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Karte Karte: Kanton St. Gallen

Lage Lage, Gebirge

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Region Informationen Kanton: St. Gallen

Informationen:
Wikipedia.

Die Stadt St.¬†Gallen (schweizerdeutsch Sanggale, franz√∂sisch Saint-Gall, italienisch San Gallo, r√§toromanisch ) ist eine politische Gemeinde und der namensgebende Hauptort des Ostschweizer Kantons St.¬†Gallen. St.¬†Gallen z√§hlt rund 80'000¬†Einwohner und ist mit rund 700¬†m¬†√ľ.¬†M. eine der h√∂her gelegenen St√§dte der Schweiz. St.¬†Gallen liegt an der Steinach, einem Fluss, der in den Bodensee m√ľndet und wird seit der Stadterweiterung 1918 auch vom Sittertobel geteilt. Die Urspr√ľnge der Stadt St.¬†Gallen gehen bis ins 7.¬†Jahrhundert zur√ľck. Sie entstand als Siedlung um das etwa 720 auf dem Gebiet einer Einsiedelei gegr√ľndete Kloster St.¬†Gallen und wuchs im 10. Jahrhundert zu einer Stadt heran; 1180 wurde sie Reichsstadt.

Heute fungiert St.¬†Gallen als das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Ostschweiz, die Stadt gilt als Ostschweizer Metropole. Sie liegt an den Hauptverkehrsachsen (M√ľnchen‚Äď)St.¬†Margrethen‚ÄďRorschach‚ÄďSt.¬†Gallen‚ÄďWinterthur‚ÄďZ√ľrich und (Konstanz‚Äď)Romanshorn‚ÄďSt.¬†Gallen‚ÄďRapperswil‚ÄďLuzern und gilt als Tor ins Appenzellerland. Touristisch interessant ist die Stadt aufgrund der Stiftskirche und der Stiftsbibliothek, welche von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. St.¬†Gallen ist auch f√ľr seine Stickereien bekannt. Zu sehen sind diese heute im Textilmuseum St.¬†Gallen, das sich der Geschichte der Ostschweizer Textilindustrie widmet. Ausser den h√∂chsten kantonalen Beh√∂rden haben auch die Universit√§t St.¬†Gallen und das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) ihren Sitz in der Stadt.

Den Namen hat St. Gallen vom Wandermönch Gallus, weswegen sie auch Gallusstadt genannt wird.

Geografie

St.¬†Gallen besteht neben der alten Stadtgemeinde (bis 1798 freie Reichsstadt und Republik St.¬†Gallen) und dem einstigen Klosterbezirk des F√ľrstabts aus den urspr√ľnglichen D√∂rfern und Weilern Bruggen, Hafnersberg, Heiligkreuz, Kr√§zern, Krontal, Lachen, Neudorf, Notkersegg, Rieth√ľsli, Rotmonten, St.¬†Fiden, St.¬†Georgen, Sittertal, Tablat und Winkeln. Diese Weiler und D√∂rfer geh√∂rten fr√ľher zu den damals selbst√§ndigen Gemeinden Straubenzell und Tablat und wurden 1918 in die Stadt eingemeindet (‚Üí¬†Stadtverschmelzung).

Der Hauptteil der Stadtsiedlung liegt in einem weiten Tal zwischen zwei parallel verlaufenden H√ľgeln, dem Rosenberg mit Rotmonten im Norden und dem Freudenberg im S√ľden. Das Tal liegt auf einer S√ľdwest-Nordost-Achse, dennoch wird umgangssprachlich von einer West-Ost-Achse gesprochen. Das Tal ist im S√ľdwesten durch die tief eingeschnittene Sitterschlucht begrenzt, im Nordosten fliesst die Steinach aus der Stadt in Richtung Bodensee. Das historische Stadtzentrum liegt am Oberlauf der Steinach, wo Gallus seine Klause baute. Ausser im Quartier St.¬†Georgen, in der M√ľhlenenschlucht und ganz im Nordosten der Stadt ist vom Gew√§sser allerdings nichts mehr zu sehen, weil es in einem unterirdischen Kanal bis an den Stadtrand geleitet wird. Vom Freudenberg, der mit den Drei Weieren ein Naherholungsgebiet anbietet, kann man bei g√ľnstiger Sicht einen grossen Teil des Bodensees, den Thurgau sowie den S√ľden Deutschlands sehen.

Das Stadtgebiet umfasst ausserhalb der Siedlungsfl√§chen einen weiten Teil der umliegenden H√ľgellandschaft. Westlich des Sittertobels liegt Winkeln auf der Wasserscheide zwischen dem Einzugsgebiet der Sitter und jenem der Glatt. Im Ortszentrum von Winkeln liegt der Bildweier und unterhalb von Sturzenegg der G√ľbsensee, der als Staubecken f√ľr das Kraftwerk Kubel entstand. N√∂rdlich von Winkeln folgt die Stadtgrenze dem Wisenbach bis an die Sitter. Im Nordwesten verl√§uft die Grenze unter dem steilen Berghang mit dem Sitterwald und dem H√§tterenwald √ľber vier Kilometer in Flussbett der Sitter bis zum Weiler Joosr√ľti. Im Norden √ľberquert die Stadtgrenze den H√ľgelzug vom Chatzenstrebel bis zum Wildpark Peter und Paul und hinunter in das Galgentobel an der Steinach und von da aus √ľber den H√ľgel H√∂chst bis in das Goldachtobel unterhalb des Weilers Paradies. Der steile westliche Hang des Goldach- und des Martinstobels unterhalb der Burgstelle Rappenstein liegt auf Stadtgebiet. Bei Neudorf f√ľhrt die Martinsbrugg √ľber die enge Schlucht. Im Osten begrenzt der Bernhardsbach das Stadtgebiet von der V√∂gelinsegg bis hinunter zur Goldach. Im S√ľden geh√∂rt der n√∂rdliche Berghang unterhalb des H√∂henzuges, der sich von der V√∂gelinsegg √ľber den Horst bis zur Kunzenegg hinzieht, mit den Quellb√§chen der Steinach zu St. Gallen. Im Weiertal √∂stlich von St. Georgen liegt der k√ľnstlich angelegte Wenigerweiher. Von der Kunzenegg aus folgt die Stadt- und Kantonsgrenze dem f√ľnf Kilometer langen Lauf des Wattbachs bis zu dessen M√ľndung in die Sitter bei Zweibruggen und in der N√§he der Haggenbr√ľcke.

Wegen der speziellen Topografie der Stadt wird St.¬†Gallen auch die Stadt der ¬ęTausend Treppen¬Ľgenannt, da viele Treppen den Freuden- als auch Rosenberg hinauf f√ľhren. Die Stadt wird auch mit ¬ęDie Stadt im Gr√ľnen Ring¬Ľbezeichnet, da auf den H√ľgeln vor der Stadt noch heute ausgedehnte Waldfl√§chen als Naherholungsgebiete dienen. Der h√∂chste Punkt der Stadt liegt auf 1074¬†m¬†√ľ.¬†M. an der S√ľdostgrenze der Stadt (westlich von Speicher), der tiefste Punkt mit 496¬†m¬†√ľ.¬†M. im Goldachtobel.

Fast ein Drittel der Fläche der Stadt St.Gallen wird landwirtschaftlich genutzt.

Geologie

St. Gallen befindet sich im Gebiet der flachen mittelländischen Molasse. Grosse Teile der Stadt befinden sich auf unstabilem Torfboden mit grossem Grundwasseranteil. Viele Gebäude in der Innenstadt (darunter der Bahnhof und die Hauptpost) wurden deshalb auf Pfählen aus Eichenholz gebaut.

Die H√ľgelketten s√ľdwestlich der Stadt geh√∂ren zu den Ausl√§ufern des Alpsteins. Die sogenannte aufgerichtete Molasse ist durch deutliche Bergk√§mme charakterisiert. Die H√ľgel in Richtung Nordosten geh√∂ren jedoch zum Bodenseebecken. Sie bilden als flachliegende Molasse Hochfl√§chen aus. Wo hartes Gestein freiliegt (etwa im Sittertobel), besteht dieses vorwiegend aus Nagelfluh, Sandstein oder Mergel.

