Beschreibung der Tour:
Wir parken direkt am Einstieg im Parkhaus Monte Oro und steigen auf dem aufwändig gepflasterten Weg in etlichen Serpentinen hinauf zur Bastione. Einem alten großen Turm, den man besichtigen kann. Nach ausgiebiger Betrachtung von innen und außen geht es auf einem breiten steinigen Weg weiter aufwärts bis zur Capanna Santa Barbara, die jedoch leider jetzt, Anfang November, bereits geschlossen hat.
Nach kurzer Inspektion geht es noch ein Stück weiter hinauf und am Ende über einige Treppen zur Chiesa di Santa Barabara, einer tollen Kapelle mit herrlicher Aussicht über Riva del Garda und den See.
Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Und jetzt beginnt der spannende Teil der Wanderung. Den Hinweis, dass man gegebenenfalls ein Klettersteigset benutzen sollte, darf man durchaus ernst nehmen, aber es handelt sich trotzdem keineswegs um einen echten Klettersteig! Der Weg ist nun nur noch ein Pfad und schon bald treffen wir auf die ersten Metallstufen und stehen dann auch schon vor rieisgen Metallleiter die senkrecht über eine Felsstufe führt. Nicht für Leute mit Höhenangst! Oben angekommen schauen wir noch mal in die Tiefe um dann in einiger Entferung auch schon unser Tagesziel, den Gipfel des Cima SAT zu erblicken.
Auf schmalem Pfad geht es weiter, teils felsig und mit Drahtseilen gesichert in die man sich einhängen könnte. Dann wird der Pfad wieder einfacher und wir steigen durch den Wald in Serpentinen hinauf bis wir auf alte Bunker im Fels treffen. Hier windet sich der Pfad nun auf gleicher Höhe um die Felsen bis wir am Fuß des Felsgipfels vom Cima SAT stehen. Hier steht der schwierigste Teil des Weges vor uns. Zwar ist der Aufstieg komplett mit Stahlseilen und Tritten ausgestattet, aber der Fels ist rutschig und steil. Wenn man aber bis oben geschafft hat wird man mit einer gigantischen Aussicht auf den Gardasee belohnt.
Die meisten Bergsteiger kommen hier von vorne über den Klettersteig hinauf. Unser Weg war dagegen ziemlich einsam und dennoch spektakulär.
Nach einer langen Rast klettern wir wieder hinab vom Gipfel und machen uns an den Abstieg. Zunächst flach um einige Felsen herum und dann steil in Serpentinen hinab durch den Wald. Mitunter ist der Steig schon abenteuerlich steil und durch das viele trockene Laub am Boden sehr rutschig. Nach gefühlten endlosen Kehren treffen wir schließlich auf die Schotterstraße, die uns an einigen Ruinen vorbeiführt. Weiter unten wechselt der Straßenbelag zu Beton und bald treffen wir wieder auf unseren Aufstiegsweg mit den Pflastersteinen, den wir nun zurück zum Parkhaus absteigen.
Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Rother Wanderführer Gardaseeberge Tour 42 : Cima S.A.T (8. Auflage, 2015)Spannende und abwechslungsreiche Tour auf den markanten Fels über Riva den die meisten wohl nur vom Klettersteig kennen. Doch auch für trittsichere und schwindelfreie Wanderer bietet der Aufstieg viel Spaß.