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Staat Informationen : Spanien

Informationen:


Spanien (spanisch [esňąpa…≤a], amtlich K√∂nigreich Spanien, spanisch Reino de Espa√Īa [ňąrejno √į(e) esňąpa…≤a]) ist ein Staat auf der Iberischen Halbinsel im S√ľdwesten Europas, mit den Balearischen Inseln im Mittelmeer, den Kanarischen Inseln im Atlantik und zwei Exklaven in Nordafrika.

Staatsform ist eine parlamentarische Erbmonarchie. Spanien untergliedert sich in 17 autonome Gemeinschaften und zwei autonome Städte (spanisch ciudades autónomas), Ceuta und Melilla. Die Hauptstadt und größte Metropole ist Madrid, weitere Ballungszentren sind Barcelona, Valencia, Sevilla, Bilbao, Zaragoza und Málaga.

Spanien ist Mitglied der UNO, der EU, der OECD und der NATO. Es zählt zu den sehr hoch entwickelten Ländern und zu den 20 größten Export- und Importnationen (2017). Spanien ist nach Frankreich das am zweithäufigsten besuchte Land der Welt und auch nach diesem das flächenmäßig zweitgrößte Land der EU.

Geographie

Staatsgebiet

Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten K√∂nigreich geh√∂rende Gibraltar (im S√ľden), auf der Iberischen Halbinsel zwischen 36¬į und 43,5¬į n√∂rdlicher Breite und 9¬į westlicher und 3¬į √∂stlicher L√§nge (ohne Balearen, Kanaren, Ceuta und Melilla). Spanien nimmt knapp sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel ein. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyren√§en, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra.

Au√üerdem geh√∂ren die im Mittelmeer gelegenen Balearen und die Kanaren im Atlantik sowie die an der nordafrikanischen K√ľste gelegenen St√§dte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Ll√≠via. Weiter geh√∂ren Spanien mehrere unmittelbar vor der marokkanischen K√ľste gelegene Inseln: Islas Chafarinas, Pe√Ī√≥n de Alhucemas, Isla del Perejil, dazu die Halbinsel Pe√Ī√≥n de V√©lez de la Gomera. Die Isla de Albor√°n liegt 50 Kilometer n√∂rdlich der marokkanischen K√ľste. Eine weitere Gruppe kleiner Inseln und Felsen, die Islas Columbretes, liegt etwa 55 Kilometer √∂stlich von Castell√≥n de la Plana, auf demselben Breitengrad wie Mallorca.

Der n√∂rdlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Bares in Galicien, auf dem Festland sind der westlichste Punkt das Cabo Touri√Ī√°n (ebenfalls in Galicien), der s√ľdlichste die Punta Marroqu√≠ bei Tarifa und der √∂stlichste das Cap de Creus an der Costa Brava. Die gr√∂√üte Ausdehnung von Norden nach S√ľden betr√§gt 856 Kilometer und von Osten nach Westen 1020 Kilometer. Der westlichste (Punta de la Orchilla) und der s√ľdlichste (La Restinga) Punkt Gesamtspaniens liegen auf der kanarischen Insel El Hierro, der √∂stlichste auf der Baleareninsel Menorca.

Das Staatsgebiet weist mit einer mittleren Höhe von ca. 660 msnm einen der höchsten Werte Europas auf. Die räumliche Gliederung der Halbinsel wird wesentlich durch sechs große Gebirgssysteme bestimmt.

Gebirgssysteme

Von den sechs gro√üen Gebirgssystemen verlaufen f√ľnf in West-Ost-Richtung.

  • Im Norden sind es die Pyren√§en (bis 3404 Meter), die die Begrenzung zum restlichen festl√§ndischen Europa bilden.
  • Westlich an die Pyren√§en schlie√üt sich das parallel zur Nordk√ľste verlaufende Kantabrische Gebirge an, mit den h√∂chsten Erhebungen in den Picos de Europa bei 2600 Metern. Es f√§chert sich an seinem Westende in Galicien und im n√∂rdlichen Portugal in eine Vielzahl niederer Mittelgebirgsz√ľge auf.
  • Ebenfalls in West-Ost-Richtung verl√§uft etwa in der Mitte der Halbinsel das Kastilische Scheidegebirge, das sich in verschiedene Bl√∂cke gliedert und H√∂hen bis 2600 Metern aufweist. In Portugal setzt es sich mit der Serra da Estrela fort.
  • Weiter s√ľdlich trennt die niedrigere (bis 1300 Meter), ebenfalls von West nach Ost verlaufende Sierra Morena das zentrale Hochland von der Senke des Guadalquivir.
  • Im √§u√üersten S√ľden schlie√ülich verl√§uft die Betische Kordillere entlang der Mittelmeerk√ľste von Gibraltar bis s√ľdlich von Valencia. Die Balearen sind geologisch ihre nord√∂stliche Fortsetzung. Auf der Betischen Kordillere befindet sich mit dem Mulhac√©n (3482 Meter) in der Sierra Nevada der h√∂chste Punkt auf Spaniens Festland und der Iberischen Halbinsel. Der h√∂chste Berg auf spanischem Staatsgebiet ist allerdings mit 3715 Metern H√∂he der Pico del Teide auf der Kanaren-Insel Teneriffa.

Das Iberische Randgebirge mit H√∂hen bis zu 2300 Metern verl√§uft hingegen von Nordwesten nach S√ľdosten etwa √∂stlich einer Linie Burgos‚ÄďValencia.

Fl√ľsse

Zwischen den Gebirgsketten verlaufen die f√ľnf gro√üen Flusssysteme, von denen vier eine Ost-West-Orientierung aufweisen, in den Atlantik m√ľnden und ihren Ursprung im Iberischen Randgebirge, der gro√üen Wasserscheide der Halbinsel, haben. Das Becken zwischen dem Kantabrischen Gebirge und dem Kastilischen Scheidegebirge wird durch den Duero entw√§ssert. Weiter s√ľdlich verlaufen der Tajo und der Guadiana ebenfalls von Osten nach Westen. Das Gleiche gilt f√ľr den Guadalquivir s√ľdlich der Sierra Morena.

Die Senke zwischen dem Iberischen Randgebirge und den Pyren√§en hingegen wird durch den Ebro zum Mittelmeer entw√§ssert. Dieser Strom entspringt im Kantabrischen Gebirge und verl√§uft von Nordwesten nach S√ľdosten.

Zentrale Hochfläche

Im Zentrum der Iberischen Halbinsel befindet sich ein weitl√§ufiges Hochplateau, das, je nach Quelle, Iberische Meseta oder Hochland von Kastilien, oft jedoch schlicht Meseta genannt wird. Es wird im Norden und Nordwesten vom Kantabrischen Gebirge und dessen Ausl√§ufern, im Osten vom Iberischen Randgebirge und im S√ľden von der Sierra Morena umgrenzt. Im S√ľdwesten geht sie in die etwas tiefer gelegene, aber nicht so ebene Extremadura √ľber. Durch das Kastilische Scheidegebirge wird sie in zwei H√§lften (die Nord- und die S√ľdmeseta) geteilt, wobei die n√∂rdliche im Mittel etwas h√∂her liegt als die s√ľdliche. Die gro√üen St√§dte der Nordmeseta (Valladolid, Le√≥n, Burgos, Salamanca) liegen auf einer H√∂he von 700 bis 900 Metern, die der S√ľdmeseta (Madrid, Toledo, Ciudad Real) auf 500 bis 700 Metern.

K√ľstenebenen und Senken

Wesentlich tiefer liegen die Senken, die vom Guadalquivir und vom Ebro durchflossen werden. Da die Gebirge fast √ľberall bis nahe ans Meer herantreten, finden sich kaum ausgedehntere K√ľstenebenen.

Klima

Das Klima in Spanien kann grob in folgende Zonen gegliedert werden.

  • Atlantisches Klima an der n√∂rdlichen Atlantikk√ľste: Galicien, Asturien, Kantabrien, Baskenland, Navarra (Norden).
    Vor allem im Winter Niederschläge, sehr milde Winter und Sommer (siehe Klimadiagramm von Santander).
  • Ozeanisch-kontinentales Klima im Zentrum der Iberischen Halbinsel: Kastilien und Le√≥n, Madrid, La Rioja, Navarra, Kastilien-La Mancha, Extremadura und Andalusien.
    Sehr kalte Winter mit regelmäßigen Schneefällen im Norden und heiße Sommer, hauptsächlich im Winter Niederschläge.
  • Kontinentales Mittelmeerklima in Arag√≥n, Katalonien, Valencia (Hinterland), Murcia, Kastilien-La Mancha und Andalusien.
    Niederschl√§ge vor allem in Fr√ľhling und Herbst. Hei√üe Sommer und kalte Winter; die t√§glichen Temperaturschwankungen k√∂nnen 25¬†¬įC betragen.
  • Mittelmeerklima in Katalonien, auf den Balearen, in Valencia, Murcia und Andalusien.
    Niederschl√§ge fallen vor allem im Fr√ľhjahr und Herbst, zum Teil wolkenbruchartig (erste Septemberwoche). Durch die von Norden nach S√ľden abnehmende Niederschlagsmenge (Barcelona 640¬†mm, Tortosa 524¬†mm, Valencia 454¬†mm, Alicante 336¬†mm, Almer√≠a 196¬†mm) kann das Mittelmeerklima in ein feuchtes und trockenes unterschieden werden. Die Temperaturen sind im Winter mild, im Sommer ist es hei√ü, teilweise hei√ü-feucht.
  • Subtropisches Klima auf den Kanaren.
    Milde Temperaturen (18 bis 24¬†¬įC) fast √ľber das ganze Jahr, einen Winter gibt es so gut wie nicht (Durchschnittstemperaturen in Santa Cruz de Tenerife: 17,9¬†¬įC im Januar und 25,1¬†¬įC im August). Die Niederschl√§ge auf den Kanaren variieren sehr stark in den einzelnen Regionen der Inseln.
  • Gebirgsklima in den H√∂henlagen der Pyren√§en, des Kantabrischen und Iberischen Gebirges, des Kastilischen Scheidegebirges und der Betischen Kordillere.
    Lange, kalte Winter und kurze, frische Sommer.

Der in neuerer Zeit beschleunigte Klimawandel hat die bestehenden Umweltprobleme im gesamten Mittelmeerraum versch√§rft, so auch in Spanien. F√ľr f√ľnf weit gefasste und miteinander verbundene Wirkungsbereiche (Wasser, √Ėkosysteme, Ern√§hrung, Gesundheit und Sicherheit) weisen aktuelle Ver√§nderungen und Zukunftsszenarien konsequent auf substanzielle und zunehmende Risiken in den kommenden Jahrzehnten hin. Dies zeigt sich in Spanien in besonderem Ma√üe. So fasst der britische Klima√∂konom Nicholas Stern die Lage f√ľr Spanien im Rahmen der Klimakrise wie folgt zusammen: ‚ÄěWenn die Temperatur √ľber die Grenzen steigt, die wir im Pariser Abkommen festgelegt haben, dann gibt es ein klares Risiko, dass sich Spanien in Sahara-W√ľste verwandeln wird.‚Äú Modellrechnungen aus dem Jahr 2019 zeigen auf, dass das Klima in Madrid bereits im Jahr 2050 dem aktuellen Klima im marokkanischen Marrakesch √§hnlicher sein wird als dem heutigen in Madrid. Bedroht ist aufgrund des Anstieg des Meeresspiegels auch der Tourismus; so wird der etwa 6.000¬†km lange K√ľstenstreifen aufgrund von Erosionen schmaler und Str√§nde k√∂nnten dadurch auf Dauer √ľberschwemmt werden.

Flora

Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:

  • Vegetation des feuchten Spanien: Eichen, Buchen
  • Vegetation des trockenen Spanien: immergr√ľne Eichen (Steineichen, Korkeichen), Pinien und Palmen
  • Vegetation der Gebirge je nach H√∂he: Steineichen, Korkeichen, Eichen, Edelkastanien, Wiesen, alpine Magerrasen

Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewässerungsanbau. Große Flächen werden allerdings auch von Kulturpflanzen eingenommen, denen das trockene Klima zugutekommt, etwa Olivenbäume und Feigensträucher.

Fauna

Die spanische Tierwelt ist √§u√üerst reich an Arten. Aufgrund der verh√§ltnism√§√üig d√ľnnen Besiedelung konnten in Spanien Tierarten √ľberleben, die im restlichen Westeuropa ausgerottet wurden. Zudem bildeten sich aufgrund der Abgrenzung der Iberischen Halbinsel durch die Pyren√§en einige endemische Arten.