Klima

St.¬†Gallen liegt in der gem√§ssigten Klimazone mit vorherrschend wechselhaftem Westwindwetter. Da die H√ľgel der Stadt die ersten Erhebungen f√ľr Wolkenformationen aus West bis Nordost sind, kommt es oft zu tagelangem Stauregen oder Schneefall. Die Wolken stauen besonders im Alpsteingebirge, und es kommt zu Niederschlag. Bei Nord- oder Nordostwind herrscht in der Gallusstadt Bisenlage, es wird also sehr kalt. Dies ist meist mit Hochnebel verbunden, da sich die kalten, feuchten Luftmassen am Boden festsetzen, w√§hrend in h√∂heren Regionen sch√∂nes Wetter herrscht (‚Üí¬†Temperaturinversion). Die grosse Wassermasse des Bodensees unterst√ľtzt noch zus√§tzlich die Bildung von Nebel, besonders im Herbst und Winter (‚Üí¬†Bodenseeklima).

Im Sommer pr√§gen h√§ufige und langanhaltende Niederschl√§ge das Wetter, insbesondere auch starke Abendgewitter. Bei Hochnebellage, die besonders im Herbst oft vorkommt, kann die Stadt mehr oder weniger betroffen sein. Aufgrund ihrer hohen Lage gibt es Tage, an denen sie gerade oberhalb der Nebelschicht zu liegen kommt (zumindest die h√∂heren Lagen), an anderen Tagen l√∂st sich diese im Laufe des Tages auf, manchmal bleibt es auch tagelang grau. Bei S√ľdf√∂hn ist es hingegen sonnig und warm. Mit F√∂hnunterst√ľtzung kann die Temperatur 10¬†¬įC und mehr in wenigen Stunden steigen, obwohl die Stadt nicht im Haupteinflussgebiet des S√ľdwindes liegt. Im Winter f√§llt der Niederschlag als Schnee, der in Schattenlagen bis in den April hinein liegen bleiben kann.

Die Jahresmitteltemperatur betr√§gt 8,3¬†¬įC, wobei im Januar mit ‚ąí0,3¬†¬įC die k√§ltesten und im Juli mit 17,2 ¬įC die w√§rmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 93 Frosttage, und 35 Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel rund 19, w√§hrend normalerweise 0,8 Hitzetage zu verzeichnen sind. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge betr√§gt 1442¬†mm, wobei der gr√∂sste Teil im Sommer f√§llt. Die MeteoSchweiz-Wetterstation liegt auf einer H√∂he von 776¬†m¬†√ľ.¬†M. in der N√§he von Notkersegg, vor allem bei Inversionslagen oder Hochnebel ist es im rund 100¬†m tieferen Stadtkessel k√ľhler und/oder feuchter.

Stadtgliederung

Die Stadt teilt sich heute in drei Stadtkreise (West, Centrum sowie Ost) auf, welche wiederum in Quartiergruppen und Quartiere unterteilt sind. Die Kreise gehen auf die Stadtverschmelzung von 1918 zur√ľck. Der Kreis West umfasst zum gr√∂ssten Teil das Gebiet der fr√ľheren Gemeinde Straubenzell, der Kreis Centrum das der einstigen Stadt St.¬†Gallen und der Kreis Ost das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Tablat. Ausnahmen sind St. Georgen, das zum gr√∂ssten Teil zur Gemeinde Tablat geh√∂rt hatte und die westlichen Teile des Rieth√ľsli, die Teil von Straubenzell waren; diese Gebiete wurden dem Kreis Centrum zugeschlagen. Die Kreise wurden zum ersten Mal 1966 in 31 statistische Quartiere aufgeteilt. 1996 wurde eine Zwischenebene eingef√ľhrt und die statistischen Quartiere in 14 Quartiergruppen zusammengefasst. Diese Einteilung wird im Statistikportal der Stadt St.Gallen f√ľr Auswertungen zur Geb√§ude- und Wohnungsstatistik (GWS) sowie zur Bev√∂lkerungsstatistik herangezogen.

Die statistischen Quartiere und Quartiergruppen entsprechen mitunter nicht der Wahrnehmung der Bewohner, da manche Gebiete (wie der Schoren in Quartiergruppe Lachen, Dreilinden in Quartiergruppe S√ľdostquartier) einer topografisch oder verkehrstechnisch davon getrennten Quartiergruppe zugeschlagen werden. Diese Differenz kommt in der Umgrenzung der 18 von den St. Galler Quartiervereinen vertretenen Quartiere zum Ausdruck, die in einer Publikation des Amtes f√ľr Gesellschaftsfragen der Stadt St.¬†Gallen vorgestellt werden und die f√ľr die Bewohner im t√§glichen Leben relevanten Quartiergrenzen repr√§sentieren. Die Quartiere verf√ľgen √ľber keinerlei politischen Rechte.

Folgende Gemeinden grenzen an das Gebiet der Stadt St.¬†Gallen: Gossau im Westen, Gaiserwald und Wittenbach im Norden, im Osten M√∂rschwil, Untereggen und Eggersriet. Im S√ľden grenzt die Stadt an den Kanton Appenzell Ausserrhoden mit den Gemeinden Herisau, Stein, Teufen und Speicher.

Geschichte

Die Gr√ľndungslegende um den Heiligen Gallus wird ins Jahr 612 nach Christus datiert. Die Gr√ľndung der Abtei St.¬†Gallen ist f√ľr das Jahr 719 durch Otmar nachgewiesen. Auch zur Umbettung des vom benachbarten Bischof verurteilten Otmars gibt es eine weitere Legende. 1180 wurde St.¬†Gallen zur Reichsstadt. 1291 gew√§hrte Abt Wilhelm von Montfort den Burgern der Stadt die in einer ¬ęHandfeste¬Ľ niedergelegten Rechte. 1319 wurde mit den St√§dten Lindau und √úberlingen ein Bund gegr√ľndet, der im Verlauf der folgenden Jahrhunderte in die Bodenseeregion hinein ausgeweitet wurde. 1349 brach in der Stadt die Pest aus. Die Appenzeller und die Schwyzer schlossen 1403 ein Landrecht, um den Freiheitskampf gegen den F√ľrstabt zu f√ľhren. Erst K√∂nig Ruprecht erkl√§rte den Bodensee-Bund f√ľr aufgel√∂st. Am 23. Juni 1454 schworen die St.¬†Galler den Beitritt zur Eidgenossenschaft, wof√ľr sie dem Abt 1457 eine Abl√∂se bezahlen mussten.

Die von der Stadt angenommene Reformation f√ľhrte zu einem langj√§hrigen Streit zwischen B√ľrgerschaft/Stadt und dem F√ľrstabt im Klosterhof, dem das ganze, nun katholische Umland geh√∂rte. Beigelegt wurde dieser Streit erst nach der Gr√ľndung des Kantons. Auch im Dreissigj√§hrigen Krieg kam es 1629 und 1635 erneut zu einer Pestseuche. Ihr erlagen 2420 bzw. 1000 Personen, also √ľber ein F√ľnftel der Stadtbev√∂lkerung. Im Westf√§lischen Frieden erhielten 1648 beide St.¬†Gallen die formelle und endg√ľltige Unabh√§ngigkeit vom Deutschen Reich. Noch im 19. Jahrhundert gab es tiefe konfessionelle Gr√§ben zwischen der Stadt und den Vorortgemeinden.

1798 brachte die Helvetik der Schweiz neue Kantonsaufteilungen. Die Gebiete der F√ľrstabtei, der Stadt St.¬†Gallen und auch Appenzells wurden zum Kanton S√§ntis zusammengefasst, 1803 wurde der Ringkanton St.¬†Gallen gebildet. Der Abt war mit einem grossen Teil des kl√∂sterlichen Verm√∂gens nach Wien geflohen. Der danach f√ľr 113 Kirchgemeinden gebildete katholische Konfessionsteil des Kantons St.¬†Gallen war 1847 als Organisation aller Katholiken des Kantons gegr√ľndet worden und √ľbernahm das Eigentum am Klostergeb√§ude und an den religi√∂sen Gegenst√§nden des Klosters. Der katholische Konfessionsteil ist bis heute z.¬†B. f√ľr die Finanzierung der Geistlichen im Kanton und f√ľr die Oberaufsicht √ľber die Katholische Sekundarschule zust√§ndig.

