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Karte Karte: Bundesland Hessen

Lage Lage, Gebirge

Gebirge in Hessen: 18
Europa » Rheinisches Schiefergebirge » HunsrĂŒck
Europa » Rheinisches Schiefergebirge » Taunus
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Europa » ThĂŒringer Wald
Europa » SĂŒdwestdeutsches Stufenland » Odenwald
Europa » SĂŒdwestdeutsches Stufenland » Spessart
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Europa » Saar-Nahe-Bergland
Europa » Weserbergland
Europa » Eggegebirge
Europa » Rheinisches Schiefergebirge » Kellerwald
Oberrheinisches Tiefland
Neckar- und Tauber-GĂ€uplatten
MainfrÀnkische Platten
FrÀnkisches Keuper-Lias-Land

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Region Informationen Bundesland: Hessen

Informationen:


Hessen ( [ˈhɛsnÌ©], AbkĂŒrzung HE) ist eine parlamentarische Republik und ein teilsouverĂ€ner Gliedstaat (Land) der Bundesrepublik Deutschland. BevölkerungsmĂ€ĂŸig ist es das fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte der sechzehn LĂ€nder. Es grenzt im Norden an Niedersachsen, im Westen an Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, im Osten an Bayern und ThĂŒringen sowie im SĂŒden an Baden-WĂŒrttemberg.

Nach dem Wiener Kongress 1815 bestand auf dem Gebiet des heutigen Landes Hessen im Wesentlichen das Großherzogtum Hessen, das KurfĂŒrstentum Hessen, das Herzogtum Nassau, die Freie Stadt Frankfurt, das FĂŒrstentum Waldeck, die Landgrafschaft Hessen-Homburg sowie das rheinpreußische Gebiet um Wetzlar. Kurhessen, Nassau, Hessen-Homburg (das am 24. MĂ€rz 1866 durch Erbfall an Hessen-Darmstadt kam) und Frankfurt wurden 1866 vom Königreich Preußen annektiert und als Provinz Hessen-Nassau zusammengefasst. WĂ€hrend der Weimarer Republik wurde aus dem vormalige Großherzogtum der republikanisch gefasste Volksstaat Hessen und Waldeck wurde 1929 Teil des Freistaats Preußen. 1944 wurde die Provinz Hessen-Nassau in die Provinzen Kurhessen und Nassau geteilt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Land Hessen am 19. September 1945 unter dem Namen Groß-Hessen in der Amerikanischen Besatzungszone gegrĂŒndet und erhielt als erstes noch heute bestehendes Land der Bundesrepublik eine neue demokratische Verfassung. Der linksrheinische Teil des zum Volksstaat Hessen gehörenden Rheinhessens und ein Teil Nassaus fielen dabei an die Französische Besatzungszone und gehören heute zu Rheinland-Pfalz.

Geographisch ist Hessen abseits der Oberrheinischen Tiefebene von Mittelgebirgen und WĂ€ldern geprĂ€gt. Im Rheingau und an der Bergstraße bestehen die fĂŒr den Weinbau typischen Kulturlandschaften, daneben sind in zahlreichen Regionen Streuobstwiesen anzutreffen, die auch der Herstellung des in Hessen weit verbreiteten Apfelweins dienen. Die hessischen Dialekte gehören zum rheinfrĂ€nkischen Sprachraum des Westmitteldeutschen.

Der sĂŒdliche Landesteil, der Regierungsbezirk Darmstadt (SĂŒdhessen), gehört mit dem dort befindlichen Kern des lĂ€nderĂŒbergreifenden Rhein-Main-Gebietes zu den am dichtesten besiedelten und wirtschaftsstĂ€rksten Regionen Deutschlands. Landeshauptstadt ist Wiesbaden, die bevölkerungsreichste Stadt ist Frankfurt am Main. Weitere GroßstĂ€dte sind die zwei historischen ResidenzstĂ€dte Darmstadt und Kassel sowie Offenbach am Main und seit September 2021 Hanau.

Geographie

Hessen verfĂŒgt ĂŒber eine FlĂ€che von 21.114,94 Quadratkilometern. Mit Stand vom 31. Dezember 2014 verteilt sich die FlĂ€chennutzung dieser GesamtbodenflĂ€che auf folgende Nutzungsarten:

  • Siedlungs- und VerkehrsflĂ€che 3.315 kmÂČ, darunter
    • GebĂ€ude- und FreiflĂ€che 1.572 kmÂČ
      • FĂŒr Wohnen 910 kmÂČ
      • FĂŒr Gewerbe und Industrie 170 kmÂČ
    • ErholungsflĂ€che 209 kmÂČ
    • VerkehrsflĂ€che 1.433 kmÂČ
  • LandwirtschaftsflĂ€che: 8.859 kmÂČ
  • WaldflĂ€che 8.477 kmÂČ
  • WasserflĂ€che 294 kmÂČ

Der geografische Mittelpunkt Hessens befindet sich nach Auswertung von rund 35.000 Messpunkten entlang der hessischen Grenze in Flensungen, einem Ortsteil der Gemeinde MĂŒcke im Vogelsbergkreis. Vom 1. Januar 2007 bis 30. Juni 2013 lag der geografische Mittelpunkt der EuropĂ€ischen Union in der Barbarossastadt Gelnhausen, Ortsteil Meerholz, im Main-Kinzig-Kreis.

NachbarlÀnder

Hessen zieht sich von der ungefĂ€hren Mitte Deutschlands nach SĂŒden bis SĂŒdwesten und grenzt mit einer GesamtgrenzlĂ€nge von 1410 km an die LĂ€nder Nordrhein-Westfalen (GrenzlĂ€nge: 269,3 km), Niedersachsen (167,0 km), ThĂŒringen (269,6 km), Bayern (261,9 km), Baden-WĂŒrttemberg (176,5 km) und Rheinland-Pfalz (266,3 km).

NaturrÀumliche Gliederung

Hessen ist geprĂ€gt von Mittelgebirgen bis 950 m Höhe. Die Beckenlandschaften liegen demgegenĂŒber oftmals auf Höhen unter 200 mÂ ĂŒ. NN, die FlusstĂ€ler unterschreiten teilweise die 100-Meter-Marke.

Der Norden Hessens gehört zur sogenannten Deutschen Mittelgebirgsschwelle. Hierzu zĂ€hlen zum einen die naturrĂ€umlichen Haupteinheitengruppen des Rheinischen Schiefergebirges SĂŒderbergland, Taunus, Westerwald, Gießen-Koblenzer Lahntal und Mittelrheingebiet, zum anderen im Hessischen Bruchschollentafelland West- und Osthessisches Bergland sowie das NiedersĂ€chsische Bergland im Norden und das ThĂŒringer Becken im Osten.

Der SĂŒden und SĂŒdosten Hessens gehört zum SĂŒdwestdeutschen Schichtstufenland mit der Haupteinheitengruppe Hessisch-FrĂ€nkisches Bergland, der SĂŒdwesten zum Oberrheinischen Tiefland.

Hessen gehört zu den waldreichsten LÀndern in Deutschland, da die WÀlder hier rund 42 Prozent der LandesflÀche bedecken.

Mittelgebirge und Berge

Hessens Landschaft besteht aus zahlreichen Mittelgebirgen, nach deren jeweils höchsten (hessischen) Bergen sortiert sind dies: Rhön, Taunus, Rothaargebirge, Vogelsberg, Hoher Meißner, Kellerwald, Westerwald, Söhre, Kaufunger Wald, KnĂŒllgebirge, Habichtswald, Gladenbacher Bergland, Odenwald, Stölzinger Gebirge, Spessart, Schlierbachswald, Seulingswald, Richelsdorfer Gebirge und Reinhardswald.

Die höchste Stelle des Landes befindet sich auf der Wasserkuppe (950,2 mÂ ĂŒ. NN) in der Rhön im Landkreis Fulda (zu den hessischen Mittelgebirgen und weiteren Bergen: Liste der Berge in Hessen).

Becken und Niederungen

Im SĂŒdwesten Hessens liegt im Oberrheinischen Tiefland, das auch den Ballungsraum Rhein-Main-Gebiet und die Wetterau enthĂ€lt, die flĂ€chenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte Beckenlandschaft. Sie ist Teil der Mittelmeer-Mjösen-Zone und wird innerhalb dieser nach Nord(ost)en durch das Gießener Becken, das Amöneburger Becken und die bis nördlich von Kassel reichende Westhessische Senke verlĂ€ngert.

Abseits davon bildet das Limburger Becken an der westlichen Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz zwischen Taunus und Westerwald einen grĂ¶ĂŸeren intramontanen Senkungsraum innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges. Die Wetschaft-Senke verlĂ€ngert demgegenĂŒber die Ostgrenze des Rheinischen Schiefergebirges nördlich von Wetterau und Gießener Becken.

Die meist tektonisch angelegten Becken sind im geomorphologischen Sinne meistens keine Becken, sondern teils weitrĂ€umige Niederungen, die von FlĂŒssen durchflossen werden. Vielfach finden sich hier LĂ¶ĂŸdecken, die zusammen mit der Klimagunst die Grundlage fĂŒr eine ertragreiche Landwirtschaft bilden.

Die niedrigste Stelle Hessens befindet sich bei Lorch am Rhein (81 mÂ ĂŒ. NN) im Rheingau-Taunus-Kreis.

GewÀsser

FlĂŒsse

Der Norden und der Osten Hessens gehören zum Einzugsgebiet der Weser, die das Land im Ă€ußersten Norden durchquert. Ihre QuellflĂŒsse Fulda und Werra fließen auf 215 km bzw. 95 km LĂ€nge durch Hessen. Dagegen wird der ĂŒbrige Teil des Landes zum Rhein hin entwĂ€ssert, der im SĂŒdwesten auf 107 km LĂ€nge die Grenze zu Rheinland-Pfalz bildet. Seine fĂŒr Hessen wichtigsten NebenflĂŒsse sind Main und Lahn, aber auch der Neckar fließt ein kurzes StĂŒck durch den Ă€ußersten SĂŒden Hessens.

Nachfolgend sind alle durch Hessen fließenden FlĂŒsse mit einer GesamtlĂ€nge von ĂŒber 100 km oder einer Fließstrecke in Hessen von ĂŒber 50 km aufgefĂŒhrt. Angegeben sind jeweils die hessische und die gesamte LĂ€nge.

BĂ€che

Ende August 2019 hat das Hessische Ministerium fĂŒr Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein Renaturierungsprogramm fĂŒr 100 BĂ€che angekĂŒndigt.

Seen

In Hessen gibt es keine grĂ¶ĂŸeren natĂŒrlichen Seen. Gleich vier der grĂ¶ĂŸten Stauseen des Landes liegen im Landkreis Waldeck-Frankenberg im Nordwesten Hessens: Der Edersee als mit Abstand grĂ¶ĂŸter See in Hessen sowie Affolderner See, Diemelsee und Twistesee. Weitere bedeutende Stauseen sind der Kinzig-Stausee im osthessischen Main-Kinzig-Kreis und der Aartalsee in der Gemeinde Bischoffen im westhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Zu den grĂ¶ĂŸten Baggerseen Hessens gehören der Borkener See im Schwalm-Eder-Kreis, der Werratalsee im Werra-Meißner-Kreis und der Langener Waldsee im Landkreis Offenbach als grĂ¶ĂŸter See SĂŒdhessens.

