Tour Berliner Höhenweg, bis Alpenrose (2010)
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  • markuswill

Foto Foto Info Details zur Mehrtagestour

  Gipfelfoto das ein netter Mitwanderer von uns machte 
Beschreibung:
Es sollte eigentlich die komplette Zillertaler Runde von Gamshütte bis Edelhütte werden, am Ende wurde es dann "nur" der ursprüngliche Berliner Höhenweg bis Breitlahner.

Oft wird die komplette Runde ebenfalls als Berliner Höhenweg bezeichnet, doch endet diese wie von uns beschritten schon am Gasthof Breitlahner. Immer mehr setzt sich jedoch die Bezeichnung Berliner Höhenweg auch für die Zillertaler Runde durch, was wohl hauptsächlich der tollen Arbeit des Berliner Alpenvereins zu verdanken ist, der diesen Höhenweg ständig pflegt und überwacht. Dadurch ist der Höhenweg ein sehr interessantes Ziel für Bergsteiger und Wanderer geworden und jeder der ihn schon gegangen ist wird mir beipflichten, dass es einer der schönsten Höhenwege der Alpen ist.

Aber Achtung! Trotz der Beliebtheit und der gut markierten Wege ist Trittsicherheit absolute Grundvorraussetzung und gerade bei schlechter Witterung können einige Abschnitte sehr heikel werden. Vor allem die Etappen von der Gamshütte zum Friesenberghaus, der Übergang über das Schönbichler Horn und der Siebenscheidenweg von der Kasseler Hütte zur Edelhütte sind nicht zu unterschätzen.

Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Im Jahr 2005 schafften wir nur die ersten beiden Etappen und brachen dann nach 72 Stunden Dauerregen ab.

Dieses Mal lief es zwar besser, doch schon der Weg über das Schönbichler Horn ließ nichts Gutes ahnen, so dass wir nach Unwetterwarnung für den kommenden Tag auf der Alpenrosenhütte blieben und am nächsten Morgen ins Tal abstiegen.
Also wird uns nichts bleiben als irgendwann einen dritten Anlauf zu unternehmen und eventuell an der Berliner Hütte erst einzusteigen.

Der Höhenweg lässt sich auch noch beliebig erweitern, da von jeder Hütte aus sehr interessante Gipfelbesteigungen möglich sind.

Hier findet ihr die Fortsetzung des Höhenwegs:
http://www.deine-berge.de/Mehrtagestouren/8/Berliner-Hoehenweg,-ab-Berliner-Huette.html
 
Typ: Hufeisen Eine Mehrtagestour in Form eines Hufeisens ähnelt einer Rundtour, bei der Start und Ziel im selben Ort sind. Auch beim Hufeisen liegen Startpunkt und Zielpunkt zumindest nahe beieinander oder im gleichen Tal, so dass nur geringe Fahrtzeiten nötig sind.
5 Etappen
Tour Zeitraum:
08.08.2010 - 12.08.2010
Der Zeitraum der Mehrtagestour ergibt sich automatisch aus den Daten der einzelnen Tagestouren.
4184 Hm Aufstieg
3805 Hm Abstieg
28:00 Stunden Gehzeit gesamt
51.73 Die Streckenlängen werden automatisch aus der Route errechnet.
Daher kann dieser Wert ungenau sein.
Je genauer die Route bestimmt wird, desto genauer wird auch die Streckenlänge.
km Streckenlänge
erstellt von Tom Hofer
- erstellt von Tom Hofer am 10.09.2010 15:19
- letzte Änderung am 20.07.2015 11:53

Karte Gesamtroute aller Etappen:

Höhenprofil Höhenprofil: aktuelle Höhe:   m | aktuelle Streckenposition: 0 km | Höhe min. 881 m
 

Tour Etappe 1: Finkenberg - Gamshütte

Im Norden über dem Rastkogel scheint noch die Sonne 
Beschreibung der Tour:
Aufstieg zur Gamshütte über den Hermann-Hecht-Weg. Abwechslungsreiche, angenehme Tour zu einer kleinen DAV-Hütte.

