Beschreibung der Tour:
Von Ehrwald Bahnhof den Wegweisern bzw der Doktor-Ludwig-Ganghofer-Straße bis Ehrwalder Alm Talstation folgen. Dort auf dem Bike & Trail Weg, links von der Brent Alm zur Ehrwalder Alm Bergstation. Wegweisern Richtung Zugspitze/ Hochfelder Alm/ Gatterl folgen. Alles leichte Bergsteige. Kurz vorm Gatterl liegt die Schlüsselstelle mit UIAA I. Die Schwierigkeit bei Nacht liegt hier, dass durch Schatten manche Tritte größer wirken als sie sind, und lockere Steine nur durch testen erkannt werden. Das Gatterl ist eine kleine Scharte, die auch als Grenze zwischen Österreich und Bayern fungiert. Außerdem ist dort ein Zaun und tatsächlich ein echtes Gatterl (wegen Schafherde). Von dort geht es, im Osten mit Blick ins Reintal, auf dem Plattsteig zur Knorrhütte. Ein leichter, ohne Steigung, vom alten Gletscher mit großen und kleinen Blockfelsen versperrter Steig. An der Knorrhütte vorbei, und dann geht es wieder mit Höhenmeter los. Und Schutt. Die ganze West-Ost-Strecke muss nun übers Platt wieder zurückgegangen werden. Das Platt ist eine Grundmoränenlandschaft, aber ohne nennenswerten Bewuchs. Immer wieder Schutthügel, über die man rüber muss. Sehr zermürbend, anstrengend, da Schutt, kein Ziel zu sehen. Es müssen 500hm auf diese Weise überwunden werden. Erst zum Schluss erkennt man endlich Sonnalpin, die Bergstation der Zugspitzbahn. Von dort geht es ein enorm steiles Stück auf einer Schuttpiste hinauf. Ein schritt
rauf, und zwei nach unten!! Bei Dunkelheit leider schwer erkennbar, wo der Schutt möglichst fest getreten ist. Oben angekommen, windet man sich an einem Drahtseil entlang durch bröselige Felsen und Schrofen hinauf auf den Zugspitzgrat. Ab hier eine (durch Drahtseil versicherte) einfach Gratwanderung zum Münchner Haus und dem Komplex drumherum, dann zum Zugspitzgipfel.
Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Bei Nacht eine lohnende Tour, wenn auch anstrengend. Bei Tag nicht zu empfehlen, da langweilig. Kaum Abwechslung und das Platt ist eine langweilige und zermürbende Mondlandschaft.
Aber nachts ist man komplett alleine, auch am Gipfel waren um halb sechs zum Sonnenaufgang nur zwei Pärchen. Das Gebäude drumherum ist enorm abstoßend und verwirrend, nicht mal zur Toilette konnten wir ohne Nachfragen navigieren.
Sehr interessant: Der bekreuzte Ostgipfel ist erst seit 1938 der höchste Gipfel mit 2962m. Der 2964m hohe Westgipfel wurde 1938 gesprengt um eine Flugleitstelle der Wehrmacht zu bauen (nie vollendet). Der Mittelgipfel fiel 1930 einer Seilbahnstation zum Opfer.