr 2017 nutzten 26 Prozent der Einwohner von Laos das Internet.

Die laotische Post gilt als ineffizient, Briefe vom Ausland nach Laos können mehrere Wochen benötigen.

Medien

In Laos herrscht eine strenge Zensur der Medien, die sich grĂ¶ĂŸtenteils in der Hand der LPRP befinden und von ihr kontrolliert werden. In englischer Sprache erscheint die Tageszeitung Vientiane Times; in französischer Sprache die Wochenzeitung Le RĂ©novateur. Beide sind Teil der Lao Press in Foreign Languages im Ministry of Information and Culture. Wichtige Zeitungen in laotischer Sprache sind die von der Regierung herausgegebenen Gazetten Vientiane Mai und Pasason. Die durchschnittliche tĂ€gliche Zeitungsauflage betrĂ€gt 4 Exemplare auf 1000 Einwohner.

Seit 1983 gibt es Fernsehen:

  • Lao National Television (staatlicher Fernsehkanal)
  • Lao Star Channel (privater Fernsehkanal)
  • Lao Television Channel 3 (staatlicher Fernsehkanal)

Gesendet wird in der Fernsehnorm PAL. In Vientiane kann man vietnamesisches Fernsehen empfangen und in GrenznÀhe zu Thailand auch thailÀndisches Fernsehen. Mit dem staatlichen Radiosender Lao National Radio gibt es eine regierungsamtliche Rundfunkanstalt.

Laotisches Fernsehen ist auch digital ĂŒber Satellit sowie Internet zu empfangen. Über folgende Satelliten ist der Empfang möglich:

  • Galaxy 19 97,0° W
  • Thaicom 5 78,5° E

Kritik an Partei und FĂŒhrern ist ein Tabu, obwohl es von Zeit zu Zeit EnthĂŒllungen ĂŒber korrupte FunktionĂ€re gibt. Die laotische Nachrichtenagentur ist die Khaosan Pathet Lao.

Straßenverkehr

Laos verfĂŒgt ĂŒber 40.000 Kilometer Straße, wovon jedoch nur etwa 5.400 asphaltiert sind (Stand: 2009). Es herrscht Rechtsverkehr. Die wichtigste Straßenverbindung ist die Nationalstraße 13, die von Boten im Norden nach Khong im SĂŒden fĂŒhrt und dabei die wichtigen StĂ€dte Luang Prabang, Vientiane, Savannakhet und Pakse durchquert. In chinesisch-thailĂ€ndischer Zusammenarbeit wurde der Kunming-Bangkok Expressway von Boten (Grenze Laos/China) nach Ban Houayxay (Grenze Thailand/Laos) ausgebaut. Seit 2020 gibt es die erste Autobahn in Laos, den Vientiane-Boten Expressway.

Zwischen den StĂ€dten verkehren zumeist öffentliche Busse, die zuvor benutzten LKWs mit Holzsitzen werden nach und nach ausrangiert. Ansonsten sind aufgrund schlechter StraßenverhĂ€ltnisse eher Kleinlaster mit LĂ€ngsbĂ€nken auf der LadeflĂ€che anzutreffen (sogenannte Songthaews).

Generell gibt es sehr wenige private Automobile im Land. Selbst große Distanzen werden zu Fuß zurĂŒckgelegt. GĂ€ngige Praxis ist das Fahren per Anhalter, meist auf der LadeflĂ€che von Pick-ups. Außerhalb von Vientiane und Luang Prabang sind ĂŒberwiegend allradbetriebene Autos anzutreffen, da der Zustand der Straßen schlecht ist und WasserlĂ€ufe hĂ€ufig durch Furten ĂŒberquert werden mĂŒssen. In grĂ¶ĂŸeren Ortschaften nutzen die Menschen, sofern sie es sich leisten können, Mofas oder FahrrĂ€der.

Der GrenzĂŒbertritt mit einem eigenen Fahrzeug ist aufwendig. Es werden die Fahrzeuge auf Zeit ein- und wieder ausgefĂŒhrt. Ein in Thailand gemietetes Fahrzeug darf i. d. R. nicht ĂŒber die Grenze. Ein Fahrzeug in Laos zu mieten ist teuer, da es wenige Autovermieter gibt.