Um uns den Fußweg nach Finkenberg zu sparen setzen wir uns in Mayrhofen an der Penkenbahn in den Bus und fahren das Stück bis zur Teufelsbrücke.
Über die Teufelsbrücke gehen wir ein Stück über Teerstraßen durch Dornau. Am Ortsausgang kann man zweimal durch den Wald abkürzen statt weiter der Straße zu folgen. Man sollte nur nicht den Abzweig auf den Hermann-Hecht-Weg verpassen, der den eigentlichen Steig zur Gamshütte darstellt.
Durch den schattigen Wald steigen wir mäßig steil aber stetig auf und kreuzen dabei mehrfach die Schotterstraße, die zum Versorgungslift der Gamshütte führt.
Am oberen Ende eines lichten Waldstücks steht eine kleine Hütte, an der man eine tolle Aussicht auf die umliegenden Gipfel hat. Wir nutzen die Hütte um eine kleine Rast einzulegen. Danach geht es langsam Richtung Baumgrenze, was man am fehlenden Schatten und steiniger werdenden Boden merkt. Teils flach, teils steil folgen wir dem schmalen Pfad bis zur Hütte, wo wir uns anmelden und unsere Nachtlager begutachten, die aufgrund der zahlreichen Nächtigungsgäste im Außenlager liegen, was aber nicht weiter schlimm ist, da sich die Waschräume sowieso nicht im Gebäude, sondern nur von außen erreichbar befinden.
Am Abend geht es nach einem ausgezeichneten Mahl früh ins Bett, da am morgigen Tag die längste Etappe ansteht.

Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Diese Tour bildete den Auftakt für den Berliner Höhenweg, den wir leider aufgrund schlechten Wetters vorzeitig abbrechen mussten.
Wandern T2 T2: Bergwandern

Klicke für mehr Informationen
1070 Hm Aufstieg
50 Hm Abstieg
03:30 03:30 Stunden. Manuell eingetragen.

Gehzeit Aufstieg
manuell: 03:30 Stunden

Gehzeit Abstieg
automatisch: 00:10 Stunden

Gehzeit manuell: Die Gehzeit wurde vom Benutzer manuell eingetragen.
Gehzeit automatisch: Die Gehzeit wurde vom System anhand der Route und den anfallenden Höhenmetern und Kilometern errechnet und kann daher von den tatsächlichen Werten abweichen.
Stunden Gehzeit gesamt
5.72 Dies ist die manuell eingegebene Streckenlänge.
Diese kann durchaus von der automatischen abweichen.
km Streckenlänge
08 Tour gegangen
am 08.08.2010 Sonntag

 

Tour Etappe 2: Gamshütte - Friesenberghaus

Selbst aus der großen Entfernung wirkt der Schlegeisspeicher schon gigantisch 
Beschreibung der Tour:
Sehr lange und daher anspruchsvolle Tour, technisch bei gutem Wetter kein Problem. Herrliches Panorama auf die höchsten 3000er des Zillertals während der gesamten Tour.