Natur und Schutzgebiete

In den verschiedenen NaturrĂ€umen Hessens wurden 763 Naturschutzgebiete mit einer GesamtgrĂ¶ĂŸe von mehr als 36.000 ha ausgewiesen. Das entspricht etwa 1,7 % der LandesflĂ€che. Außerdem sind 125 Landschaftsschutzgebiete eingerichtet worden.

Im Rahmen des EuropĂ€ischen Natura2000-Programms wurden 583 FFH-Gebiete sowie 60 EU-Vogelschutzgebiete unter Schutz gestellt. Es gibt 31 Naturwaldreservate in Hessen mit einer TotalreservatsflĂ€che von 1228 ha. Zahlreiche EinzelbĂ€ume, Felsformationen oder kleinere FlĂ€chen sind als Naturdenkmale geschĂŒtzt.

Hessens einziger Nationalpark ist der Nationalpark Kellerwald-Edersee. Ein Teil davon zĂ€hlt seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe „Alte BuchenwĂ€lder und BuchenurwĂ€lder der Karpaten und anderer Regionen Europas“. Die Grube Messel als eine FossillagerstĂ€tte von Weltrang ist bereits seit 1995 Weltnaturerbe.

Geschichte

Geschichte Hessens

Im heutigen Land Hessen sind die ehemaligen Territorien der hessischen FĂŒrstentĂŒmer Landgrafschaft Hessen (spĂ€ter unter anderem Hessen-Kassel, Hessen-Darmstadt, Hessen-Rotenburg und Hessen-Homburg), der Grafschaft Erbach, des FĂŒrstentums Solms und große Teile des Herzogtums Nassau, der Grafschaft Hanau, der Grafschaft Isenburg, des FĂŒrstentums Waldeck, der Hochstifte Mainz und Fulda, sowie der Freien ReichsstĂ€dte Frankfurt am Main, Friedberg, Gelnhausen und Wetzlar respektive die ehemaligen Territorien der Nachfolgestaaten vereint.

Durch Proklamation der amerikanischen MilitĂ€rregierung vom 19. September 1945 wurden die Grundlagen fĂŒr das heutige Land Hessen geschaffen, diese vereinigte die preußischen Provinzen Kurhessen und Nassau sowie den Volksstaat Hessen zum Land Groß-Hessen unter Ausschluss der Gebiete im Westen, die Teil der französischen Besatzungszone geworden waren. Dies waren zum einen die nassauischen Landkreise Sankt Goarshausen, Unterlahn, Oberwesterwald, Unterwesterwald und zum anderen Rheinhessen, die linksrheinische Provinz des ehemaligen Volksstaates Hessen, wobei die rechts des Rheins in der amerikanischen Besatzungszone gelegenen Stadtteile der StĂ€dte Mainz und Worms in der Besatzungszone verblieben und daher heute (weiterhin) zu Hessen gehören. Die französisch besetzten Gebiete wurden 1946 als Regierungsbezirke Montabaur und Rheinhessen Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Die einstige Exklave Wimpfen wurde gegen den mehrheitlichen Widerstand der Bevölkerung und Hessens Teil des neu gegrĂŒndeten Bundeslandes WĂŒrttemberg-Baden. Mit der Annahme der Verfassung des Landes Hessen durch die Volksabstimmung am 1. Dezember 1946 wurde aus dem zuvor gebildeten „Staat Groß-Hessen“ das „Land Hessen“.

Namensherkunft

Der Name Hessen ist allgemeiner Meinung nach die abgewandelte Form des Stammesnamens der germanischen Chatten, deren Siedlungsschwerpunkt im heutigen Nord- und Mittelhessen lag.

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Demografische Entwicklung

Der grĂ¶ĂŸte Teil der hessischen Bevölkerung lebt im sĂŒdlichen Landesteil, im Rhein-Main-Gebiet. Weitere urbane Zentren sind in Mittelhessen Gießen, Marburg und Wetzlar, in Nordhessen Kassel und in Osthessen Fulda. Zur Bevölkerungsentwicklung siehe Bevölkerungsprognose Hessen.

Die Studie Wegweiser Kommune der Bertelsmann Stiftung vom Jahr 2011 kommt auf folgende Bevölkerungsprognose.

ErwerbstÀtigkeit

In Hessen waren in den Wirtschaftssektoren „Land-, Forstwirtschaft, Fischerei (Land)“, „Produzierendes Gewerbe (Prod)“ und „Dienstleistungen (Dienst)“ beschĂ€ftigt (in Tausend):

Zuwanderung

Aufgrund seiner zentralen Lage war das Gebiet des heutigen Hessen seit jeher von Zuwanderung geprĂ€gt. So sind Friedrichsdorf, Bad Karlshafen, Walldorf und Neu-Isenburg GrĂŒndungen von ReligionsflĂŒchtlingen wie Hugenotten und Waldensern. Andere Orte wie Trutzhain wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von Heimatvertriebenen gegrĂŒndet. Die grĂ¶ĂŸte Gruppe, die in Hessen ansĂ€ssig wurde, waren vertriebene Deutschböhmen und DeutschmĂ€hrer, die zusammenfassend hĂ€ufig als Sudetendeutsche bezeichnet werden. In den 1960er Jahren gelangten sogenannte Gastarbeiter aus Italien, Spanien, Jugoslawien und der TĂŒrkei nach Hessen, spĂ€ter Aussiedler und SpĂ€taussiedler aus RumĂ€nien, Polen und der frĂŒheren Sowjetunion. Zentren der Zuwanderung sind heute die GroßstĂ€dte im Rhein-Main-Gebiet wie Frankfurt oder Offenbach.

Ende Dezember 2013 lebten 810.639 AuslĂ€nder in Hessen, was einem Anteil von 13,4 Prozent an der hessischen Gesamtbevölkerung entspricht. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund betrĂ€gt 25,5 %, womit Hessen nach Baden-WĂŒrttemberg den zweithöchsten Migrantenanteil unter den deutschen FlĂ€chenlĂ€ndern hat.

Eine Vielzahl von hessischen StĂ€dten weisen einen hohen Anteil von AuslĂ€ndern (melderechtlich registrierte Einwohner ohne deutsche Staatsangehörigkeit) auf. Die höchsten AuslĂ€nderanteile in Hessen per 30. Juni 2014 verzeichneten die StĂ€dte Offenbach am Main (31,5 %), Kelsterbach (31,0), Raunheim (28,0), Dietzenbach (27,4), Frankfurt am Main (26,8), RĂŒsselsheim am Main (23,1), Hanau (21,2) und Neu-Isenburg (20,9 %). Alle genannten StĂ€dte liegen in der Stadtregion Frankfurt, der Agglomeration um die Kernstadt Frankfurt.

Religionen und Weltanschauungen

Die Zahl der evangelischen und katholischen Christen in Hessen sinkt kontinuierlich. Durchschnittlich verringerte sich deren Zahl zwischen 2001 und 2018 um 0,78 Prozentpunkte pro Jahr. Mit Stand 2018 gehörten 33,4 Prozent der Bevölkerung den evangelischen Landeskirchen an, 22,3 Prozent waren römisch-katholischen Bekenntnisses und 44,4 Prozent der hessischen Bevölkerung gehörten zu einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft. Ende 2019 hatte Hessen 6.288.080 Einwohner davon waren 32,5 % evangelisch, 21,7 % katholisch und 45,9 % hatte entweder eine andere oder gar keine Religionszugehörigkeit.

Ein Teil der nichtreligiösen Menschen ist in der Humanistischen Gemeinschaft Hessen, einer öffentlich-rechtlichen Weltanschauungsgemeinschaft, organisiert.

Eine reprĂ€sentative Studie im Auftrag des Hessisches Ministerium fĂŒr Soziales und Integration kam 2016 zu dem Ergebnis, dass sich 63 Prozent der hessischen Bevölkerung als Christen, drei Prozent als Muslime und ein Prozent als AnhĂ€nger einer sonstigen Religionsgemeinschaft bezeichneten. 32 Prozent gaben laut der Studie an, konfessionslos zu sein. Über zehn Prozent aller Muslime in Deutschland leben laut einer Hochrechnung des Bundesministeriums des Innern aus dem Jahr 2009 in Hessen.

Gesundheit

Die durchschnittliche Lebenserwartung lag im Zeitraum 2015/17 bei 79,0 Jahren fĂŒr MĂ€nner und bei 83,4 Jahren fĂŒr Frauen. Die MĂ€nner belegen damit unter den deutschen BundeslĂ€ndern Rang 3, wĂ€hrend Frauen Rang 4 belegen. Regional hatten 2013/15 der Hochtaunuskreis (Erwartung der Gesamtbevölkerung: 82,76 Jahre), der Main-Taunus-Kreis (82,40) und der Landkreis Offenbach (82,19) die höchste, sowie Limburg-Weilburg (80,22), der Schwalm-Eder-Kreis (80,04) und der Werra-Meißner-Kreis (79,75) die niedrigste Lebenserwartung.

2017 gab es in Hessen 159 KrankenhĂ€user mit 36.432 Betten. Das Land hatte 12.756 hauptamtliche Ärzte, 535 BelegĂ€rzte und ĂŒber weitere 66.426 BeschĂ€ftigte in KrankenhĂ€usern.

Politik

Hessische Verfassung

Die Hessische Verfassung vom 1. Dezember 1946 ist die Ă€lteste heute noch geltende Verfassung eines deutschen Landes. Die Verfassung ist in zwei Hauptteile gegliedert. Von den 161 Verfassungsartikeln befassen sich die ersten 63 Artikel mit den Grundrechten. Im zweiten Hauptteil ist der Staatsaufbau geregelt. Hier werden die Staatsorgane, die zur AusĂŒbung der Staatsgewalt berufen sind, mit ihren Aufgaben, Rechten und Pflichten beschrieben (siehe Abschnitt „Staatsaufbau“ weiter unten). In der Verfassung bekennt sich Hessen zu Frieden, Freiheit, VölkerverstĂ€ndigung und zur (bei Inkrafttreten der Verfassung noch zu schaffenden) deutschen Republik. Der Krieg ist geĂ€chtet. In der Verfassung ist ein Widerstandsrecht gegenĂŒber verfassungsfeindlichen Gesetzen und Handlungen verankert.

Bis zum Jahr 2018 gab es in der hessischen Verfassung noch die Option der Todesstrafe, was durch Bundesgesetz allerdings gebrochen wurde und somit keine Anwendung in Hessen finden konnte. Diese Option ist zeitgleich mit der Landtagswahl in Hessen 2018 per Volksentscheid gestrichen worden.

Seit 2018 gibt es auch in Hessen ein Datenschutz- und Informationsfreiheitsgesetz (HDSIG). Es gewĂ€hrleistet in § 80 Abs. 1 den freien Zugang hessischer BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zu Informationen der öffentlichen Verwaltung (Informationsfreiheitsgesetz).

Der erste verfassungsmĂ€ĂŸig gewĂ€hlte MinisterprĂ€sident war Christian Stock. Mit VerkĂŒndung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 wurde Hessen zu einem Land der Bundesrepublik Deutschland.

Regierungssystem

Allgemein

Hessen ist laut seiner Verfassung Glied der deutschen Republik, was den Anspruch auf Mitgliedschaft in einem (zum Zeitpunkt des Beschlusses der Verfassung) neu zu schaffenden deutschen Staat ausdrĂŒckte. Die Staatsform ist eine demokratische und parlamentarische Republik.