In Nordwest- und Zentralspanien sowie vereinzelt in der Sierra Morena leben insgesamt rund 2500 W√∂lfe. Der Iberische Wolf (Canis lupus signatus) bildet damit die gr√∂√üte und stabilste Population Westeuropas. Etwa 200 Braunb√§ren leben im Kantabrischen Gebirge sowie den Pyren√§en. W√§hrend die Population an Kantabrischen B√§ren als stabil gilt, sind die in den Pyren√§en beheimateten akut vom Aussterben bedroht. Der Pardelluchs ist eine nur in Spanien und Portugal beheimatete Luchsart, mit etwa 550 Wildtieren ist sie in der Gegenwart, trotz erfolgreicher Schutzma√ünahmen, immer noch stark gef√§hrdet. Im Norden Spaniens befinden sich einige der letzten westeurop√§ischen Populationen des Europ√§ischen Nerzes. Weitere charakteristische S√§uger Spaniens sind die sonst nur in Afrika und Vorderasien beheimatete Kleinfleck-Ginsterkatze, der Ichneumon, der Iberiensteinbock oder die Pyren√§en-G√§mse. Gleich drei Arten von Hasen sind in Spanien heimisch, der Feldhase sowie die endemischen Iberischen Hasen und Castroviejo-Hasen. H√§ufig sind Hirsche, Rehe, Eichh√∂rnchen, Kaninchen, Wildschweine, Marder, Dachse und F√ľchse. Mufflons und Murmeltiere sind in Gebirgslagen anzutreffen, Wildkatzen in gr√∂√üeren W√§ldern und Fischotter in Flussgebieten.

In den Pyren√§en und im Kantabrischen Gebirge sind Bartgeier heimisch, M√∂nchs-, G√§nse- und Schmutzgeier sind in weiten Teilen des Landes zu finden. Weitere charakteristische Gro√üv√∂gel sind der Spanische Kaiseradler oder der Steinadler. Flamingos sind in Feuchtgebieten wie Coto de Do√Īana anzutreffen.

Zur Reptilienfauna Spaniens gehören zahlreiche Eidechsen, Geckos, Skinke, Schleichen, Schlangen, Land- und Meeresschildkröten, wie die Unechte Karettschildkröte. Charakteristische Echsenarten sind beispielsweise die Kanareneidechsen, insbesondere die El-Hierro-Rieseneidechse (Gallotia simonyi), die eine Körperlänge von bis zu 75 cm erreichen kann sowie die Perleidechse, die größte Eidechsenart Europas.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Zwischen 1999 und 2009 stieg die Bev√∂lkerung Spaniens sehr stark an, sowohl verglichen mit anderen europ√§ischen Staaten als auch im Vergleich zu den Jahrzehnten davor. So stieg in den 1990er-Jahren die Bev√∂lkerung Spaniens um 1,1¬†Millionen und im ersten Jahrzehnt des 21.¬†Jahrhunderts um 7¬†Millionen. Ein Gro√üteil des Bev√∂lkerungswachstums ging auf Zuwanderung zur√ľck. So stieg die ausl√§ndische Bev√∂lkerung von 0,74¬†Millionen im Jahr 1999 auf 5,73¬†Millionen 2011. Hierbei ist noch zu beachten, dass es auch Einb√ľrgerungen gab. Die Fruchtbarkeitsrate lag im Jahr 2016 in Spanien mit rund 1,34¬†Kindern pro Frau unter dem EU-Schnitt von 1,60. Im Jahre 2016 betrug das Durchschnittsalter in Spanien 43,1¬†Jahre.

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Spanier wurde im Jahr 2012 mit 82,5 Jahren ermittelt und erreichte damit in der Europäischen Union vor Italien (82,4) und Frankreich (82,1) den höchsten Wert. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer betrug demnach 79,5 Jahre, die der Frauen 85,5 Jahre. Im Jahr 2007 waren 16,7 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre. Aufgrund der hohen Lebenserwartung in Verbindung mit der niedrigen Fertilität wird davon ausgegangen, dass Spanien in Zukunft eine der ältesten Gesellschaften der Welt werden wird.

Entwicklung der Lebenserwartung

Quelle: UN

Sprachen

In Spanien wird √ľberwiegend Spanisch, Katalanisch, Galicisch und Baskisch gesprochen. Spanisch ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache. Katalanisch ist in den Autonomen Gemeinschaften Katalonien, Valencia (dort als Valencianisch bezeichnet) und auf den Balearen, Baskisch im Baskenland und Teilen Navarras und Galicisch in Galicien neben Spanisch ebenfalls Amtssprache (lenguas co-oficiales). Im Val d‚ÄôAran hat Aranesisch, eine Variet√§t des Gascognischen, offiziellen Status.

Der Landesname K√∂nigreich Spanien in den Regionalsprachen lautet galicisch Reino de Espa√Īa, katalanisch Regne d‚ÄôEspanya, asturisch Reinu d‚ÄôEspa√Īa, baskisch Espainiako Erresuma, aranesisch Reialme d‚ÄôEspanha und aragonesisch Reino d'Espanya.

Daneben existieren einige Sprachen, welche nur noch von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden und nicht den Status einer Amtssprache haben. Zu diesen zählen Asturleonesisch und Aragonesisch. Im Jálama-Tal (Provinz Cáceres) nahe der portugiesischen Grenze wird A Fala, ein Dialekt der galicisch-portugiesischen Sprache, gesprochen. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight.

W√§hrend der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch S√ľdamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engl√§nder dauerhaft ans√§ssig.

Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Franz√∂sisch gesprochen. J√ľngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, √Ąltere eher Franz√∂sisch. In der breiten Bev√∂lkerung sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. Laut einer von Eurostat 2011 durchgef√ľhrten Erhebung beherrschen 49¬†% der erwachsenen Spanier (im Alter von 25 bis 64 Jahren) laut Selbsteinsch√§tzung keine Fremdsprache. Im Gegensatz dazu lag im Jahr 2011 der Anteil der Sch√ľler der Primarstufe, die eine Fremdsprache erlernten, f√ľr gew√∂hnlich Englisch, bereits bei 99¬†% und in der Sekundarstufe II bei 97¬†%, wobei 22¬†% zus√§tzlich eine zweite Fremdsprache erlernen, aufgrund der geografischen N√§he zu Frankreich √ľberwiegend Franz√∂sisch. In von Touristen gerne besuchten Gebieten, insbesondere am Mittelmeer und auf den Balearen, sind zum Teil Englisch und Deutsch gebr√§uchlich.

In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt, Spanisch darf dort jedoch von allen Studierenden in Unterricht und Klausuren benutzt werden.

Minderheiten

Zu den Minderheiten des Landes z√§hlen vor allem die ‚ÄěGitanos‚Äú (spanische Roma), die etwa seit dem 16. Jahrhundert nach Spanien einwanderten. Heute leben in Spanien etwa 600.000 bis 800.000 Gitanos. Die spanischen Roma sind vor allem in Gro√üst√§dten wie Madrid, Barcelona, Valencia oder Sevilla beheimatet. Sie brachten einige weltbekannte Stars hervor, etwa den S√§nger Camar√≥n de la Isla oder den Fu√üballspieler Jos√© Antonio Reyes. Vor allem in der spanischen Musikszene, speziell dem Flamenco, sind viele Roma zu finden.

Einwanderer

Spanien wies lange Zeit nur geringe Zuwanderungszahlen auf. Erst Ende der 1980er Jahre wurde Spanien zum Hauptziel der lateinamerikanischen Emigration. Dies hat eine stark ansteigende Immigration zu einem Bev√∂lkerungsanstieg von √ľber f√ľnf Millionen Einwohnern gef√ľhrt. Im Jahr 2007 befanden sich knapp 1,8 Millionen Menschen mit lateinamerikanischem Migrationshintergrund in Spanien (Tedesco, 2008: 3). Die Zahl der in Spanien lebenden Ausl√§nder liegt bei rund 5 Millionen (Januar 2019), was zw√∂lf Prozent der Gesamtbev√∂lkerung entspricht; davon sind gut 2 Millionen Staatsb√ľrger anderer EU-L√§nder. Im Vergleich mit dem Rest der EU liegt Spanien in absoluten Zahlen auf Rang zwei hinter Deutschland (7,1 Millionen). Betrachtet man den Anteil an Staatsb√ľrgern anderer L√§nder, so liegt Spanien hinter Luxemburg (43,0¬†%), Lettland (17,4¬†%), Zypern und Estland (je 15,9¬†%) auf dem f√ľnften Platz. Unter den Mitgliedsstaaten mit mehr als drei Millionen Einwohnern ist Spaniens Ausl√§nderquote von 12,3¬†% die H√∂chste, gefolgt von √Ėsterreich (10,5¬†%), Belgien (9,7¬†%) und Deutschland (8,7¬†%). Die meisten Einwanderer stammen aus Rum√§nien, den Staaten des Maghreb oder Lateinamerika, sowie aus dem Vereinigten K√∂nigreich und Deutschland, f√ľr die Spanien ein beliebter Altersruhesitz ist. Im Zeitraum von 2003 bis 2017 erwarben insgesamt 1.446.315 Personen die spanische Staatsangeh√∂rigkeit.

Spanier im Ausland

Die Zahl der im Ausland lebenden spanischen Staatsb√ľrger liegt bei rund 2,6 Millionen (Januar 2020), 1.576.350 davon in Amerika und 945.027 in Europa. W√§hrend nur 20,6 Prozent der in Amerika lebenden Spanier in Spanien geboren wurden, liegt dieser Prozentsatz bei den in einem anderen europ√§ischen Land Residierenden bei 49,7 Prozent. Dies liegt unter anderem daran, dass die gr√∂√üeren Auswanderungswellen von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Spanischen B√ľrgerkrieg zumeist S√ľd- und Mittelamerika zum Ziel hatten, insbesondere Argentinien, Venezuela, Mexiko, Uruguay und Kuba, w√§hrend mit dem Plan de Estabilizaci√≥n (1959) eine bis 1972 andauernde Emigrationswelle in europ√§ische L√§nder wie Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Belgien und das Vereinigte K√∂nigreich stattfand. Dar√ľber hinaus verlie√üen viele Immigranten aus s√ľdamerikanischen Staaten, die inzwischen die spanische Staatsangeh√∂rigkeit erworben hatten, im Zuge der Eurokrise Spanien und kehrten in ihre Heimatl√§nder zur√ľck.

Religionen und Weltanschauungen

Zwar geh√∂rten 92 Prozent der Bev√∂lkerung (Stand 2000) offiziell der r√∂misch-katholischen Kirche an, jedoch sinkt die Anzahl derer, die aktiv am religi√∂sen Leben teilnehmen. Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociol√≥gicas im Jahr 2015 gaben noch 68 Prozent der Befragten an, Katholiken zu sein. Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages mit dem Heiligen Stuhl und nicht aus direkt entrichteten Kirchensteuern ihrer Mitglieder, weshalb ein Kirchenaustritt keine finanziellen Vorteile bringt. Seit 2007 m√ľssen allerdings die Steuerzahler selbst entscheiden, ob 0,7¬†% der Lohn- beziehungsweise Einkommensteuer kirchlichen oder anderen sozialen oder kulturellen Zwecken zuflie√üen sollen. Treffen sie keine Entscheidung, wird dieser obligatorische Steuerbetrag direkt den anderen Zwecken zugeleitet. Die seit 1979 existierende direkte staatliche Finanzierung wurde vollst√§ndig abgeschafft. Schon zwischen 1988 und 2007 konnten die Steuerzahler entscheiden, ob 0,5¬†% der Lohn- beziehungsweise Einkommensteuern kirchlichen oder anderen Zwecken zuflie√üen sollen. Wurde damals allerdings ein Mindestbetrag unterschritten, kam der Staat daf√ľr auf. Im Jahr 2008 wurden in 7.195.155 (34,31¬†%) Steuererkl√§rungen diese 0,7¬†% der katholischen Kirche zukommen gelassen. Zwei Jahre zuvor waren es noch rund 711.975 weniger gewesen. Die Einnahmen aus Steuern stiegen somit seit der Neuregelung des Jahres 2007 von 173,8 Millionen Euro auf 252,7 Millionen Euro.

Es ist f√ľr Spaniens Katholiken nicht ohne weiteres m√∂glich, sich von der Kirche offiziell loszusagen, da das spanische Recht den Akt des Kirchenaustritts nicht kennt und Spaniens katholische Kirche h√∂chstrichterlich von der Pflicht entbunden wurde, die Daten ihrer Mitglieder auf deren Wunsch aus den Kirchenb√ľchern zu l√∂schen. Zu dieser Entscheidung des obersten Gerichtshofes in Spanien kam es unter anderem, da sich ‚Äědas als besonders konservativ geltende Erzbistum von Valencia weigerte, Tilgungen jeder Form vorzunehmen‚Äú. Das Erzbistum hatte sich auch nicht von Weisungen der spanischen Datenschutzbeh√∂rde (AEPD) beeindrucken lassen und strengte zahlreiche Rechtsverfahren an, wobei es vor der Entscheidung des obersten Gerichtshofes in 171 F√§llen unterlag.

Eine gr√∂√üere Minderheit von 15,9¬†% der Bev√∂lkerung bezeichnet sich laut genannter Untersuchung als nicht religi√∂s und 9,5¬†% als Atheisten. Nach einer Studie des Pew Research Center bezeichnen sich 46¬†% der Spanier als ‚Äěreligi√∂s‚Äú, 19¬†% als ‚Äěsehr religi√∂s‚Äú. Unter den 18- bis 39-j√§hrigen ist gar nur eine Minderheit von 9¬†% sehr religi√∂s; weltweit ist der Wert nur in Frankreich und Japan niedriger, wo zudem die Werte der 39- bis 59-j√§hrigen nur unwesentlich h√∂her sind. Laut einer repr√§sentativen Umfrage des Eurobarometers glaubten im Jahr 2005 59¬†% der Menschen in Spanien an Gott, weitere 21¬†% glaubten an eine andere spirituelle Kraft. 18¬†% Prozent der Befragten glaubten weder an einen Gott noch an eine andere spirituelle Kraft, 2¬†% der Befragten waren unentschlossen.