Eisenbahnverkehr

Seit MĂ€rz 2009 verfĂŒgt Laos ĂŒber einen Eisenbahn-Anschluss nach Thailand. Ein 3,5 Kilometer langes GleisstĂŒck verbindet das thailĂ€ndische Eisenbahnnetz von Nong Khai aus ĂŒber die ThailĂ€ndisch-Laotische FreundschaftsbrĂŒcke. Der Bahnhof Thanaleng bildet derzeit den betrieblichen Endpunkt der aus Thailand kommenden Bahnstrecke Nong Khai–Vientiane. Seit Anfang Dezember 2021 ist die Eisenbahnverbindung nach China mit einem neuen Bahnhof in Vientiane in Betrieb.

Die Einreise mit dem Zug nach Laos ist sehr umstĂ€ndlich. In Nong Khai ist ein umsteigen in einem Shuttlezug nach Thanaleng notwendig, hier findet die Einreisekontrolle statt. Die Weiterfahrt z. B. in die Hauptstadt Vientiane muss man selbst organisieren. Auch die Einreise mit der China-Laos-Eisenbahn ist noch nicht geregelt. Derzeit (Stand Dezember 2021) ist die Einreise mit dem Personenzug nicht möglich. BegrĂŒndet wird dies mit der COVID-19-Pandemie. Lediglich der SchienengĂŒterverkehr verlĂ€uft reibungslos.

Luftverkehr

Der grĂ¶ĂŸte Flughafen ist der Flughafen von Vientiane (Wattay), der Verbindungen mit den FlughĂ€fen der Regionen bietet.

Der Luftverkehr wird von der staatlichen Lao Airlines (frĂŒher Lao Aviation) dominiert. Sie bietet FlĂŒge in die NachbarlĂ€nder sowie InlandsflĂŒge an. Die Linie ist jedoch hoch verschuldet, da die Ticketpreise zu niedrig sind, um die Kosten zu decken. Der Service und auch die Sicherheit erreichen nicht westliche Standards. Lao Airlines wird deshalb in Zusammenarbeit mit europĂ€ischen Beratern restrukturiert und neu ausgerichtet. Es wurde ein Joint Venture gegrĂŒndet, um neue Flugzeuge zu beschaffen. Der von Besuchern am hĂ€ufigsten gewĂ€hlte Weg, per Flugzeug nach Laos zu gelangen, ist ĂŒber Bangkok, von wo es regelmĂ€ĂŸig Verbindungen nach Vientiane und Luang Prabang gibt. Andere Verbindungen werden hĂ€ufig storniert.

Schifffahrt

Laos verfĂŒgt ĂŒber einige schiffbare FlĂŒsse, allen voran der Mekong, der auf etwa 1.300 km schiffbar ist. Durch Stromschnellen und einen Wasserfall an der Grenze zu Kambodscha hat der Mekong jedoch nur eine begrenzte Bedeutung fĂŒr den Verkehr. Andere fĂŒr den Transport wichtige FlĂŒsse sind Nam Ou, Nam Khan, Nam Tha, Nam Ngum sowie Xedon. Auf den laotischen Wasserwegen ereignen sich – vor allem aufgrund des Einsatzes von Speedboats – ĂŒberdurchschnittlich viele UnfĂ€lle.

Kultur

WeltkulturerbestÀtten

Drei StĂ€tten in Laos sind in die Liste des Welterbes der UNESCO eingetragen: die Stadt Luang Prabang, der Tempelbezirk von Wat Phou und die Kulturlandschaft Champasak und die Megalithischen KrĂŒge in Xieng Khouang – Ebene der SteinkrĂŒge (siehe auch: Welterbe in Laos).