Der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt St. Gallen begann bereits in der Reformationszeit mit dem Aufschwung der Ostschweizer Textilindustrie. Um 1810 und nach 1922 kam es zu grossen Krisen in der Textilindustrie. 1816 war als Folge einer Textilkrise eine Hungersnot ausgebrochen, welche circa zweitausend Opfer forderte. Nach den 1930er-Jahren und der Weltwirtschaftskrise, welche die St. Galler Stickerei hart traf, wanderten 13'000 Einwohner ab.

1852 beschlossen Stadt und Kanton die Mitfinanzierung der vier Jahre sp√§ter fertiggestellten Eisenbahnlinie von Z√ľrich √ľber Wil nach St.¬†Gallen und weiter nach Rorschach. 1897 wurde die elektrische Trambahn eingeweiht. Neben der St.¬†Galler Spitze trugen Banken und Versicherungen zum weiteren Aufschwung bei. Heute bildet St.¬†Gallen das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Ostschweiz und des Alpenrheins. Eine Besonderheit aus der Geschichte sind die drei bis heute existierenden B√ľrgerrechte: St.¬†Gallen, Tablat SG und Straubenzell.

2015 wurde St.¬†Gallen der Ehrentitel ¬ęReformationsstadt Europas¬Ľ durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.

Bevölkerung

Offiziell leben in der Stadt 78'784 Einwohner (Stand Mai 2014). 20'684 der in St. Gallen gemeldeten Einwohner besitzen keinen Schweizer Pass. Die grösste Einwandergruppe kommt aus Deutschland, gefolgt von Personen aus Serbien und Montenegro sowie Italien. Per 31. Dezember 2011 belief sich der Ausländeranteil auf 28,3 Prozent.

In der Agglomeration St. Gallen leben gegenwärtig etwas mehr als 165'000 Personen. Die Agglomeration umfasst z. B. die Nachbargemeinden Gossau und Herisau.

Sprachen

Die Amts- und Verkehrssprache Deutsch, welche im allt√§glichen Umgang √ľberwiegend als St. Galler Deutsch gesprochen wird, ben√ľtzen gem√§ss Strukturerhebung der eidgen√∂ssischen Volksz√§hlung aus dem Jahr 2014 85,0¬†% der Einwohner als Hauptsprache. Daneben sind Albanisch (5,0¬†%), Englisch (4,5¬†%) und Italienisch (4,0¬†%) die am weitesten verbreiteten Hauptsprachen.

Religionen, Konfessionen

Seit der Reformation unter Vadian war die Stadt St.¬†Gallen eine protestantische Stadt, wogegen das gesamte, der F√ľrstabtei unterstehende Umland katholisch blieb. Im Jahr 1918 wurden jedoch die katholischen Vororte Tablat und Straubenzell eingemeindet. Bis etwa 1950 blieben die Anteile der R√∂misch-Katholischen und der Evangelisch-Reformierten praktisch konstant bei je knapp 50¬†%. Danach fiel der Anteil der Reformierten bis auf 27¬†% im Jahr 2000 und 21,9¬†% im Jahr 2012, w√§hrend der Anteil der Katholiken mit 44¬†% im Jahr 2000 und 38,4¬†% im Jahr 2012 weniger stark zur√ľckging. Andererseits stieg der Anteil der Konfessionslosen von 9,9¬†% im Jahr 2000 auf 21,0¬†% im Jahr 2012. √úberdies geh√∂rten 2012 von den √ľber 15-J√§hrigen 8,1¬†% anderen christlichen Gemeinschaften und 8,0¬†% islamischen Gemeinschaften an. Auch das syrische Christentum ist in St.¬†Gallen vertreten. Durch den Zuzug von Aram√§isch sprechenden Assyrern (Aram√§ern oder Chald√§ern) aus dem mesopotamischen Raum gibt es heute lebendige Gemeinden von Ostkirchen, wobei die meisten St.¬†Galler mit assyrischen Wurzeln der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien angeh√∂ren. St.¬†Gallen ist einer der zehn Schweizer Orte, die 2017 vom Evangelischen Kirchenbund das Etikett ¬ęReformationsstadt¬Ľ verliehen bekommen haben.

Soziales

Im Dezember 2011 waren laut der Fachstelle f√ľr Statistik 1'183¬†Personen in der Stadt St.¬†Gallen als arbeitslos gemeldet. Im Jahresdurchschnitt waren rund 6,95¬†% auf der Suche nach einer Stelle. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2011 durchschnittlich 3,0¬†%. Ende 2011 waren 2'898 Sozialhilfef√§lle-Dossiers beim Sozialamt offen. 2011 hat die Stadt St.¬†Gallen rund 21,8 Millionen Franken f√ľr Sozialhilfe aufgewendet.

Politik

‚Üí siehe auch Abschnitt Politik im Artikel Wahlkreis St. Gallen

Stadtparlament

Die Legislative der Stadt ist das Stadtparlament, dessen 63 Mitglieder alle vier Jahre vom Volk gewählt werden. Das Stadtparlament trifft sich monatlich zu öffentlichen Sitzungen im Waaghaus beim Marktplatz.

Stadtrat

Der aus f√ľnf Mitgliedern bestehende Stadtrat bildet die Exekutive und wird ebenfalls f√ľr jeweils vier Jahre vom Volk gew√§hlt. Die f√ľnf Mitglieder des Stadtrates sind je f√ľr eine Direktion zust√§ndig. Der Stadtpr√§sident ist gleichzeitig Mitglied des Stadtrats, wird aber separat gew√§hlt. St.¬†Gallens Stadtrat ist mit folgenden Personen besetzt:

Thomas Scheitlin und Nino Cozzio stellten sich im November 2012 einer Gesamterneuerungswahl und wurden wiedergew√§hlt. Thomas Scheitlin wurde in seiner Funktion als Stadtpr√§sident best√§tigt. Patrizia Adam (CVP) und der parteilose Markus Buschor kandidierten f√ľr den Stadtrat und wurden im November 2012 vom St.¬†Galler Stimmvolk gew√§hlt. Erstmals in der Geschichte St.¬†Gallens wurde ein parteiloser Kandidat in den Stadtrat gew√§hlt. Die Wahl von Peter Jans erfolgte 2014; mit ihm ist die SP wieder im Stadtrat vertreten.

In der Gesamterneuerungswahl 2016 traten alle bisherigen Mitglieder wieder an, allerdings wurde Patrizia Adam nicht wiedergew√§hlt. In einer Stichwahl unterlag sie ihrer Konkurrentin Maria Pappa von der SP knapp. Als Grund f√ľr die Abwahl Adams nach nur einer Amtsdauer wird die vom Stadtrat vorgenommene Departementszuordnung vermutet. Buschor ist studierter Architekt und hatte das Schuldepartement √ľbernommen, Adam als studierte Juristin das Baudepartement. Der Stadtrat entschied sich dennoch, die Departementszuteilung nach der Wahl nicht zu √§ndern.

Sonja L√ľthi (glp) wurde im November 2017 als Ersatz f√ľr den Mitte September verstorbenen Nino Cozzio (CVP) im zweiten Wahlgang gew√§hlt. Sie setzte sich in der Stichwahl gegen einen Kandidaten der CVP und einen der SD durch. Das erste Mal seit der Stadtverschmelzung von 1918 ist die CVP damit nicht mehr im Stadtrat vertreten. Im November 2020 wurde Maria Pappa als Nachfolgerin des zur√ľckgetretenen Thomas Scheitlin zur ersten Stadtpr√§sidentin St. Gallens gew√§hlt. Ihre Amtszeit begann am 1. Januar 2021.

Nationale Wahlen

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2019 betrugen die W√§hleranteile in der Stadt St.¬†Gallen: SP 24,4¬†%, Gr√ľne 17,4¬†%, SVP 16,5¬†%, FDP 14,3¬†%, CVP 12,6¬†%, glp 10,9¬†%, EVP 1,7¬†%.