Da wir nicht die schnellsten sind und Bergsteigen auch immer ein Genuss sein sollte stehen wir recht früh auf, da uns 8-10 Stunden Gehzeit erwarten. Der Wetterbericht ist gut, dennoch starten wir im Nebel. Von der Hütte geht es zunächst steil bergauf Richtung Vordere Grinbergspitze bis auf ca. 2100m.
Ab hier führt der sehr schmale Pfad flach am steilen Grashang entlang, jedoch scheint mir der Hinweis: Nur für Geübte zu Beginn der Tour im Nachhinein etwas übertrieben, zumindest bei einigermaßen guten Wetterbedinungen und festem Schuhwerk.
In dem steilen Hang müssen auch diverse Bäche überquert werden, die teils rutschige Stellen auf blankem fels haben. Bei sorgfältiger Trittwahl stellt das aber keine großen Probleme dar.
Gegen 10 Uhr erreichen wir in einem Wechsel zwischen Sonne und Nebel eine kleine Versorgungshütte zwar verschlossen ist aber lustigerweise eine Hausnummer hat. Der Weg verläuft nun meist flach abwechslungsreich über Wiesen und Blockwerk und gegen 10:30 machen wir an einer windgeschützten Stelle auf ein paar kleinen Felsen Rast. Während unserer Pause spielen einige Murmeltiere unterhalb auf den Felsen Fangen und unterhalten uns so bei der Mahlzeit.
Nach der Stärkung geht es kurz hinauf aus dem Schrahnbachkar zur Grauen Platte wo es einen Aufstieg aus Ginzling gibt. Da sich die Wolken langsam verziehen kann man von hier nach Mayrhofen und einen Großteil der zurückgelegten Strecke blicken. Von hier ist immer noch eine Restgehzeit von 6 Stunden ausgeschildert, was sich als realistisch herausstellt.
Wir steigen von hier bis auf 1900m ab und das Wetter bessert sich immer weiter. Gerade rechtzeitig, denn so können wir die gegenüberliegenden 3000er aus ständig anderer Perspektive verfolgen.
Wir nähern uns der unbewirtschafteten Feldlalm und gegen Mittag hat uns die Sonne eingeholt und es ist mittlerweile brüllend heiß geworden. So wird der Aufstieg von der Feldalm eine schweißtreibende Angelegenheit, doch schon bald passieren wir den Versorgungslift der Pitzenalm, die etwa auf halber Strecke liegt. Und schon ein paar Kurven später stehen wir direkt vor der Alm die man auch von Rauth erreichen kann. Wir nutzen die Gelegenheit und essen eine Suppe und trinken ein großes Glas Skiwasser. Bei strahlendem Sonnenschein geniessen wir das Panorama in die gegenüberliegenden Täler von der Terrasse.
Nach der ausgiebigen Rast geht es kurz aber knackig durch die glühende Sonne bergauf durch dichtes Gestrüpp.
Oben angelangt treffen wir auf eine Herde Schafe, die uns prompt ein paar Meter nachgeht. Nach einem langen flachen Abschnitt erfolgt der Abstieg zur Kesselalm auf der wir von einer Herde Ziegen verfolgt. Unten an der Alm empfängt uns der Ziehenhirte freundlich und führt die Herde weiter abwärts ins Tal während wir den Talkessel mit Wasserfall zu einer Rast auf den Felsblöcken nutzen.
Nach der Pause steigen wir erneut auf zu den Rifflerrinnen, wo wir erst durch Blockwerk und dann steil auf den Rücken steigen, teilweise unter Zuhilfenahme der Hände. Von oben aus hat man wieder einen fantastischen Rundblick. Hinter uns kann man nahezu den kompletten Weg sehen, den wir schon gegangen sind, und vor uns erscheint erstmals der Schlegeisspeicher mit seinem grünblauen Wasser.
Schmaler Pfad und grobes Blockwerk wechseln sich ab auf dem folgenden flachen Abschnitt und wir haben beste Sicht auf die Zillertaler Gipfel, allen voran dem höchsten: der Hochfeiler.
Ein kleiner Abstieg in eine Mulde bringt uns zum Wesendlkarsee und auf der anderen Seite erfolgt der letzte Anstieg des Tages im Gegenhang. Ein Stück weiter oben sehen wir wie sich plötzlich eine Gruppe älterer Frauen auszieht und in den eiskalten See hüpft. Brrrrrr.
Wir lassen uns nicht beirren und hinter einem Grasrücken lässt sich dann das Friesenberghaus blicken. Von nun an haben wir das Ziel direkt vor Augen und in einer halben Stunde erreichen wir unsere Unterkunft für die heutige Nacht. Unsere Füße glühen, doch es hat sich gelohnt. Ein beeindruckender Weg, vielleicht einer der schönsten den ich kenne, bei tollem Wetter wird belohnt mit einem Super Panorama von der Hüttenterrasse.
Auch diese Hütte ist sehr voll und wir übernachten diesmal im Notlager, was jedoch immer noch verhältnismäßig komfortabel ist.


Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Dadurch dass man meist nicht sehr viele Höhenmeter am Stück gehen muss und man ständig ein tolles Panorama im Blick hat, kam mir die Tour garnicht so anspruchsvoll vor wie sie oft beschrieben wird.
Wandern T3 T3: anspruchvolles Bergwandern

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1340 Hm Aufstieg
775 Hm Abstieg
09:00 09:00 Stunden. Manuell eingetragen.