Muslime machen 4,13 % (Stand: Ende 2016), Protestanten 0,3 % und Zeugen Jehovas 0,25 % der Bevölkerung aus. In Spanien liegt der wichtige Wallfahrtsort Santiago de Compostela, das Ziel zahlreicher Pilger auf dem Jakobsweg.

Größte Städte

In Spanien gibt es zwei Millionenst√§dte, Madrid und Barcelona. Das starke Wachstum der St√§dte in den letzten Jahren hat jedoch dazu gef√ľhrt, dass Metropolregionen entstanden sind, die teils weit √ľber die politisch-administrativen Grenzen der Stadtgemeinden hinausgehen. In den Gro√ür√§umen Madrid und Barcelona leben so √ľber sechs bzw. vier Millionen Menschen, in den Metropolregionen Valencia, Sevilla und Bilbao jeweils √ľber eine Million.

Die zehn größten Städte (Stand: 1. Januar 2019)

Autonome Gemeinschaften nach Einwohnern

Die insgesamt 17 Autonomen Gemeinschaften sind in ihrer Größe sehr heterogen. Während die Einwohnerzahlen Andalusiens, Kataloniens, der Autonomen Gemeinschaft Madrid und der Region Valencia zwischen rund 5 und 9 Millionen liegen, leben in den kleinsten Regionen Navarra, Kantabrien und La Rioja deutlich unter einer Million Menschen. (Stand: 1. Januar 2019)

Geschichte

In vor- und fr√ľhgeschichtlicher Zeit siedelten Iberer, Kelten und Basken auf der nach ersteren benannten Iberischen Halbinsel.

Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Ph√∂nizier an der S√ľdk√ľste an; die ber√ľhmteste ihrer Kolonien war C√°diz (Gades). Der Name Spanien leitet sich von der r√∂mischen Bezeichnung Hispania ab (von ph√∂nizisch ishapan ‚ÄěLand der Klippschliefer‚Äú; was die Ph√∂nizier f√ľr Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Im Zweiten Punischen Krieg gelangten erstmals r√∂mische Truppen auf die Halbinsel, die relativ schnell den Westen und S√ľden besetzten. Bis auch der Norden unter der Kontrolle der R√∂mer war, vergingen 200 Jahre. In der Sp√§tphase des Westr√∂mischen Reiches zogen die Westgoten nach Gallien und gr√ľndeten dort das Westgotenreich, das auch weite Teile Iberiens umfasste. Nach einer schweren Niederlage gegen die Franken r√§umten die Westgoten Gallien weitgehend und verlagerten den Schwerpunkt ihres Reichs auf die Iberische Halbinsel. Diese zweite und letzte Phase des Westgotenreichs wird nach der neuen Hauptstadt Toledo als Toledanisches Reich bezeichnet.

Im fr√ľhen 8. Jahrhundert vernichteten die Mauren das Westgotenreich und eroberten die gesamte Iberische Halbinsel. Ihre jahrhundertelange Herrschaft pr√§gte das Land. Das arabische Erbe schlug sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache nieder. Allerdings gelang es den Mauren nicht, sich auch in den n√∂rdlichen Randgebirgen der Halbinsel dauerhaft festzusetzen. Von dort aus nahm die ‚ÄěR√ľckeroberung‚Äú (Reconquista) ihren Ausgang. In diesem sich √ľber mehrere Jahrhunderte (722‚Äď1492) hinziehenden und nicht kontinuierlich verlaufenden Prozess wurde der maurische Herrschaftsbereich von den christlichen Reichen nach und nach zur√ľckgedr√§ngt, bis mit dem Fall Granadas 1492 auch das letzte maurische Staatsgebilde auf der Halbinsel verschwand. Auf das Ende der Reconquista folgte eine Verfolgung religi√∂ser Minderheiten. Die ‚ÄěKatholischen K√∂nige‚Äú Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Arag√≥n wollten keine Nichtchristen mehr in ihrem Machtbereich dulden. Moslems und Juden wurden gen√∂tigt, sich taufen zu lassen. 1478 wurde die Spanische Inquisition eingerichtet, um nur √§u√üerlich konvertierte ‚ÄěUngl√§ubige‚Äú, die insgeheim ihren fr√ľheren Glauben praktizierten, aufzusp√ľren und zu bestrafen. Am 31. M√§rz 1492 erlie√üen Isabella I. und Ferdinand II. das Alhambra-Edikt, wonach alle nicht taufwilligen der 300.000 Juden das K√∂nigreich Kastilien und die Reiche der Krone von Aragonien zu verlassen hatten. (Sephardim). 1609 lie√ü Philipp III. sogar die Moriscos vertreiben, Nachfahren von zum Christentum √ľbergetretenen Mauren.

Im 16. Jahrhundert wurden die Herrschaftsgebiete von Kastilien und Aragonien unter einem Herrscher vereinigt. Aragonien war zu dieser Zeit schon lange eine wichtige Seemacht im Mittelmeer, Kastilien stand in Konkurrenz mit Portugal um die Vorherrschaft auf dem Atlantischen Ozean. Mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vor√ľbergehend zu einer christlichen Weltmacht auf.

Mit dem 1519 zum Kaiser gew√§hlten Karl V. (als spanischer K√∂nig: Carlos I), einem Enkel der Katholischen K√∂nige, kamen 1516 die Habsburger auf den spanischen Thron. Bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1700 stammten die spanischen K√∂nige aus der spanischen Linie dieser Dynastie. Wegen der Frage der Nachfolge des letzten spanischen Habsburger-K√∂nigs Karl II. entbrannte der Spanische Erbfolgekrieg, in den die f√ľhrenden europ√§ischen M√§chte verwickelt waren. Als dessen Ergebnis gelangte mit Philipp V. ein Zweig der Bourbonen auf den spanischen Thron.

Das spanische Kolonialreich erstreckte sich um 1600 √ľber weite Teile S√ľd- und Mittelamerikas, den s√ľdlichen Teil der heutigen USA und die Philippinen. Als Engl√§nder und Franzosen ebenfalls ihre Bem√ľhungen um Kolonien verst√§rkten, verlor Spanien allm√§hlich seine Vormachtstellung. Die Befreiungskriege der amerikanischen Staaten, insbesondere der Mexikanische und die S√ľdamerikanischen Unabh√§ngigkeitskriege Anfang des 19. Jahrhunderts, brachten den meisten Kolonien die Unabh√§ngigkeit. 1898 gingen im Spanisch-Amerikanischen Krieg die letzten gr√∂√üeren Besitzt√ľmer an die Vereinigten Staaten verloren, was das Ende des Kolonialreiches bedeutete. Die sp√§ter hinzugekommenen afrikanischen Kolonien (Spanisch-Marokko, Spanisch-Sahara und √Ąquatorialguinea) erlangten schlie√ülich im 20. Jahrhundert ihre Unabh√§ngigkeit.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Spanien gr√∂√ütenteils ein r√ľckst√§ndiges Agrarland, gepr√§gt von feudalen Eigentumsverh√§ltnissen, die wenige vorhandene Industrie konzentrierte sich im Wesentlichen auf Katalonien und das Baskenland. Im Jahr 1923 √ľbernahm General Miguel Primo de Rivera die Macht und installierte eine Milit√§rdiktatur, diese konnte sich aber wegen der dr√§ngenden gesellschaftlichen Probleme nicht lange halten, und 1931 wurde Spanien zur Republik. Die ererbten politischen und sozialen Konflikte belasteten die Zweite Republik von Beginn an, bereits 1932 kam es zum ersten Putschversuch rechter Milit√§rs unter F√ľhrung von General Jos√© Sanjurjo. Im Jahr 1934 ereignete sich eine Reihe von linken und anarchistischen Aufst√§nden, die zum Teil sehr blutig niedergeschlagen wurden. Die politische Instabilit√§t, die vor allem von den extremen Vertretern linker und rechter Positionen und ihren paramilit√§rischen Verb√§nden, aber auch von Mitgliedern regul√§rer Sicherheitskr√§fte gesch√ľrt wurde, versch√§rfte sich nach dem Sieg der Volksfront aus linksliberalen, sozialistischen und kommunistischen Parteien bei den Parlamentswahlen vom 17. Februar 1936.

Im Juli 1936 putschten Teile des Milit√§rs unter F√ľhrung von Generalissimus Francisco Franco gegen die Regierung, der Putsch war nur in einigen Landesteilen erfolgreich und scheiterte in den wichtigen politischen und industriellen Zentren des Landes (u.¬†a. Madrid, Katalonien, Baskenland). Es folgte der Spanische B√ľrgerkrieg, in dessen Verlauf die Putschisten wichtige Hilfe durch das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland erhielten, w√§hrend die liberalen Demokratien Frankreich und Gro√übritannien eine Nichteinmischungspolitik praktizierten und damit den Sieg Francos beg√ľnstigten.

1939 endete der Krieg. Die Epoche der franquistischen Diktatur begann mit einer mehrj√§hrigen Phase gewaltsamer S√§uberungen und f√ľhrte das Land in eine langanhaltende politische und gesellschaftliche Lethargie. Obwohl Franco im B√ľrgerkrieg Unterst√ľtzung von Deutschland und Italien erhalten hatte, unterst√ľtzte Spanien die Achsenm√§chte im Zweiten Weltkrieg nicht milit√§risch. Menschen, die aus NS-Deutschland geflohen waren, wurden allerdings zu einem Gro√üteil in spanischen, bereits vor dem Weltkrieg eingerichteten Konzentrationslagern interniert.

Wie in anderen europ√§ischen L√§ndern kam es auch in Spanien nach dem Zweiten Weltkrieg, aus dem Franco das Land heraushalten konnte, zu einem langen wirtschaftlichen Nachkriegsboom. 1947 restaurierte Franco die Monarchie und ernannte Juan Carlos I. 1969 als Staatsoberhaupt zu seinem Nachfolger. Dieser leitete nach dem Tod des Diktators am 20. November 1975 einen Demokratisierungsprozess (span. Transici√≥n) ein. Durch die Verabschiedung einer Verfassung wurde Spanien 1978 zu einer parlamentarischen Monarchie. In der Endphase der Diktatur Francos und besonders w√§hrend der Transition kam es zu massiven Terroraktionen der ETA und anderer linker wie auch rechter Terrorgruppen. Im Jahr 1981 erfolgte noch einmal ein Putschversuch (‚Äě23-F‚Äú) von rechten Milit√§rs und Teilen der paramilit√§rischen Guardia Civil gegen die demokratische Regierung, der allerdings missgl√ľckte.

Die Transition endete 1982 mit der Regierungs√ľbernahme durch die sozialdemokratische Partei von Felipe Gonz√°lez (PSOE). W√§hrend der 1980er Jahre wurde Spanien Mitglied der NATO und der EU und erlebte einen erneuten wirtschaftlichen Aufschwung. Gleichzeitig wurde im Kampf gegen die ETA eine staatsterroristische Gruppe (GAL) aufgestellt, die mit Folter und Mord den baskischen Separatismus bek√§mpfte, diese Epoche ist in Spanien als ‚Äěschmutziger Krieg‚Äú (span. guerra sucia) bekannt. Der Skandal um die GAL-Verwicklungen hoher Regierungsmitglieder f√ľhrte 1996 zu einer Wahlniederlage von PSOE. In der Folge wurde Jos√© Mar√≠a Aznar (Partido Popular, PP) neuer Ministerpr√§sident. Nach zwei Legislaturperioden, die von zahlreichen Skandalen und innenpolitischen Konflikten (Irakkrieg) gepr√§gt waren, verlor PP, unter dem Eindruck der Madrider Zuganschl√§ge vom 11. M√§rz 2004, die Parlamentswahlen (14. M√§rz 2004). Danach f√ľhrte Jos√© Luis Rodr√≠guez Zapatero (PSOE) in Madrid eine Minderheitsregierung. Mit den Wahlen im Dezember 2011 gelangte wieder die PP unter Mariano Rajoy an die Regierung, was damit nach 1982, 1996 und 2004 den insgesamt vierten Machtwechsel zwischen Konservativen und Sozialdemokraten seit dem √úbergang zur Demokratie bedeutete.

Die Parlamentswahlen vom 20. Dezember 2015 f√ľhrten zu deutlichen Stimmverlusten der beiden gro√üen Parteien und einem Erstarken kleinerer Parteien wie Podemos und Ciudadanos. Aufgrund der komplizierten Mehrheitsverh√§ltnisse gelang keine Regierungsbildung, und es folgten am 26. Juni 2016 Neuwahlen. Nachdem sich die Sitzverteilung nur wenig ver√§ndert hatte, fiel die Regierungsbildung erneut schwer. Schlie√ülich wurde Mariano Rajoy am 29. Oktober 2016 als Ministerpr√§sident wiedergew√§hlt und f√ľhrte eine Minderheitsregierung, bis er am 1. Juni 2018 sein Amt durch ein Misstrauensvotum im Parlament gest√ľrzt wurde. Sein Nachfolger als Ministerpr√§sident wurde der Sozialist Pedro S√°nchez, dessen Partei aber nur √ľber 84 Sitze im Parlament verf√ľgt und daher als Minderheitsregierung auf die Duldung durch Unidos Podemos, PNV und verschiedene separatistische Parteien angewiesen ist.