Verwaltung

Die Stadtverwaltung ist auf mehrere Geb√§ude in der Stadt verteilt. Das markanteste ist das mit einer Glasfassade eingekleidete Hochhaus im Ostfl√ľgel des Bahnhofs St.¬†Gallen. Es wurde in den Jahren 2006/2007 f√ľr 48 Millionen Franken umfassend renoviert und umgebaut.

Partnerschaften

Die Stadt f√ľhrt keine explizit bekannten St√§dtepartnerschaften, ist jedoch als Kantonshauptstadt √ľber die verschiedenen internationalen Partnerschaften des Kantons mit verschiedenen Regionen in Ost- und Mitteleuropa sowie in Norditalien und deren St√§dte verbunden.

E-Government

Die Stadtverwaltung erm√∂glicht es den Einwohnern, mittels Online-Formularen Beh√∂rdendienste von zuhause aus zu erledigen. Die Formulare werden direkt online ausgef√ľllt und an die zust√§ndige Beh√∂rde √ľbermittelt. Zu den Formularen geh√∂ren unter anderem Gesuche f√ľr Rammarbeiten des Amtes f√ľr Baubewilligungen oder auch Mutationsmeldungen durch den Vermieter, welche direkt an das Einwohneramt √ľbermittelt werden. Die zugrunde liegende Formularl√∂sung AFORMSOLUTION wurde vom √∂sterreichischen IT-Unternehmen aforms2web hergestellt.

Wappen

Wirtschaft und Infrastruktur

St.¬†Gallen gilt als wirtschaftliches Zentrum der Ostschweiz. Einige Versicherungen, darunter die Helvetia Versicherungen oder die Sozialversicherungsanstalt St. Gallen, und von den national verbreiteten Banken die Raiffeisen Schweiz und die fr√ľhere Notenstein Privatbank haben hier ihren Sitz, dazu Regionalbanken wie die St.Galler Kantonalbank, die Acrevis Bank sowie die Vadian Bank. Diese Unternehmen rekrutieren als Mitarbeitende oft Abg√§nger der Universit√§t St.¬†Gallen, die als eine der f√ľhrenden Wirtschaftshochschulen Europas gilt und viele ausl√§ndische Studenten und Dozierende anzieht.

2008 waren auf dem Stadtgebiet 4'789 Firmen gemeldet, die 53'729 Vollzeitstellen√§quivalente besch√§ftigten. Fast die H√§lfte der Stellen entfiel dabei auf Mittel- und Grossbetriebe mit mehr als 50 Mitarbeitenden. √úber 85¬†% der Betriebe in der Stadt sind im Dienstleistungssektor t√§tig¬†‚Äď haupts√§chlich im Handels- und Informatikbereich.

Die Textilindustrie mit der St.¬†Galler Stickerei ist der historisch bedeutendste Industriezweig. Die St. Galler Stickerei hat zwar seit dem Ersten Weltkrieg an Bedeutung eingeb√ľsst, produziert aber immer noch ein wichtiges Exportprodukt.

Auch der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Gallusstadt. 2011 verbuchten die St. Galler Hotels knapp 169'920 Logiernächte. 86'070 Gäste kamen aus der Schweiz und rund 83'850 aus dem Ausland.

In der Stadt St.Gallen gibt es insgesamt 1'209 Hektar landwirtschaftliche Nutzfl√§che, was fast ein Drittel der Fl√§che der Stadt ausmacht. Die √Ėkologisierung der Landwirtschaft hat einen hohen Stellenwert.

Verglichen mit anderen Schweizer St√§dten sind die Mieten in St.¬†Gallen verh√§ltnism√§ssig g√ľnstig. Eine 5-Zimmer-Wohnung konnte im Jahr 2000 f√ľr durchschnittlich 1'269 Franken im Monat gemietet werden, w√§hrend daf√ľr in Z√ľrich 700 Franken mehr ausgegeben werden mussten. Daf√ľr sind die L√∂hne in St.¬†Gallen tendenziell tiefer und der Steuerfuss h√∂her als z.¬†B. in Z√ľrich. St.¬†Galler Unternehmen sind vorwiegend im Dienstleistungssektor t√§tig. Hochqualifizierte technisch ausgebildete Personen haben deshalb nur ein begrenztes Arbeitsplatzangebot in St.¬†Gallen. Diese arbeiten mehrheitlich im Raum Z√ľrich.

Die grosse Zentrumsfunktion mit ihren teilweise negativen sozialen und finanziellen Auswirkungen sowie die hohe Steuer- und Verkehrsbelastung haben dazu gef√ľhrt, dass viele ¬ęgute¬Ľ Steuerzahler aus der Stadt in die gr√ľnen und steuerg√ľnstigen Agglomerationsgemeinden gezogen sind. Die bevorzugten Destinationen der Wegz√ľgler liegen nahe genug an der Stadt, um vom Zentrumsangebot (Kinos, Theater, Musik; aber auch Arbeit) trotzdem profitieren zu k√∂nnen. Der Teufelskreis konnte teilweise dadurch gebrochen werden, dass mit den umliegenden Gemeinden und dem Kanton Ausgleichszahlungen f√ľr die Zentrumsleistungen vereinbart wurden (Finanzausgleich), die jedoch nur rund die H√§lfte der Zentrumslasten decken.

√Ėffentlicher Verkehr

Die Stadt St.¬†Gallen wurde am 25. M√§rz 1856 mit der Er√∂ffnung der Strecke St.¬†Gallen Winkeln¬†‚Äď St.¬†Gallen der St.-Gallisch-Appenzellischen Eisenbahn erstmals an das Bahnnetz angeschlossen. Bereits ein halbes Jahr sp√§ter folgte die Fortsetzung nach Rorschach. Die offene Bahnstrecke nach St.¬†Gallen St.¬†Fiden wurde 1912 durch den Rosenbergtunnel ersetzt.

Der Bahnhof St.¬†Gallen wurde vom Architekten Alexander von Senger realisiert. Der St.¬†Galler Bahnhof verbindet die Ostschweiz mit den umliegenden Regionen. So verf√ľgt St.¬†Gallen √ľber einen Fernverkehr von St.¬†Gallen √ľber Z√ľrich bis nach Genf. Auch das Rheintal sowie das B√ľndnerland werden mit der Bahnstrecke St.¬†Gallen‚ÄďChur erschlossen. St.¬†Gallen ist das Ostschweizer-Zentrum der S-Bahn St.¬†Gallen.

Neben dem Bahnhof St.¬†Gallen verf√ľgt St.¬†Gallen √ľber drei weitere Bahnh√∂fe der Schweizerischen Bundesbahnen, St.¬†Gallen St.¬†Fiden, St.¬†Gallen Bruggen und St.¬†Gallen Winkeln sowie den Bahnhof St.¬†Gallen Haggen der S√ľdostbahn, ehem. BT. Daneben verbinden die Appenzeller Bahnen St.¬†Gallen mit Speicher und Trogen sowie Gais und Appenzell.

In der Stadt verkehrt der Trolleybus St.¬†Gallen, der¬†‚Äď wie die erg√§nzenden Autobus-Linien¬†‚Äď durch die Verkehrsbetriebe der Stadt St.¬†Gallen (VBSG) betrieben werden. Die M√ľhleggbahn verbindet die Stadt mit dem Stadtteil St.¬†Georgen. Bis 1957 verf√ľgte St.¬†Gallen zudem √ľber eine Trambahn, die Strassenbahn St.¬†Gallen.

Der Flughafen Z√ľrich ist mit Zug oder Auto in einer Stunde zu erreichen. Der kleinere Flugplatz St.¬†Gallen-Altenrhein ist innert 20¬†Minuten mit dem Auto erreichbar und halbst√ľndlich in 31¬†Minuten mit dem √∂ffentlichen Verkehr. Er bietet vor allem Fl√ľge nach Wien an.

Individualverkehr

Unterhalb der Stadt verlaufen der Rosenberg- und der Stephanshorn-Autobahntunnel, die seit der Er√∂ffnung 1987 die Stadt vom Durchgangsverkehr entlasten. Das Zentrum ist √ľber vier Ausfahrten der Stadtautobahn St. Gallen, einem Teilst√ľck der Autobahn 1, zu erreichen. Die Nationalstrasse 25 verbindet St. Gallen mit Herisau und Appenzell.

