Beschreibung der Tour:
Von der Hütte geht es zunächst leicht bergab bis man schon bald auf den glatten Gletscherschliff trifft. Dieser wird zunächst in einigen Rissen überschritten und dann in einem hohen Kaminriss über einen Klettersteig der Kategorie B abgeklettert. Hier sollte man schon recht erfahren sein oder ein Klettersteigset benutzen.
Nach dem Kamin setzt sich der Fels noch etwas fort ehe der Fels verschwindet und Platz macht für eine wunderschöne Ebene in der der Lauterersee liegt. Am frühen Morgen lockte uns das kalte Wasser jedoch noch nicht so sehr. Von hier hat man auch einen tollen Blick auf die Innere Wetterspitze.
Über den Ablauf des Sees, den Gschnitzbach, geht es nun leicht bergab über Wiesenhänge bis wir auf den alternativen Weg treffen der etwas unterhalb verläuft, aber den Klettersteig umgeht.
Es geht hier zunächst flach weiter bis wir einen kurzen steilen Aufstieg beginnen, der uns zum Übergang über die Hohe Burg bringt. Dort geht es eine steile Rinne mit viel losem Gestein hinab, bevor es dann wieder gemächlich durch das Plattental weitergeht. Wir überqueren den ein oder anderen Bach und bewegen uns auf nahezu gleicher Höhe weiter.
Dann folgen die ersten Versicherungen im Fels. Es wechseln sich nun Grashänge und felsige Abschnitte ab, die oft mit Stahlseilen und Tritten versichert sind. Einmal gibt es sogar einen Aufstieg der gleich von 2 Stahlseilen wie eine Treppe flankiert wird. Wir gehen nun einen Bogen durch die Beilgrube und dann geht es hinauf zur Pramarnspitze. Auf dem Weg gibt es auch ein paar Stahlseile.
Den Gipfel der Pramarnspitze begeht man auf dem Höhenweg eigentlich nicht, aber er lässt sich leicht in wenigen Metern auf dem Grat erreichen.
Nach einer kurzen Pause und etlichen Fotos am Gipfel geht es wieder hinunter über ein paar Geröllfelder und Wiesen. Das Gelände bleibt nun einfach und ohne große Höhenverluste gehen wir beständig den Hang mit seinen vielen Karen aus. Das letzte dieser Kare bevor man die Hütte sieht ist noch mal recht geröllig, doch nach dem Aufstieg aus diesem sieht man die Innsbrucker Hütte mit dem kleinen Alfairsee schon vor sich. Ein kurzer Abstieg vom Sattel und dann wieder viel Geröll ehe man das letzte Stück recht flach zur Hütte geht.
Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Eine insgesamt recht anspruchsvolle, aber sehr tolle Tour!
Wir gingen die ersten Minuten auf dem unteren Weg, beschlossen dann aber doch den Weg obenrum zu nehmen. Dort befindet sich auch direkt zu Begin die Schlüsselstelle der Tour, ein 30 Meter langer Kamin in dem sich ein Klettersteig der Kategorie B befindet. Wer keine Ausrüstung dabei hat, sollte lieber den unteren Weg nehmen, falls er sich das nicht frei zu gehen zutraut!
Wenige Meter vor der Innsbrucker Hütte hat uns dann ein sehr kurzer aber umso kräftigerer Schauer völlig durchnässt.