Politik

Politische Parteien

In Spanien gibt es vier im Kongress vertretene Parteien beziehungsweise Parteienb√ľndnisse, die in ganz Spanien aktiv sind: Der rechts-konservative Partido Popular (PP), der sozialdemokratische PSOE und die linke Sammlungsbewegung Izquierda Unida (IU) und seit 2008 die neugegr√ľndete antiregionale-liberale Uni√≥n Progreso y Democracia (UPyD). Au√üerdem spielt die im M√§rz 2014 gegr√ľndete Protestpartei Podemos eine immer gr√∂√üere Rolle.

Regionale Parteien spielen, vor allem wegen der verschiedenen Nationalit√§ten in Spanien, eine entscheidende Rolle. Die wichtigsten im Kongress vertretenen Parteien sind das katalanische b√ľrgerlich-nationalistische Parteienb√ľndnis Converg√®ncia i Uni√≥ (CiU), die katalanischen Linksnationalisten Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) und die baskisch-b√ľrgerlichen Nationalisten Partido Nacionalista Vasco (PNV). Die meisten der regional organisierten Parteien treten f√ľr eine st√§rkere Autonomie ihrer Regionen ein, diese Forderungen gehen besonders bei den Basken und Katalanen bis hin zur staatlichen Unabh√§ngigkeit, f√ľr dieses Ziel wird seit dem Ende des Franquismus wieder sehr massiv agiert (vgl. Plan Ibarretxe). Als gr√∂√üte Regionalpartei agiert die sozialdemokratische Partit dels Socialistes de Catalunya (PSC), die allerdings die fest verbundene Schwesterpartei von PSOE in Katalonien ist und somit nur formal eine Regionalpartei darstellt.

Neben der politischen Ausrichtung einer Partei ist auch die nationale Ausrichtung ein entscheidendes politisches Kriterium in Spanien. Die Partido Popular, die an einem gesamtspanischen Nationalismus (Staatsdoktrin im Franquismus) festhält und die Einheit und Unteilbarkeit der spanischen Nation betont, schneidet daher in Katalonien und im Baskenland schwach ab.

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus des spanischen Nationalparlaments am 20. Dezember 2015 erhielten die konservative Volkspartei (PP) 28,7¬†% der Stimmen und 123 der 350 Sitze, die Sozialisten (PSOE) 22,0¬†% und 90 Sitze, die neue, linksorientierte Podemos 20,7¬†% und 69 Sitze sowie die neue, liberale Partei der Ciudadanos (C‚Äôs) 13,9¬†% und 40 Sitze. Die √ľbrigen 28 Sitze fielen an kleine, teils regionale Parteien. Damit hatte die PP nicht nur bei den W√§hlerstimmen, sondern ‚Äď trotz des die gr√∂√üeren Parteien beg√ľnstigenden Wahlrechts ‚Äď auch bei den Parlamentssitzen die absolute Mehrheit eingeb√ľ√üt und Rajoy konnte ohne Koalitionspartner keine Regierung bilden. Das Wahlergebnis wird auch als historisch bezeichnet, weil durch den Erfolg von Podemos und Cuidadanos das bisherige Zwei-Parteien-System durch ein Mehrparteiensystem abgel√∂st wurde.

K√∂nig Felipe beauftragte Rajoy mit der Bildung einer neuen Regierung. Die Ablehnung wurde am 22. Januar 2016 mitgeteilt, nachdem der K√∂nig auch mit Vertretern von PSOE und Podemos gesprochen hatte. Nachdem PSOE nicht bereit war, mit Podemos und der Vereinigten Linken eine Koalition zu bilden, gelang es K√∂nig Felipe VI. bis zum 2. Mai 2016 nicht, einen mehrheitsf√§higen Kandidaten f√ľr das Amt des Ministerpr√§sidenten zu finden. Er musste das Parlament aufl√∂sen und Neuwahlen ansetzen, die am 26. Juni stattfanden. Bei dieser Parlamentswahl traten Podemos und Vereinigte Linke (Izquierda Unida) gemeinsam als ‚ÄěUnidos Podemos‚Äú an. Die erneute Parlamentswahl brachte ebenfalls keinem der beiden Lager (PP/C‚Äôs bzw. PSOE/UP) eine Mehrheit. Nach dem R√ľcktritt von Pedro S√°nchez am 1. Oktober beschloss die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) am 23. Oktober 2016 in Madrid, eine weitere Amtszeit des konservativen gesch√§ftsf√ľhrenden Ministerpr√§sidenten Mariano Rajoy zu erm√∂glichen, wie Parteisprecher mitteilten. Am 1. Juni 2018 wurde Rajoy im Rahmen eines Misstrauensantrags seines Amts enthoben, neuer Regierungschef wurde Pedro S√°nchez.

Politische Indizes

Politische Gliederung

Spanien gliedert sich in 17 Autonome Gemeinschaften oder Regionen (Comunidades Aut√≥nomas). Diese verf√ľgen nicht √ľber Eigenstaatlichkeit (Spanien ist also kein Bundesstaat), aber dennoch √ľber einen Kompetenzumfang, der dem der deutschen L√§nder vergleichbar ist. Von diesen bestehen sieben (Asturien, Kantabrien, Navarra, La Rioja, Madrid, Murcia, Balearen) nur aus einer Provinz, die √ľbrigen aus mehreren Provinzen. Insgesamt gibt es 50 Provinzen. In den uniprovinzialen Autonomen Gemeinschaften nehmen diese gleichzeitig die der Provinz √ľbertragenen Aufgaben wahr. Daneben existieren noch die zwei Autonomen St√§dte Ceuta und Melilla, die weder einer Autonomen Gemeinschaft, noch einer Provinz zugeordnet sind.

Die niedrigste Verwaltungsstufe sind die Gemeinden (municipios). In verschiedenen Autonomen Gemeinschaften existiert zwischen den Provinzen und den Gemeinden noch verschiedene Zwischenebenen. Diese Einheiten tragen verschiedene Bezeichnungen (comarcas, subcomarcas, veguerías, mancomunidades).

Seit langem gibt es ungel√∂ste Konflikte um den Autonomiestatus des Baskenlandes und Kataloniens. Im Baskenland k√§mpft die ETA seit 1959 mit Gewalt und Terror f√ľr die Unabh√§ngigkeit. Die explizit baskischen beziehungsweise katalanischen Parteien setzten sich dagegen auf rein politischem Weg f√ľr eine stark erweiterte Autonomie, ‚Äěfreie Angliederung an Spanien‚Äú beziehungsweise Unabh√§ngigkeit ihrer Regionen ein. Man beruft sich auf das Selbstbestimmungsrecht der V√∂lker und will Volksabstimmungen durchf√ľhren, in denen die Bev√∂lkerung der entsprechenden Region frei √ľber den Status entscheiden kann. Vorbilder daf√ľr sind unter anderem die Volksabstimmungen in Qu√©bec (1980, 1995) und Montenegro (2006). Die zentralspanischen Parteien PP und PSOE stehen diesen Pl√§nen ablehnend gegen√ľber.

Polizei

Das Polizeisystem Spaniens ist aufgrund der politischen Gliederung Spaniens komplex. Es umfasst im Wesentlichen vier Arten von Polizeikörpern:

  1. die gleichermaßen dem Verteidigungs- und Innenministerium unterstehende und militärisch organisierte Guardia Civil,
  2. die gesamtstaatliche Nationalpolizei (Cuerpo Nacional de Polic√≠a ‚Äď CNP) des Innenministeriums,
  3. die Polizeien der Autonomen Gemeinschaften (Policía Autonómica), die bislang im Baskenland (Ertzaintza), in Katalonien (Mossos d’Esquadra), in Navarra (Policía Foral) und auf den Kanaren (Policía Canaria) aufgestellt wurden,
  4. sowie die Gemeinde- und Stadtpolizeien (Guardia Urbana, Policía Local oder Policía Municipal genannt).

Geheimdienste

Das Centro Nacional de Inteligencia (CNI; deutsch Nationales Nachrichtendienstzentrum) ist der spanische Geheimdienst, der im November 2002 offiziell per Gesetz gegr√ľndet wurde. Er geht auf mehrere geheime staatliche Organisationen der Franco-Zeit zur√ľck, die offiziell nicht bekannt waren und keinen Namen trugen.

Militär

Die Spanischen Streitkr√§fte (spanisch Fuerzas Armadas Espa√Īolas) gliedern sich in

  • Heer (Ej√©rcito de Tierra)
  • Marine (Armada Espa√Īola) mit der Marineinfanterie Infanter√≠a de Marina
  • Luftwaffe (Ej√©rcito del Aire)
  • sowie die paramilit√§rische Guardia Civil und die
  • 2005 gegr√ľndete Unidad Militar de Emergencias (UME, Milit√§rische Notfalleinheit).

Weitere unabhängige Einheiten sind die Königliche Garde (Guardia Real) und die direkt dem Oberkommando unterstellte Spanische Legion.

Spanien hat mit Stand 2014 etwa 123.000 Soldaten und 16.000 Reservisten. Das R√ľckgrat der Landstreitkr√§fte bilden 327 Kampfpanzer. Die spanische Marine verf√ľgt √ľber 46 Schiffe, darunter einen Flugzeugtr√§ger und die Luftwaffe besitzt √ľber 500 Flugger√§te (inklusive 216 Kampfflugzeuge).

Oberbefehlshaber der Spanischen Streitkr√§fte ist der Spanische K√∂nig, derzeit Felipe VI. Das Milit√§rbudget Spaniens betr√§gt 12,8 Milliarden Euro (1,2¬†% des BIP). Seit 2000 ist es m√∂glich, dass M√§nner und Frauen, die Spanisch als Muttersprache sprechen aber keine spanischen Staatsb√ľrger sind, in die Spanischen Streitkr√§fte eintreten k√∂nnen. Die Wehrpflicht wurde 2001 abgeschafft.

Außen- und Europapolitik

Die au√üenpolitischen Schwerpunkte Spaniens liegen auf der EU-Integration, den Beziehungen zu Lateinamerika, Nordafrika und Nahost, der Mittelmeerpolitik sowie den transatlantischen Beziehungen. Spanien ist seit 1955 Mitglied der Vereinten Nationen und war 2015‚Äď2016 nichtst√§ndiges Mitglied im Sicherheitsrat.

Zu den USA unterh√§lt Spanien enge Beziehungen und ist bestrebt, diese weiter auszubauen. Besonders enge kulturelle und gesellschaftliche Bindungen, und darauf aufbauend ein dichter politischer und wirtschaftlicher Austausch, bestehen zu Lateinamerika und der Karibik. Die seit 1991 stattfindenden Gipfeltreffen der iberoamerikanischen Staats- und Regierungschefs sind hierf√ľr eine wichtige multilaterale Plattform. Zuletzt fand das Treffen am 28. und 29. Oktober 2016 in Cartagena de Indias (Kolumbien) statt. Der Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit liegt auf Lateinamerika und Afrika.

Spanien ist Mitglied der Europ√§ischen Union (EU) seit dem 1. Januar 1986 sowie der Eurozone. Spanien geh√∂rt kontinentalen Organisationen wie der Organisation f√ľr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der Westeurop√§ischen Union (WEU) und der Europ√§ischen Verteidigungsagentur (EVA) an. Spanien zieht eine au√üerordentlich positive Bilanz seiner √ľber 30-j√§hrigen EU-Mitgliedschaft. Ein Gro√üteil der Spanier verbindet die EU mit der Demokratisierung, Modernisierung und dem wirtschaftlichen Wachstum des Landes.

Spanien hat viermal den Vorsitz der EU-Ratspr√§sidentschaft √ľbernommen: in der ersten H√§lfte des Jahres 1989, als die Verabschiedung des ‚ÄěDelors-Bericht‚Äú genehmigt wurde; in der zweiten H√§lfte des Jahres 1995, als der Name der k√ľnftigen europ√§ischen W√§hrung (dem Euro) angenommen wurde; in der ersten H√§lfte des Jahres 2002, als die ersten Euro-M√ľnzen in Umlauf gebracht wurden; und zuletzt in der ersten H√§lfte des Jahres 2010 als der Vertrag von Lissabon und die Triopr√§sidentschaft eingef√ľhrt wurden.

Spanien hat mit seiner tendenziellen proeurop√§ischen Einstellung eine Schl√ľsselrolle in bestimmten Initiativen gespielt. Von allen sind besonders zu erw√§hnen: die Entwicklung eines sozialen Europas; das Europa der B√ľrger und die Einf√ľhrung der Europ√§ischen B√ľrgerinitiative; die Bek√§mpfung der internationalen organisierten Kriminalit√§t; die Schaffung einer gemeinsamen Einwanderungspolitik und die St√§rkung der Au√üengrenzen; der Ausbau der Zusammenarbeit mit den L√§ndern des Mittelmeerraums und Nordafrikas; die F√∂rderung des Dialogs f√ľr den Frieden im Nahen Osten; eine gemeinsame Agrar- oder Fischereipolitik; und das eindeutige Bekenntnis zu wirksamen Strategien gegen geschlechtsspezifische Gewalt bzw. bei Organtransplantationen.

Seit dem Beitritt Spaniens zur Europäischen Union haben viele Spanier verantwortungsvolle Positionen und eine wichtige Aktivität in den Institutionen eingenommen.

Recht

Verfassungsrecht

Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der derzeitige König ist Felipe VI. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Wohnsitz der Königsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid.

Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf repr√§sentative Funktionen beschr√§nkt. Dar√ľber hinausgehende Funktionen des K√∂nigs sind die Best√§tigung von Gesetzen und die Ernennung und Entlassung des Regierungschefs.

Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament, die Cortes Generales. Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) und den Senat (Senado). Die 300 bis 400 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl f√ľr vier Jahre gew√§hlt. Der Senat hat 259 Mitglieder. Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gew√§hlt und die restlichen 51 von den Parlamenten der Autonomen Gemeinschaften bestimmt. Senatoren werden f√ľr eine Amtszeit von vier Jahren ernannt.

Das allgemeine Wahlrecht f√ľr M√§nner war bereits 1868 eingef√ľhrt worden, Priester, Angeh√∂rige des √Ėffentlichen Dienstes und Frauen waren jedoch bis zu einem Gesetzesbeschluss vom 8. Mai 1931 vom passiven Wahlrecht f√ľr das nationale Parlament ausgeschlossen. Bei den Parlamentswahlen am 28. Juni 1931 wurden zum ersten Mal drei Frauen ins Spanische Parlament gew√§hlt; Margarita Nelken, Victoria Kent und Clara Campoamor. Ironischerweise wurde Frauen jedoch immer noch das aktive Wahlrecht verweigert. Am 9. Dezember 1931 trat eine neue Verfassung in Kraft, deren Artikel 36 das allgemeine Stimmrecht f√ľr Frauen enthielt. Am 19. November 1933 fanden die ersten Wahlen unter der neuen Verfassung statt, an der erstmals Frauen aktiv teilnehmen konnten. Unter dem Franco-Regime wurde das allgemeine Wahlrecht unterdr√ľckt. Frauen wurden nach und nach einige politische Rechte zugestanden: 1942 wurde eine Art Parlament ins Leben gerufen, in dem neben Abgeordneten der Falange-Partei und verschiedener staatlicher Organisationen auch hundert Familienrepr√§sentanten vorgesehen waren, die von Familienoberh√§uptern und verheirateten Frauen gew√§hlt werden sollten. Ab 1957 konnten dann verheiratete Frauen und solche, die Familienoberh√§upter waren, sich an den Wahlen dieser hundert Abgeordneten beteiligen. Die ersten derartigen Wahlen wurden allerdings erst 1967 durchgef√ľhrt. Erst mit der Wiederherstellung der Demokratie Mitte der 1970er Jahre wurde das allgemeine Wahlrecht, und damit auch das Frauenwahlrecht, in vollem Umfang wiederhergestellt. Beim Referendum von 1976 und den Parlamentswahlen von 1977 stimmten Frauen mit ab, und das uneingeschr√§nkte allgemeine Wahlrecht f√ľr Erwachsene wurde in der neuen Verfassung von 1978 garantiert.

Der Ministerpr√§sident (Presidente del Gobierno, w√∂rtlich √ľbersetzt ‚ÄěRegierungspr√§sident‚Äú) wird vom Abgeordnetenhaus gew√§hlt. Die Minister werden auf Vorschlag des Ministerpr√§sidenten vom K√∂nig ernannt. Amtssitz ist der Palacio de la Moncloa in Madrid.

Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der Europäischen Union.

Infrastruktur

Spaniens Infrastruktur ist aufgrund des jahrelangen Baubooms hervorragend ausgebaut. Auch der ansteigende Tourismus machte den Aufbau eines modernen Schienen-, Straßen und Luftverkehrsnetzes nötig. Allerdings konnten nach dem Platzen der Blase viele Bauprojekte nicht vollendet werden; sie stehen immer noch unvollendet in der Gegend.

Straßennetz

Von 2000 bis 2008 hat die Zahl der PKW in Spanien um etwa 12¬†% zugenommen. Im Jahr 2008 gab es hier 486 Kraftfahrzeuge pro 1000 Einwohner; infolge der Finanzkrise sank diese Quote wieder leicht ab (2009: 479). 78¬†% der Bev√∂lkerung leben in St√§dten. In manchen Ballungsr√§umen wie Madrid oder Barcelona sind die Stra√üennetze gerade im Berufsverkehr √∂rtlich √ľberlastet. Zum Teil gibt es Verkehrsleitsysteme wie in Valencia.

Spanien verf√ľgt √ľber ein gut ausgebautes Stra√üen- und Autobahnnetz von 663.795¬†Kilometern L√§nge. Die Stra√üen sind zum allergr√∂√üten Teil befestigt. Das Fernstra√üennetz umfasst Nationalstra√üen, carreteras nacionales, und Autobahnen, die sogenannten autov√≠as (geb√ľhrenfrei) und autopistas (mautpflichtig, de peaje). An den Zahlstellen der geb√ľhrenpflichtigen autopistas kann mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden. Au√üerdem kann mit der sogenannten Telepeaje bezahlt werden. Dabei f√ľhrt man einen Sensor im Auto mit, der automatisch registriert, wenn an einer Mautstelle vorbeigefahren wird. Die Mautschranke √∂ffnet sich anschlie√üend automatisch.

Teilweise verlaufen geb√ľhrenpflichtige Autobahnabschnitte parallel zu geb√ľhrenfreien. Rund um Ballungszentren gibt es meist geb√ľhrenfreie autov√≠as, viele Fernverbindungen sind geb√ľhrenpflichtig.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, falls ein Randstreifen von mindestens 1,5 m Breite oder eine zusätzliche Fahrspur vorhanden ist 100 km/h sowie auf Autobahnen 120 km/h. In geschlossenen Ortschaften muss nachts immer mit Abblendlicht gefahren werden.

Die Verwarnungsgelder sind in Spanien im Vergleich zu Deutschland wesentlich h√∂her. Bezahlt man einen Strafzettel innerhalb von in der Regel 14 Tagen, hat dies einen 50-prozentigen Nachlass zur Folge. Auff√§llig ist die Tatsache, dass der B√ľrgersteig absolut frei von Fahrzeugen ist. Es d√ľrfen dort weder Motorr√§der noch Autos auf dem Gehweg abgestellt werden, auch nicht einseitig. Ein (wenn auch nur teilweises) Abstellen auf dem Gehweg hat ein sofortiges Abschleppen zur Folge. Auf der anderen Seite wird das Parken vor Fu√üg√§nger√ľberwegen weniger streng geahndet als in Deutschland. Vielerorts herrscht auch wegen der engen Stra√üen eine akute Parkplatznot. Eine durchgezogene gelbe Linie am Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin. Die lokale Polizei besitzt oftmals eigene Abschleppwagen. Die Parkgeb√ľhren in Ballungsr√§umen liegen auf demselben Niveau wie in Metropolen im deutschsprachigen Raum.

Sehr hohe Geschwindigkeitsvergehen, gefährliches Rowdytum im Straßenverkehr oder Fahren unter erheblichem Alkoholeinfluss kann als Straftat gewertet werden und sogar Haftstrafen nach sich ziehen.

Seit Juli 2004 sind in Spanien Warnwesten gesetzlich vorgeschrieben. Diese m√ľssen bei Unf√§llen und Pannen getragen werden. Reservelampen f√ľr die Fahrzeugbeleuchtung und zwei rote Warndreiecke m√ľssen ebenso im Kraftfahrzeug mitgef√ľhrt werden. Gr√ľne Versicherungskarten sind zwar nicht Pflicht, aber empfehlenswert, da die Polizei damit vertraut ist.

Der Straßenverkehr des Landes gilt als sehr sicher. 2013 kamen in Spanien insgesamt 3,7 Verkehrstote auf 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland waren es im selben Jahr 4,3 Tote. Insgesamt kamen damit 1730 Personen im Straßenverkehr ums Leben. Das Land hat eine im weltweiten Vergleich hohe Motorisierungsrate. 2016 kamen im Land 611 Kraftfahrzeuge auf 1000 Einwohner (in Deutschland waren es 610 Fahrzeuge).

Fahrrad

Radfahren wird von den Spaniern zuerst als sportliche Bet√§tigung aufgefasst; als Verkehrsmittel wird das Fahrrad erst in j√ľngerer Zeit zunehmend h√§ufiger genutzt, wenn auch die spanische Fahrrad-Kultur der mitteleurop√§ischer St√§dte noch nachsteht. Radwege waren lange Zeit nur in touristisch attraktiven Regionen bekannt. In den letzten Jahren hat sich allerdings in den meisten gr√∂√üeren St√§dten Spaniens, neben einem parallel wachsenden Netz an Fahrradwegen, auch das Angebot und die Nutzung von st√§dtischen Fahrradverleihsystemen, vergleichbar mit denen anderer St√§dte au√üerhalb Spaniens, verbreitet. So verf√ľgen etwa Barcelona seit M√§rz 2007, Madrid (seit 2014), Girona, Alicante, Saragossa, Sevilla, Valencia, Burgos, Pamplona, Albacete, Salamanca √ľber ein Radverleihsystem. Weitere St√§dte sollen folgen.

Die Nutzung des Fahrrads nicht nur als Sportger√§t, sondern vor allem im Alltag ist dabei jedoch auch abh√§ngig von den H√∂henunterschieden und dem Klima innerhalb der Stadt. Auch der Individualfahrradverkehr (neben den Fahrradverleihsystemen) nimmt zu. Gerade in den gro√üen St√§dten mit dichtem Kfz-Verkehr und √ľberf√ľllten √∂ffentlichen Verkehrsmitteln ist das Fahrrad eine schnelle und kosteng√ľnstige Alternative, zumal die Infrastruktur stellenweise sehr gut ausgebaut ist. Etwa in Barcelona, das √ľber eine sehr ebene Stadtgeografie verf√ľgt, wurden bis 2013 mehr als 182¬†km Fahrradwege gebaut.

Die Radwege sind mit Ampeln und, gerade auf dicht befahrenen Hauptstra√üen, neben Trennlinien auch physisch mittels verankerter Trennsteine aus Gummi bzw. Kunststoff vom √ľbrigen Verkehr getrennt.

Die bestehenden Netze werden in der Regel gut angenommen und erweitert. Im Großraum Madrid haben Autobahnen teilweise eine eigene Fahrradspur. Es fällt auf, dass in Spanien das Nebeneinanderfahren von zwei Radfahrern erlaubt ist.

Fernbusnetz

Aufgrund der geringen Eisenbahndichte verf√ľgt Spanien √ľber ein sehr gut ausgebautes Busnetz. In kleinen und gro√üen St√§dten gibt es spezielle Busbahnh√∂fe. Das Busnetz verbindet insbesondere kleinere St√§dte und D√∂rfer, aber es gibt auch √ľberregionale Linien und internationale Verbindungen. Busfahren ist in Spanien vergleichsweise billig.

Schifffahrt

Die größten Seehäfen sind in Algeciras, Barcelona, Valencia, Bilbao, Gijón und Santa Cruz de Tenerife. Zwischen der Iberischen Halbinsel und den Balearen sowie den Kanaren gibt es eine Reihe von Fährverbindungen.

F√ľr die Binnenschifffahrt wurden im 18. und 19. Jahrhundert der Canal Imperial de Arag√≥n und der Canal de Castilla gebaut. Inzwischen dienen diese jedoch nur noch dem Transport von Trinkwasser. Zum Zwecke der Wasser- und Energieversorgung wurden im 20. Jahrhundert in allen gro√üen Flussl√§ufen zahlreiche Talsperren errichtet, so dass die Fl√ľsse des Landes nicht mehr schiffbar sind. Die einzige Ausnahme ist der Guadalquivir zwischen Sevilla und dem Atlantik. Dieser Abschnitt ist auch f√ľr Hochseeschiffe befahrbar. Die zahlreichen Stauseen im Landesinneren werden aber f√ľr den Wassersport genutzt. Im Rahmen der Expo 2008 wurde im Stadtgebiet von Saragossa ein Personenschiffsverkehr auf dem Ebro eingerichtet.

Eisenbahnnetz

Das Netz in Iberischer Breitspur (1668¬†mm) der staatlichen Eisenbahngesellschaft Red Nacional de los Ferrocarriles Espa√Īoles (RENFE) wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz mit dem Namen Alta Velocidad Espa√Īola (AVE) erg√§nzt, welches 2013 eine L√§nge von 2276 Kilometern hatte. Das Fernverkehrssystem wird Grandes L√≠neas genannt, der Hochgeschwindigkeitsverkehr ist hiervon ausgenommen. Die RENFE betreibt in den Ballungszentren lokale S-Bahn-Netze, die sogenannten Cercan√≠as. In folgenden Regionen gibt es Cercan√≠as-Netze: Asturias, Barcelona, Bilbao, C√°diz, Madrid, M√°laga, Murcia/ Alicante, Santander, San Sebasti√°n, Saragossa, Sevilla und Valencia. Schmalspurstrecken werden sowohl von den regionalen Gesellschaften SFM, EuskoTren, FGC und FGV, als auch von der staatlichen FEVE betrieben.

Die spanischen Fernverkehrsz√ľge der Grandes L√≠neas werden in Tag- und Nachtz√ľge unterschieden. Tagz√ľge sind der Alaris, Altaria, Arco, Euromed, Talgo, Intercity und Diurno. Nachtz√ľge sind der Trenhotel und Estrella. Diese Zugtypen unterscheiden sich in ihrer Bauart und fahren auf festgelegten Strecken. Eine Klassifizierung nach der Zug-Geschwindigkeit und Haltepunktdichte wie im deutschen Sprachraum gibt es in Spanien nicht. Fahrkarten werden nicht f√ľr eine Strecke, sondern f√ľr ein Produkt verkauft.