In St. Gallen gibt es eine Velostrasse, welche als Pilotprojekt vom Bundesamt f√ľr Strassen errichtet wurde. Bis Anfang 2018 wurden auf 113 Kilometern Tempo-30-Zonen eingerichtet. 1994 wurde die erste Tempo-30-Zone eingef√ľhrt. 2019 hat das Bundesgericht nach einem jahrelangen Rechtsstreit entschieden, dass auf einem Strassenabschnitt in St.¬†Georgen die Geschwindigkeit probeweise f√ľr ein Jahr auf Tempo 30 reduziert werden darf.

Versorgungsinfrastruktur

Die Strom-, Wasser- und Erdgas- sowie in einem kleineren Rahmen die Fernwärmeversorgung wird von den St.Galler Stadtwerken besorgt. Es gab in den 2010er Jahren Planungen, grosse Teile der Stadt durch ein Geothermie-Heizkraftwerk zu beheizen.

Trinkwasser bezieht die Stadt seit 1895 aus dem Bodensee. 1993 war sie Mitbegr√ľnderin der RWSG (Regionale Wasserversorgung St.¬†Gallen AG), welcher Fassung, Aufbereitung, Transport und Verteilung des Trinkwassers f√ľr derzeit 12 Gemeinden in der Region obliegt. Dazu betreibt sie die Seewasserwerke Riet und Frasnacht.

Schulwesen

Das Kloster St.¬†Gallen war, entsprechend seiner Benediktusregel, schon fr√ľh eine wichtige Bildungsst√§tte. Die von Othmar eingef√ľhrte Ordensregel verlangte von den M√∂nchen eine gute Schulbildung und Kenntnisse in Schrift und Latein. Die Klosterschule blieb bis zur S√§kularisation des Klosters 1803/1805 bestehen und bildete Novizen aber auch weltliche Sch√ľler aus. Nach einem kurzen Unterbruch wurde als Nachfolger dieser Klosterschule die Katholische Kantonssekundarschule St.¬†Gallen (‚ÄěFlade‚Äú) in denselben R√§umen er√∂ffnet. Im Laufe des Mittelalters, beeinflusst durch die konfessionelle Trennung der Stadt vom Kloster, war auch in der Stadt eine Schule er√∂ffnet worden (seit dem 16.¬†Jahrhundert im vormaligen Kloster St.¬†Katharina untergebracht).

Gr√∂ssere Ver√§nderungen im st.-gallischen Schulwesen ergaben sich erst im Laufe des 19.¬†Jahrhunderts, beeinflusst zum einen durch das¬†‚Äď als Ergebnis des wirtschaftlichen Aufschwungs im Textilwesen¬†‚Äď starke Bev√∂lkerungswachstum, zum anderen durch die √úbernahme des Schulwesens durch die neue politische Gemeinde. In kurzer Zeit wurden viele neue Schulh√§user auf st√§dtischem Gebiet und in den damaligen Vorortgemeinden Straubenzell und Tablat errichtet und das Schulwesen grunds√§tzlich reformiert. Aus konfessionell getrennten Schulen wurde ein modernes √ľberkonfessionelles Schulwesen mit verschiedenen Stufen errichtet. Als Besonderheit blieb aber die katholisch gepr√§gte und vom katholischen Konfessionsteil (√Ėffentlich-rechtliche Organisation der katholischen Mitglieder des Bistums St.¬†Gallen) getragene ‚ÄěFlade‚Äú erhalten.

Bildung, Hochschulen und Forschungseinrichtungen

In der Folge der steigenden Anforderungen an die Sch√ľler durch die Wirtschaft, besonders im Kauf- und Bankwesen, das f√ľr die Textilindustrie zentral war, wurden

  • 1856 die Kantonsschule am Burggraben (zun√§chst als so genannte Industrieschule) gegr√ľndet und
  • 1898 die Universit√§t St.¬†Gallen ‚Äď Hochschule f√ľr Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften (HSG).

Dazu kommen

  • die P√§dagogische Hochschule St. Gallen (PHSG),
  • die Fachhochschule St.¬†Gallen, mit den Fachbereichen Wirtschaft, Soziale Arbeit, Technik und Gesundheit,
  • die Schule f√ľr Gestaltung St.¬†Gallen, die 1883 gegr√ľndet wurde, sowie
  • seit 1994 die Kantonsschule am Br√ľhl.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Die meisten Touristen kommen nach St.¬†Gallen, um die barocke Stiftskirche aus dem 18.¬†Jahrhundert zu sehen. Dazu geh√∂rt ein Besuch der Stiftsbibliothek mit ihren alten Handschriften. Als besonderer Publikumsmagnet gilt¬†‚Äď obwohl eigentlich gar nicht zum Umfeld passend¬†‚Äď Schepenese, eine √§gyptische Mumie.

In der Altstadt fallen die kunstvoll verzierten Erker auf, die von den Reisen der St. Galler Textilkaufleute des 18. und 19.¬†Jahrhunderts in alle Welt zeugen. Sie erinnern an die Bedeutung St.¬†Gallens im Leinwand- und Stickereigewerbe. S√ľdlich des Klosters f√§hrt die M√ľhleggbahn durch die M√ľlenenschlucht ins Naherholungsgebiet ¬ęDrei Weieren¬Ľ. Von dort hat man bei sch√∂nem Wetter einen Blick √ľber die ganze Stadt, bis zum Bodensee und hin√ľber ans deutsche Ufer. Die Weiher fungieren als √∂ffentliche Schwimmb√§der.

Wenige Gehminuten √∂stlich des Stadtzentrums findet sich in und um den Stadtpark das heutige kulturelle Zentrum der Stadt. Im Theater St.¬†Gallen werden St√ľcke der Gegenwart und der Vergangenheit aufgef√ľhrt. Gleich daneben findet sich die Tonhalle, in der die Konzerte des Sinfonieorchesters St.¬†Gallen und zahlreiche Gastkonzerte stattfinden. In unmittelbarer N√§he sind drei Museen angesiedelt: das Historische und V√∂lkerkundemuseum mit Ausstellungen zu Kunst und Kultur von Stadt und Region, das Kunstmuseum sowie das Naturmuseum, in dem die Naturwissenschaften erkl√§rt werden¬†‚Äď vom Dinosaurierfossil bis zum Laser.

St. Gallen mit seinen nahezu 80'000 Einwohner hat ein grosses Kulturangebot. Monatliche Informationen gibt es u. a. im Kulturmagazin Saiten.

Kirchen

  • Im Stiftsbezirk befindet sich die Stiftskirche St.¬†Gallus und Othmar, heute auch Kathedrale des Bistums St.¬†Gallen. Sie gilt als Wahrzeichen der Stadt.
  • Die reformierte Kirche St.¬†Laurenzen in der Innenstadt wurde 1851 neugotisch umgebaut, im Kern stammt dieses Bauwerk von 1413 bis 1422.
  • In der Irervorstadt befinden sich zwei weitere reformierte Kirchen, die Pfarrkirche St.¬†Mangen mit romanischem Kern und die Kirche St.¬†Katharina des ehemaligen Dominikanerinnenklosters.
  • In der nord√∂stlichen Vorstadt steht die katholische Kirche St.¬†Fiden, welche von Johann Ferdinand Beer 1777 im Barockstil errichtet wurde.
  • Am westlichen Ende des Bahnhofareals steht die Kirche St.¬†Leonhard. Fr√ľher evangelische Kirche der westlichen Vororte, dann Kulturzentrum; Ende 2007 durch einen Dachstockbrand schwer besch√§digt.
  • Die reformierte Kirche in Heiligkreuz, neubarocker Bau mit Jugendstileinfl√ľssen, erbaut von den Architekten Curjel und Moser (Karlsruhe/St.¬†Gallen).
  • Katholische Dreifaltigkeits-Kirche Heiligkreuz, erbaut 1950 in der Typologie der fr√ľhchristlichen Basilika, Architekten: Johannes Scheier, Willi Schregenberger, Oskar M√ľller.
  • Reformierte Kirche Linseb√ľhl, ein Neurenaissancebau aus dem Jahr 1897.
  • Katholische Kirche St. Otmar, erbaut 1908 im Stil der Neugotik, Architekt: August Hardegger
  • Katholische Kirche St. Martin im Stadtteil Bruggen; die 1936 erbaute Betonkirche war f√ľr die damalige Zeit hochmodern.
  • Reformierte Kirche Bruggen, erbaut 1903 im Jugendstil, Architekten: Curjel und Moser, Karlsruhe/St.¬†Gallen
  • Die r√∂misch-katholische Kirche Winkeln, erbaut um 1959 von den einheimischen Architekten Ernest Brantschen und Alphons Weisser.