Gehzeit Aufstieg
automatisch: 05:35 Stunden

Gehzeit Abstieg
automatisch: 02:20 Stunden

Gehzeit manuell: Die Gehzeit wurde vom Benutzer manuell eingetragen.
Gehzeit automatisch: Die Gehzeit wurde vom System anhand der Route und den anfallenden Höhenmetern und Kilometern errechnet und kann daher von den tatsächlichen Werten abweichen.
Stunden Gehzeit gesamt
14.6 Dies ist die manuell eingegebene Streckenlänge.
Diese kann durchaus von der automatischen abweichen.
km Streckenlänge
09 Tour gegangen
am 09.08.2010 Montag

 

Tour Etappe 3: Friesenberghaus - Furtschaglhaus

Kurz vor der Hütte der Wasserfall des Furtschaglbachs 
Beschreibung der Tour:
Der Weg zur tollen neuen Olperer Hütte bietet ein fantastisches Panorama, ab dort wird es sehr überlaufen, was sich bis zum Furtschaglhaus kaum ändert. Die Straße am See entlang zieht sich ein wenig.

Beim Anziehen der Bergschuhe am frühen Morgen werden wir von einigen Kühen auf der Terrasse begrüßt, die aber friedlich bleiben.
Ein kleiner Abstieg bringt uns zum Friesenbergsee unterhalb der Hütte, dessen Ablauf wir über einen kleinen Steg passieren um auf der anderen Seite recht steil zum Tramtenjoch aufzusteigen. Unter uns leuchtet der türkisfarbene See und über uns ragt der Hohe Riffler in den Himmel, den viele heute auf dem Programm stehen haben.
Felsig und steinig wandern wir in zig Kehren zum Tramtenjoch hoch wo wir auf den Tiroler Höhenweg treffen, der rechts zur Friesenbergscharte und zum Spannagelhaus abzweigt, doch wir folgen ihm nach links Richtung Olperer Hütte.
Von nun an geht es nahezu eben mit herrlichem Panorama an den Hängen von Gefrorene-Wand-Spitzen und Olperer entlang. Auf dem schmalen Pfad müssen einige Rinnen überquert werden, die aber wenig Wasser führen und daher problemlos gemeistert werden können. Schon bald begrüßt uns der Blick auf den Hauptkamm der Zillertaler Alpen, hinter uns thront der Hohe Riffler über dem Friesenberghaus und unter uns erscheint der gigantische Stausee des Schlegeisspeichers.
Ohne große Anstrengung wechselt der Boden von felsig über Wiesen und man möchte stundenlang weitergehen und die einmalige Kulisse bewundern.
Oft begleitet von einige Schafen hören wir bald regelmäßige Hubschrauberflüge, was uns darauf schließen lässt, dass wir uns bereits in der Nähe der Hütte befinden, welche gerade beliefert wird. Und in der Tat, als wir um eine weitere Kurve kommen, sehen wir wie der Hubschrauber gerade ein riesiges Netz mit Waren an der Hütte absetzt. Kurz vor der Olperer Hütte gibt es ein kleines Highlight in Form einer Hängebrücke, die über einen Bach führt.
An der Hütte selbst herrscht reges Treiben aufgrund der Hubschrauber, denn dieser wird nach Zeit bezahlt, daher gilt es möglichst schnell zu be- und entladen, um die teuren Flüge kurz zu halten. Abwechselnd liefert der Hubschrauber neue Lebensmittel an und nimmt gleichzeitig Müll und leere Behälter mit zurück.
Obwohl noch nicht mal Mittag, herrscht ein großer Betrieb an der fast nagelneuen Hütte, die im Innenraum ein riesiges Panoramafenster bietet, das auf die großen Gipfel im Schlegeiskees zeigt.
Als wir uns aufgrund des schönen Wetters draussen eine erste Rast bei Kaiserschmarrn gönnen, kommt die Hüttenwirtin plötzlich ganz hektisch rausgelaufen und scheucht alle Gäste nach drinnen, da der Hubschrauber erneut auf dem Weg zur Hütte ist und direkt neben der Terrasse schweben wird. Sie warnt vor dem starken Wind der dabei produziert wird und als wir gerade alle Sachen zusammengepackt haben kommt auch schon der Hubschrauber und wir sehen, dass die Wirtin keineswegs übertrieben hat. Hüte fliegen durch die Gegend und einige Gäste, die es nicht mehr rechtzeitig in die Hütte geschafft haben werden ordentlich weggeblasen. Nachdem die Aufregung vorüber ist essen wir gemütlich auf und machen uns langsam auf den Weg hinab ins Tal.
Zum ersten Mal seit wir in Finkenberg losgegangen sind haben wir beim Abstieg nicht mehr das Gefühl fast alleine in den Bergen zu sein, denn eine wahre Flut von Menschen kommt uns entgegen, teilweise in fragwürdiger Kleidung und Ausrüstung, keuchend und japsend.

Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Der stark bevölkerte Stausee ist zwar von oben ein optisches Highlight, jedoch das umrunden desselben macht weniger Spaß und stellt definitiv den negativen Höhepunkt des Berliner Höhenwegs dar.
Wandern T3 T3: anspruchvolles Bergwandern

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815 Hm Aufstieg
1000 Hm Abstieg
07:30 07:30 Stunden. Manuell eingetragen.

Gehzeit Aufstieg
manuell: 05:00 Stunden

Gehzeit Abstieg
manuell: 02:30 Stunden

Gehzeit manuell: Die Gehzeit wurde vom Benutzer manuell eingetragen.
Gehzeit automatisch: Die Gehzeit wurde vom System anhand der Route und den anfallenden Höhenmetern und Kilometern errechnet und kann daher von den tatsächlichen Werten abweichen.
Stunden Gehzeit gesamt
15.55 Dies ist die manuell eingegebene Streckenlänge.
Diese kann durchaus von der automatischen abweichen.
km Streckenlänge
10 Tour gegangen
am 10.08.2010 Dienstag

 

Tour Etappe 4: Furtschaglhaus - Schönbichler Horn - Alpenrose

Die Sonne geht auf zwischen Schönbichler Horn und Furtschaglspitze 
Beschreibung der Tour:
Die vierte Etappe des Berliner Höhenwegs, meiner Meinung nach bis dahin die anspruchvollste, aber trotzdem unproblematisch. Bei gutem Wetter eine tolle Aussicht auf den Zillertaler Hauptkamm.