Die St√§dte Barcelona, Bilbao, Madrid, Valencia, Sevilla, Palma und M√°laga verf√ľgen √ľber U-Bahn- oder Metronetze. Einige St√§dte wie Alicante, Bilbao, Santa Cruz de Tenerife/La Laguna, Madrid und Barcelona besitzen neu er√∂ffnete Stra√üenbahnnetze.

Flughäfen

Etwa 40 spanische St√§dte verf√ľgen √ľber einen Flughafen f√ľr Verkehrsmaschinen. Die gr√∂√üten spanischen Fluggesellschaften sind Iberia, Air Europa und Vueling. Die Flugh√§fen von Madrid und Barcelona befinden sich ‚Äď bezogen auf die Passagierzahlen ‚Äď unter den zehn gr√∂√üten europ√§ischen Flugh√§fen. Zwischen den Flugh√§fen Madrid und Barcelona gibt es eine Luftbr√ľcke, puente a√©reo: zwischen 7 und 23 Uhr starten in sehr kurzem Zeitabstand zahlreiche Fl√ľge. 2007 gab es in Spanien ca. 61 Millionen Flugg√§ste (2013 nur noch ca. 46 Millionen).

Die puente aéreo wird von der spanischen Fluggesellschaft Iberia betrieben.

Internet

Im Jahr 2019 nutzten 91 Prozent der Einwohner Spaniens das Internet. √úber DSL-Anschl√ľsse verf√ľgten 2012 etwa 19¬†%, √ľber Kabelanschluss ca. 5¬†% der Einwohner. Die Breitband-Internetgeschwindigkeit liegt zwischen 10 MBit/s und 50 MBit/s auf DOCSIS3-Basis bei Kabelanschl√ľssen bzw. 100 MBit/s bei den noch wenigen Glasfaseranschl√ľssen (ca. 1¬†%).

Wirtschaft

Mit dem Plan de Estabilizaci√≥n 1959, dem demokratischen Wandel in der Zeit nach 1975, dem Beitritt zur Europ√§ischen Gemeinschaft im Jahr 1986 und der Teilnahme an der Europ√§ischen Wirtschafts- und W√§hrungsunion hat Spanien die Grundlage f√ľr einen langanhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung gelegt. Die Industrie des Landes wurde sukzessive liberalisiert und modernisiert. Hieraus sind einige international erfolgreich agierende Unternehmen hervorgegangen, zum Beispiel Iberia, Seat, Telef√≥nica, Zara oder Endesa. Die √Ėffnung Spaniens f√ľr den internationalen Wettbewerb zog umfangreiche ausl√§ndische Direktinvestitionen nach sich.

Der Preis daf√ľr waren allerdings starke Schrumpfungsprozesse in traditionellen Branchen, z.¬†B. im Baskenland. Auch lag die durchschnittliche Besch√§ftigtenzahl der spanischen Unternehmen im Jahr 2011 mit 10 Mitarbeitern weit unter dem EU-Durchschnitt von 17 (zum Vergleich: Griechenland 5, Deutschland 35). 80¬†% der Unternehmen des produzierenden Gewerbes haben weniger als 10 Mitarbeiter, was auf geringe Konkurrenzf√§higkeit der im Durchschnitt wenig innovativen Industrie hindeutet. Die Reindustrialisierung nach der Krise 2009‚Äď2013, die zu einem starken Einbruch der Industrieproduktion f√ľhrte, schreitet nur langsam voran, obwohl gerade der damit verbundene Besch√§ftigungsabbau die Produktivit√§t erh√∂hte. 2014 wurde zum ersten Mal ein Zuwachs der industriellen Produktion von 1,1¬†% verzeichnet.

Die drei größten Verlagsgruppen sind Grupo Vocento, die italienische RCS MediaGroup und PRISA.

Mit 81.880 Mitarbeitern (Ende 2006) befindet sich die weltgrößte Genossenschaft im Land, die Mondragón Corporación Cooperativa.

Spanien war, laut einer Studie der Bank Credit Suisse aus dem Jahre 2017, das Land mit dem zw√∂lft-gr√∂√üten nationalen Gesamtverm√∂gen weltweit. Der Gesamtbesitz der Spanier an Immobilien, Aktien und Bargeld belief sich auf insgesamt 4.845 Milliarden US-Dollar. Das Verm√∂gen pro erwachsene Person betr√§gt 129.578 Dollar im Durchschnitt und 63.369 Dollar im Median (Deutschland: 203.946 bzw. 47.091 Dollar). Der Gini-Koeffizient bei der Verm√∂gensverteilung lag 2016 bei 68,0 was auf eine mittlere Verm√∂gensungleichheit hindeutet. 2018 gab es in Spanien 25 Milliard√§re. Reichste Person des Landes ist Amancio Ortega, der mit einem Verm√∂gen von ca. 70 Mrd. US-Dollar zu den 10 reichsten Menschen der Welt geh√∂rt. Ortega ist Gr√ľnder des Textilunternehmens Inditex.

Die Schattenwirtschaft hat an der Wirtschaft einen Anteil von 21,5 % des BIP.

Die Verschuldung der √∂ffentlichen Haushalte betrug im Jahre 2010 9,24¬†% des Bruttosozialproduktes. Damit wurde der von der Europ√§ischen Union vorgegebene Grenzwert von 9,3¬†% geringf√ľgig unterschritten.

Das Wachstum der vergangenen Jahre wurde wesentlich durch einen Immobilienboom getragen, mit dem die durchschnittliche Verschuldung pro Person schon 2005 auf 125 Prozent des Jahreseinkommens anstieg, das war dreimal mehr als vor einer Dekade.

Die Immobilienblase platzte im Verlauf der Finanzkrise ab 2007. Da die spanischen Banken fast nur Darlehen mit variablem Zins vergaben, so das Zinsrisiko auf die Kreditnehmer abwälzten und die Banken durch strikte Regulierung kaum in den Verfall der forderungsbesicherten Wertpapiere verstrickt waren, galten die spanischen Banken lange als relativ gesund.

Da aber der Immobiliensektor fast ein Drittel des BIP erwirtschaftete, wirkte sich der Crash deutlich auf die Wirtschaft aus. Da gleichzeitig die Immobilienpreise stark gefallen sind, im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,8¬†%, sind sehr viele Haushalte √ľberschuldet. So stiegen auch die Kreditausf√§lle um das Vierfache an, die Ausfallrate liegt nach offiziellen Angaben bei 5¬†%. In Spanien kostet eine Immobilie das 7,2fache des durchschnittlichen Jahreseinkommens eines Haushalts. In Gro√übritannien kosteten sie nur das 4,6fache und in den USA lediglich das Dreifache. Der spanische Markt gilt somit weiterhin als deutlich √ľberteuert, so dass ein andauernder Preisverfall zu erwarten ist.

Im M√§rz 2009 musste die regionale Sparkasse Caja Castilla la Mancha mit einem Milliardenkredit von der Zentralbank gest√ľtzt werden. Das Institut soll bis zu neun Milliarden Euro an Liquidit√§tshilfen erhalten, f√ľr die die Regierung eine Garantie abgibt.

Am 25. Juni 2012 beantragte Wirtschaftsminister Luis de Guindos bei der Europ√§ischen Union im Namen der spanischen Regierung finanzielle Hilfe f√ľr die Rekapitalisierung der spanischen Kreditinstitute. Pauschal hatten die Euro-Partner Spanien bereits 100 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Nach einer Entspannung der Lage im spanischen Finanzsektor verlie√ü das Land im Januar 2014 den Euro-Rettungsschirm. W√§hrend der 18-monatigen Laufzeit der Hilfsma√ünahmen erhielt Spanien insgesamt 41,4 Milliarden Euro zur Unterst√ľtzung der Kreditinstitute.

Die Arbeitslosenquote betrug auf der Grundlage der Berechnung der Europ√§ischen Union im November 2012 saisonbereinigt 26,6¬†%. 2006 hatte sie noch bei 7,6¬†% gelegen, im November 2008 bei 13,4¬†%. Damit erreichte die Arbeitslosenquote damals den h√∂chsten Stand in der Europ√§ischen Union. Gleichzeitig stieg auch die Arbeitslosenquote der unter 25-J√§hrigen auf 56,5¬†% (November 2012), hinter Griechenland der zweith√∂chste Stand in der Europ√§ischen Union. Aufgrund des seit Ende 2013 einsetzenden Wirtschaftsaufschwungs sank die Arbeitslosenquote bis Januar 2016 auf 20,5 Prozent (4,68 Millionen Arbeitslose) und im Juni 2018 auf 15,2¬†%. Im Jahr 2017 betrug die Jugendarbeitslosigkeit 39,4¬†%. 2009 arbeiteten 4,2¬†% aller Arbeitskr√§fte in der Landwirtschaft, 24¬†% in der Industrie und 71,7¬†% im Dienstleistungssektor. Die Gesamtzahl der Besch√§ftigten wird f√ľr 2017 auf 22,75 Millionen gesch√§tzt; davon sind 46,4¬†% Frauen. Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsf√§higkeit eines Landes misst, belegt Spanien Platz 34 von 137 L√§ndern (Stand 2017‚Äď2018). Im Index f√ľr wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2017 Platz 69 von 180 L√§ndern.

Währung

Die W√§hrung in Spanien ist seit dem 1. Januar 1999 der Euro, der wie in allen L√§ndern der Eurozone ab 2002 die bisherige landeseigene W√§hrung (Peseta) auch als offizielles Zahlungsmittel ersetzte. Der Wechselkurs zur vorigen W√§hrung, pesetas (Pts) oder singular (Pta), betrug: 1¬†‚ā¨¬†=¬†166,386¬†Pts beziehungsweise 1¬†Pts¬†=¬†0,6010¬†‚ā¨-Cent. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren G√ľtern, die nicht allzu h√§ufig gekauft werden, wie Autos oder Wohnungen. Als gro√üz√ľgig abk√ľrzende Gr√∂√üenordnung werden hierbei gerne Millionen Pts, Million Pesetas verwendet: so kostet eine Wohnung in der Umgangssprache 25¬†Mio.¬†Pts oder ein Auto 2¬†Mio.¬†Pts.

In Gesprächen wird gelegentlich noch die Währungseinheit Duro benutzt. Ein Duro entspricht 5 Peseten, also ungefähr 3 Cent. Um von Euro auf Duro umzurechnen, reicht es, den Eurobetrag durch 3 zu dividieren und anschließend zwei Nullen anzuhängen (oder mit 100 multiplizieren). Während der Umstellungsphase auf den Euro wurden die Spanier mit der eingängigen Devise Vom Duro zum Euro auf die neue Währung eingestimmt.

Bruttoinlandsprodukt

Nach Angaben des Internationalen W√§hrungsfonds war Spanien im Jahr 2016 die vierzehntgr√∂√üte Volkswirtschaft weltweit. Im Rahmen der Finanzkrise 2009 schrumpfte die spanische Wirtschaftskraft um 3,58¬†%. Es folgten Jahre der Rezession und Stagnation. Die spanische Volkswirtschaft lie√ü diese langanhaltende Rezession im dritten Quartal 2013 mit 0,1 Prozent Wachstum nach neun r√ľckl√§ufigen Quartalen hinter sich. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) lag im Jahr 2014 bei 1,4¬†% und 2015 bei 3,2¬†%.

Das Bruttoinlandsprodukt Spaniens betrug 2016 ca. 1.113,8 Mrd. Euro Milliarden Euro. Das entsprach einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 3,2 %. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 23.970 Euro.

Die Struktur der spanischen Wirtschaft weist eine f√ľr Industrienationen typische Verteilung auf:

  • 68¬†% Dienstleistungen,
  • 20¬†% verarbeitende Industrie,
  • 9¬†% Bauwirtschaft,
  • 3¬†% Landwirtschaft.

Wichtigste Wirtschaftszweige der spanischen Wirtschaft sind der Tourismus, das Bauwesen, die Kommunikations- und Informationstechnik, metallverarbeitende Industrie, Maschinenbau, Landwirtschaft und Petrochemie.

Spanien ist gepr√§gt von gro√üen wirtschaftlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Autonomen Gemeinschaften. In stark industrialisierten Regionen wie dem Baskenland, Madrid, Navarra oder Katalonien, lag das BIP pro Kopf ausgedr√ľckt in Kaufkraftstandards im Jahr 2014 zwischen 8 und 25 Prozent √ľber dem Schnitt der Europ√§ischen Union, w√§hrend die eher landwirtschaftlich gepr√§gten Regionen wie beispielsweise Extremadura, Kastilien-La Mancha oder Andalusien nur zwischen 63 und 72 Prozent des EU-Durchschnitts erreichten.

Tourismus

Spanien wurde im Jahr 2016 von 75,6 Millionen Touristen besucht, damit lag das Land nach Frankreich und den USA an der dritten Stelle in der weltweiten Reisestatistik. Zum Vergleich: Im Jahre 2005 waren es noch 55,6 Millionen ausl√§ndische Touristen. Im Rekordjahr 2016 sind 22,1 Millionen Touristen aus dem Vereinigten K√∂nigreich angereist, aus Frankreich kamen 15,2 Millionen und an dritter Stelle kamen G√§ste aus Deutschland mit 11,4 Millionen. Die Kanarischen Inseln sind das wichtigste touristische Ziel in Spanien: 31,4¬†% aller Touristen sind dorthin gereist. Zweitwichtigstes Reiseziel ist Katalonien, es wurde von 24 Millionen Touristen besucht. Danach folgt Andalusien mit 12,5 sowie Madrid mit 10,6 Millionen Touristen. Der Tourismus brachte Spanien Einnahmen von √ľber 60 Mrd. US-Dollar.