Theater

  • Im Theater St.¬†Gallen werden Opern, Operetten, Ballett, Musicals und Schauspiele aufgef√ľhrt.
  • Das Figurentheater St.¬†Gallen zeigt St√ľcke f√ľr Kinder und Erwachsene.
  • Die Kellerb√ľhne ‚Äď das Kleinkunst-Theater in St.¬†Gallen.
  • Das Theater 111 ‚Äď Kleinkunst-Theater und B√ľhne f√ľr freie Kulturschaffende in St.¬†Gallen.

Museen

Im Stiftsbezirk

  • Stiftsbibliothek, Bibliothek des Klosters St.¬†Gallen; √ľber 900 Handschriften, darunter den ber√ľhmten St. Galler Klosterplan von Abt Gozbert aus dem 9. Jahrhundert.
  • Lapidarium der Stiftskirche (Bausteine des 8. bis 17. Jahrhunderts)

Im Museumsviertel

  • Historisches und V√∂lkerkundemuseum St.¬†Gallen (Sammlungen zur regionalen Fr√ľhgeschichte, Stadtgeschichte, Volkskunst, Kulturgeschichte sowie v√∂lkerkundliche Sammlungen aus aller Welt). Neoklassizisitischer Walmdachbau mit breit gelagertem westlichem Eingangstrakt und Freitreppe. 1914‚Äď1921 von V√∂lki & Bridler, Winterthur, sowie Carl Adolf Lang f√ľr die Ortsb√ľrgergemeinde St.¬†Gallen errichtet.
  • Kunstmuseum St.¬†Gallen (Malerei und Skulpturen des 19. und 20. Jahrhunderts). Der sp√§tere Maler Emil Nolde arbeitete von 1892 bis 1898 als Zeichnungslehrer an der Gewerbeschule f√ľr die St.¬†Galler Stickerei.

Museen in anderen Stadtteilen

  • Kunst Halle Sankt Gallen (nationale und internationale moderne Kunst)
  • Textilmuseum St. Gallen (historische Spitzen, Stickereien und Gewebe, Textilkunst)
  • Projektraum exex (zeitgen√∂ssische Kunst)
  • Museum im Lagerhaus (Naive Kunst und Art brut vorwiegend aus der Schweiz)
  • Naturmuseum (naturkundliche Sammlung, seit Nov. 2016 im Stadtteil Neudorf)
  • Point Jaune museum (Mail Art, Postpostismus)

Musik

  • Das Sinfonieorchester St.¬†Gallen gibt neben dem Dienst im Theater St.¬†Gallen zahlreiche sinfonische Konzerte in der Tonhalle. Seit 2018 ist Modestas Pitrenas Chefdirigent.
  • Die St.¬†Galler DomMusik f√ľhrt die Internationalen Domorgelkonzerte und diverse weitere Orchester- und Chorkonzerte durch. Der Kirchenmusiker Martin Vogt war von 1823 bis 1837 Domorganist und Musiklehrer am katholischen Gymnasium.
  • Verschiedene Blasmusikvereine geben regelm√§ssig Konzerte in der Tonhalle. Darunter ist mit der Knabenmusik der Stadt St.¬†Gallen eine der gr√∂ssten Blasmusikformationen der Schweiz. Ein weiteres Blasorchester aus der Stadt ist die Otmarmusik St.¬†Gallen.
  • Das Palace, ein alternatives Konzertlokal im ehemaligen gleichnamigen Kino mit Musik-, Kunst- und Politikveranstaltungen.
  • Die Grabenhalle ist Schauplatz vieler Rock/Indie/Alternative/Reggae-Konzerte. Sie liegt am gleichen Platz wie das Palace.
  • Bekannte Musiker, die im St.-Galler-Dialekt singen, sind Manuel Stahlberger und Piggnigg.
  • J. S. Bach-Stiftung

Bauwerke

  • Stiftsbezirk mit Stiftsbibliothek und Stiftskirche (UNESCO-Weltkulturerbe)
  • Altstadt mit √ľber hundert Erkern, z.¬†T. mehrst√∂ckig, bemalt oder aus Holz geschnitzt (Prachtserker)
  • Drei Weieren (k√ľnstliche Weiher aus der Hochbl√ľte der Textilindustrie mit Jugendstil-Badeh√§usern; Anfahrt mit der M√ľhleggbahn von 1893)
  • Bank Wegelin (Haus Notenstein), bis zur Einstellung des Betriebs 2013 √§lteste Bank der Schweiz, gegr√ľndet 1741.
  • Tr√∂ckneturm Sch√∂nenwegen; der Turm wurde 1828 erbaut und in seinem Inneren wurden frisch gef√§rbte Stoffbahnen zum Trocknen aufgeh√§ngt.
  • Stickereib√∂rse, Geb√§ude mit Figur des Handelsgottes Hermes auf dem Dach.
  • Volksbad St.¬†Gallen, das zweit√§lteste Hallenbad der Schweiz aus dem Jahre 1906. Neu und einzigartig zur damaligen Zeit war die gew√∂lbte Betondecke √ľber dem Schwimmbecken nach dem System des franz√∂sischen Bauingenieurs Fran√ßois Hennebique.
  • Karlstor, das einzige verbleibende Tor der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Mit einem Relief verziert.
  • Erker in St. Gallen, in der Altstadt finden sich mehrere prunkvolle Erker
  • Sporthalle der gewerblichen Berufsschule. Der 50¬†√ó¬†26¬†m grosse Stahlbau wurde 2006 mit begr√ľntem Dach errichtet. Am 24.¬†Februar 2009 st√ľrzte das Dach unter extrem grosser Schneelast ein.
  • Notrufzentrale und Buswartehalle des spanischen Architekten Santiago Calatrava.
  • Der Wiboradabrunnen entstand 1926.
  • 1992 erhielt die Stadt St.¬†Gallen den Wakkerpreis.

Pärke und Plätze

  • Wildpark Peter und Paul, Zoo-√§hnlicher Wildpark mit grossen Gehegen f√ľr einheimische Tiere wie Steinbock oder Murmeltier.
  • Stadtpark beim Theater, Naherholungsgebiet im Stadtzentrum; mit grosser Vogel-Voli√®re mit seltenen V√∂geln und Enten.
  • Im Osten der Stadt befindet sich im Stadtteil Neudorf der botanische Garten.
  • Kantonsschulpark, Parkanlage bei der Kantonsschule am Burggraben, zeitweise etwas in Verruf geraten als Drogenumschlagplatz.
  • Kreuzbleichepark, Sportplatz
  • Stadtlounge, mit einer roten Kunststoffschicht √ľberzogener Platz zwischen den Geb√§uden der Raiffeisen Bank (seit Fr√ľhjahr 2005), entworfen und gestaltet von Pipilotti Rist und dem Architekten Carlos Martinez (Rorschach)