Die Wettervorhersage ist recht schlecht und wir beschließen daher früher als geplant loszusteigen. Bereits um 7:30 Uhr marschieren wir bei noch trockenem Wetter los. Der Himmel ist allerdings schon bedeckt und lässt nichts Gutes erahnen.
Mäßig ansteigend erklimmt man den Grasrücken hinter dem Furtschaglhaus in weiten Serpentinen. Richtung Schönbichler Horn, welches man ständig im Blick hat, laufen wir weiter den Grasrücken hinauf und queren hier einen Zufluss des Furtschaglbaches etwa 200m oberhalb der Hütte. Oben auf dem Grasrücken steht eine Herde Schafe völlig unbeeindruckt von dem aufziehenden Regen.
Langsam wird das Geländer schroffer, nach und nach zieht sich das Gras zurück und es bleibt fast nur noch Fels zurück. Das bedeutet wir haben das Furtschaglkar erreicht und ein kleiner Hügel liegt vor uns der von der rechten Seite bestiegen wird um auf die Flanke zum Schönbichler Horn zu gelangen. Es beginnt leicht zu regnen und wird deutlich kühler.
Zu Beginn des Westgrats des Schönbichler Horns steht ein großer Steinmann und man kann nun den kompletten weiteren Aufstieg einsehen. Wir folgen dem Gratverlauf und es ist zu sehen, dass noch einige kleine Schneefelder den Weg kreuzen werden.
Der Weg den Westgrat hinauf ist gut markiert und nicht zu verfehlen. Trotz der schlechten Bedingungen verläuft der Aufstieg problemlos durch teils lose Felsen und Schneereste. Der Weg ist hier oben zwar feucht und matschig aber dennoch recht griffig, oft kann man auch auf große Steine treten.
Wir befinden uns jetzt auf ca. 3000m direkt unterhalb der Schönbichler Scharte und das Gipfelkreuz ist schon zum Greifen nahe. Als Stufen angelegt flache Steine führen uns zum ersten seilversicherten Stück hoch zur Scharte. Die letzten 50m hinauf zur Scharte kann man sich an einigen Stellen nur der Stahlseile bedienen falls nötig. Aber auch hier ist bei ausreichender Trittsicherheit ein Aufstieg unschwierig selbst bei diesem nasskalten Wetter. Direkt unterhalb der Scharte queren wir eine Schuttrinne und begegnen nun einem weiteren Steinmann direkt in der Schönbichler Scharte.
Hier kann man bei Bedarf Rucksäcke und Stöcke liegen lassen und über Blockwerk die letzten Meter zum Gipfle hinaufklettern.
Oben auf dem Gipfel erwartet uns trotz wolkenverhangenem Himmel eine schöne Aussicht auf die umliegenden Gipfel, da die Wolken recht hoch liegen. Nur die Fernsicht bleibt uns leider verwehrt. Da es sehr windig und kalt ist, bleiben wir jedoch nicht allzu lange und machen uns nach dem Gipfelfoto auf den langen Abstieg.
Von der Schönbichler Scharte quert man unterhalb des Gipfels recht steil durch Fels bis zum Ostgrat. Auch hier sind einige seilversicherte Stellen, die auch oft in Anspruch genommen werden. Beim Abstieg macht sich das nasse Wetter deutlich stärker bemerkbar als beim Aufstieg, da Felsen und sandige Wege sehr rutschig sind.
Aber bei ausreichender Vorsicht und ruhigem Tritt ist auch dieses letzte steile Stück bald hinter uns und wir gelangen auf den flacheren Ostgrat.
Auch hier ist noch Vorsicht geboten, da der Weg glatt ist, doch nun geht es deutlich schneller voran. Rückblickend auf den Gipfel wirkt der Abstieg wie ein Weg durch von spitzen Nadeln besetztes Stück Fels.
Kurz vor Ende des Grats seigen wir über einige angelegte Steintreppen ab und verlassen nun den Grat Richtung Garberkar. Parallel unterhalb des Grats verlieren wir weiter an Höhe und die Landschaft wird langsam wieder freundlicher. Es hat aufgehört zu regnen und pünktlich zu unserer ersten Rast kommt sogar die Sonne heraus und in einer windstillen Ecke genießen wir die Sonne den Blick auf das Schönbichler Horn.
Unterhalb des Krähenfuß steigen wir direkt ab ins Garberkar und treffen erneut auf ein Stahlseil, welches aber fast von den Stellen am Gipfel verhöhnt wird ob der Leichtigkeit hier.
Im Kar erwartet uns großes Blockwerk vom zurückgezogenen Waxeggkees welches gequert wird. Hier sehen wir zum ersten Mal die Berliner Hütte, die jedoch nicht unser Ziel wird. Wir erreichen nach einigen Metern Abstieg die Seitenmoräne des ehemaligen Gletschers die rechts von uns steil abfällt. Hier ist noch ständige Bewegung drin, was man daran merkt, dass der Weg einige Male ein paar Meter versetzt wurde wo er in den Abgrund gerissen wurde. Auf der grünenden linken Seite der Moräne geht es stetig weiter bergab und bei immer besser werdendem Wetter sehen wir zum ersten Mal unsere heutige Übernachtungsstätte, die Alpenrosehütte. Direkt auf der gegenüberliegenden Talseite unseres Standortes liegt die Berliner Hütte.
An der Weggabelung zur Berliner bzw. Alpenrosehütte nochmals die Überlegung abzusteigen oder weiterzugehen, aber wir bleiben beim Entschluss abzusteigen.
Wir verlassen nun die Moräne und steigen durch Steine und Büsche Richtung Waxeggalm ab. Die letzten Meter geht es nun über Wiesen vorbei an der Waxeggalm, über Behelfsbrücken über Waxeggbach und Zemmbach zur Jause auf der Alpenrosehütte. Bei jetzt strahlendem Sonnenschein legen wir uns in die Liegestühle und freuen uns über einen gelungenen Tag.

Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Aufgrund einer Unwetterwarnung für den nächsten Tag beschlossen wir die Fortsetzung unseres Berliner Höhenwegs hier zu unterbrechen und stattdessen ins Tal abzusteigen. Aber wir werden diesen mit Sicherheit zu gegebener Zeit fortführen.
Wandern T4 T4: Alpinwandern

Klicke für mehr Informationen
850 Hm Aufstieg
1250 Hm Abstieg
06:00 06:00 Stunden. Manuell eingetragen.

Gehzeit Aufstieg
manuell: 02:00 Stunden

Gehzeit Abstieg
manuell: 04:00 Stunden

Gehzeit manuell: Die Gehzeit wurde vom Benutzer manuell eingetragen.
Gehzeit automatisch: Die Gehzeit wurde vom System anhand der Route und den anfallenden Höhenmetern und Kilometern errechnet und kann daher von den tatsächlichen Werten abweichen.
Stunden Gehzeit gesamt
7.86 Dies ist die manuell eingegebene Streckenlänge.
Diese kann durchaus von der automatischen abweichen.
km Streckenlänge
11 Tour gegangen
am 11.08.2010 Mittwoch

 

Tour Etappe 5: Abstieg Alpenrosenhütte

Bisher blieben wir weitestgehend vom Regen verschont 
Beschreibung der Tour:
Ein ausgedehnter Spaziergang über eine breite Forststraße vorbei an mehreren Jausenstationen.