Legislative – Landtag

Die gesetzgebende Gewalt – die Legislative – wird vom Landtag ausgeĂŒbt, soweit sie nicht dem Volk durch Volksentscheid zugedacht ist. Der Landtag besteht aus den vom Volk gewĂ€hlten Abgeordneten. Das passive Wahlrecht haben alle Stimmberechtigten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Alle Parteien mit mehr als fĂŒnf Prozent der WĂ€hlerstimmen sind im Landtag vertreten. Die Legislaturperiode betrĂ€gt seit dem Jahr 2003 fĂŒnf Jahre, davor waren es vier Jahre.

Exekutive – Landesregierung

Die ausfĂŒhrende Gewalt – die Exekutive – ist die Hessische Landesregierung und die ihr unterstellte Landesverwaltung. Die Landesregierung setzt sich aus dem MinisterprĂ€sidenten und den Ministern zusammen. Der MinisterprĂ€sident bestimmt die Richtlinien der Regierungspolitik und ist dafĂŒr dem Landtag verantwortlich. Innerhalb dieser Richtlinien leitet jeder Minister den ihm anvertrauten GeschĂ€ftszweig selbstĂ€ndig und unter eigener Verantwortung gegenĂŒber dem Landtage. Der MinisterprĂ€sident vertritt das Land Hessen nach außen. Der Landtag wĂ€hlt ohne Aussprache in geheimer Abstimmung den MinisterprĂ€sidenten mit mehr als der HĂ€lfte der gesetzlichen Zahl seiner Mitglieder. Der MinisterprĂ€sident ernennt daraufhin die Minister. Eine Besonderheit ist, dass Angehörige der AdelshĂ€user/Familien, die bis 1918 in Deutschland oder einem anderen Land regiert haben oder in einem anderen Land regieren, nicht Mitglieder der Landesregierung werden können.

Judikative – Landesgerichte

Die rechtsprechende Gewalt – die Judikative – wird vom Staatsgerichtshof und den weiteren Gerichten des Landes ausgeĂŒbt. Der Staatsgerichtshof besteht aus elf Mitgliedern, und zwar fĂŒnf Richtern und sechs vom Landtag nach den GrundsĂ€tzen der VerhĂ€ltniswahl gewĂ€hlten Mitgliedern, die nicht dem Landtag angehören dĂŒrfen. Der Staatsgerichtshof entscheidet ĂŒber die VerfassungsmĂ€ĂŸigkeit der Gesetze, die Verletzung der Grundrechte, bei Anfechtung des Ergebnisses einer Volksabstimmung, ĂŒber Verfassungsstreitigkeiten sowie in den in der Verfassung und den Gesetzen vorgesehenen FĂ€llen. In Hessen gibt es dabei noch die Besonderheit, dass hier die Institution eines Landesanwaltes besteht, der aus eigenem Antrieb bei Staatsgerichtshof die PrĂŒfung der VerfassungsmĂ€ĂŸigkeit eines Gesetzes veranlassen kann.

Landespolitik

Von 1945 bis 1987 stellte die SPD den hessischen MinisterprĂ€sidenten. Das Land wurde daher hĂ€ufig als rotes Hessen bezeichnet. Bis 1970 war die SPD auch stĂ€rkste Partei. Ab dieser Zeit gelang es erstmals der CDU, stĂ€rkste Partei zu werden; die Regierung wurde jedoch bis 1982 durch eine Koalition von SPD und FDP gestellt. Nachdem als Ergebnis der Landtagswahl in Hessen 1982 die GrĂŒnen, die sich damals noch als Fundamentalopposition verstanden, erstmals in den Hessischen Landtag eingezogen waren, gab es keine regierungsfĂ€hige Mehrheit. Dieser Zustand endete erst Ende 1985, als die bundesweit erste rot-grĂŒne Landesregierung zustande kam. Anfang 1987 zerbrach diese wieder. Aus der folgenden vorgezogenen Neuwahl gingen CDU und FDP als Wahlsieger hervor. Seither gab es bei jeder Wahl knappe Mehrheiten im Land, oftmals mit nur einem Sitz. Von 1991 bis 1999 regierten erneut SPD und GrĂŒne, ehe es 1999 zu einer Koalition aus CDU und FDP unter Roland Koch kam. Im Jahr 2003 erhielt die CDU zum ersten Mal in Hessen die absolute Mehrheit im Parlament (56 Sitze).

Bei der Landtagswahl am 27. Januar 2008 konnte die CDU ihre Mehrheit nicht verteidigen. Der erstmalige Einzug der Partei Die Linke, auch wenn diese mit 5,1 % Stimmenanteil die FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde nur knapp ĂŒberwand, bewirkte, dass keine der von den Parteien im Vorfeld angestrebten Regierungskoalitionen (CDU/FDP bzw. SPD/GrĂŒne) eine Mehrheit fand. In den folgenden Wochen scheiterten alle Versuche der in den Landtag gewĂ€hlten Parteien, eine regierungsfĂ€hige Mehrheit zusammenzustellen, zu der entweder zwei große Parteien (CDU und SPD) oder eine große und zwei kleinere Parteien (FDP, GrĂŒne bzw. Linke) erforderlich wĂ€ren. So wĂ€hlte der neue Landtag in seiner konstituierenden Sitzung am 5. April 2008 keinen MinisterprĂ€sidenten, was nach Artikel 113 der Hessischen Verfassung zur Folge hatte, dass die bisherige CDU-Regierung unter Roland Koch bis auf weiteres geschĂ€ftsfĂŒhrend im Amt verblieb. Anfang November scheiterte ein weiterer Versuch der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti, eine Mehrheit mit Hilfe der GrĂŒnen und der Linken zu erreichen, an mangelnder UnterstĂŒtzung in der eigenen Fraktion. In der Folge stimmten alle Fraktionen fĂŒr die Auflösung des Landtages und ermöglichten dadurch Neuwahlen am 18. Januar 2009. Diese brachten eine deutliche Mehrheit fĂŒr CDU und FDP, so dass Roland Koch am 5. Februar 2009 erneut zum MinisterprĂ€sidenten einer Regierung aus CDU und FDP gewĂ€hlt wurde. Seit dem 31. August 2010 ist Volker Bouffier MinisterprĂ€sident. Bei der Landtagswahl in Hessen 2013 konnten Union und FDP ihre Mehrheit allerdings nicht halten – ebenso gelang es SPD und GrĂŒnen nicht, eine Mehrheit ohne die Linke zu erringen. Die Union fĂŒhrte sowohl mit der SPD als auch mit den GrĂŒnen GesprĂ€che. Schließlich kam es unter Bouffier zur ersten Koalition zwischen Union und GrĂŒnen in einem FlĂ€chenland.

Vermögenslage

Das Land Hessen hat als erstes deutsches Land eine Staatsbilanz aufgestellt. Im Gegensatz zu Staatsbilanzen, die auf Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung beruhen, wurde die Staatsbilanz Hessens in Anlehnung an die Regeln des Handelsgesetzbuchs erarbeitet. D. h., es wurden eine Inventur der Vermögenswerte und Schulden und deren Bewertung vorgenommen. Die Eröffnungsbilanz wurde zum Stichtag 1. Januar 2009 aufgestellt, die JahresabschlĂŒsse werden jĂ€hrlich zum 31. Dezember aufgestellt. Der letzte vorliegende Jahresabschluss ist fĂŒr das Jahr 2011. Die Eröffnungsbilanz und die JahresabschlĂŒsse wurden von der WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers geprĂŒft und testiert.

Aus der Differenz von Vermögenswerten und Schulden ergibt sich das Eigenkapital, das im Falle Hessens negativ ist. Das bedeutet, dass das Land ĂŒberschuldet ist. Die Verschuldungsquote ist in den Jahren 2009 bis 2011 annĂ€hernd konstant geblieben, hat sich seit 2012 aber verschlechtert.

Da Hessen neben Bayern und Baden-WĂŒrttemberg aufgrund seiner Finanzkraft zu den wenigen Nettozahlern im LĂ€nderfinanzausgleich gehört, ist zu vermuten, dass die Vermögenslage der meisten deutschen LĂ€nder eher schlechter ist. Allerdings ist ein Vergleich mit den Stadtstaaten schwierig, weil die Staatsbilanzen von FlĂ€chenlĂ€ndern nicht die Vermögenswerte der Kommunen enthalten. Nach der Prognose im GeschĂ€ftsbericht 2011 wird das negative Eigenkapital bis 2020 auf rund 90 Mrd. Euro anwachsen und sich dann von 2021 bis 2025 auf 85 Mrd. Euro verringern. Im GeschĂ€ftsbericht 2013 heißt es vorsichtiger: „Die Landesregierung geht [
] perspektivisch von der Möglichkeit einer RĂŒckfĂŒhrung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages aus. FĂŒr das Jahr 2014 wird mit einem Jahresfehlbetrag von ca. 3,1 Mrd. Euro gerechnet.“

ZusĂ€tzlich zu den Bilanzen erstellt das Land Hessen ebenfalls kameralistische JahresabschlĂŒsse. Das Haushaltsjahr ist das Kalenderjahr. Diese folgen den Vorgaben des HaushaltsgrundsĂ€tzegesetzes. Damit sind sie mit den AbschlĂŒssen anderer BundeslĂ€nder vergleichbar. Allerdings ermöglichen sie keine Übersicht ĂŒber die Vermögenslage. FĂŒr das Haushaltsjahr 2013 hat die Landesregierung mit der Haushaltsrechnung ĂŒber die Einnahmen und Ausgaben sowie den Produkthaushalt des Landes Rechenschaft abgelegt.

Nach einem Urteil des Hessischen Staatsgerichtshofs vom 27. Oktober 2021 muss die Hessische Landesregierung die Milliarden-Kredite fĂŒr die Corona-Hilfen neu regeln. Der hessische Staatsgerichtshof begrĂŒndete seine Entscheidung damit, dass die Landesregierung mit dem Sondervermögen die haushaltsrechtlichen Kompetenzen ĂŒberschritten habe. Es hĂ€tte andere Formen der KrisenbewĂ€ltigung gegeben. Die Landesregierung habe nun eine Übergangsfrist bis Ende MĂ€rz 2022 bekommen, um die Verfassungswidrigkeit zu beenden. Das kreditfinanzierte Sondervermögen des Landes hat ein Volumen von insgesamt zwölf Milliarden Euro. Mit dem Sondervermögen sollten die Folgen der Corona-Krise abgemildert werden.

Europapolitik

Das Land Hessen vertritt seine Interessen in der EuropĂ€ischen Union durch Mitwirkung in verschiedenen Organen und Gremien, hessische Abgeordnete sind im EuropĂ€ischen Parlament vertreten. Zudem unterhĂ€lt das Land Hessen eine StĂ€ndige Vertretung in BrĂŒssel, außerdem entsendet Hessen Mitglieder in den Ausschuss der Regionen oder wirkt ĂŒber die regionalen Europaabgeordneten in BrĂŒssel mit. Im November 2010 hat die Landesregierung außerdem ihre europapolitische Strategie mit dem Titel „Hessens Chancen in Europa wahrnehmen“ verabschiedet.