Regelmässige Veranstaltungen

  • OLMA, die traditionelle Schweizer Messe f√ľr Landwirtschaft und Ern√§hrung im Herbst sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen der Olma Messen St.¬†Gallen
  • OpenAir St.¬†Gallen im Sittertobel
  • Die vom Theater St.¬†Gallen ausgerichteten St.¬†Galler Festspiele bestehen aus einer Freilicht-Opernproduktion und einem Rahmenprogramm mit Konzerten und Tanzdarbietungen
  • St.¬†Galler Kinderfest, urspr√ľnglich ein Pr√§sentationsumzug der Textilindustrie, heute ein Zusammenkommen vieler St. Galler mit einem Umzug und Darbietungen von Kindern aus verschiedenen Schulh√§usern. Es findet alle drei Jahre statt.
  • Das St.¬†Gallen Symposium findet jedes Jahr im Mai an der Universit√§t St.¬†Gallen statt und z√§hlt zu den f√ľhrenden Wirtschaftskonferenzen Europas. Besondere Zielsetzung ist dabei der Dialog zwischen den Generationen.
  • New Orleans Jazz Festival, St.¬†Galler Fest und Gassenfest sind allj√§hrliche Veranstaltungen, die in den Gassen der Altstadt stattfinden.
  • R√∂mpel-Feuer: In der Nacht vor Silvester gehen in der ehemaligen Gemeinde Straubenzell (heute St.¬†Gallen West) die maskierten R√∂mpler um. Mit L√§rm und dem ¬ęR√∂mpel¬Ľ, einer Puppe, die Schrecken einfl√∂ssen soll, versuchen sie aufs neue Jahr alles B√∂se, personifiziert in der Sagengestalt des schwarzen Rappensteiners, zu verscheuchen. Das R√∂mperfeuer, der H√∂hepunkt des Brauches, findet jeweils am Abend des 30. Dezember hinter der St.-Martins-Kirche Bruggen statt.
  • Wortlaut: Seit 2008 finden in St.¬†Gallen Literaturtage statt. Bis 2011 noch unter dem Titel ¬ęSt.Galler Literaturfest Wortlaut¬Ľ entwickelte sich der Anlass 2012 zu einer drei Tage dauernden Literaturveranstaltung mit dem Namen ¬ęSt.Galler Literaturtage Wortlaut¬Ľ und damit zu einem grenz√ľberschreitenden, regional gewichtigen und beliebten Anlass.
  • Pantalla Latina: Seit 2009 findet jeweils im November im Kino Corso ein lateinamerikanisches Filmfestival statt.
  • Der St.¬†Galler Altstadtlauf fand von 1984 bis 2008 insgesamt 25-mal jeweils Ende September statt. In 35 Kategorien, von 330 Metern (f√ľr Dreij√§hrige) bis zu 8810 Metern (Hauptklasse) wurde der schnellste St.¬†Galler L√§ufer ermittelt. Nach dem Jubil√§umslauf 2008 musste der Altstadtlauf eingestellt werden, da sich nicht gen√ľgend Sponsoren fanden. 2013 wurde mit dem Auffahrtslauf ein neuer Laufevent f√ľr die Stadt St.¬†Gallen geschaffen, welcher von nun an jedes Jahr stattfinden soll.
  • Die bedeutendste Reitsportveranstaltung der Schweiz, die CSIO Schweiz, findet j√§hrlich auf dem Gr√ľndenmoos in St. Gallen statt. Dort wird unter anderem der Nationenpreis durchgef√ľhrt.

Panorama

Sport

Vereine

Der Fussballclub FC St.¬†Gallen (FCSG), der √§lteste Fussballclub der Schweiz und Kontinentaleuropas spielt in der Super League, der h√∂chsten schweizerischen Liga, der SC Br√ľhl St. Gallen spielt in der 1. Liga Promotion, der dritth√∂chsten Fussball-Liga. Ebenfalls in St.¬†Gallen ans√§ssig ist der FC Winkeln (2. Liga). Weitere Fussballclubs aus der Gallusstadt sind der im Jahre 1910 gegr√ľndete FC Fortuna, der FC Rotmonten und der FC St.¬†Otmar St.¬†Gallen. Die Blue Stars St.¬†Gallen, die in den 1900er-Jahren in der h√∂chsten Liga spielten, wurden aufgel√∂st.

Handball hat in St.¬†Gallen einen hohen Stellenwert. Der Handballclub TSV St. Otmar St.¬†Gallen spielt in der h√∂chsten Handballliga der Schweiz, der Nationalliga A, mit und ist seit 1964 sieben Mal Schweizer Meister geworden, zuletzt in der Saison 2001. Der BTV St.¬†Gallen wurde in den 1960er Jahren zweimal Schweizer Meister und spielt aktuell in der 3. Liga. Weiter gibt es den LC Br√ľhl. Er ist der Frauenverein und spielt in der Nationalliga A. Mit 26 Meister- und 5 Cuptiteln ist der Verein der erfolgreichste Frauen-Handballverein der Schweiz. Weiter gibt es noch die Vereine HC Bruggen, den HC Stadtb√§ren 05 und den SV Fides.

In St.¬†Gallen gibt es noch weitere Vereine wie St.¬†Galler Badminton B√§ren, TTC St. Gallen (Tischtennis), STV St.¬†Gallen Volley (Volleyball), St.¬†Gallen Vipers (American Football), UHC Waldkirch-St.¬†Gallen (Unihockey), RFC The Bishops St.¬†Gallen Rugby, CC St.¬†Galler B√§r (Curling), EHC St.¬†Gallen (Eishockey), BBC Uni St.¬†Gallen (Basketball), TV St.¬†Georgen (Ger√§teturnen und Leichtathletik), Schweizerischer Alpenclub SAC, Sektion St.¬†Gallen (Bergsteigen, Klettern. Mit √ľber 2500 Mitgliedern einer der gr√∂ssten Vereine) und noch einige mehr, wie der LC Br√ľhl Leichtathletik.

Sportstätten

Im Bezug auf die Anzahl Pl√§tze ist das Reitstadion Gr√ľndenmoos das gr√∂sste Stadion in St. Gallen: Das im Westen der Stadt liegende Stadion fasst 24‚Ä≤000 Zuschauer, die zugeh√∂rige Trib√ľne hat 1900 Pl√§tze. Dort findet j√§hrlich die CSIO Schweiz statt. In dessen N√§he befindet sich das Fussballstadion Kybunpark (bis 2016 AFG Arena) mit einem Fassungsverm√∂gen von 21'000 Zuschauern. Davon entfallen 16'000 auf Sitzpl√§tze und 5'000 auf Stehpl√§tze. Bei europ√§ischen Spielen betr√§gt die Kapazit√§t 18'000 Sitzpl√§tze. Am 30. Mai 2008 fand das erste Spiel im 410 Millionen Franken teuren Stadion statt, welches die Schweiz mit 3:0 gegen Liechtenstein gewann. Der Kybunpark hat das Stadion Espenmoos (heute: 5700 Pl√§tze) abgel√∂st, das heute als Breitensportanlage genutzt wird. Mit dem Paul-Gr√ľninger-Stadion (4200 Pl√§tze) existiert ein weiteres Fussball-Stadion in St. Gallen, dort, wo sich die von 1905 bis 1908 bestehende Velorennbahn St. Gallen befand.

Die gr√∂sste Hallensportanlage ist die Kreuzbleiche (4200 Pl√§tze), es ist die Heimst√§tte der Handballclubs TSV St. Otmar und LC Br√ľhl.

Mit der Leichtathletikanlage Neudorf existiert im Osten der Stadt ein Leichtathletikzentrum, es fasst 4200 Zuschauer und hat eine Trib√ľne mit 850 Sitzen. Im Zentrum der Stadt nahe der Olma-Hallen existiert eine Indoor-Multifunktionsanlage mit Fokus auf Leichtathletik, das Athletik Zentrum St. Gallen mit bis zu 3000 Pl√§tzen. Im Athletik Zentrum befindet sich die einzige permanente 200-Meter-Indoorbahn der Schweiz.

Auf Stadtgebiet existieren zwei Finnenbahnen und drei Vitaparcours-Bahnen. 2013 wurde von einem privaten Verein ein √∂ffentlicher Mountainbike-Flowtrail, der sogenannte WaldeggTrail angelegt, der auf dem s√ľdlich der Stadt gelegenen Eggenhang von der H√ľslersegg durch das Wattbachtal zur H√ľslersegg f√ľhrt. Der Bau des letzten Abschnitts, der bis nach St.¬†Georgen f√ľhren soll, wurde 2017 in Angriff genommen. Ausserdem gibt es den Rollpark Kreuzbleiche mit drei Bowls und einem grossen Street-Teil.

F√ľr den Schwimmsport existieren die Hallenb√§der Blumenwies und das Volksbad sowie die Schwimmb√§der Lerchenfeld, Rotmonten wie auch die Naturb√§der auf Dreilinden.