Musik

Die in Laos in der klassischen und dörflichen Musik gespielten Musikinstrumente sind, abgesehen von einigen, nur regional verbreiteten Instrumenten der Minderheiten in den Bergen, mit denen in Thailand und Kambodscha verwandt. Der sĂŒdliche Bereich von Laos und die nordostthailĂ€ndische Isan-Region bilden in der dörflichen Musik einen zusammenhĂ€ngenden Kulturraum. Die klassische, also höfische Musik, wie sie bis 1975 zur Unterhaltung und bei Zeremonien in Luang Prabang gepflegt und in der 1958 eröffneten nationalen Kunstschule in Vientiane unterrichtet wurde, gilt als peng lao deum („traditionelle laotische Kompositionen“). Hierzu gehört an erster Stelle das laotische Piphat, das eine etwas schlichtere Variante des thailĂ€ndischen Piphat und des kambodschanischen Pinpeat-Ensembles darstellt, wobei der Grad an Einfluss beider Musikstile und der laotische Eigenbeitrag an der historischen Entwicklung der laotischen Musik strittig sind. Zum laotischen Piphat gehören das Xylophon rang nat, kreisförmig angeordnete Buckelgongs khong vong, das Rohrblattinstrument pey, die zweifellige Fasstrommel taphon, ein Paar grĂ¶ĂŸere Fasstrommeln khong thab, kleine Handzimbeln ching und große Handzimbeln chap. FĂŒr die leisere höfische Kammermusik wird wie im thailĂ€ndischen Mahori-Ensemble darĂŒber hinaus unter anderem die zweisaitige Spießgeige so u verwendet. Die klassische Musik wird seit der Abdankung des Königs 1975 nur noch in sehr bescheidenem Maß im Land und von der laotischen Exilgemeinde gepflegt.

Es gab am Königshof wie in Thailand ein Drama mit maskierten Darstellern, khon, welches das aus Indien stammende thailĂ€ndische Epos Ramakien auffĂŒhrte. Um 1930 wurde ein Puppentheater eröffnet, das ebenfalls aus dem Ramakien und aus einem laotischen Epos Geschichten erzĂ€hlte.

Die aus Thailand bekannte BambuslĂ€ngsflöte khlui, die Zupflauten krachappi und phin und Spießgeigen (allgemein sor oder so) kommen vereinzelt in der lĂ€ndlichen Unterhaltungsmusik im SĂŒden vor. Das fĂŒr Laos charakteristische und in den Dörfern weit verbreitete Musikinstrument ist die Mundorgel khaen. Die khaen besitzt ĂŒblicherweise 14 Bambuspfeifen, die in zwei Reihen angeordnet sind und direkt ĂŒber eine hölzerne Windkammer angeblasen werden. Daneben spielen mehrere Ethnien andere Mundorgeln mit weniger Pfeifen. Das fĂŒr die Kultur der Hmong bedeutendste Musikinstrument ist die Mundorgel qeej mit sechs Bambuspfeifen, deren Windkammer ĂŒber ein langes Anblasrohr mit Atemluft gefĂŒllt wird. Selten kommt eine senkrecht stehende Schlitztrommel (dung lung, in Nordostthailand pong lang) vor. HĂ€ufiger sind zweifellige, mit den HĂ€nden geschlagene Trommeln (allgemein kong). Die Beziehung zur thailĂ€ndischen Isan-Region stellt der Gesangsstil Mo lam (in Laos lam) her, der andere Gesangsstil heißt khap. In beiden Genres treten MĂ€nner und Frauen miteinander in Wettstreit oder es handelt sich um Brautwerbelieder. Beim lam werden je nach Region, Ensemblebesetzung und Thematik mehrere Genres unterschieden. in jedem Fall gehört eine khaen zum Instrumentarium. Die khaen gibt die Tonfolge der laotischen Musik vor. Ihre Pfeifen sind wie in Thailand heptatonisch gestimmt, das heißt, die Oktave wird in sieben Töne eingeteilt. Aus dieser Tonleiter werden zwei unterschiedliche pentatonische Skalen abgeleitet, ein Dur-Klang (Beispiel G–A–C–D–E) und eine nach Moll klingende Skala (Beispiel A–C–D–E–G).