Die hessische Europapolitik wird durch die Hessische Ministerin fĂŒr Bundes- und Europaangelegenheiten koordiniert, die bei der hessischen Staatskanzlei angesiedelt ist. In BrĂŒssel unterhĂ€lt die hessische Landesregierung eine Vertretung unter der Leitung von Lucia Puttrich. Im Hessischen Landtag ist fĂŒr die europapolitischen Querschnittsthemen der Europaausschuss zustĂ€ndig, derzeit unter Vorsitz von Aloys Lenz (CDU). Über die Unterrichtung des Landtages durch die Landesregierung in Angelegenheiten der EuropĂ€ischen Union wurde im Jahr 2011 eigens eine Vereinbarung getroffen.

Hoheitszeichen

Zu den Hoheitszeichen des Landes Hessen zĂ€hlen das Landeswappen, die Landesflagge, die Landesdienstflagge, das Landessiegel, das Amtsschild der Landesbehörden und die rot-weiße Landeskokarde.

Ausgeschrieben wird der Landesname in Versalien, dabei wird ebenso wie auf allen amtlichen Publikationen die Schriftart Avenir verwendet.

Landeswappen

Wappenzeichen

Da das Wappen durch seine hoheitliche Funktion nur von den hessischen Behörden gefĂŒhrt werden darf, hat das Land im Jahr 1981 das „Hessenzeichen“ veröffentlicht, das frei verwendet werden darf. Damit kam Hessen dem Wunsch von Privatpersonen, Vereinen und Unternehmen nach, deren Verbundenheit zu ihrem Land mit einem Symbol zum Ausdruck zu bringen. Es besteht aus der leicht abgewandelten und stilisierten Wappenfigur des Löwen und kann wahlweise in Schwarz oder in den Landesfarben Weiß oder Rot verwendet werden.

Wappenfigur

Hessenlöwe oder bunter Löwe ist der Name fĂŒr die Wappenfigur im Wappen von Hessen. Dieser Name bezieht sich auf das weiß-rot-gestreifte Wappentier mit der ausgeschlagenen Zunge in Rot. Es ist ein von Silber und Rot neunmal geteilter Löwe.

Der Löwe wurde ursprĂŒnglich von den Ludowingern benutzt, die auch Landgrafen in ThĂŒringen waren. Er wird bis heute in Hessens Wappen verwendet. Die Ă€lteste Wappendarstellung ist der Wappenschild Landgraf Konrads von ThĂŒringen († 1240), Regent von Hessen (bis 1234) und Hochmeister des Deutschen Ordens (ab 1239), auf seinem Grabmal im Landgrafenchor der Elisabethkirche in Marburg.

Zur Zeit als Großherzogtum war er ein gekrönter, goldbewehrter, von Silber und Rot neunmal geteilter Löwe mit Doppelschweif im blauen Schild und schwang mit der rechten Pranke ein Schwert. In vielen Wappen des Landes ist er anzutreffen und verkörpert die Zugehörigkeit zu selbigem. Entweder ist er ganz dargestellt oder er ist wachsend (halber Löwe, nur Oberkörper).

Landesflagge

„Die Landesflagge besteht aus einem oberen roten und einem unteren weißen Querstreifen; die Höhe der Flagge verhĂ€lt sich zu ihrer LĂ€nge wie 3:5. Die Landesflagge ist zugleich Handelsflagge. Die Landesdienstflagge ist die Landesflagge, die in der Mitte das Landeswappen zeigt.“

Die rot-weiße Farbgebung der Landesflagge ist dem Wappentier entnommen; die Landesdienstflagge darf nur von hessischen Dienststellen, wie zum Beispiel den Ministerien, verwendet werden.

Landessiegel

Das Landessiegel zeigt die Wappenfigur, den Löwen. Das große Landessiegel ist ein PrĂ€gesiegel und zeigt die Wappenfigur des Landes ohne Umschrift, von einem Gewinde aus Laubwerk umgeben. Das kleine Landessiegel zeigt die Wappenfigur des Landes mit einer die siegelfĂŒhrende Stelle bezeichnenden Umschrift. Es wird als PrĂ€gesiegel, Siegelmarke oder Farbdruckstempel (aus Metall oder Gummi) benutzt. Das kleine Landessiegel soll einen Durchmesser von dreieinhalb Zentimetern haben.

Das kleine Landessiegel fĂŒhren die staatlichen Verwaltungen, die Leiter staatlicher Schulen und Hochschulen, die von der Landesregierung bestellten, zur FĂŒhrung eines amtlichen Siegels ermĂ€chtigten Urkundspersonen (Notare) und die StandesĂ€mter.

Die zustĂ€ndige oberste Landesbehörde kann mit Zustimmung des Ministers des Innern Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht der Landesregierung unterstehen, die Verwendung der Wappenfigur des Landes in ihren Siegeln gestatten, wenn sie landeswichtige Hoheitsaufgaben wahrnehmen. Die Wappenfigur wird im unteren Halbkreis des Siegels, die Bezeichnung der siegelfĂŒhrenden Stelle im oberen Halbkreis des Siegels angebracht.

Amtsschild

Das Amtsschild der Landesbehörden ist ein weißes Rechteck, auf dem sich das Landeswappen befindet. Unter dem Wappen ist ohne Angabe des Ortes die Bezeichnung der Behörde in schwarzer Schrift angebracht. Das Amtsschild kennzeichnet den Eingang einer Landesbehörde.

Hymne

Die offizielle Hymne des Landes Hessen ist das Hessenlied. Das Hessenlied entstand bereits in der Zeit des Deutschen Kaiserreiches. Die Melodie komponierte der aus Besse stammende Kasseler Musiklehrer Albrecht Brede (1834–1920), den dazugehörenden Text verfasste der Lyriker Carl Preser (1828–1910).

Partnerschaften

Das Land Hessen unterhÀlt folgende Partnerschaften:

Vertretungen

Das Land Hessen zeigt sich im Ausland in Form von stĂ€ndigen Vertretungen (BrĂŒssel/EuropĂ€ische Union) und ReprĂ€sentanzen fĂŒr Wirtschaftsfragen (Vereinigte Staaten, Volksrepublik China, Ungarn, Kuba, Russland, Polen und Iran).

Hinzu kommt in Berlin die Hessische Landesvertretung beim Bund.

Verwaltungsgliederung

Regierungsbezirke

Hessen war bei seiner GrĂŒndung verwaltungsmĂ€ĂŸig in drei Regierungsbezirke aufgeteilt: Darmstadt, Kassel und Wiesbaden. Im Jahr 1968 wurde der Regierungsbezirk Wiesbaden aufgelöst und mit dem DarmstĂ€dter Regierungsbezirk vereinigt. In dem Bestreben nach mehr BĂŒrgernĂ€he wurde 1981 der Regierungsbezirk Gießen neu eingerichtet, so dass es heute wieder drei Regierungsbezirke gibt. Diese sind in fĂŒnf kreisfreie StĂ€dte und 21 Landkreise mit 423 kreisangehörigen Gemeinden aufgeteilt.

Landkreise

Folgende Landkreise bestehen in Hessen (eingeordnet in die jeweiligen Regierungsbezirke):

Kreisfreie StÀdte

In Hessen gibt es fĂŒnf kreisfreie StĂ€dte, die auch genau die fĂŒnf GroßstĂ€dte des Landes sind. Die Stadt Kassel liegt im gleichnamigen Regierungsbezirk, alle anderen liegen im Regierungsbezirk Darmstadt. Die StĂ€dte Frankfurt und Wiesbaden unterliegen allerdings direkt der Kommunalaufsicht beim Hessischen Ministerium des Innern und fĂŒr Sport.

Es sind die StÀdte:

  • Darmstadt
  • Frankfurt am Main
  • Kassel
  • Offenbach am Main
  • Wiesbaden

SonderstatusstÀdte

Mit den Gebietsreformen von 1974 und 1977 verloren vier StĂ€dte ihre Kreisfreiheit. Sie erhielten zusammen mit den verbleibenden drei StĂ€dten mit mehr als 50.000, aber weniger als 100.000 Einwohnern einen Sonderstatus, der ihnen nach wie vor ermöglichte, einige sonst von den Landkreisen ĂŒbernommene Aufgaben weiterhin selbststĂ€ndig zu ĂŒbernehmen (wie z. B. die SchultrĂ€gerschaft).

Die sieben SonderstatusstÀdte sind:

  • Bad Homburg vor der Höhe
  • Fulda, bis 1974 kreisfrei
  • Gießen, bis 1976 kreisfrei
  • Hanau, bis 1974 kreisfrei
  • Marburg, bis 1974 kreisfrei
  • RĂŒsselsheim am Main
  • Wetzlar

StÀdte und Gemeinden

Mit Frankfurt am Main liegt eine der bedeutendsten deutschen StĂ€dte in Hessen. Die Stadt hat mehr als 750.000 Einwohner, im Ballungsraum leben ĂŒber 2,3 Millionen Menschen. Im ganzen Ballungsraum Rhein-Main lebt ĂŒber die HĂ€lfte der hessischen Bevölkerung, auch die meisten anderen großen StĂ€dte befinden sich hier: Wiesbaden (278.000 Einwohner), Darmstadt (159.000), Offenbach am Main (129.000), Hanau (96.000), RĂŒsselsheim am Main (65.000) und Bad Homburg vor der Höhe (54.000).

Die grĂ¶ĂŸte Stadt der ĂŒbrigen Landesteile ist Kassel, die historische Hauptstadt Nordhessens, mit ca. 202.000 Einwohnern heute die drittgrĂ¶ĂŸte Stadt des Landes. Gießen (89.000 Einwohner), Marburg (77.000) und Wetzlar (53.000) liegen in Mittelhessen, Fulda (69.000) in Osthessen.

Im Frankfurter Umland liegen elf weitere StĂ€dte mit mehr als 30.000 Einwohnern (Rodgau, Oberursel (Taunus), Dreieich, Maintal, Hofheim am Taunus, Neu-Isenburg, Langen (Hessen), Bad Nauheim, Dietzenbach, Mörfelden-Walldorf und Bad Vilbel). An der sĂŒdhessischen Bergstraße liegen drei weitere StĂ€dte dieser GrĂ¶ĂŸenordnung (Bensheim, Viernheim und Lampertheim). Trotz der geringen Einwohnerzahl von rund 35.000 hat Limburg an der Lahn eine Zentrumsfunktion fĂŒr den dĂŒnn besiedelten Westen des Landes sowie fĂŒr die nahegelegenen Orte im Westerwaldkreis und im Rhein-Lahn-Kreis des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsreichste StÀdte

Eine Auflistung aller StĂ€dte und Gemeinden des Landes findet sich in der Liste der StĂ€dte und Gemeinden in Hessen. Alle nicht oder nicht mehr selbstĂ€ndigen Weiler, Siedlungen, Ortsteile, Stadtteile werden in der Liste von Ortsteilen in Hessen aufgefĂŒhrt.

Regionen

Nachfolgend eine Auswahl von Regionen in Hessen:

Kultur

Architektur

Dialekte

Die hessischen Dialekte gehören zu den rheinfrĂ€nkischen, also mitteldeutschen Dialektgruppen. Die ĂŒber das Dialektkontinuum verbundenen Mundarten der verschiedenen Landesteile weisen im Einzelnen starke Unterschiede auf.