F√ľr den Wintersport existieren in der Stadt Eishallen, Langlaufloipen und Skilifte: Beim Unteren Brand hat es zwei Langlaufloipen mit einer L√§nge von 780¬†m und 2700¬†m, in der Notkersegg befindet sich eine Loipe von 2167 Metern L√§nge. Die Lopie beim Wildpark Peter und Paul misst 800 Meter, jene auf dem Kinderfestplatz 775 Meter. Die L√§nge der CityLoipe Kreuzbleiche betr√§gt 1200 Meter. Die Skilifte Beckenhalde und Schl√∂ssli befinden sich auf Stadtgebiet. Die Bergstation des Skilifts V√∂gelinsegg bei Speicher auf 1007 Meter √ľber Meer befindet sich ebenfalls auf Stadtgebiet. Das Eissportzentrum Lerchenfeld, das lokalen Eishockeyvereinen dient, bietet auch einen freien Eislauf an. Dort hat es f√ľr den Curlingsport auch f√ľnf Rinks.

Persönlichkeiten

Siehe auch

  • F√ľrstabtei St.¬†Gallen
  • Stiftsarchiv St.¬†Gallen
  • Stiftskirche St.¬†Gallen
  • Kanton St.¬†Gallen
  • Staatsarchiv des Kantons St. Gallen

Literatur

√Ąltere Darstellungen

  • Georg Leonhard Hartmann: Geschichte der Stadt St.¬†Gallen. Hartmann, St.¬†Gallen 1818 (Faksimile in der Google-Buchsuche).
  • B√ľrgerbuch der Ortsb√ľrgergemeinde St.¬†Gallen. Fehr, St.¬†Gallen 1868 (Digitalisat).
  • Johann Jakob Bernet: Verdienstvolle M√§nner der Stadt Sankt Gallen, in Bildnissen und kurzen Lebensnachrichten. Wegelin und Wartmann, St.¬†Gallen 1830 (Scan in der Google-Buchsuche). Unver√§nderter Neudruck, mit einem Nachwort von Peter Wegelin herausgegeben unter dem Titel: Verdienstvolle M√§nner, B√ľrgermeister und Dekane der Stadt St.¬†Gallen in Bildnissen und kurzen Lebensnachrichten (=¬†Ver√∂ffentlichungen der Gesellschaft Pro Vadiana. Nr. 14). Verlagsgemeinschaft St.¬†Gallen, St.¬†Gallen 1986.
  • August Naef: Chronik oder Denkw√ľrdigkeiten der Stadt und Landschaft St.¬†Gallen. Mit Inbegriff der damit in Verbindung stehenden appenzellischen Begebenheiten. Von der √§ltesten bis auf die neuere Zeit. Scheitlin, St.¬†Gallen; Schulthess, Z√ľrich 1867 (Digitalisat beim MDZ; Erstausgabe mit anderem Untertitel: Von den √§ltesten Zeiten bis auf das Jahr 1848. Ebenda 1850, Scan in der Google-Buchsuche).
  • Gottlieb Felder: Die Stadt St.¬†Gallen und ihre Umgebung. Natur und Geschichte, Leben und Einrichtungen in Vergangenheit und Gegenwart. Eine Heimatkunde. Band 1 (so vollst√§ndig). Fehr, St.¬†Gallen 1916.
  • August Hardegger, Salomon Schlatter, Traugott Schiess: Die Baudenkm√§ler der Stadt St.¬†Gallen. Fehr, St.¬†Gallen 1922.

Neuere Werke

  • Stefan Sonderegger, Marcel Mayer: Sankt Gallen (Gemeinde). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 6.¬†Januar 2012.
  • Daniel Ammann (Fotos), Marcel Elseneret (Texte): St.¬†Gallen. Stadtportr√§t. Klosterstadt ‚Äď Geschichte, Kultur, Szene, Landschaft. AS, Z√ľrich 1999, ISBN 3-905111-37-3.
  • Walter Berschin: Die schriftlichen Quellen zur Baugeschichte von St.¬†Gallen ca. 680‚Äď1200 n. Chr. Stiftung f√ľr Forschung in Sp√§tantike und Mittelalter ‚Äď HR. Sennhauser, Bad Zurzach 2014 (PDF; 858¬†kB).
  • Johannes Duft, Ernst Ziegler, Karl K√ľnzler: St.¬†Gallen. Kloster und Stadt (= Schweizer Heimatb√ľcher. Band 187). Haupt, Bern 1984, ISBN 3-258-03263-7.
  • Ernst Ehrenzeller; Walter-und-Verena-Sp√ľhl-Stiftung (Hrsg.): Geschichte der Stadt St.¬†Gallen. VGS-Verlagsgemeinschaft, St.¬†Gallen 1988, ISBN 3-7291-1047-0.
  • Gesellschaft f√ľr Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Die Kunstdenkm√§ler des Kantons St.¬†Gallen. Die Stadt St.¬†Gallen. In: Kunstdenkm√§ler der Schweiz. [2 B√§nde], Birkh√§user Verlag, Basel:
    • Kunstdenkm√§ler der Schweiz. 37: Band I: Geschichte, Befestigungen, Kirchen [ohne Stift] und Wohnbauten. 1957.
    • Kunstdenkm√§ler der Schweiz. 45: Band II: Das Stift. 1961.
  • Peter R√∂llin, Daniel Studer: St.¬†Gallen. Architektur und St√§dtebau 1850‚Äď1920. Hrsg. von der Gesellschaft f√ľr Schweizerische Kunstgeschichte. Historisches Museum St.¬†Gallen. GSK, Bern; Historisches Museum, St.¬†Gallen 2003, ISBN 3-9520597-2-2 (Sonderpublikation aus Band 8 der Gesamtreihe Inventar der neueren Schweizer Architektur 1850‚Äď1920, INSA).
  • Nathalie Bodenm√ľller, Dorothee Guggenheimer, Johannes Huber, Marcel Mayer, Stefan Sonderegger, Daniel Studer, Rolf Wirth: St.¬†Galler Stadtf√ľhrer mit Stiftsbezirk. 4., ver√§nderte und erweiterte Auflage. St.¬†Gallen-Bodensee Tourismus / Typotron, St.¬†Gallen 2010, ISBN 978-3-908151-44-9.
  • Peter R√∂llin: St.¬†Gallen ‚Äď Stadtver√§nderung und Stadterlebnis im 19. Jahrhundert. VGS, St.¬†Gallen 1981, ISBN 3-7291-1014-4.
  • Peter R√∂llin, Kunstverein St.¬†Gallen und Stiftung St.¬†Galler Museen (Hrsg.): Stickerei-Zeit. Kultur und Kunst in St.¬†Gallen 1870‚Äď1930. 2. Auflage. VGS Verlagsgemeinschaft St.¬†Gallen 1989, ISBN 3-7291-1052-7.
  • Hans Stricker: Unsere Stadt St.¬†Gallen. Eine geographisch-geschichtliche Heimatkunde. 2., √ľberarbeitete Auflage. Schulverwaltung St.¬†Gallen, St.¬†Gallen 1979, OCLC 837552582.

Belletristik

  • Oliver Bendel: Die Stadt aus den Augenwinkeln. Alkyon Verlag, Weissach im Tal 2004, ISBN 3-933292-86-7 (Gedichte √ľber St.¬†Gallen).
  • Elisabeth Gerter: Die Sticker. Unionsverlag, Z√ľrich 2003, ISBN 3-293-00313-3 (Zur Geschichte der Stickerei).
  • Thomas H√ľrlimann: Fr√§ulein Stark. Roman. Ammann, Z√ľrich 2006, ISBN 3-250-60075-X (Beleuchtet die Stiftsbibliothek sowie die St.¬†Galler Gesellschaft in den 1950er-Jahren).

Weblinks

  • Offizielle Website der Stadt St.¬†Gallen
  • 360¬į-Panorama-Aufnahmen der Stadt St.¬†Gallen
  • St. Galler Stadtgeschichte/n von W. Mittelholzer
  • St. Gallen Bodensee Tourismus

Einzelnachweise


 

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auch: Sankt Gallen, Saint-Gall, San Gallo, Son Gagl
Wappen/Flagge: St. Gallen

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Kanton

Fläche ca.: 2030.90 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 47.55729
südlichster Punkt: 46.87289
westlichster Punkt: 8.79559
östlichster Punkt: 9.67405

 
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