Spanien hatte 2017 laut dem Travel and Tourism Competitiveness Report des World Economic Forum den wettbewerbsfähigsten Tourismussektor der Welt.

Beliebte Reiseziele (mit viel besuchten Orten) sind :

  • Pyren√§en
  • Balearen
  • Kanarische Inseln
    • Teneriffa
  • Costa Brava
    • Barcelona
    • Girona (spanisch Gerona)
    • Lloret de Mar
    • Roses (spanisch Rosas)
  • Costa Daurada (spanisch Costa Dorada)
    • Salou
  • Costa del Sol
  • Costa de la Luz
  • Costa Blanca
    • Benidorm
    • D√©nia
  • Sierra Nevada
  • Costa Verde

Landwirtschaft

54¬†% der Landesfl√§che werden landwirtschaftlich genutzt, Bew√§sserungsfeldbau wird auf etwa 20,1¬†% der Anbaufl√§che betrieben. 144.000¬†Quadratkilometer der Landesfl√§che sind bewaldet. In Spanien werden folgende Agrarprodukte produziert: Getreide (vor allem Weizen und Mais), Gem√ľse, Oliven, Weintrauben, Zuckerr√ľben, Zitrusfr√ľchte wie Orangen und Zitronen, Fleisch (u.¬†a. Schafe, Ziegen, Kaninchen und Gefl√ľgel), Milchprodukte (z.¬†B. Manchego-K√§se), Seefisch und Meeresfr√ľchte. Spanien ist zudem seit 2004 das einzige europ√§ische Land mit einer signifikanten transgenen Anbaufl√§che (vor allem genver√§nderter Mais). Der Spanische Weinbau ist bedeutend, jedoch durch die Folgen der globalen Erw√§rmung stark gef√§hrdet.

Wohnungen

Viele spanische Familien haben neben einer Wohnung in der Stadt ein Wochenendhaus auf dem Land oder am Meer. Nach Zahlen der Banco de Espa√Īa gab es Ende 2005 in Spanien rund 23,7 Millionen Wohnungen (spanisch Piso) und 15,39 Millionen Haushalte. Damit kommen auf einen spanischen Haushalt 1,54 Wohnungen, die h√∂chste Rate der Welt. 85¬†% der spanischen Wohnungen werden von ihren Eigent√ľmern bewohnt, 15¬†% vermietet.

Der spanische Durchschnittspreis f√ľr eine neue Wohnung betr√§gt 2510¬†‚ā¨/m¬≤ (Dezember 2005). Die Wohnungspreise sind regional unterschiedlich.

Energiewirtschaft

Der Primärenergieverbrauch Spaniens erreichte 2007 sein Maximum, sank bis 2009 deutlich ab und war dann bis 2018 ungefähr gleichbleibend.

Primärenergieverbrauch nach Energieträgern

Die wichtigste Energiequelle Spaniens ist das Erdöl, welches 2018 44,3 % der Primärenergie lieferte. Insgesamt machen fossile Brennstoffe (Erdöl 44,3 %, Erdgas mit 20,9 % und Kohle mit 8,9 %) 74,1 % der verbrauchten Primärenergie aus. Im Jahr 2010 mussten 73,9 % der Primärenergiequellen importiert werden.

Stromerzeugung

Elektrische Energie machte im Jahr 2009 21,5 % der verbrauchten Endenergie aus. Im Jahr 2010 wurden in Spanien 288.563 GWh Strom erzeugt. Der größten Anteil (23 %) davon wurde in Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken produziert, weitere 7 % stammten aus Kohlekraftwerken. Die insgesamt sechs Kernkraftwerke lieferten 22 %, 16 % stammten aus Windkraftanlagen, weitere 16 % aus Wasserkraftwerken und 2 % aus Solaranlagen. Spanien war 2010 mit 43.692 GWh größter europäischer Erzeuger von elektrischer Energie aus Windenergie geworden und lag in diesem Jahr auch vor der Bundesrepublik Deutschland.

In Kraftwerken des Typs Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk wird haupts√§chlich Gas verwendet. Unter die restlichen Energiearten fallen weitere erneuerbare Energien (2¬†%) und sonstige Energieformen ‚Äěenergias cogenerativas‚Äú.

Kernenergie

In Spanien sind derzeit sechs Kernkraftwerke mit acht Reaktorblöcken und einer installierten Bruttoleistung von insgesamt 7716 MW am Netz.

1983 wurde ein Moratorium verabschiedet, das den Atomausstieg einleiten sollte. Auch nach 1983 wurden noch mehrere Reaktorbl√∂cke fertiggestellt, jedoch wurden Neubaupl√§ne verschoben und im Jahr 1994 endg√ľltig verworfen. In dieser Legislaturperiode hat die Regierungspartei (sozialistische Partei) eine Kehrtwende vollzogen. Am 15. Februar 2011 hat das spanische Parlament eine Gesetzes√§nderung beschlossen, nach der die auf 40 Jahre festgesetzte H√∂chstbetriebsdauer der Kernkraftwerke aufgehoben wird.

In Spanien gibt es Gesetze, die den weiteren Ausbau der Kernenergie untersagen.

Erneuerbare Energien

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen erlebte in Spanien einen leichten Aufschwung: Im Jahr 2010 stammten 35,4¬†% des erzeugten Stromes aus erneuerbarer Energie, 2020 waren es 43,6¬†%. Mit einer installierten Windenergiekapazit√§t von 23.170¬†MW lag Spanien 2014 hinter China, den USA, Deutschland und Indien an f√ľnfter Stelle weltweit. Ende 2020 waren die installierte Windleistung auf 27.264¬†MW gestiegen. Ebenfalls einen Aufschwung erlebt derzeit die Solarenergie, so liegt die installierte Kapazit√§t aus Photovoltaikanlagen derzeit (Stand: Februar 2015) bei 4500¬†MW (2010: 3643 MW, 2007: ca. 900 MW). Ebenso befinden sich mit Andasol 1, 2 und 3 (je 50¬†MW) die derzeit (2012) gr√∂√üten Sonnenw√§rmekraftwerke Europas in Spanien. Im Jahr 2010 war eine Kapazit√§t von 682¬†MW aus Sonnenw√§rmekraftwerken installiert.

Wirtschaftskennzahlen

Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von 512 Mrd. Dollar dem standen Einnahmen von 461 Mrd. Dollar gegen√ľber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in H√∂he von 51 Mrd. Dollar beziehungsweise 4,1¬†% des BIPs. Die Staatsverschuldung betrug 2014 99,3¬†% des BIP. Durch verschiedene Sparprogramme konnte das Haushaltsdefizit von 11,0 Prozent im Jahre 2009 auf 4,1 im Jahr 2016 gesenkt werden. Von der Ratingagentur Standard & Poor‚Äôs werden die Staatsanleihen des Landes mit der Note A‚ąí bewertet (Stand 2018). Durch das zur√ľckgehende Haushaltsdefizit und die verbesserte Wirtschaftslage konnte der spanische Staat seine Kreditw√ľrdigkeit wieder verbessern.

Gewerkschaften

Die beiden gr√∂√üten Gewerkschaftsb√ľnde

  • Uni√≥n General de Trabajadores (UGT) und
  • Confederaci√≥n Sindical de Comisiones Obreras (CC.OO.)

sind Mitglieder des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) und des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB).

Die Zahl der Mitglieder in den zur UGT geh√∂renden Einzelgewerkschaften wird mit 880.000 Mitgliedern angegeben, f√ľr die CC:OO mit 800.000 (Stand: November 2017).

Kultur

Bekannte Kulturschaffende Spaniens
  • Literatur: Miguel de Cervantes, Tirso de Molina, Lope de Vega, Pedro Calder√≥n de la Barca, Francisco de Quevedo, Baltasar Graci√°n, Rosal√≠a do Castro, Jos√© Zorrilla, Federico Garc√≠a Lorca, Camilo Jos√© Cela
  • Musik: Tom√°s Luis de Victoria, Antonio de Cabez√≥n, Flamenco, Isaac Alb√©niz, Manuel de Falla, Andr√©s Segovia, Paco de Luc√≠a, Joaqu√≠n Rodrigo, Ernesto Halffter
  • Film: Luis Bu√Īuel, Carlos Saura, Pedro Almod√≥var, Fernando Trueba, Alejandro Amen√°bar, Juan Antonio Bardem
  • Malerei: Francisco de Zurbar√°n, Diego Vel√°zquez, Bartolom√© Esteban Murillo, Alonso Cano, Francisco de Goya, Joaqu√≠n Sorolla y Bastida, Pablo Picasso, Salvador Dal√≠, Antoni T√†pies
  • Bildhauerei: Joan Mir√≥, Eduardo Chillida, Jos√© √Ālvarez Cubero, Julio Gonz√°lez
  • Architektur: Antoni Gaud√≠, Santiago Calatrava, C√©sar Manrique, Ricardo Bofill, Juan Bautista de Toledo, Rafael Moneo
  • Mode und Kleidung: Crist√≥bal Balenciaga, Manolo Blahnik, Amaya Arzuaga, Custo Dalmau, Paco Rabanne, Mantilla
  • Spanische K√ľche
Stierkampf

Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf. Nach Meinung seiner Anh√§nger ist er als eine Kunst anzusehen, in der Eleganz und √Ąsthetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es aufgrund der mit ihr verbundenen Tierqu√§lerei nicht wert sei, in ihrer heutigen Form fortgef√ľhrt zu werden. Sowohl auf den Kanarischen Inseln, als auch in Katalonien ist der Stierkampf mittlerweile verboten.

Medien

Spanischsprachige Medienszene

Die meisten √ľberregionalen Tageszeitungen erscheinen in der Hauptstadt Madrid: El Pa√≠s (durchschnittliche Auflage im Jahr 2003 rund 561.000 Exemplare, geh√∂rt zur Mediengruppe PRISA), El Mundo (379.000), ABC (346.000) und La Raz√≥n (205.000). In Barcelona erscheinen La Vanguardia (240.000) und die wichtige regionale katalanische Zeitung El Peri√≥dic (221.000; auch spanischsprachig als El Peri√≥dico). Von Bedeutung sind auch t√§glich erscheinende Sport-Medien wie Marca (549.000) und As (303.000). Die meisten Spanier lesen Regionalzeitungen, fast jede gr√∂√üere Stadt im Land hat hier ein Angebot, beispielsweise Diario de Sevilla oder auch Diario de Mallorca.

Radiotelevisi√≥n Espa√Īola (RTVE) ist die √∂ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Spaniens. Dazu geh√∂rt der Fernsehsender Televisi√≥n Espa√Īola (TVE). Dieser betreibt die Programme La 1, La 2 und den AuslandsdienstTVE Internacional und einige weitere Spartensender. Der √∂ffentlich-rechtliche Rundfunk (Fernsehen und Radio) wird staatlich subventioniert. Private Fernsehprogramme sind Antena 3, Telecinco sowie seit dem 7. November 2005 Cuatro und seit dem 27. M√§rz desselben Jahres LaSexta. Das Fernsehprogrammangebot wird durch regionale Fernsehsender abgerundet. Im Bereich des digitalen Fernsehens gibt es die Angebote Digital+ und Auna. Der ehemals teilweise frei empfangbare Sender Canal+, der durch Cuatro ersetzt wurde, ist in das Digital+-Angebot eingegangen.

Deutschsprachige Medienszene

F√ľr die Versorgung der zahlreichen deutschsprachigen Menschen, die sich langfristig (Residenten) oder kurzfristig (Touristen) in Spanien aufhalten, ist mittlerweile eine beachtliche eigenst√§ndige Medienszene entstanden. Zu den Publikationen geh√∂ren mehrere Wochenzeitungen mit Auflagen von √ľber 20.000 Exemplaren sowie Gemeindebriefe, Germanistik-Fachzeitschriften oder Wirtschaftsmagazine. Namhafte Bl√§tter sind beispielsweise das Mallorca-Magazin oder die Mallorca-Zeitung. Auf Mallorca, wo eine neue Minderheit mit dauerhaft ans√§ssigen deutschst√§mmigen Menschen entsteht, gibt es mit Inselradio Mallorca auch das bekannteste deutschsprachige Vollzeit-H√∂rfunkprogramm. F√ľr in Barcelona ans√§ssige Deutsche, √Ėsterreicher und Schweizer erscheint der ‚ÄěTaschenSpiegel‚Äú. Spanien z√§hlt neben Italien, den USA, Polen, Rum√§nien und Belgien zu den Staaten mit den meisten deutschsprachigen Medien au√üerhalb des geschlossenen deutschen Sprachraums.

Sport

Auch wenn organisierte Leibes√ľbungen in Spanien seit der r√∂mischen Zeit praktiziert werden, so handelte es sich hierbei vor allem in der Franco-√Ąra um Spitzensport im Sinne von Brot und Spiele. Ernst nach Francos Tod breitete sich der Breiten- und Freizeitsport sehr aus.