Nordhessisch wird in der Region um Kassel gesprochen. Nördlich und westlich davon, unter anderem in Teilen von Waldeck, verlĂ€uft die Grenze zum WestfĂ€lischen, das schon zum niederdeutschen Sprachraum gehört. Die mittelhessischen Dialekte werden traditionell nördlich der Linie Wiesbaden–Aschaffenburg gesprochen und reichen bis an die Grenzen des Siegerlandes, z. B. im HinterlĂ€nder Platt und Wittgensteiner Platt. Im Westen reicht im Limburger Becken und dem Westerwald vor allem in den ehemals Kurtrierischen Orten der moselfrĂ€nkische Sprachraum nach Hessen hinein. Osthessisch ist der Dialekt in der Region um Fulda sowie in der hessischen Rhön (Rhöner Platt). An den Landesgrenzen zu ThĂŒringen, im Werragebiet und in Teilen der Rhön an der Grenze zu Bayern werden auch thĂŒringische und ostfrĂ€nkische Dialekte gesprochen, als Einsprengsel des Eichsfeldischen und Hennebergischen bzw. Grabfeldischen. Die traditionelle Frankfurter Stadtmundart gehört bereits zur Gruppe der SĂŒdhessischen Dialekte, die auch im Raum Darmstadt und am bayerischen Untermain gesprochen werden.

In den Ballungsgebieten sind wegen der hohen Zuwanderungsrate allerdings Dialekte nur noch selten zu hören. Es herrscht das Hochdeutsche vor oder es bilden sich moderne stĂ€dtische Ausgleichssprachen heraus, wie etwa der Neuhessische Regiolekt im Rhein-Main-Gebiet. Er wird auch als „RMV-hessisch“ bezeichnet, weil er ungefĂ€hr das Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes abdeckt, oder als „Fernsehhessisch“ und auch spöttisch als „Äbbelwoihessisch“ bezeichnet, weil viele Produktionen des Hessischen Rundfunks zu seiner Ausbreitung beitrugen. Wegen seiner Verbreitung in der PopulĂ€rkultur, beispielsweise durch KĂŒnstler wie Badesalz und Bodo Bach, gilt der neuhessische Regiolekt heute oft schlechthin als Hessisch, obwohl er der Vielfalt der in Hessen gesprochenen Dialekte nicht gerecht wird. Alle traditionellen hessischen Dialekte weisen deutliche Unterschiede zur neuhessischen Mundart auf und sind heute stark bedrĂ€ngt.

KĂŒche

Generell werden in Hessen ĂŒberwiegend Kartoffeln als Beilage serviert. Folgende SpezialitĂ€ten sind ĂŒberregional bekannt:

  • GrĂŒne Sauce
  • Ahle Wurst
  • Frankfurter WĂŒrstchen
  • Apfelwein
  • HandkĂ€s mit Musik
  • Frankfurter BethmĂ€nnchen

Museen

Das Land Hessen betreibt mit dem Museum Wiesbaden, der Museumslandschaft Hessen Kassel und dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt drei Universalmuseen, die gemeinsam dem Hessischen Ministerium fĂŒr Wissenschaft und Kunst unterstehen. Die Sammlungen sind Ă€hnlich aufgebaut, ergĂ€nzen sich jedoch in der Regel. Beispielsweise ist in Darmstadt von Eugen Bracht das Werk „Gestade der Vergessenheit“ und in Kassel „Hannibals Grab“ ausgestellt, beide Werke sind die Hauptwerke des KĂŒnstlers schlechthin. In Darmstadt befindet sich der „Block Beuys“, aber auch in Kassel und Wiesbaden befinden sich umfangreiche BestĂ€nde von Joseph Beuys.

Feiertage

  • Neujahr
  • Karfreitag
  • Ostermontag
  • Tag der Arbeit
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Fronleichnam
  • Tag der Deutschen Einheit
  • 1. Weihnachtstag
  • 2. Weihnachtstag

Wirtschaft und Infrastruktur

Bergbau

In Hessen wird seit Jahrhunderten Bergbau betrieben. Im 21. Jahrhundert sind noch 283 Betriebe unter Aufsicht der hessischen Bergbaubehörden.

Energieversorgung

Von 1923 bis 1991 wurden das Großkraftwerk Main-Weser mit Braunkohle betrieben. Es hatte eine Leistung von 356 MW.

Anfang der 1970er Jahre wurde das Kernkraftwerk Biblis errichtet, das mit einer geplanten elektrischen Bruttoleistung von 5215 MW zu den grĂ¶ĂŸten dieser Art in Deutschland zĂ€hlte. TatsĂ€chlich in Betrieb gegangen sind von den vier Reaktoren nur zwei mit zusammen 2525 MW. Die in den Jahren 1974/1975 in Betrieb gegangenen Reaktoren wurden am 30. Mai 2011 im Rahmen des Atom-Moratoriums stillgelegt.

Weiterhin existieren mehrere WĂ€rmekraftwerke, darunter das Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg und das Heizkraftwerk West in Frankfurt am Main. Zur Stromspeicherung dient das Pumpspeicherkraftwerk Waldeck.

Bereits 1990 begann mit dem ersten Windenergiepark Vogelsberg die Entwicklung der Erneuerbaren Energien. Bis Mitte 2016 wurden 918 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.477 MW installiert.

Wirtschaft

Das Rhein-Main-Gebiet besitzt nach dem Ruhrgebiet die grĂ¶ĂŸte Industriedichte in Deutschland. Von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sind die chemische und pharmazeutische Industrie mit dem Industriepark Höchst, Merck KGaA, Heraeus, SGL Carbon und Evonik. Das Rhein-Main-Gebiet ist zudem ein Zentrum der IT- und Telekommunikationsbranche.

Im Maschinen- und Fahrzeugbau ist vor allem Opel in RĂŒsselsheim am Main zu erwĂ€hnen, daneben Automobilzulieferer wie Continental. Zahlreiche auslĂ€ndische Automobilkonzerne haben hier ihre deutschen oder europĂ€ischen Zentralen angesiedelt.

Der Finanzplatz Frankfurt am Main ist ein wichtiges internationales Finanzzentrum. Dabei ist zunĂ€chst an die EuropĂ€ische Zentralbank und die Deutsche Bundesbank zu denken. In Frankfurt haben die Zentralen der vier grĂ¶ĂŸten deutschen Banken Deutsche Bank, DZ Bank, die Förderbank KfW und Commerzbank ihren Sitz, daneben zahlreiche kleinere Banken, öffentlich-rechtliche und genossenschaftliche Kreditinstitute und mehr als 150 Niederlassungen auslĂ€ndischer Banken. Auch ist Frankfurt der bedeutendste deutsche Börsenplatz mit der Frankfurter Wertpapierbörse. Versicherungsunternehmen haben sich mit Schwerpunkt Wiesbaden angesiedelt. GrĂ¶ĂŸter privater Arbeitgeber der Stadt ist mit rund 3900 Mitarbeitern die R+V Versicherung. Hinzu kommen Versicherer wie die DBV-Winterthur, die SV SparkassenVersicherung und die Delta-Lloyd-Gruppe. ErwĂ€hnenswert ist darĂŒber hinaus die Lederindustrie in Offenbach.

Der Flughafen Frankfurt am Main ist ein besonders wichtiger Wirtschaftsstandort und bildet mit den dort ansĂ€ssigen Unternehmen fĂŒr 81.000 Arbeitnehmer die grĂ¶ĂŸte ArbeitsstĂ€tte Deutschlands (Stand 2016). Wichtige Arbeitgeber sind der Flughafenbetreiber, die Fraport AG, die Deutsche Lufthansa, weitere Fluggesellschaften, Frachtunternehmen, Bodenabfertigungsdienste, Hotels und GeschĂ€fte.

Außerhalb dieser Region sind in Mittelhessen in Wetzlar beispielsweise Unternehmen mit Weltruf angesiedelt. Dort ist mit Leitz, Leica, Minox, Hensoldt (Zeiss) das Zentrum der optischen, elektrotechnischen und feinmechanischen Industrie in Deutschland sowie das Unternehmen Buderus beheimatet. Die Fulda Reifenwerke, das Volkswagenwerk Kassel in Baunatal sowie der Lokomotivbau in Kassel bei Bombardier Transportation haben ebenfalls grĂ¶ĂŸere Bedeutung. Ebenso ist in Nordhessen mit dem Original Teile Center der Volkswagen AG das europaweit grĂ¶ĂŸte Ersatzteilelager niedergelassen, das von der Volkswagen Original Teile Logistik vernetzt wird, sowie mit den Viessmann Werken ein bedeutender Hersteller von Heiztechnik-Produkten.

Im Oktober 2020 zÀhlte Hessen 193.972 Erwerbslose. Die Arbeitslosenquote betrÀgt somit 5,6 % (Oktober 2019: 4,3 %). Mit 3,4 % hat der Landkreis Fulda die niedrigste Quote, wÀhrend die kreisfreie Stadt Offenbach am Main mit 10,5 % die höchste Quote landesweit aufweist.

Hessen gehört nach dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf zu den wohlhabendsten FlĂ€chenstaaten Deutschlands, es ist gleichauf mit Bayern auf Platz 3 und 4 der BundeslĂ€nder nach Hamburg und Bremen. Im Vergleich mit dem BIP der EuropĂ€ischen Union ausgedrĂŒckt in Kaufkraftstandards erreichte Hessen 2014 einen Indexwert von 145 (EU-28: 100; Deutschland: 126). Hessen hatte im Jahr 2014 ein BIP pro Kopf in Höhe von 41.400 Euro, die Kaufkraft pro Einwohner betrug 39.700 Euro (KKS pro Einwohner). Unter allen deutschen Landkreisen lag der Hochtaunuskreis im Jahr 2016 auf dem zweiten Platz mit 31.238 Euro pro Einwohner und der Main-Taunus-Kreis auf dem vierten Platz mit 30.530 Euro pro Einwohner. Zu den zehn kaufkrĂ€ftigsten Stadtkreisen in Deutschland 2016 zĂ€hlen Frankfurt am Main auf dem dritten Platz mit einem Indexwert von 115,4 und Wiesbaden auf dem sechsten Platz mit einem Indexwert von 112,1 (Bundesdurchschnitt = 100). Im Jahr 2019 betrug das BIP pro ErwerbstĂ€tigen 83.320 Euro, womit es 9,7 Prozent ĂŒber dem Bundesdurchschnitt lag und den höchsten Wert der deutschen FlĂ€chenlĂ€nder aufwies.

Seit dem 1. Dezember 2006 sind in Hessen die Ladenöffnungszeiten liberalisiert. Nur die Sonn- und Feiertage stehen mit vier von den Gemeinden festlegbaren Ausnahmen pro Jahr weiterhin unter Schutz. An den Ausnahmetagen, die nur in Verbindung mit einem Markt verkaufsoffen sein können, dĂŒrfen die GeschĂ€fte bis zu sechs Stunden öffnen.

2012 betrug die Wirtschaftsleistung im Land Hessen gemessen am Bruttoinlandsprodukt rund 230 Milliarden Euro. Etwa ein Drittel der hessischen FlÀche wird landwirtschaftlich genutzt. In Biblis befindet sich eines der deutschen Kernkraftwerke mit zwei getrennten Blöcken. Bis 2050 sollen nach PlÀnen der Regierung möglichst 100 Prozent des Energieverbrauchs komplett aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.