Feiertage

Zu den offiziellen Feiertagen in Laos gehören Neujahr (1. Januar); Pi Mai, das laotische Neujahr, welches nach dem Mondkalender berechnet wird, findet meistens im April statt. Der Tag der Arbeit (1. Mai) und der Nationalfeiertag (2. Dezember) werden mit aufwendigen Feierlichkeiten verbracht. FÀllt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, so wird er auf den vorhergehenden oder den nachfolgenden Arbeitstag verlegt.

Religiöse Feiertage sind Boun Bang Fai, an dem die Geburt, Erleuchtung und der Tod Buddhas gefeiert werden, Khao Phansa, der den Beginn der buddhistischen Fastenzeit einlĂ€utet (Juli), und Ork Phansa den Ausklang der Fastenzeit (Ende Oktober). Zu diesen AnlĂ€ssen findet meist eine Feier, die die Laoten basi oder sukhwan nennen, statt. Bei diesen Feiern werden Opfergaben (Essen und Reiswein) beigebracht. Bei der sogenannten Schnurbindezeremonie wĂŒnschen sich Freunde Gesundheit und Wohlstand, indem sie sich SchnĂŒre um die Handgelenke wickeln.

Literatur

  • Heinz Kotte, RĂŒdiger Siebert: Laos, Aufbruch am Mekong. 2002, ISBN 3-89502-150-4 (Aktuelles aus Gesellschaft und Politik). 
  • Erik Lorenz: Lesereise Laos – Vom Schwinden der SilberfĂ€den. Picus Verlag, Sien 2014, ISBN 3-7117-1048-4. 
  • Chanthasene Sananikone: Essen erleben in Laos. Abera Verlag, Hamburg 2002, ISBN 978-3-934376-39-7. 
  • Michael Schultze: Die Geschichte von Laos. 1998, ISBN 3-88910-136-4. 
  • Michael Schultze: Laos-Handbuch. 2004, ISBN 3-8317-1363-4 (ReisefĂŒhrer). 
  • Michael Schultze: KulturSchock Laos. 2005, ISBN 3-8317-1296-4. 
  • Boike Rehbein: Globalisierung in Laos. Transformation des ökonomischen Feldes. 2004, ISBN 3-8258-7894-5. 
  • Martina Sylvia Khamphasith: Wahlheimat Laos. Expats erzĂ€hlen. Kindle Edition. 2013, ISBN 1-4909-0887-0. 
  • Jan DĂŒker: Stefan Loose ReisefĂŒhrer Laos: mit Reiseatlas. 2018, ISBN 978-3-7701-7884-1. 

Weblinks

  • LĂ€nderinformationen zu Laos des deutschen AuswĂ€rtigen Amtes
  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Laos
  • Nachrichtenagentur KPL (auf Englisch)
  • Socio-Economoc Atlas of the Lao PDR (Memento vom 18. Juli 2012 im Internet Archive) – Statistische Daten aufbereitet und als PDF herunterladbar (auf Englisch und Lao)
  • TV-Stationen in Laos auf asiawaves.net
  • Klimatabellen und Klimadiagramme aus Laos deutsch
  • Botschaft von Laos in Deutschland deutsch

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (0)

Abk Name O
LA.AT Attapu  
LA.BK Bokeo  
LA.BL Bolikhamxai  
LA.BL Bolikhamxai  
LA.CH Champasak  
LA.HO Houaphan  
LA.KH Khammouan  
LA.LM Louang Namtha  
LA.LP Louangphrabang  
LA.OU OudĂŽmxai  
LA.PH PhĂŽngsali  
LA.SL Saravan  
LA.SV SavannakhĂ©t  
LA.VI Vientiane  
LA.VT Vientiane [prefecture]  
LA.XA Xaignabouri  
LA.XS XaisĂŽmboun  
LA.XI Xiangkhoang  
LA.XE XĂ©kong  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: Laos

Name englisch: Laos
Hauptstadt: Vientiane
Kfz: LAO
ISO: LA
ISO3: LAO
Fläche: 236800 km²
Tld: .la
Wärung Einheit: LAK
Währung: Kip
Vorwahl: 856

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 22.502872
südlichster Punkt: 13.90972
westlichster Punkt: 100.0832139
östlichster Punkt: 107.69483


 
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