Beschreibung der Tour:
3. Etappe auf dem östlichen Teil des Stubaier Höhenweges
Nach der langen Etappe vom Vortag stand uns eine verhältnismäßig kurze Etappe bevor. Da das Wetter auch nicht so besonders war, kam uns das natürlich gerade Recht.
Wir konnten uns somit auch noch mit dem Frühstück ausgiebig Zeit lassen, und sind dann erst um 08:30 Uhr gestartet. Der Himmel war Wolken verhangen, und es war sehr windig. Aber es war noch trocken von oben.
Mit dem Simmingjöchel und der dortigen Zollwachthütte sollten wir heute den höchsten Punkt unserer Tour erreichen: 2.754 Meter. Auf dem Weg dorthin trafen wir unterwegs auf ein kleines Rudel Steinböcke. Diese suchten in der kargen Steinlandschaft neben einem Schneefeld nach fressbarem. Sie liesen sich dabei auch nicht von der Schar von Wanderer stören, die keine 20 Meter neben ihnen auf dem Weg zum Simmingjöchel an Ihnen vorbei zogen. Man musste schon genau hinsehen, um prachtvollen Tiere in der Steinwüste zu erkennen.
Leider war uns der Wettergott an diesem Tag nicht wohl gesonnen, denn er schickte uns die letzten 100 Hm vor dem Simmingjöchel einen starken Schnee-Regen-Schauer, so dass wir unsere Regenjacken und -hosen überzogen. Am Joch gab es keine geschützte Ecke und auch keine Unterstellmöglichkeit, so dass die eigentlich geplante Pause dort ausfallen musste, zumal der Wind den Regen dort fast waagrecht auf uns einprasseln lies.
Erst im oberen und unteren Grübl lies der Regen nach, und wir konnten unsere Regenjacken und -hosen ausziehen. Vom Simmingjöchl aus ist die Nürnberger Hütte aus schon zu sehen, aber noch lange nicht erreicht. Es gibt noch einige Felsvorsprünge zu umrunden und dann bis zu einem Bach ab zu steigen. Auf der anderen Seite des Baches gibt es einen kurzen, steilen, mit Drahtseilen und Eisenbügel entschärften Gegenanstieg bis oberhalb der Hütte.
Am späten Nachmittag wurde das Wetter dann wieder besser.