GrĂ¶ĂŸte Arbeitgeber in Hessen

Nach dem Land Hessen mit rund 150.000 Mitarbeitern sind die wie folgt lautenden Unternehmen die grĂ¶ĂŸten Arbeitgeber in Hessen:

Bundeswehr

Standorte der Bundeswehr finden sich vor allem im Norden des Landes. In der Burgwald-Kaserne in Frankenberg (Eder) ist die zum Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum gehörende Fernmeldetruppe EloKa stationiert. Stadtallendorf mit der Herrenwald-Kaserne und der Hessen-Kaserne ist Sitz der Division Schnelle KrĂ€fte. Der Heeresflugplatz Fritzlar ist Standort des zur Division Schnelle KrĂ€fte gehörenden Kampfhubschrauberregiments 36. Bei der KnĂŒll-Kaserne in Schwarzenborn befindet sich ein TruppenĂŒbungsplatz und der Standort des JĂ€gerbataillons 1. In anderen StĂ€dten wie Frankfurt am Main-Hausen, in Pfungstadt und in der Landeshauptstadt Wiesbaden befinden sich kleinere Standorte der Bundeswehr, in denen eher Verwaltungsstellen sitzen. In Kassel befindet sich das Heeresmusikkorps Kassel. Es gehört allerdings trotz des historisch bedingten Namens nicht zum Heer, sondern zum Zentrum MilitĂ€rmusik der Bundeswehr der StreitkrĂ€ftebasis.

Siehe auch Liste der Bundeswehrstandorte in Hessen

Verkehr

Hessen ist aufgrund seiner zentralen Lage ein wichtiges Transitland fĂŒr den deutschen und europĂ€ischen Fernverkehr. Frankfurt am Main hat als Knotenpunkt fĂŒr den Straßen-, Schienen- und Luftverkehr eine herausragende Stellung.

Straßen

Durch Hessen fĂŒhren die international wichtigen Autobahnen A 3, A 5 und A 7. Das Frankfurter Kreuz (Kreuzung der Autobahnen 3 und 5) gilt als das Autobahnkreuz mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in Europa, die um Frankfurt mit bis zu vier Fahrspuren je Richtung ausgebaute A 5 ist eine der meistbefahrenen Straßen Deutschlands. Weitere bedeutende durch Hessen fĂŒhrende Autobahnen sind die A 4 (östlicher Teil), die A 44, die A 45, die A 66 und die A 67. Daneben gibt es eine ganze Reihe weiterer kleinerer Autobahnen und wichtige Bundesstraßen, die teilweise autobahnĂ€hnlich ausgebaut sind. Der Bevölkerungsdichte und der Topographie folgend ist das Rhein-Main-Gebiet wesentlich besser erschlossen als die lĂ€ndlichen Gebiete Hessens.

Der zurzeit lĂ€ngste Autobahntunnel Hessens ist der osthessische Tunnel Neuhof, der im Jahr 2022 vom Tunnel Hirschhagen abgelöst wird. Die KinzigtalbrĂŒcke ist die lĂ€ngste AutobahnbrĂŒcke Hessens.

Eisenbahn

Durch Hessen fĂŒhren auch viele verkehrlich bedeutende Bahnstrecken, darunter die Schnellfahrstrecken Köln–Frankfurt und Hannover–WĂŒrzburg. Neben weiteren Nord-SĂŒd-Verbindungen durchqueren auch die bedeutenden Ost-West-Verbindungen von Wiesbaden/Mainz ĂŒber Frankfurt und Hanau nach Fulda bzw. Aschaffenburg sowie von Fulda bzw. Kassel ĂŒber Bebra nach Eisenach und Erfurt Hessen. Zusammen mit dem Regionalverkehr fĂŒhrt dies auf vielen Strecken zu einer Streckenauslastung, die keine nennenswerte Steigerung mehr zulĂ€sst. Der Frankfurter Hauptbahnhof gilt als wichtigste Drehscheibe im deutschen Zugverkehr.

Die Region um Frankfurt verfĂŒgt mit der S-Bahn Rhein-Main ĂŒber ein S-Bahn-Netz, das von zahlreichen Regionalverbindungen ergĂ€nzt wird. Im ĂŒbrigen Land ist das Schienennetz weit weniger dicht, von wenigen kleineren Stilllegungen abgesehen aber stabil. In Nordhessen ist seit 2007 das Eisenbahnnetz durch die RegioTram mit der Straßenbahn in Kassel verknĂŒpft. Dabei werden alte stillgelegte Strecken reaktiviert.

Die RegioTram ist eingebunden in den Nordhessischen Verkehrsverbund. Dagegen gehören ganz Mittel- und SĂŒdhessen mit Ausnahme des Kreises Bergstraße zum Einzugsgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.

Die Bahnstrecken im Nordwesten Hessens (Uplandbahn, Ederseebahn, Bahnstrecke Warburg–Sarnau, Obere Lahntalbahn, Obere Edertalbahn und Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar) wurden 2002 von der DB-Tochter Kurhessenbahn ĂŒbernommen. Seitdem wurden Gleise, Bahnsteige und BahnĂŒbergĂ€nge erneuert. Die Fahrgastzahlen stiegen daraufhin an und die drohende Stilllegung von Burgwaldbahn und dem Abschnitt Wabern–Bad Wildungen der Ederseebahn konnte abgewendet werden. Die Untere Edertalbahn zwischen Frankenberg und Korbach, auf der der Personenverkehr 1987 eingestellt worden war, wurde reaktiviert und wird seit September 2015 wieder fahrplanmĂ€ĂŸig befahren.

Schifffahrt

Durch den Main und den Rhein, der auf einem lĂ€ngeren Abschnitt die Landesgrenze darstellt, ist das Rhein-Main-Gebiet als wirtschaftliches Zentrum Hessens an das europĂ€ische Wasserstraßennetz angeschlossen. Ferner hat Hessen mit seinem sĂŒdlichsten Zipfel bei Hirschhorn und Neckarsteinach Anteil am Neckar und ganz im Norden bis Bad Karlshafen an der Oberweser. Daneben sind einzelne Abschnitte von Lahn, Werra und Fulda schiffbar. Gesamtwirtschaftlich gesehen von Bedeutung sind fĂŒr Hessen nur die Rheinschifffahrt und die Mainschifffahrt, wobei die Kostheimer Mainschleuse die Schleuse mit dem höchsten Verkehrsaufkommen Europas ist.

Luftfahrt

Der Flughafen Frankfurt am Main ist bezogen auf Flugbewegungen, das Passagieraufkommen und das Frachtaufkommen der mit Abstand wichtigste Flughafen in Deutschland, der viertgrĂ¶ĂŸte in Europa und gehört zu den vierzehn grĂ¶ĂŸten FlughĂ€fen weltweit (Stand 2019).

9 km sĂŒdöstlich des Frankfurter Flughafens befindet sich der vor allem von kleineren Flugzeugen frequentierte Flugplatz Frankfurt-Egelsbach.

6 km sĂŒdöstlich des Frankfurter Flughafens befindet sich in Langen der Hauptsitz der DFS Deutsche Flugsicherung.

In Nordhessen liegt der im April 2013 eröffnete Regionalflughafen Kassel-Calden, der einen zuvor betriebenen Verkehrslandeplatz ersetzte. In Hessen gibt es eine große Dichte an VerkehrslandeplĂ€tzen und SegelfluggelĂ€nden. Der vor allem von Billigfluggesellschaften genutzte Flughafen Frankfurt-Hahn liegt etwa 100 km von Frankfurt entfernt im Land Rheinland-Pfalz.

Radverkehr

Hessen durchzieht ein Netz von Radwegen. Überregional bedeutsam sind unter anderem die neun Radfernwege (R1–R9) sowie der Lahntal-Radweg, der Weserradweg und der Werratal-Radweg. Daneben gibt es eine Vielzahl von regionalen Routen, die wie die Radfernwege vor allem fĂŒr den Fahrradtourismus von Bedeutung sind bspw. der Vogelsberger SĂŒdbahnradweg oder der Vulkanradweg.

Medien

FĂŒr die Zulassung privater Radio- und Fernsehsender zustĂ€ndig ist die Hessische Landesanstalt fĂŒr privaten Rundfunk und neue Medien.

Tageszeitungen

In Frankfurt erscheinen mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Rundschau zwei der wichtigsten Tageszeitungen Deutschlands. Zusammen mit der Frankfurter Neuen Presse und der Regionalausgabe der Bild dominieren diese auch den regionalen Zeitungsmarkt in der Rhein-Main-Region. MarktfĂŒhrer am nordhessischen Zeitungsmarkt ist die in Kassel erscheinende Hessische/NiedersĂ€chsische Allgemeine. Daneben gibt es einige regionale Tageszeitungen von Verlagsgruppen (z. B. Wiesbadener Kurier, DarmstĂ€dter Echo), die in ihren jeweiligen Erscheinungsgebieten entweder MarktfĂŒhrer sind oder zumindest signifikante Marktanteile haben (laut IVW).

Fernsehsender

Landesrundfunkanstalt
  • Hessischer Rundfunk
    • hr-fernsehen, Frankfurt am Main
Bundesweite Privatsender
  • Bloomberg TV, Frankfurt am Main
  • Evangeliums-Rundfunk, Wetzlar
  • Kinowelt TV, Frankfurt am Main
  • TGRT Europe, Mörfelden-Walldorf
Regionale Sender
  • Offener Kanal
    • Fulda
    • Gießen
    • Kassel
    • Offenbach-Frankfurt
  • rheinmaintv, Mörfelden-Walldorf
Regionale Fenster
  • TV IIIa (17:30 live), Mainz (Sat.1)
  • RTL Hessen (Guten Abend RTL), Frankfurt am Main (RTL)

Radiosender

Landesrundfunkanstalt
  • Hessischer Rundfunk:
    • hr1, Frankfurt am Main
    • hr2, Frankfurt am Main
    • hr3, Frankfurt am Main
    • You FM, Frankfurt am Main
    • hr4, Kassel
    • hr info, Frankfurt am Main
MilitÀrsender
  • American Forces Network – MilitĂ€rischer Sender der US-StreitkrĂ€fte mit Sitz in Wiesbaden
Privater kommerzieller Rundfunk
  • Hit Radio FFH, Bad Vilbel
    • harmony.fm, Bad Vilbel
    • Hit Radio FFH, Bad Vilbel
    • Planet Radio, Bad Vilbel
  • Antenne Frankfurt, Frankfurt am Main
  • Radio Bob, Kassel
Private nichtkommerzielle Lokalradios
  • Evangeliums-Rundfunk, Wetzlar
    • Trans World Radio, Wetzlar
  • Freies Radio Kassel, Kassel
  • Radio-X, Frankfurt am Main
  • Radio Unerhört Marburg (RUM), Marburg
  • RaDaR, Darmstadt
  • Radio RĂŒsselsheim, RĂŒsselsheim am Main
  • Radio RheinWelle 92,5, Wiesbaden
  • RundFunk Meißner (RFM), Eschwege

Nachrichtenagenturen

  • Evangelische Nachrichtenagentur Idea, Wetzlar

Wissenschaft, Lehre und Forschung

Ein Verzeichnis der in Hessen ansÀssigen Hochschulen findet sich unter Hochschulen in Hessen. Nachfolgend eine Auswahl:

Öffentliche UniversitĂ€ten

  • Johann Wolfgang Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt am Main
  • Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen
  • Philipps-UniversitĂ€t Marburg
  • Technische UniversitĂ€t Darmstadt
  • UniversitĂ€t Kassel