Fu√üball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste Publikums- und auch ein viel betriebener Breitensport. Die bekanntesten Vereine sind Real Madrid und der FC Barcelona, die zu den erfolgreichsten Fu√üballklubs Europas geh√∂ren. Weitere bekannte Klubs sind der FC Valencia, Atl√©tico Madrid, Athletic Bilbao, Real Saragossa oder der FC Sevilla. Die Nationalmannschaft konnte bislang drei Europameisterschaften f√ľr sich entscheiden, 1964 im eigenen Land, 2008 in √Ėsterreich und der Schweiz sowie 2012 in Polen und der Ukraine. Im Jahr 1920 errang die spanische Fu√üballmannschaft bei den Olympischen Spielen in Antwerpen den zweiten Platz, was eine gro√üe Euphorie ausl√∂ste. 2010 wurde Spanien zum ersten Mal Fu√üballweltmeister.

Weitere beliebte Mannschaftssportarten sind Basketball, Handball, Hockey, Futsal, Volleyball und Wasserball, an den Universitäten erfreut sich außerdem Rugby großer Beliebtheit. Vor allem in den Regionen Katalonien und Galicien wird auch der Rollhockeysport zahlreich betrieben.

Die spanische Nationalmannschaft qualifizierte sich 1999 erstmals f√ľr eine Rugby-Union-Weltmeisterschaft, bei dem Turnier landete man in der Gruppenphase jedoch auf dem letzten Platz. Spanien ist einer der Teilnehmer bei der Rugby-Union-Europameisterschaft und trifft dort auf andere aufstrebende Nationalmannschaften. Als Heimatstadion dient das Estadio Nacional Universidad Complutense in Madrid.

Auch Motorsport ist in Spanien sehr beliebt. Beim Rennsport f√ľr Stra√üenmotorr√§der brachte das Land internationale Stars wie √Āngel Nieto, Jorge Mart√≠nez ‚ÄúAspar‚ÄĚ oder √Älex Crivill√© hervor. Die derzeit bekanntesten aktiven Fahrer sind Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo, √Ālvaro Bautista, Toni El√≠as, Juli√°n Sim√≥n, Marc M√°rquez und Nicol√°s Terol, die alle bereits Weltmeistertitel gewinnen konnten. Der spanische Motorradhersteller Derbi konnte zw√∂lf Fahrerweltmeisterschaften und neun Konstrukteurswertungen f√ľr sich entscheiden, die Marke Bultaco errang vier Fahrer- und drei Konstrukteurswertungen. Weitere beliebte Motorsportarten sind Rallye, Rallye Raid und Motorrad-Trial.

Die Formel 1 f√ľhrte in Spanien lange ein Schattendasein, dies √§nderte sich jedoch schlagartig durch die Erfolge von Fernando Alonso, der 2005 und 2006 die Weltmeisterschaft gewinnen konnte.

Radsport erfreut sich sowohl als Breiten- als auch als Profisport gro√üer Beliebtheit. Mit Miguel Indurain, Federico Bahamontes, Luis Oca√Īa Pern√≠a, Pedro Delgado, √ďscar Pereiro, Alberto Contador und Carlos Sastre verf√ľgt Spanien √ľber sieben Tour-de-France-Sieger. Auch der mehrfache Weltmeister √ďscar Freire ist ein Begriff. Ein gro√ües Radsportereignis ist die Vuelta, weitere international beachtete Rennen sind die Baskenland-Rundfahrt, die Katalonien-Rundfahrt und das Cl√°sica San Sebasti√°n.

Der bedeutendste Individualsport ist Tennis. Zu den international bekanntesten Spielern z√§hlen Manuel Santana, Carlos Moy√°, Sergi Bruguera, Arantxa S√°nchez Vicario, Conchita Mart√≠nez oder die noch aktiven Rafael Nadal und Garbi√Īe Muguruza. Den Davis Cup gewann Spanien bisher f√ľnf Mal, den Fed Cup ebenso oft und den Hopman Cup vier Mal.

Auch beliebt ist Padel, ein relativ neues, dem Tennis ähnliches Spiel, und Golf, wo bekannte Profis wie Severiano Ballesteros, José María Olazábal oder Sergio García zu nennen sind. Im Nordosten Spaniens wird Pelota, der baskische Nationalsport, und in der Region Valencia Pilota Valenciana gespielt.

Neben dem Profisport hat der Amateursport in Spanien einen sehr hohen Stellenwert. Fast die Hälfte der Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren betreibt aktiv eine Sportart. Dabei ist Fitnesstraining, wie zum Beispiel Jogging, vor Fußball und Schwimmen die beliebteste Sportart. Aber auch Radfahren und Walking werden in Spanien immer beliebter.

Nationale Feiertage

In Spanien werden f√ľr jedes Jahr 14 Feiertage definiert. Einige hiervon sind staatlich, einige werden von der Autonomen Gemeinschaft bestimmt, je ein Feiertag von der Provinz (in der Regel der Schutzpatron der Provinz) und ein Feiertag von der Gemeinde beziehungsweise vom Ort (in der Regel der Schutzpatron der Gemeinde). Die Feiertage werden j√§hrlich f√ľr das Folgejahr von jeder Autonomen Gemeinschaft ver√∂ffentlicht und k√∂nnen variieren. F√§llt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der darauf folgende Montag je nach Branche arbeitsfrei.

Folgende Tage sind in der Regel Feiertage, können aber je nach Jahr oder Autonomer Gemeinschaft ausfallen oder ersetzt werden:

  • 1. Januar ‚Äď Neujahr (A√Īo Nuevo)
  • 6. Januar ‚Äď Heilige Drei K√∂nige/Epiphanias (Epifan√≠a)
  • 19. M√§rz ‚Äď Josefstag (San Jos√©)
  • M√§rz/April ‚Äď Palmsonntag, am Sonntag vor Ostern beginnt in Spanien die Semana Santa
  • M√§rz/April ‚Äď Gr√ľndonnerstag (Jueves Santo)
  • M√§rz/April ‚Äď Karfreitag (Viernes Santo)
  • M√§rz/April ‚Äď Ostersonntag (Domingo de Pascua)
  • 1. Mai ‚Äď Tag der Arbeit (Primero de Mayo)
  • 25. Juli ‚Äď St. Jakobus der √Ąltere, Schutzpatron Spaniens (Santiago)
  • 15. August ‚Äď Mari√§ Himmelfahrt (Fiesta de la Asunci√≥n)
  • 12. Oktober ‚Äď Nationalfeiertag (D√≠a de la Hispanidad / El Pilar), anl√§sslich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus
  • 1. November ‚Äď Allerheiligen (Todos los Santos)
  • 6. Dezember ‚Äď Tag der Verfassung (D√≠a de la Constituci√≥n), anl√§sslich der Annahme der Verfassung im Jahr 1978
  • 8. Dezember ‚Äď Unbefleckte Empf√§ngnis (Inmaculada Concepci√≥n)
  • 25. Dezember ‚Äď Weihnachten (Navidad)

Beispiel f√ľr regionale Feiertage:

  • M√§rz/April ‚Äď Ostermontag (Lunes de Pascua) zum Beispiel im Baskenland
  • 2. Mai ‚Äď Feiertag, nur in der Madrider Region (Aufstand des Volkes von Madrid gegen die franz√∂sische Besatzung 1808)
  • 28. April ‚Äď San Prudencio in der Provinz √Ālava (Schutzpatron der Provinz)
  • 15. Mai ‚Äď San Isidro in der Stadt Madrid (Schutzpatron der Stadt)
  • 30. Mai ‚Äď D√≠a de Canarias, nur Kanarische Inseln
  • 24. Juni ‚Äď St.-Johannes-Tag (Revetlla de Sant Joan), Feiertag nur in Katalonien, in ganz Spanien werden am Johannistag allerdings die Johannisfeuer entfacht
  • 9. Oktober ‚Äď nur in der Comunidad Valencia, Erinnerung an die Befreiung aus der Maurenherrschaft
  • 26. Dezember ‚Äď St.-Stephans-Tag (Sant Esteve), nur in Katalonien

Siehe auch

  • Spanischer Name
  • Postleitzahl (Spanien)
  • Regional- und Kommunalwahlen in Spanien 2015

Literatur

  • Walther L. Bernecker (Hrsg.): Spanien-Handbuch. Geschichte und Gegenwart. Francke, T√ľbingen 2006, ISBN 3-8252-2827-4 (UTB 2827).
  • Walther L. Bernecker (Hrsg.): Spanien heute. Politik ‚Äď Wirtschaft ‚Äď Kultur. 5. Auflage. Vervuert, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3-86527-418-8.
  • Toni Breuer: Iberische Halbinsel. Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-14785-4.
  • Fernando Diaz-Plaja: Spanien. Nyon 1976.
  • Alfonso Lowe: Spaniens S√ľden. M√ľnchen 1972.
  • Ren√© Alexander Marboe: Von Burgos nach Cuzco. Das Werden Spaniens 530‚Äď1530. Magnus, Essen 2006, ISBN 3-88400-601-0.
  • Henri Stierlin: Die Welt Spaniens. Gondrom, Bayreuth 1982, ISBN 3-8112-0301-0 (geschichtliche Darstellung mit dem zeitlichen Schwerpunkt vom klassischen Altertum bis zum Barock).
  • Sarah Mongourdin-Denoix: Spain: a country profile (PDF, 640,33 kB, 40 S.), Eurofound, 19. Januar 2010
  • James Morris: Spanien. Portr√§t eines stolzen Landes. Mit Fotografien von Evelyn Hofer. Droemer Knaur, M√ľnchen (= Knaur-Taschenb√ľcher. Band 176).

Weblinks

Offizielle Seiten aus Spanien

  • casareal.es
  • ccape.es: Deutsche Handelskammer f√ľr Spanien
  • congreso.es: Congreso de los Diputados
  • guiadeayuntamientos.info (Informationen √ľber s√§mtliche spanische Gemeinden, Spanisch)
  • mae.es: Ministerio de Asuntos Exteriores y de Cooperaci√≥n de Espa√Īa (‚ÄěAu√üenministerium‚Äú)
  • madrid.diplo.de: Deutsche Botschaft Madrid
  • senado.es: El Senado de Espa√Īa
  • spanischebotschaft.de: Spanische Botschaft in Deutschland

√úber Spanien

  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Spanien
  • cibera.de (Virtuelle Fachbibliothek Ibero-Amerika / Spanien / Portugal)
  • L√§nderprofil des Statistischen Bundesamtes
  • Deutschlandfunk.de, Das Feature, 20. Oktober 2015, Barbara Eisenmann: Made with love in Spain. Vom politischen Umbruch in Spanien.
  • diplo.de: L√§nder- und Reiseinformationen des Ausw√§rtigen Amtes
  • geotoura.com (Spanien-Lexikon und aktuelle Kulturtipps, Deutsch)
  • saz-aktuell.com (Spaniens Allgemeine Zeitung, Deutsch)
  • spanien-bilder.com (Spanien Bilder und News, Deutsch)
  • strandgazette.com (Nachrichten aus Spanien, Deutsch)

Einzelnachweise


 

Region Regionen (20)

Bezeichnung der Regionen: Autonome Region
Abk Name Lat N Lat S Lng W Lng E B O
Andalusien 38.7288907 36.0001131 -7.5227018 -1.6276826 Andalusien  
Aragonien 42.9233261 39.8469203 -2.1747577 0.7707528 Aragonien  
Asturien 43.6592317 42.8813853 -7.1827515 -4.5046879 Asturien  
Balearen 40.0945867 38.6404797 1.1879889 4.3279851 Balearen  
Baskenland 43.4566897 42.4320294 -3.4506683 -1.7290424 Baskenland  
Canillo 42.486 42.442 1.945 1.999  
Ceuta 35.926 35.847 -5.399 -5.283  
Extremadura 40.4864742 37.9404861 -7.5416476 -4.6484603 Extremadura  
Galicien 43.7903881 41.8078139 -9.2995163 -6.7329972 Galicien  
Kanarische Inseln 29.4 27.6377504 -18.1606948 -13.3336797 Kanarische Inseln  
Kantabrien 43.5135491 42.2167646 -8.6849808 -3.1498556 Kantabrien  
Kastilien und Leon 43.2380912 40.0824478 -7.0769549 -1.7748049 Kastilien und Leon  
Kastilien-La Mancha 41.3280668 28.6724311 -5.47119141 -0.9157904 Kastilien-La Mancha  
Katalonien 42.8615161 40.522788 0.1595086 3.332501 Katalonien  
La Rioja 42.6445177 41.9186942 -3.1344912 -1.6796229 La Rioja  
Madrid 41.2154298 38.8782395 -4.5791745 -2.1504793 Madrid  
Melilla 35.33 35.268 -2.967 -2.913  
Murcia 38.7547909 37.3738142 -2.3438789 -0.6880666 Murcia  
Navarra 43.3152283 41.910218 -2.5009426 -0.7238847 Navarra  
Valencia 40.7887285 37.7885971 -1.5238476 0.6915727 Valencia  
 

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Flagge: Spain

Name englisch: Spain
Hauptstadt: Madrid
Kfz: E
ISO: ES
ISO3: ESP
Fläche: 504782 km²
Tld: .es
Wärung Einheit: EUR
Währung: Euro
Vorwahl: 34

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 45.244
südlichster Punkt: 35.173
westlichster Punkt: -12.524
östlichster Punkt: 5.098


 
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