Im störmenden Regen wachen wir auf, doch da wir wissen, dass uns nur einer relativ kurzer Abstieg bevorsteht, treibt uns nicht zur Eile an. Ganz gemütlich gehen wir zum Frühstück und halten dabei einen Blick aus dem Fenster, ob eine Wetterbesserung in Sicht ist. Da dem nicht so ist packen wir nach dem Frühstück langsam unsere Sachen und machen uns sehr gemächlich aufbruchbereit. In der Gaststube sitzend können wir beobachten, wie die ersten Gäste von der Berliner Hütte ins Tal an der Alpenrose vorbei absteigen. Auch von der Alpenrose steigen einige ganz ungeduldige Zeitgenossen in voller Regenmontur Richtung Tal, doch wir warten weiter ab.
Nach knapp 2 Stunden Warten lässt der Regen allmählich nach und wir ziehen ebenfalls unsere Jacken über und brechen langsam auf. Vorbei an dem kleinen Stausee hinter der Hütte, der erstaunlicherweise die Notreserve für den Schlegeisspeicher darstellt und mitten durch den Berg führt.
Recht flach schlängelt sich die breite Fahrstraße am Hang entlang und man sieht an einigen Stellen, dass dafür eine Menge Fels weggesprengt werden musste und der Weg oftmals abgestützt werden muss um nicht ins Tal abzurutschen.
Glücklicherweise hat der leichte Regen mittlerweile komplett aufgehört, so dass wir trockenen Fußes weiter absteigen können. Es geht vorbei an einem sehr hohen Wasserfall der aus dem Roßkar entspringt und schon bald passieren wir die Grawandalm, einige Häuser die hier von den Bauern genutzt werden.
Kurze Zeit später erreichen wir die Grawandhütte, doch da wir erste 45 Minuten unterwegs sind lohnt eine Einkehr noch nicht. Dennoch macht die Hütte einen netten Eindruck und von hier können wir auch schon den weiteren Weg durch den Zemmgrund beobachten.
Nachdem wir die Grawandhütte hinter uns gelassen haben folgt ein langes flaches Stück durch Wiesen und lichte Wälder und schon nach einer weiteren Stunde sind wir an der Klausenlam angelangt, die trotz der Nähe zum Tal und der damit verbundenen Touristenflut sehr urtümlich wirkt und den Charme einer alten urigen Alm verbreitet. Es riecht nach verbranntem Holz aus dem rauchenden Kamin, doch wir machen uns auf die letzten Meter durch den Wald vorbei an den Karlshütten und erreichen wenige Minuten später den Gasthof Breitlahner, wo uns ein Mittagessen und der Bus nach Mayrhofen erwartet.
Nach einem wirklich überraschend fantastischem Essen warten wir kurz auf den Bus, der uns zurück zu unserem Auto fährt.

Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Leider endete unser geplanter Berliner Höhenweg hier, da es eine Unwetterwarnung gab. Dennoch sind wir fest entschlossen, dieses Vorhaben später nachzuholen.
Wandern T1 T1: Wandern

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109 Die Höhenmeter wurden automatisch aus der Route errechnet, und können daher von den tatsächlichen Werten abweichen. Hm Aufstieg
730 Hm Abstieg
02:00 02:00 Stunden. Manuell eingetragen.

Gehzeit Aufstieg
automatisch: 00:35 Stunden

Gehzeit Abstieg
manuell: 02:00 Stunden

Gehzeit manuell: Die Gehzeit wurde vom Benutzer manuell eingetragen.
Gehzeit automatisch: Die Gehzeit wurde vom System anhand der Route und den anfallenden Höhenmetern und Kilometern errechnet und kann daher von den tatsächlichen Werten abweichen.
Stunden Gehzeit gesamt
8 Dies ist die manuell eingegebene Streckenlänge.
Diese kann durchaus von der automatischen abweichen.
km Streckenlänge
12 Tour gegangen
am 12.08.2010 Donnerstag

 

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