Öffentliche Hochschulen des Landes Hessen

  • Technische Hochschule Mittelhessen in Gießen und Friedberg und Wetzlar (StudiumPlus), (ehemals Fachhochschule Gießen-Friedberg)
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • Hochschule Geisenheim
  • Hochschule RheinMain (ehemals Fachhochschule Wiesbaden)
  • Hochschule Darmstadt
  • Hochschule Fulda
  • Evangelische Fachhochschule Darmstadt
  • Hochschule fĂŒr Finanzen und Rechtspflege in Rotenburg an der Fulda

Sonstige

  • accadis Hochschule Bad Homburg
  • Arbeiter Samariter Bund Landesschule Hessen – Rettungsdienstschule in Wiesbaden
  • Berufsakademie Nordhessen in Bad Wildungen
  • Berufsakademie Rhein-Main in Rödermark
  • Hessische Berufsakademie in Frankfurt, Darmstadt, Offenbach
  • DIPLOMA – FH Nordhessen in Bad Sooden-Allendorf
  • Dr. Hoch’s Konservatorium – Musikakademie in Frankfurt am Main
  • EBS UniversitĂ€t fĂŒr Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel
  • Evangelische Fachhochschule Darmstadt (EFHD)
  • Evangelische Hochschule Tabor Marburg (EHT Marburg)
  • FOM Hochschule fĂŒr Oekonomie & Management (FOM) in Frankfurt am Main
  • Fachhochschule des Bundes fĂŒr öffentliche Verwaltung – Fachbereich Landwirtschaftliche Sozialversicherung – in Kassel
  • Fachhochschule fĂŒr Archivwesen in Marburg
  • Frankfurt School of Finance & Management (ehemals HfB) in Frankfurt am Main
  • Freie Theologische Hochschule Gießen
  • Hochschule fĂŒr Gestaltung Offenbach am Main
  • Hochschule fĂŒr Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
  • Kunsthochschule Kassel
  • Landesfachschule des Schornsteinfegerhandwerks Hessen in Bebra
  • Hessische Landesfeuerwehrschule in Kassel
  • Lutherische Theologische Hochschule Oberursel
  • Private FernFachhochschule Darmstadt
  • Akademie fĂŒr Tonkunst in Darmstadt
  • Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main
  • Provadis School of International Management and Technology in Frankfurt am Main
  • Staatliche Zeichenakademie Hanau in Hanau
  • Theologische FakultĂ€t in Fulda
  • Hochschule Fresenius in Idstein
  • Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD)
  • Hessische Film- und Medienakademie (hFMA)
  • Wiesbadener Musikakademie, Berufsakademie fĂŒr MusikpĂ€dagogik

Forschungsinstitute

  • Max-Planck-Institut fĂŒr terrestrische Mikrobiologie, Marburg
  • Max-Planck-Institut fĂŒr Herz- und Lungenforschung, W.G. Kerckhoff-Institut, Bad Nauheim
  • Max-Planck-Institut fĂŒr europĂ€ische Rechtsgeschichte, Frankfurt
  • GSI Helmholtzzentrum fĂŒr Schwerionenforschung, Darmstadt
  • Institut fĂŒr Sozialforschung (IfS) an der Johann Wolfgang Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt am Main
  • Deutsches Institut fĂŒr Internationale PĂ€dagogische Forschung (DIPF) Frankfurt am Main
  • Forschungsinstitut fĂŒr Deutsche Sprache – Deutscher Sprachatlas – an der Philipps-UniversitĂ€t Marburg
  • Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt am Main
  • Paul-Ehrlich-Institut, Langen
  • Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg, Frankfurt am Main
  • Institut fĂŒr Solare Energieversorgungstechnik (ISET e. V.) (ab 2009 Mitglied der Fraunhofer-Gesellschaft), Kassel
  • Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung HSFK, Frankfurt
  • Institut fĂŒr sozial-ökologische Forschung ISOE, Frankfurt
  • EuropĂ€isches Raumflugkontrollzentrum ESOC, Darmstadt

Bibliotheken

  • Siehe: Liste von Bibliotheken in Hessen

Sport

Der bekannteste und wichtigste Sportverein ist die vor allem durch die Fußballabteilung bekannte Eintracht Frankfurt. In der Rhön und im nordöstlichen Teil des Rothaargebirges gibt es Wintersportmöglichkeiten. Die MĂŒhlenkopfschanze im nordhessischen Willingen ist die grĂ¶ĂŸte im Betrieb befindliche Großschanze der Welt. Die Lahn sowie der Edersee sind als Wassersportzentren fĂŒr Kanuten sehr bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen mit der United States Army auch Sportarten wie Basketball und American Football nach Hessen, insbesondere nach Mittelhessen.

American Football

Im Rhein-Main-Gebiet ist American Football sehr verbreitet. Mit der aufgelösten Mannschaft der Frankfurt Galaxy, die in der NFL Europe spielte, war der Rekordsieger mit vier Titeln (1995, 1999, 2003, 2006) des World Bowl in Hessen ansÀssig.

Heute spielen fĂŒnf hessische Mannschaften in der GFL: die Marburg Mercenaries und die Frankfurt Universe in der ersten Liga sowie die Wiesbaden Phantoms, Darmstadt Diamonds und die Gießen Golden Dragons in der Zweiten Liga.

Basketball

Die Skyliners Frankfurt und die Gießen 46ers spielen in der Basketball-Bundesliga der Herren. Bei den Frauen ist der BC Marburg, deutscher Meister von 2003, in der ersten Liga vertreten. Wetzlar ist mit dem Bundesligist RSV Lahn-Dill die Hochburg im Rollstuhlbasketball. Der dort beheimatete Verein ist bereits unter anderem dreizehnfacher Deutscher Meister, vierzehnfacher Pokalsieger (davon elfmal das Double Meister und Pokal), siebenfacher Champions-League-Sieger, Weltpokalsieger 2010 und Vize-Weltcupsieger 2006 sowie WBC-Europapokalsieger (Willi-Brinkmann-Cup) 2002. Im Jahre 2009 sind die Damen der Rhein-Main Baskets, beheimatet in Hofheim und Langen, in die 1. Basketball-Bundesliga aufgestiegen.

Eishockey

In der Deutschen Eishockey Liga spielten bis zur Saison 2009/10 die Frankfurt Lions sowie die Kassel Huskies. Seit der Saison 2013/14 spielen die Roten Teufel Bad Nauheim in der DEL2, der zweithöchsten Spielklasse im deutschen Eishockey. Seit der Saison 2014/15 sind dort auch die Kassel Huskies und die Löwen Frankfurt aktiv.

Fußball

In der Saison 2019/20 spielt Eintracht Frankfurt in der Bundesliga, der SV Darmstadt 98 und der SV Wehen Wiesbaden in der 2. Bundesliga. In der viertklassigen Regionalliga spielen der FSV Frankfurt, Kickers Offenbach, der TSV Steinbach Haiger, und der FC Gießen.

Mit sieben deutschen Meisterschaften, neun Pokalsiegen sowie vier internationalen Titeln war der 1. Frauen-Fußball-Club Frankfurt einer der erfolgreichsten Vereine im deutschen Frauenfußball. In der Saison 2020/21 fusionierte der Verein zum 1. Juli 2020 mit Eintracht Frankfurt, dabei wurden die erste und die zweite Mannschaft des 1. FFC in die Fußball AG der Eintracht integriert und treten seitdem unter dem Namen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga (erste Mannschaft), bzw. in der 2. Bundesliga SĂŒd (zweite Mannschaft) an. Die 2006 aufgelöste Frauenmannschaft des FSV Frankfurt zĂ€hlt drei Meistertitel und fĂŒnf Pokalsiege. Neben FSV Hessen Wetzlar (ehem. Eintracht Wetzlar) spielen die Frauen des TSV Jahn Calden und der TSG Neu-Isenburg in der Regionalliga SĂŒd.

Handball

Die HSG Wetzlar und die MT Melsungen spielen in der Handball-Bundesliga. Ehemalige langjĂ€hrige Handball-Bundesligisten waren die SG Wallau/Massenheim (1984/85, 1987–2005), der TV HĂŒttenberg (1972–1985, 2011/12, 2017/18) und die SG Dietzenbach (1971–1974, 1975–1978, 1979–1983).

Ferner gab es mit dem TV LĂŒtzellinden, der sich 2006 auflöste, einen seit Ende der 1980er-Jahre bundesligaweit erfolgreichen Damen-Handballverein. Von 2014 bis 2017 war die HSG Bad Wildungen der einzige hessische Vertreter in der Bundesliga der Frauen. Als Meister der Saison 2016/17 folgte ihnen die HSG Bensheim/Auerbach ins Oberhaus.

Hockey

Erfolgreichste hessische Hockeymannschaft ist der RĂŒsselsheimer RK. Bis heute kann dessen Hockeyabteilung 51 deutsche Meisterschaften im Hockey (Feld und Halle) verbuchen, ungezĂ€hlt die Vizemeisterschaften, SĂŒddeutschen Meisterschaften und Hessenmeisterschaften. Europa-Cups im Hockey wanderten bereits 18-mal in die Preisvitrine des RRK-Bootshauses. Heute spielt der RRK mit den Ersten Damen im Hallenhockey in der 1. Bundesliga und im Feldhockey in der 2. Bundesliga. Die Ersten Herren spielen im Feldhockey in der Regionalliga und im Hallenhockey in der 2. Bundesliga.
Weitere bekannte Vereine sind: der SC Frankfurt 1880, dessen Erste Herren in der 2. Feldhockey-Bundesliga der Herren 2017/18 und in der Hallenhockey-Bundesliga der Herren spielen. Die Damen spielen in der 2. Regionalliga SĂŒd. Weiter der SC SAFO Frankfurt, der 1. Hanauer THC und der Limburger HC.

Inlinehockey

1994/1995 begann die Geschichte des hessischen Inlinehockeys in Hanau. Bis heute ist die Sportart beliebt wie kaum in einem anderen Bundesland, die hessische Oberliga und die Regionalliga gelten als die spielstÀrksten in Deutschland.

Motorsport

Im Motorrad-Bahnrennsport wird Hessen vertreten durch das Speedwayrennen des MSC Diedenbergen in Hofheim-Diedenbergen im Taunus sowie die Internationalen Grasbahnrennen in Melsungen, Bad Hersfeld und Heringen. Im Frankfurter Eisstadion ist auch Eisspeedway auf WM-Niveau bereits veranstaltet worden.

Reitsport

Vom Wiesbadener Reit- und Fahr-Club wird jÀhrlich im Schlosspark Biebrich das Internationales Pfingstturnier organisiert. Die traditionsreiche Frankfurter Galopprennbahn des Frankfurter Renn-Klubs soll der DFB-Akademie weichen.

Tischtennis

In der Bundesliga der MĂ€nner spielt der TTC Rhön-Sprudel Fulda-Maberzell. Der zweifache Champions League-Sieger TTV Gönnern spielte von 1996 bis 2009 in der Bundesliga, zog seine Mannschaft dann aber wegen finanzieller Probleme zurĂŒck und trat die Lizenz an die TG Hanau ab, die von 2009 bis 2012 in der Bundesliga aktiv waren, ehe sie ebenfalls wegen finanzieller Probleme auf einen Start in der Bundesliga verzichteten. Die Frauen des TSV Langstadt 1909 spielen in der 1. Bundesliga der Damen.

Der zur Weltspitze gehörende Timo Boll ist ein gebĂŒrtiger Hesse aus Erbach (Odenwald), ebenso wie der Doppelweltmeister Jörg Roßkopf aus Dieburg.

Triathlon

Der grĂ¶ĂŸte Triathlonverein Deutschlands ist die Triathlonabteilung des Eintracht Frankfurt e. V. mit ĂŒber 1000 Mitgliedern.

Turnen

Insgesamt gibt es in Hessen sechs StĂ€dte, an denen Leistungszentren fĂŒr die Olympischen Sportarten betrieben werden. Die Standorte befinden sich in Dillenburg (Trampolinturnen), Kassel (LZ Nordhessen), Limburg, Heusenstamm und Wiesbaden. Ein weiteres Leistungszentrum fĂŒr Kunstturnen (Damen und Herren) besteht in Wetzlar. Von dort stammt auch Fabian HambĂŒchen. Neben den Leistungszentren gibt es weitere StĂŒtzpunkte, die leistungssportorientierte Förderung betreiben.

Das Landesleistungszentrum ist im Verbandszentrum Spitzensport des Deutschen Turner-Bundes in Frankfurt am Main angesiedelt. An diesem Standort wird vom Hessischen Turnverband eine professionelle sportfachliche Betreuung garantiert und realisiert. Neben einem professionellen Training sind auch eine schulische Betreuung sowie die Möglichkeit einer Internatsanbindung sichergestellt. Neben dem Landesleistungszentrum befindet sich in Frankfurt am Main ebenfalls der BundesstĂŒtzpunkt GerĂ€tturnen mĂ€nnlich, GerĂ€tturnen weiblich und Trampolinturnen.

Volleyball

Die Damenmannschaft des 1. VC Wiesbaden spielt in der 1. Bundesliga. Die Herrenmannschaft der TG RĂŒsselsheim spielt unter dem Namen United Volleys Frankfurt in der 1. Bundesliga.

Wasserball

Mit dem VfB Friedberg, dem SC Wasserfreunde Fulda, der SGW Frankfurt/Offenbach und dem WV Darmstadt 70 sind gleich vier Vereine in der zweithöchsten deutschen Liga vertreten.

Trivia

Das nicht natĂŒrlich vorkommende chemische Element mit der Kernladungszahl 108 trĂ€gt seit 1997 den Namen Hassium, der sich vom lateinischen Namen Hassia fĂŒr Hessen ableitet. Es konnte 1984 beim GSI Helmholtzzentrum fĂŒr Schwerionenforschung in Darmstadt durch Verschmelzung von Blei mit Eisen zum ersten Mal erzeugt werden.

Literatur

  • Dietwulf Baatz u. a.: Die Römer in Hessen. Stuttgart 1989, ISBN 3-8062-0599-X.
  • Gerd Bauer u. a.: Das Hessen-Lexikon. Frankfurt 1999, ISBN 3-8218-1751-8.
  • Wilhelm Diehl: Hassia Sacra. Bde. 1–11, Darmstadt 1921 ff.
  • Karl Ernst Demandt: Geschichte des Landes Hessen. 2. Auflage, BĂ€renreiter, Kassel und Basel 1972, ISBN 3-7618-0404-0.
  • Mitteilungen des Vereins fĂŒr hessische Geschichte und Landeskunde. (1845–1860 als Periodische BlĂ€tter). Verein fĂŒr hessische Geschichte und Landeskunde, Kassel 1845 ff. (Volltext).
  • Walter Heinemeyer: Das Werden Hessens. Hrsg. Historische Kommission fĂŒr Hessen, N. G. Elwert, Marburg 1986, ISBN 3-7708-0849-5.
  • Fritz-Rudolf Herrmann, Albrecht Jockenhövel: Die Vorgeschichte Hessens. Konrad Theiss, Stuttgart 1990, ISBN 3-8062-0458-6.
  • Wilhelm MĂŒller: Hessisches Ortsnamenbuch. 1. Bd. Starkenburg, Darmstadt 1937.
  • Frank-Lothar Kroll: Hessen, Eine starke Geschichte. Konrad Theiss, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-2004-2.
  • Hans Sarkowicz (Hrsg.): Die grossen Hessen. Insel, Frankfurt a. M. 1996, ISBN 3-458-16817-6.
  • Uwe Schultz: Die Geschichte Hessens. Konrad Theiss, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0332-6.
  • Wolfgang Schroeder, Arijana Neumann (Hrsg.): Politik und Regieren in Hessen, VS – Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-531-17302-3
  • Ph. A. F. Walther: Das Großherzogthum Hessen. Darmstadt 1854.

Literatur zur politischen Geschichte in Hessen

  • Peter Assion: Von Hessen in die Neue Welt. Frankfurt 1987, ISBN 3-458-14603-2.
  • Gerd Bauer: Die Geschichte Hessens. Frankfurt 2002, ISBN 3-8218-1750-X.
  • Gerhard Beier: Arbeiterbewegung in Hessen. Zur Geschichte der hessischen Arbeiterbewegung durch einhundertfĂŒnfzig Jahre (1834–1984). Insel, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-458-14213-4.
  • Gerhard Beier: SPD Hessen – Chronik 1945 bis 1988. Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH, Bonn 1989, ISBN 3-8012-0146-5.
  • Karl E. Demandt: Geschichte des Landes Hessen. 2. Auflage, Kassel 1972.
  • Joschka Fischer: Regieren geht ĂŒber Studieren. AthenĂ€um, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X.
  • Eckhart G. Franz: Die Chronik Hessens. Chronik-Verlag, Dortmund 1991, ISBN 3-611-00192-9.
  • Eike Hennig (Hrsg.): Hessen unterm Hakenkreuz. Insel-Verlag, Frankfurt 1983, ISBN 3-458-14114-6.
  • Bernd Heidenreich, Eckhart G. Franz (Hrsg.): Die Hessen und ihre Geschichte. Wiesbaden 1999, ISBN 3-927127-32-9.
  • Hans Herder (Hrsg.): Hessisches Auswandererbuch. Frankfurt 1983, ISBN 3-458-14115-4.
  • Hessische Staatskanzlei: Das Hessen InfoBuch. Zahlen, Daten Fakten und Service. Hessische Staatskanzlei, Wiesbaden 2006, ISBN 3-933732-61-1.
  • Eugen Katz: Landarbeiter und Landwirtschaft in Oberhessen. Dissertation in: MĂŒnchener Volkswirtschaftliche Studien. Hrsg.: Lujo Brentano, Walther Lotz, Gotta’sche Buchhandlung, Stuttgart/Berlin 1904.
  • Frank Lothar Kroll: Hessen. Ein starke Geschichte. Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-2004-2.
  • Walter MĂŒhlhausen: Hessen 1945–1950. Frankfurt, ISBN 3-458-14292-4.
  • Utta MĂŒller-Handl: Die Gedanken laufen oft zurĂŒck – hessische FlĂŒchtlingsfrauen erinnern sich. Verlag Historische Kommission fĂŒr Nassau, Wiesbaden 1993, ISBN 3-922244-91-2.
  • Christine Wittrock: Das Unrecht geht einher mit sicherem Schritt. Materialien zur regionalen Faschismusgeschichte in Hessen, CoCon Verlag, Hanau, ISBN 3-928100-71-8.
  • Hessen – 60 Jahre Demokratie. BeitrĂ€ge zum LandesjubilĂ€um. In Memoriam Wolf-Arno Kropat hrsg. von Helmut Berding und Klaus Eiler. Historische Kommission fĂŒr Nassau : Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-930221-17-2.

Literatur zur Kunstgeschichte in Hessen

  • Chr. Belser AG fĂŒr VerlagsgeschĂ€fte & Co: KunstreisefĂŒhrer Hessen. Gondrom, Bindlach 1988, ISBN 3-8112-0588-9.
  • Renate Liebenwein, Stefan Rothe: Kaiserpfalz und Wolkenkratzer. (1200 Jahre) Kunst in Hessen. Königstein i. Ts. 2000, ISBN 3-7845-4612-9.
  • Hans Sarcowicz, Ulrich Sonnenschein (Hrsg.): Die großen Hessen. Insel-Verlag, Frankfurt am Main/Leipzig 1996, ISBN 3-458-16817-6.

Literatur zur Natur in Hessen

  • Roland Becker, Thomas Reischmann, Hessisches Landesamt fĂŒr Naturschutz, Umwelt und Geologie (Hrsg.): Geologie von Hessen., Verlag Schweizerbart, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-510-65442-0.
  • Hermann-Josef Rapp (Hrsg.): Reinhardswald. Eine Kulturgeschichte. Euregio, Kassel 2002, ISBN 3-933617-12-X.
  • Hans Joachim Fröhlich: Wege zu alten BĂ€umen. Bd. 1 – Hessen. WDV Wirtschaftsdienst, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-926181-06-0.
  • Wilhelm Sievers (Hrsg.): Geographische Mitteilungen aus Hessen. Gießen 1900–1911.
  • Wilhelm Sievers: Zur Kenntnis des Taunus. Stuttgart 1891.
  • Stiftung Hessischer Naturschutz (Hrsg.): Die Wetterau – Felder, Auen und Visionen. Herwig Klemp, Wardenburg/Tungeln 2001, ISBN 3-931323-10-2.
  • Gerd-Peter Kossler, Gottfried Lehr, Klaus Seipel: Der korrigierte Fluß – Die Nidda zwischen Regulierung und Renaturierung. Vertrieb: Gerd-Peter Kossler, Frankfurt 1991, ISBN 3-9800853-3-3.

Literatur zur Volkskunde in Hessen

  • Hans FriebertshĂ€user: Das hessische Dialektbuch. C. H. Beck, MĂŒnchen 1987, ISBN 3-406-32317-0.
  • Hans FriebertshĂ€user: Kleines hessisches Wörterbuch. C. H. Beck, MĂŒnchen 1990, ISBN 3-406-34192-6.
  • Hessische BlĂ€tter fĂŒr Volks- und Kulturforschung. Jonas (Periodika), Marburg/Lahn.
  • Carl Heßler: „Hessische Volkskunde“. Das ehemalige Kurhessen und das Hinterland am Ausgang des 19. Jahrhunderts. Band II, UnverĂ€nderter Nachdruck der Originalausgabe von 1904, N.G. Elwert Marburg, Neudruck in Lizenz beim Verlag Weidlich WĂŒrzburg 1984, ISBN 3-8035-1037-6.
  • Regina Klein: In der Zwischenzeit. Tiefenhermeneutische Fallstudien zur weiblichen Verortung im Modernisierungsprozess 1900–2000, Psychosozial-Verlag, Gießen 2003, ISBN 3-89806-194-9.
  • Robert Mulch u. a.: SĂŒdhessisches Wörterbuch. Gießen 1966 ff.

Siehe auch

Weblinks

  • Website des Landes Hessen
  • archivierung digitaler topografiedaten.pdf Anzeige von Ausschnitten aus amtlichen Luftbildern und Kartenwerken (= Hessisches Landesamt fĂŒr Bodenmanagement und Geoinformation) (PDF 1,54 MB)
  • Umweltatlas Hessen – Offizielles Informationsangebot mit zahlreichen Karten und Daten zu naturrĂ€umlichen und geografischen Grundlagen (Geologie, Landschaft, Wasser, Verkehr, Bevölkerung, FlĂ€chennutzung, Planung 
)
  • Literatur von und ĂŒber Hessen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Linkkatalog zum Thema Hessen bei curlie.org (ehemals DMOZ)
  • Literatur zur Geschichte Hessens im 20. Jahrhundert

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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nördlichster Punkt: 51.657817
südlichster Punkt: 49.3952611
westlichster Punkt: 7.7724063
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